Archive for the ‘Klima’ Category

Der Pestizidatlas 2022 ist erschienen!

21. Januar 2022
Pestizidatlas 2022, Seite 11.

Pestizideinsatz in Tonnen nach Kontinenten im Jahr 2019 und Veränderung seit 1999. Jährlich erleiden auf der ganzen Welt 385 Millionen Menschen eine Pestizidvergiftung. Für einige endet sie tödlich. Quelle: Pestizidatlas 2022, Seite 11.

Der PESTIZIDATLAS 2022 ist ein Kooperationsprojekt von Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, PAN Germany und Le Monde Diplomatique. Er enthält Daten und Fakten zu Giften in der Landwirtschaft.

Hier ein Zitat, siehe Seite 10:

„Die eingesetzte Pestizidmenge steigt seit Jahrzehnten an: Zwischen 1990 und 2017 um etwa 80 Prozent. Das Zusammenspiel von Pestiziden, Dünger und technischem Fortschritt trug dazu bei, dass sich die landwirtschaftliche Produktion grundlegend verändert hat. Da Bäuerinnen und Bauern Krankheiten und Schädlinge nun durch Pestizide statt durch Fruchtfolgen und Fruchtkombinationen in Schach hielten, konnten sich enge Fruchtfolgen immer gleicher Kulturpflanzen etablieren. Das Ergebnis: Ohne Pestizide ist die heutige industrielle Landwirtschaft grossenteils nicht mehr vorstellbar.

Durch kapitalintensive Inputs stiegen in vielen Industrieländern seit den 1950er-Jahren die Erträge und damit das Angebot an landwirtschaftlichen Produkten deutlich schneller als die Nachfrage – was zu immer billigeren landwirtschaftlichen Produkten und schlechterem Einkommen für die Landwirtinnen und Landwirte führt. Parallel zum Pestizideinsatz intensivierte sich die wissenschaftliche Forschung. Immer mehr Erkenntnisse haben Fachleute darüber gewinnen können, wie sich Pestizide auf die menschliche Gesundheit auswirken und die Umwelt belasten können.

Heute liegt die jährlich ausgebrachte Pestizidmenge bei circa 4 Millionen Tonnen weltweit. Fast die Hälfte davon sind Herbizide, die gegen Unkräuter verwendet werden; knapp 30 Prozent sind Insektizide, die gegen schädliche Insekten wirken und etwa 17 Prozent sind Fungizide gegen Pilzbefall. Marktanalysen bezifferten den globalen Pestizid-Marktwert im Jahr 2019 auf fast 84,5 Milliarden USDollar. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate lag seit 2015 bei mehr als 4 Prozent – für die kommenden Jahre könnte sie steigen. Bis 2023 wird eine Wachstumsrate von 11,5 Prozent und damit ein Anstieg auf fast 130,7 Milliarden US-Dollar Marktwert prognostiziert.

Dieser deutliche Anstieg hängt auch mit der Klimakrise zusammen: Ein US-Forschungsteam der Universität von Seattle hat kalkuliert, dass pro Grad Erderwärmung die Ernteerträge von Reis, Mais und Weizen um 10 bis 25 Prozent sinken könnten. Die Gründe dafür sind vielfältig. So verändert der Klimawandel zum Beispiel Schädlingspopulationen und das Verhältnis von Schädlingen und Nützlingen. Hinzu kommt, dass die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Schädlinge infolge von klimabedingtem Stress sinkt.“

Ein Kommentar aus Dänemark

Zitat Paul Holmbeck, EcoConsult, Political strategy, Policy innovation, IFOAM World Board Member, Climate & organic market initiatives, Aarhus, Midtjylland, Dänemark:

„Der Pestizideinsatz ist in Dänemark im vergangenen Jahr zurückgegangen – ein Grund dafür sind die Greenfees für den Pestizideinsatz, die je nach Toxizität immer höher sind. Auch hier sind viele Verbesserungen erforderlich – Verbot von mehr Pestiziden, mehr pestizidfreie (organische!) Zonen um Trinkwasser und Naturgebiete und weniger Verzichtserklärungen für die Nutzung. Und nicht zuletzt mehr Ökologischer Landbau überall!“

Pestizidatlas 2022

Pestizidatlas 2022 zeigt Gefahren chemischer Pflanzenschutzmittel. Pestizidatlas vorgestellt. Tagesschau 12.1.21

Scarry new world record for use of pesticides… OPTA – the Association of Organic Processing and Trade Companies in Europe 17.1.22

21.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

Wenn boreale Wälder Kohlenstoff abgeben statt aufnehmen

18. Januar 2022
The Marcell Experimental Forest in northern Minnesota. Scientists are simulating different climates in these glass chambers to better understand how boreal forests will respond to rising temperatures. Oak Ridge National Laboratory / U.S. Department of Energy

The Marcell Experimental Forest in northern Minnesota. Scientists are simulating different climates in these glass chambers to better understand how boreal forests will respond to rising temperatures. Oak Ridge National Laboratory / U.S. Department of Energy

In den borealen Wäldern verfolgen Wissenschaftler die Folgen der Erwärmung.

Von Minnesota bis zu den Nordwest-Territorien untersuchen Forscher die dramatischen Veränderungen in den riesigen Wäldern des Nordens: auftauender Permafrost, ertrunkene Bäume, Methanfreisetzung, zunehmende Waldbrände und die langsame Transformation der Wälder von Kohlenstoffsenken zu Kohlenstoffemittenten.

Der Marcell Experimental Forest wurde 1962 eingerichtet, um die Ökologie und Hydrologie des borealen Waldes zu erforschen, der sich in Nordamerika vom Lake Superior im Norden der Vereinigten Staaten bis nach Nordkanada und Alaska erstreckt. Die borealen Wälder – das grösste Waldsystem der Welt mit riesigen kohlenstoffreichen Torfgebieten – erstrecken sich auch über Skandinavien und grosse Teile Russlands.

Torf ist teilweise verrottete Vegetation, die sich in den kalten, wassergesättigten und sauerstoffarmen Sümpfen und Mooren der borealen Zonen ansammelt. Mit der Erwärmung trocknet der Torf im Süden aus und taut im Norden, wo Bäume ertrinken und Flüsse und Seen durch den festen organischen Kohlenstoff, der sich im Wasser auflöst, braun werden. Dies führt zu einer massiven Freisetzung von Kohlenstoff in die Flüsse und Seen und in die Atmosphäre.

Angesichts der Tatsache, dass Moore doppelt so viel Kohlenstoff speichern wie alle Wälder der Welt, beobachten Klimawissenschaftler diese Veränderungen genau. Das torfreiche boreale Ökosystem mildert nicht nur Überschwemmungen, filtert Wasser und verlangsamt oder stoppt Waldbrände, sondern bietet auch Nistplätze für 1 bis 3 Milliarden Vögel, die von so weit her wie Argentinien nach Norden ziehen.

„Das boreale Ökosystem von Minnesota wird in den kommenden Jahrzehnten eher wie Kansas aussehen, wenn wir mit den Kohlenstoffemissionen so weitermachen wie bisher“, sagt Lee Frelich, der Direktor des Zentrums für Waldökologie an der Universität von Minnesota, der die Veränderungen in der Boundary Waters Canoe Wilderness im Norden Minnesotas seit mehr als 30 Jahren verfolgt.

Die zunehmende Zahl, das Ausmass und die Schwere der Waldbrände in den borealen Wäldern beschleunigen das Auftauen des Permafrosts, das bereits weit fortgeschritten ist. Dieses Tauwetter entwurzelt und überschwemmt grosse Waldbestände von Alaska ostwärts bis in den Yukon und die Nordwest-Territorien.

„Was wir hier sehen, vielleicht deutlicher als an jedem anderen Ort der Welt, ist ein Ökosystemwandel im Zeitraffer.“

Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Überflutung ist die „Verbräunung“ von Seen, Flüssen und Bächen, die dadurch entsteht, dass sich fester organischer Kohlenstoff im schnell auftauenden Torf im Wasser löst. Wenn sich das harmlose anorganische Quecksilber aus dem Tauwasser an den Kohlenstoff bindet, können Mikroorganismen es in die hochgiftige anorganische Form des Methylquecksilbers umwandeln, wie eine Reihe von Studien belegen.

Eine wichtige Frage ist nun, ob das Auftauen des Permafrosts in den borealen Moorökosystemen ein langsames Phänomen ist, bei dem allmählich Treibhausgase freigesetzt werden, oder ob es sich um eine „Kohlenstoffbombe“ handelt, die riesige Kohlenstoffvorräte freisetzt.

In jedem Fall hat die Umgestaltung der borealen Wälder nicht nur Auswirkungen auf den Klimawandel, sondern auch auf die Wasserqualität und den Lebensraum für Wildtiere sowie auf Waldbrände, die voraussichtlich grösser werden und in kürzeren Abständen ausbrechen werden – all dies erschwert die Regeneration der borealen Wälder.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: Across the Boreal Forest, Scientists Are Tracking Warming’s Toll. Yale Environment 360 vom 11.1.22

Methylquecksilberverbindungen, Wikipedia

Minamata-Krankheit, Wikipedia

18.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

Fleisch- und Milchprodukte exportieren statt die Produktion senken?

14. Januar 2022
Quelle: Agrarbericht 2021, Landwirtschaftlicher Aussenhandel

Quelle: Agrarbericht 2021, Landwirtschaftlicher Aussenhandel

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12.1.22 sein Interesse bekräftigt, mit Russland im Bereich der Landwirtschaft enger zusammenzuarbeiten. Das meldet er in einer Medienmitteilung. Mit der Unterzeichnung einer nicht rechtsverbindlichen Absichtserklärung wollen die Schweiz und Russland ihre Zusammenarbeit im Agrarbereich ausbauen.

Russland ist nach der EU, den USA, dem UK, Japan und Kanada der sechsgrösste Exportmarkt für Agrarprodukte aus der Schweiz.  Die Ausfuhren von landwirtschaftlichen Produkten nach Russland belaufen sich auf etwa 250 Millionen Franken pro Jahr.

Die Absichtserklärung umfasst drei Themenschwerpunkte:

  • bilateraler Handel
  • die Zusammenarbeit im Pflanzengesundheitsbereich sowie
  • im Veterinärwesen.

Dabei werde einerseits der bilaterale Handel mit landwirtschaftlichen Gütern thematisiert, andererseits soll ein vermehrter Austausch zu den gesetzlichen Grundlagen und Zulassungsbedingungen für landwirtschaftliche Produkte in beiden Ländern stattfinden.

Mit der Absichtserklärung biete sich der Schweiz auch ein Instrument, andere Themen besser anzusprechen wie die Exportzulassung von neuen Betrieben im Milch- und Fleischbereich sowie der Schutz von geographischen Herkunftsangaben.

Russische Landwirtschaft – grüne Agrarprodukte

Russland stieg 2020 erstmals zum Nettoexporteur von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln auf. Exportschlager waren vor allem Weizen, Schweinefleisch sowie Fette und Öle. Im Jahr 2020 verdrängte Russland Brasilien aus den TOP-5 der weltweit grössten Schweinefleischhersteller. Die Produktion stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent. Da der Inlandsmarkt gesättigt ist, wollen Russlands Fleischerzeuger verstärkt exportieren.

Die Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor untersagte Mitte Mai 2021 vorübergehend die Importe von Futtermitteln und Zusatzstoffen aus Deutschland. Grund hierfür seien mehrfache Fälle von nicht deklarierten gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen. Der Grund dafür liegt in den neuen Regelungen der Regierung zum Anbau sogenannter grüner Produkte. Am 1.3.22 tritt ein Gesetz über grüne Agrarprodukte in Kraft. Hersteller dürfen keine Gentechnik verwenden, müssen Umweltauflagen einhalten und recycelbare oder biologisch abbaubare Verpackungen verwenden.

Grösster Milcherzeugen will wachsen

Ekoniva, Russlands grösster Milcherzeuger, möchte 2021 die Rohmilchproduktion um ein Fünftel auf 1,2 Millionen Tonnen steigern. Die Holding des deutschstämmigen Landwirts Stefan Dürr, die mittlerweile 40 Milchfarmen mit 105’000 Milchkühen umfasst, setzt verstärkt auf den Export von Milch und Milchprodukten nach China. Mit Stand 1.9.19 bewirtschaftete sein russisches Unternehmen Ekoniva mit 13’000 Angestellten 589’850 Hektar Land in der Oblast Woronesch. Der Viehbestand umfasst 170’712 Rinder, darunter 82’765 Milchkühe, die täglich 2’133 Tonnen Milch produzieren. Ekoniva ist des Weiteren Marktführer im Landmaschinenhandel.

Die Schweizer Top Export- und Import-Produkte

Der Handelsbilanzüberschuss fällt bei Kaffee, Tabak und Pflanzenextrakten besonders hoch aus, beträgt 2 Milliarden Franken. Dagegen ist der Importüberschuss von Früchten, Gemüse und lebenden Pflanzen mit 3 Milliarden Franken hoch.

Was bedeutet das?

.

Grossverteiler geben sich gerne „grün“ oder gar „klimaneutral“, aber man darf nicht genau hinschauen!

Was hinter der engeren Zusammenarbeit mit Russland steckt, das wissen wir (noch) nicht so genau. Klar ist, dass die Versorgung mit Milch- und Fleischprodukten sowie deren Subventionierung hoch sind, hingegen viele Bereiche des Pflanzenbaus darben, ausser etwa der Anbau von Zuckerrüben, der besonders lukrativ ist für die Bauern.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass wir den Konsum von Fleisch und Milchprodukten stark reduzieren müssten (Gesundheit, Klima, Umwelt). Aber die Rahmenbedingungen für die Produktion zeigen nicht in diese Richtung … man will wohl eher den Export fördern.

Der zwar sinkende, aber immer noch enorme Konsum von Fleisch- und Milchprodukten der Schweizer Bevökerung hat seine Wurzeln in der verfehlten Agrarpolitik. Zusätzlich wird er angeheizt durch die von uns subventionierte Werbung sowie die Aktionen des Detailhandels.

Die Schweiz und Russland wollen den Austausch im Agrarbereich intensivieren. Medieninformation Bundesrat 12.1.22

Agrarbericht 2021, Landwirtschaftlicher Aussenhandel

Russische Landwirtschaft fährt 2021 reiche Ernte ein. GTAI, Germany Trade and Invest

Stefan Dürr, Wikipedia

Russland, Wikipedia

Bedeutung von Verkaufsaktionen im Schweizer Fleischmarkt. Bundesamt für Landwirtschaft 18.11.21

14.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

Klimawandel im Kunsthaus Zürich bis 6.2.22

13. Januar 2022
Aus dem Video zur Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich "Earth Beats - Naturbild im Wandel".

Aus dem Video zur Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich „Earth Beats – Naturbild im Wandel“.

Danke, liebe Leserin, für den Hinweis.

Earth Beats – Naturbild im Wandel, so heisst eine Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich. Sie wurde am 9.10.21 eröffnet und ist noch bis 6.2.22 zu sehen. Die Ausstellung und die vorgelagerte Veranstaltungsreihe greifen die Debatte um den Klimawandel auf. Historisch und gegenwartsbezogen, mit Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Einzelne Veranstaltungen sind ausgebucht oder abgesagt.

Naturschutz und Nachhaltigkeit

«Earth Beats» ist ein künstlerisches Plädoyer zum Schutz der Erde und ihrer natürlichen Ressourcen, erwachsen aus der Dringlichkeit der Gegenwart. Die Natur ist über die Landschaftsmalerei fest in der Kunstgeschichte verankert. Während wir ihr in Werken vergangener Jahrhunderte weitgehend als idyllische Szenerie begegnen, tritt sie seit den 1970er-Jahren immer deutlicher als durch Menschenhand bedrohte und gleichzeitig schützenswerte Instanz auf.

Was sehen wir im Gemälde einer Moorlandschaft von Robert Zünd, was er nicht sah? Und schätzen wir auch den dokumentarischen Wert einer farbigen Gletschermalerei aus der Zeit vor der Fotografie? Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Auseinandersetzung mit dem «Blauen Planeten» und seiner Verletzlichkeit nach. Die ideengeschichtliche Entwicklung spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie zukunftsorientierte Szenarien der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.

Visions of Nature

Veranstaltung vom Samstag, 15.1.22, 11 bis 12:30 Uhr: Lecture-performance and aperitif by Paloma Ayala

In response to the exhibition “Earth Beats,” students from the University of Zurich’s specialized Master’s program Art History in a Global Context host a lecture-performance by the artist Paloma Ayala and invite the public to a Mexican aperitif.

How can food be a carrier of memory and identity? What stories does it tell about the changes affecting local ecologies and communities on the US/Mexican border? For Paloma Ayala (MX/CH), the tamales, prepared following the recipe passed down from her grandmother, are a vehicle to carry the concern for her place of origin, currently subjected to violent processes of cultural and geographical displacement.

Visions of Nature

Earth Beats – Der ideale Einstieg in die Ausstellung

19.1.22, 26.1.22 und 3.2.22, jeweils 18 bis 19 Uhr

Wollen Sie mehr über die Künstler, Werke oder deren geschichtliche Hintergründe erfahren? Eine öffentliche Führung bietet den idealen Einstieg in die Ausstellung «Earth Beats. Naturbild im Wandel».

Earth Beats – Der ideale Einstieg in die Ausstellung

Interessantes Video auf youtube: Earth Beats. Naturbild im Wandel

Earth Beats – Naturbild im Wandel. Sonderausstellung Kunsthaus Zürich.

13.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

WEF Global Risks Report 2022: Grösstes Risiko ist das Versagen bei Klimamassnahmen

12. Januar 2022
Quelle: Word Economic Forum, The Global Risks Report 2022, 17th Edition

Quelle: Word Economic Forum, The Global Risks Report 2022, 17th Edition

In The Global Risks Report 2022 des Word Economic Forums (WEF) belegen klima- oder umweltbezogene Bedrohungen die ersten fünf Plätzen der Liste der Risiken für die nächsten 10 Jahre. Børge Brende, der Präsident des WEF, sagte, der Bericht zeige, dass die Kosten der Untätigkeit in der Klimaproblematik weitaus höher seien als die Kosten des Handelns. „Unser Planet steht in Flammen und wir müssen uns damit auseinandersetzen“, sagte er.

Zusammenfassung

(übersetzt von Heidi mithilfe DeepL)

Zu Beginn des Jahres 2022 sind COVID-19 und seine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen weiterhin eine kritische Bedrohung für die Welt. Ungleichheit bei den Impfstoffen und ein daraus resultierender ungleicher wirtschaftlicher Aufschwung drohen die sozialen Brüche und geopolitischen Spannungen zu verstärken. In den ärmsten 52 Ländern – in denen 20% der Weltbevölkerung leben – waren zum Zeitpunkt als dieser Bericht verfasst wurde nur 6% der Bevölkerung geimpft. Bis 2024 werden die Volkswirtschaften der Entwicklungsländer (ohne China) 5,5% unter ihr vor der Pandemie erwartetes BIP-Wachstum fallen, während die hochentwickelten Volkswirtschaften es um 0,9% übertreffen, wodurch sich die globale Einkommenskluft vergrössert.

Die daraus resultierende globale Divergenz wird zu Spannungen führen – innerhalb und über die Grenzen hinweg – die die Gefahr bergen, dass sich die Auswirkungen der Pandemie verschlimmern und die Koordination komplizierter gestaltet, die zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen, einschliesslich verstärkter Klimaschutzmassnahmen, Verbesserung der digitalen Sicherheit, Wiederherstellung von Lebensgrundlagen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Bewältigung des Wettbewerbs im Weltraum.

Der Global Risks Report 2022 präsentiert die Ergebnisse des jüngsten Global Risks Perception Survey (GRPS), gefolgt von einer Analyse der Hauptrisiken, die sich aus den aktuellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Spannungen ergeben. Der Bericht schliesst mit Überlegungen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit, wobei die Lehren aus den letzten zwei Jahren der COVID-19-Pandemie gezogen werden.

Globale Risikowahrnehmung – Gesellschaftliche und ökologische Bedenken dominieren

Quelle: Global Risks Raport 2022 WEF

Quelle: Word Economic Forum, The Global Risks Report 2022, 17th Edition

Die Befragten wurden gebeten, einen Blick auf die vergangenen zwei Jahre zu werfen. Sie nennen als gesellschaftliche Risiken, die sich seit Beginn der Pandemie am meisten verschlechtert haben: „Erosion des sozialen Zusammenhalts“, „Existenzkrisen“ und „Verschlechterung der psychischen Gesundheit“. Nur 16% der Befragten sehen die Weltlage positiv und optimistisch, und nur 11% glauben, dass sich die globale Erholung beschleunigen wird. Die meisten Befragten erwarten stattdessen, dass die nächsten drei Jahre geprägt sein werden durch anhaltende Unsicherheit und zahlreiche Überraschungen, die relative Gewinner und Verlierer trennen.

Für die nächsten fünf Jahre nennen die Befragten erneut gesellschaftliche und ökologische Risiken als am meisten besorgniserregend. Über einen Zeithorizont von 10 Jahren jedoch dominiert die Gesundheit des Planeten die Sorgen: Die Umweltrisiken werden als die fünf grössten kritischsten langfristigen Bedrohungen für die Welt eingestuft sowie die potenziell schädlichsten für die Menschen und den Planeten, wobei „Versagen der Klimaschutzmassnahmen“, „Extremwetter“ und „Verlust der biologischen Vielfalt“ als die drei grössten Risiken eingestuft werden. Die Befragten nannten auch „Schuldenkrisen“ und „geoökonomische Konfrontationen“ als eines der grössten Risiken in den nächsten 10 Jahren.

Technologische Risiken – wie „digitale Ungleichheit“ und „Versagen der Cybersicherheit“ – sind weitere kritische kurz- und mittelfristige Bedrohungen für die Welt, so die GRPS-Befragten, aber diese fallen in der Rangliste zurück und keine erscheint unter den potenziell schwerwiegendsten, was auf einen möglichen blinden Fleck in der Risikowahrnehmung hinweist.

Die GRPS-Umfrage 2021-2022 enthielt eine Frage zu internationalen Bemühungen zur Risikominderung. „Künstliche Intelligenz“, „Nutzung des Weltraums“, „grenzüberschreitende Cyberangriffe und Fehlinformationen“ und „Migration und Flüchtlinge“ sind die Bereiche, in denen die meisten Befragten der Meinung sind, dass der aktuelle Stand der Risikominderung den Herausforderung nicht gerecht werden, d.h. die Bemühungen sind „nicht begonnen“ oder in einem „frühen Entwicklungsstadium“. In den Bereichen „Handelserleichterung“, „internationale Kriminalität“ und „Massenvernichtungswaffen“ ist die grosse Mehrheiten der Meinung, dass die Bemühungen zur Risikominderung „etabliert“ oder „wirksam“ sind.

Hier finden Sie den ausführlichen Bericht: The Global Risks Report 2022 des Word Economic Forums (WEF)

Covid has undermined fight against global heating, says WEF. The Guardian 11.1.22

12.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

Warum Umweltverträglichkeitsprüfungen oft scheitern

9. Januar 2022

William F. Laurance, James Cook University in Australien, hat Umweltverträglichkeitsprüfungen unter die Lupe genommen und einen Beitrag für THERYA (2022, Vol. 13(1):67-72) verfasst. Zusammenfassend schlägt er acht Strategien zur Verbesserung der UVPs vor. Bei uns bröckelt der Umwelt- und Landschaftsschutz immer mehr, dies im Zeichen von Energie, Mobilität, Ressourcenknappheit und Wirtschaftswachstum.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist ein nahezu universelles Instrument zur Begrenzung oder zum Ausgleich der Umweltauswirkungen von Entwicklungsprojekten. In seinem Artikel beschreibt Laurance einige der Hauptmängel der UVP in Bezug auf ihre praktische Anwendung, insbesondere in Drittweltländern, in denen ein Grossteil der gefährdeten Artenvielfalt der Welt beheimatet ist. Er kommt zum Schluss, dass erstaunlich viele Umweltverträglichkeitsprüfungen erhebliche Ungenauigkeiten aufweisen, und einige grünes Licht für Projekte geben, die schwerwiegende ökologische und gesellschaftliche Kosten verursachen werden.

Rascher Rückgang von Natur und Artenvielfalt

Zahlreiche Literaturzitate untermauern die folgenden Informationen. In weiten Teilen der Welt schreitet der Rückgang der Natur rasch voran. Viele neue Schutzgebiete wurden im letzten halben Jahrhundert zwar eingerichtet, aber in den meisten anderen Bereichen wird die Natur zurückgedrängt. Zum Beispiel nimmt die Gesamtfläche der Wildnis weltweit rapide ab, 70% der Wälder der Welt sind heute <1 km von einem Waldrand entfernt, die Fragmentierung der tropischen Wälder beschleunigt sich drastisch und die Hälfte der Biodiversitäts-Hotspots der Welt hat nur noch <10% ihres ursprünglichen intakten Lebensraumes. Als Folge einer solchen Umweltzerstörung sind fast hundert Säugetierarten weltweit ausgestorben und ein Viertel sind ernsthaft vom Aussterben bedroht.

Einer der grössten Treiber der Umweltveränderung ist der Tsunami von Entwicklungsprojekten, der unseren Planeten überrollt. Die Welle der Veränderung kommt u.a. in Form von neuen Strassen, Dämmen, Minen, Wohnsiedlungen und Erschliessungen für die Rohstoffindustrie. Die Regierungen und Unternehmen, die diese Projekte ermöglichen, beschwichtigen uns, denn jedes Projekt würde einer strengen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen, um sicherzustellen, dass es der Natur keinen Schaden zufüge.

Zerstörerische Projekte trotz UVP

Die alarmierende Tatsache sei jedoch, dass viele Umweltverträglichkeitsprüfungen von begrenztem Wert seien und einige praktisch nutzlos. In den meisten Ländern ist die UVP in der Regel eine gesetzliche Vorschrift, die einem Projektträger auferlegt, die Auswirkungen der geplanten Entwicklung auf die Natur zu untersuchen. Wenn diese Auswirkungen etwas betreffen, das die Regierung zum Schutz verpflichtet, zum Beispiel eine bedrohte Art oder ein seltenes Ökosystem, dann wird die Entwicklung gestoppt oder umgestaltet, um die Auswirkungen zu vermeiden. Das sei zumindest die Idee.

Leider würden trotz Umweltverträglichkeitsprüfungen viele gefährliche oder anderweitig unvernünftige Projekte nicht gestoppt. Weltweit gebe es eine wachsende Zahl von Fällen, in denen Umweltverträglichkeitsprüfungen grünes Licht für Entwicklungen geben, die niemals stattfinden sollten – Projekte, die unersetzlichen Lebensraum zerstören oder die letzten lebenden Vertreter kritisch bedrohter Arten gefährden. Laurance verweist auf einige solche Projekte.

Vorschläge zur Verbesserung von UVPs

Laurance schlägt acht Punkte vor zur Verbesserung von Umweltverträglichkeitsprüfungen:

  1. Bestehen Sie bei den Regierungsbehörden darauf, dass die Umweltverträglichkeitsprüfungen online frei zugänglich gemacht werden und dass jeder dazu Stellung nehmen kann. Regierungen erlauben oft nur Anwohnern, sich zu UVP zu äussern, aber viele Projekte haben regionale oder globale Auswirkungen. Die Einschränkung von Kommentaren schliesst auch führende internationale Experten, z. B. Staudamm- oder Bergbauspezialisten, von der Abgabe kritischer Ratschläge aus.
  2. Bei den meisten Projekten ist mit Bestechung zu rechnen. Passen Sie Ihre Strategien entsprechend an. Viele Projekte, die niemals genehmigt werden sollten, werden durchgeführt, weil wichtige Entscheidungsträger heimlich von den Projektbefürwortern oder Landentwicklern bezahlt wurden. Diese Tatsachen müssen den Interessenvertretern, Journalisten und der allgemeinen Öffentlichkeit mitgeteilt werden, diese sind sich möglicherweise nicht der potenziell schwerwiegenden Auswirkungen von Korruption bei Entwicklungsprojekten bewusst.
  3. Bestehen Sie darauf, dass die Öffentlichkeit bereits in einem frühen Stadium des Genehmigungsverfahrens zu den Projekten Stellung nehmen kann, bevor ein Projekt an Fahrt gewinnt. Viele Entwickler versuchen, Projekte schnell durch das Genehmigungsverfahren zu schleusen. Daher kann es sein, dass zum Zeitpunkt, an dem die Öffentlichkeit Bedenken äussern kann, das Projekt praktisch eine vollendete Tatsache ist.
  4. Sofern finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, sollte darauf gedrängt werden, dass die Umweltverträglichkeitsprüfungen die Finanzierung vorsieht von
    a) detaillierten Erhebungen der Umweltwerte und der biologischen Vielfalt vor Projektbeginn,
    b) langfristiger Überwachung und die Wiederherstellung von Lebensräumen nach Abschluss des Projekts und
    c) Versicherungsschutz für unerwartete Projektkatastrophen.
  5. Seien Sie sich bewusst, dass zu viele Umweltverträglichkeitsprüfungen die Genehmigung von Projekten mit nur geringfügigen „Verbesserungen“ empfehlen. Solche Abhilfemassnahmen oder offset-Massnahmen können das Projekt schmackhaft erscheinen lassen, sind aber oft nur minimal wirksam. Fischtreppen an grossen Staudämmen und Wildtierunterführungen unter Autobahnen sind Beispiele für teure Massnahmen, die für störungsempfindliche Arten nur bescheidene Vorteile haben können. Autobahnunterführungen auf der malaysischen Halbinsel, zum Beispiel, werden von den am meisten gefährdeten Säugetierarten in diesem Gebiet, wie Tigern, Leoparden und Elefanten, weitgehend gemieden.
  6. Wir müssen viel öfter „Nein“ zu Projekten sagen. Viele vorgeschlagene Projekte sind einfach eine schlechte Idee, mit schwerwiegenden ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und Reputationsrisiken, die ihren potenziellen Nutzen übersteigen. Solche Projekte sollten lieber ganz gestrichen werden, als dass man sie trotz ihrer schwerwiegenden Nachteile weiterlaufen lässt.
  7. Beobachten Sie Ihre Regierung genau. Nur weil eine abgeschlossene Umweltverträglichkeitsprüfung bestimmte Abhilfemassnahmen empfiehlt, bedeutet das nicht, dass der Bauherr gezwungen ist, sie durchzuführen. Regierungsbehörden, die die Entwicklung beaufsichtigen, sind in der Regel überlastet und manchmal durch das grosse Geld hinter den Projekten geblendet. Regierungen arbeiten besser, wenn sie genau überwacht und geprüft werden.
  8. Nutzen Sie Ihr Fachwissen, um Umwelt- und Sozialgruppen zu unterstützen, die sich gegen unüberlegte Projekte wehren. Die meisten Umwelt- und Bürgerinitiativen sind überlastet und brauchen dringend finanzielle Hilfe und Freiwillige.

Fazit

Laurance schreibt: „Trauen Sie Umweltverträglichkeitsprüfungen nicht. Einige sind relativ stark und andere sind passabel. Aber viel zu viele basieren auf Dokumenten (standardisierter Text, der mit nur geringen Änderungen wiederverwendet wird) oder auf oberflächlichen Berichten, die bei näherer Betrachtung auseinanderfallen. Erwarten Sie, dass viele Umweltverträglichkeitsprüfungen voller Löcher sein werden, und Sie werden nicht erschreckt oder enttäuscht sein.“

Texte von Heidi übersetzt mithilfe von www.DeepL.com/Translator

Why environmental impact assessments often fail (PDF). Why environmental impact assessments often fail. William F. Laurance, Centre for Tropical Environmental and Sustainability Science, College of Science and Engineering, James Cook University, Cairns, Queensland 4878, Australia. THERYA, 2022, Vol. 13(1):67-72 – DOI:10.12933/therya-22-1181 ISSN 2007-3364 (aktuell noch nicht online verfügbar)

Bundesamt für Umwelt: Umweltverträglicheitsprüfungen (UVP)

9.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

Eine Nachlese zum Klimagipfel «COP26» in Glasgow: Lippenbekenntnisse sollen die Öffentlichkeit beruhigen.

5. Januar 2022

Es ist Heidi klar, dass die Mottfeuer in den Wytweiden des Berner Jura nur unwesentlich zur Klimaerwärmung beitragen. Viele kleine Feuer zu ignorieren, wäre aber trotzdem falsch, denn sie schaden Menschen und anderen Lebewesen, die den Qualm ertragen müssen.

Finanzprofessor Marc Chesney von der Universität Zürich spricht die grossen Probleme an. Er schreibt in einem Artikel als Nachlese zum Klimagipfel „COP26“ im Infosperber von heute wie ernst es den nach Glasgow gereisten Regierungs- und Industrievertretern mit der Umsetzung ihrer „Ziele“ ist. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. Wenn die Angelegenheit nicht so traurig wäre, dann könnte man sich über so viel Klartext herzhaft amüsieren.

Ein Beispiel: „Die Regierungsdelegierten beteuerten einmal mehr, Massnahmen umzusetzen – die sie bereits mehrfach beschlossen hatten. An wen wandten sie sich, wenn nicht an sich selbst? Die «COPains» forderten sich gegenseitig auf, ihre früher beschlossenen Massnahmen umzusetzen, die sie bisher nicht umsetzen wollten. Das war eine schräge Kommunikationsübung, die ein gewisses Know-how, viel Einbildung und Verrenkungen aller Art erforderte.“

Lesen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, diesen Text: Klimaziel eine Farce: Milliarden-Subventionen für Öl und Gas. Marc Chesney von der Universität Zürich, Infosperber 5.1.22

5.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

 

Leserbriefe zu Madagaskar-Kontrast: Nahrungsmittelkrise dort und Lebensmittelimport hier

3. Januar 2022
Daniel: "Ich habe den 50% Kleber weggenommen damit man die Herkunft sieht."

Daniel: „Ich habe den 50% Kleber weggenommen damit man die Herkunft sieht.“

Daniel schrieb Heidi

Ich habe heute im Denner gesehen: 500 Gramm Trauben aus Brasilien für (Normalpreis) CHF 2.65. Sie kosten aktuell nur die Hälfte! Das ist doch verrückt! Der lange Weg und wer schaut schon genau hin. Auch in Brasilien sind viele Leute arm oder müssen zu tiefen Löhnen arbeiten.

Luzia schrieb Heidi

.

.

Die Marke Qualité & Prix

COOP Homepage:

„Qualität zum günstigen Preis: Drei stichhaltige Argumente für Qualité & Prix: Ein günstiger Preis, Topqualität auf Markenartikel-Niveau und echte Vielfalt, die den Haushaltsbedarf umfassend abdeckt. Was wünscht man sich noch mehr?

Qualität muss nicht teuer sein: Qualité & Prix bietet Ihnen attraktive Alternativen zu Markenartikeln zu einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Sortimentsvielfalt von Qualité & Prix deckt den gesamten Haushaltsbedarf ab.“

Madagaskar-Kontrast: Nahrungsmittelkrise dort und Lebensmittelimport hier. Heidis Mist 3.1.22

3.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

 

Madagaskar-Kontrast: Nahrungsmittelkrise dort und Lebensmittelimport hier

3. Januar 2022
"Überschuss"-Litschi in der Schweiz - Hunger im Produktionsland Madagaskar

„Überschuss-Litschi“ in der Schweiz – Hunger im Produktionsland Madagaskar

Lebensmittelimport in die Schweiz

Liebe Heidi

Foodwaste und oder Aushungern der armen Leute in den Hungerländern!!?

Gestern kurz vor Ladenschluss im Denner neben all den Bergen von 50% Weihnachtsschoggi habe ich Aktions-Litschi gesehen. Auffallend grosse Kerne und wenig Fruchtfleisch, nur 60%!!!

Einfach unglaublich!

Freundliche Grüsse

Charlotte

Dürre in Madagaskar: Die Schweiz stellt zusätzliche 900’000 Franken bereit

Medieninformation Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom 29.12.21:

Die Schweiz stellt einen zusätzlichen Beitrag von 900’000 Franken zur Bewältigung der schweren Nahrungsmittelkrise in Madagaskar bereit. Mit dieser Summe, die zur Unterstützung der Aktivitäten des UNO-Welternährungsprogramms (WFP) bestimmt ist, folgt die Schweiz einem internationalen Hilfsappell der madagassischen Behörden und der UNO. Die Lage ist auch in vielen anderen Ländern besorgniserregend: Millionen Menschen leiden Hunger, insbesondere infolge von bewaffneten Konflikten, Covid-19-bedingten Wirtschaftskrisen und den Auswirkungen des Klimawandels. Die Schweiz stellte für 2021 insgesamt 100 Millionen Franken zur Unterstützung des Engagements des WFP bereit, vor allem in Afrika. Dies stellt einen Rekord dar.

Heidis Fragen: „Trauriger Kontrast! Was läuft hier alles schief? Wie hoch ist der Gewinn aus allen Lebensmittelimporten aus Madagaskar? Und anderen Hungerländern?“

Litschis von S.I.I.M

Litschibaum, Wikipedia

FAIRTRADE-zertifizierte Litschis und Ananas aus Madagaskar. Max Havelaar

Dürre in Madagaskar: Die Schweiz stellt zusätzliche 900’000 Franken bereit. Medieninformation Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom 29.12.21

3.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

Genussvoll und nachhaltig essen … nicht nur an Festtagen

26. Dezember 2021
Copyright: Agrarallianz

Copyright: Agrarallianz

Am 20.12.21 schrieb die Agrarallianz:

„Essen bringt Menschen zusammen. Essen ist wertvoll. Ganz besonders an Weihnachten. Wie wir essen, hat Einfluss auf die Landwirtschaft und ihre Umweltwirkung. Denn alles hängt zusammen. Das Faktenblatt nachhaltiger Konsum der Agrarallianz zeigt ganz einfach, wie Festessen nachhaltiger gemacht werden können.

Basis dafür bildet das Positionspapier Konsum, welches im Januar 2022 veröffentlicht wird. Mehr dazu also im Neuen Jahr!“

Heidi meint: „Regional saisonal – nicht global saisonal! Migros-Kontrast z.B.: Mangos aus Brasilien und Peru per Flugzeug, Papayas aus Brasilien, weitere exotische Früchte aus Kolumbien und Vietnam … Aktion Rindshuft aus Uruguay. Bündner Rohschinken zum halben Preis! Ist den KonsumentInnen unser Fleisch nicht mehr wert? Oder lockt die Migros so einfach die unbedarften KundInnen in den Laden und verführen sie weiter? Nicht besser sieht es bei COOP und den übrigen Grossverteilern aus.“

Einfach und nachhaltig konsumieren. Agrarallianz 20.12.21

26.12.21 HOME

Datenschutzerklärung


%d Bloggern gefällt das: