Archive for the ‘Gesetzte usw.’ Category

Alpkäse, Alpschwein, Mythen Cordon bleu, Alpgottesdienst … Blackenweiden!

21. Juli 2021
Gottesdienst auf der Alp Gummen am 18.7.21. Die Schweine sind nicht auf der Weide (hellgrüne Flächen. Ein neuer Pfad wurde erstellt). Copyright: Tobeltoni.

Gottesdienst auf der Alp Gummen am 18.7.21. Die Schweine sind nicht auf der Weide (hellgrüne Flächen, Steinwall. Ein neuer Pfad wurde erstellt). Copyright: Tobeltoni.

Foto 6.9.20: Eine Steinwüste weit und breit, auch am Waldrand. Copyright: Vater Muggli

Foto 6.9.20: Eine Steinwüste weit und breit, auch am Waldrand. Copyright: Vater Muggli

Heidi hatte den prächtigen Tag zum Waschen genutzt, wo doch lange genug der Wäschetrockner „Sonne“ fehlte. Sie war daran, die Wäsche von der Leine zu nehmen, als in der Wegbiegung der Tobeltoni und der Geissenpeter auftauchten und ihr winkten.

Heidi: „Hoi zäme.“

Tobeltoni: „Allegra Heidi! Wir haben euch etwas mitgebracht.“ Der Tobeltoni öffnet den Rucksack, zieht eine Flasche mit Rahm heraus und fragt Heidi: „Kannst du uns einen Kaffee machen und den Rahm schlagen? Peter hat Himbeeren gesammelt.“

Heidi: „Klar! Kannst du dafür die restliche Wäsche abnehmen und du, Peter, ein Feuer entfachen und Wasser aufsetzen. Ich hole inzwischen den Öhi und richte alles übrige.“

Alpöhi: „Guten Abend Toni und Peter. Erzählt, was ihr in letzter Zeit unternommen habt!“

Geissenpeter: „Geissen hüten!“

Blackenweide: Grosse Flächen der Alp Gummen sind jetzt überdüngt und daher verunkrautet.

Blackenweide: Grosse Flächen der Alp Gummen sind jetzt überdüngt und daher verunkrautet. Copyright: Tobeltoni

Tobeltoni: „Eigentlich habe ich gute und schlechte Nachrichten von der Alp Gummen, wo ich am Sonntag (18.7.21) war. Der Älpler, der mit seinen Schweinen Wald, Weide und Grillplatz zerstört und die Mythen Cordon Bleus kreiiert hatte, ist nicht mehr auf der Alp. Jetzt ist dort ein Käser. Dieser bewirtschaftet die Alp aber nicht. Wer jetzt dafür zuständig ist, das weiss ich nicht. Es scheint aber, dass irgendeine Kontrolle stattgefunden hat und Massnahmen ergriffen wurden.

Geissenpeter: „Kontrolliert wird nur alle 10 Jahre!“

Tobeltoni: „Trotzdem ist es mir unerklärlich, dass niemand früher das gesehen und etwas unternommen hat. Der neue Bewirtschafter hat eine schwierige Aufgabe vor sich, denn grosse Teile der Alp sind total überdüngt und Blacken haben sich breit gemacht, sie werden wohl bald absamen. Mir ist es ein Rätsel, dass sie nicht sofort im Frühling gemäht oder beweidet haben. Ich konnte es kaum glauben – so viele Blackensamenständer! Sie hätten diese längst schneiden müssen. Auch wenn sie jetzt mähen, fallen unzählige Samen auf den Boden und wenn dann die kleinste Lücke entsteht, etwa ein Trittschaden, dann keimen diese erbarmungslos. Man sagt, sie wollen das heuen!!!! Dann kommen die Samen mit der Scheisse auf die Weiden oder über den Miststock auf die Weiden, denn diese sind extrem widerstandsfähig.

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Auch das giftige Alpenkreuzkraut wird demnächst versamen! Copyright: Tobeltoni

Geissenpeter:Jeder Bauer muss eine Nährstoffbilanz rechnen, aber auf der Alp scheint alles möglich zu sein. Johann hat mir gesagt, dass seine Nährstoffbilanz nicht aufgehe und er deshalb nicht mehr so viele Schweine halten dürfe oder Gülle abführen müsse. Es nimmt mich wunder, ob das nicht auch auf Alpen gilt. Was meinst du Heidi?

Heidi: „Keine Ahnung! Aber es ist ja so, dass fast alle heutigen Kühe mit der hohen Milchleistung zusätzlich zum Grünfutter auch Kraftfutter brauchen, um gesund zu bleiben, und die Alpschweine sowieso, die darf man nicht mit Schotte allein füttern, sonst bekommen sie Magenprobleme. Die Futterzufuhr ist ja erlaubt, Düngerzufuhr auch, ausser Stickstoff … also wo ist der Fehler? Bei den Älplern, die ein Maximum herausholen, oder bei den Gesetzen, die das erlauben?“

Ehemalige Schweineweide. Copyright: Tobeltoni

Ehemalige Schweineweide. Copyright: Tobeltoni

 

Grillplatz: Er war von den Schweinen zerstört worden, jetzt ist er wieder zugänglich, muss aber noch hergerichtet werden. Copyright: Tobeltoni

Grillplatz: Er war von den Schweinen zerstört worden, jetzt ist er wieder zugänglich, muss aber noch hergerichtet werden. Rechts oben: Blacken, Blacken, Blacken … Copyright: Tobeltoni

Vater Muggli und die Sechstel-Alpschweine. Heidis Mist vom 6.9.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (3). Heidis Mist vom 24.8.20

Alpschweine erobern den Grillplatz. Heidis Mist vom 8.6.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (2) Heidis Mist vom 31.5.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ Heidis Mist vom 28.4.20

21.7.21 HOME

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Willkommen im Land der JauCHe!

8. März 2021

Ein Leser schrieb Heidi aufgrund ihres Artikels Es geschah am Mittwoch: stechiger Güllegestank wie noch nie!

„Auch wir leiden ungefähr einen Monat im Frühling jedes Jahr unter Güllegestank. Meine Fragen:

  • Gibt es kein Menschenrecht auf REINE Atemluft?
  • Gibt es Grenzwerte für Ammoniak in der Atemluft?
  • Könnte ich mit den propagierten Ammoniakmessstreifen eine Klage einreichen und diese als Beweismittel einsetzen?“

Saubere Luft als Menschenrecht wird häufig zitiert, denn v.a. in Grossstädten ist die Luft meist schlecht. Im Immisonsschutzbericht von Sachsen-Anhalt steht: „Saubere Luft ist ein Menschenrecht. Dort, wo die Luft mit Schadstoffen belastet ist, soll sie sauberer werden und wo sie eine hohe Qualität aufweist, soll keine Verschlechterung eintreten.“

Agrarbericht 2020 über Ammoniakemissionen

Der grösste Anteil des Ammoniaks aus der Landwirtschaft entweicht im Stall/Laufhof und bei der Gülleausbringung (je zwischen 32 und 35%). Die Entwicklung des Tierbestandes hat einen grossen Einfluss auf die Ammoniakemissionen. Dieser ist aber seit 25 Jahren konstant hoch, demzufolge auch die Ammoniakemissionen!

Der Bundesrat hat Massnahmen beschlossen

Das Umweltziel „Ammoniakemissionen“ ist längst nicht erreicht. Der Bundesrat hat u.a das Folgende beschlossen: Nachdem Verfahren zur emissionsarmen Ausbringung von Hofdüngern während über zehn Jahren vom Bund finanziell gefördert worden sind, gilt es heute als Stand der Technik. Der Bundesrat hat beschlossen, solche Verfahren – zusammen mit der dauerhaften Abdeckung von Güllelagern – ab dem 1. Januar 2022 in der Luftreinhalte-Verordnung und in der Direktzahlungsverordnung zur Pflicht zu machen (vgl. Website BLW).

In der EU gelten seit 1.1.16 strengere Richtlinien für das Ausbringen von Gülle (Gülle ausbringen: Diese Techniken sind weiter erlaubt.) und wenn Hofdünger auf Äcker ausgebracht werden, dann müssen sie innert vier Stunden eingearbeitet werden. So hinkt die Schweiz mit Umweltmassnahmen in der Landwirtschaft oft viele Jahre hinter der EU her.

Statt Grenzwert „Critical Level/Load“

Die Luftreinhalte-Verordnung (LRV) legt keinen Immissionsgrenzwert für Ammoniak fest, jedoch wird der Critical Level der United Nations Economic Commission for Europe (UN/ECE) in der Praxis einem Immissionsgrenzwert gleichgesetzt. Er definiert die kritische Konzentration bzw. Dosis eines Schadstoffes in der Atmosphäre. Überschreitet er den Grenzwert, können bei Pflanzen, Tieren oder Menschen nachteilige Effekte auftreten. Die entsprechenden Werte für Wälder, Moore usw vielerorts überschritten, dies aufgrund des hohen Tierbestandes siehe Es geschah am Mittwoch: stechiger Güllegestank wie noch nie!

Zwei Beispiele für „Critical Level“ Ammoniak:

1 μg NH3/m3 für empfindliche Moose und Flechten
3 μg NH3/m3 für höhere Pflanzen

Für Menschen habe ich keinen Critical Level bzw. Load gefunden, obwohl in entsprechenden Publikationen die Gefahr für die menschliche Gesundheit fast immer erwähnt ist. Die SUVA nennt aber einen MAK-Wert für Ammoniak am Arbeitsplatz: MAK 1 = 20 ppm, MAK 2 = 14 mg/m3.

Es dürfte schwierig sein, Bauern mit einer eigenen Messung einzuklagen, obwohl saubere Luft ein Menschenrecht ist. Was du machen kannst, das ist mithilfe deiner Messungresultate Massnahmen zur Emissionssenkung zu verlangen. Die Beratung sollte hier aktiv werden. Viele Faktoren spielen eine Rolle, etwa auch Temperatur. Hilfreiche Informationen gibt es hier von Agrofutura: Wissenstransfer Ammoniak.

Nationalrat: «Schweiz ist Misthaufen Europas»

In Bundesbern befasst man sich im Moment gerade mit Nährstoffen. Der Schweizer Bauer schrieb am 5.3.21: „Der Nationalrat will eine Offenlegungspflicht für Dünger und für an Landwirtschaftsbetriebe gelieferte Futtermittel. Er hat dies am Donnerstag mit 105 zu 89 Stimmen bestätigt. Wer die Lieferungen deklarieren muss, entscheidet gemäss dem Vorschlag des Nationalrates der Bundesrat.“ Der Ständerat hingegen sieht vor, dass Düngerlieferungen deklariert werden müssen, nicht aber die Futterlieferungen, was der Überdüngung keinen Riegel schiebt! Dieser Mist dürfte also noch nicht geführt sein!

Wenn niemand reklamiert, dann geschieht meist nichts! Dass sich die Politik überhaupt mit diesem Problem befasst, haben wir v.a. der Trinkwasserinitiative zu verdanken. Merci Franziska!

Viele Informationen zu Ammoniak auf Wikipedia

Immissionsschutzbericht 2019: Gute Luftqualität im Land. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, 29.10.20

Ammoniakemissionen. Agrarbericht 2020

Nationalrat: «Schweiz ist Misthaufen Europas». Schweizer Bauer vom 5.3.21

Gülle ausbringen: Diese Techniken sind weiter erlaubt. Agrarheute
14.1.21

Es geschah am Mittwoch: stechiger Güllegestank wie noch nie! Heidis Mist vom 5.3.21

Eigenartig …

2. März 2021

Raupe auf einem mit Vlies verbauten Bergwanderweg.

Raupe auf einem mit Vlies verbauten Bergwanderweg.

Wirtschafts-Kommission will Beizen früher öffnen – und die Taskforce zum Schweigen bringen.  Watson vom 28.2.21

Die Wissenschaft braucht das richtige Gehör – und keinen Maulkorb. SRF vom 1.3.21

Rache gegen Hilfswerke. Infosperber vom 24.12.20

Parmelin verpasst ETH-Forschern Maulkorb. Blick vom 10.11.19

1.3.21 HOME

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Der Schmutzli hat heute viel zu tun

6. Dezember 2020

Der geschützte historische Wanderweg beim Zwüschet Mythen SZ wurde massiv verbreitert, Bäume wurden gefällt ... alles illegal! Copyright: Tobeltoni

Der geschützte historische Wanderweg beim Zwüschet Mythen SZ wurde massiv verbreitert, Bäume wurden gefällt … alles illegal! Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Die Tür geht auf, ein kalter Wind zieht durch die Hütte und ein paar Schneeflocken fliegen durch die Luft.

Heidi: „Hoi Peter, mach rasch zu! Mich frierts.“

Mit einem Knall fällt die Tür ins Schloss und schon steht Peter am Ofen und wärmt die Hände.

Geissenpeter: „Heidi, hast du dem Schmutzli die Liste schon geschickt? Der Tobeltoni hat noch etwas.“

Heidi: „Natürlich ist sie schon weg, denn sie ist lang. Unter ‚R‘ habe ich sogar drei Namen drauf. Du kannst leicht erraten, wer sie sind.“

Geissenpeter: „ReRiRö?“

Heidi: „Klar!“

Geissenpeter: „Der Tobeltoni sagt, dass sie beim Zwüschet Mythen den historischen Wanderweg zerstört hätten. Wir waren mit Klara, Herrn Sesemann und Fräulein Rottenmeier dort und kehrten im Bergrestaurant ein. Vermutlich war es der Älpler.

Wanderer aus dem Unterland hatten dem Tobeltoni erzählt, dass jetzt aus dem schönen Wanderweg ein „Dreckweg“ geworden sei. Im Wiesenteil müsse man sogar neben dem Weg, respektive der Strasse, in der noch intakten Wiese gehen. Der Tobeltoni war einige Wochen nicht mehr im Mythengebiet auf Wanderung und hat deshalb die enormen Erd-Stein-Bewegungen mit dem grossen Bagger nicht gesehen. Er wundert sich nun sehr über die breite Strasse und die Beeinträchtigung der historischen Substanz. Und, was er nicht versteht, das ist, dass niemand realisiert hatte, dass da beim Bau der Strasse auch noch Bäume gefällt wurden, und das im ältesten Wildbanngebiet der Schweiz.

Stell dir vor, alles ohne Baubewilligung! Das ist besonders schlimm, da der Weg unter Denkmalschutz steht. Der Tobeltoni meint, man müsse die Strasse rückbauen. Und er bittet dich, das dem Schmutzli zu melden. Er soll sich dafür einsetzen.“

Heidi: „So eine Schweinerei! Ich weiss, das ist ein beliebter Weg. Wie haben wir doch die schöne Aussicht genossen! An jenem Tag waren viele Leute unterwegs. Ich werde das grad dem Schmutzli noch melden. Setz dich hin, bald kommt der Öhi aus dem Stall, dann können wir Nüssli knabbern und Lebkuchen essen. Der Samichlaus hat es gut gemeint mit uns. Auch gibt es noch Grittibänz-Resten vom Morgen. Mandarinen habe ich auch dieses Jahr wieder keine echten Satsuma aus Italien gefunden, Also habe ich nur Äpfel, aber unsere sind einfach gut.“

Geissenpeter: „Haha! Der Tobeltoni hat extra deine Mandarinen gesucht … und gefunden. Er lässt dich herzlich grüssen.“

Peter kramt in seinem Rucksack und legt ein paar schöne reife Mandarinen auf den von Heidi vorbereiteten Samichlaus-Tisch.

Heidi: „So lieb! Grüsse den Toni. Der Öhi wird sich gewaltig freuen. Er vermisst sie Jahr für Jahr.“

P.S.: Wenn nur der Schmutzli auch Heidis Schreibfehler korrigieren würde! Hat sie doch tatsächlich Grittibänz mit „tz“ geschrieben. Nun ja, man braucht das Wort nur einmal im Jahr.

Aus Bergwanderweg beim Zwüschet Mythen wird eine «Autobahn». March Anzeiger vom 22.11.20

Kein Baugesuch – Wanderweg zwischen Mythen unrechtmässig verbreitert. PILATUS TODAY vom 18.11.20

So wird aus einer mageren Alpweide eine Unkrautweide. Heidis Mist vom 17.8.17

6.12.20 HOME

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In der Schweiz gelten strengere Richtlinien! Wirklich? Das Alp-Kuh-Wunder Bella (2)

9. Oktober 2020

Im Jahre 2001: Die Bio-Milchkühe Luna und Viola auf einer konventionellen Alp.

Im Jahre 2001: Die Bio-Milchkühe Luna und Viola auf einer konventionellen Alp.

Anno 2001 lebte die Milchkuh Luna auf dem Betrieb des Bio-Bauern Meier. Sie ist die Ur-Ur-Grossmutter von Bella, dem Alp-Kuh-Wunder. Es herrschte damals grosse Aufregung in der Bio- und Alpszene, denn das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hatte die Bioverordnung in Anlehnung an das EU-Gesetz geändert. Was dann folgte, das erzählte Luna ihrer Tochter Viola. Weil die Geschichte für Violas Nachkommen von grosser Bedeutung ist, wurde sie von Generation zu Generation weitervermittelt.

  • Das damalige Problem: Der Bio-Status geht bei der Sömmerung auf konventionellen Alpen verloren.
  • Die vorübergehende Lösung: Der Bio-Status bleibt auf konventionellen Alpen erhalten.
  • Und die Versprechung des BLW: Das BLW wird sich dafür einzusetzen, dass es künftig nur noch Bio-Alpen gibt.

Luna zu Viola: „Die neue Regelung schreibt vor, dass unser Biostatus verloren geht, wenn wir länger als 30 Tage auf einem Nichtbiobetrieb sind. Nach der Alpabfahrt müssen wir also wieder auf Bio umgestellt werden.

Bio Suisse schlug vor, dass vertraglich mit den Alpmeistern zu vereinbaren sei, dass keine Dünger und Pflanzenbekämpfungsmittel eingesetzt werden, welche im Biolandbau verboten sind.

Das Herbizidverbot gegen Blacken wollten die Glarner Biobauern nicht akzeptieren und legten Rekurs gegen diese Weisung ein, denn sie befürchteten, dass die konventionellen Alpbewirtschafter nicht auf chemische Blackenbekämpfung verzichten wollten, und es dadurch an Alpplätzen für Bio-Tiere mangeln würde. Dadurch würde die Bestossungszahl kleiner, was ein Verlust für die Alpwirtschaft wäre. Und schliesslich würde dadurch der Konflikt zwischen Bio und Konventionell wieder geschürt.

Barbara Sulzer sagte, dass ein Abspritzen der Blacke ohne grundlegende Änderung der Bewirtschaftung gar nichts nützt, womit sie natürlich recht hat. Sie fand es auch schade, dass die Alpen dadurch in biokonforme und konventionelle unterteilt würden. Die Alp ist für sie ein Gebiet mit speziellem Naturcharakter. Sulzer vertrat die Meinung, man müsse bestrebt sein, die Alpen als „Naturreservat“ zu bewahren und sie konsequenterweise biologisch bewirtschaften. Das naturnahe Image der Schweizer Alpwirtschaft sei ausserdem sehr wichtig für die Vermarktung und den Tourismus.

Die Glarner Biobauern forderten vom BLW ein generelles Herbizidverbot auf Alpen in der Schweiz, verankert in der Sömmerungsbeitragsverordnung. Der Mehraufwand für mechanische Unkrautbekämpfung solle durch höhere Direktzahlungen abgegolten werden. Bis eine solche Änderung realisiert sei, sollten wir, die Tiere von Biobetrieben, uneingeschränkt auf konventionellen Alpen gesömmert werden können.

Weisst du Viola, die Bauern erreichen fast immer, was sie wollen. Das BLW stieg auf die Forderung der Glarner Biobauern ein, hob die geplanten Einschränkungen zur Sömmerung von Bio-Kühen auf konventionellen Alpen auf. Alles solle vorläufig beim alten bleiben.

Längerfristig will das BLW jedoch den Gedanken, Alpen ganz biologisch zu bewirtschaften, das heisst, auch auf Herbizide zu verzichten, zusammen mit dem Schweizer Alpwirtschaftlichen Verband (SAV) weiterverfolgen.“ Der Tradition entsprechend, hat Fiona, die Enkelin von Viola, diese Geschichte ihrer Tochter Bella erzählt.

Bella, die Ur-Ur-Enkelin von Luna meint: „Offensichtlich hat das BLW das Versprechen „Bio-Alp“ vergessen. Wir müssen das laut nach Bern muhen!“

Quelle: zalp, Zeitung der Älplerinnen und Älpler, Nr. 12 Sommer 2001, Seite 26, Sind die Alpen Gift für die Biokuh? Barbara Sulzer.

Heidis 35 Artikel über Herbizide auf Alpen

9.10.20 HOME

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Rurale Aristokratie funktioniert

10. Juni 2020

NaNa

Die Aristokratie à la Suisse lebt:
Genossame (Korporationen) und Burgergemeinden haben als geschlossene Gesellschaften die bösen gottlosen proletarischen Bestrebungen zu Reformation und Zivilgesellschaft überlebt und verwalten heute als grosse Landbesitzer Immobilien, Alpen und Pacht-Betriebe. Wohl mit gut optimierten Steuerabgaben, wenn überhaupt.

Das Nutzungsrecht (quasi Dividenden) wird ‚vererbt‘ nach Abstammung (Namen des Vaters). Leider müssen heutzutage auch Frauen aufgenommen werden. Der Einfluss in der Region kann enorm sein, bis in die oberste Behörde des Kantons.

Vollzugsbehörden z.B. Umweltämter haben da oft einfach kein Brot oder sind als Marionetten gewählt worden. s. Heidis Mist: Alpschweine.

Schweizer Gemeindestudien

Genossame Schwyz

Genossame Ingenbohl

Die Bürgergemeinde Chur, siehe Chronik Seite 33

Alpschweine erobern den Grillplatz. Heidis Mist vom 8.6.20

10.6.20 HOME

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Kanton Jura: Feuer trotz Verbot!

27. April 2020

Rauchendes Feuer trotz grosser Waldbrandgefahr am 25.4.20 in der Nähe von Tramelan im Kanton Jura.

Rauchendes Feuer trotz grosser Waldbrandgefahr am 25.4.20 in der Nähe von Tramelan im Kanton Jura.

Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt vom 25. bzw. 27.4.20

Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt vom 25. bzw. 27.4.20

Wer von Tramelan mit dem Bus 133 Richtung Saignelégier fährt, überquert nach der Station Les Reussilles, bif Montfaucon die Grenze zwischen dem Kanton Bern und dem Kanton Jura. Kurz nach der Grenze 250 Meter südlich brannte am 25.4.20 ein Feuer im Wald, dies trotz stricktem Verbot wegen grosser Waldbrandgefahr, Stufe 4 „Absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe“. Der Fahrer des Autos mit BE-Nummernschild missachtete diese Massnahme, riskierte damit einen Schaden für die Öffentlichkeit und verpestete zudem die Luft.

Umweltgesetze werden oft missachtet. Der Vollzug ist mangelhaft.

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“. Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

Neben der Feuerstelle stand ein Auto mit BE-Nummernschild und eine Säge lag am Boden.

Neben der Feuerstelle stand ein Auto mit BE-Nummernschild und eine Säge lag am Boden.

Keine Wald-Idylle!

Keine Wald-Idylle!

27.4.20 HOME

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Almeria – Fruit labourers: ‚If you don’t want to work like a slave, you’re out‘

20. April 2020

Copyright: BBC

Copyright: BBC

Über die Sklavenhaltung in unserer Zeit liesse sich endlos schreiben. Hier ein Link zu einem Video (5 Minuten, 42 Sekunden) von BBC:

„Spain is one of the largest producers of fruits and vegetables in the world. The southern region of Almeria is known for what the Spanish call the sea of plastic.

Cheap plastic greenhouses cover tens of thousands of hectares and migrant workers pick the fruits and vegetables that are sold in European supermarkets.

The BBC has spent several months investigating allegations of exploitation there.

Video produced by Juan Antonio Dominguez and Bruno Boelpaep

Fruit labourers: ‚If you don’t want to work like a slave, you’re out‘. BBC vom 20.4.20

Wir bringen ihnen Seife, aber sie haben kein Wasser, Heidis Mist vom 10.4.20

Haciendas Bio Almeria: Ausbeuterische Arbeitbedingungen, Gesetzesverstösse und Hungerlöhne. Heidis Mist vom 2.4.20

20.4.20 HOME

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Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“

15. April 2020

Trotzgrosser Waldbrandgefahr und Feuerverbot brennt es heute, 15.4.20, wieder im Berner Jura. Copyright: Hans T.

Trotz grosser Waldbrandgefahr und Feuerverbot brennt es heute, 15.4.20, wieder im Berner Jura. Copyright: Hans T.

Waldbrandgefahr Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe

15.4.20 – Medienmitteilung; der Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter

Im Kanton Bern herrscht auf Grund der Trockenheit grosse Waldbrandgefahr. Deshalb gilt im ganzen Kanton ab sofort ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Das Verbot gilt bis auf Widerruf.

Alle Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter des Kantons Bern haben aufgrund der Gefahrenstufe 4 «gross» ein Feuerverbot im Wald erlassen: Das Entfachen von Feuer im Wald oder in Waldesnähe (Mindestabstand 50 Meter) ist bis auf Widerruf im ganzen Kanton untersagt.

Bei Wind auf Feuer verzichten

Ausserhalb der Verbotszonen darf Feuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen und mit grösster Vorsicht entfacht werden. Bei Wind muss ganz darauf verzichtet werden. Die Anweisungen der lokalen Behörden sind zu befolgen.

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

15.4.20 HOME

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Alles auf Pump?

14. April 2020

NaNa:

Nein zur staatlichen Marktverzerrung!
Nein zu Zwangsabgaben für Gewerbe und Gemeinden!
Nein zur aufgeblähten Tourismusbürokratie!
Nein zur Steuergeldverschwendung in Sparzeiten!
Nein zur Planwirtschaft!

Stille Reserven: Wikipedia: Stille Reserven verkleinern den zu versteuernden Gewinn und dienen der langfristigen Sicherung des Unternehmens, da sie in schlechten Zeiten verwendet werden können.

Firstbudget.ch (Beratung für Jugendliche): Rückstellungen: Von einigen Ausgaben wissen wir zum Voraus nicht, ob sie effektiv anfallen werden. Wie hoch beispielsweise unsere Arzt- und Zahnarztkosten sein werden, können wir nicht immer einschätzen. Es lohnt sich, für diese Ausgaben einen Betrag festzulegen und Rückstellungen zu bilden.

6.3.20: SVP: Der Bundesrat muss endlich Lösungen für die Menschen in der Schweiz bieten

13.3.20: Erste Massnahmen, Versammlungsverbote ab 50/100 Personen, Sonderfonds mit einer Milliarde Franken für Notfälle in der Wirtschaft. Der Bundesrat will eine Entlassungs- und Konkurswelle verhindern. Zentrale Instrumente sind die Arbeitslosenversicherung, Bürgschaften und ein spezieller Härtefall-Fonds.

16.3. bis 19.4.20: Lockdown, ausser Lebensmittel, Apotheke, Arzt

17.3.20 NZZ: Wirtschaft am Abgrund: Der Bundesrat muss das Tempo erhöhen

18.3.20: Die Zürcher City-Vereinigung fordert vom Bund und Kanton ein «rasches und griffiges Massnahmenpaket für private Unternehmen».

18.3.20: Handelszeitung: Der Bund muss die Wirtschaft retten. Corona bedroht die KMU, das «Rückgrat der Schweizer Wirtschaft». Nun muss der Bundesrat entschieden handeln.

18.3.20: SRF: Berner KMU-Verband fordert Hilfe.

Heidi: …

23.3.20: Luzerner Zeitung: Corona-Virus: UBS erwartet Wirtschaftseinbruch aber auch Erholung in zweiten Jahreshälfte. Die Bekämpfung der Corona-Epidemie führe laut UBS zu einem starken Einbruch des Schweizer Wachstums im ersten Halbjahr. Eine Wirtschaftskrise liesse sich aber durch eine starke Reaktion der Fiskalpolitik verhindern.

9.4.20: Schweizer Bauer: Coronakrise, SBV: «Es gibt genügend Erntehelfer»

14.4.20: Frankfurter Rundschau: Wirtschaft während Corona: Amazon profitiert von Krise – und stellt zehntausende weitere Mitarbeiter ein

Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt. Wer hat soviel Pinke-Pinke, wer hat soviel Geld?  Gus Backus, youtube

Wird auch die Entwicklungshilfe aufgestockt?

2.4.20: Solidar.ch: Corona: Katastrophale Textilindustrie: Die weltweiten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben den Kauf von Kleidung und vielen anderen Konsumgütern stark reduziert. Grosse Modekonzerne stornieren nun abrupt ihre Bestellungen in Bangladesch und Kambodscha und handeln damit völlig verantwortungslos. In den nächsten Monaten könnten Millionen von ArbeiterInnen arbeitslos werden. NäherInnen in Bangladesch und Kambodscha stehen ohne soziale Absicherung und Arbeitslosenunterstützung vor dem finanziellen Ruin.

26.3.16: SRF: SVP will Entwicklungshilfe kürzen. Die SVP wollte 2016 die Entwicklungshilfe kürzen. Gibt es Parteien, welche in der heutigen prekären Lage der Drittweltländer die Entwicklungshilfe massiv erhöhen wollen? Oder sind wir SchweizerInnen uns selbst am nächsten?

14.4.20 HOME

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