Antibiotika-Resistenz-Problem: Taten sind gefragt!

Wenn die Kälber auf dem Geburtshof bleiben dürfen und Auslauf ins Freie haben, dann sind sie weniger krankheitsanfällig und brauchen kaum Antibiotika.

Wenn die Kälber auf dem Geburtshof bleiben dürfen und Auslauf ins Freie haben, dann sind sie weniger krankheitsanfällig und brauchen kaum Antibiotika.

Das Antibiotika-Problem ist schon lange bekannt. Zum Beispiel das Nationale Forschungsprogramm «Antibiotika-Resistenz» (NFP 49) wurde nach fünf Jahren im Juni 2006 abgeschlossen mit u.a. folgenden Schlussfolgerungen:

“…Ergebnisse zeigten, dass in der Tiermast eingesetzte Sulphonamide (SA) durch das Ausbringen der Gülle in vergleichbar hoher Konzentration wie Herbizide ins Erdreich gelangen und dort mehrere Wochen oder Monate persistieren. Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass das Erdreich ein beträchtliches Reservoir für Resistenzgene darstellt…

…Antibiotikaresistenz ist in ständiger Evolution und muss mit einer Vielzahl von multidisziplinär entwickelten Strategien bekämpft werden…”

Franziska Herren, Initiantin der Trinkwasser-Initiative, macht seit fünf Jahren auf das die Probleme mit Antibiotika aufmerksam und Heidi schrieb am 23.3.12 den Artikel Kreislauf der Krankheitskeime mit Verweis auf eine Eawag-Studie Genfersee (Abwasser) sowie einen Science-Beitrag über den Austausch von Resistenzen mit Bodenorganismen.

Es scheint Heidi, dass sich die Bevölkerung Sorgen macht, die zuständigen Ämter aber wenig unternehmen.

Ein paar neuere Links:

Folgenden Link hat Heidi von „w p“ erhalten, siehe auch Kommentar zu UNSERE GELIEBTE HEILIGE KUH… –  A game of chicken: how Indian poultry farming is creating global superbugs. The Bureau of Investigative Journalism, 30.1.18.

Aus Deutschland eingetroffen:
Wie gefährlich sind resistente Keime? Tageschau vom 6.2.18

Gefährliche Keime in Gewässern entdeckt. Tagesschau vom 6.2.18

und aus der Schweiz:
Auf der Spur der Superkeime, NDR vom 6.2.18

ANTIBIOTIKARESISTENZEN IM TRINKWASSER? Helmut Bürgmann, Eawag, Abteilung Oberflächengewässer und Stefanie Imminger, Universität Wien, Departement für Mikrobiologie und Ökosystemforschung, Division Mikrobielle Ökologie. Aqua & Gas Nr. 10, 2017

Gewässerschutz versagt. Multiresistente Keime in Bächen, aber GroKo will Verbraucher zahlen lassen. Lebensraum Wasser/Der Wasser-Blog, Siegfried Gendries, 7.2.18

Heidis Artikel mit Verweis auf Antibiotika

7.2.18 HOME

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2 Antworten to “Antibiotika-Resistenz-Problem: Taten sind gefragt!”

  1. Sonnenhof Says:

    In der Strategie Antibiotika Resistenz StAR vom Bund, steht nichts über das Kälberverschieben oder über das Abtränken auf dem Geburtsbetrieb. Dabei liegt genau darin ein grosses Potenzial zur Antibiotika und -Resistenzen Reduktion. Nur ist das in der Branche nicht vorgesehen.

    • Heidi Says:

      Danke für den treffenden Kommentar. Solche Vorschriften wären wichtig, denn nicht alle Tiere können auf dem Geburtsbetrieb bleiben. Aber man dreht nur ein wenig an den Schräubchen, ohne substantielle Änderungen am System. Das ist für mich unverständlich, wo doch die Tiere und die Menschen darunter leiden.
      Beste Grüsse
      Heidi

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