Archive for the ‘Verschiedenes’ Category

Von essbaren Nachtschattengewächsen …

15. August 2021
Reif geerntete Tomaten.

Reif geerntete Tomaten, frisch gewaschen.

Heidis Kartoffeln (Solanum tuberosum) sind geerntet, gewaschen, getrocknen, sortiert und eingelagert. Der Boden war noch nass, so dass das Ernten mit der Stechschaufel etwas streng, aber machbar war. Hingegen hätte ein Bauer bei diesen Verhältnissen mit dem Kartoffelvollernter Probleme, denn der Boden würde von der schweren Maschine arg verdichtet

Der Anbau von Kartoffeln ist einfach, erfordert wenig Arbeit und das Ernten ist ein Vergnügen. Es ist schön zu sehen wie die Knollen aus der Erde purzeln. Während der Blüte ist die Kartoffelpflanze auch eine Zierpflanze.

Auberginen-Blüte.

Auberginen-Blüte.

Laufend gibt es reife Tomaten (Solanum lycopersicum) zum Essen und Konservieren. Weil es so lange kalt war, ist erst eine Aubergine (Solanum melongena) gegessen. Doch allein schon die Blüten sind es wert, dieses wärmeliegende Gemüse anzubauen.

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Chinas Massnahmen gegen Erosion und Überschwemmungen fördern globalen Kahlschlag

3. August 2021
Das Schweizer Fernsehen brachte heute einen interessanten Beitrag über Aufforstung von Wüste. Heidi hat daher nachgeschaut wie es sonst mit dem Wald in China steht.

Das Schweizer Fernsehen brachte am 2.8.21 einen interessanten Beitrag über Aufforstung von Wüste, denn Sandstürme sind ein grosses Problem für die betroffenen Städte. Heidi hat nachgeschaut wie es sonst um den Wald in China steht.

Vorwiegend in Berggebieten Chinas wurden Mitte des 20. Jahrhunderts Wälder systematisch gerodet, um das Holz für den wirtschaftlichen Aufbau zu nutzen und landwirtschaftliche Anbauflächen für die wachsende Bevölkerung zu schaffen. Dies führte zu einer Zunahme des Oberflächenabflusses und der Bodenerosion. Die Folge sind höhere Sedimentfrachten und Hochwasserspitzen in den Flüssen, welche Menschen, Infrastrukturen und Trinkwasserversorgung gefährden.

Die zunehmenden Überschwemmungen führten zu einer Änderung der chinesischen Landnutzungspolitik. Die landwirtschaftliche Nutzung auf Hängen steiler als 30 Grad wurde landesweit verboten, die weitere Rodung von Wäldern am Hang untersagt, die ungeregelte Holznutzung beschränkt und Aufforstungsprogramme gestartet. Gerodet wird aber immer noch, etwa von 2002 bis 2020  76’000 Hektar an Primärwald, dessen Fläche in diesem Zeitraum um 4,4% zurückging.

China fördert den globalen Kahlschlag

Um Flutkatastrophen vorzubeugen, hat China das Bäumefällen in seinen eigenen Forsten gestoppt. Stattdessen werden nun gigantische Holzmengen aus den übrigen Ländern Südostasiens und aus Russland importiert, auch der Schwarzmarkt blüht. Seit drei Jahrzehnten beutet Asiens grösster Holzverbraucher Japan systematisch die Urwälder Südostasiens aus. Nun wird befürchtet, dass Chinas extrem gewachsener Einfuhrbedarf auch noch den Rest der grünen Wildnis in der Region vernichtet.

Auch Schweizer Holz wird nach China exportiert. Michael Gautschi, Direktor von Holzindustrie Schweiz, sagte 2018, es werde rund ein Prozent des Schweizer Holzes nach China exportiert. Ökologisch seien solche Transporte nicht so schlimm: «Das Holz wird in die Container geladen, mit denen Waren aus China in die Schweiz verschifft werden.» Oder sollte man eher sagen: „Holz kommt verarbeitet in Containern zurück?“ Zum Beispiel Bau- und Möbelholz, Tischplatten, Balken, Bretter, Geländer, Fournier landen auf den Weltmarkt und werden auch in die Schweiz vertrieben. Vor Weihnachten 2020 verkaufte die Migros Wallhölzer aus Buchenholz made in China und Alibaba und Made-in-China bieten zahlreiche Holzprodukte an.

Wenn ein Geschäft ökonomisch aufgeht, dann lässt sich ökologisch Absurdes durch schöne Worte rechtfertigen.

Aufforstungen in China. Waldwissen.net, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

Global Forest Watch, China.

China befördert den globalen Kahlschlag. GEO

Holz-Export nach China empört Naturschützer. Pressereader vom 17.10.18

Schweizer Rohstoff-Export Asiaten wollen mehr Schweizer Holz. Matthias Heim, SRF vom 6.5.17

Made-in-China

Alibaba

Holz bleibt das Material der Wahl für zukunftsfähige Bauten. Lignum vom 5.4.21

Grossauftrag in China geht an Häring AG. späne

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Hanspeter Guggenbühl ist tot – wirken sollen weiterhin seine Texte!

1. August 2021

Heidis Velo-Ferien.

Heidis Velo-Ferien.

Die Texte von Hanspeter Guggenbühl, welche Heidi im INFOsperber las, waren allesamt realistisch, fundiert, lesenswert und hätten Anstoss geben können für politisches Handeln. Doch Warten auf die Politik ist „Warten auf Godot“. Den heutigen 1. August widmet Heidi Hanspeter Guggenbühl. Brief vom 15.8.19 an Heidi:

Liebe Heidi

Die Zeit ist auch für mich ein zentrales Thema. Das begann 1978, als die Eidgenössische Kommission für die schweizerische Gesamtverkehrskonzeption (GVK) Ihren Schlussbericht und x Begleitstudien veröffentlichte, inklusive Begleitstudien, etwa über die Zeit, die wir im Verkehr verbringen. Ich war der einzige, der sich zur Freude des GVK-Stabes für diese Zeitbudget-Studien interessiert, und ich habe diese Erkenntniss in den folgenden Jahren auch fleissig gemolken. Etwa: Rund eine Stunde pro Tag verbringt ein Automobilist im Auto und rund eine Stunde pro Tag muss er arbeiten, um das Geld zu verdienen, das ein Durchschnittsauto pro Jahr kostet, nämlich 10’000 Franken bei durchschnittlich 15’000 Kilometer Jahreskilometer-Konsum. Rechne: 2 Stunden pro Tag mal 365 Tag ergibt 730 Stunden. Dividiert man nun die 15’000 Kilometer durch 730 Stunden kommt man auf ein Durchschnittstempo von rund 20 km/h. Und darauf meine Erkenntnis und mein Standard-Satz: „Da kann ein rüstiger Velofahrer noch locker mithalten.“.

Aus solchen Zeitberechnungen leitete ich dann meinen Spott über die Unproduktivität des Automobilverkehrs ab und sagte künftig auf die Frage, ob ich Auto fahre: Würde ich gerne, aber solange ich nicht arbeitslos bin, habe ich dafür leider keine Zeit.

Später rechnete ich aus, wie viele Zeit ich spare, weil ich kein Auto (2 Stunden pro Tag) und kein Handy (mittlere Nutzungszeit mindestens zwei Stunden pro Tag habe). Und dabei frage ich mich heute, warum ich trotz vier Stunden „gewonnener“ Zeit pro Tag immer noch in Zeitnot gerate respektive wo ich die „gesparte“ Zeit verplempere.

Und das Fazit aus dieser Schreibe: Zeit ist ein unfassbares Thema.

Leicht selbstironisch grüsst

Hanspeter Guggenbühl ¨¨

P.S: Nutzen Sie trotzdem Ihre Zeit, um weiterhin Heidis Mist zu produzieren. Denn Sie erzeugen damit ein wichtiges (Landwirtschafts-)Produkt.

«Der Wachstumszwang» und seine absurden Folgen. INFOsperber vom 11.8.19

in memoriam hpg. Mit dieser Serie leisten mehrere Schweizer Autor:innen einen Beitrag zum Andenken an den Journalisten Hanspeter Guggenbühl (2. Februar 1949 – 26. Mai 2021). INFOsperber

Alle Artikel von Hanspeter Guggenbühl auf INFOsperber

Hanspeter Guggenbühl, Wikipedia

Honig und Nüsse. Heidis Mist vom 24.12.12

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NaNa: „Nicht dein Thema, aber …“

26. Juli 2021
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Der Brief von NaNa, der gerade eingetroffen ist, könnte nicht wesentlich kürzer sein: „Nicht dein Thema, aber sonst aktuell …..😁“ Weil das Thema nicht nur aktuell ist, sondern auch viele Bereiche des Lebens streift und noch lange beeinflussen wird, hat Heidi das dem Brief beigelegte PDF für Sie, liebe LeserInnen, auf Heidis Mist gebracht:

NaNa. Der Begriff Projektion umfasst das Übertragen und Verlagern innerpsychischer Inhalte oder eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Wünsche, Impulse und Eigenschaften, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können, auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Aussenwelt. Die „Abwehr“ besteht dabei darin, dass durch Projektion vermieden wird, sich mit Inhalten bei sich selbst auseinanderzusetzen, die man beim anderen sieht. Ein innerseelischer Konflikt wird in eine reale zwischenmenschliche und zuweilen soziale oder institutionelle Beziehung verlagert.

Michael Wetzel über Bram Dijkstra: idols of perversity 1989. In den Metaphern der Wissenschaftssprachen, die für ihn – etwas salopp ausgedrückt – „die Drecksarbeit der Ideologie“ erledigen, verdichten sich die komplexen Denkfiguren zu einfachen Schablonen und Klischees, die dann soziale Wahrnehmung regeln, d.h. Komplexitätsreduktion betreiben. Nicht nur dass komplizierteste soziale Kommunikationszusammenhänge im Rückgriff auf quasi unumstössliche Naturgesetze wie gordische Knoten durchhauen werden, auch lassen sich wildwüchsige Analogieschlüsse mit dem Anstrich materieller Evidenz umgeben.

Von der Hexenlehre zur Verschwörungstheorie

Die Hexenlehre gilt als eine frühe Form der Verschwörungstheorie. Verschwörungstheorien dienen dem überlasteten Menschen in überfordernden Situationen zur Komplexitätsreduktion und zur Aufrechterhaltung des Glaubens an die Durchschaubarkeit der Realität und die Selbstwirksamkeit des Subjekts.

Langeweile …

Menschen, die anfälliger für Langeweile und sozial konservativ sind, halten sich weniger an Hygienevorschriften wie das Tragen einer Maske oder das Einhalten des Mindestabstands. Das geht aus einer Studie der University of Waterloo hervor. Laut dem Forscher James Danckert seien viele dieser Vorschriften politisiert.

„Menschen, die diese Massnahmen als Bedrohung ihrer Identität wahrnehmen und sehr oft unter Langeweile leiden, empfinden das Brechen der Regeln als Unterstützung bei der Wiederherstellung eines Gefühls von Sinn und Identität“, zitiert ihn Globalnews. Das Bedürfnis, dem Leben einen Sinn zu geben, werde durch Langeweile bedroht – die Politik etwa könne das Identitätsgefühl und den Sinn ihm zufolge stärken.

„Viele der Restriktionen sind stark politisiert worden und ein Grossteil der Botschaften der Regierungen hat sich auf die persönliche Verantwortung konzentriert“, sagte Danckert. „Aber das kann zu Schuldzuweisungen kommen und die meisten von uns schrecken davor zurück. Was wir brauchen, ist die Förderung unserer gemeinsamen Werte – die Dinge, die wir alle gemeinsam haben und die positiven Dinge, die wir zurückbekommen können, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“

Klare Botschaften

Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit sowohl klarer Botschaften, die die Stärke der gemeinschaftlichen Identität und des gemeinschaftlichen Handelns betonen (z.B. „Wir stecken da alle gemeinsam drin“), als auch von Interventionen, die gemeinsame kollektive Werte in Kontexten betonen, die direkt an sozialkonservative Menschen appellieren.

Quellen:

Das Böse ist eine Frau. Deutschlandfunk vom 25.7.21

Hexenlehre. Wikipedia

Verschwörungstheorie. Wikipedia

Corona-Maskengegner brechen Regeln aus Langeweile. Futurezone vom 11.6.21

‘Bored’ social conservatives less likely to follow COVID-19 rules: UWaterloo study. Global News 10.6.21

Boredom proneness, political orientation and adherence to social-distancing in the pandemic. 10.5.21. Brosowsky, N.P., Van Tilburg, W., Scholer, A.A. et al. Boredom proneness, political orientation and adherence to social-distancing in the pandemic. Motiv Emot (2021). https://doi.org/10.1007/s11031-021-09888-0

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Spyware-Leak: Anwälte und Aktivisten weltweit in Gefahr

19. Juli 2021

Titelbild The Guardian vom 19.7.21

Titelbild The Guardian vom 19.7.21

The Guardian ist heute (19.7.21) die einzige nationale Zeitung, die nicht mit den Entwicklungen vor der Aufhebung der Covid-Beschränkungen in England titelt. Stattdessen enthüllt die Zeitung Details einer Untersuchung über den angeblichen Missbrauch einer Cyber-Waffe, welche verwendet wird, um Aktivisten, Politiker und Journalisten zu überwachen. Es wird vermutet, dass der Missbrauch der Hacking Spyware Pegasus weit verbreitet ist.

Das riesige Datenleck erschüttert auch die Lüge, dass Unschuldige keine Überwachung fürchten müssen.

Lesen Sie eine seriöse Zeitung, unterstützen Sie The Guardian! … Und andere journalistisch hochstehende Zeitungen!

Hier finden Sie die ausführlichen Informationen zu dieser erschreckenden Entwicklung. Das Internet ist wunderbar, aber werden die negativen Seiten langfristig überwiegen?

Spyware leak suggests lawyers and activists at risk across globe. The Guardian vom 19.7.21

Hunderte Journalisten abgehört Schwere Vorwürfe gegen israelische Spionagesoftware-Firma. SRF vom 19.7.21

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Fernsehen SRF bis 30.5.21: Heidi

27. Mai 2021

Klara und Heidi trinken Milch vor der Alphütte.

Klara und Heidi trinken Milch vor der Alphütte.

Gerade entdeckt: Im Schweizer Fernsehen SRF läuft der schöne Heidi-Film von 1915 (Wikipedia), 1:42:33 bis 30.5.21.

Heidi, SRF bis 30.5.21

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Die Geschichte vom aromatischen Brot

26. Mai 2021
Getreidemühle aus Österreich.

Getreidemühle aus Österreich.

Die Bäckerei im Dorf rentierte nicht mehr, denn die Konkurrenz durch die Brotfabriken der Grossverteiler war zu gross. Sie musste schliessen. Also kaufte Heidi Mehl und fing an selber Brot zu backen. Kürzlich schwärmte ein Bekannter von der eigenen Mühle. „Oh“, dachte Heidi, „eine gute Idee!“ Sie kaufte die empfohlene Mühle:

  • massives heimisches Buchenholz mit klassischer Holzverzapfung
  • Feinheit stufenlos einstellbar
  • angenehme Laufruhe
  • Mahlsteine aus Korund-Keramik
  • für Weich- und Hartgetreide sowie Gewürze, Hülsenfrüchte und Kaffee
  • fair und umweltfreundlich in Österreich hergestellt
  • 12 Jahre Garantie

Brotbacken ist einfach, besonders wenn man etwas bequem ist und Trockenhefe verwendet: Mehl mit Hefe und etwas Salz mischen, von der vielseitigen Küchenmaschine mit Wasser zu einem elastischen Teig kneten lassen, Schüssel mit nassem Tuch decken und den Teig 3/4 Stunden treiben lassen, Brot oder Brötchen formen, nochmals kurz treiben lassen und ab in den Backofen. Natürlich kann man das Brotrezept z.B. mit Kürbiskernen verändern oder mit einem Vorteig arbeiten. Brotrezepte gibt es unzählige.

Das erste Brot aus frisch gemahlenen Körnern war eine Überraschung: Es schmeckte viel aromatischer als die Brote, die Heidi früher aus gekauftem Mehl gebacken hatte. Sie überlegte: „Der Keimling ist auch drin …“ und schrieb einem ehemaligen Bäcker. Dieser wollte mit ihr telefonieren, denn das Thema könnte einen ganzen Workshop füllen, meinte er. So telefonierten sie lange. Der Keimling enthält Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Eiweiss, Fett … Fett wird schnell ranzig, also muss der Keimling in der üblichen Mühle weg, obwohl er sehr gesund und für den besseren Geschmack verantwortlich ist. Es gibt selten Mehle mit Keimlingen, diese sind hitzestabilisiert.

Während Heidi diese Geschichte aufschrieb waren Ingwer-Guetzlis im Backofen, ebenfalls mit frisch gemahlenem Mehl … auch sie munden ausgezeichnet. Keine grosse Arbeit, mit reduzierter Zuckerzugabe viel weniger süss als die industriell gefertigten und nun riecht es auch noch gut in der Küche.

In der Getreidezüchtung wird darauf geachtet, dass das Mehl viel Wasser aufnimmt, denn mit mehr billigem Wasser im Brot ist der Gewinn höher. Ab und zu so ein luftiges Brot ist eine willkommene Abwechslung. Aber sonst braucht Heidi den Müller nicht mehr, den Bäcker schon lange nur noch sporadisch. Mehl und Brot kommen sowieso meistens aus der Fabrik. Die traditionellen Müller und Bäcker sind vom Aussterben bedroht.

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Start mit WordPress: Heidis Mist seit 11 Jahren

14. Mai 2021
Am Tag danach, am 15.5.21 hat Heidi ihren ersten Beitrag veröffentlicht. Seither hat sich einiges geändert, verbessert … langsam, langsam …

Miststöcke im Heidiland. Heidis Mist vom 15.5.10

Misthaufen im Feld 2009 – 2020

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Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (3)

1. Mai 2021

Zwei Feuer brennen noch. Dazwischen Boden ohne Pflanzenbewuchs wo letztes Jahr ein riesiges Mottfeuer brannte, obwohl Waldbrandgefahr bestand, Stufe 3.

Dieses Feuer bei Tramelan im Berner Jura brannte am 25.4.21. Am gleichen Ort verbreitete ein riesiges Mottfeuer am 11.4.20 Schadstoffe weitherum. Wann endlich werden die Behörden handeln? Das Problem ist bekannt und Massnahmen wurden versprochen!

Letzter Rauch von zwei Feuern.

Letzter Rauch von zwei Feuern.

Mottfeuer am gleichen Ort 11.4.20.

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (2). Heidis Mist vom 20.4.21

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald. Heidis Mist vom 25.11.20

Mottfeuer im Berner Jura – Schon wieder! Heidis Mist vom 1.9.20

Mottfeuer im Berner Jura. Heidis Mist vom 19.8.20

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

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Urwaldzerstörung auch in Peru für Palmöl

13. April 2021

Regenwaldzerstörung für Palmöl in Peru. Copyright: Diálogo Chino

Regenwaldzerstörung für Palmöl in Peru. Copyright: Diálogo Chino

In den für den Anbau von Palmöl geeigneten Gebieten geschieht weltweit dasselbe, auch in Peru. Dieser Bericht wurde am 5.11.15 von Diálogo Chino veröffentlicht – also nichts Neues eigentlich! Diálogo Chino ist die einzige unabhängige journalistische Plattform, die sich dem besseren Verständnis der chinesisch-lateinamerikanischen Beziehungen und den Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung widmet.

Seit der Jahrtausendwende hat die peruanische Regierung den Anbau von Palmen gefördert, die ein Öl produzieren, das in Biokraftstoffen, Kosmetika und verarbeiteten Lebensmitteln verwendet wird – aber einer der Hauptfaktoren für die Zerstörung des Regenwaldes in tropischen Regionen ist. Gemäss den Vorschlägen der Regierung soll die für Palmölplantagen vorgesehene Landfläche in Peru bis 2020 von derzeit (2015) 60’000 Hektar auf zwei Millionen Hektar zunehmen, wobei der Anbau auf bereits abgeholztem Land stattfinden soll.

Aber das Fehlen von Landtiteln für indigene Gemeinden, gepaart mit schlechter Regierungsführung und Überwachung der Abholzung, bedeutet, dass die lokalen Regierungen kommunale Gebiete an multinationale Investoren verkaufen. Lokal registrierte Firmen, die von internationalen Unternehmen gegründet wurden, werden beschuldigt, ungestraft Urwald zu zerstören, und die indigene Bevölkerung wird mit Gewalt bedroht, weil sie sich gegen den Anbau von Ölpalmen wehrt, sagt der indigene Führer der Shipibo-Konibo Robert Guimaraes Vasquez.

Plantaciones de Pucallpa SAC rodet Berichten zufolge Wald in der Shipibo-Konibo-Gemeinde Santa Clara de Uchunya in der peruanischen Ucayali-Region, profitiert aber von der Zertifizierung durch den Industrieverband Roundtable for Sustainable Palm Oil (RSPO), der von grünen Gruppen als Feigenblatt für Regenwaldzerstörung bezeichnet wird. Die Environmental Investigation Agency (EIA) sagt, dass Plantaciones de Pucallpa Verbindungen zum tschechischen Palmöl- und Kakao-Tycoon Dennis Melka hat, der weitere Plantagen in Peru anstrebt, um die wachsende Nachfrage aus China und Indien zu befriedigen, berichtet die Financial Times.

Im Gespräch mit Diálogo Chino spricht Guimaraes, der auf Einladung des Forest People’s Programme in London war, über die Auswirkungen der Palmöl-Expansion im peruanischen Amazonasgebiet, Widersprüche in der Waldpolitik der Regierung und die Bedeutung der Durchsetzung robuster Nachhaltigkeitsstandards.

Lesen Sie auch noch das Interview hier:

Palm oil expansion in Peru is killing our people, says indigenous leader. Robert Soutar, Diálogo Chino, 5.11.15

Über Missstände in Peru hat auch „Rettet den Regenwald e.V.“ berichtet:

Peru: Coronavirus in der Palmölindustrie. Rettet den Regenwald, 24.6.20

Prosecutor targets ‘ringleader’ Dennis Melka in Peru cacao case. Earthsight, 19.8.19

Heidis weitere 81 Artikel über Palmöl

12.4.21 HOME

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