Archive for the ‘Pflanzenschutzmittel’ Category

Der Präsident des Bauernverbands und seine Kleider

16. Juli 2019
NaNa: "Ich habe in TELEZÜRI das Gespräch mit Franziska angeschaut und gedacht ....."

NaNa: „Ich habe in TELEZÜRI das Gespräch mit Franziska angeschaut und gedacht …..“

Heidi hat diese Sendung auch gesehen. Gefunden hat sie den Link zu Talk täglich mit Franziska Herren, Initiantin Trinkwasserinitiative, und Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands, bei der Initiative für sauberes Trinkwasser unter News -> Nachrichten. Dort gibt es immer wieder Interessantes.

Aufgefallen ist Heidi einmal mehr wie Markus Ritter oft nur die halbe Wahrheit sagt, etwa dass an 98% der Grundwasserfassstellen der Anforderungswert für Pestizide eingehalten wird, kein Wort von den elf Abbauprodukten, welche an 20% der Messstellen in Konzentrationen über dem Anforderungswert von 0,1 µg/l nachgewiesen werden. Heidi meint: „Pestizide gehören nicht ins Grundwasser, auch nicht in Konzentrationen unter dem Grenzwert!“

Oder die Lüge, dass heute schon der prophylaktische Einsatz von Antibiotika verboten sei. Richtig ist, dass die Bauern Antibiotika für den prophylaktischen Einsatz und kritische Antibiotika nicht mehr einfach im Schrank haben dürfen, alle übrigen schon. Das ist fragwürdig!

Leserbrief von Heiri: Die Karikatur von NaNa über den Präsidenten ist sehr gut gelungen, er präsentiert sich wirklich genau so. Seine Aussagen werden immer mehr zu einem Image Problem für die Biobauern, er ist Biobauer und sagt das auch immer wieder.

Vielleicht kann Heidi noch etwas präzisieren betreffend Antibiotika auf Biobetrieben:

Trinkwasser-Initiative. TELEZÜRI vom 1.7.19

Die Bauern haben Angst … SBV-Nebelpetarde Grundwasser, Heidis Mist vom 6.6.19

Die täglichen Lügen: prophylaktischer Antibiotikaeinsatz beim Tier, Heidis Mist vom 7.2.18

Sachgemässer Antibiotikaeinsatz, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen 23.4.19

16.7.19 HOME

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Chemikalien belasten Gewässer

11. Juli 2019

Kanton St. Gallen: Kleine Bäche können übermässig mit giftigen Chemikalien belastet sein. Die Qualitätskriterien für Pestizide, Rückstände von Medikamenten oder Industriechemikalien werden zum Teil deutlich überschritten. Das zeigt die jüngste Messkampagne des Amtes für Wasser und Energie.

Seit 2011 hat das Amt für Wasser und Energie 78 kleine Bäche im Kanton mit unterschiedlicher Nutzung im Einzugsgebiet auf deren biologischen Zustand geprüft. Bei zwei Dritteln waren die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt. Bei der aktuellen Messkampagne untersuchten die Fachleute des Kantons fünf Bäche in den Regionen Zürich-Obersee und Rheintal vertieft auf Spurenstoffe wie Pestizide, Medikamente oder Industriechemikalien.

Kriterien nicht erfüllt 

An allen Bächen wurden die Qualitätskriterien für die problematischen Stoffe über fast die ganze Beobachtungsdauer überschritten. Im extremsten Fall um den Faktor 160. In der aktuellen Messkampagne wurden von April bis Ende Oktober 2018 ununterbrochen Proben entnommen. Im Vergleich mit den jeweiligen langjährigen Monatsmitteln waren die Monate April bis Oktober mit Ausnahme August trocken bis sehr trocken. Zu den untersuchten Bächen gehören der Lattenbach und der Wagnerbach in Rapperswil-Jona, der Nebengraben in Benken, der Tankgraben in Benken (Einzugsgebiet zum grössten Teil im Kanton Schwyz) und das Äächeli in Au. Die fünf Bäche hatte das Amt für Wasser und Energie nach einer Voruntersuchung an 13 Bächen ausgewählt. Die ausgewählten Bäche zeigten bereits in der Voruntersuchung eine auffällige Belastung.

Pestizide im Fokus 

74 von 109 untersuchten Stoffen gehören zur Gruppe der Pestizide. Für die ungenügende Wasserqualität sind mehrheitlich Pestizide aber auch Rückstände von Medikamenten oder Industriechemikalien verantwortlich. So beispielsweise das perfluorierte Tensid PFOS. Der Stoff ist seit 2011 weitgehend verboten, für gewisse Anwendungen aber noch erlaubt. Die Ergebnisse widerspiegeln die Belastung der Gewässer durch die landwirtschaftliche Nutzung und die Siedlungen in den Einzugsgebieten. Die Stoffe gelangen durch Abschwemmung, unsachgemässe Handhabung, Fehlanschlüsse oder Entlastungen aus der Kanalisation bei Starkregen und mit gereinigtem Abwasser in die Gewässer.    

Kleinste Mengen sind schädlich 

Im Umgang mit Pestiziden oder anderen schädlichen Stoffen ist besonders grosse Sorgfalt nötig. Bei Insektiziden können bereits kleinste Mengen für die Lebewesen im Bach giftig oder sogar tödlich sein. Die kleinen Bäche machen 75 Prozent des kantonalen Fliessgewässernetzes aus. Davon liegt etwa die Hälfte in genutzten Gebieten. Ihr Schutz ist von grosser Bedeutung für die Gewässer und die biologische Vielfalt.

Sensibilisierung wichtig 

Das Amt für Wasser und Energie ist bestrebt, in den Fällen mit hohen Belastungen die Ursachen zu finden und zu beheben. Die Fachleute stehen mit dem kantonalen Bauernverband, dem landwirtschaftlichen Zentrum in Salez, mit einzelnen Landwirten und mit dem Amt für Umwelt in Kontakt. Dank gezielter Information und Zusammenarbeit soll die Qualität der Bäche verbessert werden. Neben der Landwirtschaft sind auch private und professionelle Gärtner in der Pflicht. In der Nähe von Gewässern sind Spritzmittel mit besonders grosser Sorgfalt zu verwenden. Zudem dürfen Reste von Spritzmitteln nie in einen Ausguss oder Schacht gegossen werden.

11.7.19 HOME

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MwSt: Kein reduzierter Satz von 2,5% für Pestizide!

8. Juli 2019

NaNa. Zum reduzierten Mehrwertsteuersatz von 2,5% werden bestimmte Güter des täglichen Bedarfs besteuert. Dazu gehören Lebensmittel, alkoholfreie Getränke, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Medikamente usw.

Lesen wir doch Art. 25 des Mehrwertsteuergesetzes (MWSTG), Ziff. 2: Der reduzierte Steuersatz von 2,5 Prozent findet Anwendung:

a) auf der Lieferung folgender Gegenstände:

  1. Wasser in Leitungen,
  2. Lebensmittel nach dem Lebensmittelgesetz vom 20. Juni 2019, mit Ausnahme alkoholischer Getränke,
  3. Vieh, Geflügel, Fische,
  4. Getreide,
  5. Sämereien, Setzknollen und -zwiebeln, lebende Pflanzen, Stecklinge, Pfropfreiser sowie Schnittblumen und Zweige, auch zu Arrangements, Sträussen, Kränzen und dergleichen veredelt; gesonderte Rechnungsstellung vorausgesetzt, unterliegt die Lieferung dieser Gegenstände auch dann dem reduzierten Steuersatz, wenn sie in Kombination mit einer zum Normalsatz steuerbaren Leistung erbracht wird,
  6. Futtermittel, Silagesäuren, Streumittel für Tiere,
  7. Dünger, Pflanzenschutzmittel, Mulch und anderes pflanzliches Abdeckmaterial,
  8. Medikamente,
  9. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter der vom Bundesrat zu bestimmenden Arten;

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Pestizide wird schon lange kritisiert, etwa von Bio Suisse. Nun gerät Bewegung in die Diskussion. Der Blick schreibt: „Der Staat hält die Preise für Umweltgifte künstlich tief. Das soll sich nun ändern, fordert eine CVP-Nationalrätin.“ Es ist die Zürcherin Kathy Riklin. «Pestizide sind keine Nahrungsmittel», begründet sie ihren Vorstoss. «Sie belasten Böden und Gewässer und sollen möglichst sparsam eingesetzt werden.» Es gebe «überhaupt keinen Grund, sie dem reduzierten Steuersatz zu unterstellen».

Das meint auch Heidi und empfiehlt Ihren LeserInnen, den Blick zu lesen:

Bund fördert Pestizide mit 15 Millionen Steuerfranken. Jetzt wollen Politiker die Subvention stoppen, Blick vom 7.7.19

9.7.19 HOME

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Herbizid auf einer Alp: Adelgunds Frage

4. Juli 2019

Liebes Heidi

Ist das wirklich nötig, Gelben Enzian mit Herbizid zu spritzen?

Gruss Adelgunde

 

Liebe Adelgunde

Der Gelbe Enzian ist in fünf Kantonen vollständig geschützt, in sieben Kantonen teilweise. Schau doch einmal bei info flora nach, ob er in deinem Kanton geschützt ist. Wenn ja, dann ist die Herbizidbehandlung strafbar. Selbst wo er nicht geschützt ist, sollte der Gelbe Enzian nicht chemisch bekämpft werden. Wenn nötig, dann mit der Sense.

Der Gelbe Enzian reagiert relativ langsam auf die Behandlung, also könnte es sein, dass jemand Wurzeln sammelt für Enzian-Schnaps ohne zu wissen, dass dies problematisch ist. Überhaupt sollte man vorsichtig sein beim Sammeln von Wildkräutern, denn man weiss nicht, ob das Tee- oder Gewürzkraut mit Herbizid belastet ist, etwa bei einer grossflächigen Aktion oder durch Abdrift.

Der Geissenpeter hat mir erzählt, dass er eine Frau warnen musste, welche Löwenzahnblüten für Blütenhonig sammelte, wusste er doch, dass kurz zuvor Herbizid eingesetzt worden war, zwar nur Einzelstockbehandlung, aber so genau hat es der Bauer nicht genommen und der Wind wehte ziemlich stark. Die Frau war entsetzt, wusste nicht, dass in Wiesen Pestizide eingesetzt werden.

Immer wieder wird das Sammeln auf Alpen propagiert, leider muss man bei der heutigen Herbizid-Alppflege aufpassen. Bio Suisse möchte das Spritzen von Herbiziden auf Alpen verbieten. Das ist eine gute Idee.

Ich hoffe, dass ich dir die Frage ausreichend beantworten konnte, und schicke dir herzliche Grüsse

Heidi

Geschützter Gelber Enzian erleidet Herbizid-Tod, Heidis Mist vom

4.7.19 HOME

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Trimmis GR: Illegaler Pestizideinsatz in Rebberg

2. Juli 2019

Ganzflächiger Herbizideinsatz in Rebberg oberhalb Trimmis GR. Copyright Leonie

Hallo Heidi

Ich habe oberhalb Trimmis diesen Rebberg gesehen. Echt krass! Der Boden ist überall kahl. Die Kräuter und Gräser wurden offensichtlich mit einem Herbizid todgespritzt. Bis direkt an die Mauer, wo es doch Eidechsen hat. Und wo finden die Insekten und Vögel Nahrung? Und siehst du – neben der Strasse? Auch hier! Du schreibst doch immer, dass dies verboten sei.

Mein Onkel hat auch einen Rebberg, aber er spritzte jeweils nur in den Reihen und im Moment stellt er auf Bio um. Ich finde das megacool!

Was soll ich tun? Mein Foto dem Landwirtschaftsamt schicken?

Liebe Grüsse

Leonie

Ungefähre Lage des Rebbergs oberhalb Trimmis GR.

Ungefähre Lage des Rebbergs oberhalb Trimmis GR.

Liebe Leonie

Du sagst es! Das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln an Strassen ist verboten gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, Anhang 2.5, 1.1 Verbote und Einschränkungen, Ziff. 2, Buchstabe c.

Die meisten Bauern beziehen Direktzahlungen. Als Pflanzenschutzmittel dürfen nur Blattherbizide im Unterstockbereich und für Einzelstockbehandlungen bei Problemunkräutern eingesetzt werden. So steht es in der Direktzahlungsverordnung Anhang 4, 14.1.4. Ich weiss natürlich nicht, ob dieser Rebbergbesitzer Direktzahlungen bezieht.

Markus Ritter und sein Bauernverband sagen doch immer, dass die Bauern nur so viel spritzen würden wie nötig. Aber eben, wenn man genauer hinschaut! Diese Spritzerei ist so absolut nicht nötig, schadet nur der Umwelt und ist zudem, mindestens teilweise, illegal.

Bitte sende dein Foto mit Plan dem Amt für Landwirtschaft und Geoinformation in Chur. Ich bin gespannt, was sie dir antworten. Leider weiss man meist nicht, ob sie Sanktionen verhängen oder nichts unternehmen. Aber versuchen sollte man es immer.

Beste Grüsse

Heidi

3.7.19 HOME

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Chlorothalonil: Behörden erwachen

27. Juni 2019
<a href="https://www.psm.admin.ch/de/produkte/4366" target="_blank" rel="noopener">Gefahrenkennzeichnung von Chlorothalonil</a> im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft. H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen. Glyphosat ist bei weitem nicht das einzige Pestizid, das "vermutlich Krebs erzeugen kann"! Heidi kann beim besten Willen nicht begreifen, dass so schädliche Pestizide überhaupt zugelassen werden.

Gefahrenkennzeichnung von Chlorothalonil im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft. H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen. Glyphosat ist bei weitem nicht das einzige Pestizid, das „vermutlich Krebs erzeugen kann“! Heidi kann beim besten Willen nicht begreifen, dass so schädliche Pestizide überhaupt zugelassen werden.

Das Problem der Grundwassersverschmutzung mit Chlorothalonil ist nicht neu, neu ist einzig, dass jetzt endlich reagiert wird. Zum Beispiel im Kanton Freiburg hat die Gemeinde Domdidier die mit diesem Fungizid verschmutzten Wasserfassungen geschlossen. Chlorothalonil verwenden die Bauern in zahlreichen Kulturen wie Gemüse, Getreide, Reben.

Die Bevölkerung wird bereits seit einem Monat mit Wasser aus anderen Kreisläufen versorgt, informiert wurde sie aber erst gestern durch einen Artikel in «La Liberté». Betroffen sind noch weitere Gemeinden im Kreis Broye.

Danke, Franziska Herren, dank deinem Tweet habe ich diese Information gefunden!

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser: Chlorothalonil wird hierzulande eingesetzt, obwohl in der EU die Zulassung entzogen wurde. Das soll sich nun ändern. SRF, Angelique Beldner, vom 20.6.19

Canton de Fribourg: L’eau polluée par un fongicide à Domdidier. La commune de Domdidier a fermé les captages contaminés au chlorothalonil, un fongicide utilisé dans les cultures.

27.6.19 HOME

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Unabhängige Zulassungsstelle für Pestizide gefordert (2)

22. Juni 2019

Am 2.10.17 berichtete Heidi darüber, dass die Allianz Pestizidreduktion eine unabhängige Zulassungsstelle für Pestizide fordert, sowie über die am 29.10.17 eingereichte Interpellationen von Nationalrätin Tiana Moser, welche das Zulassungsverfahren kritisch hinterfragt.

Immer wieder müssen Pestizide vom Markt genommen werden, weil sie „unerwartete“ Schäden anrichten, ins Grundwasser bzw. ins Trinkwasser gelangen und Oberflächengewässer stark veschmutzen. Aktuelles Beispiel ist Chlorpyrifos. Über dieses Pestizid hat Heidi mehrmals geschrieben, siehe Artikel über Chlorpyrifos.

Gestern berichtete 10vor10 über harsche Kritik am Zulassungsverfahren und die Überprüfung durch das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG. Kantonschemiker und Umweltorganisationen werfen dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Intransparenz und Abhängigkeit vor. Grosse Wellen warf die Untätigkeit der Behörden im Fall der Wasserverschmutzung durch Chlorothanolil.

Heidi ist es zudem völlig unverständlich wie eine Zulassungbehörde z.B. die Verwendung von Pestiziden zulässt, welche einen Abstand zu Gewässern von 100 m erfordern, nur schon 20 m sind enorm, deuten auf grosse Gefährdung des Wasserlebens hin. Oft werden Abstände im Rahmen der gezielten Überprüfung (GÜ) vergrössert.

Wir schützen, was wir lieben

Also, wenn der Geissenpeter eine Dauerkultur neben einem Gewässer hat und der erforderliche Abstand zu Gewässern seines bevorzugten Pestizids bei der Überprüfung erhöht wird, was macht er im Sinne von „Wir schützen, was wir lieben?“ Wird er nur noch einen Teil der Anlage schützen?

Der Versuch, Tötungsmittel zu entwicklen, die nur bestimmte Lebewesen ausrotten, erweist sich in der Praxis als undurchführbar. Walter Haefeker, Präsident der European Professional Beekepers Association, sagt: „Ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel ist daher ein Wirkstoff, dessen negative Wirkstoffe lediglich NOCH nicht verstanden wurden.“ Quelle: Das Wunder von Mals, Web Video Group des Alexander Schiebel.

Heidi kennt die Zulassungsdossiers nicht, vermutet aber, dass eine grosse Zahl der zugelassenen Stoffe für Fauna, Flora und Mensch schädlich sind. Sie liest daher immer wieder im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des BLW. Dort findet man viele Daten zur Toxizität. Weil diese mehrheitlich von den Herstellern stammen, sind die Gefahren nicht übertrieben angegeben, wohl eher zurückhaltend.

  • H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
  • H319 Verursacht schwere Augenreizung.
  • H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen.
  • H361fd Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
  • usw.

Harsche Kritik Bund lässt Zulassungsbehörde für Pestizide durchleuchten, Remi Bütler und Stephan Weber, 10vor10, SRF vom 21.6.19

Unabhängige Zulassungsstelle gefordert, Heidis Mist vom 2.10.17

22.6.19 HOME

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Pestizide: Worauf also wartet Bern?

20. Juni 2019
Es braucht verbindliche Massnahmen, damit aus den Wasserhähnen sauberes Wasser fliesst!

Es braucht verbindliche Massnahmen, damit aus den Wasserhähnen sauberes Wasser fliesst!

Lesen Sie mindestens heute die Neue Zürcher Zeitung! Wenn nicht abonniert, dann eben online:

Das Pestizid-Problem kann nur Bern lösen

Die Schweiz hat ein Problem mit Pestiziden, das gibt sogar der Bauernpräsident zu. Zugeständnisse macht er trotzdem nicht – nur Versprechen für die Zukunft. Dass die Bauern diese einlösen werden, ist eine schöne Vorstellung. Leider auch eine naive.

Angelika Hardegger hat gestern abend die Fakten einmal mehr auf den Tisch gelegt.

Das Pestizid-Problem kann nur Bern lösen, NZZ vom 19.6.19

Weitere Empfehlungen:

«Es wird zunehmend schwieriger, sauberes Trinkwasser zu gewinnen»

Ohne Gegenvorschlag bleibe die Trinkwasserinitiative die einzige politische Option zur Stärkung des Trinkwasserschutzes, sagt André Olschewski, Vizedirektor des Verbands der Gas- und Wasserversorger. Zu den Mitgliedern des Verbands gehören die Wasserversorger der Gemeinden. Christof Forster, NZZ vom 19.6.19
„Es wird zunehmend scwieriger, sauberes Trinkwasser zu gewinnen“, NZZ vom 19.6.19

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser

Chlorothalonil wird hierzulande nach wie vor eingesetzt, obwohl dem Pestizid in der EU die Zulassung entzogen wurde.

In vielen Trinkwasserproben werden immer wieder Rückstände von Pestiziden festgestellt. Besonders umstritten ist derzeit das Pilzbekämpfungsmittel Chlorothalonil, das als Mittel gegen Fäulnis im Getreideanbau verwendet wird. Auf Schweizer Feldern werden jährlich 30 Tonnen dieses Pestizids versprüht.

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser, Angelique Beldner, 10vor10, SRF vom 20.6.19

Mediensprecher des Trinkwasserverbands zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel: «Wir vermissen konkretere Ziele»

Paul Sicher vom Trinkwasserverband SVGW äussert sich im Interview zur Trinkwasser-Initiative und erklärt, wie gut es um das hiesige Wasser steht.
Wir vermissen konkretere Ziele, Maja Briner, Tagblatt vom 20.6.19

Worauf also wartet Bern? Der Nicht-Vollzug Gewässerschutz Landwirtschaft ist längst kein Geheimnis mehr, die Zukunftsversprechen larifari, es muss doch ENDLICH etwas geschehen!!! Oder überlassen wir unser Zukunft dem Bauernverband?

20.6.19 HOME

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Wasserglas auf einem Rednerpult im Ständerat.

Professor für Endokrinologie erklärt warum Pestizide Gift sind

18. Juni 2019

Warum sind Pestizide Gift? Das erklärt Professor Charles Sultan, Professor für pädiatrische Endokrinologie an der Medizinischen Fakultät in Montpellier (Frankreich) in einem Video.

Sultan erklärt, warum die Verunreinigung mit Pestiziden ein Verbrechen gegen die Zukunft ist: „Die Imprägnierung beginnt bereits im fötalen Stadium. Das sich entwickelnde Kind wird durch Tausende von Chemikalien verunreinigt, die sich addieren und halten, indem sie in Fettgewebe gespeichert werden, um sich aus der Ferne auszudrücken. Diese Verunreinigung stört den Hormonhaushalt und interagiert mit dem Blut- und Immunhaushalt.“

Diese Verschmutzung ist heimtückisch und still. Sie darf nicht schweigen!

Genau deshalb sollten Pestizide verboten werden! Video Prof. Charles Sultan, Montpellier, 17.6.19

Heidis Artikel über Endokrine Disruptoren

Endokrine Disruptoren verursachen Kosten und Leid, Pestizide verursachen die grössten Gesundheitschäden. 6.3.15

Pflanzenschutzmittel: Kosten sie uns mehr als sie nützen? 23.3.16

Pestizide: Wissenschaftler warnen, Behörden verharmlosen! 16.10.15

Wann werden wir endlich lernen? 25.6.13

Wann werden wir endlich lernen? (2.) 3.12.14

18.6.19 HOME

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Die Schaumschläger

15. Juni 2019

 

Mehr zu "Gülle im Dorfbach" folgt demnächst. Copyright: Leserfoto Heidis Mist. Legende: SBV = Schweizer Bauernverband, BLW = Bundesamt für Landwirtschaft

Mehr zu „Gülle im Dorfbach“ folgt demnächst. Copyright: Leserfoto Heidis Mist. Legende: SBV = Schweizer Bauernverband, BLW = Bundesamt für Landwirtschaft

Umstrittene Agroscope-Studie zur Trinkwasserinitiative provoziert selbst in der Bundesverwaltung Kritik, NZZ vom 14.6.19

Schluss mit dem agrarpolitischen Schlendrian, NZZ vom 15.6.19

Neues Gift im Streit um die Pestizide, Tages-Anzeiger vom 14.6.19

Folgenabschätzung Trinkwasserinitiative:ökonomische und agrarstrukturelle Wirkungen, Agroscope, Agroscope Science| Nr.83/ 2019

Neue Agroscope-Studie: Trinkwasserinitiative kann Umweltprobleme der Schweizer Landwirtschaft endlich lösen, Vision Landwirtschaft vom 13.6.19

Trinkwasserinitiative: Fakten und Hintergründe, Prof. Dr. Felix Schläpfer, Forschungsabteilung, Departement Wirtschaft, Kalaidos Fachhochschule Schweiz, Zürich, im Auftrag der Trinkwasserinitiative, 14.6.19

Agroscope-Studie: Trinkwasserinitiative kann wirtschaftliche wie ökologische Probleme der Schweizer Landwirtschaft lösen, Medienmitteilung Trinkwasserinitiative vom 13.6.19

15.6.19 HOME

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