Archive for the ‘Artenvielfalt’ Category

Auch Nicht-Bauern könn(t)en Biodiversität fördern!

6. August 2020
Schmetterlinge und Bienen lieben Origano.

Schmetterlinge und Bienen lieben Origano.

Im kleinsten Garten, auf dem kleinesten Balkon haben solche Insektenparadiese Platz. Origano ist auch ein feines Gewürz.

Im kleinsten Garten, auf dem kleinesten Balkon haben solche Insektenparadiese Platz. Origano ist auch ein feines Gewürz.

Heidi liebt Steine, etwa Geröllhalden, aber pflegeleichte Steingarten-Einöden sind ihr ein Gräuel.

Heidi liebt Steine, etwa Geröllhalden, aber pflegeleichte Steingarten-Einöden sind ihr ein Gräuel.

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Indonesien: Feuer und Wasser!

7. Juli 2020
Jahr für Jahr brennen in der Trockenzeit unzählige urwaldzerstörende Feuer, deren Rauch für die Bevökerung weit herum gesundheitsschädigend sind.

Jahr für Jahr brennen in der Trockenzeit unzählige urwaldzerstörende Feuer, deren Rauch für die Bevökerung weit herum gesundheitsschädigend sind.

Die Papageien wissen es: Die Schweiz bezieht nur NACHHALTIGES Palmöl aus Indonesien. Heidis LeserInnen kennen „andere Fakten“, etwa Klimaveränderung durch Abholzung von Urwald und Anbau von Ölpalmen, gestörter Wasserhaushalt, verschmutztes Wasser, Überschwemmungen, Korruption, Landraub, Kinderarbeit, Erosion usw.

Überschwemmungen nehmen zu

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen unterstützte eine von Borneo Futures durchgeführte Studie mit dem Titel Forests, Floods, People and Wildlife on Borneo. Diese Studie zeigte, dass die durch Überschwemmungen in Kalimantan verursachten Probleme viel grösser sind als bisher erkannt, dass die Überschwemmungsrisiken durch die Änderung der Landnutzung und die Verstädterung (klimarelevant) verschärft wurden und dass dringende und vorausschauende Massnahmen erforderlich sind, um diese Probleme anzugehen.

Die Studien zeigten, dass die Überschwemmungen in weiten Teilen Borneos sowohl an Häufigkeit als auch an Schwere zunahmen, da die Wälder in den Wassereinzugsgebieten und Flussläufen nicht geschützt wurden. Zwischen 2010 und 2013 waren in Kalimantan bis zu 1,5 Millionen Menschen und 360’000 Häuser von Überschwemmungen betroffen, das sind mehr als 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Zunahme der Überschwemmungshäufigkeit konzentrierte sich vor allem auf Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte und zunehmender landwirtschaftlicher Entwicklung, was darauf hindeutet, dass die künftigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Überschwemmungen noch grösser sein könnten. Das stimmt mit den Aufzeichnungen der malaysischen Regierung überein, die schätzt, dass jährlich 4,82 Millionen Menschen (22 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes) von Überschwemmungen betroffen sind, die jedes Jahr Schäden in Höhe von 250 Millionen Dollar verursachen.

Die Daten weisen nachdrücklich darauf hin, dass die Zunahme der Überschwemmungen höchstwahrscheinlich in Gebieten stattfanden, in denen eine umfangreichere Entwaldung für den Anbau von Ölpalmen oder eine schwere Degradierung durch Abholzung und Brände stattgefunden hatte.

Borneo Futures – Science for Change: Überschwemmungen

Forests, Floods, People and Wildlife on Borneo, United Nations Environment Program, Nairobi, Kenya

700 Waldbrände: Ausnahmezustand in der drittgrössten Provinz

Reuters berichtete am 1.7.20: Angesichts von mehr als 700 anhaltenden Waldbränden verhängt die drittgrösste Provinz Indonesiens den Ausnahmezustand. Gleichzeitig wird der Waldschutz zurückgefahren.

Die drittgrösste Provinz Indonesiens rief am Mittwoch den Notstand aus, nachdem sie mehr als 700 Brände identifiziert hatte. Die südostasiatische Nation bereitet sich auf ihre jährliche Feuersaison vor.

Die Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Indonesien den Schutz für einige der wichtigsten Tropenwälder der Welt zurückschraubt. Das Team, das Brände identifiziert und bei deren Löschung hilft, hat aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus eine Halbierung seines Budgets erlebt, teilte ein Beamter des Umweltministeriums im vergangenen Monat gegenüber Reuters mit.

Die Provinz Zentralkalimantan teilte mit, dass der Ausnahmezustand bis zum 28.9.20 andauern wird. Der Ausnahmezustand befindet sich in der ersten „Alarmstufe“, was verstärkte Patrouillen und frühzeitige Löschmassnahmen erfordert. „Die Bemühungen zur Eindämmung der Waldbrände sind im Gange, da in fast allen Regionen in Zentralkalimantan im Juli die Trockenzeit begonnen hat“, sagte Alpius Patanan, ein Beamter der Katastrophenschutzbehörde der Provinz.

Kiki Taufik, Leiterin der Greenpeace-Waldkampagne in Indonesien, sagte, die Haushaltskürzungen könnten zu gefährlicheren Bränden führen, die die Gemeinden allein bekämpfen müssten. „Die Brandherde könnten potenziell grösser sein und sich auf entlegene Torfgebiete ausbreiten, insbesondere in den Gebieten, welche ab 2019 abbrannten und noch nicht wiederhergestellt sind“, sagte Taufik. „Und der Dunst könnte potenziell dicker oder ähnlich wie im letzten Jahr sein“, so Taufik.

Indonesien ist der weltweit grösste Produzent von Palmöl, und jedes Jahr werden Brände mit Brandrodungen in Verbindung gebracht, mit denen Flächen für den Palmölanbau gerodet werden. Die Brände des letzten Jahres waren besonders verheerend: 1,6 Millionen Hektar Wald und Torf brannten ab. Ein Grossteil des Palmöls wird im waldreichen Kalimantan, auch bekannt als das indonesische Borneo, sowie auf der Insel Sumatra angebaut.

Umweltschützer sagen, dass die indonesische Palmölindustrie einer der Hauptverantwortlichen für die Entwaldung ist, die auch die Lebensräume gefährdeter Arten wie der Sumatra-Tiger und der Borneo-Orang-Utan schädigt.

Quelle: Indonesian province declares state of emergency over forest fires, Bericht von Stanley Widianto und Kate Lamb; Bearbeitung von Edwina Gibbs, Reuters vom 1.7.20.

Heidis 35 Artikel über Palmöl

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Ölpalmen: Herbizid-Tod nach 20 bis 25 Jahren

11. Juni 2020
Herbizide gehören in Indonesien auf dem Lande zum Alltag. Sie werden als harmlos eingestuft. Hier im Dorfladen stehen sie neben Lebensmitteln auf dem Gestell. In diesem Falle <em>Lindomin</em> und <em>Paratop</em>, beides Herbizide, die auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paraquat" target="_blank" rel="noopener">Paraquat</a> basieren. Paraquat ist sehr schädlich und daher bei uns verboten. Es ist beliebter als Round up, weil es angeblich alles abtötet.

Herbizide gehören in Indonesien auf dem Lande zum Alltag. Sie werden als harmlos eingestuft. Hier im Dorfladen stehen sie neben Lebensmitteln auf dem Gestell. In diesem Falle Lindomin und Paratop, beides Herbizide, die auf Paraquat basieren. Paraquat ist sehr schädlich und daher bei uns verboten. Es ist beliebter als Round up, weil es angeblich alles abtötet.

Ein Urwald ist ewig, wenn ihn nicht Menschen zerstören oder das Klima sich zu seinen Ungunsten ändert. Ölpalmen hingegen sind nur während 20 bis 25 Jahre nutzbar, je nach Standort sogar weniger. Dann müssen sie Neupflanzungen weichen. Zudem gibt es in Indonesien gemäss Landwirtschaftsministerium mehrere 100’000 Hektaren Fake-Palmen, die von Fälschern aus Samen der Hybridpflanzen gezogen wurden und daher wenig Ertrag abwerfen. Dies ist ein lukratives Geschäft, genauso wie der Handel mit Fake-Pestiziden. All diese Palmen gilt es irgendwie zu entsorgen.

So wird der grösste Teil der Palmen beseitigt

Mit Herbiziden wird der Boden rund ums Haus bespritzt, Quellfassungen werden gesäubert, Spielplätze auch usw. <a href="https://www.visionlandwirtschaft.ch/de/themen/pestizide/unerlaubt_giftig_und_doch_in_unserem_essen/" target="_blank" rel="noopener">Vision Landwirtschaft 2.6.20:</a> "Die Schweizer Agrochemie produziert und exportiert zahlreiche Pestizide, die hochgiftig sind und die deshalb in der Schweiz nicht eingesetzt werden dürfen. Über importierte Nahrungsmittel gelangen diese Gifte jedoch wieder auf unseren Teller, wie eine neue Studie von Public Eye zeigt."

Mit Herbiziden wird der Boden rund ums Haus bespritzt, Quellfassungen werden gesäubert, Spielplätze auch usw. Vision Landwirtschaft 2.6.20: „Die Schweizer Agrochemie produziert und exportiert zahlreiche Pestizide, die hochgiftig sind und die deshalb in der Schweiz nicht eingesetzt werden dürfen. Über importierte Nahrungsmittel gelangen diese Gifte jedoch wieder auf unseren Teller, wie eine neue Studie von Public Eye zeigt.“

Die übliche Methode zur Beseitigung von Ölpalmen ist einfach: Ein Loch in den Stamm bohren und ein Herbizid (Round up oder Paraquat) oder Natriumarsenit hineinspritzen. Natriumarsenit ist wasserlöslich und äusserst giftig. Kleinbauern arbeiten oft ohne Handschuhe und Kinder sind dabei. Ein paar Videos:

Cara mematikan pohon sawit, youtube 7.7.19

Bunuh pokok sawit, youtube 18.1.19

SUNTIK POHON KELAPA SAWIT, youtube 12.11.15

Leere Pestizidflaschen werden oft achtlos weggeworfen, vorzugsweise - wie alle anderen Abfälle auch - in den Fluss; oder sie werden vom Regen in Bäche geschwemmt. Dass die Pestizide für Mensch und Umwelt gefährlich sind, das wissen viele nicht.

Leere Pestizidflaschen werden oft achtlos weggeworfen, vorzugsweise – wie alle anderen Abfälle auch – in den Fluss; oder sie werden vom Regen in Bäche geschwemmt. Dass die Pestizide für Mensch und Umwelt gefährlich sind, das wissen viele nicht.

Grössere Unternehmen zeigen ihrem Personal wie sie die Palmen mit Herbizid todspritzen sollen. Die Ausführenden tragen in der Regel Handschuhe, manchmal einfache Schutzkleidung und/oder Gesichtsmasken.

Cara Meracun Pokok Kelapa Sawit, 0,15 Liter Round up pro Palme, youtube 10.7.19

VLOG ABAH NOOR [ Memberi pupuk kedalam batang sawit tampa di bor, youtube 28.10.18

EDUCEASY – BOR POKOK KELAPA SAWIT, youtube 3.3.19

Beseitigung in einzelnen grösseren Plantagen auch mit Maschinen

Das Todspritzen mit Herbizid ist am billigsten. Wenn Maschinen vorhanden sind, dann werden die Palmen zum Teil zerstückelt. Dazu dienen einfache Bagger mit speziellen Schneideschaufeln oder vereinzelt auch Spezialmaschinen. Für letztere braucht es aber Infrastrukturen, Fachpersonal und Ausbildungsstätten, woran es heute schon massiv mangelt.

15-25 t/h oil palm wood chipper machine, youtube 28.5.17

Heavy machine – chipping old oil palm tree, youtube 4.7.15

oil palm chipping process, youtube 4.10.12

Unkrautbekämpfung: Instruktion in einer Plantage

Mit massivem Herbizideinsatz unkrautfrei.

Mit massivem Herbizideinsatz unkrautfrei.

Im folgenden Video sieht man wie den Arbeiterinnen einer Plantage die Unkrautbekämpfung mit Glyphosat beigebracht wird. Sie spritzen bis an ein Gewässer, denn es gibt keine Verbote. Der Boden ist bereits praktisch ohne Bewuchs. Behandelt werden junge Ölpalmensämlinge. Bei der Ernte gehen einzelne Beeren verloren und die Samen keimen. Diese Jungpflanzen sind aber unbrauchbar, da die Ölpalmen Hybriden sind und die Nachkommen von Samen genetisch sehr unterschiedlich und wenig ertragreich. Der Instruktor sagt, dass das Herbizid von den Pflänzchen tropfen müsse.

Perlakuan SEMPROT Anak Kelapa SAWIT LIAR – TUKULAN – KENTOSAN diJAMIN Mati Kering, youtube 2.8.19

Erträge kleiner als behauptet wird

Die Früchte müssen sofort nach der Ernte verarbeitet werden, denn sie verderben schnell. Wegen der oft prekären Strassenverhältnisse, verfault ein Teil der Ernte.

Die Früchte müssen sofort nach der Ernte verarbeitet werden, denn sie verderben schnell. Wegen der oft prekären Strassenverhältnisse, verfault ein Teil der Ernte.

Die Ölpalmen werden immer wieder als weitaus ertragsreichste Ölkulturpflanze gelobt. Die immer wieder zitierten gleichen Zahlen sind aber bei genauerem Hinschauen eher theoretischer Natur. Heidi hat kürzlich mit offiziellen Zahlen aus dem Internet für Indonesien den Durchschnittsertrag gerechnet und ihn mit jenem von Schweizer Raps verglichen. Dabei sind gewisse Verarbeitungsverluste noch nicht berücksichtigt. Heidis Berechnung zeigt, dass Ölpalmen einen 1,9-mal höheren Ertrag liefern als Raps. Bei Bio dürfte das Verhältnis noch enger sein. Vielleicht wird Heidi die detaillierte Berechnung mit Quellennachweisen einmal für Sie, lieber LeserInnen, aufarbeiten. Vorerst hier ein weiterer Hinweis darauf, dass die effektiven Durchschnittserträge wesentlich kleiner sind, als jeweils kommuniziert wird.

Geschönte Palmölstudie

SWR Wissen: „Für die Palmölproduktion wird viel Regenwald gerodet. Doch die Pflanze hat auch Fürsprecher: Keine andere Pflanze liefere auf der gleichen Fläche so viel Öl. Ist das wirklich so? Odysso hat nachgerechnet.

… Korrigiert man all diese Fehler in der Rechnung, liegt der Flächenertrag der Ölpalmen deutlich niedriger, nämlich bei nur etwa 2 Tonnen pro Hektar. Raps bringt es laut EU-Statistik auf 1,7 Tonnen – ist also nicht ganz so ertragreich wie die Ölpalme, aber fast.“

Falsche Fragestellung

Heidi meint: Die lösungsorientierte Frage ist nicht „Durch welches Öl ersetzen wir Palmöl?“ Nötig ist eine seriöse Bedarfsanalyse. Diese ist z.B. bei den Lebensmitteln nicht von der Industrie und den Grossverteilern zu erwarten. Wir KonsumentInnen können an den vielen verführerischen Regalen mit Süss- und Salzgebäcken, Schokolade in allen Varianten usw. einfach vorbeigehen und zum Vergnügen ausnahmsweise selber etwas backen mit ausgewählten Zutaten und Mengenverhältnissen (Zucker!!!). Das macht nicht nur Spass, sondern ist gesünder und schmeckt auch besser! Keinen Sinn macht es sicher, riesige Mengen „Regenwald“ in nachwachsenden Diesel zu verwandeln! So lässt sich das Energieproblem nicht lösen!

Umweltzerstörung kleingerechnet – Geschönte Palmölstudie

Illegale Pestizide: Hoher Profit, geringes Risiko. BR vom 3.6.20

Hamburger Hafen: Drehscheibe für gefälschte Pestizide. Heidis Mist vom 5.9.18

Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien: Stop Palmöl

Heidis 33 Artikel über Palmöl

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„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (2)

31. Mai 2020
Alpschweine. Copyright: Tobeltoni

Alpschweine. Copyright: Tobeltoni

Der Alpöhi und der Geissenpeter sitzen am Tisch und diskutieren über den Alpkäse CHEESUS, welcher aus Milch produziert wird, die „sonst nicht weiterverarbeitet oder gar weggeschüttet“ würde.

Geissenpeter: „Das habe ich nicht gewusst. Unglaublich!“

Alpöhi: „Wenigstens wird die Milch künftig verwertet. Sie behaupten auf ihrer Homepage, dass Alpkäse ohne Kraftfutter entsteht und die Kühe nur die frischesten und kräftigsten Alpkräuter fressen. Auf dem Foto daneben sieht der Talboden eher nach Unkraut aus.“

Geissenpeter: „Mag sein, dass auf den Cheesus-Käsealpen kein Kraftfutter eingesetzt wird, was mich erstaunen würde, aber sie machen diese Aussage allgemein; das ist natürlich hanebüchen.

Kraftfutter auf Alpen

Gemäss Direktzahlungsverordnung, Art. 31, bzw. Sömmerungsverordnung, darf recht viel Futter zugeführt werden, nämlich:

  • Zur Überbrückung witterungsbedingter Ausnahmesituationen dürfen höchstens 50 kg Dürrfutter oder 140 kg Silage pro Normalstoss (NST) und Sömmerungsperiode zugeführt werden.
  • Für gemolkene Kühe, Milchziegen und Milchschafe ist zusätzlich die Zufuhr von 100 kg Dürrfutter und 100 kg Kraftfutter pro NST und Sömmerungsperiode zulässig.
  • Schweinen darf Kraftfutter nur als Ergänzung der alpeigenen Milchnebenprodukte verfüttert werden.

(Ein NST oder Normalstoss entspricht der Sömmerung einer raufutterverzehrenden Grossvieheinheit während 100 Tagen.)

So wie ich das sehe, kann für Schweine beliebig Futter zugeführt werden als Ergänzung, vor allem in der zweiten Sommerhälfte ist das nötig, wenn die Kühe nicht mehr viel Milch geben. Die Versorgung mit Kraftfutter und anderem Futter, wie auch Dünger, ist auch auf abgelegenen Alpen möglich, denn seit Jahrzehnten wird vieles per Helikopter transportiert. Im Kanton Glarus hat dies zwar stark abgenommen, da es immer mehr Strassen gibt, welche die Alpen erschliessen, aber auch die mobile Käserei wird per Helikopter geliefert. Allgemein gibt es immer mehr Strassen.

Alpöhi: „Kein Wunder, dass viele Weiden überdüngt sind und verunkrauten! In der Regel gilt: „Was erlaubt ist wird gemacht.“ Insbesondere wenn der Käse teuer verkauft werden kann, ist die Versuchung gross, viel Futter einzusetzen. Ist diese hohe Zufuhr von Futter, sprich Dünger, überhaupt erlaubt aufgrund der Umweltschutzgesetzgebung? Oder steht diese Regelung des Bundesamts für Landwirtschaft im Widerspruch mit anderen Gesetzen? Hat das Bundesamt für Umwelt geschlafen als diese Regelung erlassen wurde?

Geissenpeter: „Das weiss ich nicht. Du musst Heidi fragen! Wann kommt sie aus Frankfurt zurück?

Alpöhi: „Wahrscheinlich nächste Woche.“

Schweinealp: Neue Fotos vom Tobeltoni

Alpschweine-Weide 2019, Foto 30.5.20. Copyright: Tobeltoni

Alpschweine-Weide 2019, Foto 30.5.20. Copyright: Tobeltoni

Geissenpeter: „Der Tobeltoni hat mir neue Fotos geschickt von der Alp mit Schweinen. Er weiss aber nicht, ob die Schweine auch dieses Jahr in eine Weide dürfen. Im Moment sind sie im Holzverschlag. Sie werden wohl kaum mehr ins Wäldchen gelassen, wo sie letztes Jahr, ihrem Trieb entsprechend, gewütet hatten. Die Weide 2019 sieht eher einer Geröllhalde ähnlich als einer Bergwiese.

Der Tobeltoni ist regelmässig in dieser Gegend. Er wird mich auf dem Laufenden halten.“

Alpöhi: „Man müsste die Alpbewirtschaftung neu regeln. Mach doch einen Vorschlag und schleuse ihn über Nationalrätin Frida ein.“

Geissenpeter: „Ich kann’s schon versuchen, aber im Moment sind alle mit Corona beschäftigt.“

Fake News oder Wahnsinn? Heidis Mist vom 29.5.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ Heidis Mist vom 28.4.20

Innovation für die Alp: Die fliegende Käserei. Bauernzeitung vom 15.11.19

«Ohne den Helikopter ginge es nicht auf der Alp!» Südostschweiz vom 1.10.19

31.5.20 HOME

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Alpidylle? Herbizide auf Steinhaufen!

19. Mai 2020
Abgestorbenes Moos auf einem Steinhaufen, welcher 2019 mit Herbizid behandelt wurde. Copyright: Simon F.

Abgestorbenes Moos auf einem Steinhaufen, welcher 2019 mit Herbizid behandelt wurde. Copyright: Simon F.

Guten Tag Heidi

Letzten Sommer haben die Älpler Steinhaufen mit Herbizid bespritzt. Wie du auf dem Foto siehst, ist nur das Moos abgestorben, alles andere wächst fröhlich weiter. Ich vermute, dass sie diesen Sommer wieder spitzen werden.

Weisst du, was mich besonders stört? Nicht weit davon säumt eine Steinmauer den Weg. Für deren Erhalt kassieren die Älpler Geld. Ist das nicht widersinnig?

Du kannst das Foto veröffentlichen, wenn du willst. Das würde mich freuen. Man soll sehen, was so alles in der Abgeschiedenheit der Berge geschieht.

Freundliche Grüsse

Simon

Lieber Simon

Gegen solche Spritzerei ist kein Kraut gewachsen, denn das ist erlaubt, obwohl gerade Steinhaufen vielen Tierchen Unterschlupf bieten. Das ist „Einzelstockbekämpfung“. Darunter fällt alles, was man mit der Rückenspritze machen kann, und das ist nicht wenig. Die neuen Sömmerungsbeiträge verpflichten sogar die Bewirtschafter zur Unkrautbekämpfung, denn sonst gibt es Abzüge. Ein Vorstoss der Nationalrätin Maya Graf für ein Verbot von Herbiziden auf Alpen wurde abgelehnt.

Wenn ich „unwissenden“ Leuten von den Herbiziden auf Alpen erzähle, dann sind sie allesamt entsetzt, nicht so unsere PolitikerInnen … die Zeit ist offenbar noch nicht reif für ein Verbot. Die Leute essen Alpkäse oder -fleisch in der Meinung das sei Natur pur. Ein Stück weit schon, aber mit ein paar „Tolggen“.

Ich wünsche dir trotzdem schöne Wanderungen in der nicht ganz heilen Bergwelt.

Grüsse aus Maienfeld

Heidi

Postulat 17.3703 Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet, Maya Graf, Nationalrätin, 21.9.17.

Herbizide auf Alpen: Heidis 28 Artikel zum Thema

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Es ist Sommer – die Grillen zirpen! Oder nicht?

16. Mai 2020
Aus dem Leben der Grillen. Copyright: Sandra

Aus dem Leben der Grillen. Copyright: Sandra

Hoi Heidi

Fällt Dir auch auf, dass überall, wo gemäht und gegüllt wurde, die Grillen verschwunden sind und mit ihnen das wunderschöne Konzert.

Über 50% weg oder getötet …

Und das hat nichts mit der Temperatur zu tun, denn bei den ungemähten Wiesen war das Zirpen heute noch munter zu hören.

Wann verschwindet diese grässliche Gülle endlich von den Feldern?

Liebe Grüsse

Sandra

Liebe Sandra

Die Gülle wird nicht so schnell verschwinden. Es ist aber klar, dass in der Schweiz der Tierbestand massiv gesenkt werden muss, denn Überdüngung führt zur Verschmutzung von Gewässern – denke nur an das Grundwasser – und die Ammoniak-Emissionen sind die zweithöchsten in Europa gemäss Agrarbericht 2016. Sie schaden dem Wald, den Mooren, den Naturschutzgebieten und nicht zuletzt unserer Gesundheit. Zudem ist auch der hohe Fleischkonsum nicht gesund.

Mit dem Rückgang der Tierzahlen fällt zwar weniger Gülle an, aber es wird dann kaum extensiver bewirtschaftet werden, ausser es gibt Auflagen, die kontrolliert werden. Was geschieht mit den frei werdenden Flächen? Kaum neuer Lebensraum für Grillen.

Die Grillen leben in einer selbstgebauten Höhle im Boden und sind somit, wie du richtig beobachtet hast, stark vom Ausbringen von Gülle betroffen. In Deutschland sind die Grillen auf der roten List als „gefährdet“ eingestuft.

Pro Natura kürte die Feldgrille (Gryllus campestris) zum Tier des Jahres 2014 und schrieb: „Pro Natura macht 2014 die Bühne frei für die scheuen Meistergeiger und wirbt so für mehr artenreiche Blumenwiesen in der Schweiz.“

Die Feldgrille liebt warme, trockene Standorte bis 1’800 m ü.M. Sonnige Hänge wurden aber seit 1950 vielerorts überbaut, die Trockenwiesen verschwanden und mit ihnen die Grillen. Ein wesentlicher Grund für den Verlust solcher Wiesen ist aber die Intensivierung der Landwirtschaft und die Verbuschung von Steilhängen. Blütenreiche Lebensräume bieten unzähligen Tierarten Lebensraum. Oft gibt es nur noch kleine Inseln. Dies ist problematisch für das Überleben der Tiere.

Seit 1900 sind 95% der Trockenwiesen und -weiden in der Schweiz verschwunden. Um dem anhaltenden Rückgang dieses Lebensraums entgegenzuwirken, hat der Bundesrat die Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung (TWW) in ein Inventar nach Artikel 18a des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) aufgenommen. In dieser Karte Trockenwiesen und -weiden kannst du nachschauen, ob es in deiner Nähe geschützte Flächen gibt. Grillen kommen aber auch an anderen Orten vor.

Wir müssen also dafür sorgen, dass die Artenvielfalt nicht noch mehr schwindet, und uns für eine bessere Agrarpolitik einsetzen, denn diese kommt nicht „von selbst“. Da müssen wir wacker Druck ansetzen!

Ich finde es schön, dass du Augen für die kleinen Lebewesen hast, denn auch diese sind wichtig … und was wäre ein Sommer ohne Grillenkonzert?

Herzliche Grüsse

Heidi

Tier des Jahres 2014: Die Feldgrille. Pro Natura

Feldgrille, Wikipedia

Gryllus campestris, Orthoptera

Trockenwiesen und -weiden. Medieninformation Bundesamt für Umwelt vom 29.9.17

Ammoniakemissionen: Ammoniak verändert sensible Ökosysteme. Agrarbericht 2016, Bundesamt für Landwirtschaft

16.5.20 HOME

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Bergwanderin fotografiert Löwenzahnwiese

30. April 2020
Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Ausflüge in die Berge sind im Moment besonders beliebt, denn Abstandhalten ist hier einfacher als in der Stadt. Henriette war gestern mit ihrem Freund und Hund Rocky auf der Haggenegg, 1450 m ü.M. Extra für Heidi hat sie diese beiden Fotos gemacht und geschrieben: „Man sieht gut die Grenze zwischen intensiv bewirtschafteten Flächen und der übrigen Alp“.

Herzlichen Dank, Henriett!

Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Artensterben in Zürich – Insekten finden immer weniger Nahrung. SRF vom 27.4.20

Auf grünen Fettwiesen verhungern Insekten, Eva Caflisch, Seniorenweb vom 28.4.20

30.4.20 HOME

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Gefährdete Tiere: National Geographic und Steiff schaffen eine Plüschtierkollektion

13. März 2020
Der Gold-Laubfrosch oder Grün-goldene Glockenfrosch (Litoria aurea) ist als stark gefährdet eingestuft. Rechts: Froggy Frosch von Steiff. Copyright: Joel Sartore

Der Gold-Laubfrosch oder Grün-goldene Glockenfrosch (Litoria aurea) ist als stark gefährdet eingestuft. Rechts: Froggy Frosch von Steiff. Copyright: Joel Sartore

Wer kennt sie nicht, die Teddybären und Kuscheltiere von Steiff! In Zusammenarbeit mit National Geographic hat Steiff eine besondere Plüschtierkollektion ins Leben gerufen, um Massnahmen zur Wahrung der Artenvielfalt zu unterstützen.

Die Kollektion umfasst Tiere, die Joel Sartore für das Artenschutzprojekt „National Geographic Photo Ark“ fotografiert hat. Joel Sartore fotografiert gefährdete Tierarten weltweit, bevor diese aussterben. Mit dem Erlös aus dem Verkauf aller National Geographic Produkte unterstützt Steiff Wissenschaftler, Entdecker und Forscher der National Geographic Society auf der ganzen Welt.

Die Familie des in Australien und Neuseeland beheimateten Grün-goldenen Glockenfrosches ist als stark gefährdet eingestuft. Steiff hat daher den „Froggy Frosch“ geschaffen. Dieser soll der mahnende Botschafter seiner Art sein. Froggy Frosch ist 12 cm gross und aus kuschelweichem Plüsch gefertigt. Das Froschmaul und die Nasenlöcher wurden in Airbrushtechnik braun gemalt. Die typische Farbkombination, die ihm den Namen gab, ist auf den Plüschstoff gedruckt. Durch die Absteppung auf allen vier Füssen sind Zehen angedeutet.

Die Population dieser Tierart ist innerhalb der letzten zehn Jahre um etwa 30 Prozent zurückgegangen. Froggy Frosch ist ein mahnendes Symbol dafür, dass wunderbare Geschöpfe verloren gehen. Durch rücksichtslosen Einsatz gefährdender Mittel und Beschneidung des Lebensraumes wird die Existenz vieler Tierarten bedroht. Veränderte klimatische Bedingungen sind eine weitere Ursache dafür.

18 bedrohte Tierarten aus aller Welt sind als Kuscheltiere oder Anhänger erhältlich, z.B. Macaw Papagei, Gorilla, Humboldt-Pinguin, Vulkankaninchen usw.

National Geographic Anhänger Macaw PapageiNational Geographic Boogie Gorilla in GeschenkboxNational Geographic Hummi HumboldtpinguinNational Geographic Vula Vulkankaninchen

Steiff schützt gemeinsam mit National Geographic die Artenvielfalt

Vulnerable Green Golden Bell Frog, National Geographic Photo Ark

National Geographic Photo Ark von Joel Sartore

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Wer kennt Henri Pittier, den Schweizer Naturforscher?

29. Januar 2020
Trailer des Films La Gyranthera von Mürra Zabel. Copyright Mürra Zabel.

Trailer des Films La Gyranthera von Mürra Zabel. Copyright Mürra Zabel.

Heidi fragte den Alpöhi, ob er Henri Pittier kenne. Pittier soll einer der bedeutendsten Naturforscher der Schweiz gewesen sein, Visionär und Wegbereiter der Ökologie: „Nein“, war seine Antwort. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass er weit weg von Maienfeld forschte, nämlich im alpinen Waadtland, im tropischen Costa Rica, am Panama-Kanal und in Venezuela, seiner letzten Heimat.

Mitteilung des Schweizer Klubs für Wissenschaftsjournalismus (SKWJ):

„1887 geht der Waadtländer Henri Pittier in Costa Rica an Land. Er ist 30 Jahre alt und hat nur eine grosse Sehnsucht: die tropische Natur zu erforschen. Mit ihm reisen seine junge Frau und drei kleine Kinder. Als er 1950 im Alter von 93 Jahren stirbt, gilt er weltweit als einer der grossen Naturforscher. In der Schweiz, seinem Heimatland, ist er völlig vergessen.

Indigene retteten SKWJ-Mitglieder und Henri Pittier

1992 reisen einige Mitglieder des Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus (SKWJ) durch Kolumbien. Dass sie von dieser Reise überhaupt zurückkehren, verdanken sie einem im Urwald des Rio Atras lebenden Indigenen, der sie nach einem Bootsunfall rettet.

Mürra Zabel, ein Mitglied des SKWJ, stösst zehn Jahre später zufällig auf den Namen Henri Pittier. Bei ihren Recherchen realisiert sie, dass der Schweizer Forscher ebenfalls von Indigenen gerettet worden war, 90 Jahre früher, nur wenige Kilometer vom Rio Atras entfernt. Damit beginnt eine Spurensuche, die sie von der Schweiz durch Costa Rica, Panama, USA und Venezuela führt. Ihr Film ist eine Entdeckungsreise auf den Spuren des Entdeckers Henri Pittier, einem Visionär und Wegbereiter der Ökologie.

Avant-Premiere am 1. Februar 2020 in Lausanne

Am Samstag 1.2.20 findet um 19:30 Uhr die Avant-Premiere im Palais de Rumine, Place de la Riponne 6, in Lausanne statt, im Rahmen von Ciné au Palais 2020.

Der Film wird von Mürra Zabel, Regisseurin, präsentiert in Anwesenheit des Produktionsteams und Joëlle Magnin Gonze, Konservatorin Musée et Jardins botaniques cantonaux.

Der SKWJ unterstützte das Filmprojekt von Mürra Zabel mit einem Beitrag aus dem SKWJ-Recherchierfonds.“

Nachtrag 31.1.20: Ein Leser meldet, dass es ein Buch von Beatrice Häsler und Thomas W. Baumann über Pittier gibt: Henri Pittier (1857-1950), erhältlich bei Orell Füssli und ex libris.

Trailer – La Gyranghera – Trace de Henri Pittier, youtube

La Gyranthera – Traces de Henri Pittier, Ciné au Palais 2020

LA GYRANTHERA – Traces de Henri Pittier explorateur, Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus (SKWJ) 29.1.20

Henri Pittier, Wikipedia

29.1.20 HOME

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Blick zurück nach Rio de Janeiro 1992

20. Januar 2020
Severn Cullis-Suzuki am Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992. Copyright: BBC/Peter Caires.

Severn Cullis-Suzuki am Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992. Copyright: BBC/Peter Caires.

Das 50. World Economic Forum (WEF) steht im Zeichen des Klimas. Alle Teilnahmer sollen „net-zero“ Klimaziele setzen.

Morgen, 21.1.20 um 10.45 Uhr redet unsere Bundespräsidentin, Simonetta Sommaruga. Heidi hofft, dass sie sich nicht zum Klima äussern wird, denn, was sie kürzlich dazu erzählt hat, gehört in die Welt der Märchen: „Wir müssen nicht verzichten.“ Ihre Aussage ist, gelinde gesagt, naiv. Unmittelbar danach folgt Donald J. Trump, Präsident der USA.

The child who tried to save the world … in 1992

Am 9.1.20 veröffentlichte BBC das animierte Video The child who tried to save the world … in 1992. Die Kanadierin Severn Cullis-Suzuki, damals 12-jährig, warnte bereits im Jahre 1992 am Erdgipfel in Rio de Janeiro vor der Umweltkrise. Nun blickt sie zurück und erzählt im Video ihre Geschichte. Sie ist Umweltaktivistin, Kulturbotschafterin, Referentin, Fernsehmoderatorin und Autorin.

Schauen Sie sich das Video an, gesprochen in einfach verständlichem Englisch mit englischen Untertiteln. Heidi hat für Sie, liebe LeserInnen, den Text getippt. Kursiv geschrieben ist, was Severn Cullis-Suzuki 1992 am Erdgipfel gesagt hatte. Vorweg ihre Kernaussage, die auch heute noch treffend ist.

„I challenge you, please, make your actions reflect your words.“

In 1992, I was 12 years old, and I had the opportunity to speak to the United Nations plenary session of the Earth Summit in Rio de Janeiro. I remember that moment very clearly. I think it’s burned into my memory. I remember just such a clear sense of purpose. I knew exactly why I was there, I knew exactly what I had to say and I knew that I could talk directly to them. I knew what I was there to do.

Coming up here today, I have no hidden agenda. I am fighting for my future.

If you look at the video, you can tell how focused everyone was. People were really moved, even the security guards were really paying attention. So it was amazing.

Losing my future is not like losing an election or a few points on the stock market. I am here to speak for all generations to come. In my life, I have dreamt of seeing the great herds of wild animals, jungles and rainforests full of birds and butterflies. But now I wonder if they will even exist for my children to see. Did you have to worry of these things when you were my age?

In this last spike of media attention that I’ve received, I have constantly been compared and asked to reflect on Greta Thunberg, which is a huge honour for me. I think she’s just this incredible young warrior, she’s just taking it on, on this whole other level because she’s a child of the 21st Century. And so the way she’s using her Instagram, the way she has really catalysed a movement – I think is totally incredible and it’s really specific to her moment and who she is at this time.

But I also really always am kind of taken aback, because there have been so many youth activists before me, after me, before Greta, and who will continue to come up. Young people are always the people calling for social revolution, historically.

Adults have been beaten down, „Well, we know that actually if we wanted to create change, well we’d have to do this, that and the other.“ There’s so many reasons that we know of why things can’t change. Those take us away from thinking about the bigger picture. And that’s what youth have to offer. All they see is possibility. And right now with this huge, colossal existential challenge that humanity has, we have to harness that attitude of possible rather than impossible.

„I’m only a child and I don’t have all the solutions. But I want you to realise, neither do you. If you don’t know how to fix it, please stop breaking it.

Back in 1992, climate change was on the horizon and it was identified as going to happen – but it was on the horizon. And today, it is here. Climate change, I think, is the most quintessential example of intergenerational crime or intergenerational injustice that we have. If we don’t end pumping tonnes of carbon into the atmosphere we will have in a very short order a planet that is not habitable, or not habitable to comfortable human life.

So we have to essentially, everyone all hands on deck, focus on how we can, in our own sphere of influence, in our own skill set, in our own industry, we have to become experts for how to get off carbon. And luckily, we have all the answers. Now we just have to do it and we have to do it now.

My favourite line of the speech, which I believe can sum up the entire speech, is in the last sentences or in the last sentence, which is simply …

I challenge you, please, make your actions reflect your words. Thank you.

„I ask you to make your actions reflect your words.“

And that really sums up what I think the young people today are, and in past times, are asking of our older generations in power. Young people are simply asking adults to be who they say they are and to make their actions reflect their words.

Sehr empfehlenswert: Die vollständige Rede von Severn Suzuki 1992 am UN Earth Summit mit Deutschen Untertiteln, youtube

How to Save the Planet

Forging a Sustainable Path towards a Common Future

Unter anderem am WEF am 21.1.20 mit Greta Thunberg:

Carbon emissions from fossil fuels hit a record high in 2019 – yet another sign that we are betraying future generations who will increasingly need to adapt to a warmer and more volatile world. How can the passion of today’s youth activism inspire positive change in behaviours that respect the needs and rights of future citizens?

Public Speakers: Salvador Gómez-Colón, Natasha Mwansa, Edward Felsenthal, Greta Thunberg, Autumn Peltier

Averting a Climate Apocalypse

Global emissions of carbon dioxide remain on course to rise above 1.5°C despite clear and present risks. How can business and government work together to accelerate the fast and far-reaching changes this goal requires?

This session was developed in partnership with the New York Times.

This session contributes to the work of the Forum’s Alliance of CEO Climate Leaders, Mission Possible Platform and the Natural Climate Solutions Alliance.

Public Speakers: Ma Jun, Hindou Oumarou Ibrahim, Rajiv Shah, Rebecca Blumenstein, Oliver Bäte, Greta Thunberg

WEF-Programm

Sommaruga im grossen Interview „Wir müssen nicht verzichten“ – Politische Trost-Tropfen auf den heissen Klima-Stein, Niklaus Ramseyer, Infosperber 16.1.20

Sommaruga im grossen Interview – „Wir müssen nicht verzichten“. Blick 15.12.19

20.1.20 HOME

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