Das Internationale Jahr des Bodens geht zu Ende

Copyright: Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS)

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Heute (5.12.15) ist der Weltbodentag. Ein Grund zum Feiern? Kaum! Eher zum Nachdenken darüber, dass es dem Boden, der dünnen Schicht auf der Erdkugel, die uns ernährt, dreckig geht, auch bei uns. Das hat sich im Internationalen Jahr des Bodens nicht geändert.

Die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS) hat den Grundwasserboden zum Boden des Jahres 2016 ernannt.

Der Boden ist ein Filter für Wasser. Er kann gewisse Schadstoffe abbauen, andere nicht. Doch auswechseln können wir den Bodenfilter nicht. So sollten die Spezialisten weiterdenken und nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wie das z.B. mit der Förderung (Ökologische Direktzahlungen!) der „bodenschonenden Anbausysteme“ geschieht, denn diese werden mit Herbiziden (Glyphosat…) betrieben.

Beachtenswert ist das pfluglose Anbausystem von Iris und Bernhard Hänni in Noflen BE, Gewinner des diesjährigen «Grand Prix Bio Suisse». Auf neun Hektaren bauen sie über 200 Sorten Gemüse an und vermarkten die Produkte selber im eigenen Bio-Stadthofladen in Thun sowie über ein Abo per Velokurier.

5.12.15 HOME

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3 Antworten to “Das Internationale Jahr des Bodens geht zu Ende”

  1. Franz Says:

    Ja es ist absurd, dass man den konventionellen Ackerbauern einen Beitrag bezahlt damit sie Ihren Boden vor Erosion schützen, ihn aber gleichzeitig mit dem Herbizid Glyphosate vergiften. Die Nahrung der Bodenlebewesen wird dabei auch vernichtet. Die Folge davon ist, dass der Boden immer unfruchtbarer wird.
    In letzter Zeit wird wieder voll und ohne Differenzierung auf die Fleisch–Produzenten und -Esser geschossen. Die Rindviehhaltung, wie sie grösstenteils in der Schweiz praktiziert wird, mit Ausnahme der intensiven Munimast, und den sogenannten „Hochleistungsmilchkühen“ wird mit Weidegras und Heu im Winter praktiziert. Bei dieser Produktionsform ist keine Bodenbearbeitung nötig und somit ist die Erosionsgefahr sehr gering.
    Ich bin frustiert, wenn unsere Produzenten von Weidefleisch in den gleichen Topf geworfen werden wie die „Vollgasbauern“ bei denen der Bund bezahlen muss damit sie Sorge zum Boden tragen!!! Schweine–, Geflügel-Fleisch und Eier werden ausschliesslich mit Kraftfutter produziert. Graslandschaften gehören zu den grössten CO2 Speichern weltweit. Im Buch von Anita Seidel: „Die Kuh ist kein Klimakiller“

    http://www.buch.ch/shop/home/rubrikartikel/ID40191618.html?ProvID=10904205

    wird das eindrücklich beschrieben.

    Wenn schon Fleisch, dann Weidefleisch, und noch besser Bio-Weide-Fleisch!

    • U . Jegher Says:

      Supper geschrieben👍

    • Heidi Says:

      Lieber Franz
      Danke für deinen Kommentar. Natürlich muss man differenzieren, doch wir leben in der Schweiz auf grossem Fuss, sollten den Konsum allgemein und auch den Fleisch-/Milch- …Konsum zurückschrauben. Allein schon das Land reicht nicht aus für soviel Veredlung. Und wieviel Weide-Fleisch stammt vom Maisacker? Nur noch Bio-Weidefleisch, das wäre schön! Dieses ist aber bei den Grossverteilern und Metzgern auf dem Lande rar. Und man muss auch hier vorsichtig sein, denn in Heidis Heimat-Kanton z.B. ist RAUS ziemlich Standard und Bio auch. Aber wo sind die vielen Tiere im Winter und Frühling?, frägt sich Heidi.
      Und die Metzger hierzulande beklagen sich, dass das Fleisch der „nur Weide-Tiere“ zu wenig durchzogen sei, also die Tiere unbedingt mit Kraftfutter ausgemästet werden müssen. Wieviele Bauern das tun, das weiss Heidi nicht. Weide-Fleisch ist auch gemäss Untersuchungen von Agroscope Posieux das allerbeste.
      Fruchtfolgeflächen sollte man sorgfältig mit Ackerfrüchten bestellen, selbstverständlich auch +/- Bio; zu viel wird für einen kurzfristigen Gewinn einzelner Bauern dem Verkehr und Bauboom geopfert.
      Erosion sehe ich täglich fortschreiten, Ursache? Weidetiere am Steilhang. Es ist also ein vielschichtiges Thema.
      Herzlichst
      Heidi

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