Störfilet aus dem Tropenhaus Frutigen

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Stör im Zuchtbecken des Tropenhauses Frutigen

Die Flut der „Anregungen“ für den Kauf von Weihnachtsgeschenken auf dem Stubentisch hat Heidi heute morgen dazu motiviert, Recycling-Weihnachts-Karten zu basteln: Collagen. Das Material wird frei Haus geliefert, zusätzlich nötig sind Schere und Weissleim. Bei der Suche nach Motiven ist sie in der COOP-Megastore-Aktions-Broschüre 48/2012 auf Folgendes gestossen: „Tropenhaus Frutigen Störfilet ohne Haut, aus Zucht, Frankreich … 3.95 statt 5.45. Kommt jetzt das Störfilet aus Frutigen oder aus Frankreich? Anfragen beim Tropenhaus und bei COOP lösten das Rätsel innert einer Viertelstunde. Antwort des Tropenhauses:

„Ich kann Ihnen versichern, dass der Stör aus dem Tropenhaus Frutigen stammt. Er schwamm in unseren Becken, wurde von uns aufgezogen und hier am Ort verarbeitet. Allerdings werden Jungtiere in Frankreich eingekauft, da in Frutigen keine Reproduktion stattfindet. Erst wenn der Fisch mehr als die Hälfte seines Lebens bei uns verbracht hat, darf er als „Schweizer Fisch“ bezeichnet werden. Da das Tropenhaus noch ein sehr junges Unternehmen ist, dürfen daher bisher nicht alle verarbeiteten Fische als „Schweizer Stör“ bezeichnet werden. Jahr für Jahr wird der Bestand an Schweizer Stör jedoch erhöht. Im Moment werden die Schweizer Störe für die Kaviar- und Störfleischproduktion und die französischen Störe ausschliesslich für die Störfleischproduktion verwendet. Beide Fische schwimmen jedoch in unseren mit Wasser des Lötschbergs gefüllten Becken, erhalten dieselbe Sorgfalt bei der Aufzucht und entsprechen unseren eigenen Ansprüchen an höchste Qualität. Ich hoffe daher, dass Sie unseren Stör dennoch geniessen werden.“ Natürlich gibt’s beim Tropenhaus auch Geschenkgutscheine für Eintritt, Shop und Restaurant! Einen Abend voller Schärfe und Würze verspricht das Silvester-Programm, mit 6-Gang-Menue zu 140 Franken. Wer geräuchten Stör und Kaviar mag, lese den dritten Kommentar zu diesem Artikel.

Das Wasser aus dem Lötschberg-Basistunnel kann nicht direkt in die Kander eingeleitet werden, da es 19°C warm ist, zu warm für die Lebewesen in der Kander, Frutigen und das Tropenhaus nutzten das Wasser aus dem Lötschberg-Basistunnel zur Wärmegewinnung.

Globus: Sibirischer Stör aus dem Kandertal

Kochbuch Der Stör – Die Rückkehr einer vergessenen Delikatesse

Ob gedünstet, gegrillt, geräuchert … kalt oder warm … Rezepte gibt’s auf dem Internet viele.

30.11.12 HOME

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4 Antworten to “Störfilet aus dem Tropenhaus Frutigen”

  1. osmerus Says:

    Ich warte auf den Verkostungsbericht.
    🙂

    • Heidi Says:

      Der Zweck dieser Megastore-Akionen ist, dass man/frau in eines der sechs Megastores geht, die es in der Schweiz bisher gibt, besser gesagt fährt … meist mit dem Auto, weil dort so grosse Parkflächen sind, und dann natürlich noch vielen anderen Verführungen erliegt. Die Geschichte mit dem Stör hat mich tatsächlich zu einem solchen Ausflug gereizt, obwohl ich diese Läden hasse, aber vielleicht gibt es den Stör ja in einem anderen grossen COOP-Laden auch. Gute Lebensmittel sind ihren Preis wert, da braucht es keine Schleuderpreise. Du hörst von mir!
      Bergsonnengrüsse
      Heidi

    • Heidi Says:

      Weil es der Familie Sesemann in der Schweiz so gut gefiel, sind sie schon lange von Frankfurt nach Zürich gezogen. Heidi hat Klara in der Grossstadt besucht; eine Gelegenheit, um Störfilets aus Frutigen zu suchen, denn Osmerus wartet ja auf den Verkostungsbericht. Im ersten Laden (Globus Bahnhofstrasse) ist der Frutiger erst gegen Weihnachten erhältlich, man kann dort bestellen. Schon ein paar Häuser weiter, beim COOP St. Annahof wurde Heidi fündig. Sie kaufte ein schönes Störfilet aus Frutigen, 366 Gramm für 19.95, d.h. 5.45 pro 100 Gramm. Hungrig von der langen Reise, hat Heidi Zuhause ein kleines Festessen gekocht. Sie würzte das Störfilet zurückhaltend mit Salz und Pfeffer, bestäubte es mit Mehl und briet es in wenig Öl knusprig. Resultat: Das Störfilet hat ihr ausgezeichnet gemundet, fein im Geschmack, gut in der Konsistenz und – was Heidi ebenfalls schätzt – keine Gräte. Wer nicht selber fischt, wie Osmerus, weiss nie so recht, welchen Fisch man mit gutem Gewissen essen kann, denn all die Ratgeber sind nur mässig zuverlässig.
      Also, Frutiger Störfilets gab’s nicht nur als Aktion in den COOP Megastores, sondern es gibt sie auch in COOP-Läden mit Frisch-Fisch-Abteilung. Der Fisch ist seinen Normal-Preis wert … und Zeit ist Geld, weshalb also den Aktionen nachrennen?

  2. Andreas Schmid Says:

    Den geräucherten Stör und seinen Kaviar gibt es auch in den regulären Coop Märkten im Rahmen der Fine Food Linie. Ansonsten kann Stör natürlich auch vor Ort im Tropenhaus Frutigen bezogen werden!

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