Pestizide können Kind im Mutterleib schädigen

Gefahrenkennzeichnungen für das Fungizid Amarel-Folpet DF gemäss Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft. Stand 3.3.20.

Gefahrenkennzeichnungen für das Fungizid Amarel-Folpet DF gemäss Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft. Stand 3.3.20.

Wissenschaftler aus vier Departementen der University of California haben in einer landesweiten Studie in Kalifornien die Auswirkung der vorgeburtlichen Pestizidbelastung auf das Auftreten von Leukämie im Kindesalter untersucht. Die Ergebnisse legen nahe, dass in ländlichen Gebieten Kaliforniens die Exposition gegenüber bestimmten Pestiziden oder Pestizidklassen während der Schwangerschaft aufgrund der Wohnortnähe zu landwirtschaftlichen Anwendungen das Risiko von Akuter lymphatischer Leukämie (ALL) und Akuter myeloischer Leukämie (AML) bei Kindern erhöhen kann.

„Zukünftige Studien über die Mechanismen der Kanzerogenität dieser Pestizide könnten von Vorteil sein“, schreiben die Forscher in der Publikation, welche am 19.2.20 im International Journal of Hygiene and Environmental Health erschienen ist.

Im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) findet man einige Pestizide, welche „vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen können“ und zum Teil zusätzlich „vermutlich Krebs erzeugen können“, z.B. Flica, Milord, Moon Experience, Amarel-Folpet DF, Leimay usw.

Prenatal pesticide exposure and childhood leukemia – A California statewide case-control study. Int J Hyg Environ Health, 2020 Feb 19;226:113486. doi: 10.1016/j.ijheh.2020.113486. [Epub ahead of print]

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2 Antworten to “Pestizide können Kind im Mutterleib schädigen”

  1. Sandra Walser Says:

    Hoi Heidi

    Du solltest mal lesen, was auf Facebook unter NaturTalent über Pestizide berichtet wird…

    Lg Sandra

    • Heidi Says:

      Liebe Sandra
      Danke für den Hinweis.
      Ich habe nachgeschaut. Hinter NaturTalent verbirgt sich der Zürcher Bauernverband. Da muss man wohl differenzieren zwischen „richtig“ und „falsch“, denn die Interessen sind klar. Der Beitrag von Jürg Vollmer/Die Grüne auf Watson wurde mir bereits zugestellt. Er hat natürlich recht, wenn er sagt, dass ein Glas Hahnenwasser mit ganz wenig Chlorothalonil-Metaboliten bedenkenlos getrunken werden kann, schädlicher ist aber ein Glas Whisky. Der Unterschied ist, dass man Hahnenwasser trinken muss, Whisky hingegen nicht. Und die wenigsten Leute trinken täglich Whisky. Und wenn es Stoffe sind, die sich im Körper anreichern, dann ist das mit der Zeit auch schädlich. Schliesslich weiss man sehr, sehr wenig über die Wirkung der vielen Pestizide und ihrer Metaboliten auf unsere Gesundheit, hat keine Ahnung, was noch alles im Boden drin ist und allenfalls eines Tages ins Grundwasser oder in die Ernte gelangt.
      Vollmer pickt geschickt die für die konventionelle Landwirtschaft günstigen Argumente heraus und blendet das allgemeine Problem mit den Pestiziden aus, auch das langfristige. Es macht wenig Sinn, gegen solch einseitiges Lobbygeplapper anzuschreiben. Sonst bauscht man es nur unnötig auf. Besser findet man gute Argumente, die gegen den heute üblichen Pestizideinsatz sprechen. Das versuche ich immer wieder.
      Der Titel in der Sonntagszeitung war schlecht, solche Wortwahl bewirkt nur Gegenschläge. Keine Panik, aber vorsorgliches Handeln durch die zuständigen Behörden ist dringend angesagt.
      Wir bleiben aufmerksam und berichten objektiv, legen die Tatsachen aber auf den Tisch. Es gibt eben Leute, die haben und wollen nichts begreifen!
      Herzliche Grüsse
      Heidi

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