Die Erklärung von Glasgow über die Wälder ist alles andere als „beispiellos“. Sie ist nur eine weitere in einer langen Reihe von bedeutungslosen UN-Erklärungen

REDD-Monitor

REDD-Monitor

REDD-Monitor (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) untersucht die Widersprüche und Kontroversen, die sich hinter dem verrückten Plan verbergen, weitere Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe durch die Verrechnung mit „vermiedener Entwaldung“ im Globalen Süden zu ermöglichen. Gegründet wurde REDD-Monitor 2008. Mehr als 2’000 Beiträge informieren über Abholzung, Landnahme, Ablasshandel usw.

Heidi hat REDD-Monitor abonniert und dadurch viele Informationen zum Thema erhalten. Chris Lang von REDD-Monitor hat die Geschichte der UN-Walddeklarationen aufbereitet; sie beginnt 1992. Hier ein Auszug aus seinem Beitrag zu COP26.

„Diese Erklärung ist einer der oft wiederholten Versuche, uns glauben zu machen, dass die Abholzung gestoppt und der Wald erhalten werden kann, indem Milliarden von Dollar in das Land und die Gebiete der indigenen Völker und lokalen Gemeinschaften gesteckt werden. Mehr Geld bedeutet mehr Landraub, Verletzung der Rechte der IPLCs [indigene Völker und lokale Gemeinschaften] und der Frauen sowie ein weiteres Vordringen der Unternehmen in die Wälder. Es ist an der Zeit, den politischen Entscheidungsträgern klarzumachen, dass jede Anstrengung, die Entwaldung zu stoppen und die Wälder zu erhalten, mit der Anerkennung der Rechte der IPLCs und der Frauen beginnen muss und dass die Besitz- und kollektiven Rechte sowie die Verwaltung der Wälder und der Zugang zu den Wäldern für die IPLCs und insbesondere die Frauen sichergestellt werden müssen. Ohne diese strukturellen Veränderungen werden diese Erklärungen immer hohl klingen und nicht nur dazu führen, dass ihre Ziele nicht erreicht werden, sondern auch, dass die Wälder, die biologische Vielfalt und die Gemeinschaften Schaden nehmen.

Greenpeace kritisierte die Walddeklaration von Glasgow als „grünes Licht für ein weiteres Jahrzehnt der Waldzerstörung“. In einer Presseerklärung sagt Carolina Pasquali von Greenpeace Brasilien,

Es gibt einen sehr guten Grund, warum Bolsonaro sich bei der Unterzeichnung dieses neuen Abkommens wohl fühlte. Es erlaubt ein weiteres Jahrzehnt der Waldzerstörung und ist nicht bindend. Währenddessen steht der Amazonas bereits am Abgrund und kann weitere Jahre der Abholzung nicht überleben.

Lesen Sie die vollständige Geschichte hier:

The Glasgow Declaration on Forests is far from “unprecedented”. It’s just another in a long line of meaningless UN declarations. Chris Lang, REDD-Monitar 3.11.21

Heidis zahlreiche Artikel zu Palmöl und Abholzung

6.11.21 HOME

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