Sophies Wut: Erneut massiver Herbizid-Einsatz auf der Alp zum Blumentod

Herbizid auf Pflanzen und Steinen. Copyright: Sophie T.

Herbizid auf Pflanzen und Steinen. Copyright: Sophie T.

Sophie schreit ins Telefon: „Heidi, ich bin fuchsteufelswild! Du kannst dir das gar nicht vorstellen. Auf der Alp zum Blumentod wurde überall gespritzt, auf Büsche, Steinhaufen, Trockenmauern, Himbeeren, Farne, Gelben Enzian. Blauer Eisenhut wurde gefressen. Du weisst doch, dass die Tiere ihn weniger meiden, wenn er mit Herbizid behandelt ist.

Dies alles obwohl trächtige Rinder auf der Weide sind! Hagebutten habe ich an behandelten Sträuchern gesehen und was haben die Himbeeren abbekommen? Wenn Wanderer Beeren essen? Gerade umfallen werden sie zwar nicht, aber auch Insekten und Wildtiere sind betroffen. Ein Biker meinte: „Wenigstens könnten sie eine Warntafel aufstellen!

Bitte, Heidi, veröffentliche diese schrecklichen Bilder. Zum Teil wurde am gleichen Ort gespritzt wie im Frühling. Es nützt eben nichts, wenn man die Bewirtschaftung nicht ändert. Und viele Blacken haben gekeimt und die Lücken gefüllt, welche durch den Herbizid-Einsatz im Frühling entstanden sind.“

Wie steht es mit der Abbaugeschwindigkeit in höheren Lagen? Tiefere Temperaturen, flachgründige Böden …! Sie ist sicher langsamer als im Mittelland und die Auswaschgefahr grösser. Sind die Quellen noch sauber?

Sophie schickte viele eindrückliche Fotos. Heidi hatte die Qual der Wahl. Was wird wohl Herr Sesemann sagen, wenn er das sieht? Und Klara? Heidi ist gespannt auf die Reaktion von Fräulein Rottenmeier.

Bauern sind Naturschützer. Wirklich?

Copyright alle Fotos: Sophie T.

Einzelstockbehandlung von vielen Farnen.

Einzelstockbehandlung von vielen Farnen.

Gelber Enzian auf Ökohügel behandelt ...!

Gelber Enzian auf Ökohügel behandelt …!

Trächtige Rinder auf der mit Herbizid behandelten Weide.

Trächtige Rinder auf der mit Herbizid behandelten Weide.

Herbizid-Anwendung auf Busch, Trockenmauer und Gelben Enzian.

Herbizid-Anwendung auf Busch, Trockenmauer und Gelben Enzian.

Blauer Eisenhut durch Herbizid geschädigt, mit Frassspuren.

Blauer Eisenhut durch Herbizid geschädigt, mit Frassspuren.

Mit Herbizid behandelte Büsche.

Mit Herbizid behandelte Büsche.

Herbizid wurde auf Trockenmauer gespritzt.

Herbizid wurde auf die Trockenmauer gespritzt.

Mit Herbizid behandelte Büsche und Steine.

Mit Herbizid behandelte Büsche und Steine.

Herbizid auf Himbeeren.

Herbizid auf Himbeeren.

Behandelter Steinhaufen mit u.a. Himbeeren.

Behandelter Steinhaufen mit u.a. Himbeeren.

Diese Fläche wurde vor 16 Monaten mit Herbizid behandelt. Blacken wachsen saftiggrün.

Diese Fläche wurde vor 16 Monaten mit Herbizid behandelt. Blacken wachsen saftiggrün.

Links Herbizid-Einsatz vor drei Monaten, rechts ohne.

Links Herbizid-Einsatz vor drei Monaten, rechts ohne.

29.8.17 HOME

2 Antworten to “Sophies Wut: Erneut massiver Herbizid-Einsatz auf der Alp zum Blumentod”

  1. Sigrid Alexander Says:

    Liebe Heidi die Namen sind alle erfunden der Name der Alp auch ? Wäre es noch gut (aber) das Echte Land dazu zu schreiben dass klar ist wohin das gehört? Es gibt sicher einen Artikel wo solche Maßnahmen mit dem Gesetz gegenüber gestellt wurden? Um zu verdeutlichen was ist nicht nachhaltig aber nach Schweizer Gesetz gesetzeskonform?

    Schöne Grüße/ Kind regards Sigrid

    >

    • Heidi Says:

      Liebe Sigrid
      Der Name „Alp zum Blumentod“ ist erfunden. Wo sinnvoll (Fotos von Heidi oder anderen Leuten, welche nicht anonym bleiben müssen), ist der Name der Alp klar angegeben, etwa die Alpen ob Klosters GR oder Murgsee und Walenstadter Berg SG. Anonym veröffentliche ich nur seriöse Berichte von mir bekannten Fachleuten.
      Ich habe immer wieder auf Gesetze hingewiesen. Einzelstockbekämpfung ist erlaubt, Flächenbehandlung nur mit Bewilligung. Im neuesten Bericht ist u.a. vorschriftswidrig, dass die Wartefrist für Tiere (2 Wochen für nicht laktierende Tiere, 3 Woche für Milchkühe) nicht eingehalten wurde.
      In der Direktzahlungsverordnung ist in Art. 26 festgehalten: „Die Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetriebe müssen sachgerecht und umweltschonend bewirtschaftet werden.“ Das ist zwar ein dehnbarer Artikel, aber z.B. auf die Alp zum Blumentod und andere klar anwendbar, etwa auch wenn Blacken-Lägerfluren mit Herbizid behandelt werden. Weitere Hinweis auf Vorgaben sind in den nachfolgenden Artikeln beschrieben. Hier alle Artikel zur Sömmerung:
      3. Abschnitt: Bewirtschaftungsanforderungen für die Sömmerung und das Sömmerungsgebiet
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20130216/index.html#id-1-2-3
      In Österreich ist der Herbizideinsatz auf den meisten Alpen verboten. Die Schweiz könnte Vorbild sein, indem sie den Einsatz grundsätzlich verbietet.
      Herzliche Grüsse
      Heidi

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