15. Mai 2011: Ein Jahr Heidis Mist

Mistgras_klein

So sehen die Misthaufen nach monatelanger Lagerung im Feld aus. Wieviel Nitrat ist ins Grundwasser versickert?

Heute vor einem Jahr hat Heidi den Blog gegründet: Miststöcke im Heidiland. Nach einer Trockenperiode hatte es intensiv zu regnen begonnen. Damals lagen all die Misthaufen immer noch im Feld, waren monatelang den Niederschlägen ausgesetzt gewesen und wurden ab Mitte Mai vom Dauerregen durchwaschen, waren also immer noch eine grosse Gefahr für das Grundwasser, das darunter fliesst. Dieses Jahr hat die Vegetation einen grossen Vorsprung, also sind die Misthaufen bereits verteilt und untergepflügt worden. Auch heute regnet es, und Heidi wird gefragt, ob man vor Regen güllen darf. Zuerst ein Blick auf den Wasserkreislauf; die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat ein schönes Schema für den Rhein gezeichnet. Das Niederschlagswasser, das nicht von den Pflanzen und vom Boden aufgenommen wird, versickert in den Untergrund und gelangt ins Grundwasser. Die Gefahr der Grundwasserverschmutzung ist bei Dauerregen gross. Wenn der Boden wassergesättigt ist, dann fliesst das Wasser zusammen mit Gülle in den Poren direkt ins Grundwasser. Ist der Boden ausgetrocknet, dann fliesst Gülle in Rissen und Poren in den Untergrund. Gülle kann aber auch mit Niederschlagswasser abgeschwemmt werden und so in Gewässer gelangen, z.B. über Entwässerungsschächte an Strassen; sehr hoch ist das Risiko bei Gewitterregen, Dauerregen und Schneeschmelze sowie wassergesättigtem, ausgetrocknetem und verdichtetem Boden, besonders am Hang, siehe Wenn Gülle fliesst… Deshalb dürfen gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV SR 814.81), Anhang 2.6, Art. 3.2.1, flüssige Dünger  nur ausgebracht werden, wenn der Boden saug- und aufnahmefähig ist. Sie dürfen vor allem dann nicht ausgebracht werden, wenn der Boden wassergesättigt, gefroren, schneebedeckt oder ausgetrocknet ist.

Im Einzelfall ist es nicht immer einfach, die Lage einzuschätzen. Ein bisschen Regen kann günstig sein, verdünnt die Gülle. Manchmal stimmt der Wetterbericht nicht. Heidi rät aber die Bauern zu Vorsicht: Im Zweifelsfall nie!

15.5.11 HOME

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: