Archive for the ‘Mist im Feld’ Category

Neue Fotos der legendären Misthaufen in Cinuos-chel-Brail und Celerina

18. September 2020
Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail. Der Lagerort ist nicht mehr derselbe wie früher. Das ist die Taktik des Landwirtschaftsamts: Das nächste Mal bitte an einem anderen Ort, statt die Lagerung auf einer Betonplatte fordern!

Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail. Der Lagerort ist nicht mehr derselbe wie vor Jahren. Das ist die übliche Empfehlung des Landwirtschaftsamts: Das nächste Mal bitte an einem anderen Ort – statt Lagerung auf einer Betonplatte mit Randabschluss fordern!

Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail: Es wird gemistet!

Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail: Es wird gemistet!

Der kleine Dauermisthaufen in Celerina hat schon manche Vegetationsperiode überstanden. Er wird von Jahr zu Jahr etwas breiter.

Der kleine Dauermisthaufen in Celerina hat schon manche Vegetationsperiode überstanden. Er wird von Jahr zu Jahr etwas breiter.

Zwei Monate sind vergangen, seit Heidi diese drei Dauermisthaufen das letzte Mal fotografiert hatte, siehe Feriengrüsse aus dem Oberengadin. Die neuesten Fotos stammen vom 12.9.20. Auch Touristen haben Heidi schon Fotos von diesem Mist geschickt. Anderswo – so hat man Heidi erzählt – musste ein „Kleiner“ seinen gut gelagerten Pferdemist bis Ende Mai wegschaffen. Ob das Landwirtschaftsamt auch den „Grossen“ eine Wegräumfrist gesetzt hat, das weiss Heidi nicht.

Feriengrüsse aus dem Oberengadin. Heidis Mist vom 18.7.20

Saftender Misthaufen im Engadin. Heidis Mist vom 23.7.19

Céline fotografierte wieder Oberengadiner Misthaufen. Heidis Mist vom 18.1.19

Oberengadin – traumhafte Landschaft mit Misthaufen, Heidis Mist vom 7.4.16

Oberengadiner Misthaufen: Heidi auf den Spuren von Touristen, Heidis Mist vom 3.7.16

Heidi hat Misthaufen im Feld 2020 aktualisiert. Sie hat eine Fotogalerie erstellt. In den vorangehenden Jahren war es jeweils eine Diaschau.

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Agrarbericht 2019: Viele interessante Zahlen!

8. September 2020
In der neuen Bündner <a href="&quot;https://www.gr-lex.gr.ch/app/de/texts_of_law/910.150&quot;" target="&quot;_blank&quot;" rel="&quot;noopener&quot;">Verordnung über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft</a> (KGSchVL) steht in Art. 9 das Folgende: "Die Zwischenlagerung von Mist auf dem Feld in den Gewässerschutzbereichen üB und Au/Ao ist für längstens acht Wochen zulässig. Während der Vegetationsruhe, bei Gefährdung der Gewässer und in den Grundwasserschutzzonen S2 und S3 ist sie untersagt." Ein Misthaufen im Gewässerschutzbereich Ao neben der Landquart in Malans, fotografiert am 3.9.20. Wie lange liegt er schon? Wie lange wird er hier noch liegen?<br /> In der neuen Bündner <a href="https://www.gr-lex.gr.ch/app/de/texts_of_law/910.150" target="_blank" rel="noopener">Verordnung über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft</a> (KGSchVL) steht in Art. 9 das Folgende: "Die Zwischenlagerung von Mist auf dem Feld in den Gewässerschutzbereichen üB und Au/Ao ist für längstens acht Wochen zulässig. Während der Vegetationsruhe, bei Gefährdung der Gewässer und in den Grundwasserschutzzonen S2 und S3 ist sie untersagt

In der neuen Bündner Verordnung über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft (KGSchVL) steht in Art. 9 das Folgende: „Die Zwischenlagerung von Mist auf dem Feld in den Gewässerschutzbereichen üB und Au/Ao ist für längstens acht Wochen zulässig. Während der Vegetationsruhe, bei Gefährdung der Gewässer und in den Grundwasserschutzzonen S2 und S3 ist sie untersagt.“ Ein Misthaufen im Gewässerschutzbereich Ao neben der Landquart in Malans, fotografiert am 3.9.20. Wie lange liegt er schon? Wie lange wird er hier noch liegen?

Es lohnt sich immer einen Blick in den Agrarbericht des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) zu werfen, denn es gibt regelmässig auch Informationen zum Einfluss der Landwirtschaft auf die Umwelt.

Die wichtigsten Agrarumweltindikatoren

Direkt-Download

Direkt-Download, Excel-Tabelle

Das BLW schreibt: „Das Gesamtbild zeigt deutliche Rückgänge der Emissionen, der Stickstoff- und Phosphorüberschüsse (Input minus Output) und des Energieverbrauchs zwischen 1990 und 2000. Abgesehen von Energieverbrauch und -produktion, die beide zunahmen, stagnieren die Agrarumweltleistungen seit Beginn der 2000er-Jahre.“

Einträge von Stickstoff in die Gewässer

Obwohl das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das BLW 2008 Umweltziele für die Landwirtschaft festgelegt hatten, änderte sich diesbezüglich nur wenig. So heisst es im Statusbericht 2016, Seite 67 betreffend Teilziel 2 Einträge von Stickstoff in die Gewässer: „Der hohe Stickstoffüberschuss der Schweizer Landwirtschaft ist der Hauptgrund dafür, dass das Umweltziel nicht erreicht wird … Mit der Agrarpolitik 2014–2017 werden Anreize gesetzt, um diese Entwicklung zu stoppen … Die Agrarpolitik 2014–2017 hat im Bereich Stickstoff zum Ziel, bis 2017 gegenüber 2007/09 die Stickstoffeffizienz von 29 auf 33% zu erhöhen und die Stickstoffbilanzüberschüsse von 112000 Tonnen Stickstoff auf 95000 Tonnen zu senken.“ Das sind 15 Prozent! Trotz zusätzlicher „Anreize“, d.h. Steuergelder, kein Fortschritt. Das Ziel wurde weit verfehlt!

Mogelpackung „Ökologischer Leistungsnachweis“

Interessant wird es, wenn man in der Grafik schaut, was sich seit der Einführung des Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) 1997, ausser dem gestiegenen Energieverbrauch, noch verändert hat. Die Ammoniak-Emissionen haben leicht abgenommen; das festgesetzte Reduktionsziel von mindestens 40 Prozent wird, wenn wir weitermachen wie bisher, in diesem Jahrhundert nicht erreicht. Einzig beim Phosphor hat der Überschuss auch nach 1997 einigermassen klar abgenommen. Aber sonst erfolgten praktisch alle Verbesserungen vor der Einführung des ÖLN. Daraus schliesst Heidi, dass der ÖLN eine riesige Mogelpackung ist, die nur dazu dient, dass man die Subventionen nicht mehr WTO-widrige bezeichnen kann.

„Ökologischer Leistungsnachweis“ tönt gut, tönt nach Optimum, was perfid ist, denn, was soll man da noch verbessern, wenn alles top ist? Er enthält aber nur mehr oder weniger das, was vorher schon war. Seit 20 Jahren gab es also wenig Fortschritt.

Neue Ziele lösen die Problem nicht!

Nun redet man von neuen Zielen und neuen Zahlen. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat sogar die Agrarpolitik 22+ blockiert. Aber wo bleiben die dringend nötigen Veränderungen wie die Reduktion der Tierbestände? Die Reduktion der Futtermittelimporte? Eine standortgerechte Nutzung?

PolitikerInnen schweben in den Wolken und wollen von dort die Realität nicht sehen! Sie schlucken Geld und versprechen das Blaue vom Himmel, während das BLW Jahr für Jahr einigermassen klaren Wein einschenkt. Es gibt nicht die Ausrede „Wir haben es nicht gewusst.“

Heidi meint: Es ist höchste Zeit, die grossen Probleme anzupacken, und zwar energisch!

Umweltziele Landwirtschaft, Statusbericht 2016

Agrarumweltindikatoren (AUI). Agrarbericht 2019. Bundesamt für Landwirtschaft

Agrarbericht 2019. Bundesamt für Landwirtschaft

Bündner Verordnung über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft (KGSchVL), gültig ab 1.1.20

7.9.20 HOME

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Feriengrüsse aus dem Oberengadin

18. Juli 2020
Dauermisthaufen auf Wiese in Cinuos-chel-Brail.

Dauermisthaufen auf Wiese in Cinuos-chel-Brail.

Im Oberengadin „regieren“ noch starke alteingesessene Familien. Sie verteidigen ihre „Rechte“ unerbitterlich gegen Bundesrecht … so etwa beim Lagern von Mist. Daher ist es nicht erstaunlich, dass z.B. in Cinuos-chel-Brail und in Celerina dauernd am gleichen Ort Mist monatelang illegal auf Wiesen gelagert wird, ob im Winter oder im Sommer. In Celerina eindeutig ein relativ neuer Stall ohne Mistplatte … da MUSS ja der Mist auf die Wiese! Oder? Kein Kontrolleur oder Beamte sieht das offensichtlich. Rundherum spriesst das Gras jeweils herrlich grün, gut gedüngt.

Endlich wieder neue Fotos!

Dauermisthaufen auf Wiese in Cinuos-chel-Brail.

Dauermisthaufen auf Wiese in Cinuos-chel-Brail.

Dauermisthaufen auf Wiese in Celerina.

Dauermisthaufen auf Wiese in Celerina.

Neu angelegter Misthaufen auf Wiese in Celerina

Neu angelegter Misthaufen auf Wiese in Celerina

18.7.20 HOME

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Heidis Mist in 60 Sprachen!

29. Mai 2020
Heidis Misthaufen en el campo. Heidi hat in der Diaschau einen "ewigen" aus dem Oberengadin ausgewählt, wo der Widerstand gegen Bundesvorschriften besonders gross ist.

Heidis Misthaufen en el campo. Heidi hat in der Diaschau einen „ewigen“ aus dem Oberengadin ausgewählt, wo der Widerstand gegen Bundesvorschriften besonders gross ist.

Der Roman Heidi von Johanna Spyri wurde in mehr als 50 Sprachen übersetzt, Heidis Mist … in 60 Sprachen. Toll! nicht?

Heidi wird ab und zu gefragt, ob sie eine französische Version des Blogs machen könnte, denn die Probleme seien ennet des Röstigrabens diesselben. Jetzt ist die Lösung wenigstens theoretisch da: Alle LeserInnen können den Blog selber in 60 Sprachen übersetzen lassen. Ob das Resultat gut ist, das weiss Heidi noch nicht. So ergibt die Übersetzung von „Heidis Mist“ ins Indonesische und zurück „Heidis Unsinn“. „Ist Mist Mist? titelte einmal ein Mistforscher seinen Vortrag vor Bauern?

Gestern fand Heidi in der Statistik unter „Referrer“ nicht nur die Suchmaschinen, Twitter, Facebook …, sondern auch eine ihr unbekannte Adresse. Klick – und da war sie beim „Traductor web“ und sah, dass man ganze Websites in 60 Sprachen übersetzen kann. Eine Spanisch sprechende Person hatte offenbar „Lucien Lévy-Bruh“ gesucht, auf Heidis Mist gefunden und gleich den Beitrag inkl. Links übersetzt:

Aceite de palma: pesadilla en Nueva Guinea

Interessant ist, dass auch verlinkte Seiten ins Spanische übersetzt werden, z.B. Heidis beliebte Lektüre, das Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Hier lesen Sie die Spezifikationen, Gefahrenkennzeichnungen von FOLPET 80 WDG … auf Spanisch. Der Link wird zwar nach der nächsten Aktualisierung nicht mehr zum Ziel führen, denn das BLW wechselt die „Plätze“ der Mittel bei jeder Revision, weshalb Heidi keine Mittel mehr fest verlinkt:

FOLPET 80 WDG

  • H317 Puede causar reacciones alérgicas en la piel.
  • H319 Provoca irritación ocular grave.
  • H351 Puede causar cáncer.
  • H410 Muy tóxico para organismos acuáticos con efectos a largo plazo.

Auch die unter „Blogroll“ verlinkten Blogs werden auf „Klick“ sofort übersetzt, z.B.

Arroyos y rios vibrantes

Die Kommunikationsmöglichkeiten sind heute grenzenlos. Man kann sie brauchen oder missbrauchen. Die neue Möglichkeit, ganze Websites mit Folgeseiten en bloc zu übersetzen bietet uns Microsoft.

Translator for Bing help and FAQs

29.5.20 HOME

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Jubiläum: 10 Jahre Heidis Mist

10. Mai 2020
Jubiläums-Kuchen

Jubiläums-Kuchen

In der Nacht vom 13. auf den 14.5.10 konnte Heidi nicht schlafen. Es regnete wie aus Kübeln. Sie hörte quasi Nitrat ins Grundwasser tropfen. Mehr als 20 riesige, bis 120 m lange Misthaufen lagen damals seit Wochen schutzlos über dem Grundwasser in der Rheinebene bei Maienfeld. Was sie nicht wusste, das war: Diese Art der Mistlagerung hatte dort Tradition.

Am Morgen, zwar nicht ausgeschlafen, aber wütend, setzte sich Heidi an den Compi und entwarf einen Blog. Wie soll er heissen? Heidis Mist! Maienfeld ist die Heimat des weltberühmten Heidi. 24 Stunden später, am 15.5.10, stellte Heidi ihren ersten Artikel ins Netz. Sie ging davon aus, dass sie das ein bis maximal zwei Jahre mache und dann die Missstände behoben seien. Doch weit gefehlt. Und sie hat immer neue entdeckt, nicht nur Misthaufen, auch weitere Missstände!

Heute darf Heidi feiern: Ein paar Erfolge … und noch viel Arbeit vor sich!

Liebe Leserinnen und Leser

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und … sagen sie es weiter!

Alles Gute wünscht

Heidi

Die Weisung über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft, Kanton Graubünden, welche Heidi in den Artikeln vom 15. bis 17.5.10 verlinkt hatte, war nicht bundesgesetzkonform, wurde wenig später vom Bundesamt für Umwelt kritisiert. Die Bündner Behörden sahen aber keinen Grund, sie zu ändern. Sie wurde erst vor einem guten Jahr kurzer Hand vom Netz genommen, weshalb die Links zur Weisung über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft in Heidis Artikel von damals zum Fehler 404 führen!

8 Jahre Heidis Mist – Graubünden ignoriert weiterhin Bundesrecht. Heidis Mist vom 15.5.18

Miststöcke im Heidiland. Heidis Mist vom 15.5.10

Grenz-Miststock beim Möwenpick Heidiland. Heidis Mist vom 16.5.10

Bleibt „trockener“ Mist im Regen trocken? Heidis Mist vom 16.5.10

Guinness-verdächtiger „Miststock“. Heidis Mist vom 16.5.10

Mit Blick auf’s Schloss. Heidis Mist vom 16.5.10

Noch mehr „Miststöcke“ – 7.3.2010. Heidis Mist vom 17.5.10

Weisung über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft, Amt für Landwirtschaft und Geoinformation/Amt für Natur und Umwelt Graubünden, PDF

Dam-Hirsch-Weide zwischen H

Dam-Hirsch-Weide zwischen Heidialp und Heididorf Maienfeld Mitte Dezember 2018

Ankunft im Heididorf ob Maienfeld. Früher hiess es "Heididörfli", da der Ort nur wenige Häuser aufweist. Für den Tourismus sind Umlaute schwierig, weshalb as "Heididörfli" in "Heididorf" umgetauft wurde!

Ankunft im Heididorf ob Maienfeld. Früher hiess es „Heididörfli“, da der Ort nur wenige Häuser aufweist. Für den Tourismus sind Umlaute schwierig, weshalb das „Heididörfli“ in „Heididorf“ umgetauft wurde!

Heidi, der Geissenpeter und die Geissen sind jederzeit für Fotos zu haben. Der Weg rechts führt ins Heididorf.

Heidi, der Geissenpeter und die Geissen sind jederzeit für Fotos zu haben. Der Weg rechts führt ins Heididorf.

Neubau-Heidi-Alphütte im Heididorf

Neubau-Heidi-Alphütte im Heididorf

Im Shop gibt es wahlweise Kaffee in der Tasse oder im Plastikbecher.

Im Shop gibt es wahlweise Kaffee in der Tasse oder im Plastikbecher.

15.5.20 HOME

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Hettiswil BE: Ein Misthaufen kommt selten allein

24. April 2020
Zweireihiger Misthaufen direkt an entwässerter Strasse. Copyright: Vreni K

Zweireihiger Misthaufen direkt an entwässerter Strasse. Copyright: Vreni K.

Heidi hat Ihnen, liebe LeserInnen, am 12.4.20 einen gesetzeswidrig gelagerten Misthaufen in Hettiswil vorgestellt: Der „innovative“ Mistbauer und „seine“ Einlaufschächte. Bei Hettiswil am Wanderweg Richtung Bäriswil gibt es aber noch zwei weitere.

Der erste liegt an einer entwässerten Strasse, berührt diese aber nur mit der schmalen Seite. Trotzdem liegt der zweireihige Haufen 10 m zu nahe an der Strasse. Er liegt schon mehrere Wochen lang ungedeckt in dieser Wiese. Bereits wächst Gras auf dem Mist.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht mit Einlaufschacht. Copyright: Vreni K.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht mit Einlaufschacht. Copyright: Vreni K.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht von der anderen Seite. Copyright: Vreni K.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht von der anderen Seite. Copyright: Vreni K.

Auf dem Mist wächst Gras. Copyright: Vreni K.

Auf dem Mist wächst Gras. Copyright: Vreni K.

Auch dieser Misthaufen liegt schon lange ungedeckt auf der Wiese.

Dieser ungedeckte Misthaufen liegt schon einige Wochen illegal hier.

Illegal gelagerter Mist. Copyright: Vreni K.

Mist sollte eigentlich gar nicht ausserhalb einer korrekt gebauten Mistplatte gelagert werden, aber wenn schon, dann so wie im folgenden Artikel beschrieben: Mist-Zwischenlager auf dem Feld.

Nachtrag vom 24.4.20: Eigentlich hätte dieser Beitrag noch warten müssen weil nicht klar ist, ob die Strasse beim zweiten Misthaufen auch entwässert ist. Aus Versehen hat Heidi diesen Artikel statt den Fridays for Future – Netzstreik fürs Klima! veröffentlicht. Das kommt davon, wenn man an so vielen Sachen gleichzeitig arbeitet!

24.4.20 HOME

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Der „innovative“ Mistbauer und „seine“ Einlaufschächte

12. April 2020
Zugedeckter Einlaufschacht an einer Strasse in Hettiswil BE. Copyright: Vreni K.

Zugedeckter Einlaufschacht an einer Strasse in Hettiswil BE. Copyright: Vreni K.

In Hettiswil im Kanton Bern gibt es eine entwässerte Strasse mit Einlaufschächten. Offenbar weiss der Bauer, welcher die angrenzende Wiese bewirtschaftet, dass Mistsickersaft nicht via Schacht in Gewässer fliessen darf. Er hat drei Schächte kurzerhand mit Plastik und Erde zugedeckt. Ob diese Abdeckung zum Schutze der Gewässer ausreicht, bleibe dahingestellt. Sickersaft war hangabwärts über die Strasse geflossen; Regenwasser wusch dann die Strassen wieder sauber. Einlaufschächte haben einen Zweck: Das Ableiten von Niederschlagswasser zum Schutz vor Überschwemmung und Erosion!

Drei Einlaufschächte waren mit Plastik und Erde zugedeckt. Auf diesem Bild ist der mittlere zu sehen. Direkt neben der Strasse liegt ein langer illegal gelagerter Misthaufen. Copyright: Vreni K.

Drei Einlaufschächte waren mit Plastik und Erde zugedeckt. Auf diesem Bild ist der mittlere zu sehen. Direkt neben der Strasse liegt ein langer illegal gelagerter Misthaufen. Copyright: Vreni K.

Im Merkblatt „Mistzwischenlager und Feldkompostmieten, Stand November 2017, der Koordination Nordwestschweiz Landwirtschaft Umweltschutz, zu der auch der Kanton Bern zählt, steht das Folgende: „Gegenüber im Abstrom liegenden Wegen und Strassen, welche nicht über die Schulter entwässert werden, sowie Einlaufschächten von Drainagen ist ein Mindestabstand von 10 m einzuhalten.“ Der Misthaufen ist also genau 9,5 m zu nahe an der Strasse.

Hinzu kommt, dass der Mist nicht vorschriftsgemäss auf ebenem Gelände liegt und zudem wahrscheinlich schon länger als die maximal erlaubte Dauer von 6 Wochen gut sichtbar neben der Strasse liegt. Niemanden kümmerts, ausser Vreni und Karl K., welche den Missstand Heidi gemeldet haben.

Nun ist der oberste Schacht wieder offen. Wer Plastik und Erde entfernt hat, das ist nicht bekannt. Copyright: Vreni K.

Nun ist der oberste Schacht wieder offen. Wer Plastik und Erde entfernt hat, das ist nicht bekannt. Copyright: Vreni K.

Mistzwischenlager auf dem Feld, Heidis Mist

12.4.20 HOME

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Das BLW verteilt jedes Jahr 3 Milliarden Franken Steuergelder gutgläubig an die Bauern (2)

8. März 2020
Am 15.1.20 fotografierte Heidi den "traditionellen" Misthaufen in der Rohan-Schanze zwischen Malans und Landquart. Am 8.3.20 lag er noch immer illegal über dem Grundwasser der Rheinebene. Das sind fast acht Wochen. Erlaubt wäre maximal sechs Wochen gedeckt mit wasserabweisendem Vlies; welches allerdings nur mässig Schutz verleiht.

Am 15.1.20 fotografierte Heidi den „traditionellen“ Misthaufen in der Rohan-Schanze zwischen Malans und Landquart. Am 8.3.20 lag er noch immer illegal über dem Grundwasser der Rheinebene. Das sind fast acht Wochen. Erlaubt wäre maximal sechs Wochen gedeckt mit wasserabweisendem Vlies, welches allerdings nur mässig Schutz verleiht.

Theoretisch gibt es jetzt Kontrollpunkte für den Gewässerschutz. Heidi schrieb am 26.11.18 den Artikel: Ab 2019 Kontrollpunkte für den Gewässerschutz! Aber … Das „Aber“ bezieht sich auf eine Auskunft des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW): „Die Kontrollrubrik 20.01 Gewässerschutz wurde für die Datenerfassung ab 2019 neu in Acontrol eingeführt. Die darin enthaltenen Kontrollpunkte sind im Gegensatz zu den landwirtschaftlichen und den veterinärrechtlichen Kontrollpunkten unverbindlich.“ Voilà!

Werfen wir trotzdem einen Blick in die Liste! Punkt „03 Mist wird zwischengelagert“:

  • Mist ist abgedeckt;
  • Der Abstand von 10 m zum Gewässer ist eingehalten;
  • Kein Mistwasser sichtbar;
  • Kein Geflügelmist gelagert.
  • Mist wird auf düngbarer Fläche gelagert;
  • Mist wird auf nicht drainierten Flächen gelagert;
  • Mist wird bei der Zwischenlagerung nicht kompostiert.

Es müsste noch einen Punkt geben über die Lagerdauer. Natürlich kann der Kontrolleur nicht kontrollieren wie lange der Mist schon auf dem Feld liegt, aber er könnte wenigstens fragen, auf eine ehrliche Antwort hoffen und auf die Vollzugshilfe Nährstoffe und Verwendung von Düngern in der Landwirtschaft aufmerksam machen, in welcher steht: „Die maximale Lagerdauer beträgt in der Regel 6 Wochen.“ Je nach Jahreszeit der Kontrolle sind sowieso keine oder nur wenige illegal gelagerten Misthaufen zu erwarten, nämlich von Frühsommer bis Spätherbst.

Die Mistlagervorschrift ist keineswegs eine strenge Schweizer Regelung. So hat Heidi in top agrar gelesen: „Wollen Sie beim Aussenlager auf der sicheren Seite sein, lagern Sie den Mist am besten gar nicht und wenn, dann nicht länger als vier bis sechs Wochen auf dem Feld zwischen. Decken Sie die Miete am besten mit einem Vlies ab. Das leitet einen grossen Teil des Regenwassers ab und bremst den Austritt von Jauche deutlich.“

Und wie häufig werden landwirtschaftliche Betriebe kontrolliert? Bio jährlich, die übrigen Betriebe gemäss Verordnung über die Koordination der Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben (VKKL). Sie schreibt vor, dass die Anforderungen der Gewässerschutzverordnung auf Ganzjahresbetrieben mindestens innerhalb von vier und auf Sömmerungsbetrieben innerhalb von acht Jahren kontrolliert werden müssen.

Es kann also noch ein paar Jahre dauern bis alle kontrollwilligen Kantone alle Betriebe anhand der neuen Kontrollpunkte geprüft haben. Und es ist fraglich, ob sie auf weitläufigen Betrieben mit vielen entlegenen Pachtflächen alle Misthaufen entdecken, besonders wenn diese etwas versteckt angelegt werden. Das Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) hat per 2020 eine Anleitung für die neuen Kontrollpunkte verfasst. Sie ist im Zürcher Bauer am 29.11.19 erschienen: Wichtige Mitteilung AWEL zu den Kontrollpunkten Gewässerschutz: Grundkontrollen auf dem Landwirtschaftsbetrieb mit Kontrollpunkten Gewässerschutz. Es besteht also Hoffnung, dass die „ewigen illegalen“ Misthaufen im Feld wenigstens in einem Teil der Kantone gelegentlich verschwinden.

Diesen Misthaufen bei Einsiedeln SZ hatte Marco schon am 12.1.20 fotografiert und jetzt am 7.3.20 wieder. Copyright: Marco.

Diesen Misthaufen bei Einsiedeln SZ hatte Marco schon am 12.1.20 fotografiert und jetzt am 7.3.20 wieder. Copyright: Marco.

Der Mist lag am 7.3.20 schon acht Wochen ungedeckt auf dem Feld und saftet. Copyright: Marco.

Der Mist lag am 7.3.20 schon acht Wochen ungedeckt auf dem Feld und saftet. Copyright: Marco.

Gleicher Misthaufen am 12.1.20. Copyright: Marco.

Gleicher Misthaufen am 12.1.20. Copyright: Marco.

"Ewig illegal gelagerten Mist" sieht Marco immer wieder. Er hat einen "alten Bekannten" auf dieser Luftaufnahmen gefunden: Chälen SZ, ebenfalls nahe Einsiedeln.

„Ewig illegal gelagerten Mist“ sieht Marco immer wieder. Er hat einen „alten Bekannten“ auf dieser Luftaufnahmen gefunden: Chälen SZ, ebenfalls nahe Einsiedeln. Auf diesem Bild sieht man immer noch die Spuren des Gefährts. Unnötiges Befahren verdichtet den Boden.

Das BLW verteilt jedes Jahr fast 3 Milliarden Franken Steuergelder gutgläubig an die Bauern. Heidis Mist vom 14.6.11

Alle Jahre wieder… gut sichtbarer Gesetzesverstoss! Heidis Mist 8.12.19

Schwyzer Mist-Gruss zum Appenzeller Jahresanfang. Heidis Mist vom 13.1.20

Ab 2019 Kontrollpunkte für den Gewässerschutz! Aber … Heidis Mist vom 26.11.18

Hier finden Sie die Tabelle der Gewässerschutz-Kontrollpunkte.

Wichtige Mitteilung AWEL zu den Kontrollpunkten Gewässerschutz: Grundkontrollen auf dem Landwirtschaftsbetrieb mit Kontrollpunkten Gewässerschutz. Der Zürcher Bauer vom 29.11.19

Mist-Zwischenlager auf dem Feld. Heidis Mist

Verordnung über die Koordination der Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben (VKKL)

Vollzugshilfe Nährstoffe und Verwendung von Düngern in der Landwirtschaft

Ratgeber: Mist richtig lagern. top agrar 11.7.17

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Rohan-Schanzen-Mist 2020

10. Februar 2020
Mist in der Rohan-Schanze, Gemeinde Malans bei Landquart im Kanton Graubünden. Foto 15.1.20.

Mist in der Rohan-Schanze, Gemeinde Malans bei Landquart im Kanton Graubünden. Foto 15.1.20.

Misthaufen in der Rohan-Schanze bei Landquart, im Hintergrund Malans.

Misthaufen in der Rohan-Schanze bei Landquart, im Hintergrund Malans.

Nicht jedes Jahr, nicht immer fotografiert, aber immer wieder: Misthaufen in der berühmten Rohan-Schanze bei Landquart. Sie liegen jeweils illegal wochen- oder monatelang ungedeckt im Feld über dem Grundwasser der Rheinebene. Heidi hat den Rohan-Schanze-Misthaufen 2020 am 15.1.20 fotografiert, er lag auch 25 Tage später noch ungedeckt da.

Heidi verweist wieder einmal auf die Anleitung zur korrekten Mistlagerung auf dem Feld, wo es nicht anders geht – was meist nicht der Fall ist: Mist-Zwischenlager auf dem Feld

Rohan-Schanze neu entdeckt, Heidis Mist 1.6.10

Endlich ein paar neue Misthaufen-Fotos!, Heidis Mist 4.5.14

Jubiläum: 5 Jahre Heidis Mist, Heidis Mist 15.5.15

Rohan-Schanzen-Misthaufen 2016, Heidis Mist 19.3.16

Rohanschanze, Wikipedia

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Schwyzer Mist-Gruss zum Appenzeller Jahresanfang

14. Januar 2020
Wie lange wird der Mist dieses Jahr hier liegen? Wird der Haufen noch grösser? Copyright: Marco.

Wie lange wird der Mist dieses Jahr hier liegen? Wird der Haufen noch grösser? Copyright: Marco.

Hallo Heidi

Du hast schon lange kein Mist-Foto mehr gebracht. Hier hast du ein frisches. Jedes Jahr sehe ich am gleichen Ort einen Misthaufen beim Schiessplatz liegen.

Danke fürs Veröffentlichen.

Es guets 2020!

Marco

13. Januar: Silvesterchlausen im Appenzellerland

Die schlauen AppenzellerInnen feiern Silvester gleich zwei Mal: Nach dem gregorianischen Kalender wie wir, und dann nehmen sie den julianischen Kalender hervor und feiern am 13. Januar mit viel Aufwand nochmals.

Die schlauen AppenzellerInnen feiern Silvester gleich zwei Mal: Nach dem gregorianischen Kalender wie wir, und dann nehmen sie den julianischen Kalender hervor und feiern am 13. Januar mit viel Aufwand nochmals.

Silvesterchlausen – ein uralter Brauch

WEF – CUMINAIVEL

Und gerade eingetroffen im Postfach ist das erste CUMINAIVEL:

„Die Armee leistet am World Economic Forum (WEF) in Davos einen elementaren Beitrag zur Sicherheit. Die Einsatzverantwortung trägt der Kanton Graubünden. Maximal 5’000 Soldaten stehen im Einsatz. Das Newsportal CUMINAIVEL begleitet sie.“

Newsportal CUMINAIVEL

Die Schweizer Armee am World Economic Forum (WEF)

World Economic Forum (WEF)


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