2 Jahre Heidis Mist

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Zuviel Gülle und Mist auf Alpweiden fördert zum Beispiel den Löwenzahn; die Artenvielfalt nimmt ab.

Heute vor zwei Jahren hat Heidi ihren Blog Heidis Mist gegründet. Damals lagen bei Maienfeld GR mehr als 20 riesige Misthaufen ungedeckt seit Monaten auf Wiesen und Äckern, es regnete wie aus Gelten. Unter dem Mist fliesst das Grundwasser, Trinkwasser für viele Leute, die weiter unten am Rhein wohnen: Miststöcke im Heidiland.

Dass das Lagern von Mist auf freiem Feld hierzulande Tradition hat, wusste sie damals noch nicht. Überhaupt war Heidi ziemlich naiv, traute oft ihren Augen nicht. In den letzten Jahren hat sie viel über Gülle- und Mistpraxis gelernt. Gesetze werden in Bern verfasst, vollzogen werden sie in den Kantonen … oder auch nicht!

Zum Jubiläum ein bisschen Statistik. Dies ist Heidis 138. Artikel. Hinzu kommen 13 Seiten unter Heidis Mist, Diaschau, Gesetze in Kürze… 25’347 Seitenanfragen sind es seit Beginn. Am beliebtesten war natürlich Heidi, gefolgt von Wozu? und der Diaschau Misthaufen im Feld 2010/11. Der meistgelesene Artikel ist Kloster Disentis setzt Zeichen für die Berglandwirtschaft. Obwohl ein Bekannter meinte, die Gesetze könne Heidi weglassen, das lese sowieso niemand, ist das Gewässerschutzgesetz: Hofdünger an 11. Stelle der aufgerufenen Artikel und Seiten. Auch die anderen Hinweise auf Gesetzte werden häufig gelesen. Wer kennt schon die Rechtshierarchie oder weiss, dass Verstösse gegen die Gewässerschutzgesetzgebung Offizialdelikte sind? Der Tag mit den meisten Seitenanfragen ist noch immer der 1. Dezember 2010 mit 333 Anfragen. Die Seitenanfragen hatten Mitte November 2010 nach der Veröffentlichung des Artikels Winteranfang in den Bergen rasant zugenommen, denn Heidi hatte die BündnerInnen dazu ermuntert, Verstösse gegen die Gewässerschutzgesetzgeung bei der Polizei anzuzeigen. Am 3. Dezember war dann im Bündner Bauern zu lesen, dass Güllen und Misten im Winter grundsätzlich verboten sei, siehe Wohin mit Gülle und Mist? Endlich!

Die Leserschaft setzt sich wie folgt zusammen: 68% Schweiz, 20% Deutschland, 7% Österreich und 5% Übrige. Heidis treue LeserInnen wissen, dass Heidi nicht nur „mistet“ und über’s Güllen schreibt, sondern auch Werbung für umweltbewusste und tierliebende Bauern macht. Wer genau hinschaut, entdeckt Unglaubliches. So könnte Heidi Tag und Nacht schreiben, der Stoff ginge ihr nie aus. Herzlichen Dank allen, die Heidi mit Rat und Tat geholfen haben, sowie den treuen AbonentInnen.

15.5.12 HOME

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2 Antworten to “2 Jahre Heidis Mist”

  1. osmerus Says:

    Weiter so, Heidi!
    Was wären die Berge ohne Dich – und hoffentlich setzt Dein Blog seine Erfolgsgeschichte noch lange fort!

    Herzliche Grüße aus dem Norddeutschen Tiefland – wo einen weniger der Mist als die Gülle und der Mais zur Verzweiflung treiben können.
    Ludwig

  2. Heidi Says:

    Lieber Ludwig
    Mist brachte Heidis Fass zum Überlaufen. Natürlich ist auch bei uns die Gülle das grössere Problem, aber Gülle-Sünden sieht man nur kurze Zeit. Wenn etwa Bauern überschüssige Gülle einfach in einen Bach einleiten, dann wird sie schnell durch das viele Wasser aus den Bergen verdünnt; selten gibt es ein Fischsterben. Heidi hat zwar schon mehrfach Gülle im Bach gesehen, aber die meisten Fälle kennt sie vom Hörensagen. Und der Mais? Gut ausgebaute Bergsträsschen erlauben es den Bauern, ihre Hochleistungskühe und -rinder auch auf der Alp mit Mais zu füttern. Wenigstens gibt es auch vernünftige Bauern, die solches Tun missbilligen.
    Herzliche Grüsse aus Graubünden
    Heidi

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