Deutschland hat einen kritischen Agrarbericht

Am 7.11.17 meldete das Bundesamt für Landwirtschaft, dass der Agrarbericht 2017 online sei. Werfen wir aber zuerst einen Blick über die Grenze! In Deutschland veröffentlicht das AgrarBündnis e.V. einen „kritischen Agrarbericht“. Dieser dokumentiert die ganze thematische Breite der agrarpolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. Das AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von 25 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen.

Der kritische Agrarbericht 2017 erschien am 19. Januar 2017 auch als Buch (320 Seiten, € 24,00 zzgl. Porto). Das Editorial schrieb der Wasserfachmann Klaus Lanz, International Water Affairs.

Zur Zukunft der Ressource Wasser und warum wir handeln müssen

Kaum eine Religion, kaum ein Glaubenssystem, das dem Wasser nicht eine zentrale Bedeutung beimisst. In den grossen Menschheitserzählungen der Weltentstehung ist es der kosmische Urgrund, aus dem alles hervorgeht und der schon am Beginn der Schöpfung vorhanden ist. Wasser steht auch im Mittelpunkt vieler religiöser Riten, symbolisiert Reinigung, Umkehr, Verwandlung, Erneuerung und Wiedergeburt.

Diese Haltung zum Wasser wurde im Zuge der Aufklärung und vor allem der Industrialisierung immer stärker zurückgedrängt und abgelöst durch die Vorstellung, Wasser sei primär eine physische Ressource, die es möglichst intensiv zu nutzen gelte. Der vorliegende Beitrag umreisst die verschiedenen Problemfelder der heutigen weltweiten Wasserkrise, die in der Entfremdung von Mensch und Wasser ihren Anfang genommen hat.

Die Einsicht, dass Wasser die schützenswerte Grundlage allen Lebens auf Erden ist, bleibt abstrakt und folgenlos, wenn es nicht gelingt, die existenzielle Verbundenheit mit dem Wasser wieder erfahrbar zu machen. Hierbei können wir von anderen Kulturen lernen, wie der Autor am Beispiel der Māori zeigt, die mit ihren traditionellen Sichtweisen und Werten die lokale Wasserpolitik ihres Landes massgeblich mitprägen.

Heidi empfiehlt Ihnen, liebe LeserInnen, den ganzen Artikel zu lesen:

„Ich bin der Fluss – und der Fluss ist ich“. Zur Zukunft der Ressource Wasser und warum wir handeln müssen von Klaus Lanz. Der Kritische Agrarbericht 2017

Te Awa Tupua (Whanganui River Claims Settlement) Act 2017, New Zealand Legislation, 20.3.17.
In Artikel 70 dieses Gesetzes entschuldigt sich „The Crown“ und anerkennt die untrennbare Einheit Te Awa Tupua:  The Great River flows from the mountains to the sea. I am the River and the River is me”. Mit dieser Entschuldigung und der Vereinbarung markiert „The Crown“ einen Neubeginn in der Beziehung mit den Einheimischen.

Der kritische Agrarbericht 2002 bis 2017

Der Agrarbericht 2017 ist online, Medieninformation Bundesamt für Landwirtschaft, 8.11.17

13.11.17 HOME

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