Mini-Rückblick mit Zahlen und Fakten

Zur Erinnerung: Sauberes Grundwasser ist eine Voraussetzung für sauberes Trinkwasser, denn 80% unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser.

Zur Erinnerung: Sauberes Grundwasser ist eine Voraussetzung für sauberes Trinkwasser, denn 80% unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser.

Eigentlich hatte Heidi das Blog-Jahr 2014 abgeschlossen, doch dann traf der WordPress-Rückblick 2014 für Heidis Mist ein. Drei Rubriken und Erinnerungen haben sie zurück an den Computer gelockt.

Einmal mehr hat es kein einziger Artikel über Gewässerschutz auf die ersten drei Plätze der am häufigsten gelesenen Artikel geschafft. Gemäss üblicher Medien-Marketing-Strategie müsste Heidi mehr über Tierschutz, Urban Farming und Architektur schreiben. Doch wer kümmert sich dann um die ganz kleinen Tierchen in Bächen, Seen und im Grundwasser?

Die USA haben Österreich von der dritten Stelle der Leserzahlen verdrängt, was insofern nicht erstaunt, als Heidis Mist mehr AbonnentInnen in den USA hat als im Nachbarland Österreich. An erster Stelle ist nach wie vor mit Abstand die Schweiz, gefolgt von Deutschland. Hingegen wurden 83% der Kommentare von AusländerInnen verfasst.

Vieles hat sich 2014 verändert, etwas ist Heidi besonders in Erinnerung. Sie suchte im Sommer die Sektion Grundwasserschutz des Bundesamts für Umwelt, doch diese war verschwunden, einfach weg! Recherchen ergaben, dass die oberste Hüterin unserer wichtigsten Trinkwasser-Ressource aufgelöst und auf zwei neue Sektionen verteilt worden war: Gewässerschutz und Wasserqualität.

Das ist aber noch nicht alles. Der Chef der ehemaligen Sektion Grundwasserschutz, Daniel Hartmann, und sein Stellvertreter, Benjamin Meylan, gingen in Pension, eine willkommene Gelegenheit für das BAFU, zwei Stellen zu streichen. So hat das Grundwasser nicht nur zwei erfahrene Schützer verloren, sondern auch die Zahl der Schützer hat abgenommen, was in einer so kleinen Gruppe von Fachleuten ins Gewicht fällt. Ein solches Vorgehen ist beim Bund eine gängige Praxis: Man spart dort, wo es am reibungslosesten geht. Wird es den Newsletter Grundwasserschutz in Zukunft noch geben? Wohl kaum! Heidi wird ihn vermissen.

Noch zu finden sind viele Informationen über das Grundwasser, Spuren der grossen Leistungen dieser Sektion. Zahlreiche der Errungenschaften werden auch in Zukunft helfen, das Grundwasser zu schützen: Gesetzte, Verordnungen, Wegleitungen, Vollzugshilfen, digitale Schweizer Gewässerschutzkarte usw. sowie das legendäre NAQUA (Nationale Grundwasserbeobachtung), welches von der Sektion Hydrologie betreut wird. Heidi kann sich gut vorstellen, gegen welche Widerstände die Leute zu kämpften hatten. Herzlichen Dank für die hervorragende Arbeit!

Heidi hofft, dass der Grundwasserschutz seinen verkleinerten und zerstückelten Platz halten kann, wünscht viel Erfolg und freut sich auf die Arbeit der übrig gebliebenen Grundwasserschützer. Sie wünscht sich auch, dass die zwei neuen Chefs des Grundwasserschutzes am gleichen Strick zugunsten des unsichtbar in der Tiefe liegenden Schatzes ziehen werden.

Zum Schluss noch etwas Positives: Heidis Mist wird es auch 2015 geben! Das ist nötig, denn z.B. im Bündnerland liegen jetzt schon wieder Misthaufen im Feld über dem Grundwasser (auch Bio-Knospe-zertifizierter Mist); sie werden erfahrungsgemäss monatelang dort bleiben, eine Verschmutzungsgefahr für das Grundwasser. Das ist nicht weiter erstaunlich, weil es nicht nur bei Bauern, sondern auch bei Bündner Ämtern an Einsicht und Vollzugswille mangelt. Also Prosit Neujahr … und auf Wiedersehen oder -lesen im 2015!

31.12.14 HOME

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6 Antworten to “Mini-Rückblick mit Zahlen und Fakten”

  1. osmerus Says:

    Liebe Heidi,
    was Du ausgerechnet für das besonders schützenswerte Grundwasser, das Langzeitgedächtnis des Wassers, als Realität schreiben musst, steht nicht allein für die Schweiz. Es scheint ein Charakteristikum der Jetztzeit, dass notwendiges Handeln zum Erhalt der Lebensgrundlagen künftiger Generationen und die damit verbundene Stärkung von zugehörigen Institutionen unseren (Partei!)Politikern völlig abgeht.
    Und dann die Krokodilstränen, die bei jeder Wahl einen erneuten Rückgang der Wahlbeteiligung begleiten ! ! !
    Und dann die ganz neuen Ideen, den Zugang zur Wahl „zu erleichtern“, gerade in Deutschland von einer gar nicht mehr so großen Partei-Generalsekretärin vorgeschlagen, indem statt eines Wahltages Wahlwochen ausgerufen werden …
    Soll das die Beschäftigung Arbeitsloser bringen für die Betreuung der Wahlkabinen?
    Dazu gibt es einen schönen Kommentar im Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/politik/yasmin-fahimi-und-ihre-wahlwochen-fuehren-wir-die-wahlpflicht-ein/11163442.html – der trifft den Zahn der Zeit.
    Möge das neue Jahr Änderungen zum Besseren bringen.
    Guten Rutsch!

    • Heidi Says:

      Vielen Dank, Osmerus, für die Unterstützung. Wer weiss schon Bescheid über das Langzeitgedächtnis des Grundwassers? Oder das Leben im Grundwasser? Das Grundwasser ist den Leuten unbekannt und fremd, obwohl die meisten täglich davon trinken und „essen“; man kann ihnen keinen schönen Schmetterling oder ein Kuschel-Tier als Aushängeschild zeigen. Und auf die Politik ist kein Verlass. So machen wir unverbesserlichen Optimisten weiter, ohne die Hoffnung auf Besserung zu verlieren!
      Liebe Grüsse nach Norddeutschland
      Heidi

  2. Christine Dobler Gross Says:

    Prosit, liebe Heidi, mit einem Glas kristallklaren, sauberen Quellwasser (vor dem Glas Wein) und herzlichen Dank für Deine unermüdlichen und engagierten Recherchen. Obwohl es manchmal sehr ärgerlich ist, diese aufgedeckten „Misthaufen“ zu lesen – wir wollen doch das Feld nicht denen überlassen, welche sich um die Gesundheit unserer Lebensgrundlagen foutieren. In diesem Sinne hoffe ich, dass viele Mistkäfer deinen aufgedeckten Mist weiter verarbeiten, in Deinem und meinem Sinn.
    Ich freue mich auf weitere Beiträge im 2015!
    Dein Zürcher Mistkäfer

    • Heidi Says:

      Lieber Zürcher Mistkäfer
      Herzlichen Dank für deine Unterstützung, denn gemeinsam sind wir stark. Auch dir viel Erfolg mit deinen Umweltprojekten. Au revoir!
      Liebe Grüsse
      Heidi

  3. Aquamonti Says:

    Liebes Heidi

    Unglaublich, aber du kannst dich damit trösten, dass der Jahresbericht der Vereinten Nationen des Jahres 2013 die Verschmutzung der Meere mit keinem einzigen Wort erwähnt hat geschweige denn Gedanken geäussert, was sie dagegen zu tun gedenkt. Dramatisch!

    Es guets Neus und blib eus mit dim Mist erhalte.

    Gruss Monti

    • Heidi Says:

      Lieber Monti

      Herzlichen Dank für die guten Wünsche. Ja, ich werde weiter misten!

      Auch wir SchweizerInnen tragen zur Verschmutzung der Meere bei. Hier nur ein Beispiel: Untersuchungen und Schätzungen der Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) zeigen, dass jährlich 3’500 kg kleine Plastikteilchen die Schweiz im Wasser der Rhone verlassen und zur Meeresverschmutzung beitragen, siehe Erste Bestandesaufnahme von Mikroplastik in Schweizer Gewässern, Medieninformation Bundesamt für Umwelt vom 11.12.14. Mikroplastik schädigt Fische und Vögel.
      http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/medieninformation/00962/index.html?lang=de&msg-id=55628

      Oder in Cornwall werden heute noch Lego-Steine und -Figuren an die Küste geschwemmt, welche aus einem Container stammen, der 1997 gesunken und offenbar in der Zwischenzeit verrottet ist, siehe BBC News, ausführlicher Bericht auf Englisch vom 21.7.14.
      http://www.bbc.com/news/magazine-28367198

      Alles Gute im 2015 wünscht auch dir
      Heidi

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