Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmittel: zahm und wenig wirksam!

Besonders verwerflich ist der Herbizideinsatz auf Alpen, der gang und gäb ist. Allzu oft kennen die SpritzerInnen nicht einmal die Pflanzen. Hier wurde ein Gelber Enzian bekämpft, der in einigen Kantonen geschützt ist.

Besonders verwerflich ist der Herbizideinsatz auf Alpen, der gang und gäb ist. Allzu oft kennen die SpritzerInnen nicht einmal die Pflanzen. Hier wurde ein Gelber Enzian bekämpft, der in einigen Kantonen geschützt ist.

Kommentar von Vision Landwirtschaft zu den veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Landwirtschaft:

„Über 50 Massnahmen beinhaltet der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes. Vision Landwirtschaft hat diese scharf kritisiert, da sie praktisch wirkungslos seien. Die jetzt publizierten Pestizid-Verkaufszahlen bestätigen diesen Befund. Herbizide, Fungizide und Pestizide mit besonderem Risikopotenzial haben 2018, also im ersten Jahr, in dem der Aktionsplan richtig greifen sollte, sogar wieder zugelegt.

Lediglich Glyphosat hat 2018 weiter deutlich abgenommen. Das Herbizid wurde einfach durch andere Wirkstoffe ersetzt, die gesamte Verkaufsmenge an Herbiziden stieg sogar leicht an.“

Grafik Verkaufsmengen nach Verwendungszweck

Grafik Verkaufsmengen nach Kategorien

Kritik von Greenpeace in der Bauernzeitung

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2 Antworten to “Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmittel: zahm und wenig wirksam!”

  1. Roland Says:

    Liebe Heidi
    Mich als Laien nimmt es wunder, was Herbizidspritzen auf Alpen bringt?
    Wieviele Tiere mehr können gesömmert werden, wenn Herbizide gespritzt werden? Und was passiert mit den Insekten, Kleinsäugern, Bodenbrüter, die auf diese Pflanzen angewiesen sind, sei es als Futtergrundlage oder zum Schutze?
    Vielen Dank für die grossartige Aufklärungsarbeit.
    Gruss
    Ein Unwissender erstaunter Steuerzahler

    Von meinem iPhone gesendet

    • Heidi Says:

      Lieber Roland
      Danke für deine „Blumen“!
      Es können kaum zusätzliche Tiere gesömmert werden. Auf vielen Alpen hat man die früher übliche Weidepflege vernachlässigt. So konnten unerwünschte und zum Teil giftige Pflanzen aufkommen. Die neuen Sömmerungsbeiträge werden gekürzt, wenn die Weiden zu stark verunkrautet sind, also wird jetzt häufig gespritzt, obwohl in vielen Fällen die mechanische Bekämpfung (Mähen, Ausreissen, Ausstechen …) besser wirkt, besonders dann, wenn die Herbizide zum falschen Zeitpunkt eingesetzt werden, oft wenn man Zeit hat statt wenn sie am besten wirken!
      Tiere/Tierchen, welche auf diese Pflanzen angewiesen sind, sterben, wenn sie nicht anderswo Unterschlupf und passende Nahrung finden.
      Vergessen wir nicht die Wildtiere! Sie werden nicht ausgesperrt, fressen auch gespritzte Pflanzen. Wenn Giftpflanzen wegen des Herbizideinsatzes welken, dann können die Tiere sie in der Regel nicht mehr als giftig wahrnehmen und fressen sie mitsamt dem Herbizid.
      Es grüsst dich
      Heidi

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