Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (3) Phosphorprojekte Sempachersee & Co.

Sauberer Sempachersee dank grosszügig fliessender Steuergeld-Quelle.

Sauberer Sempachersee dank grosszügig fliessender Steuergeld-Quelle.

Selbst gut informierte Naturschützer glauben, dass der Sempachersee saniert sei. Weit gefehlt! Rund um den See fallen heute mehr Gülle und Mist an als vor der Sanierung, der See wird immer noch belüftet, und die Felchen können sich weiterhin nicht natürlich vermehren, siehe Sempachersee, LU, Umwelt und Energie. Woher also der gute Ruf? SteuerzahlerInnen sei Dank! Wir zahlen gutmütig für den Abtransport von Gülle … Selbst dem Bundesamt für Landwirtschaft missfällt es, dass die Bauern bisher kaum etwas an ihrem Betriebskonzept geändert haben. Heidi schrieb ausführlich darüber:
30 Jahre Sempachersee-Sanierung, Heidis Mist, 28.12.13.

Das Gewässerschutzprojekt Sempachersee (Beginn 1999) wurde kürzlich mit den zwei weiteren Luzerner Phosphor-Projekten Baldeggersee (2000) und Hallwilersee (2001) zusammengelegt. Bis Ende 2014 kostete die „Sanierung“ dieser drei Seen fast 45 Millionen Franken allein an Bundessteuern, hinzu kommen kantonale Beiträge und lokale Kosten.

Heidi verweist einmal mehr auf Art. 3 des Gewässerschutzgesetzes, die Sorgfaltspflicht, und meint, dass auch diese Gewässerschutzprojekte nicht nachhaltig sind, denn ohne Ökologische (!) Direktzahlungen wird dereinst das ursprüngliche Nährstoffproblem an die Oberfläche schwimmen.

So kämpfen die Sempacher Bauern unerschrocken für Geld und intensive Landwirtschaft. Mit gleichem Erfolg wie am 9. Juli 1386 ihre Vorfahren mithilfe von Winkelried in der Schlacht bei Sempach gegen die Habsburger? Zum 1. August hier der Anfang des Sempacherlieds, das Heidis Schulklasse jeweils mit Inbrunst sang, während der Lehrer kräftig in die Tasten griff:

Sempacherlied

Laßt hören aus alter Zeit
Von kühner Ahnen Heldenstreit,
Von Speerwucht und wildem Schwertkampf,
Von Schlachtstaub und heißem Blutdampf!
Wir singen heut‘ ein heilig Lied;
Es gilt dem Helden Winkelried.

Vorschau: Was haben wir bis Ende 2014 TOTAL für so genannte Gewässerschutzprojekte bezahlt?

30.7.15 HOME

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2 Antworten to “Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (3) Phosphorprojekte Sempachersee & Co.”

  1. Aquamonti Says:

    Hoi Heidi

    Auch Dir wünsche ich einen schönen 1. August. Dachte schon länger darüber nach, welchen Background Heidi beruflich wohl haben wird. Politikerin war naheliegend. Lehrerin auch gut. Die Mails waren ja allesamt fehlerfrei und gewählt geschrieben. Was die Glaubwürdigkeit zusätzlich stärkt.

    45 Mio. zusätzlich für die Bauern, die zudem noch fast die Hälfte des Trinkwassers verbrauchen? Ohrfeige! Wenigstens hat es dank unseren „Urbauern“ die Habsburger nach Wien verschlagen. Vielleicht ist das Trinkwasser dort gerade deswegen auch so gut wie bei uns. Weil die Aargauer auch im Ausland gerne gutes Wasser trinken. Schmunzeln erlaubt.

    Item: Jetzt glaube ich zu wissen, warum Du noch immer keinen VortexPower Spring hast, liebe Heidi. Du traust dem Trinkwasser nicht? Die Konsumentensendung des Tessiner-TV, vergleichbar mit dem Kassensturz, hat dieses Jahr dem Spring etwas sehr gutes und etwas sehr schlechtes zugesprochen. Gut, weil es über mehr gebundenen Sauerstoff verfügt, als alle anderen Quellen, mit Ausnahme eines Bergbaches. Das Wasser aus dem Bach hatte tatsächlich noch etwas mehr Sauerstoff im Wasser. Das bestätigt allerdings, dass der Spring sein Ziel erreicht hat. Schlecht, weil die Anschaffung teuer ist. Denkfehler? Eine Familie bezahlt jährlich für ihr gekauftes Trinkwasser im Handel weit über Fr. 1‘000.- Amortisation des Springs? Nach 5 Monaten! Und „Blötterli“ kann man dem Wasser mit dem Soda Stream-Gerät jederzeit hinzufügen. Ist allerdings schlecht, weil die Kohlensäure dem Wasser den Sauerstoff entzieht.

    Also dann, einen schönen Feiertag und auf ein Neues.

    Aquamonti

    • Heidi Says:

      Lieber Aquamonti
      Danke für die guten Wünsche. Dein VortexPower Spring ist ein schönes Stück, auch die Trinkflaschen, welche du verkaufst. Wenn ich nicht einmal vor vielen Jahren einen Tonkrug geschenkt bekommen hätte, dann würde ich ihn vielleicht anschaffen. Mein Hahnenwasser – leider für dich – kommt in einwandfreier Qualität direkt von einer nahen Bergquelle… und ich trinke meistens dieses ohne Blötterli.
      Du hast natürlich recht, dass es billiger ist, deinen Sauerstoffanreicherungs-Vorsatz für den Wasserhahn zu kaufen, statt Mineralwasser, zudem eine einmalige „Arbeit“, statt das ewige Schleppen von Flaschen. Ist die Sendung des Tessiner-TV auf dem Internet? Du könntest den Link dazu in einem zweiten Kommentar anbringen!
      Ich wünsche dir einen schönen 1. August trotz schlechtem Wetter.
      Herzliche Berggrüsse
      Heidi

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