Petition „Keine halben Sachen im Schweizer Nationalpark! Saniert endlich den Spöl!“ (3)

Petition "Keine halben Sachen im Schweizer Nationalpark! Saniert endlich den Spöl!"

Verlauf Unterschriftensammlung Petition „Keine halben Sachen im Schweizer Nationalpark! Saniert endlich den Spöl!“

Heidi hat am 15.8.22 die folgende Meldung von Marcel Meier erhalten, dem Initianten der Petition „Keine halben Sachen im Schweizer Nationalpark! Saniert endlich den Spöl!“

Die Petition ist bereit zur Übergabe – Liebe UnterzeichnerInnen der Petition für einen sauberen Nationalpark

Gestern (14.8.22) ist die Sammelfrist abgelaufen und es kamen leider nur 522 Unterschriften zusammen. Ich werde diese ausdrucken und ans Bundesamt für Umwelt, zu Händen Simonetta Somaruga schicken. Falls ich eine Antwort bekomme, lasse ich sie Euch zukommen.

Was mich am meisten erstaunt hat ist, wie viele, vor allem junge Menschen in der Schweiz, nicht wissen, dass wir einen Nationalpark haben.

Was ich am wenigsten verstehe und mich am meisten ärgert ist, dass eine Behörde des Kantons, welcher Mitbesitzer der Engadiner Kraftwerke ist (dem Kanton Graubünden mit Gemeinden, gehören 18% der Engadiner Kraftwerke), darüber befinden kann, ob und wie, der Spöl gereinigt wird. In jedem anderen Fall müsste eine solche Behörde den Fall wegen Befangenheit weitergeben.

Ich könnte Euch viele Geschichten erzählen, z.B:

  • Über einen Direktor des Nationalparks, welcher die Petition begrüsst, aber selbst nichts (wenig?) unternimmt, um diese zu verbreiten.
  • Über einen schweizerischen Fischereiverband, welcher die Petition grossartig findet, aber schlussendlich, wegen der Weigerung der bündnerischen Sektion, von einer Unterstützung absieht.
  • Über Umweltverbände, welche selbst Einsprache gegen die Verfügung des Amtes für Natur und Umwelt (ANU) machten und trotzdem nicht bereit waren die Petition zu unterstützen.

Der Präsident einer dieser Umweltverbände schickte mir eine Medienenmitteilung vom 28. Juni 22 zu, mit den neuesten Informationen bezüglich Spölsanierung.

Was in diesem Text auffällt ist, dass der Druckstollen, welcher den PCB-haltigen Korrosionsschutzanstrich enthält und die Quelle der Vergiftung ist, mit keinem Wort mehr erwähnt wird. Es wird nur noch von der Verschmutzung/Flusssanierung gesprochen, welche erneut (!) abgeklärt wird und die Einsprachen werden bis Ende Jahr sistiert. Das Schreiben endete mit dem Satz: «Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.»

Als ich darauf hin schrieb, dass man das Ganze auch als Verschleppungstaktik bezeichnen könnte und ich wissen wollte, warum der Druckstollen kein Thema mehr ist, erhielt ich keine Antwort.

Dass gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo alle von Strommangel im Winter reden, niemand einen Druckstollen sanieren will (keine Stromproduktion/Kosten), verwundert niemanden. Dass der Druckstollen mit keinem Wort mehr erwähnt wird, geht nicht ohne das stille Einverständnis der Umweltverbände.
Es würde mich auch nicht wundern, wenn diese erneute Untersuchung zeigt, dass nur eine minimale Sanierung des Spöls nötig ist.

Es tut mir leid, dass ich Euch keinen besseren Bescheid geben kann und ich bedanke mich herzlich für eure Unterstützung.

Marcel Meier

EKW hofft auf Einigung

Martin Schmid, Bündner Ständerat und Verwaltungsratspräsident der Engadiner Kraftwerke AG (EKW), schrieb Heidi auf Anfrage am 9.5.22: „Bedauerlich ist insbesondere, dass sich der Vorfall im Jahr 2016 ereignen konnte, obwohl EKW für die Sanierungsarbeiten eine der renommiertesten Unternehmen für derartige Arbeiten beauftragt hat.“ Er hoffte auf eine Einigung der Beteiligten und dadurch schnelle Lösung.

Als Betreiberin der Kraftwerksanlage sei EKW bereit, eine gute Sanierungslösung zu unterstützen. Eine gute Sanierungslösung beinhaltet eine weitgehende und dennoch schonende Entfernung der mit PCB belasteten Sedimente. EKW war und ist immer noch bereit, die Sanierung zu vollziehen und zwischenzeitlich zu finanzieren, auch wenn die Frage der definitiven Kostentragung erst in einem späteren Zeitpunkt geklärt werden kann. Schmid: „Dabei unterstützen wir Ihre Meinung, wonach die Verursacher in die Pflicht genommen werden müssen … Sobald eine Einigung über die Sanierungsmethode und den Sanierungsumfang erzielt wird, werde ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen, eine rasche Sanierung durch EKW zu ermöglichen.“

So hofft auch Heidi auf eine rasche und gründliche Sanierung mit Einbezug der Fragen von Marcel Meier zum Druckstollen.

Alle Beiträge von Heidi zur Petition Spöl-Sanierung

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