Gewässerschutz-Prinzipien

16. Januar 2019

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Grundwasserqualität: Das Ziel nicht vergessen!

13. Januar 2019
Eigentlich ist es stockdunkel im Grundwasser. Heidi hat einen Lichtstrahl geschickt, damit Sie dieses Tierchen sehen. Es hat sich für den Anlass Goldschmuck angelegt, denn es weiss, was es wert ist im Reinigungsdienst des Grundwasssers und möchte auch, dass die Menschen dies estimieren. Das Bild ist keine naturwissenschaftlich korrekte Darstellung der Verhältnisse im Grundwasser.

Eigentlich ist es stockdunkel im Grundwasser. Heidi hat einen Lichtstrahl geschickt, damit Sie dieses Tierchen sehen. Es hat sich für den Anlass Goldschmuck angelegt, denn es weiss, was es wert ist im Reinigungsdienst des Grundwasssers und möchte auch, dass die Menschen dies estimieren. Das Bild ist keine naturwissenschaftlich korrekte Darstellung der Verhältnisse im Grundwasser.

Gesetz

Was hat man den Lebewesen im Grundwasser und uns BewohnerInnen der Schweiz in der Gewässerschutzverordnung versprochen? Im Anhang 1, Art. 1 Ökologische Ziele für Gewässer, 2 Unterirdische Gewässer, 3:

Die Grundwasserqualität soll so beschaffen sein, dass

  • a) die Temperaturverhältnisse naturnah sind;
  • b) im Wasser keine künstlichen, langlebigen Stoffe enthalten sind;
  • c) andere Stoffe, die Gewässer verunreinigen können und die durch menschliche Tätigkeit ins Wasser gelangen können:
    – in der Biozönose und in der unbelebten Materie des Grundwasserleiters nicht angereichert werden,
    – im Grundwasser nicht vorhanden sind, wenn sie dort natürlicherweise nicht vorkommen,
    – keine nachteiligen Einwirkungen auf die Nutzung des Grundwassers haben.

Wirklichkeit

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zeigt mit Indikatoren den Zustand und die Entwicklung der Umwelt anhand ausgewählter Kenngrössen. Heidi hat Grundwasser nachgeschlagen:

Nitrat und Pflanzenschutzmittel stammen zum Grossteil aus der Landwirtschaft, die flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) aus Kläranlagen; sie gelangen über Bäche und Flüsse ins Grundwasser. Bei den Pflanzenschutzmitteln und den VOC wagt das BAFU offenbar keine Prognose. Quelle: Indikatoren.

Schauen wir etwas genauer hin, zwar sind es nicht die allerneuesten Zahlen, aber die Verschmutzung dürfte kaum abgenommen haben, im Gegenteil!

Abseits der Acker- und Gemüsebaugebiete, Siedlungen und Strassen sieht die Lage besser aus, denn dort kommen weniger Schadstoffe in die Umwelt und es spielt der Verdünnungseffekt, der auch bei grossen Gewässern Intaktheit vortäuscht. Durch Abschmelzen von Gletschern gelangen auch längst verbotene Chemikalien in die Gewässer. Diese wurden einst über die Luft abgelagert, stammen zum Teil von weit entfernten Gebieten. Ein aktueller Blick in die globalen Windströmungen und die Verschmutzung mit Feinstaub (PM2.5) ist immer wieder interessant:

Worldwide air quality index (AQI) and PM2.5 air pollution

Nitrat im Grundwasser

  Quelle: BAFU Grundwasser

Pflanzenschutzmittel im Grundwasser

Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln können giftiger sein als die Mittel selbst.

Quelle: BAFU Grundwasser

Weitere Stoffe

Im Grundwasser gefunden werden auch Arzneimittel und perfluorierte Chemikalien, beide aus Kläranlagen.

Perfluorierte Chemikalien (VOC) kommen in urbanen Gebieten an 14% der Messstellen in Konzentrationen über dem Grenzwert vor. Es handelt sich dabei v.a. um die flüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffe (FHKW) Tri- und Tetrachlorethen. Beide Chemikalien kommen z.B. als Lösungsmittel in der Textilreinigung und der metallverarbeitenden Industrie zum Einsatz.

Eine weitere, im Grundwasser häufig nachgewiesene Substanz ist Methyl-tert-butylether (MTBE), das seit Mitte der 80-er Jahre als Antiklopfmittel dem Benzin zugesetzt wird. MTBE ist gut wasserlöslich und im Untergrund relativ persistent, da es kaum an Bodenpartikel bindet und von Mikroorganismen schlecht abgebaut wird. MTBE findet in der organischen Chemie zunehmend Verwendung als Lösungsmittel sowie Extraktionsmittel (Wikipedia).

Über gesundheitliche Aspekte von MTBE ist wenig bekannt. Wahrscheinlich beeinflusst es das Nervensystem. Es kann Kopfschmerzen verursachen, Übelkeit, Schwindel, Reizung der Nase oder des Halses und Verwirrung (Agency for Toxic Substances and Disease Registry USA). Hauptsächliche Aufnahmequelle für Menschen sind: Abgase beim Autofahren und Tanken sowie verschmutztes Grundwasser. In kleinen Mengen ist MTBE auch in der Stadtluft enthalten oder in der Nähe von Autobahnen.

Quelle: BAFU Flüchtige organische Verbindungen

Grundwasserschutz mehr Theorie, denn Praxis

Das Grundwasser ist unsere wichtigste Trinkwasserquelle. Wir brauchen es auch zum Bewässern … Was würden Sie tun, wenn Sie im Bundesrat sässen? Was tun Sie als Bewohner der Schweiz? Vorbeugen ist besser und wesentlich kosteneffizienter als „heilen“.  Das Grundwasser wieder sauberzukriegen ist eine langwierige und teuere Angelegenheit und ob es gelingt? Das steht in den Sternen!

Soeben eingetroffen: Umwelt Schweiz 2018

Der Bericht des Bundesrates zur Umweltlage thematisiert ausführlich das Problem mit den Stickstoffüberschüssen. Schon 2011 schrieb das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) eine Medieninformation mit dem Titel Stickstoff in Landwirtschaft und Umwelt: Eine Herausforderung. Eine der zwei besprochenen Studien wurde an der ETHZ unter der Leitung von Bernhard Lehmann erarbeitet. Die Links zu den Studien funktionieren zwar nicht mehr, aber wenn man die Titel in einer Suchmaschine eingibt, dann findet man sie.

Kurz nach Abschluss der ETHZ-Studie wurde Lehmann zum Direktor des BLW gewählt. „Was hat sich seither verbessert?“, frägt sich Heidi und meint: „Nichts Grundlegendes!“

Heidi hat die neuesten Ergebnisse zur Grundwasserverschmutzung nachgeschlagen (Seite 109): „Vor allem in Gebieten mit intensiver Landwirtschaft weist das Grundwasser zu viel Nitrat auf (BAFU 2019a) (-> Abbildung 32) sowie Spuren von Pflanzenschutzmitteln und deren Abbauprodukten (Reinhardt et al. 2017).“ Nichts weiteres über die Pflanzenschutzmittel! Heidi las zwischen den Zeilen und meint: „Man will den UnterstützerInnen der zwei Pestizid-Initiativen keine Argumente liefern.“

Der Bericht Reinhardt ist nur für AbonnentInnen von Aqua & Gas zugänglich. Heidi hat ihn aber gefunden und für Sie im Sinne des Öffentlichkeitsprinzips in der Linkliste aufgeführt: Monitoring von PSM-Rückständen im Grundwasser. Monitoring wird systematisch nur für relativ wenige Pestizide durchgeführt, denn es wäre zu teuer, alle mitsamt den Abbauprodukten zu analysieren. Ob man die problematischsten erwischt hat? Heidi kommt Atrazin in den Sinn, das von der Industrie als nicht Grundwasser-gängig propagiert wurde und noch heute im Grundwasser ist, samt Abbauprodukten. In zahlreichen Ländern ist das Herbizid immer noch erlaubt und wird von Syngenta eifrig produziert und verschickt. Attrazin ist wohl immer noch ein Kassenschlager.

Vor allem Abbauprodukte von Pestiziden treten in Konzentrationen über dem Grenzwert auf. Diese wurden im Zulassungsverfahren (BLW) als nicht relevant eingestuft. Jedoch sind gerade diese Stoffe sehr schwer abbaubar und werden daher noch lange im Grundwasser sein. Eine unabhängige Risikobewertung liegt nicht vor.

Aus dem Artikel Reinhardt:

Zitate:

… Im Vergleich zu den PSM-Wirkstoffen sind viele Metaboliten mobiler und zudem häufig langlebiger. So werden 11 PSM-Metaboliten (von 7 verschiedenen Wirkstoffen) an insgesamt rund 20% der Messstellen in Konzentrationen von mehr als 0,1 µg/l nachgewiesen (Tab. 4). An mehr als 50% der Messstellen treten PSM-Metaboliten im Grundwasser auf …

Unabhängig von ihrer Toxizität zählen PSM-Metaboliten zu den künstlichen langlebigen Substanzen, deren Eintrag ins Grundwasser im Sinn eines vorsorgenden Grundwasserschutzes verhindert bzw. minimiert werden sollte. Einmal ins Grundwasser gelangt, werden sie dort kaum oder nur sehr langsam abgebaut. Da sich das Grundwasser häufig erst innerhalb mehrerer Jahre bis Jahrzehnte erneuert und daher ein ausgesprochenes «Langzeitgedächtnis» besitzt, ist es besonders wichtig, frühzeitig und vorausschauend zu agieren …

Aktuell findet in Zusammenarbeit mit der Eawag erneut ein Target– und Suspect-Screening
statt, bei dem ausgewählte Messstellen auf knapp 200 PSM-Wirkstoffe und bis zu 1000 PSM-Metaboliten untersucht werden.“ …

Und all die Untersuchungen – auch Kantone sind dran – kosten. Wer bezahlt? Wir! „So kann es nicht weitergehen“, meint Heidi.

Weitere Informationen: Zustand des Grundwassers, BAFU

Umweltverschmutzung folgt nicht der Kuznets-Kurve! Heidis Mist vom 9.11.17

Das Grundwasser konsequent schützen, BAFU 2009

Das Grundwasser lebt, Heidis Mist vom 22.2.13

Umwelt Schweiz 2018, Bericht des Bundesrates

Monitoring von PSM-Rückständen im Grundwasser, Artikel Aqua & Gas 6/17

Stickstoff in Landwirtschaft und Umwelt: Eine Herausforderung, Medieninformation Bundesamt für Landwirtschaft vom 11.1.11

Stickstoff in Landwirtschaft und Umwelt: Eine Herausforderung, Heidis Mist vom 12.1.11

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Landwirtschaft: So lösen wir das Wasserproblem!

8. Januar 2019
Was wohl alles im Wasser ist? Im Boden? Im Grundwasser? Einiges kennen die Behörden sehr wohl, anderes? Das sind dann die Überraschungen, die niemand erwartet hat.

Was wohl alles im Wasser ist? Im Boden? Im Grundwasser? Einiges kennen die Behörden sehr wohl, anderes? Das sind dann die Überraschungen, die niemand erwartet hat.

Der Bundesrat: Die Lebensmittelpreise würden steigen.

Das Bundesamt: Die Kantone sind zuständig.

Die Kantone: Das haben wir den Gemeinden delegiert.

Die Gemeinden: Dafür haben wir kein Geld.

Der Gemeindepräsident: Bundesgerichtsentscheide interessieren mich nicht.

Der Gemeindevorstand: Das wäre ja verrückt, wenn die Bauern das ändern müssten.

Die Bauern: Dafür brauchen wir Anreize.

Heidi: Wir haben Gesetze, pardon, Papiertigerlis!

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Jetzt ans Pflanzen denken! Kein Balkon zu klein …

7. Januar 2019

Die Grünflächen in den Städten schwinden, „Verdichtung“ wird selbst für „Verdichtungsfans“ (Stadtplaner) der ersten Stunde unheimlich. Auf dem Lande nehmen die Fruchtfolgeflächen ab, werden zu Autobahnen (der Bundesrat plant sechsspurige), Velowegen, E-Bike-Wegen, Einkaufszentren, Masthallen … Regenwasser fliesst direkt in Bäche statt ins Grundwasser, schwemmt Schadstoffe mit. Bauern klagen und fordern trotzdem für sich Raumplanungsfreiheit. So sagte einmal ein junger Bergbauer zu Heidi: „Wir brauchen keine Direktzahlungen, wir brauchen Freiheit!“

Woher kommt mein Essen?

Die Forderungen an die Landwirtschaft werden immer vielfältiger, während die Vielfalt der Flora und Fauna drastisch zurückgeht. Doch jede/r kann etwas tun, z.B. selber pflanzen, regionale Vertragslandwirtschaft fördern und politisch aktiv sein für eine Landwirtschaft, die das von uns Gewünschte für uns produziert.

Heidi hat – völlig unerwartet von unerwarteter Seite und unabhängig voneinander – zwei Bücher erhalten, zwei schöne und weiterführende Bücher für Essensaktivität. Diese möchte sie ihren Lesern und Leserinnen zum Jahresanfang vorstellen. Zwei weitere Bücher verdienen Beachtung und auch, einmal mehr, der Gemüsegarten des Weissen Hauses.

Gärtnern für eine bessere Welt

Rettet die Vielfalt: Eine andere Welt ist pflanzbar. Das Handbuch für Idealisten und Grüne Helden.

„Klimawandel, Artensterben, Ernährungskrise und globale Ungerechtigkeit sind beängstigende Entwicklungen, denen wir jedoch nicht ohnmächtig gegenüberstehen müssen. Ilona Koglin und Marek Rohde zeigen, dass der Erhalt der Vielfalt und die Schonung der Ressourcen im eigenen Garten beginnen. Die beiden Realidealisten knüpfen die Verbindung von den globalen Zusammenhängen zu ganz konkreten Handlungsstrategien – auf Fensterbrett und Balkon, am Strassenrand, im Garten oder auf dem (geteilten) Acker. Sie beweisen: Gärtnern macht die Welt bunter, vielfältiger, leckerer, duftender – einfach schöner.“

Erntebilder

Ein Bilderbuch für Garten-Aficionados – und -adas. Erntebilder mit vielen Tipps für den Anbau von Gemüse, Salat und Co.

Anfang Dezember 2018 ist das erste Bilderbuch für Garten-Aficionados und -adas im Spriessbürger Verlag erscheint. „Nein, das ist jetzt kein Verschreiber…. Erntebilder ist tatsächlich eine Art Bilderbuch!  Aber wie es sich für ein Produkt aus dem Spriessbürger Verlag gehört ist es gespickt mit vielen gartenpraktischen Tipps. Die Ernte wird zudem im Lauf der phänologischen Jahreszeiten dargestellt und mit Aussaat- und Pflanzzeiten ergänzt. Wer die Erntebilder auf dem Spriessbürger Blog verfolgt, hat schon eine Ahnung davon wie so etwas aussehen kann.

Das 124 Seiten starke Büchlein ist das ideale Mitbringsel: Es hält länger als jeder Blumenstrauss und macht Gemüsefans und Selbstversorgerinnen mindestens so viel Freude!“

Ebenfalls im Verlag Spriessbürger erschienen ist Spriessbürger,ein Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz. Das Buch wurde von der Deutschen Gartenbaugesellschaft in die „Top 5 der besten Gartenbücher 2016“ gehoben. Demnächst erscheint eine Taschenbuchversion.

Gemeinsam auf dem Acker

Und noch ein hilfreiches Buch! Gemeinsam auf dem Acker: „Die Idee ist bestechend einfach: Wenn Landwirte und Gemüsegärtnerinnen direkt mit Konsumentinnen und Konsumenten zusammenarbeiten, gewinnen alle. Das ist die Idee der solidarischen Landwirtschaft. In den letzten Jahren ist daraus eine politische Bewegung entstanden: für eine neue Ernährungspolitik, ein faires Einkommen für die Produzenten, ökologische Bauernhöfe in einer humanen Grösse und neue soziale Beziehungen – denn was gibt es Sozialeres als Essen?“

Der Garten der Melania Trump

Melania Trump hat den Garten vor dem Weissen Haus von Michelle Obama übernommen. Sie engagiert sich zwar weniger stark als Obama, aber veranstaltete z.B. einen Kinderanlass an welchem die Kids säen und ernten durften und sie sagte zu ihnen: „I’m a big believer in healthy eating because it reflects on your mind and your body … I encourage you to continue to eat a lot of vegetables and fruits, so you grow up healthy and take care of yourself.“

So begeistert ein Lehrer in Bronx die Kids!

Stephen Ritz hat unzähligen Kids in Süd Bronx Lebensinhalt und Hoffnung geschenkt. In seinem Buch The Power of a Plant erzählt er wie die Erfolgsrate der Studierenden durch Integration von Gärtnern und Pflanzen in den Unterricht von 17% auf 100% stieg. Die sogenannten Green Bronx Machine verbindet Leistung mit städtischer Landwirtschaft und dem Ziel von gesunden und gerechten Gemeinschaften.

Viel Spass beim Planen, Gärtnern, Ernten, Essen und Trinken!

Wenn in den Medien das übliche Gejammer vom Januarloch losgeht und die (ökologischen!) Grossverteiler Massen zu Tiefstpreisen anbieten, dann mischen wir uns gemütlich eine Januar-Teemischung und überlegen uns beim Trinken: „Welche der feinen Konfitüren nehme ich heute aus dem Vorratsschrank? Soll ich zum Znacht eine Kürbissuppe kochen oder gibt’s zur Feier des Tages zu einem Getränk gedörrte Cherry-Tomaten? Die Bohnen und Paprikas für’s Mittagessen habe ich schon aus dem Tiefkühler genommen.“

Gärtnern für eine bessere Welt, Ilona Kogelin und Marek Rohde, Kosmos Verlag

Erntebilder, Eveline Dudda, Spriessbürger Verlag

Spriessbürger, Eveline Dudda und Klaus Leitenberger, Spriessbürger Verlag

Gemüse auf dem Balkon, im Vorgarten …, Heidis Mist vom 29.2.16

Top 5 der besten Gartenbücher 2016 in Deutschland: Spriessbürger von Eveline Dudda, Heidis Mist vom 25.10.16

Gemeinsam auf dem Acker, Bettina Dyttrich, Rotpunktverlag

Verband regionale Vertragslandwirtschaft RVL

What Happened To Michelle Obama’s Garden Shows Melania Trump Is Handling It Very Differently. BUSTLE, 15.9.18

Melania Trump übernimmt Michelle Obamas Gemüsegarten, Heidis Mist vom 1.6.17

The Green Bronx Machine

The Power of a Plant: A Teacher’s Odyssey to Grow Healthy Minds and Schools, Stephen Ritz

Stephen Ritz: Cultivating Passion, Purpose & Hope All around the World.

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Heidi wünscht Ihnen ein glückliches 2019

1. Januar 2019

 

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Silvester: „Dinner for One“ oder „Die Anstalt“?

30. Dezember 2018
In der ZDF-Politsatire "Die Anstalt" vom 18.12.18 wird der Ernährungskosmos genau unter die Lupe genommen. Dabei kredenzt das Anstaltsensemble satirisches Superfood mit Biss. Copyright: ZDF.

In der ZDF-Politsatire „Die Anstalt“ vom 18.12.18 wird der Ernährungskosmos genau unter die Lupe genommen. Dabei kredenzt das Anstaltsensemble satirisches Superfood mit Biss. Copyright: ZDF.

Weihnachten und Neujahr sind Konsumhöhepunkte. Die märchenhaften Schneelandschaften mit fahrender Eisenbahn und vielen Spielwaren in den Schaufenstern sind dem Zeitgeist geopfert worden. Keine Kinder mehr, die sich auch noch nach Weihnachten die Nasen an den Scheiben platt drückten. Heute wird Rentableres ausgestellt und in vielen Auslagen hängt schon vor Weihnachten das Schild „sale“.

Verführerisch werden auch Lebensmittel angepriesen, besonders Fleisch, obwohl wir davon weniger essen sollten: Für die Gesundheit, die Umwelt und das Klima.

Die Politsatiere des ZDF Die Anstalt nimmt Lebensmittel unter die Lupe: Transparenz? Glückliche Tiere? Umweltkosten? Grillen? Ehrlichkeit? Und nicht zuletzt ist der Einfluss von Lobbying auf die Politik ein Thema. Und wer ist für die Misere verantwortlich? Der Konsument! Während der Konsument auf der Bühne seiner Wut freien Lauf lässt, verlassen die Verantwortlichen die Bühne. In atemberaubender Geschwindigkeit zählt der Konsument auf, wofür er verantwortlich sein soll. Am Schluss des Films präsentiert der Wirt dem Gast die Rechnung. Zu Buche schlagen v.a. die externen Kosten des Fleisches. Die Addition: 300 Franken für eine Person!

Und in der Schweiz?

Im Grossen und Ganzen stimmt die Satire auch für die Schweiz. Jedoch ist z.B. bei uns die Ferkelkastration seit dem 1.1.10 nur noch unter Betäubung erlaubt. Also lieber nicht ennet der Grenze einkaufen.

Die Verbesserungen der Haltebedingungen für Nutztiere sind nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern wurden hart erkämpft und oft genug nur zögerlich umgesetzt. Einer der Kämpfer für mehr Tierwohl geht jetzt in Pension: Hansuli Huber vom Schweizer Tierschutz (STS). Ihm gehört ein grosser DANK.

In ihrem Artikel Die täglichen Lügen schrieb Heidi: „Mit 84 Prozent JA-Stimmen war das Schweizer Volk 1973 für einen umfassenden Tierschutz. Acht Jahre später traten Tierschutzgesetz und -verordnung in Kraft mit langen Übergangsfristen. Doch der Vollzug liess auf sich warten, die Fristen verstrichen weitgehend ungenutzt. Warum? Zitat aus dem Schwarzbuch „Vollzugs-Notstand im Tierschutz“ des STS: „Für die Durchsetzung des Gesetzes sind die Kantone verantwortlich. Der Bund hat zwar die Oberaufsicht, aber die Hände sind ihm weitgehend gebunden…“ Das kommt Heidi irgendwie bekannt vor!“

Mit offenen Augen einkaufen!

Crevetten und Beifang im Netz: Ein Ladenangestellter will Transparenz schaffen. Copyright: ZDF.

Crevetten und Beifang im Netz: Ein Ladenangestellter will Transparenz schaffen. Copyright: ZDF.

Ausgeklammert wurden gute Beispiele. Aber jene werden uns laufend penetrant vor die Augen geführt, um zu verhindern, dass wir genau hinschauen. Denn Einkaufen ist anspruchsvoll, wenn man tatsächlich tierfreundlich und umweltschonend produzierte Nahrungsmittel ohne Sklavenarbeit kaufen will. Lieber verzichten, als Waren aus zweifelhafter Herkunft in den Einkaufkorb legen. Transparenz auch in der Verarbeitung und Vermarktung ist nötig. Wer weiss, wer Hand angelegt hat, kann umso kraftvoller im 2019 beitragen, dass auch die Politik und Industrie ihre Ausrichtung ernsthaft ändern.

Übrigens: „tiergerecht“ produziert ist nur das Fleisch von wildlebenden Tieren.

Silvester-Programm einmal anders

Schauen Sie ausnahmsweise an Silvester statt Dinner for One die Satire Die Anstalt an. „Pflicht“ sind die Minuten 30:20 bis 39:20, die Szenen mit dem Lobbyisten und der Politikerin sowie der Wutausbruch des Konsumenten. Das sind zwei Minuten weniger als die gekürzte Schweizer Fassung von Dinner for One.

Danke, liebe Abonnentin, für den Hinweis auf dieses ZDF-Sendung.

Die Anstalt vom 18. Dezember 2018, Politsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner, ZDF (1:4:45)

Dinner for One (18 Minuten, Schweizer Version 11 Minuten)

Dinner for One: English comedy spices up German New Year. BBC 30.12.18

Hintergründe – Ferkelkastration. KAGfreiland

Tierschutz und Fleischwirtschaft im Spannungsfeld von Kooperation und Konfrontation. Referat von Dr. sc. nat. Hansuli Huber, Geschäftsführer Schweizer Tierschutz STS, anlässlich der Jahresversammlung des Schweizer Fleisch-Fachverbands SFF in Spiez vom 7. November 2018

Die täglichen Lügen. Heidis Mist vom 8.11.12

Tierschutz-Kontrollhandbuch Schweine, Schweiz

Tierschutz-Kontrollhandbuch Mastgeflügel, Schweiz

Tierschutz-Kontrollhandbuch Legehennen, Schweiz

Foodwaste über die Festtage Die Verführung ist gross – und der Geldbeutel auch. Über die Festtage wird ohne schlechtes Gewissen geschlemmt. Beim Einkauf sollte man aber hinschauen, sagt ein Experte.

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Heidis kleine Jahresbilanz 2018

28. Dezember 2018
Der Rapsglanzkäfer wird immer robuster und resistenter gegen herkömmliche Pestizide. Mittlerweile helfen "normale" Produkte kaum mehr. Deshalb greifen Bauern zum Wirkstoff Chlorpyrifos. Sehr zum Nachteil von Mensch und Umwelt.

Der Rapsglanzkäfer wird immer robuster und resistenter gegen herkömmliche Pestizide. Mittlerweile helfen „normale“ Produkte kaum mehr. Deshalb greifen Bauern zum Wirkstoff Chlorpyrifos. Sehr zum Nachteil von Mensch und Umwelt.

Eigentlich ist (fast) alles schon von anderen Leuten irgendwo auf der Welt geschrieben worden. Oft muss man nur darauf hinweisen oder an einem Thema bleiben in der Hoffnung, dass sich langfristig etwas verbessert. Doch es gibt z.B. noch viele Mist-Fotos, die Heidi exklusiv auf Heidis Mist veröffentlichen will, aber noch nicht dazu gekommen ist (auch aus anderen Kantonen als Graubünden und aus Deutschland).

  • 128 Artikel hat Heidi geschrieben.
  • 28 Cartoons von NaNa veröffentlicht!
  • 6 Artikel sind im Ordner „Entwürfe“ steckengeblieben.
  • 28% Abo-Zunahme
  • 212 Klicks pro Tag
  • Am meisten nachgefragt wurde Güllen wenn’s regnet, der Beitrag vom 28.7.11 (obwohl es so trocken war!), gefolgt von „Das Kindergedicht vom Mikroplastik“ vom 27.8.18 und an dritter Stelle ist Mist-Zwischenlager auf dem Feld von 2011 bis 2013.
  • Mit Abstand am häufigsten verwiesen wird auf Heidis Mist (Referrer) von Suchmaschinen.
  • 1 Sponsor: €30.00 EUR für Werbefreiheit. Keine themenbezogene Interessen.

Heidi dankt all jenen, die sie auf Missstände, interessante Lösungen usw. aufmerksam gemacht haben … und den AbonnentInnen und LeserInnen für die Aufmerksamkeit.

Noch dieses Jahr gehts weiter mit einem Silvester-Programm-Vorschlag!

Toxisches Chlorpyrifos: Neuer Anforderungswert löst das Problem nicht, Heidis Mist vom 13.2.18

Forscher fordern gezielte Verbote von Pestiziden. Tages Anzeiger vom 10.7.18

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Eine Weihnachtsgeschichte: Marco und die Schafe

24. Dezember 2018
Ein Grauwolliges Pommersches Landschaf auf der Insel Rügen, an der Ostseeküste Vorpommerns. Rügen ist die grösste Insel Deutschlands und ein beliebtes Urlaubsziel. Copyright: NDR.

Ein Grauwolliges Pommersches Landschaf auf der Insel Rügen, an der Ostseeküste Vorpommerns. Rügen ist die grösste Insel Deutschlands und ein beliebtes Urlaubsziel. Copyright: NDR.

Das Pommersche Landschaf ist 3’800 Jahre alt und vom Aussterben bedroht. Es ist genügsam und bestens an das raue Klima angepasst. Die hervorragende Wolle wollte niemand mehr kaufen. Das missfiel dem Wirtschaftsingenieur Marco Scheel, der in seiner Kindheit häufig in einem Schafstall war. Er gründete das Geschäft Nordwolle, suchte Partner und stellt jetzt aus dem Stoff seiner Träume Jacken her. Sogar die Damen der Deutschen Rudermannschaft tragen sie.

Bisher stammte der Verdienst der Schäfer v.a. aus Beiträgen für die Grünlandpflege. Die Wolle wurde vernichtet. Copyright: NDR.

Bisher stammte der Verdienst der Schäfer v.a. aus Beiträgen für die Grünlandpflege. Die Wolle wurde vernichtet. Copyright: NDR.

Marco fand eine der letzten Tuchfabriken Deutschlands, die<a href="https://www.mehler-tuchfabrik.de/das-unternehmen/historie/" target="_blank" rel="noopener"> Gebrüder Mehler GmbH</a> in Bayern, welche 1644 gegründet wurde. Zu ihr gehört auch die <a href="https://www.mehler-tuchfabrik.de/das-unternehmen/standorte/" target="_blank" rel="noopener">Spinnerei in Forst</a> im Bundesland Brandenburg. Dort wird das Garn gesponnen und das Wollvlie gefertigts, das Futter für die bergtauglichen Jacken, hergestellt. Marco ist ein wichtiger Kunde geworden; der Chef empfängt ihn jeweils persönlich. Copyright: NDR

Marco fand eine der letzten Tuchfabriken Deutschlands, die Gebrüder Mehler GmbH in Bayern, welche 1644 gegründet wurde. Zu ihr gehört auch die Spinnerei in Forst im Bundesland Brandenburg. Dort wird das Garn gesponnen und das Wollvlies gefertigt, das Futter für die leichten bergtauglichen Jacken. Marco ist ein wichtiger Kunde geworden; der Chef empfängt ihn jeweils persönlich. Copyright: NDR

In der Näherei sind alle Angestellten gelernte Näherinnen. Copyright: NDR

In der Näherei sind alle Angestellten gelernte Näherinnen. Copyright: NDR

Marcos Laden ist minimalistisch eingereichtet. Die Leute sollen kaufen, was sie brauchen und wollen. Er möchte die Kunden nicht zum Kaufen verführen. Copyright: NDR.

Marcos Laden ist minimalistisch eingereichtet. Die Leute sollen kaufen, was sie brauchen und wollen. Er möchte die Kunden nicht zum Kaufen verführen. Copyright: NDR.

So entstehen aus einem uralten Deutschen Rohstoff Jacken, die vollständig in Deutschland hergestellt sind.

Videobotschaft eines Alpinisten vom Mont Blanc: Die leichte mit Wollvlies gefütterte Jacke hat den Bergtest bestanden. Copyright: NDR.

Videobotschaft eines Alpinisten vom Mont Blanc: Die leichte mit Wollvlies gefütterte Jacke hat den Bergtest bestanden. Copyright: NDR.

Diese Geschichte hat das NDR Fernsehen erzählt. Es lohnt sich, den Film anzuschauen: 28 schöne Minuten. Lassen Sie sich von der Begeisterung des jungen Manns anstecken, geniessen Sie die Landschaft und die Musik, treffen Sie interessante Menschen!

Aus Schweizer Wolle werden in der Schweiz zwar Produkte wie Strickwolle, Bettdecken, Isolationsmaterial usw. hergestellt, aber: „Bei uns solche Artikel zu produzieren, das ist leider nicht mehr wirtschaftlich,“ antwortete man Heidi auf ihre Frage. Welche initiative Person packt die Sache in der Schweiz an? Wolljacken vollständig Made in Switzerland!

Natürlich kann man auch Marcos Jacken kaufen, im online-Shop oder auf Märkten in Deutschland.

Leserbrief vom 24.12.18. „Schöne Sache! Kleiner Hinweis: Rotauf stellt immerhin Jacken mit einer Isolationsschicht aus Bündner Wolle ganz in der Schweiz her:  ROTAUF, Flink production GmbH, Barblanstrasse 4, 7000 Chur

NaturNah: Dem Pommernschaf auf den Pelz gerückt Doku (2018)

Nordwolle-Rügen

Das Pommersche grauwollige Landschaf. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde. Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Jena, vorgelegt von Dr. phil. Nat. Ulrich Gaede, Diplomlandwirt aus Lantow, Kr. Lauenburg i.P. Leipzig 1926.

24.12.18 HOME

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Essen: Alles Gute kommt von unten!

19. Dezember 2018

Die Sonne steht schon tief am Himmel. Mit zügigen Schritten steigt Peter vom Dorf zur Alphütte hoch, wo der Öhi auf der Bank draussen die Aussicht geniesst.

Peter: „Hoi Öhi, schau was ich euch mitgebracht habe: Bündner Nüsse aus dem neuen ZeroWaste Laden in Chur, dem oba aba. Witzig ist, dass er an der Paradiesgasse liegt. Das passt! Sie verkaufen biologische, lokale und saisonale Lebensmittel zu fairen Preisen.“

Alpöhi: „Woher hast du das komische Netz?“

Peter:  „Die Produkte sind unverpackt oder in Mehrwegsystemen erhältlich. Ich bin zufällig am Laden vorbeigekommen, hatte also keinen Behälter bei mir. Eine Kundin hat mir das Netz geschenkt. Man könne es bis 1’000 Mal verwenden. Wo ist Heidi?“

Alpöhi:Sie hockt schon wieder am PC. Geh doch rein!“

Heidi: „Tschau Peter! Du kommst mir gerade richtig! Schau her! Das Restaurant Mein Küchenchef in Köniz. Sie verwenden regionale Produkte und kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung.

Und dann habe ich noch etwas für dich zum Lesen, der neueste Newsletter von Vision Landwirtschaft. Da steht u.a. Den Leerlauf komplettiert hat der Bundesrat im November 2018, als er seine in den letzten zwei Jahren ausgearbeitete Vision zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik präsentierte…“

In diesem Moment tritt der Alpöhi in die Hütte, hat den letzten Satz noch gehört.

Alpöhi: Was predige ich euch schon lange? Ihr müsst selber etwas tun! Auf Bern warten? Sinnlos! Alles Gute kommt von euch da unten.

Peter: „Ich werde meinen Käse in Zukunft im oba aba verkaufen.“

Heidi: „Grossvater, was soll ich tun?“

oba aba, ZeroWaste Laden Chur
… Lebensmittel aus der Region, aba uf Khur bringa

… Feines aus unseren Glasbins von oba aba ins Gfäss abfülla

… aifach mol oba aba ko fu dem Wahnsinn!

Ein Laden gegen den Plastikwahn, SRF vom 18.12.18

Vom Feld – auf den Teller – ohne Food Waste. Mein Küchenchef, Restaurant, Laden und Oneline-Verkauf in Köniz BE

Die Schweiz auf dem Weg zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Nachhaltige Entwicklung ist keineswegs nur abstrakt, sondern betrifft den Alltag von uns allen. Die Reportage aus dem innovativen Restaurant «Der Küchenchef» in Köniz zeigt, wie zwei findige Unternehmer helfen, Foodwaste zu vermeiden und gleichzeitig saisonale Früchte und regionales Gemüse wieder salonfähig machen. Medienmitteilung Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) vom 18.12.18

Sackgasse mit Hoffnungsschimmer – ein Rückblick auf die bewegt-unbewegte Agrarpolitik 2018. Vision Landwirtschaft 19.12.18

Ocean Care sorgt weltweit dafür, dass die Ozeane und deren Bewohner geschützt werden. Seit 2011 als UN-Sonderberaterin für den Meeresschutz.

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St. Doris – Rückblick mit Cartoons von NaNa

16. Dezember 2018

Unsere abtretende Bundesrätin und Umweltministerin Doris Leuthard hat NaNa immer wieder zum Zeichnen inspiriert. Bilder sagen mehr als tausend Worte … Doris zum Letzten:

FDP-Politiker überraschen mit Forderung im Beznau-Streit: Das AKW Beznau 1 sei erdbebensicher, sagt die Atomaufsicht des Bundes. Diese Einschätzung ist umstritten. Nun verlangen auch Atombefürworter Klarheit. Tages Anzeiger vom 19.3.18

Breite Front gegen «Lex Beznau»: Wie viel Radioaktivität darf ein AKW bei einem schweren Erdbeben freisetzen? Der Vorschlag des Bundesrats fällt durch – bei Kantonen, Städten und in Deutschland. Tages Anzeiger vom 5.6.18

Doris Leuthard und ihr Abschiedsgeschenk an die Axpo. Wie viel Strahlenbelastung ist zu viel? Damit Beznau nicht vom Netz gehen muss, will die Bundesrätin den Grenzwert heute sehr hoch anlegen. Tages Anzeiger vom 7.12.18

NaNa 9.11.17: Die SES Energiestiftung informiert über die seltsamen Kalkulationen in der Kostenstudie 2016 des AKW-Betreiber-Verbandes. Es geht um die Höhe der Beiträge in den staatlichen Entsorgungsfonds. Das UVEK muss nächstes Jahr die Höhe der Beiträge absegnen und wird sich auf diese Zahlen stützen. Die Mängel in der Studie werden auf der homepage der SES aufgelistet, klar ist jedenfalls, dass Kosten und Risiken weggerechnet werden und die Betreiber belohnt werden, wenn die Nagra möglichst langsam arbeitet.

CEO von AXPO: Andrew Walo, CEO von ALPIQ: Jasmin Staiblin.
Das wusste man schon bei Kaiseraugst, 1975: die enormen Kosten (Bau und Rückbau, Lagerstätten) und Risiken werden garantiert sozialisiert werden: wir Bünzlis werden alle zahlen, während die Aktionäre (auch div. Kantone und Städte) und Funktionäre solange wie möglich kassieren.

Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: SES fordert höhere Beiträge. Schweizerische Energie-Stiftung SES

Heidi hat noch Andrew Walo gesucht und bei Bloomberg sein Gehalt gefunden:

Die Umweltministerin zur Mobilität

„… Wie bei Schiene und Strasse müssen wir auch in der Luft Schritt halten mit den Mobilitätsbedürfnissen der Gesellschaft und der Wirtschaft. Davon hängt unser Wohlstand ab…“

Da reibt sich Heidi die Augen. Hat sie falsch gelesen? Wikipedia: „… Umweltorganisationen kritisieren die steuerlichen Vorteile, die der Luftverkehr geniesst, insbesondere unter Berücksichtigung der massiven Umweltauswirkungen. Das Umweltbundesamt (Deutschland) bezifferte die Steuerausfälle (2010) auf 11,5 Milliarden Euro jährlich. Der Flächenbedarf von Flughäfen ist lokal sehr gross und führt häufig zu Bürgerprotesten (siehe z. B. Flughafenausbaugegner Frankfurt)…“

Doris Leuthard: «Wir müssen zu unseren Landesflughäfen Sorge tragen», NZZ vom 14.12.18

Doris Leuthard in schon veröffentlichten Cartoons

Grenzwerte erhöhen – beliebtes Spiel der Mächtigen: Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwärtskommen.
Jakob Bosshart, 1862 – 1924. Heidis Mist vom 8.3.18

Heidi Band 3: Heidi will es wissen. Heidis Mist vom 6.1.18

Pestizide: Seid wachsam – wehrt euch!  Heidis Mist vom 16.12.17

Insektensterben: Das Dornröschen schläft. Heidis Mist vom 11.11.17

Heidi dankt an dieser Stelle NaNa für ihre schönen Zeichnungen, Hinweise … und freut sich schon auf weitere …

16.12.18 HOME

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