Archive for the ‘Pflanzenschutzmittel’ Category

Glyphosat: Behörden zaudern – Bürger und IP-Suisse handeln

12. Oktober 2017
Glyphosat siehe Brief des Künstlers! Copyright: Xavier Schmidt, Jussy GE. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum in der Bevölkerung, dass alle Ablaufschächte in eine Abwasserreinigungsanlage (ARA) münden. Entsprechend sorglos wird mancherorts Schmutzwasser in den nächstbesten Schacht entsorgt. Aktion des www.vsa.ch.

Glyphosat siehe Brief des Künstlers! Copyright: Xavier Schmidt, Jussy GE. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum in der Bevölkerung, dass alle Ablaufschächte in eine Abwasserreinigungsanlage (ARA) münden. Entsprechend sorglos wird mancherorts Schmutzwasser in den nächstbesten Schacht entsorgt. Aktion des http://www.vsa.ch.

IP-Suisse verbietet Glyphosat im Label-Getreidebau

Der Druck steige und es seien Alternativen zu Glyphosat verfügbar. Das Verbot tritt auf die Aussaat 2018 in Kraft. Quelle: Bauernzeitung vom 12.10.17. Heidi meint: „Die alternativen Spritzmittel sind teurer und, ob sie harmloser sind, das wissen die Götter!“

Deutscher Umweltminister Wenzel: Bundesregierung muss bei Glyphosat handeln

Osnabrück (dpa) – Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel
(Grüne) hat die Bundesregierung aufgefordert, sich auf EU-Ebene gegen
eine Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels
Glyphosat einzusetzen.

Namhafte Wissenschaftler hatten am Mittwoch im Europäischen Parlament
auf die Krebsgefahr des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat
hingewiesen. Während der Anhörung zu dem umstrittenen
Unkrautvernichtungsmittel bezweifelten auch etliche Redner die
offizielle Einschätzung der EU-Behörden für Lebensmittelsicherheit
(EFSA) und für Chemikalien (ECHA), wonach Glyphosat nicht
krebserregend sei.

EU-Info Deutschland 12.1.17

Nachtrag vom 19.10.17: Schmutzwasser in Schacht geschüttet

Gestern wartete Heidi auf einem Bündner Dorfplatz auf das Postauto. Kaum ein Ort, wo nicht gebaut oder umgebaut wird! Aus einem Umbauhaus trat eine Frau mit einem vollen Kübel auf den Dorfplatz und schüttete das Schmutzwasser in einen Schacht, der dem Ableiten von Niederschlagswasser dient. Sie ging zurück ins Haus und kam wieder mit einem vollen Kübel.

Wer betreibt Aufklärung in dieser Angelegenheit? Manchmal hat Heidi das Gefühl, dass einige Gewässerverschmutzungen auf Unwissen beruhen. Niemand klärt auf! Vielleicht müsste der vsa nicht nur Plaquetten verteilen, sondern eine kurze Medieninformation verfassen und diese Aktion von Zeit zu Zeit wiederholen, wo doch offensichtlich von Beamtenseite nichts kommt.

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Mist und Herbizid auf dem Wanderweg des Osterhasen

3. Oktober 2017
Bunt sind schon die Wälder ... der Osterhase ist unterwegs, sammelt Material für seine Farben. Der Misthaufen auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg ist jetzt weg, wurde soeben verteilt ...

Bunt sind schon die Wälder … der Osterhase ist unterwegs, sammelt Material für seine Farben. Der Misthaufen auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg ist jetzt weg, wurde soeben verteilt …

... Anfang April waren die Bergspitzen noch schneebedeckt und derselbe Misthaufen lag schon mitten auf dem Wanderweg des Osterhasen ...

… Anfang April waren die Bergspitzen noch schneebedeckt und derselbe Misthaufen lag schon mitten auf dem Wanderweg des Osterhasen …

... Hier lag er, der Mist. Offenbar braucht der Bauer die Nährstoffe nicht, welche in den sechs Monaten ausgewaschen wurden und allenfalls in einer Quelle oder im Grundwasser zum Vorschein kommen ...

… Hier lag er, der Mist. Offenbar braucht der Bauer die Nährstoffe nicht, welche in den sechs Monaten ausgewaschen wurden und allenfalls in einer Quelle oder im Grundwasser zum Vorschein kommen …

... Eine dicke Schicht liegt jetzt auf der Wiese. Immerhin, um den Schacht: kein Mist! Misthaufen dürfen nur kurze Zeit auf dem Feld oder der Wiese liegen. Wenn der Mist mit wasserabstossendem Material gedeckt wird, dann maximal sechs Wochen. Osterhase: "Dieser Mist lag jetzt sechs Monate gut sichtbar hier am Weg. Kontrolleure und Ämter haben beide Augen zugedrückt. Ich habe ihn fotografiert und Heidi die Bilder geschickt. Wenigstens soll man es wissen." ...

… Eine dicke Schicht liegt jetzt auf der Wiese. Immerhin, um den Schacht: kein Mist! Misthaufen dürfen nur kurze Zeit auf dem Feld oder der Wiese liegen. Wenn der Mist mit wasserabstossendem Material gedeckt wird, dann maximal sechs Wochen. Osterhase: „Dieser Mist lag jetzt sechs Monate gut sichtbar hier am Weg. Kontrolleure und Ämter haben beide Augen zugedrückt. Ich habe ihn fotografiert und Heidi die Bilder geschickt. Wenigstens soll man es wissen.“ …

... Und dann die Herbizide! Wildrosen wurden gespritzt, wo ich doch Hagebutten für den Winter sammle. Aber das ist erlaubt: Einzelstockbehandlung ...

… Und dann die Herbizide! Wildrosen wurden gespritzt, wo ich doch Hagebutten für den Winter sammle. Aber das ist erlaubt: Einzelstockbehandlung …

... noch mehr Herbizid-Rosen. Die Dornen bleiben. Würde der Bauer einmal nicht mit dem Traktor vorbeifahren, sondern zu Fuss gehen, dann könnte er die Rosen rechtzeitig mechanisch bekämpfen ...

… noch mehr Herbizid-Rosen. Die Dornen bleiben. Würde der Bauer einmal nicht mit dem Traktor vorbeifahren, sondern zu Fuss gehen, dann könnte er die Rosen rechtzeitig mechanisch bekämpfen …

... In der Schafweide: Viele mit einem Totalherbizid bekämpfte "Einzelstöcke".

… In der Schafweide: Viele mit einem Totalherbizid bekämpfte „Einzelstöcke“.

 

Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen, Heidis Mist vom 15.4.17

Schoggitaler-Aktion 2017 von Pro Natura und Heimatschutz: Wildtierkorridore

Mist-Zwischenlager auf dem Feld, Heidis Mist

3.10.17 HOME

Unabhängige Zulassungsstelle für Pestizide gefordert

2. Oktober 2017

In einem offenen Brief fordern 13 Organisationen der Allianz Pestizidreduktion am Donnerstag, 27. September 2017, Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann dazu auf, eine unabhängige Zulassungsstelle für Pestizide zu schaffen und sie nicht im Bundesamt für Landwirtschaft zu belassen. Wichtig ist den unterzeichnenden Organisationen, dass auch andere und vor allem unabhängige Akteure und Ämter in den Prozess eingebunden werden. Begründet wird die Forderung durch Aussagen von Mitarbeitenden des Bundesamtes für Landwirtschaft, welche eine Befangenheit befürchten lassen. Dazu kommt, dass eine unabhängige Zulassungsstelle mit transparenten Prozessen in verschiedenen anderen Ländern als Best Practice erachtet wird. Der Sonntagsblick hat am 1. Oktober 2017 über die Aktion berichtet.

Zeitlich passt dazu perfekt die am 29. September eingereichte Interpellationen von NR Tiana Moser, welche das Zulassungsverfahren kritisch hinterfragt.

Die Allianz Pestizidreduktion ist ein Bündnis aus Landwirtschafts-, Trinkwasserversorger-, Gewässerschutz-, Umwelt-, Gesundheits- und Konsumentenkreisen, zu dem auch der SVGW zählt. Der SVGW führt derzeit das Sekretariat der Allianz Pestizidreduktionsplan. Die Allianz verfasste 2016 unter der Federführung von Vision Landwirtschaft den Pestizid-Reduktionsplan Schweiz. Bereits in diesem forderte das Bündnis mehr Transparenz und Unabhängigkeit beim Zulassungsverfahren von Pestiziden.

Quelle: Allianz Pestizidreduktion. Unabhängige Zulassungsstelle für Pestizide gefordert, Aqua & Gas, News vom 1.10.17.

2.10.17 HOME

Trinkwasser-Initiative: Unterschriftensammlung im Endspurt

29. September 2017
Damit auch in Zukunft sauberes Wasser aus dem Hahnen fliesst: Unterschreiben Sie die Trinkwasser-Initiative!

Damit auch in Zukunft sauberes Wasser aus dem Hahnen fliesst: Unterschreiben Sie die Trinkwasser-Initiative!

Das Ziel ist klar: 100’000 Unterschriften bis Ende Oktober! Dies obwohl die Zeit nicht drängt, denn die Initiative wurde am Weltwassertag 2017 lanciert. Heute sind es 88’417 Unterschriften. Doch die SammlerInnen sind fleissig, z.B. am 15. Oktober von 10 bis 17 Uhr am ProSpecieRara-Reutenmarkt in Zofingen:

Vorträge zur Initiative

Zur Erinnerung: Ziele der Initiative

Damit die Schweizer Landwirtschaft für uns alle sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung produziert, fordern wir mit unserer Initiative, dass Subventionen denjenigen Betrieben vorbehalten sind,

  • welche die Biodiversität erhalten,
  • welche pestizidfrei produzieren,
  • welche einen Tierbestand halten, der mit dem auf dem Betrieb produzierten Futter ernährt werden kann,
  • welche in ihrer Tierhaltung Antibiotika nicht prophylaktisch einsetzen.

Dies sind die wichtigsten Voraussetzungen, damit die Landwirtschaft gesunde Nahrungsmittel produzieren und die bisherige Verschmutzung unseres Trinkwassers beenden kann. Zudem fordert die Initiative, dass die landwirtschaftliche Forschung, Beratung und Ausbildung nur noch finanziell unterstützt wird, wenn sie die neuen oben genannten Auflagen berücksichtigt.

Trinkwasser-Initiative

Unterschriften sammeln

Wenn Sie Unterschriftenbögen oder Flyer benötigt, können Sie diese bestellen bei: info@sauberes-wasser-fuer-alle.ch

Future 3.0

Nicht vergessen: Auch die Volksinitiative der Westschweizer unterstützen Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide: Manifest Future 3.

29.9.17 HOME

Rind frisst Herbi-Brennnesseln – Video

27. September 2017

Sophie: „Heidi, meine Bekannten finden meist den Film mit dem Brennnessel-fressenden Rind nicht. Weisst du, den Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt worden waren. Den Tieren schmecken die welken oder dürren Pflanzen besser als die frischen. Das ist nicht nur bei den Brennnesseln so, auch bei Giftpflanzen, dann wird’s wirklich gefährlich für die Tiere.

Heidi: „Dein Wunsch sei mir Befehl!“

Video auf youtube: Rind frisst Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt wurden.

27.9.17 HOME

Postulat: Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet

27. September 2017
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Die Nationalrätin Maya Graf hat am 21.9.17 das Postulat 17.3703 Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet eingereicht. Der Bundesrat wird aufgefordert, ein Verbot von Pestizid-Einsatz im Sömmerungsgebiet zu prüfen. Zuständig ist das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Postulat 17.3703

Das Sömmerungsgebiet wird mit der Agrarpolitik (AP) 2014-17 zu Recht massiv stärker gefördert als vorher. Als Gegenleistung kann der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide erwartet werden. Auch die meisten Leute und vor allem auch die Touristen gehen davon aus, dass im Sömmerungsgebiet keinerlei Pestizide zum Einsatz kommen, und schätzen die „unberührte Natur“.

Tatsächlich ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Sömmerungsgebiet heute rechtlich bereits eingeschränkt. Es dürfen einzig bestimmte Herbizide zur Einzelstockbehandlung eingesetzt werden. Zur Flächenbehandlung dürfen sie nur mit Bewilligung der zuständigen kantonalen Fachstelle und im Rahmen eines Sanierungsplans eingesetzt werden.

In der Praxis ist aber immer mehr zu beobachten, dass von Laien und Fachleuten regelmässig und flächig Herbizide ausgebracht werden. Die grösste Alpbesitzerin in der Schweiz (mit 42 Alpen in der lnnerschweiz) gibt ihren Pächtern und Bewirtschaftern die Herbizide sogar gratis ab. Viele Weide- und Wildtiere fressen behandelte Pflanzen, weil sie offenbar mit dem Dörren einen attraktiven Geschmack entwickeln. Eine Umfrage bei mehreren Kantonen ergibt allerdings, dass die zuständigen Behörden kaum Bewilligungen erteilen.

In dieser Situation fordere ich eine klare rechtliche Regelung, wie sie auch der Tourismus-Konkurrent Österreich bereits kennt, nämlich ein generelles Verbot des Einsatzes von Herbiziden im Sömmerungsgebiet. Dies schafft Rechtssicherheit für alle Beteiligten, entlastet Mensch, Tier und Natur und gibt ein positives Signal für den Tourismus. Der Bundesrat wird aufgefordert, ein Verbot von Pestizid-Einsatz im Sömmerungsgebiet zu prüfen und die entsprechenden Verordnungen zu überarbeiten.

Postulat 17.3703 Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet, Maya Graf, Nationalrätin, 21.9.17.

Heidi hat schon 19 Artikel zum Thema geschrieben. Hier der Link zur Serie Herbizide auf Alpen.

27.9.17 HOME

Heute in Mals: Buchvorstellung „Das Wunder von Mals“

8. September 2017

Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet

Überall auf der Welt befindet sich die industrielle Landwirtschaft auf dem Vormarsch. Überall? Nein! Ein von unbeugsamen Vintschgern bewohntes Dorf in Südtirol hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Seine Bewohner sind wild entschlossen: Ihr Mals soll die erste pestizidfreie Gemeinde Europas werden.

Bei einer Volksabstimmung entschied sich eine Mehrheit für eine Zukunft ohne Glyphosat & Co. Ein ungleicher Kampf beginnt: hier die 5000-Seelen-Gemeinde, angeführt von einem Dutzend charismatischer Querdenker, dort eine übermächtige Allianz aus Bauernbund, Landesregierung und Agrarindustrie. Alexander Schiebel erzählt in seinem Buch nicht nur die Geschichte dieses Aufstandes, er enthüllt gleichzeitig das Rezept jenes Zaubertrankes, der die mutigen Malser unbesiegbar macht.

Eine Inspirationsquelle für Aufständische in aller Welt – und ein lebendiges Porträt jenes kleinen Dorfes, das sein Schicksal selbst in die Hand nehmen möchte.

Das Wunder von Mals
240 Seiten, oekom verlag München, 2017
ISBN-13: 978-3-96006-014-7
Erscheinungstermin: 04.09.2017

Preis: 19.00 €
Erhältlich als e-Book

Heute, 8.9.17 wird das Buch in Mals/Südtirol um 20 Uhr vorgestellt.

ARTE: Filmvorschau: Leben ohne Ackergift – das unbeugsame Dorf im Vinschgau, Ralph Weihermann, Julian Barth und Alexander Schiebel, 21.9.17 um 19.40 Uhr. WDR und ARD strahlen den Film etwa einen Monat später aus.

Crowdfunding: Der Film „Das Wunder von Mals“ ist noch nicht ganz fertig. Heidi bittet jene, welche bei Heidi eine Gratis-DVD bestellt haben, um Geduld. Finanzielle Unterstützung ist weiterhin möglich! Hier geht’s zum Crowdfunding.

Das Wunder von Mals ist immer unter Heidis Lieblingslinks zu finden.

8.9.17 HOME

Bundesrat veröffentlicht Aktionsplan Pflanzenschutzmittel – News von den Volksinitiativen

6. September 2017
ktueller Stand der Trinkwasser-Initiative: 77'233 Unterschriften. Die Grünen haben bisher kein Interesse gezeigt, sich zu engagieren, im Gegensatz zu Umweltorganisationen.

Aktueller Stand der Trinkwasser-Initiative: 77’233 Unterschriften. Die Grünen haben bisher kein Interesse gezeigt, sich zu engagieren, im Gegensatz zu Umweltorganisationen.

Der Bundesrat will Risiken von Pflanzenschutzmitteln weiter reduzieren, so lautet mindestens der Titel der Medieninformation. Er hat heute den Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verabschiedet. Aufgrund des Medien-Echos geht Heidi davon aus, dass einzig der Bauernverband zufrieden ist, was ein schlechtes Omen ist. Hier die Links:

Medieninformation vom 6.9.17, Bundesrat

Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, Bericht des Bundesrates vom 6.9.17

Aktionsplan Pestizide: Chance verpasst, Medienmitteilung Bio Suisse vom 6.9.17

Nationaler Aktionsplan Pflanzenschutzmittel: Ungenügende Antwort auf die Probleme des hohen Pestizideinsatzes, Medienmitteilung Vision Landwirtschaft vom 6.9.17

Aktionsplan Pestizide: Der Bundesrat missachtet gesetzliche Vorgaben. Medienmitteilung von BirdLife Schweiz, Greenpeace, Pro Natura und WWF Schweiz vom 6.9.17

Die Landschaft ist ja permanent gedopt! Tagesanzeiger 6.9.17, zahlungspflichtiger Beitrag, CHF 2.00.

Nur der Bauernverband ist glücklich. Die Schweizer Landwirtschaft verbraucht zu viele Pestizide. Der Bundesrat reagiert mit einem nationalen Aktionsplan. Grünliberale drohen Unterstützung der Trinkwasserinitaitve an. Tagesanzeiger vom 6.9.17.

Aktionsplan Pflanzenschutzmittel stellt niemanden zufrieden. Blick vom 6.9.17.

Volksinitiativen zur Pestizid-Reduktion

Derweil werden fleissig Unterschriften gesammelt für „mehr Zukunft“, d.h. eine ökologischere Landwirtschaft als dies der Bund vorsieht. Jemand schrieb Heidi: „Habe letzten Dienstag Unterschriften gesammelt. Die meisten unterschreiben, bevor ich mein Sprüchlein fertig habe. Macht Spass und die meisten bedanken sich für den Einsatz und wünschen uns viel Erfolg.“

Zwei neue Videos der Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Video 1.

Zwei neue Videos der Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Video 1.

6.9.17 HOME

Klaras Brief: Von teuren und kostbaren Brennnesseln

5. September 2017
Brennnesseln im Gartenzentrum!

Brennnesseln im Gartenzentrum!

Weil der gestrige Tag so kalt und nass war, machten die Sesemanns einen Ausflug ins Unterland, besuchten ein Gartenzentrum. Sie staunten über die Vielfalt der angebotenen Pflanzen, auch Wildpflanzen. Klara schrieb am Abend Heidi einen Brief:

… Plötzlich rief Frl. Rottenmeier: „Brennnesseln, sieht da! Mickrige Brennnesselstöckchen für fast sieben Franken!“ Herr Sesemann fragte eine Auskunftsperson: „Ja, Brennnesseln sind begehrt; sie sind Lebensmittel, Heilpflanze, Schmetterlingsweide und Hilfsstoff im biologischen Landbau zugleich.“

Herr Sesemann ergänzte: „Auch die Fasern kann man nutzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland Nesseltuch für Armee-Bekleidung verwendet.“ Ich schaute rasch auf Wikipedia nach: Brennnesseln kommen auf stickstoffreichen Böden vor. Noch heute gibt man ganze oder gehackte Brennnesseln als Vitaminträger in das Futter von Küken, Ferkeln und Kälbern, damit sie schneller wachsen. Man kann auch Wolle damit färben.

Zudem gibt es alte Bräuche, z.B. wer am 1. Januar Brennnesselkuchen isst, sichert sich ein gutes Jahr. Und die Älpler spritzen DIE mit Herbizid tod! Das kann ich nicht begreifen. Wäre doch eine Goldgrube …

Heidi las den Brief dem Alpöhi vor. Der lachte und sagte: „Das Vieh frisst die angewelkten und getrockneten Brennnesseln so gerne, dass ich Mühe habe, welche für den Winter auf die Seite zu tun, falls ein Tier krank ist.“ Heidi: „Und was meinst du zu Brennnesseltee von der Alp zum Blumentod?“

Brennnesseln, Wikipedia

Herbizide auf Alpen, alle Artikel von Heidis Mist

5.9.17 HOME

Sophies Wut: Erneut massiver Herbizid-Einsatz auf der Alp zum Blumentod

29. August 2017
Herbizid auf Pflanzen und Steinen. Copyright: Sophie T.

Herbizid auf Pflanzen und Steinen. Copyright: Sophie T.

Sophie schreit ins Telefon: „Heidi, ich bin fuchsteufelswild! Du kannst dir das gar nicht vorstellen. Auf der Alp zum Blumentod wurde überall gespritzt, auf Büsche, Steinhaufen, Trockenmauern, Himbeeren, Farne, Gelben Enzian. Blauer Eisenhut wurde gefressen. Du weisst doch, dass die Tiere ihn weniger meiden, wenn er mit Herbizid behandelt ist.

Dies alles obwohl trächtige Rinder auf der Weide sind! Hagebutten habe ich an behandelten Sträuchern gesehen und was haben die Himbeeren abbekommen? Wenn Wanderer Beeren essen? Gerade umfallen werden sie zwar nicht, aber auch Insekten und Wildtiere sind betroffen. Ein Biker meinte: „Wenigstens könnten sie eine Warntafel aufstellen!

Bitte, Heidi, veröffentliche diese schrecklichen Bilder. Zum Teil wurde am gleichen Ort gespritzt wie im Frühling. Es nützt eben nichts, wenn man die Bewirtschaftung nicht ändert. Und viele Blacken haben gekeimt und die Lücken gefüllt, welche durch den Herbizid-Einsatz im Frühling entstanden sind.“

Wie steht es mit der Abbaugeschwindigkeit in höheren Lagen? Tiefere Temperaturen, flachgründige Böden …! Sie ist sicher langsamer als im Mittelland und die Auswaschgefahr grösser. Sind die Quellen noch sauber?

Sophie schickte viele eindrückliche Fotos. Heidi hatte die Qual der Wahl. Was wird wohl Herr Sesemann sagen, wenn er das sieht? Und Klara? Heidi ist gespannt auf die Reaktion von Fräulein Rottenmeier.

Bauern sind Naturschützer. Wirklich?

Copyright alle Fotos: Sophie T.

Einzelstockbehandlung von vielen Farnen.

Einzelstockbehandlung von vielen Farnen.

Gelber Enzian auf Ökohügel behandelt ...!

Gelber Enzian auf Ökohügel behandelt …!

Trächtige Rinder auf der mit Herbizid behandelten Weide.

Trächtige Rinder auf der mit Herbizid behandelten Weide.

Herbizid-Anwendung auf Busch, Trockenmauer und Gelben Enzian.

Herbizid-Anwendung auf Busch, Trockenmauer und Gelben Enzian.

Blauer Eisenhut durch Herbizid geschädigt, mit Frassspuren.

Blauer Eisenhut durch Herbizid geschädigt, mit Frassspuren.

Mit Herbizid behandelte Büsche.

Mit Herbizid behandelte Büsche.

Herbizid wurde auf Trockenmauer gespritzt.

Herbizid wurde auf die Trockenmauer gespritzt.

Mit Herbizid behandelte Büsche und Steine.

Mit Herbizid behandelte Büsche und Steine.

Herbizid auf Himbeeren.

Herbizid auf Himbeeren.

Behandelter Steinhaufen mit u.a. Himbeeren.

Behandelter Steinhaufen mit u.a. Himbeeren.

Diese Fläche wurde vor 16 Monaten mit Herbizid behandelt. Blacken wachsen saftiggrün.

Diese Fläche wurde vor 16 Monaten mit Herbizid behandelt. Blacken wachsen saftiggrün.

Links Herbizid-Einsatz vor drei Monaten, rechts ohne.

Links Herbizid-Einsatz vor drei Monaten, rechts ohne.

29.8.17 HOME


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