Archive for the ‘Klima’ Category

Temperatur-Blick auf die Erde

21. Oktober 2020
Beschleunigte globale Erwärmung. Copyright: James Hansen and Makiko Sato.

Beschleunigte globale Erwärmung. Copyright: James Hansen and Makiko Sato.

In den letzten fünf Jahren hat die globale Temperatur deutlich stärker zugenommen als es aufgrund des stabilen Trends von 0,18°C pro Jahrzehnt der letzten 50 Jahre zu erwarten wäre. Die globale Erwärmung hat sich beschleunigt.

Klimafachleute der Columbia University, James Hansen und Makiko Sato, kommen zum Schluss, dass die beschleunigte Erwärmung durch eine zunehmende globale Klimakraft verursacht wird, besondere durch einen bedeutenden Antrieb, der nicht gemessen wird: atmosphärische Aerosole.

Dieses Thema wird ausführlich im Kapitel 33 von Sophies Planet diskutiert, einem Buch, das Hansen am Schreiben ist. Kritik zu allen Kapiteln ist erwünscht.

Hier finden Sie die bereits vorhandenen Kapitel von Sophies Planet und weitere Publikationen von James Hansen wie die Kurzpublikation Accelerated Global Warming.

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Tag der Tropenwälder: Abholzen, abbrennen, abschlachten

14. September 2020
Tagtäglich werden grosse Urwaldflächen abgebrannt.

Tagtäglich werden grosse Urwaldflächen abgebrannt.

Danke, liebe Leserin, dass du mich auf den heutigen „Tag der Tropenwälder“ (14.9.20) aufmerksam gemacht hast, ein trauriges Thema ohne Ende.

tagesschau.de berichtet darüber, Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur:

Der heutige Tag der Tropenwälder soll auf die gefährdete grüne Lunge der Erde aufmerksam machen. Deren Vernichtung wird durch die Corona-Pandemie verstärkt – so auch in Indonesien.

Die Waldbrandsaison in Indonesien ist im vollen Gange, auf dem indonesischen Teil Borneos herrscht seit Juli Alarmzustand – Trockenzeit und Brandrodung sind eine grosse Gefahr für die tropischen Wälder Indonesiens.

Das Land hat weltweit die drittgrösste Waldfläche und es ist typisch für die bewaldeten Länder der Welt: Die haben rund um den Globus einen grossen Anteil an armen Einwohnern. Und deshalb sind die Wälder zum Beispiel in Indonesien in diesem Jahr besonders gefährdet: Corona trifft die Menschen hart, die Einbussen in Wirtschaft und Tourismus lassen viele leiden.

Lesen Sie weiter: Tag der Tropenwälder: Abholzen, abbrennen, abschlachten.  tagesschau.de vom 14.9.20.

Hier die Zwischentitel des Beitrags von Lena Bodewein. Weitere Beiträge von tagesschau.de sind verlinkt, siehe unten.

Reiche Wälder, arme Bevölkerung

Palmölplantagen bedrohen Orang-Utans

Entwaldung steigt um 50 Prozent

Urwald in Brasilien: Zerstörung im Schatten der Corona-Krise. Von Matthias Ebert, ARD-Studio Rio de Janeiro, tagesschau.de vom 23.5.20

Brasilianischer Regenwald: Illegale Abholzung steigt um 34 Prozent. tagesschau.de vom 7.8.20

„Tag des Amazonas“: Kein Ende der Brandrodungen im Regenwald. tagesschau.de vom 5.9.20

Heidis 36 Artikel über das Palmöl-Problem

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Verschmutztes Trinkwasser? Kein Problem!

22. August 2020
Diesen schönen Cartoon von NaNa hat Heidi schon im März 2018 veröffentlicht. Einfach schön und zeitlos aktuell!

Diesen schönen Cartoon von NaNa hat Heidi schon im März 2018 veröffentlicht. Einfach schön und zeitlos aktuell!

Die Industrie verspricht uns, dass sie für alle Probleme eine Lösung hat, sei es Klimawandel, verschmutzes Trinkwasser, Abfall usw. Das klimaneutrale Valser-Wasser von Coca-Cola trifft angeblich vier Fliegen auf einen Streich! Wirklich? Zitat aus der Homepage von Coca-Cola Schweiz: „Die neue Kampagne von VALSER macht den klimafreundlichen Lebensstil zum Thema.“

Lebe #klimafreundlich, trink #klimafreundlich

Heidis Empfehlung:

Teufelsstein und Bergkristall

Wer erhält den «Teufelsstein» für den absurdesten Transport, wer den «Bergkristall» für die sinnvollste Transportpraxis? Die Alpen-Initiative ruft zur Abstimmung auf.

Heidi hat gestimmt für „Verkauf von Wasser der Marke «Berg» aus grönländischem Gletschereis durch Manor“.

Teufelsstein und Bergkristall. Josef Ritler, seniorenweb vom 19.8.20

Sankt Marketin – Beschützer der Ökonomen! Heidis Mist vom 23.3.20

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Mottfeuer im Berner Jura

19. August 2020
Mottfeuer vom 7.8.20 an der Hauptstrasse von Tramelan Richtung Saignelégier.

Mottfeuer vom 7.8.20 an der Hauptstrasse von Tramelan Richtung Saignelégier.

Am 7.8.20 brannte im Jura wieder ein Mottfeuer. Bei dieser Gelegenheit veröffentlicht Heidi endlich den Brief aus Bern, welchen sie aufgrund der April-Mottfeuer vom zuständigen Berner Amt erhalten hatte. Darin wird die rechtliche Lage erläutert und es werden Tipps abgegeben.

Die aktuelle Meldung war kurz, das Mottfeuer für viele gut sichtbar an der Hauptstrasse von Tramelan Richtung Saignelégier.

Hallo Heidi

Leider wieder Mottfeuer, an der Hauptstrasse Richtung Saignelégier Jura …

Antwort auf Heidis April-Briefe von Hans-Peter Tschirren, Leiter Immissionsschutz a.i. der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern, Amt für Umwelt und Energie, Abteilung Immissionsschutz, Datum: 23.4.20.

Zu Ihren Eingaben vom 15., 16. und 21. April 2020 äussern wir uns in Absprache mit dem Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) sehr gerne wie folgt:

Das Feuern im Freien ist in der Schweiz erlaubt, sofern nicht zu viel Rauch entsteht und das richtige Material verwendet wird: unbehandeltes trockenes Holz, natürliche und trockene Wald-, Feld-, und Gartenabfälle. Mottfeuer sind verboten.

Das Verbrennen auf Waldareal ist grundsätzlich untersagt. Dies gilt auch für Schlagabraum aus dem Wald, der innerhalb von 30 Metern auf angrenzendem Landwirtschaftsland verbrannt wird.

Die zuständige Waldabteilung des AWN kann jedoch eine Bewilligung erteilen. Dazu finden Sie Detailinformationen im Merkblatt «Schlagabraum im Wald» .

Mit korrektem Feuern entsteht kaum Rauch. Unser Film «Stopp Mottfeuer – so feuern Sie ohne Rauch» zeigt dies auf.

Für die Kontrolle ist die Polizei zuständig. Wenn das Feuer nicht korrekt bewirtschaftet wird und zu stark raucht, kann – auch wenn eine Bewilligung vorliegt – Anzeige erstattet und eine Busse verhängt werden. Das Gleiche gilt für das Verbrennen von Schlagabraum ohne Bewilligung.

Die Bewirtschaftung der Wytweiden obliegt den jeweiligen Besitzern und der Kanton schreibt nicht vor (auch sonst im Wald nicht), wie das Holz verwendet werden muss, das gefällt wird. Die Forderung einer alternativen Nutzung müsste über den politischen Weg eingebracht werden.

Ab der Waldbrandgefahrenstufe «erheblich» ist die Verbrennung von Schlagabraum verboten. Zudem sind Massnahmen zu treffen, die ein unkontrolliertes Ausbreiten des Feuers (Waldbrand) und Schäden am angrenzenden Baumbestand verhindern.

Mit dem AWN, der Polizei und auch mit den Gemeinden pflegen wir einen regen Kontakt. Dabei sind wir bemüht, die Bevölkerung und die lokalen Behörden für die Problematik der Mottfeuer zu sensibilisieren.

Wir schätzen Ihr Engagement für die Umwelt sehr und stehen Ihnen für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

Hans-Peter Tschirren, Leiter Immissionsschutz a.i.

Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern, Amt für Umwelt und Energie, Abteilung Immissionsschutz

Laupenstrasse 22, 3011 Bern

www.be.ch/luft

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

19.8.20 HOME

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„Wir stehen zusammen, oder wir fallen auseinander“

19. Juli 2020
Im Rahmen der «Agenda 2030» hat die UNO im Jahr 2015 für eine nachhaltige Entwicklung 17 Ziele verabschiedet. Sie richten sich an alle: Staaten, die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft. Ziel 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten. Dieses Ziel ist nicht einmal in der Schweiz erreicht, bei weitem nicht!

Im Rahmen der «Agenda 2030» hat die UNO im Jahr 2015 für eine nachhaltige Entwicklung 17 Ziele verabschiedet. Sie richten sich an alle: Staaten, die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft. Ziel 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten. Dieses Ziel ist nicht einmal in der Schweiz erreicht, bei weitem nicht!

UNO-Generalsekretär António Guterres überbringt eine eindringliche Botschaft zum Mandela-Tag: „Ungleichheit bestimmt unsere Zeit.“

Globale Risiken, die jahrzehntelang ignoriert worden seien – insbesondere unzureichende Gesundheitssysteme, Lücken im Sozialschutz, strukturelle Ungleichheiten, Umweltzerstörung und die Klimakrise – seien aufgedeckt worden, sagte er. Die Schwächsten leiden am meisten: Menschen, die in Armut leben, ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen und Vorerkrankungen

Guterres: „Während wir alle auf demselben Meer treiben, ist es klar, dass einige in Superyachten sitzen, während andere sich an den treibenden Trümmern festhalten.“

Die Welt, so schloss er, stehe an einem Scheideweg, und es sei an der Zeit, dass die führenden Politiker entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen. Die von Guterres vorgestellte Wahl besteht zwischen „Chaos, Spaltung und Ungleichheit“ oder darin, das Unrecht der Vergangenheit zu berichtigen und gemeinsam vorwärts zu gehen, zum Wohle aller.

‘Inequality defines our time’: UN chief delivers hard-hitting Mandela day message. UN-News vom 18.7.20

19.7.20 HOME

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Fridays for Future – Netzstreik fürs Klima!

24. April 2020
Ausgetrocknetes Bachbett.

Ausgetrocknetes Bachbett.

Wenn Regen ausbleibt, dann ist der Schutz der Bäche und Flüsse besonders wichtig. Ludwig Tent zitierte in seinem Vortrag auf dem 3. Internationalen Leipziger Auenökologiesymposium: „Beim Betrachten unserer Gewässer in der Landschaft aus der Satelliten-Perspektive fällt ins Auge, wie kahl unsere Landschaft geworden ist. Gewässerrandstreifen fast nirgendwo, dementsprechend fehlt der charakteristische Baumsaum, gar der Auwald, flächendeckend. Daraus resultiert ein Überheizen grundwassergespeister Strecken und eine permanente Stresssituation der sie von Natur aus bewohnenden kalt-stenothermen Arten (Baur 2013).“ (stenotherm: Bezeichnung für Organismen, die nur in einem engen Temperaturbereich leben können.)

Programm 2019: 3. Internationales Leipziger AuenökologiesymposiumWirklich alte Bäume und bewegtes Wasser für die Auenwälder Europas. 10. bis 12. September 2019 – Leipzig. Naturschutz und Kunst – Leipziger Auwald e.V.

Fridays for Future – Klimastreik am 24. April 2020. Osmerus‘ Blog – Lebendige Bäche und Flüsse, Ludwig Tent, 24.4.20

Regen, wo bleibst du nur? SRF vom 20.4.20

Gülle und Trockenheit: In den Thurtaler Bächen hat es zu viel Nitrat. Tagblatt Ostschweiz vom 21.4.20

Trockenheit wird zum Problem: Die Ostschweiz wartet auf einen Dauerregen. Tagblatt vom 25.4.20

Pestizide im Grundwasser: Wegen der Trockenheit wird im Berner Seeland zur Bewässerung von Kulturen Grundwasser aus Brunnen gepumpt, das mit dem Pestizid Chlorothalonil belastet ist. SRF vom 21.4.20

Resilienz in Zeiten des Coronavirus. Regula Hug, Resilienz-Coaching vom 24.4.20

24.4.20 HOME

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Hindernisse in der Kreislaufwirtschaft

1. April 2020
Die Gewürzgläschen von Butty hatten früher einen abnehmbaren Deckel (rechts). Man konnte das Gäschen mit eigenen Gewürzen oder Gewürz aus Nachfüllbeuteln füllen ...

Die Gewürzgläschen von Butty hatten früher einen abnehmbaren Deckel (rechts). Man konnte das Gäschen mit eigenen Gewürzen oder Gewürz aus Nachfüllbeuteln füllen …

Kreislaufwirtschaft wird propagiert. Sie soll unsere Probleme mit dem Abfall und der Verschwendung lösen. Doch es gibt viele Hindernisse und der „Kreis“ dürfte immer offen bleiben! Denken wir nur an die vielen „Sorten“ von Plastik, an all die Zusatzstoffe für verschiedene Verwendungszwecke, die das Recycling erschweren. Ein weiteres Hindernis ist, dass die Erdölfirmen das nicht gerne sehen und es in den USA bereits Widerstand gegen „Plastik-Sparen“ gibt. Leider hat Heidi diese Informationsquelle „verloren“.

Verdoppelung der Plastikproduktion

Gestern berichtete The Guardian, dass die Weltproduktion von Plastik in den nächsten 10 bis 15 Jahren verdoppelt wird. Für die Bevölkerung in den ärmsten Ländern bedeutet dies: mehr Plastikverschmutzung, mehr CO₂ und tödliche Immissionen durch das Verbrennen im Freien.

Der "gute" alte Deckel und die Streuhilfen.

Der „gute“ alte Deckel und die Streuhilfen.

Das Bestreben der Erdölfirmen ist logisch: Mehr e-Mobilität -> weniger Erdölverbrauch -> Ausgleich mit Plastik, denn die Wirtschaft muss wachsen. Der weltweit grösste Gewürzhersteller, die amerikanische McCormick & Company, hat die Butty-Gewürzdöschen geändert. Der Deckel besteht aus wesentlich mehr Plastik und ist fest mit dem Glas verbunden. Daher können weder Glas noch Deckel recycliert werden. Das bedeutet mehr Abfall und mehr Rohstoffverlust, aber mehr Wirtschaftswachstum. Volkswirtschaftlich ist es ein Blödsinn.

... und man konnte grössere Mengen bequem herausnehmen, etwa Zimt für Guetzlis.

… und man konnte grössere Mengen bequem herausnehmen, etwa Zimt für Guetzlis.

Im VOLG-Onlineshop ist das Butty-Curry-Gewürz noch mit dem alten Drehverschluss abgebildet, die übrigen drei mit neuem Deckel.

Nachtrag zur Klärung von Anfragen: Heidi hat eine gewisse Anzahl „uralte“ Butty-Gläschen und verschiedene Streueinsätze. In diese Gläschen füllt sie jeweils Kräuter aus dem eigenen Garten oder aus Nachfüllbeuteln. Zum Einkaufen von Gewürz-Nachfüllbeuteln muss sie aber in die Stadt reisen. Als Heidi im Dezember Zimtsterne backen wollte, kaufte sie notfallmässig ein Gläschen im VOLG-Dorfladen … und war enttäuscht. Es war auch sehr mühsam, die notwendige Menge durch den Streudeckel herauszukriegen!

Butty-Gewürze, McCormick

Report reveals ‘massive plastic pollution footprint’ of drinks firms. The Guardian vom 31.3.20

1.4.20 HOME

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Wo ist die Kostenwahrheit?

7. März 2020

NaNa: Ob Verkehr, Rohstoffquellen, Lebensmittel, Kleidung: Wo –  ja – wo denn ist die Kostenwahrheit?

Zitat aus dem Interview mit Ernst Fehr (Wikipedia) im Tages-Anzeiger vom 14.1.20:

Ob Grundnahrungsmittel oder Zementindustrie: Sie würden kein Produkt und keine Branche von der Klimasteuer ausnehmen?
Es sollte keinerlei Ausnahmen geben, wir brauchen hier echte Kostenwahrheit. Es darf höchsten Übergangsfristen mit anfänglich niedrigeren Steuern geben. In Bezug auf die Kostenwahrheit sind sich eigentlich auch alle Volkswirte von links bis rechts einig, was ja ansonsten nicht immer der Fall ist.“

Sie glauben, dass der Markt ohne Klimasteuer nicht zu dieser Kostenwahrheit führt, etwa wenn Wasser und Nahrungsmittel wegen des Klimawandels knapp werden?
Dann ist es zu spät. Ausserdem treffen die Folgen des Klimawandels nicht unbedingt diejenigen, die ihn verursachen. Nein, wir brauchen eine Klimasteuer, wir brauchen die Politik. Die Verhinderung der Klimaerwärmung ist geradezu ein Paradefall von legitimer Staatsintervention. Denn individuelle Akteure erzeugen negative externe Effekte. Da muss der Staat eingreifen, das ist Lehrbuchwissen. Darum sind sich ja alle Volkswirte einig. Die Verhinderung der Klimaerwärmung ist ein öffentliches Gut,eines der grössten und wichtigsten für die ganze Menschheit“

Es braucht eine neue Kostenwahrheit und Wertschätzung

 

«Es braucht eine Klimasteuer – auch auf Fleisch». Tages-Anzeiger vom 14.1.20.

«Bio wäre eigentlich günstiger». Schweizer Bauer vom 20.2.20

Wer billig kauft, kauft teuer – Kostenwahrheit bei Lebensmitteln. Ethik-Guide

Entdecken Sie “Was unser Essen wirklich kostet“! Nature & More

Nach diesem Handyrohstoff buddeln Kinder metertief. Welt vom 30.1.10
Der Rohstoff Coltan wurde in grossem Stil im Norden Kanadas abgebaut. Neue Umweltschutzvorschriften in den USA
und Kanada führten jedoch innerhalb weniger Jahre dazu, dass sich das Geschäft für westliche Produzenten nicht mehr
lohnte –
zu streng sind die Vorgaben, zu teuer die Produktion … „Dieser regulatorische Vorteil für die Chinesen führte dazu, dass die globale Produktion innerhalb von 25 Jahren nach China abwanderte“, sagt K. C. Chang, Analyst bei IHS in Kanada.

Wie geht nachhaltige Mode? salto vom 12.11.29

7.3.20 HOME

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Feuer in Australien -> Luftverschmutzung in Neuseeland

4. Februar 2020
Sonne am 1.1.20 in Nelson, Neuseeland. Verdunkelung wegen Luftverschmutzung durch die Feuer in Australien. Copyright: Röbi.

Sonne am 1.1.20 in Nelson, Neuseeland. Verdunkelung wegen Luftverschmutzung durch die Feuer in Australien. Copyright: Röbi.

Liebe Heidi

Ich hoff es goht dir guet und bisch guet im neue Johr. Scho isch es Februar.

Unglaublich, dass es bei euch in den Niederungen noch keinen Schnee gibt. Jemand aus dem Bündnerland sagte, sie hätten genügend Schnee. 

Wir haben in Neuseeland nicht so viele Niederschläge. In Oamaru gab es gestern und heute Regenschauer. Zum Glück haben wir in Oamaru noch keine Wasser-Restriktionen.

Es wird hier immer trockener und die Brandgefahr immer grösser. Es gab auch schon ein paar Brände und es brennt nördlich von Christchurch. Doch sind wir nicht in Australien, aber die dortigen Brände spüren wir auch hier. Rauch und Asche kommen bis hierher und haben recht grosse Auswirkungen auf unser Wetter und teilweise auch auf die Gesundheit von Menschen. Je nach Wind stärker oder je nach dem mehr im Norden und dann wieder im Süden spürbar.

In Oamaru verdeckten am 1. Januar 2020 Rauch und Asche um die Mittagszeit die Sonne so stark, dass es unheimlich dunkel wurde. Die Strassenbeleuchtung wurde eingeschaltet und die Autos fuhren mit Licht. Ich war in Nelson. Dort wurde die Sonne so stark abgedeckt, dass sie rot erschien. Das Wetter veränderte sich negativ; es wurde recht kühl und der Himmel war gelb-bräundlich und die Sicht war gar nicht gut.

Es brennt in Australien immer noch und nun vorallem um die Hauptstadt Canberra. Und gestern wehte der Wind in unsere Richtung und brachte einen gelben Horizont und frühe Dunkelheit.

Best wishes

Röbi

Helicopters, firefighters battle intense scrub fire in north Canterbury. Blistering hot weather and strong winds are fanning a scrub fire in north Canterbury tonight. Two helicopters and nine firefighting crews are battling the blaze on the banks of the Ashley River. No buildings are under threat. It’s the third significant fire in the region today, which is suffering from extremely dry conditions. 1News 2.2.20

4.2.20 HOME

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Blick zurück nach Rio de Janeiro 1992

20. Januar 2020
Severn Cullis-Suzuki am Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992. Copyright: BBC/Peter Caires.

Severn Cullis-Suzuki am Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992. Copyright: BBC/Peter Caires.

Das 50. World Economic Forum (WEF) steht im Zeichen des Klimas. Alle Teilnahmer sollen „net-zero“ Klimaziele setzen.

Morgen, 21.1.20 um 10.45 Uhr redet unsere Bundespräsidentin, Simonetta Sommaruga. Heidi hofft, dass sie sich nicht zum Klima äussern wird, denn, was sie kürzlich dazu erzählt hat, gehört in die Welt der Märchen: „Wir müssen nicht verzichten.“ Ihre Aussage ist, gelinde gesagt, naiv. Unmittelbar danach folgt Donald J. Trump, Präsident der USA.

The child who tried to save the world … in 1992

Am 9.1.20 veröffentlichte BBC das animierte Video The child who tried to save the world … in 1992. Die Kanadierin Severn Cullis-Suzuki, damals 12-jährig, warnte bereits im Jahre 1992 am Erdgipfel in Rio de Janeiro vor der Umweltkrise. Nun blickt sie zurück und erzählt im Video ihre Geschichte. Sie ist Umweltaktivistin, Kulturbotschafterin, Referentin, Fernsehmoderatorin und Autorin.

Schauen Sie sich das Video an, gesprochen in einfach verständlichem Englisch mit englischen Untertiteln. Heidi hat für Sie, liebe LeserInnen, den Text getippt. Kursiv geschrieben ist, was Severn Cullis-Suzuki 1992 am Erdgipfel gesagt hatte. Vorweg ihre Kernaussage, die auch heute noch treffend ist.

„I challenge you, please, make your actions reflect your words.“

In 1992, I was 12 years old, and I had the opportunity to speak to the United Nations plenary session of the Earth Summit in Rio de Janeiro. I remember that moment very clearly. I think it’s burned into my memory. I remember just such a clear sense of purpose. I knew exactly why I was there, I knew exactly what I had to say and I knew that I could talk directly to them. I knew what I was there to do.

Coming up here today, I have no hidden agenda. I am fighting for my future.

If you look at the video, you can tell how focused everyone was. People were really moved, even the security guards were really paying attention. So it was amazing.

Losing my future is not like losing an election or a few points on the stock market. I am here to speak for all generations to come. In my life, I have dreamt of seeing the great herds of wild animals, jungles and rainforests full of birds and butterflies. But now I wonder if they will even exist for my children to see. Did you have to worry of these things when you were my age?

In this last spike of media attention that I’ve received, I have constantly been compared and asked to reflect on Greta Thunberg, which is a huge honour for me. I think she’s just this incredible young warrior, she’s just taking it on, on this whole other level because she’s a child of the 21st Century. And so the way she’s using her Instagram, the way she has really catalysed a movement – I think is totally incredible and it’s really specific to her moment and who she is at this time.

But I also really always am kind of taken aback, because there have been so many youth activists before me, after me, before Greta, and who will continue to come up. Young people are always the people calling for social revolution, historically.

Adults have been beaten down, „Well, we know that actually if we wanted to create change, well we’d have to do this, that and the other.“ There’s so many reasons that we know of why things can’t change. Those take us away from thinking about the bigger picture. And that’s what youth have to offer. All they see is possibility. And right now with this huge, colossal existential challenge that humanity has, we have to harness that attitude of possible rather than impossible.

„I’m only a child and I don’t have all the solutions. But I want you to realise, neither do you. If you don’t know how to fix it, please stop breaking it.

Back in 1992, climate change was on the horizon and it was identified as going to happen – but it was on the horizon. And today, it is here. Climate change, I think, is the most quintessential example of intergenerational crime or intergenerational injustice that we have. If we don’t end pumping tonnes of carbon into the atmosphere we will have in a very short order a planet that is not habitable, or not habitable to comfortable human life.

So we have to essentially, everyone all hands on deck, focus on how we can, in our own sphere of influence, in our own skill set, in our own industry, we have to become experts for how to get off carbon. And luckily, we have all the answers. Now we just have to do it and we have to do it now.

My favourite line of the speech, which I believe can sum up the entire speech, is in the last sentences or in the last sentence, which is simply …

I challenge you, please, make your actions reflect your words. Thank you.

„I ask you to make your actions reflect your words.“

And that really sums up what I think the young people today are, and in past times, are asking of our older generations in power. Young people are simply asking adults to be who they say they are and to make their actions reflect their words.

Sehr empfehlenswert: Die vollständige Rede von Severn Suzuki 1992 am UN Earth Summit mit Deutschen Untertiteln, youtube

How to Save the Planet

Forging a Sustainable Path towards a Common Future

Unter anderem am WEF am 21.1.20 mit Greta Thunberg:

Carbon emissions from fossil fuels hit a record high in 2019 – yet another sign that we are betraying future generations who will increasingly need to adapt to a warmer and more volatile world. How can the passion of today’s youth activism inspire positive change in behaviours that respect the needs and rights of future citizens?

Public Speakers: Salvador Gómez-Colón, Natasha Mwansa, Edward Felsenthal, Greta Thunberg, Autumn Peltier

Averting a Climate Apocalypse

Global emissions of carbon dioxide remain on course to rise above 1.5°C despite clear and present risks. How can business and government work together to accelerate the fast and far-reaching changes this goal requires?

This session was developed in partnership with the New York Times.

This session contributes to the work of the Forum’s Alliance of CEO Climate Leaders, Mission Possible Platform and the Natural Climate Solutions Alliance.

Public Speakers: Ma Jun, Hindou Oumarou Ibrahim, Rajiv Shah, Rebecca Blumenstein, Oliver Bäte, Greta Thunberg

WEF-Programm

Sommaruga im grossen Interview „Wir müssen nicht verzichten“ – Politische Trost-Tropfen auf den heissen Klima-Stein, Niklaus Ramseyer, Infosperber 16.1.20

Sommaruga im grossen Interview – „Wir müssen nicht verzichten“. Blick 15.12.19

20.1.20 HOME

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