Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (4) TOTAL Bundesbeiträge bis Ende 2014

Ökologische Direktzahlungen: Gewässerschutzprojekte gemäss Art. 62a des Gewässerschutzgesetzes. Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft..

Ökologische Direktzahlungen: Gewässerschutzprojekte gemäss Art. 62a des Gewässerschutzgesetzes. Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft..

Aus der Kasse der Gewässerschutzprojekte (Ökologische Direktzahlungen) gemäss Art. 62a des Gewässerschutzgesetzes hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) bisher 74 Millionen Franken verteilt; vielen Dank, BLW, für das Zusammenstellen der Daten! Weitaus am meisten Geld erhielten die nicht standortgerecht wirtschaftenden Luzerner Bauern rund um die drei Seen: Sempacher-, Baldegger- und Hallwilersee. Dank der Massnahmen, wie Abtransport von Gülle, hat die Phosphor-Konzentration im Seewasser stark abgenommen. An zweiter Stelle folgen die Nitrat-Projekte, welche grundsätzlich zeitlich nicht beschränkt sind (Sachziele und Dauer der Nitratprojekte, BLW). Pflanzenschutzmittel-Projekte hingegen gibt es bisher nur zwei, je eines in den Kantonen Genf und Waadt.

Zusätzlich zu den Bundesbeiträgen erhalten die Bauern Geld vom Kanton und allenfalls von lokalen Behörden und Institutionen. Die Teilnahme an den Projekten ist freiwillig.

In Anbetracht der Pestizide in Bächen könnte die Bedeutung der Pflanzenschutzmittel-Projekte aber zunehmen, meint Heidi. Der Geissenpeter hingegen ist überzeugt, dass das Problem mit dem Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gelöst sein wird. Der Bundesrat hat die Verwaltung beauftragt, bis Ende 2016 einen solchen zu erarbeiten.

Je grösser die Gewässerverschmutzungen, desto höher die Ökologischen Direktzahlungen! Und das Erstaunliche: Die Mittel stehen unbeschränkt zur Verfügung, die Kantone müssen sie bloss beantragen.

Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (1), vier Aargauer Nitrat-Projekte (abgebrochen)

Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (2), Gäu I und II, Nitrat-Projekt Kanton Solothurn (noch kein Erfolg in Sicht)

Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (3), Phosphor-Projekte Sempachersee & Co. (mehr Gülle und Mist als vor Projektbeginn)

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2 Antworten to “Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (4) TOTAL Bundesbeiträge bis Ende 2014”

  1. Regula Tina Walpen Says:

    chunsch vögel über! ich wanderte ca. 1970 um den Hallwilersee und am Baldeggersee. Man sah schon damals krasse Unterschiede an der AG Grenze und die berüchtigten Schweinemästereien im LU und diskutierte das Belüftungsprojekt. Schon damals war es klar woher die Ueberdüngung stammte! Wir hofften allen Ernstes dass dieses Problem in ca. 2o Jahren gelöst sein würde… das wäre dann 1990 gewesen? Ich beobachte je länger je mehr Schäden die unsere heilige Kuh, die ‚Landwirtschaft‘, auf dem Gewissen hat. Traurig ist das und: chunnsch würkli vögel über. lG diegrossmutter

    • Heidi Says:

      Liebe Grossmutter
      Ich hoffe, dass du wohlauf bist!
      Wer Land bewirtschaftet, der/die schadet zwangsläufig der Natur. Aber es gibt ein Mass, das nicht überschritten werden sollte. Mit der grössten Selbstverständlichkeit wird der Boden verschmutzt und verdichtet, Dünger und Gift ins Wasser geschwemmt, Arten ausgerottet… Hauptsache: Die Kasse klingelt. Ich hoffe, dass die Vögel, die du kriegst, ausschwärmen und sich wacker vermehren, etwa Braunkelchchen?
      Vielleicht nützt ja mein „Sichtbarmachen“ etwas. Wer weiss! Entschuldige, Grossmutter, dass ich deshalb so wenig Zeit habe, dich zu besuchen.
      Herzlich grüsst
      Heidi

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