Schnee ist Wasser – Heidi im Schnee zum Weltwassertag 2020!

Copyright: ZDF, heute-show

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Eigentlich wollte Heidi Ihren LeserInnen etwas Ruhiges zum Weltwassertag 2020 bieten: Ein schönes Bächlein oder einen Froschkönig … Der Zufall wollte es, dass da noch ein Tab offen war mit dem Titel Massentourismus: In 20 Jahren gibt es in den Alpen keine Skigebiete mehr | heute-show vom 01.02.2019. Eine gute Seele hatte den Link geschickt. Also noch rasch anschauen! Nicht schlecht staunte Heidi, dass die Leute von der heute-show über Heidi und den Geissenpeter berichteten und natürlich über das Problem „Skigebiete“.

Am 23.12.10 schrieb Heidi im Artikel Orientierungshilfe für Touristen: „Der Tourismus in den Alpen zerstört sich selbst, lesenswertes Referat auf http://www.schulnote.de für bessere Hausaufgaben und Referate.“ Leider ist der aufschlussreiche Artikel mit vielen Zahlen nicht mehr verfügbar. Zehn Jahre sind seither vergangen – das Problem ist grösser geworden!

Bleiben Sie zuhause – schauen Sie Massentourismus: In 20 Jahren gibt es in den Alpen keine Skigebiete mehr | heute-show vom 01.02.2019. ZDF.

22.3.20 HOME

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2 Antworten to “Schnee ist Wasser – Heidi im Schnee zum Weltwassertag 2020!”

  1. Schmid Martin Says:

    Liebe Heidi!

    Danke vielmals zu einem Beitrag mit Schnee, der zwar nicht so klar ist. Wie Du weisst, bin ich sehr ökologisch unterwegs, präsidiere CharNet.ch etc. – aber bei der ganzen Klima-Debatte fehlt ja eigentlich so ein bisschen die Hauptstossrichtung, was denn der Mensch in den letzten 200 Jahren so gemacht hat mit unserer Mutter Erde. Wenn man unter dem Stichwort «Land-use-Change» zusammenfasst: – Wald Roden für Acker, Industriegebiet oder Einfamilienhausquartier bauen statt Acker, Parkplatz statt Wiese, Tagebau-Mine statt Grünland mit Grundwasser, Acker statt Feuchtgebiet (grosses Moos), Begradigte Schnelle Kanäle anstatt mäandernde Bäche, Kanalisation und gepflasterte Plätze –

    ALLE Veränderungen HABEN GEMEINSAM:

    Sie sind trockener (Grundwasser tiefer oder ganz weg) und am Tag heisser und in der Nacht kälter. Es findet weniger Verdunstung statt, deshalb ist darüber die Durchschnittstemperatur immer höher. Und das weltweit!

    Es gibt meines Wissens nur zwei Ausnahmen menschlichen Tuns, die die Erdoberfläche kälter und feuchter und wasserspeichernder machen:

    Stauseen und Kunstschnee in den Skigebieten (und dort meistens auch nochmals Stauseen, um das Wasser dann auch zu haben).
    Zusätzlich ist das Erzeugen von künstlichem Schnee auch noch ein Beitrag gegen die Klimaerwärmung – und zwar durch die Reflektion des jeweils frischen Weiss – und andererseits durch die Null Grad Kälte, die direkt über der Schneefläche durch den Schmelzvorgang entstehen.

    DESHALB stelle ich fest, dass Kunstschnee noch mehr als Stauseen eigentlich sowohl als Wasserspeicher, als auch Massnahme gegen den Klimaschutz gar nicht so dumm wäre. Klar müsste dann noch garantiert sein, dass die Wasserpumpen, Infrastrukturen und Schneekanonen mit erneuerbarer Energie betrieben werden – und die Menschen, die so ein Skigebiet besuchen ebenfalls voll öko unterwegs sind, bzw. ihr unterwegs sein nicht anders ist, als es sowieso wäre, wenn sie nicht skifahren gingen…

    Was meinsch däzue!?
    Ich bin halt auch Inscheniör und Wissenschaftler… 😊

    Herzlichi Grüess

    Martin Schmid
    Dipl. Ing. HTL/FH
    Projektleiter Polygeneration-Systeme & CharNet.ch

    • Heidi Says:

      Lieber Martin
      Danke für deine vielen Gedanken. Was Stauseen und Kunstschnee anbetrifft ist das ein grosses Problem und nicht dazu geeignet, etwas gegen die Klimaerwärmung beizutragen, sondern bringt viele zusätzliche Probleme. Mit der „grünen“ Industrie ist es oft so, dass im Endeffekt mehr Energie und Rohstoffe gebraucht werden als Nutzen eintritt. Unser Bundesrat setzt gerne auf solche Scheinlösungen.
      Beim angesprochenen Problem sind die negativen Effekte hoch. Bei Temperaturen über Null (zunehmend der Fall) werden Stoffe zugesetzt, die alles andere als umweltfreundlich sind. Der Energieverbrauch ist enorm, selbst wenn die Bergbäche, welche für Kunstschnee gestaut werden, im Sommer Strom ins Netz einspeisen, dann ist zu sagen, dass solche Kleinkraftwerke nicht rentabel sind und trotzdem Fische & Co. schnetzeln. Mit Steurgeldern haben wir eine Zeitlang solchen Unsinn subventioniert. Jetzt ist dieser Irrsinn – so viel ich weiss – abgestellt. Es werden nur noch die grossen Kraftwerke subventioniert. Eigentlich auch Wahnsinn, denn wir müssten ja den Energieverbrauch möglichst senken, also nicht noch über Steuern fördern. Aber das ist schon bei den Strompreisen so: Je mehr Strom man braucht, desto tiefer der Preis! Dann könnte man ja die Berge noch mit Windparks vollpflastern!
      Über die negativen Auswirkungen der Schneekanonen kannst du auf Wikipedia nachlesen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schneekanone
      Ich möchte dem noch hinzufügen, dass die Vegetation bei höherer Temperatur mehr CO2 bindet. So wie politisiert und konsumiert wird, wird die Temperatur weiter steigen. Es wäre durchaus sinnvoll, wenn die Bergwiesen und -weiden oberhalb der Waldgrenze früher wachsen würden (mehr Milch, Käse und Fleisch aus Orten, wo kein Acker möglich ist; auf ackerfähigem Boden sollte man nicht Mais, Soja & Co. für Rindviecher anbauen, welche dort gehalten werden, mit dem Vorwand, dass diese Tiere Gras verwerten können!) und wenn die Steinwüsten von Skigebieten und Waldschneisen vermehrt zuwachsen würden, dann wäre dies nur ein Vorteil.
      Dass die Leute ökologisch sind und ökologisch in die Skigebiete reisen werden, das kannst du vergessen. Aus der Schweiz und näheren Umgebung kommen sie mehrheitlich mit dem Auto angefahren … und weil es mehr braucht, auch Wachstum, umwirbt z.B. der Kanton Graubünden intensiv die Touristen aus China, wo es sich immer mehr Leute leisten können, in der Schweiz Ferien zu machen.
      Vielleicht noch ein Wort, ein unbeliebtes: Suffizienz.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Suffizienz_(Politik)
      Herzliche Grüsse
      Heidi

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