Archive for the ‘Artenvielfalt’ Category

Alpidylle? Herbizide auf Steinhaufen!

19. Mai 2020
Abgestorbenes Moos auf einem Steinhaufen, welcher 2019 mit Herbizid behandelt wurde. Copyright: Simon F.

Abgestorbenes Moos auf einem Steinhaufen, welcher 2019 mit Herbizid behandelt wurde. Copyright: Simon F.

Guten Tag Heidi

Letzten Sommer haben die Älpler Steinhaufen mit Herbizid bespritzt. Wie du auf dem Foto siehst, ist nur das Moos abgestorben, alles andere wächst fröhlich weiter. Ich vermute, dass sie diesen Sommer wieder spitzen werden.

Weisst du, was mich besonders stört? Nicht weit davon säumt eine Steinmauer den Weg. Für deren Erhalt kassieren die Älpler Geld. Ist das nicht widersinnig?

Du kannst das Foto veröffentlichen, wenn du willst. Das würde mich freuen. Man soll sehen, was so alles in der Abgeschiedenheit der Berge geschieht.

Freundliche Grüsse

Simon

Lieber Simon

Gegen solche Spritzerei ist kein Kraut gewachsen, denn das ist erlaubt, obwohl gerade Steinhaufen vielen Tierchen Unterschlupf bieten. Das ist „Einzelstockbekämpfung“. Darunter fällt alles, was man mit der Rückenspritze machen kann, und das ist nicht wenig. Die neuen Sömmerungsbeiträge verpflichten sogar die Bewirtschafter zur Unkrautbekämpfung, denn sonst gibt es Abzüge. Ein Vorstoss der Nationalrätin Maya Graf für ein Verbot von Herbiziden auf Alpen wurde abgelehnt.

Wenn ich „unwissenden“ Leuten von den Herbiziden auf Alpen erzähle, dann sind sie allesamt entsetzt, nicht so unsere PolitikerInnen … die Zeit ist offenbar noch nicht reif für ein Verbot. Die Leute essen Alpkäse oder -fleisch in der Meinung das sei Natur pur. Ein Stück weit schon, aber mit ein paar „Tolggen“.

Ich wünsche dir trotzdem schöne Wanderungen in der nicht ganz heilen Bergwelt.

Grüsse aus Maienfeld

Heidi

Postulat 17.3703 Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet, Maya Graf, Nationalrätin, 21.9.17.

Herbizide auf Alpen: Heidis 28 Artikel zum Thema

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Es ist Sommer – die Grillen zirpen! Oder nicht?

16. Mai 2020
Aus dem Leben der Grillen. Copyright: Sandra

Aus dem Leben der Grillen. Copyright: Sandra

Hoi Heidi

Fällt Dir auch auf, dass überall, wo gemäht und gegüllt wurde, die Grillen verschwunden sind und mit ihnen das wunderschöne Konzert.

Über 50% weg oder getötet …

Und das hat nichts mit der Temperatur zu tun, denn bei den ungemähten Wiesen war das Zirpen heute noch munter zu hören.

Wann verschwindet diese grässliche Gülle endlich von den Feldern?

Liebe Grüsse

Sandra

Liebe Sandra

Die Gülle wird nicht so schnell verschwinden. Es ist aber klar, dass in der Schweiz der Tierbestand massiv gesenkt werden muss, denn Überdüngung führt zur Verschmutzung von Gewässern – denke nur an das Grundwasser – und die Ammoniak-Emissionen sind die zweithöchsten in Europa gemäss Agrarbericht 2016. Sie schaden dem Wald, den Mooren, den Naturschutzgebieten und nicht zuletzt unserer Gesundheit. Zudem ist auch der hohe Fleischkonsum nicht gesund.

Mit dem Rückgang der Tierzahlen fällt zwar weniger Gülle an, aber es wird dann kaum extensiver bewirtschaftet werden, ausser es gibt Auflagen, die kontrolliert werden. Was geschieht mit den frei werdenden Flächen? Kaum neuer Lebensraum für Grillen.

Die Grillen leben in einer selbstgebauten Höhle im Boden und sind somit, wie du richtig beobachtet hast, stark vom Ausbringen von Gülle betroffen. In Deutschland sind die Grillen auf der roten List als „gefährdet“ eingestuft.

Pro Natura kürte die Feldgrille (Gryllus campestris) zum Tier des Jahres 2014 und schrieb: „Pro Natura macht 2014 die Bühne frei für die scheuen Meistergeiger und wirbt so für mehr artenreiche Blumenwiesen in der Schweiz.“

Die Feldgrille liebt warme, trockene Standorte bis 1’800 m ü.M. Sonnige Hänge wurden aber seit 1950 vielerorts überbaut, die Trockenwiesen verschwanden und mit ihnen die Grillen. Ein wesentlicher Grund für den Verlust solcher Wiesen ist aber die Intensivierung der Landwirtschaft und die Verbuschung von Steilhängen. Blütenreiche Lebensräume bieten unzähligen Tierarten Lebensraum. Oft gibt es nur noch kleine Inseln. Dies ist problematisch für das Überleben der Tiere.

Seit 1900 sind 95% der Trockenwiesen und -weiden in der Schweiz verschwunden. Um dem anhaltenden Rückgang dieses Lebensraums entgegenzuwirken, hat der Bundesrat die Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung (TWW) in ein Inventar nach Artikel 18a des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) aufgenommen. In dieser Karte Trockenwiesen und -weiden kannst du nachschauen, ob es in deiner Nähe geschützte Flächen gibt. Grillen kommen aber auch an anderen Orten vor.

Wir müssen also dafür sorgen, dass die Artenvielfalt nicht noch mehr schwindet, und uns für eine bessere Agrarpolitik einsetzen, denn diese kommt nicht „von selbst“. Da müssen wir wacker Druck ansetzen!

Ich finde es schön, dass du Augen für die kleinen Lebewesen hast, denn auch diese sind wichtig … und was wäre ein Sommer ohne Grillenkonzert?

Herzliche Grüsse

Heidi

Tier des Jahres 2014: Die Feldgrille. Pro Natura

Feldgrille, Wikipedia

Gryllus campestris, Orthoptera

Trockenwiesen und -weiden. Medieninformation Bundesamt für Umwelt vom 29.9.17

Ammoniakemissionen: Ammoniak verändert sensible Ökosysteme. Agrarbericht 2016, Bundesamt für Landwirtschaft

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Bergwanderin fotografiert Löwenzahnwiese

30. April 2020
Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Ausflüge in die Berge sind im Moment besonders beliebt, denn Abstandhalten ist hier einfacher als in der Stadt. Henriette war gestern mit ihrem Freund und Hund Rocky auf der Haggenegg, 1450 m ü.M. Extra für Heidi hat sie diese beiden Fotos gemacht und geschrieben: „Man sieht gut die Grenze zwischen intensiv bewirtschafteten Flächen und der übrigen Alp“.

Herzlichen Dank, Henriett!

Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Löwenzahnwiese auf der Haggenegg SZ. Copyright: Henriett V.

Artensterben in Zürich – Insekten finden immer weniger Nahrung. SRF vom 27.4.20

Auf grünen Fettwiesen verhungern Insekten, Eva Caflisch, Seniorenweb vom 28.4.20

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Gefährdete Tiere: National Geographic und Steiff schaffen eine Plüschtierkollektion

13. März 2020
Der Gold-Laubfrosch oder Grün-goldene Glockenfrosch (Litoria aurea) ist als stark gefährdet eingestuft. Rechts: Froggy Frosch von Steiff. Copyright: Joel Sartore

Der Gold-Laubfrosch oder Grün-goldene Glockenfrosch (Litoria aurea) ist als stark gefährdet eingestuft. Rechts: Froggy Frosch von Steiff. Copyright: Joel Sartore

Wer kennt sie nicht, die Teddybären und Kuscheltiere von Steiff! In Zusammenarbeit mit National Geographic hat Steiff eine besondere Plüschtierkollektion ins Leben gerufen, um Massnahmen zur Wahrung der Artenvielfalt zu unterstützen.

Die Kollektion umfasst Tiere, die Joel Sartore für das Artenschutzprojekt „National Geographic Photo Ark“ fotografiert hat. Joel Sartore fotografiert gefährdete Tierarten weltweit, bevor diese aussterben. Mit dem Erlös aus dem Verkauf aller National Geographic Produkte unterstützt Steiff Wissenschaftler, Entdecker und Forscher der National Geographic Society auf der ganzen Welt.

Die Familie des in Australien und Neuseeland beheimateten Grün-goldenen Glockenfrosches ist als stark gefährdet eingestuft. Steiff hat daher den „Froggy Frosch“ geschaffen. Dieser soll der mahnende Botschafter seiner Art sein. Froggy Frosch ist 12 cm gross und aus kuschelweichem Plüsch gefertigt. Das Froschmaul und die Nasenlöcher wurden in Airbrushtechnik braun gemalt. Die typische Farbkombination, die ihm den Namen gab, ist auf den Plüschstoff gedruckt. Durch die Absteppung auf allen vier Füssen sind Zehen angedeutet.

Die Population dieser Tierart ist innerhalb der letzten zehn Jahre um etwa 30 Prozent zurückgegangen. Froggy Frosch ist ein mahnendes Symbol dafür, dass wunderbare Geschöpfe verloren gehen. Durch rücksichtslosen Einsatz gefährdender Mittel und Beschneidung des Lebensraumes wird die Existenz vieler Tierarten bedroht. Veränderte klimatische Bedingungen sind eine weitere Ursache dafür.

18 bedrohte Tierarten aus aller Welt sind als Kuscheltiere oder Anhänger erhältlich, z.B. Macaw Papagei, Gorilla, Humboldt-Pinguin, Vulkankaninchen usw.

National Geographic Anhänger Macaw PapageiNational Geographic Boogie Gorilla in GeschenkboxNational Geographic Hummi HumboldtpinguinNational Geographic Vula Vulkankaninchen

Steiff schützt gemeinsam mit National Geographic die Artenvielfalt

Vulnerable Green Golden Bell Frog, National Geographic Photo Ark

National Geographic Photo Ark von Joel Sartore

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Wer kennt Henri Pittier, den Schweizer Naturforscher?

29. Januar 2020
Trailer des Films La Gyranthera von Mürra Zabel. Copyright Mürra Zabel.

Trailer des Films La Gyranthera von Mürra Zabel. Copyright Mürra Zabel.

Heidi fragte den Alpöhi, ob er Henri Pittier kenne. Pittier soll einer der bedeutendsten Naturforscher der Schweiz gewesen sein, Visionär und Wegbereiter der Ökologie: „Nein“, war seine Antwort. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass er weit weg von Maienfeld forschte, nämlich im alpinen Waadtland, im tropischen Costa Rica, am Panama-Kanal und in Venezuela, seiner letzten Heimat.

Mitteilung des Schweizer Klubs für Wissenschaftsjournalismus (SKWJ):

„1887 geht der Waadtländer Henri Pittier in Costa Rica an Land. Er ist 30 Jahre alt und hat nur eine grosse Sehnsucht: die tropische Natur zu erforschen. Mit ihm reisen seine junge Frau und drei kleine Kinder. Als er 1950 im Alter von 93 Jahren stirbt, gilt er weltweit als einer der grossen Naturforscher. In der Schweiz, seinem Heimatland, ist er völlig vergessen.

Indigene retteten SKWJ-Mitglieder und Henri Pittier

1992 reisen einige Mitglieder des Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus (SKWJ) durch Kolumbien. Dass sie von dieser Reise überhaupt zurückkehren, verdanken sie einem im Urwald des Rio Atras lebenden Indigenen, der sie nach einem Bootsunfall rettet.

Mürra Zabel, ein Mitglied des SKWJ, stösst zehn Jahre später zufällig auf den Namen Henri Pittier. Bei ihren Recherchen realisiert sie, dass der Schweizer Forscher ebenfalls von Indigenen gerettet worden war, 90 Jahre früher, nur wenige Kilometer vom Rio Atras entfernt. Damit beginnt eine Spurensuche, die sie von der Schweiz durch Costa Rica, Panama, USA und Venezuela führt. Ihr Film ist eine Entdeckungsreise auf den Spuren des Entdeckers Henri Pittier, einem Visionär und Wegbereiter der Ökologie.

Avant-Premiere am 1. Februar 2020 in Lausanne

Am Samstag 1.2.20 findet um 19:30 Uhr die Avant-Premiere im Palais de Rumine, Place de la Riponne 6, in Lausanne statt, im Rahmen von Ciné au Palais 2020.

Der Film wird von Mürra Zabel, Regisseurin, präsentiert in Anwesenheit des Produktionsteams und Joëlle Magnin Gonze, Konservatorin Musée et Jardins botaniques cantonaux.

Der SKWJ unterstützte das Filmprojekt von Mürra Zabel mit einem Beitrag aus dem SKWJ-Recherchierfonds.“

Nachtrag 31.1.20: Ein Leser meldet, dass es ein Buch von Beatrice Häsler und Thomas W. Baumann über Pittier gibt: Henri Pittier (1857-1950), erhältlich bei Orell Füssli und ex libris.

Trailer – La Gyranghera – Trace de Henri Pittier, youtube

La Gyranthera – Traces de Henri Pittier, Ciné au Palais 2020

LA GYRANTHERA – Traces de Henri Pittier explorateur, Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus (SKWJ) 29.1.20

Henri Pittier, Wikipedia

29.1.20 HOME

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Blick zurück nach Rio de Janeiro 1992

20. Januar 2020
Severn Cullis-Suzuki am Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992. Copyright: BBC/Peter Caires.

Severn Cullis-Suzuki am Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992. Copyright: BBC/Peter Caires.

Das 50. World Economic Forum (WEF) steht im Zeichen des Klimas. Alle Teilnahmer sollen „net-zero“ Klimaziele setzen.

Morgen, 21.1.20 um 10.45 Uhr redet unsere Bundespräsidentin, Simonetta Sommaruga. Heidi hofft, dass sie sich nicht zum Klima äussern wird, denn, was sie kürzlich dazu erzählt hat, gehört in die Welt der Märchen: „Wir müssen nicht verzichten.“ Ihre Aussage ist, gelinde gesagt, naiv. Unmittelbar danach folgt Donald J. Trump, Präsident der USA.

The child who tried to save the world … in 1992

Am 9.1.20 veröffentlichte BBC das animierte Video The child who tried to save the world … in 1992. Die Kanadierin Severn Cullis-Suzuki, damals 12-jährig, warnte bereits im Jahre 1992 am Erdgipfel in Rio de Janeiro vor der Umweltkrise. Nun blickt sie zurück und erzählt im Video ihre Geschichte. Sie ist Umweltaktivistin, Kulturbotschafterin, Referentin, Fernsehmoderatorin und Autorin.

Schauen Sie sich das Video an, gesprochen in einfach verständlichem Englisch mit englischen Untertiteln. Heidi hat für Sie, liebe LeserInnen, den Text getippt. Kursiv geschrieben ist, was Severn Cullis-Suzuki 1992 am Erdgipfel gesagt hatte. Vorweg ihre Kernaussage, die auch heute noch treffend ist.

„I challenge you, please, make your actions reflect your words.“

In 1992, I was 12 years old, and I had the opportunity to speak to the United Nations plenary session of the Earth Summit in Rio de Janeiro. I remember that moment very clearly. I think it’s burned into my memory. I remember just such a clear sense of purpose. I knew exactly why I was there, I knew exactly what I had to say and I knew that I could talk directly to them. I knew what I was there to do.

Coming up here today, I have no hidden agenda. I am fighting for my future.

If you look at the video, you can tell how focused everyone was. People were really moved, even the security guards were really paying attention. So it was amazing.

Losing my future is not like losing an election or a few points on the stock market. I am here to speak for all generations to come. In my life, I have dreamt of seeing the great herds of wild animals, jungles and rainforests full of birds and butterflies. But now I wonder if they will even exist for my children to see. Did you have to worry of these things when you were my age?

In this last spike of media attention that I’ve received, I have constantly been compared and asked to reflect on Greta Thunberg, which is a huge honour for me. I think she’s just this incredible young warrior, she’s just taking it on, on this whole other level because she’s a child of the 21st Century. And so the way she’s using her Instagram, the way she has really catalysed a movement – I think is totally incredible and it’s really specific to her moment and who she is at this time.

But I also really always am kind of taken aback, because there have been so many youth activists before me, after me, before Greta, and who will continue to come up. Young people are always the people calling for social revolution, historically.

Adults have been beaten down, „Well, we know that actually if we wanted to create change, well we’d have to do this, that and the other.“ There’s so many reasons that we know of why things can’t change. Those take us away from thinking about the bigger picture. And that’s what youth have to offer. All they see is possibility. And right now with this huge, colossal existential challenge that humanity has, we have to harness that attitude of possible rather than impossible.

„I’m only a child and I don’t have all the solutions. But I want you to realise, neither do you. If you don’t know how to fix it, please stop breaking it.

Back in 1992, climate change was on the horizon and it was identified as going to happen – but it was on the horizon. And today, it is here. Climate change, I think, is the most quintessential example of intergenerational crime or intergenerational injustice that we have. If we don’t end pumping tonnes of carbon into the atmosphere we will have in a very short order a planet that is not habitable, or not habitable to comfortable human life.

So we have to essentially, everyone all hands on deck, focus on how we can, in our own sphere of influence, in our own skill set, in our own industry, we have to become experts for how to get off carbon. And luckily, we have all the answers. Now we just have to do it and we have to do it now.

My favourite line of the speech, which I believe can sum up the entire speech, is in the last sentences or in the last sentence, which is simply …

I challenge you, please, make your actions reflect your words. Thank you.

„I ask you to make your actions reflect your words.“

And that really sums up what I think the young people today are, and in past times, are asking of our older generations in power. Young people are simply asking adults to be who they say they are and to make their actions reflect their words.

Sehr empfehlenswert: Die vollständige Rede von Severn Suzuki 1992 am UN Earth Summit mit Deutschen Untertiteln, youtube

How to Save the Planet

Forging a Sustainable Path towards a Common Future

Unter anderem am WEF am 21.1.20 mit Greta Thunberg:

Carbon emissions from fossil fuels hit a record high in 2019 – yet another sign that we are betraying future generations who will increasingly need to adapt to a warmer and more volatile world. How can the passion of today’s youth activism inspire positive change in behaviours that respect the needs and rights of future citizens?

Public Speakers: Salvador Gómez-Colón, Natasha Mwansa, Edward Felsenthal, Greta Thunberg, Autumn Peltier

Averting a Climate Apocalypse

Global emissions of carbon dioxide remain on course to rise above 1.5°C despite clear and present risks. How can business and government work together to accelerate the fast and far-reaching changes this goal requires?

This session was developed in partnership with the New York Times.

This session contributes to the work of the Forum’s Alliance of CEO Climate Leaders, Mission Possible Platform and the Natural Climate Solutions Alliance.

Public Speakers: Ma Jun, Hindou Oumarou Ibrahim, Rajiv Shah, Rebecca Blumenstein, Oliver Bäte, Greta Thunberg

WEF-Programm

Sommaruga im grossen Interview „Wir müssen nicht verzichten“ – Politische Trost-Tropfen auf den heissen Klima-Stein, Niklaus Ramseyer, Infosperber 16.1.20

Sommaruga im grossen Interview – „Wir müssen nicht verzichten“. Blick 15.12.19

20.1.20 HOME

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Naturschutzgebiet Bichwil – Skandal ohne Ende?

28. November 2019
Liebe Heidi Wir haben nichts zu fressen, wir werden zertrampelt. Wie können wir überleben, unserem Nachwuchs eine Zukunft bieten? Dein verzweifelter Froschkönig, Sprecher der Amphibien im Naturschutzgebiet von regionaler Bedeutung. Foto 22.4.19

Liebe Heidi Wir haben nichts zu fressen, wir werden zertrampelt. Wie können wir überleben, unserem Nachwuchs eine Zukunft bieten? Dein verzweifelter Froschkönig, Sprecher der Amphibien im Naturschutzgebiet von regionaler Bedeutung. Foto 22.4.19

Die Chegelwi(e)s in Bichwil ist ein Amphibienschutzgebiet von regionaler Bedeutung. Trotzdem weiden dort seit Jahren Alpakas. Der Alpakazüchter Adrian Brändle lagert zudem im ebenen Teil allerlei Unrat und Holz. Ein Grossteil des Bodens ist unbewachsen.

Die zuständige Gemeinde Oberuzwil hat, gemäss gut informierter Fachperson, noch keine Massnahmen getroffen, um die Zerstörung zu stoppen und das Naturschutzgebiet wiederherzustellen. Dies obwohl sie seit Jahren informiert ist, und zwar von verschiedenen Seiten.

Selbst die Rechtsverweigerungsbeschwerde des WWF hat noch keine Besserung gebracht.

Unrat und Weide bedrohen ein Naturschutzgebiet, Heidis Mist vom 3.5.19

Das BLV will nichts mit Bichwil zu tun haben! Heidis Mist vom 5.5.19

Der Fall Bichwil: Wenn Richter den Vollzug verhindern, Heidis Mist vom 15.5.19

Der Fall Bichwil: WWF reicht Rechtsverweigerungsbeschwerde ein, Heidis Mist vom 1.7.19

Der Fall Bichwil: Ein Skandal! Heidis Mist vom 26.9.19

Der Fall Bichwil: Ein Skandal! (2) Neues Wappen Oberuzwil, Heidis Mist vom 1.10.19

Marco und die Schafe – eine Vorweihnachtsgeschichte!

23. November 2019

Marcos Laden ist minimalistisch eingereichtet. Die Leute sollen kaufen, was sie brauchen und wollen. Er will die Kunden nicht zum Kaufen verführen. Copyright: NDR.

Am 24.12.18 veröffentlichte Heidi den Artikel Eine Weihnachtsgeschichte: Marco und die Schafe. Er basierte auf einem Dokumentarfilm des NDR. Nun hat ARD gestern diesen Film ausgestrahlt. Innert zwei Stunden fanden über 800 Zuschauer aus Deutschland Heidis Artikel, fast alle über Google-Suche. Für jene, die den schönen Film noch nicht gesehen oder Heidis Weihnachtsgeschichte noch nicht gelesen haben, hier der Link zum Artikel mit den nun aktualisierten Links.

Eine Weihnachtsgeschichte: Marco und die Schafe, Heidis Mist 24.12.18

Kleiner Hinweis: Rotauf stellt immerhin Jacken ganz in der Schweiz her mit einer Isolationsschicht aus Bündner Wolle:  ROTAUF, Flink production GmbH, Barblanstrasse 4, 7000 Chur. So steht’s auf der Homepage: „Hochperformante Outdoorbekleidung in der Schweiz zu produzieren, dabei auf umweltschädliche Chemikalien zu verzichten und zu fairen Preisen anzubieten ist laut Brancheninsidern unmöglich …“ Wir machens trotzdem!

P.S.: Der Hinweis auf den Film kam im Spätherbst 2018 von einer Deutschen Kollegin. Danke!

Theoretisch war das Parlament schon lange grün und weiblich

22. Oktober 2019

Ständeratssitze im Nationalratssaal. Die Hand berührt ein Tableau des Kantons St. Gallen mit Brombeerstaude und Fuchs. Bildschirmaufnahme vom 22.10.19 SRF. Copyright: SRF

Es wird viel geredet und geschrieben über das neue Parlament. Grüner und weiblicher sei es geworden.

Wer im Nationalratssaal die Ständeratssitze betrachtet, sieht viel Natur. Die Rückwände sind geschmückt mit Bäumen, Blumen, Mais, sogar Granatäpfel hat der junge Künstler Otto Weber in Flachschnitztechnik dargestellt … da ein Steinadler, dort ein Bär – eine grosse Pflanzen- und Tiersammlung, nicht immer passend zum Kanton und nur etwa die Hälfte der Pflanzen sind einheimische. Der leitende Kunsthandwerker Ferdinand Huttenlocher hat sich offensichtlich künstlerische Freiheiten erlaubt. Zum Beispiel ist auf einem der zwei Tessiner Sitze ein Papagei abgebildet.

Rücklehne des Ständeratssitzes Kanton Schwyz mit Cyclamen-Motiv. Copyright: Naturforschende Gesellschaft in Zürich

Die Rücklehnen und Sitzflächen der Ständeratsstühle hat die Halbschwester von Otto Weber in Lederschnitt-Technik verziert. Nicht sicher überliefert ist, ob die damals 27-jährige Kunsthandwerkerin Anna Haller sogar die Jugendstilmotive selber entworfen hatte.

Anna Haller erhielt 1899 als erste Frau einen Lehrauftrag am Westschweizerischen Technikum in Biel. Sie war Mitbegründerin der Berner Sekti­on der 1907 gegründeten Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen. Frauen konnten erst 1972 der bereits 1866 gegründeten Gesellschaft Schweizeri­scher Maler und Bildhauer beitreten; um 1900 lehn­te es deren Präsident Ferdinand Hodler vehement ab, Frauen als Mitglieder in die Vereinigung aufzunehmen oder sie an Ausstel­lungen teilnehmen zu lassen, nach dem Motto: «Mir wei kener Wyber».

Werke der als Blumenmalerin bekannten Anna Haller sind im Neuen Museum in Biel zu sehen sowie im Mili Weber Haus in St. Moritz, denn Anna Haller war eine Halbschwester der vielseitigen Malerin Mili Weber.

Woher hat Heidi diese Informationen? Rosmarie Honegger, Prof. em. Institut für Pflanzen­ und Mikrobiologie der Universität Zürich, hat die Geschichte der Ständeratssitze im Nationalratssaal zusammengetragen und alle Sitze genau dokumentiert. Zu jeder geschnitzten Pflanze hat sie eine lebende hinzugefügt. So ist ein farbiges Werk entstanden mit vielen Informationen zu den abgebildeten Pflanzen und Tieren. Das interessante Buch wurde von der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich als Neujahrsblatt 2018 herausgegeben und ist online verfügbar.

Heidi meint: Die Natur und eine tüchtige Frau sind seit 1902 im Nationalratssaal spürbar, wenn der Rat jetzt tatsächlich grüner und weiblicher wird, dann ist es höchste Zeit.

Das Schlusszitat des Buches ist von Goethe: Habt Ehrfurcht vor den Pflanzen, alles lebt durch sie!

Berner Bundeshausbotanik, Die Ständeratssitze im Nationalratssaal, Rosmarie Honegger, Naturforschende Gesellschaft in Zürich, Neujahrsblatt 2018

Männerlastige Kunstwelt Künstlerinnen sollen sichtbarer werden. Künstlerinnen stehen oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Aber es ändert sich was – auch in der Schweiz. SRF vom 22.10.19

22.10.19 HOME

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Caseus alpinus officinalis – der beliebte Alpkäse

26. September 2019

Viele Düngersäcke auf drei Alpen, Heidis Mist vom 25.9.19

26.9.19 HOME

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