Bauern kontrollieren Bauern

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Bündner Rindviehstall mit traditioneller „Mistgrube“, wie es im Amtsjargon heisst; Heidi hat die „grube“ vergebens gesucht, Foto 7.11.12.

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Foto 13.11.12

Selbst im bauernhörigen Nationalrat hat man bemerkt, dass die Kontrolle der landwirtschaftlichen Betriebe mangelhaft ist, siehe Motion Daniel Jositsch Keine Alibi-Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben vom 14.9.11. Heidi hat schon viel über das Thema geschrieben, etwa Das BLW verteilt jedes Jahr fast 3 Milliarden Franken Steuergelder gutgläubig an die Bauern. Im Bundesamt für Landwirtschaft ist das Problem bekannt, aber auch der Druck des Schweizerischen Bauernverbands gross.

Das Amt für Landwirtschaft und Geoinformation (ALG) Graubünden schrieb über einen Bauern und den abgebildeten Stall: „… Dieser Landwirt war es gewohnt, die Gülle erst im Herbst auszubringen; das Jungvieh hielt er in einem Nebenstall mit traditioneller Mistgrube ohne Güllekasten. Aus diesem Grund veranlasste das ALG kurz darauf, dass der Betrieb saniert wurde…“, „kurz darauf“ bezieht sich auf Heidis Gülle-Schock im November 2007. Ein neuer Rindviehstall mit Güllegrube wurde zügig gebaut, das bringt zusätzliche Direktzahlungen (BTS und RAUS). Diese Massnahme hat keinen logischen Zusammenhang mit der vollen Güllegrube Anfang Winter 2007, denn im Nebenstall versickerte die „Gülle“ von 20 Rindern einfach in den Untergrund. Der Grund für den Stallbau war bekannt: mangelnder Vollzug Tier- und Gewässerschutzgesetz. Bei der Sanierung „übersah“ man beim Hauptstall den direkten Ablauf des Mistsickersafts und des Milchzimmerabwassers in Heidis Bächlein (Im Land wo Milch und Cola fliesst) sowie das zu kleine Mistlager. Dem Abwasser des Rinderauslaufs verpasste man eine Weiche zum Umstellen „Güllegrube“ oder „Bächlein“. Praktisch! Nach fünf Jahren Arbeit hat Heidi jetzt erwirkt, dass (eventuell) wirklich saniert wird. Hartnäckig muss man sein; viele Leute haben Heidi gesagt: „Ich habe einen Missstand nach Chur gemeldet aber nie eine Antwort erhalten.“

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Schafmist vor Nebenstall am 15.1.11

Item, nach dem Umzug der Rinder vom Nebenstall in die neue Behausung belebte der Bauer den Nebenstall mit etwa gleich vielen Schafen. Anfang Dezember 2010, im zweiten „Schaf-Winter“, verschwanden die Schafe plötzlich spurlos. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Bauern Heidis Mist entdeckt. Zufall oder nicht, danach stand der Stall zwei Winter lang leer. Vom Stall heisst es: „Dort darf er keine Tiere mehr halten.“ Und welche „Untiere“ produzieren jetzt wieder Mist und brauchen längere Betreuung morgens und abends? Siehe erstes Foto vom 7. November 2012: links neuer Mist, rechts liegt noch ein kleiner Rest des vielen Mists der Schafe, zusammengesunken und überwachsen.

Auf dem zweiten Foto sieht man unten den Schafmist des Winters 2009/10 (dunkler) und oben jenen bis Dezember 2010; beide lagen monatelang ungedeckt auf dem nackten Boden bzw. „in der traditionellen Mistgrube“, Regen und Schnee ausgesetzt. Wie das letzte Foto zeigt, ist das Mistlager zu klein, und der Schnee des Auslaufs wird zusammen mit dem darauf liegenden Mist in die Wiese ob Heidis Bächlein geschoben.

Und wie sagt doch Heidi jeweils: Tier- und Gewässerschutz fallen in gewissen Kantonen durch alle Kontroll-Maschen, auch bei Bio und IP. In diesem Fall ein neuer IP-Suisse-Bauer, seit Ende August 2012!

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Das Mistlager beim Hauptstall ob Heidis Bächlein ist zu klein, Foto 28.3.12.

... 12.3.13, randloses Mistlager für Schafmist

… 12.3.13, randloses MIstlager für Schafmist

7.11.12 HOME

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