Pestizid-Abdrift ist vielerorts ein Problem – ein offener Brief

Pflanzenschutzmittel sollten nur auf bestimmte Kulturen gelangen, doch ein Teil landet oft auch auf Nachbarfeldern, im Wasser, auf Hecken, Wälder usw.

Pflanzenschutzmittel sollten nur auf bestimmte Kulturen gelangen, doch ein Teil landet oft auch auf Nachbarfeldern, im Wasser, auf Hecken, Wälder usw.

Mehrere bedeutende Erzeuger und Hersteller von Bioprodukten haben in einem Offenen Brief das Deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in einem dringenden Appell aufgefordert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Ferntransport bestimmter Pflanzenschutzmittel einzuschränken, denn die Auswirkungen bedrohen ihre Existenz. Offener Brief vom 7.6.16

Bio-Verarbeiter beschweren sich über Pflanzenschutzmittel-Rückstände, Top agrar 7.6.16

Abdrift von Pestiziden – Ernte des demeter-zertifizierten Leindotters nicht verfügbar, Naturata 22.5.15.

Leben im Giftnebel, Betroffene berichten von Pestizid-Abdrift, PAN Germany, 2015.

Auch in der Schweiz ist Abdrift auf biologisch bewirtschaftete Flächen ein Problem: „Abdrift von Pestiziden aus konventionellen benachbarten Landwirtschaftsbetrieben ist ein relativ häufiges Phänomen. Je kleinräumiger die Landwirtschaft, umso mehr Fälle gibt es. Grundsätzlich gilt zwar das Verursacherprinzip: Die konventionellen Nachbarn müssen mit grösster Sorgfalt verhindern, dass Bioflächen kontaminiert werden. Es gibt hierzu aber keine vom Gesetz her klar festgelegte Massnahme. Zudem ist es im Einzelfall äusserst schwierig, dem Bauern oder der Bäuerin von nebenan eine grobe Sorgfaltspflichtverletzung juristisch nachzuweisen.“ Abdrift von Pestiziden von Nachbarn, bioaktuell 9/10.

Zum Beispiel im Obstbau wäre eine massive Reduktion von Abdrift möglich, doch es bleibt bei schönen Forschungsartikeln. Es hapert bei den Vorschriften. Abdrift trifft nicht nur die Bio-Bauern, sondern auch die Umwelt allgemein, die Flora und Fauna. ENDURE – ein Netzwerk für den nachhaltigen Pflanzenschutz in Europa, Agrarforschung Schweiz 2 (2): 72–79, 2011.

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