Archive for the ‘Schweizer Produkte’ Category

Zum Unesco Welttag des Audiovisuellen Kulturerbes vom 20.10.21: Aus der Geschichte von Flachs und Baumwolle

18. Oktober 2021
Fabrikant Huldreich Ottiker, Besitzer der damaligen Weberei Ottiker in der Waldau, erwarb die Liegenschaft "Feldegg" im Jahre 1882, baute sie um und nannte sie fortan "Lindengut". Das Lindengut ging später in den Besitz der Habis Textil AG über. Anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums schenkte die Firma, damals die grösste Arbeitgeberin von Flawil, unter der Führung von Inhaber Rolf Schiess das Lindengut der neu errichteten "Stiftung Lindengut" als Ort der Begegnung und für kulturelle Zwecke, insbesondere für die Einrichtung eines Ortsmuseums.

Fabrikant Huldreich Ottiker, Besitzer der damaligen Weberei Ottiker in der Waldau, erwarb die Liegenschaft „Feldegg“ im Jahre 1882, baute sie um und nannte sie fortan „Lindengut“. Das Lindengut ging später in den Besitz der Habis Textil AG über. Anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums schenkte die Firma, damals die grösste Arbeitgeberin von Flawil, unter der Führung von Inhaber Rolf Schiess das Lindengut der neu errichteten „Stiftung Lindengut“ als Ort der Begegnung und für kulturelle Zwecke, insbesondere für die Einrichtung eines Ortsmuseums.

Zitat aus Der landwirtschaftliche Pflanzenbau, 1965, von Rudolf Koblet, damals Professor für Pflanzenbau an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ):

Der Flachs (Linum usitatissimum L.) zählt seit der Zeit der Pfahlbauer zu den Ackergewächsen unseres Landes. Die Leinwandweberei, die vom 13. Jahrhundert an in St. Gallen und in seinem Hinterland blühte, stützte sich zum Teil auf den einheimischen Flachsbau, ebenso die im 18. Jahrundert stark hervortretende Heimindustrie der Berner Landschaft. Als Folge des Umschwungs zugunsten der Baumwolle war die flachsverarbeitende Industrie in der Ostschweiz schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast völlig verschwunden …“

Dieser Umschwung erfolgte schlagartig. Grund dafür waren die neuen Transportmöglichkeiten. Zudem war Leinwand nicht mehr modern und teurer. Darunter litten die auf Flachs spezialisierten Bauern. Hingegen profitierte die Ostschweizer Textilindustrie, besonders die St. Galler Stickereibetriebe. Die St. Galler Spitzen waren vor dem Ersten Weltkrieg das wichtigste Exportgut der Schweiz. Anfang der 1920er Jahre änderte sich die Mode, Spitzen waren nicht mehr gefragt, sondern funktionale Kleidung. Die Weltwirtschaftskrise 1929 führte zu einem drastischen Rückgang der Nachfrage nach Spitzen und somit zu Entlassungen, verbunden mit Auswanderungen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde vermehrt Flachs angebaut. Kobelt: „Die Verknappung an Textilien während der Kriegszeit führte dazu, dass sich bis 1943 10’910 Betriebe dem Anbau von Flachs zuwandten. Die Anbaufläche betrug in diesem Jahr 225 ha. Nach 1945 setzte erneut ein rascher Rückgang ein.“

Die Textilindustrie in der Ostschweiz hingegen profitierte von der Hochkonjunktur nach dem Zweiten Weltkrieg. Automation verhalf zu einem vorübergehenden Aufschwung. Ab Mitte der 1950er Jahre wurden vermehrt auch billige GastarbeiterInnen aus Italien und Spanien beschäftigt. Aber schon bald kam trotzdem für die meisten Betriebe das Ende. Textilien und Kleider wurden immer mehr in Billiglohnländern produziert, wo es auch geringere oder keine Umweltauflagen gibt. Viele Gewässer werden heute noch durch ungeklärte Abwässer von Textilfabriken massiv verschmutzt.

In der Schweiz wehrte sich noch Anfang der 1970er Jahre ein Textilunternehmen mit Hilfe weiterer CEOs aus anderen Branchen vehement gegen neue Abwasservorschriften. Doch das Amt in St. Gallen blieb hart. Der zuständige Beamte schrieb den Herren am Schluss eines abschliessenden Briefes: „Ich habe zwei Ordner mit Zuschriften zu ihrem Fall. Einer mit positiven. Dieser ist voll. Der andere Ordner mit negativen ist fast leer. Ich lege jetzt Ihren Brief in den fast leeren Ordner ab.“ Somit war der Fall erledigt, die verlangten Gewässerschutzmassnahmen mussten erfüllt werden.

Nicht ganz vergessen darf man, dass auch die Schweizer Textilindustrie vom Kolonialismus profitiert hatte. Eindrücklich geschildert wird die Geschichte der Baumwolle im Buch King Cotton von Sven Beckert. Eine Geschichte des globalen Kapitalismus, erschienen bei C.H. Beck.

Zum Unesco Welttag des Audiovisuellen Kulturerbes vom 20.10.21

Auch dieses Jahr präsentiert das Lichtspiel zum Welttag des Audiovisuellen Kulturerbes Schätze aus seinem Archiv, die im Verlauf der letzten 12 Monate eingelangt sind und gesichert werden konnten. Dieses Mal begeben wir uns in die Ostschweiz, genauer nach Flawil, denn dort machte um 1905 das Wanderkino von Alexander Dahlmann-Fasold Station und filmte die Menschen, die die damalige Weberei Ottiker verlassen. Die Nachfahren der Familien Habisreutinger-Ottiker und Schiess haben die Restaurierungen finanziert. In den Filmen aus den 1920er Jahren dokumentieren die damaligen Besitzer die Fabrik und das Familienleben. Dank der umsichtigen Aufbewahrung können wir die Filme heute in aller Pracht sehen.

Parallel zu unserer analogen Filmvorführung finden Sie ab 20.10.2021 zusätzliche Informationen in unserer Rubrik „Kinogeschichten“.

Die Vorführung wird eingeführt durch Urs Schärli vom Ortsmuseum in Flawil und musikalisch live begleitet von Wieslaw Pipczynski.

Wir präsentieren das Programm im Saal und strahlen es auch als Live-Stream aus

Liebe Leserinnen und Leser, blicken Sie zurück in eine andere Zeit, in die Blütezeit der Schweizer Textilindustrie!

Ortsmuseum Flawil

Wieslaw Pipczynski

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Ivos Dackel Bodo frisst kein „Fleisch für Hunde“

19. August 2021
Yvo: "Ich war erstaunt, dass Bodo auch Poulet gerne frisst, sogar besonders gerne! Deshalb habe ich diese Woche in der Migros 6 Stück gekauft und tiefgefroren."

Yvo: „Ich war erstaunt, dass Bodo auch Poulet gerne frisst, sogar besonders gerne! Deshalb habe ich diese Woche in der Migros 6 Stück gekauft und tiefgefroren.“

Liebe Heidi

Ich bin schon seit vielen Jahren Vegetarier, mein Dackel Bodo hingegen liebt selbstverständlich Fleisch. In der Nähe meiner Wohnung gibt es COOP und Migros. Dort finde ich regelmässig Aktionsfleisch. Das ist billiger als Fleisch für Hunde und erst noch bessere Qualität. Gewürztes Fleisch wasche ich gut.

Bodo hat sich leider an diese Spezialitäten gewöhnt. Einmal ging mir das Fleisch aus. Ich hatte noch eine Dose mit feinem Rindfleisch für Hunde drin, servierte ihm dieses, aber es dauerte lange bis er so sehr Hunger hatte, dass er es frass. Das erinnerte mich an die Katzenszene in The long Good-Bye als es Marlowe nicht schaffte, seiner Katze das falsche Katzenfutter unterzujubeln.

Ich glaube nicht daran, dass ein Werbeverbot für Fleisch-Aktionen in der Schweiz durchkommt. Das wäre zwar nötig, aber die Fütterung von Bodo käme mich dann wesentlich teurer zu stehen.

Mein Budget für Lebensmittel ist ziemlich tief, wahrscheinlich unter dem Durchschnitt. Ich kaufe hauptsächlich „Aktionen“. Sind unsere Lebensmittel so wenig wert?

Beste Grüsse aus den Ferien im Berner Oberland

Ivo

Bund erwägt Werbeverbot für Fleisch-Aktionen – Klimaschutz: Bundesamt für Landwirtschaft provoziert mit pikantem Vorschlag. Andrea Kučera, NZZ am Sonntag vom 14.8.21

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Frau Meier, die Landi und wo man Qualitäts-Erdbeer-Holzwolle findet

14. Juni 2021

Die einzige Schweizer Erdbeer-Holzwolle agrohobby hat lange Fäden und ist ausgesprochen stabil.

Schweizer Erdbeer-Holzwolle agrohobby von Lindner Suisse besteht aus speziell für diesen Zweck ausgelesenem Holz, hat lange Fäden und ist ausgesprochen stabil.

Frau Meier (Name von Heidi geändert) schrieb der LANDI Graubünden AG:

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr

Ich wollte am vergangenen Dienstag in der Landi Chur Holzwolle für meine Erdbeeren kaufen und war doch sehr überrascht, ein importiertes Produkt aus Deutschland anzutreffen (s. Fotos im Anhang), zumal ich weiss, dass es in Wattwil einen Holzwolle-Produzenten gibt, welcher nur einheimisches Schweizer Holz verwendet.

Die Landi hat doch ansonsten einen sehr regionalen Charakter, womit auch stets Werbung betrieben wird. Aus welchem Grund muss denn nun in diesem Falle Holzwolle importiert werden, wenn gleich im Nachbarkanton Holzwolle produziert wird? Das verstimmt mich als ansonsten begeisterte und überzeugte Landi-Einkäuferin doch sehr und wirft ein schlechtes Bild auf Ihre Unternehmung.

Beste Grüsse

Carla Meier

Die LANDI Graubünden AG antwortete:

Guten Tag Frau Meier

Das ist richtig, das ist sicher nicht optimal. Wie von vielen Holzprodukten haben wir im LANDI Sortiment ein Schweizer Produkt und eines aus dem Ausland. Vielfach entscheidet der Konsument aufgrund der Preisdifferenz. Die Schweizer Holzwolle kostet ca. 3x mehr, ist aber natürlich Qualitativ sehr hochwertig. Für Erdbeeren möchte der Konsument in den meisten Fällen die günstigere. In kleineren LANDI Läden wie Chur haben wir hier Sortimentsvorgaben, welches zwingend im Sortiment sein muss. Aufgrund der Nachfrage ist das in diesem Fall das importierte Produkt.

Gerne können wir Ihnen aber auch in Chur die Schweizer Holzwolle beschaffen. In der LANDI Landquart haben wir die Schweizer Holzwolle immer im Verkauf, da wir dort deutlich grössere Platzverhältnisse haben.

Anbei finden sie die 2 Schweizer Holzwolleprodukte:

Deutsche Erdbeer-Holzwolle und Euterholzwolle agroclean

Deutsche Erdbeer-Holzwolle und Euterholzwolle agroclean

Hoffe, Ihnen hiermit etwas Erklärung gebracht zu haben.

Bei weiteren Fragen oder einer Bestellung dürfen sie sich gerne wieder melden

Vielen Dank, Freundliche Grüsse

LANDI Graubünden AG

Doppelte Falschaussage der LANDI!

Theoretisch ist es schön zu wissen, dass in der LANDI auf Bestellung Schweizer Erdbeer-Holzwolle erhältlich ist. ABER beim von der LANDI angebotenen Schweizer Holzwolle-Produkt handelt es sich um die Euterwolle agroclean. Hingegen heisst die für Erdbeeren, Zucchetti usw. geeignete Holzwolle agrohobby. Die Anforderungen an Euterwolle sind logischerweise wesentlich anders als jene an Erdbeerwolle. Auf der Internetseite des Produzenten Lindner Suisse ist über Euterwolle zu lesen: Nicht geeignet für die Verpackung und zum Unterlegen von Erdbeeren.

Die sehr stabile Holzwolle agrohobby zum Unterlegen von Erdbeeren erhalten Sie NICHT in der LANDI, sondern bei Jumbo, in der Migros und im gut sortierten Fachhandel. Grössere Mengen können Sie direkt bei Lindner Suisse bestellen.

Heidis Holzwolle-Erfahrungen mit der LANDI und Lindner Suisse

Bei der LANDI in Landquart erhält man auch auf Nachfrage keine für Erdbeeren geeignete Schweizer Qualitätsholzwolle und der Vorsitzende der Fenaco-Geschäftsleitung, Martin Keller, hatte keine offenen Ohren für Heidis Reklamation. Es gibt weiterhin nur importierte von lausiger Qualität.

Viele Lebensmittel, die Schweizer KonsumentInnen ennet der Grenze einkaufen, sind vermutlich den Schweizer Produkten ziemlich ebenbürtig, nur billiger, daher der Einkaufstourismus. Die Holzwolle aus Deutschland ist aber bei Weitem nicht den tieferen Preis wert. Heidi hatte die beiden Produkte verglichen. Sie schrieb u.a. :“Die Schweizer Holzwolle leistet Widerstand gegen Druck (hat Griff), die ausländische fühlt sich lumpig bzw. weich an.“

Es lohnt sich auf jeden Fall, das Schweizer Produkt zu kaufen. Lesen Sie hier Heidis Vergleich im Detail:

Auch die Landi kauft gerne ennet der Grenze ein! Heidis Mist vom 23.6.17

agroclean® Euterholzwolle

agrohobby

Lindner Suisse, Wattwil SG

14.6.21 HOME

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Balkon und Garten: Träumen und planen

18. April 2021
Wer selber Gemüse anbaut, kann ganz auf Pestizide verzichten.

Wer selber Gemüse anbaut, kann ganz auf Pestizide verzichten.

Auch wenn es immer noch kalt ist, so gilt es, selbstgezogenes Essen für sich, Insekten, Vögel usw. zu planen. Zwar sind mehrjährige Pflanzen wie Spargeln und Himbeeren pflegeleicht, aber viele müssen spätestens jetzt aus Samen in Töpfen gezogen werden. Wo der Platz dazu fehlt, da findet man in einer Gärtnerei oder einem Gartenzentrum Setzlinge. Die Saat weniger kälteempfindlicher Arten ist jetzt im Garten vielerorts möglich.

Wer nur einen Balkon hat und mehr produzieren möchte als etwa Kräuter, kann sich einer regionalen Vertragslandwirtschaft anschliessen oder selbst einen Bauernhof finden, der diese Produktionsform wählen möchte oder einen Teil des Lands dafür zur Verfügung stellt, und einen neuen Verein gegründen. Beim Verband regionale Vertragslandwirtschaft (RVL) finden Sie Adressen und Informationen.

Vergessen Sie beim Planen nicht die Nützlinge und andere „Mitbewohner“, welche immer weniger Lebensraum haben. Wenn Sie mehrjährige Wicken anpflanzen, dann haben Sie mit wenig Arbeit (jäten und aufbinden) über lange Zeit bezaubernde Blüten; und Sie können sicher sein, dass Sie Zitronenfalter beim Nektartrinken auf den Wicken beobachten können. Zwar sind diese zarten Wesen nicht gefährdet, aber Heidi mag ihr frisches Gelb. Futterpflanzen für gefährdete Arten finden Sie viele auf dem Internet, z.B. bei Pro Natura „Schmetterlinge fördern im Garten und auf dem Balkon“.

Verband regionale Vertragslandwirtschaft (RVL)

Solidarische Landwirtschaft (Solawi)

18.3949 Motion: Vertragslandwirtschaft. Eine Landwirtschaft fördern, die auf Verträgen zwischen den Landwirtschaftsbetrieben und den Konsumentinnen und Konsumenten basiert. Carlo Sommaruga/Beat Jans, 27.9.18

Jetzt ans Pflanzen denken! Kein Balkon zu klein … (mit zahlreichen Links). Heidis Mist vom 7.1.19

Diese mehrjährige Wicke benötigt fast keine Arbeit, blüht aber monatelang; und ihr Nektar lockt Zitronenfalter an.

Diese mehrjährige Wicke benötigt fast keine Arbeit, blüht aber monatelang; und ihr Nektar lockt Zitronenfalter an.

18.4.21 HOME

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Bundesrat muss Palmölverordnung überarbeiten

6. April 2021

Offensichtlich nimmt der Bundesrat das Volk nicht ernst: Handel vor Nachhaltigkeit!

MEDIENMITTEILUNG DER PALMÖL-KOALITION[1] vom 1.4.21

Bundesrat muss Palmölverordnung überarbeiten

Das Stimmvolk hat sich mit 51.6% nur ganz knapp für das Freihandelsabkommen mit Indonesien ausgesprochen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die versprochenen Nachhaltigkeitsanforderungen. Die Palmöl-Koalition fordert daher eine Überarbeitung der vom Bund präsentierten Palmölverordnung.

(BERN) Mit der Abstimmung über das Freihandelsabkommen mit Indonesien ist die Debatte über die bedenklichen Palmölimporte nicht vorbei. Im Gegenteil: in einer Verordnung müssen nun die versprochenen Nachhaltigkeitsanforderungen im Detail geregelt werden. Der Bundesrat hat dazu seinen Vorschlag in Vernehmlassung gegeben.

Bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, dass diese Verordnung ungenügend ist. So werden schwache Labels anerkannt, die zwar auf dem Papier gut klingen, in der Umsetzung und Kontrolle jedoch grosse Mängel aufweisen. Ebenfalls bleibt unklar, was mit fehlbaren Importeuren geschieht, denn ein wirksames Sanktionssystem ist nicht vorgesehen. Eine solche minimalistische Umsetzung widerspricht dem Versprechen des Bundesrates, mit welchem er die Stimmbevölkerung von seinem Freihandelsabkommen überzeugt hat.

Die Palmöl-Koalition fordert insbesondere folgende drei Anpassungen:

  • Vor Inkrafttreten der Verordnung muss eine zweite Benchmarking-Studie vorliegen, die neben den Kriterien auch die Umsetzung und Wirksamkeit der Labels bewertet.
  • Die Liste der in der Verordnung vorgeschlagenen Standards muss auf «POIG» und «RSPO 2018 Identity Preserved» reduziert werden. «RSPO 2013», «RSPO 2018 Segregated» und «ISCC» sind zwingend zu streichen.
  • Das Kontroll- und Sanktionssystem muss in der Verordnung präzisiert werden, damit es die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien sicherstellen kann.

Weitere, spezifischere Forderungen stellen die in der Palmöl-Koalition vertretenen Organisationen in ihren jeweiligen Stellungnahmen.

Damit importiertes Palmöl dem Anspruch auf nachhaltige Produktion tatsächlich genügt, sind die erwähnten Korrekturen unabdingbar. Setzt der Bund aber die Verordnung in ihrer jetzigen, minimalistischen Fassung in Kraft, verliert er in Sachen Nachhaltigkeit jegliche Glaubwürdigkeit, und künftige Freihandelsabkommen dürften es an der Urne schwer haben. Daher zählt die Koalition auf die Kooperation des SECO.

[1] Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana, Alliance Sud, Brot für Alle, Bruno Manser Fonds, Fédération Romande des Consommateurs, Green Boots, PanEco, Pro Natura, Public Eye, Schweizer Bauernverband, Schweizerische Getreideproduzentenverband, Soldiar Suisse, Uniterre

Heidis 80 weitere Artikel über Palmöl

6.4.21 HOME

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Freihandelsabkommen: Wir können uns Wachstum nicht mehr leisten!

28. Februar 2021

Freihandelsabkommen: Ritt in eine abgründige Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder.

Freihandelsabkommen: Ritt in eine abgründige Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder.

Liebe Heidi

Was mich schon fast ein bisschen beelendet bei der Debatte um das Freihandelsabkommen mit Indonesien: Niemand stellt das Institut der Freihandelsabkommen und der damit verbundenen Ziele in Frage.

Was will denn ein Freihandelsabkommen bewirken? Mehr Handel. Mehr Transporte. Mehr Wachstum. Mehr Energieverbrauch. Mehr Rodungen. Mehr Industrielandwirtschaft. Die Schweiz will mehr Produkte nach Indonesien verkaufen, Indonesien will mehr Produkte in die Schweiz verkaufen. Das ist nichts anderes als weiteres exponentielles Wachstum. Dem soll das Freihandelsabkommen mit Mercosur folgen, später dann vielleicht eines mit den USA usw. Und jedes Mal wollen wir mehr verkaufen und um den halben Globus transportieren und die Gegenpartei ebenfalls.

Und das in einer Zeit, in welcher eigentlich alle erkannt haben müssten, dass wir uns das exponentielle Wachstum schlicht nicht mehr leisten können, wenn wir unseren Kindern und Kindeskindern eine lebenswerte Zukunft nicht endgültig verbauen wollen.

Auch den Menschen in Indonesien bringt diese Art von „Entwicklung“ keinen echten Gewinn (ausser natürlich der schon heute stinkreichen Elite). Damit es diesen Menschen besser geht, braucht es zuallererst mehr Gerechtigkeit und Umweltschutz im Lande selber und dann faire Handelsbeziehungen, bei denen wir sicherstellen, dass die Bäuerinnen, Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auch ein gerechtes Einkommen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen haben. Die indonesische Regierung hat aber gerade den Arbeitnehmer- und den Umweltschutz massiv geschwächt.

Liebe Grüsse

Michael

Referendum Stop Palmöl!

Heidis weitere 77 Artikel über Palmöl

28.2.21 HOME

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Schweizer Landwirtschaft ohne Saatgut und Pestizide?

29. Dezember 2020

Heidis Versuch, das Suisse Garantie Signet zu aktualisieren.

Heidis Versuch, das Suisse Garantie Signet zu aktualisieren.

Wenn es um Saatgut geht, dann dominieren die gleichen Firmen wie bei den Pestiziden: Syngenta (China) und Bayer (Deutschland), hinzu kommt CORTEVA (USA). CORTEVA agriscience entstand im Frühling 2019 durch Abspaltung des Bereichs Landwirtschaft von DowDupont. Der Name leitet sich ab von „Herz“ und „Natur“ (kohr-‚teh-vah), wie CORTEVA in der Medieninformation vom 6.3.19 erklärt.

Betrachtet man die „Zutaten“ bzw. die Basis, die es braucht, um Schweizer Landwirtschaft zu betreiben, dann ist der Selbstversorgungsgrad der Schweiz fast vernachlässigbar klein. Zur Saatgut-Abhängigkeit von den Weltfirmen kommt das aus den Niederlanden oder Nordafrika importierte Pflanzgut hinzu. Auch ein wesentlicher Teil der Pestizide und Dünger werden importiert, nicht zu reden vom Auslaufmodell-Phosphor!

Über diese Abhängigkeiten wurde seit Jahren informiert, nur hört es niemand und ein wesentlicher Teil der Landwirtschaft, Industrie und Politik versteckt sich aktuell hinter der Mär der nötigen Pestizide statt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern wie Auslandabhängigkeit, Umweltverschmutzung, Biodiversitätsverlust, Gesundheit …

Schweizer Landwirtschaft ohne Pestizide? Heidis Mist vom 28.12.20

Die Schweiz ist den Saatgut-Konzernen ausgeliefert. Kurt Marti, Infosperber vom 1.8.18.

Die Saatgut-Konzerne diktieren unsern Speisezettel. Kurt Marti, Infosperber vom 20.9.18.

CONCENTRATION OF MARKET POWER IN THE EU SEED MARKET. IVAN MAMMANA, STUDY COMMISSIONED BY THE GREENS/EFA GROUP IN THE EUROPEAN PARLIAMENT. Januar 2014

Corteva™ Separates from DowDuPont to Form Leading Pure-Play Agriculture Company. Medieninformation CORTEVA vom 6.3.19

29.12.20 HOME

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Korruption in Indonesien: Erst Hummer, dann Corona-Hilfen

10. Dezember 2020

Gerade ist bei Heidi ein Brief aus Deutschland mit Link zur Tagesschau.de von gestern, 9.12.20 eingetroffen: „Und die Schweiz macht trotzdem ihr Freihandelsabkommen wie alle anderen Staaten der EU/USA usw. auch!“

Heidi meint: „Nein, so klar ist es nicht. Wir können am 7.3.21 dem Referendum Stop Palmöl zustimmen und ein NEIN zum Freihandelsabkommen in die Urne legen. Die SchweizerInnen können dann beweisen wie sehr sie korrupte Länder lieben, in welchen den Entscheidungsträgern Geld mehr als die Bevölkerung und Umwelt bedeutet!

Gesucht sind aktuell HelferInnen für die Kampagne Stop Palmöl:

KONTAKT: Mathias Stalder, Uniterre

+41 (0) 76 409 72 06 ,
info(ät)stop-palmoel.ch

Tagesschau.de vom 9.12.20:

„Viele Indonesier sammeln Spenden, um in der Corona-Krise Bedürftigen zu helfen – und der Sozialminister wird mit Koffern voller Geld aufgegriffen. Die Korruption hat das Land fest im Griff.

Die Berichte im indonesischen Fernsehen und im Netz häufen sich. Bilder von Koffern voller Geld laufen in Endlosschleife: Korruption, Ministerrücktritte – Experten und Behördenvertreter stehen Rede und Antwort zu den jüngsten Fällen in Indonesien, zumindest zu denen, die am meisten Aufsehen erregen.

… Dann, und das erregt die Gemüter in diesen Zeiten der Corona-Krise, soll sich ausgerechnet der Sozialminister an Corona-Hilfen bereichert haben. Juliari Batubara wurde festgenommen, da er Bestechungsgelder in Millionen­Dollar-Höhe kassiert haben soll, dabei ging es um die Verteilung von Corona-Hilfspaketen.

92 Prozent der Indonesier halten Korruption für ein Problem

Indonesien ist das Land in Südostasien, das am stärksten von der Pandemie betroffen ist: Bisher gab es 18’000 Tote und fast 600’000 Infektionen. Wegen der Größe des Landes – 260 Millionen Menschen leben auf 18’000 Inseln verteilt – ist das Virus hier schwer in den Griff zu bekommen. Während viele Bürger Indonesiens Spenden sammeln, um betroffenen Mitbürgern zu helfen, landen Koffer und Rucksäcke voller Geld beim Sozialminister. Das macht die Menschen wütend …“

Lesen Sie den vollständigen Bericht von Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur: Korruption in Indonesien Erst Hummer, dann Corona-Hilfen

Freihandelsabkommen Indonesien/Schweiz

  • Und unsere Bauern möchten den „armen“ IndonesierInnen Schweizer Käse schicken, produziert auf Kosten unserer Umwelt mit unseren Steuergeldern, wo doch unser Selbstversorgungsgrad tief ist.
  • Und unsere Industrie möchte den „armen“ IndonesierInnen Schokolade schicken, womöglich mit Palmöl drin. Dann würde dieser billige verarbeitungstechnisch einfache, aber geschmacklose Bestandteil der süssen Herrlichkeiten den weiten Weg von Indonesien in die Schweiz und zurück nach Indonesien machen. Wie gut sich Schokolade bei 27°C und 95% Luftfeuchtigkeit hält, das weiss Heidi nicht.

Seit man den SBV-hörigen Bauern versichert hat, dass die Schweizer Ölprodukte sicher nicht durch Palmöl konkurrenziert würden, haben sie gar nichts mehr gegen den Import des grüngefärbten, nicht nachhaltigen Palmöls mit dem zweifelhaften Label „RSPO“ einzuwenden.

Korruption in Indonesien Erst Hummer, dann Corona-Hilfen, Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur. Tagesschau.de vom 9.12.20

Lesen Sie auch Heidis weitere 40 Artikel über Palmöl.

10.12.20 HOME

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Die Linke und die Rechte – Bio oder nicht Bio?

26. Oktober 2020

NaNa und Heidi haben in der NZZ vom 23.10.20 den Kommentar von Angelika Hardegger Warum niemand Bioäpfel kaufen muss gelesen: „Die Doppelmoral der Konsumenten steht am Pranger. Bio predigen und dann doch das billigere Produkt kaufen – das sei falsch, heisst es. Über ein scheinheiliges Argument …

Einige Konsumenten kaufen aus Idealismus Bioäpfel, andere aus der Überzeugung, sie seien gesünder. Den meisten Konsumenten ergeht es allerdings wie den Bauern mit dem Schleppschlauch: Sie würden Bioäpfel kaufen, wenn die anderen es auch täten. Aber sie wissen: Solange die meisten Konsumenten die günstigeren, dutzendfach pestizidbehandelten Äpfel kaufen, ist der Nutzen für die Umwelt minimal.

Darum wird der Konsument das Umweltproblem der Landwirtschaft nicht lösen. Darum darf man es nicht auf ihn abwälzen. Nicht in einer Branche, in der so vieles vom Staat geregelt wird. Nicht in einer Branche, die vom Staat so massgeblich mitfinanziert wird.“

Lesen Sie den vollständigen Beitrag, denn er ist spannend! Nichtabonnenten müssen sich registrieren oder den Artikel über „teilen“ bei Heidi anfragen: heidismist at bluewin.ch.

NaNa liess sich für einen Cartoon inspirieren und recherchierte. Das hat sie gefunden!

Bio-Konsum der Schweizer Bevölkerung

Im Rahmen der Open Data-Übung des Instituts für Wirtschaftsinformatik und in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Landwirtschaft haben sich Anushan Nallathamby und Jan Schwob, beide Master of Science in Business Administration der Universität Bern, mit dem Biokonsum der Schweizer Bevölkerung auseinandergesetzt und mit den zur Verfügung gestellten Daten zu den Jahren 2017 bis 2019 eine Visualisierung ausgearbeitet. Übersichtlich abrufbar sind acht Produktegruppen (von Brot- und Backwaren … Milch und Milchprodukte) verknüpft mit sieben Faktoren (von Sprachgebiet … Anzahl Kinder).

Hier erfährt man z.B. über Früchte: In der Westschweiz werden mehr Bio-Früchte gegessen als in der Deutschschweiz, der Bio-Anteil ist am höchsten in Haushalten mit drei und mehr Kindern und bei über 65-Jährigen, die Unterschiede zwischen den Einkommensklassen sind klein. Rufen Sie doch einige Kombinationen ab, denn das ist aufschlussreich!

Wie die Bevölkerung ihren Bio-Konsum überschätzt

Auch Hanspeter Guggenbühl nahm den Biomarkt unter die Lupe. Am 17.2.16 schrieb er für den Infosperber: „Glaubt man Umfragen, ist der Schweizer Biomarkt riesengross. Doch die Befragten färben sich viel grüner als sie sind.“ Am höchsten ist der Bio-Anteil bei den Eiern; bei Milch, Brot, Gemüse und Früchten liegt er ebenfalls über dem Mittelwert. Deutlich unter dem Durchschnitt liegt der Bio-Anteil bei Süsswaren, Getränken, Käse und Fleisch. Beim Fleisch ist der geringe Bio-Anteil deshalb relevant, weil die Produktion von Fleisch die Umwelt besonders stark belastet.

Neues Testament der Bibel, Matthäus 6,3

Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.

Heidi meint: „Häufig sind Produkte, die man kaufen möchte, gar nicht in Bio-Qualität erhältlich, z.B. in VOLG-Dorfläden (dem Laden der Bauern), aber auch bei COOP und Migros.“

26.10.20 HOME

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Hightech-Holzwolle nicht nur für Gesichtsmasken

13. Mai 2020

Gesichtsmaske mit Holzwolle-Filter von Lindner Suisse in Wattwil SG.

Gesichtsmaske mit Holzwolle-Filter von Lindner Suisse in Wattwil SG.

Die regelmässigen LeserInnen von Heidis Mist wissen, dass Heidi Erdbeeren, Zucchetti usw. mit Schweizer Holzwolle unterlegt, dies zum Schutz vor Fäulnis und Schmutz. Es gibt nur noch eine Firma, welche dieses Produkt in der Schweiz herstellt und erst noch in hoher Qualität, die Lindner Suisse in Wattwil. Das neueste Produkt: waschbare Gesichtsmasken mit austauschbarer antiseptischer Spezial-Holzwolle, also keine Abfallberge!

Thomas Wildberger, Geschäftsführer der Lindner Suisse, präsentiert mit seiner Familie verschiedene Gesichtsmasken-Modelle.

Thomas Wildberger, Geschäftsführer und Besitzer der Lindner Suisse, präsentiert mit seiner Familie verschiedene Gesichtsmasken-Modelle. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Gesichtsmasken.

Es gibt gegen 200 Verwendungszwecke für Holzwolle. Gefüllt mit Holzwolle aus dem Toggenburg sind z.B. die Steiff-Teddybären und der Sechseläuten-Böögg. Holzwolle dient etwa als Füllmaterial für den Versand von Gütern, als Polster-, Dämm-, Isolations- und Filtermaterial in zahlreichen Branchen für anspruchsvolle Produkte. Immer beliebter ist die Holzwolle Spediline food, geeignet für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln, so auch für die Lagerung, Logistik und Präsentation von Produkten, z.B. in Hofläden und im Direktverkauf.

Thomas Wildberger legt grossen Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit. Er kauft das 100% Schweizer Holz so nahe wie möglich ein, um Transportwege kurz zu halten. Die Bäume stammen aus Waldstücken, die durchforstet werden, nicht aus Kahlschlägen.

2020 hätte die Lindner Suisse ihr 100-Jahr-Holzwolle-Jubiläum gefeiert, wenn nicht Corona dazwischen gekommen wäre. Nun musste die Feier auf 12. Juni 2021 verschoben werden.

2020 hätte die Lindner Suisse ihr 100-Jahr-Holzwolle-Jubiläum gefeiert, wenn nicht Corona dazwischen gekommen wäre. Nun musste die Feier auf 12. Juni 2021 verschoben werden.

Am 25.4.20 traf die letzte Ladung Holz für die Produktion 2021/22 ein. Die Bäume für Lindner Suisse werden ausschliesslich im Winter geschlagen.

Am 25.4.20 traf die letzte Ladung Holz für die Produktion 2021/22 ein. Die Bäume für Lindner Suisse werden ausschliesslich im Winter geschlagen.

18 Monate lang lagern und trocknen die Baumstämme vor der Verarbeitung. Nur Holz der höchsten Qualitätsklasse wird zu Holzwolle verarbeitet. Dies ist ein Teil der konsequenten Qualitätsstrategie.

18 Monate lang lagern und trocknen die Baumstämme vor der Verarbeitung. Nur Holz der höchsten Qualitätsklasse wird zu Holzwolle verarbeitet. Dies ist ein Teil der konsequenten Qualitätsstrategie.

Die Holzwolle setzt sich je nach Verwendungszweck aus mehreren Laub- und Nadelhölzern zusammen. Sie ist naturbelassen, d.h. frei von chemischen Stoffen und kann in vielen Bereichen Plastik ersetzen. Es erstaunt daher nicht, dass sie gefragter ist denn je und aktuell in 20 Länder exportiert wird, Tendenz steigend.

Die einzelnen Holzwollefäden sind bis 50 cm lang, gleichmässig geschnitten, fein, elastisch, holzsplitter- und praktisch staubfrei.

Erosionsschutz mit Holzwollevlies

Neu für die Schweiz sind die Produkte für Erosionsschutz. Hingegen schon in den 1960er Jahren waren Geonetze aus Holzwolle in den USA weit verbreitet. Ein besonderer Vorteil im Vergleich mit den von weit her importierten Netzen aus Jute, Kokos usw. ist das bessere Wasserrückhalte- und -speichervermögen. Das fördert eine rasche Begrünung, denn die Keimlinge sind besser vor Temperaturschwankungen und Trockenphasen geschützt. Ein weiterer Nachteil der Jute- und Kokosnetze ist, dass sie oft Pestizide enthalten und Samen und Tiere aus fremden Ländern mit den Geweben eingeschleppt werden. Daneben werden immer noch grosse Mengen Kunststoffprodukte eingesetzt, was zur Verschmutzung von Böden, Wasser und Luft mit Mikroplastik beiträgt.

In Wattwil ist die Umfahrungsstrasse im Bau: Einheimisches Holzwolle-Vlies wird für die Hangsicherung eingesetzt statt von weit her transportierte Jute- oder Kokosnetze mit Kunststoffträgerfasern, welche oft Pestizide enthalten. Gerne wird mit solchen Produkten auch Samen und Tiere aus fremden Landen eingeschleppt.

In Wattwil ist die Umfahrungsstrasse im Bau, geplant ist die Fertigstellung im Herbst 2022: Einheimisches Holzwollevlies wird für die Hangsicherung eingesetzt.

Wellen geworfen hatten im Herbst 2019 die Resultate eines mehrjährigen Innosuisse-Forschungsprojektes der Fachhochschule Graubünden in Zusammenarbeit mit dem Instituto Scienze della Terra SUPSI und verschiedenen Partnern. Untersucht wurde die Eignung von Schweizer Holzwollevlies für den Schutz vor Erosion in Kombination mit einer biodiversitätsfördernden Begrünung aus lokalem Saatgut der Marke HoloSem, welches im Umkreis von maximal 15 Kilometern um den Anpflanzstandort in artenreichen Naturwiesen gewonnen wird. Die 14 Versuchsflächen sind in der ganzen Schweiz verteilt.

Der Schlussbericht zeigt, dass der Erosinonsschutz mittels Vlies aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz in Kombination mit der Saat von lokalem Saatgut „nachhaltig, zukunftsweisend und technisch überzeugen ist“. Die eingesetzten Baumarten wurden gezielt ausgewählt und technisch optimal verarbeitet. Es ist also höchste Zeit, dass die öffentliche Hand, Forschung und Lehre, Firmen, Bauherren und Private diese einheimische Alternative zu importierten Erosionsschutznetzen aus Jute- oder Kokosfaser kennenlernen und in ihren Projekten einsetzen.

Durch den Klimawandel begünstigte Trockenperioden zusammen mit zunehmenden Starkniederschlägen fördern Erosion, und Rutschhänge müssen befestigt und begrünt werden. Beim Strassenbau entstehen neue Steilhänge, welche rasch mit Bewuchs zu sichern sind. Für den Einsatz in solchen Sanierungs- und Bauprojekten ist Holzwolle ideal.

Verschiedene weitere Studien belegen, dass der Erosionsschutz mit Holzwollevlies funktioniert. Zum Beispiel hat das Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen solche Vlies 2012 im Toggenburg getestet. Auch eine Studie des Bundesamtes für Umwelt kam vor fünf Jahren zu positiven Resultaten.

Nachhaltiger Erosionsschutz mit Holzwolle und naturgemässer Begrünung, Schlussbericht einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur mit mehreren Partnern.

Jahr für Jahr werden abertausende Holzhaften aus Schweizer HSH/PEFC/FSC® Buchenholz, für die Befestigung der Howolis Erosionsschutzvliese auf verschiedenen Untergründen, in Schweizer Betrieben hergestellt, in denen Menschen mit kognitiven, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen arbeiten, leben und wohnen. Verpackt, gewogen und palettisiert werden auch Flamtastic Anzündhilfen Sticks in diesen Schweizer Betrieben. So können alternierend bis zu 20 Personen das Jahr hindurch beschäftig werden.

Jahr für Jahr werden abertausende Holzhaften aus Schweizer HSH/PEFC/FSC® Buchenholz, für die Befestigung der Howolis Erosionsschutzvliese auf verschiedenen Untergründen, in Schweizer Betrieben hergestellt, in denen Menschen mit kognitiven, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen arbeiten, leben und wohnen. Verpackt, gewogen und palettisiert werden auch Flamtastic Anzündhilfen Sticks in diesen Schweizer Betrieben. So können alternierend bis zu 20 Personen das Jahr hindurch beschäftig werden.

Herstellung von Holzhaften.

Herstellung von Holzhaften.

Anfang April verlegte die Parpan Bau AG auf der Lenzerheide Howolis-Vlies, Typ 10. Sie schickte davon Fotos an Lindner Suisse und schrieb: "Super geklappt, tolles System!!" Copyright: Parpan Bau AG.

Anfang April verlegte die Parpan Bau AG auf der Lenzerheide Howolis-Vlies, Typ 10. Sie schickte davon Fotos an Lindner Suisse und schrieb: „Super geklappt, tolles System!!“ Copyright: Parpan Bau AG.

Holzwolle-Faschinen stabilisieren das Ufer von Bächen

Faschinen aus Holzwolle werden in den USA, dem Mutterland der Holzwolle, seit Jahren erfolgreich verwendet. Seit Kurzem stellt auch Lindner Suisse in der Schweiz Vegetationsfaschinen mit Holzwolle zur Böschungsstabilisierung, als ingenieurbiologische Ufersicherung im Wasserbau und für viele weitere Einsatzbereiche her.

Holzwolle-Faschine zum Stabiliseren von Bachufern.

Holzwolle-Faschine zum Stabiliseren von Bachufern.

So wird die Holzwolle eingebaut.

So wird die Holzwolle eingebaut.

Pflanzen (auch aus Samen) durchwurzeln nun den so stabilisierten Hang.

Pflanzen (auch aus Samen) durchwurzeln nun den so stabilisierten Hang.

Bei der Renaturierung des Riethofbaches beim Schloss Pfläffikon SZ wurden Holzwolle-Faschinen von Lindner Suisse eingesetzt. <a href="https://heidismist.files.wordpress.com/2020/05/201708_lindner_suisse_howolis_q-faschine_renaturierung_wasserbau_petriheil.pdf" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a> .

Bei der Renaturierung des Riethofbaches beim Schloss Pfläffikon SZ wurden Holzwolle-Faschinen von Lindner Suisse eingesetzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Holzwolle für Drainagen

Lose Holzwolle für Drainagen.

Lose Holzwolle für Drainagen.

Als Weiterentwicklung der losen Holzwolle für Drainagen bietet Lindner ein fertiges Drainage-Element an, Howolis Drenoroll, welches ein Drainage-Rohr SN-8 mit einer speziellen Filter-Holzwolle ummantelt. Die vorgefertigten Drainagesegmente bestehen aus einem gelochten SN-8-Drainage-/Sickerrohr mit glatter Innenwand, umgeben von zertifizierter Holzwolle, mit einseitiger Steckmuffe.

Die Vorteile der Drenoroll sind: anpassungsfähig, geringes Gewicht, schnell verlegt, gute Filtereigenschaft und langlebig, ohne Kies. Sie sind einsetzbar für die Entwässerung von Liegenschaften, Versickerungsanlagen, Sportplätze, Landschaftsbau, Landwirtschaft, Gartenbau, Kanalisation, Metoerwasser usw.

Drainage-Rohr SN-8 mit einer speziellen Filter-Holzwolle ummantelt.

Drainage-Rohr SN-8 mit einer speziellen Filter-Holzwolle ummantelt.

Seit 67 Jahren Holzwolle für die Euterreinigung

Lindner agroclean® Euterholzwolle wird seit 1953 erfolgreich verkauft und heute in 20 Ländern exportiert. Ihre Vorteile: splitterfrei, staubarm, trocken, wirtschaftlich und kommt ganz ohne Chemie aus. Sie reinigt schonend die Euter von Kühen, Schafen, Ziegen und Kamelen und stimuliert den Milchfluss.

Vergleich von Papier und Holzwolle zur Euterreinigung. Studie der Vetsuisse-Fakultät/Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftliche Schule des Kanton Zürich, Strickhof Lindau, Eschikon.

Quality control of wood wool (Excelsior) in udder hygiene, Master’s thesis University of Zurich, Vetsuisse Faculty, cand. med. vet. Roman Ruf

Anzündhilfe aus Holzwolle

Flamtastic aus Holzwolle hilft beim Anzünden. Ob Grill, Kamin-, Kachelofen oder Lagerfeuer, diese Anzündhilfe brennt lange und ohne zu qualmen. Mit individueller Gestaltung der Verpackung eignet sich Flamtastic auch als Werbegeschenk.

Flamtastic aus Holzwolle hilft beim Anzünden. Ob Grill, Kamin-, Kachelofen oder Lagerfeuer, diese Anzündhilfe brennt lange und ohne zu qualmen. Mit individueller Gestaltung der Verpackung eignet sich Flamtastic on demand auch als Werbegeschenk.

Noch lange ist nicht alles erzählt, was Holzwolle kann, aber Heidi hört hier auf, lässt Sie selber weitersuchen oder überlegen. Mit dem Duft von Harz in der Nase beschliesst Heidi die Rundschau mit Produkten aus dem Schweizer Wald. Wenn Sie jetzt schon lange am Computer sitzen – man sollte mindestens alle 45 Minuten einmal aufstehen und die Füsse vertreten, Treppen hoch und runter – dann stehen Sie doch auf, bewegen Sie sich und träumen Sie von einem Waldspaziergang!

Hochwertige Gesichtsmaske mit Holzwolle-Filter. Zum Bedecken von Nase, Mund und Kinn – Für den mehrmaligen Gebrauch. Lindner Suisse, Wattwil

Gesichtsmaske mit Holzwolle-Filter. Schweizer Bauer vom 1.5.20

Lindner Suisse, Wattwil

Heidis Holzwolle aus dem Toggenburg. Heidis Mist vom 3.4.20

Auch die Landi kauft gerne ennet der Grenze ein! Heidis Mist vom 23.6.17

Holzwolle aus der Manufaktur. Einstein, SRF vom 14.11.13

12.5.20 HOME

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