Ritters Hochseilakt – heute und gestern

Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands (SBV)

Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands (SBV)

Am 16.8.18 schickte NaNa Heidi den Cartoon „Ritters Hochseilakt“ mit verschiedenen Seilziehern und Links zu aktuellen Artikeln. Obwohl wunderschön, hat Heidi ihn damals nicht veröffentlicht. Nun ist es höchste Zeit, ihn aus dem Pendenzenordner zu holen. Zur Verdeutlichung der aktuellen Lage hat Heidi die meisten Seilzieher mit WEISS überpinselt (nicht Weiss-gewaschen) … und eigentlich weiss sie nicht so recht, ob die damalige links/rechts-Zuteilung heute noch stimmt: Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.

Zur heutigen Lage nur ein Link zu einem Kommentar von Angelika Hardegger in der NZZ vom 26.8.20 mit einem Kommentar des Chefredaktors von foodaktuell/Alimenta, Roland Wyss-Aerni:

Die Bauernlobby widerspricht sich selbst – und bürgerliche Ständeräte widersprechen mit

Die Reform der Landwirtschaft müsse gross und international gedacht werden, sagen die Bauernlobby und bürgerliche Ständeräte. Vor zwei Jahren sagten sie noch das Gegenteil.

Bauernpräsident Markus Ritter will ein Mann von Wort sein. Er hat es in der NZZ selber gesagt: «Wir Bauern sind anders gestrickt als viele Politiker», sagte er. «Bei uns zählt das gegebene Wort noch etwas.» Es war eine interessante Aussage und eine gefährliche. Politiker sagen in einem Politikerleben viel. Oft tönt es über die Zeit dann unstimmig.

Lesen Sie weiter, es lohnt sich!

Links von NaNa anno 2018

Zwei Jahre sind vergangen, viel ist geredet und geschrieben worden … nur die Probleme mit der Schweizer Landwirtschaft wollen viele noch heute nicht sehen!

  • «Bauern sind näher bei Gott»
    Weil er sich für 55’000 Bauernfamilien in unserem Land verantwortlich fühle, sei er besonders auf Gottes Hilfe und seinen Segen angewiesen. Das betont Nationalrat Markus Ritter, seit zwei Jahren Präsident des Schweizer Bauernverbandes.
    Weiterlesen livenet.ch vom 22.11.14
  • Krach zwischen Avenir Suisse und Bauernverband
    «Den Anstand verloren», «das Denken verlernt», «Puure-Trickli»! Zwischen Peter Grünenfelder, dem Direktor des liberalen Think Tanks Avenir Suisse, und Bauernverbandspräsident Markus Ritter fliegen die Fetzen.
    Weiterlesen NZZ vom 13.12.17
  • Sessions-Info der Schweizer Agrarindustrie Mai 2020
    Die Sessions-Info vom Februar 2018 findet Google nicht. NaNa notierte dazu Folgendes: Die Industriegruppe Agrar lehnt die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» ab. Scienceindustries lehnt die Fair-Food-Initiative ab. Wir begrüssen das klare Nein des Bundesrates.
    Damit man einen Einblick hat, was die Schweizer Agrarindustrie schreibt, hat Heidi die aktuelle Sessions-Info vom Mai 2020 heruntergeladen. Die Industriegruppe Agrar vereinigt Spezialisten im Bereich Pflanzenschutz der Unternehmen BASF, Bayer, Leu+Gygax, Omya, Stähler und Syngenta.
    Weiterlesen Sessions-Info Agrarindustrie vom Mai 2020
  • Schneider-Ammanns Wirtschaftsmission spaltet Bauern
    Bundesrat Johann Schneider-Ammann besucht mit einer Delegation Südamerika. Bauernpräsident Markus Ritter hat die Einladung ausgeschlagen. Doch namhafte Vertreter des Agrarsektors nehmen teil.
    Johann Schneider-Ammann will der Schweizer Wirtschaft Türen öffnen. Im Frühling reist der Bundesrat mit einer hochrangigen, 60-köpfigen Delegation in die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Der Bund sieht in diesem Markt mit rund 260 Millionen Einwohnern grosses Potenzial.
    Weiterlesen NZZ vom 23.3.18
  • Bauernpräsident zofft sich mit Schneider-Ammann
    Das Heu nicht mehr auf der gleichen Bühne: Landwirtschaftsminister und Bauernpräsident zoffen sich. Das gefährdet das Freihandelsabkommen.
    Weiterlesen Blick vom 13.9.18
  • Höchster Bauer unterstützt Fair-Food-Initiative
    Die Grünen erhalten Schützenhilfe: Markus Ritter wird die Fair-Food-Initiative annehmen. Doch die Bauern sprechen nicht mit einer Stimme.
    Weiterlesen Tages-Anzeiger vom 3.7.18
  • Agrarpolitik: Markus Ritter will weiter kämpfen
    Es sei seine Aufgabe als Bauernpräsident, in stürmischen Zeiten Stärke zu zeigen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Erfreut zeigte er sich, dass die Wirtschaftskommission des Nationalrates ihrem Rat beantragt, die Gesamtschau zurückzuweisen.
    Weiterlesen Schweizer Bauern vom 5.4.18
  • Landwirtschaftsinitiativen: Agrarinitiativen: Hohe Zustimmung
    Der Bauernverband (SBV), der Verband Schweizer Gemüseproduzenten und die Schweizer Obstverband lehnen beide Initiativen ab. Die Volksbegehren forderten faktisch ein «Bioland Schweiz» und würden die Produkte der Bauern massiv verteuern.
    Weiterlesen Schweizer Bauer vom 9.7.18

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2 Antworten to “Ritters Hochseilakt – heute und gestern”

  1. Brugger David Says:

    Hoi Heidi Du verkaufst Wein in alten Schläuchen. Frau Hardeggers Beitrag zur Gesamtschau lässt wichtige Punkte einfach weg. Schon damals wollte der BR uns Bauern im Regen stehen lassen… Importe von Produkten mit weggewandtem Blick zulassen, die unter miserablen Sozial- und Umweltbedingungen erzeugt wurden und gleichzeitig uns laufend neue Anforderungen aufzudrücken. Das hat mit der AP22plus überhaupt nicht geändert…der BR hat stur seinen Kurs beibehalten. Es ist unser gutes Recht uns zu weigern, für weniger deutlich mehr arbeiten zu müssen bei gleichzeitig viel höherem Risiko und parallel steigen die Importe ungehemmt. Importe mit beispielsweise Rückständen von Pestiziden, die bei uns verboten sind aber die Kantonschemiker sehen keinen Handlungsbedarf, es ist ja alles international geregelt… Der SBV fordert absolut richtig, dass alle in die Verantwortung zu nehmen sind….Produktion, Verarbeitung, Handel und selbstversändlich auch die Kunden im Laden. DAS nennt sich Ernährungspolitik, alles andere ist Schlaumeierei.

    Gruss David

    • Heidi Says:

      Hallo David
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Man kann nie alles sagen. Je konzentrierter man etwas mitteilt, desto eher kommt es an! Angelika Hardegger hat die Situation sehr gut zusammengefasst, finde ich.
      Der SBV macht keine Ernährungspolitik. Er setzt sich für einen Teil der Bauern ein, nur einen Teil! Wie gross dieser ist, das entzieht sich meiner Kenntnis. Gesunde Ernährung, das wäre ein gutes (neues) Ziel. Die aktuelle „Ernährungsssicherheit“ steht auf tönernen Füssen und für Krisenzeiten sind wir schon gar nicht gerüstet.
      Ihr macht einen grossen Fehler. Ausgerechnet jene, die zur Schweizer Landwirtschaft stehen und auch eure Produkte kaufen, brüskiert ihr laufend. Ich spüre euren Willen nicht, die seit Jahrzehnten bekannten Probleme ernsthaft und umfassend anzugehen. Jene, die das Gespräch mit euch suchen, werden mit Gemeinplätzen abgespeist. Dafür betreibt ihr ziemlich lächerliche Kampagnen mit Nullparzellen, Wir schützen, war wir lieben. Aber ihr spritzt auch, was ICH liebe.
      Nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben und nicht nur davon zu reden, ist eine Herausforderung. Auch standortgerecht muss sie sein! Man kann nicht einfach überall auf Teufel komm raus produzieren. Ohne Änderung der heute grossflächig betriebenen Bewirtschaftung zerstören wir unsere Lebensgrundlagen. Was dann?
      Du schreibst von den Produkten, die unter miserablen Sozial- und Umweltbedingungen im Ausland erzeugt und in die Schweiz importiert werden. Das Thema Palmöl bzw. Freihandelsabkommen mit Indonesien zeigt, dass euch dies völlig egal ist, solange eure Schweizer Produkte nicht konkurrenziert werden. Wieso unterstützt ihr das Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien nicht? Hast du unterschrieben (war es eine Petition?) gegen den Export von sehr schädlichen Pestiziden, die bei uns verboten sind, etwa Paraquat?
      Auch das Drohen mit den steigenden Preisen ist ziemlich daneben, denn arme Leute müssen v.a. wegen der hohen Mieten und Krankenkassenprämien unterstützt werden; die übrigen könnten höhere Preise locker zahlen für „Lebens“mittel.
      Mit eurem sturen Kurs ärgert ihr eure potentiellen UnterstützerInnen und könnt kaum neue Fans gewinnen, langfristig auch mit Hilfe des COOP- und Migros-Magazins nicht.
      So wie ich z.B. sauberes Trinkwasser fordere, genauso könnt ihr Forderungen für saubere Importprodukte stellen; die Kantonschemiker allein können das sowieso nicht stemmen. Wahrscheinlich müsst ihr dann auch Jahrzehnte warten …
      Mehr Ehrlichkeit würde dem SBV-Ruf auch nicht schaden.
      Herzliche Grüsse
      Heidi

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