Madagaskar-Kontrast: Nahrungsmittelkrise dort und Lebensmittelimport hier

"Überschuss"-Litschi in der Schweiz - Hunger im Produktionsland Madagaskar

„Überschuss-Litschi“ in der Schweiz – Hunger im Produktionsland Madagaskar

Lebensmittelimport in die Schweiz

Liebe Heidi

Foodwaste und oder Aushungern der armen Leute in den Hungerländern!!?

Gestern kurz vor Ladenschluss im Denner neben all den Bergen von 50% Weihnachtsschoggi habe ich Aktions-Litschi gesehen. Auffallend grosse Kerne und wenig Fruchtfleisch, nur 60%!!!

Einfach unglaublich!

Freundliche Grüsse

Charlotte

Dürre in Madagaskar: Die Schweiz stellt zusätzliche 900’000 Franken bereit

Medieninformation Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom 29.12.21:

Die Schweiz stellt einen zusätzlichen Beitrag von 900’000 Franken zur Bewältigung der schweren Nahrungsmittelkrise in Madagaskar bereit. Mit dieser Summe, die zur Unterstützung der Aktivitäten des UNO-Welternährungsprogramms (WFP) bestimmt ist, folgt die Schweiz einem internationalen Hilfsappell der madagassischen Behörden und der UNO. Die Lage ist auch in vielen anderen Ländern besorgniserregend: Millionen Menschen leiden Hunger, insbesondere infolge von bewaffneten Konflikten, Covid-19-bedingten Wirtschaftskrisen und den Auswirkungen des Klimawandels. Die Schweiz stellte für 2021 insgesamt 100 Millionen Franken zur Unterstützung des Engagements des WFP bereit, vor allem in Afrika. Dies stellt einen Rekord dar.

Heidis Fragen: „Trauriger Kontrast! Was läuft hier alles schief? Wie hoch ist der Gewinn aus allen Lebensmittelimporten aus Madagaskar? Und anderen Hungerländern?“

Litschis von S.I.I.M

Litschibaum, Wikipedia

FAIRTRADE-zertifizierte Litschis und Ananas aus Madagaskar. Max Havelaar

Dürre in Madagaskar: Die Schweiz stellt zusätzliche 900’000 Franken bereit. Medieninformation Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom 29.12.21

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3 Antworten to “Madagaskar-Kontrast: Nahrungsmittelkrise dort und Lebensmittelimport hier”

  1. jung.margrit@bluewin.ch Says:

    Da kommt mir gerade in den Sinn, dass die Aktion: „Zweimal Weihnacht“ bis 11. Januar Lebensmittel sucht. Das wäre doch eine Idee, die herabgesetzten , qualitativ einwandfreien Weihnachtsachen , Menschen zu schicken, die es brauchen können. Ist zwar absolut absurd, dass wir übriggebliebene Schoggi, die die Kinder an der Elfenbeinküste gepflückt haben, wieder zurückschicken. Aber rein pragmatisch , und losgelöst von komischen Gefühlen, wäre das besser, als wenn wir uns vollessen mit billiger Schokolade und Guetzli.

    Gesendet mit der blue News & E-Mail App

    • Heidi Says:

      In der NZZ vom 9.6.20 ist zu lesen: “
      „Kinderarbeit in Côte d’Ivoire: Sie wird mehr, nicht weniger.
      Das Versprechen, die Kinderarbeit auf den ivoirischen Kakaoplantagen zu beseitigen, ist zwanzig Jahre alt. Fortschritte gab es seither kaum. Was läuft schief?
      … Als um die Jahrtausendwende bekanntwurde, dass auf den ivoirischen Kakaoplantagen Hunderttausende von Minderjährigen arbeiteten, war allenthalben Besserung versprochen worden. Geschehen ist seither wenig. Gemäss einer noch unveröffentlichten Studie der University of Chicago sind es auch heute weit über eine Million Kinder, die in Côte d’Ivoires Kakaosektor schwere und gefährliche Arbeiten erledigen, die meisten auf der Plantage der eigenen Familie. In den vergangenen zehn Jahren ist deren Zahl demnach gar um zehn Prozent angestiegen.
      … Die Diskrepanz zwischen Worten und Taten ist eklatant – bei der Regierung wie bei den Firmen. «Vieles ist Augenwischerei und Verzögerungstaktik», kommentiert ein ehemaliger Kakaohändler die Beteuerungen der Industrie. Zur Politik der Regierung sagt ein lokaler Journalist: «Zwischen Abidjan und den Orten, wo Massnahmen umzusetzen wären, liegen Welten. Vieles ist schlicht Fassade.»“
      Also Überschüsse unseres Wachstumssektors Lebensmittelindustrie den Kindern in die Elfenbeinküste zu schicken (in anderen Ländern ist es eher Elektroschrott oder Fast-fashion-Kleider), scheint mir keine gute Idee zu sein, erinnert mich eher an das Sonntagsschulnegerli, das nickte, wenn man ein (kleines) Geldstück hineinwarf. Wahrscheinlich haben die Kinder nicht einmal Zeit und sauberes Wasser zum Zähneputzen. In der Schoggi ist dann oft noch Palmöl drin, das vermehrt auch aus Afrika kommt, ob Bio (COOP) oder nicht, das spielt eigentlich nur eine untergeordnete Rolle.
      Wir könnten die Industrie dazu anhalten, ein Mehrfaches für den Rohstoff Kakao zu zahlen. Dann wäre es vielleicht auch nicht mehr attraktiv, so viel Schokoladenprodukte herzustellen oder zu exportieren bzw. den Chinesen das Schoggi-Essen beizubringen. Aber dann höre ich schon das Geschrei um Schweizer Arbeitsplätze … aber in Wirklichkeit geht es um den Gewinn von Konzernen, Grossverteilern usw. Und es wäre doch eine „Katastrophe“, wenn unsere Kinder nicht mehr täglich das gesündeste aller „Lebensmittel“ Schokolade essen, trinken oder aufs Butterbrot streichen könnten.

  2. Leserbriefe zu Madagaskar-Kontrast: Nahrungsmittelkrise dort und Lebensmittelimport hier | Heidis Mist Says:

    […] Von Mist, Gülle und anderen Gewässer-, Grundwasser- und Umweltverschmutzern « Madagaskar-Kontrast: Nahrungsmittelkrise dort und Lebensmittelimport hier […]

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