Posts Tagged ‘Albert Rösti’

Der Schmutzli hat heute viel zu tun

6. Dezember 2020
Der geschützte historische Wanderweg beim Zwüschet Mythen SZ wurde massiv verbreitert, Bäume wurden gefällt ... alles illegal! Copyright: Tobeltoni

Der geschützte historische Wanderweg beim Zwüschet Mythen SZ wurde massiv verbreitert, Bäume wurden gefällt … alles illegal! Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Copyright: Tobeltoni

Die Tür geht auf, ein kalter Wind zieht durch die Hütte und ein paar Schneeflocken fliegen durch die Luft.

Heidi: „Hoi Peter, mach rasch zu! Mich frierts.“

Mit einem Knall fällt die Tür ins Schloss und schon steht Peter am Ofen und wärmt die Hände.

Geissenpeter: „Heidi, hast du dem Schmutzli die Liste schon geschickt? Der Tobeltoni hat noch etwas.“

Heidi: „Natürlich ist sie schon weg, denn sie ist lang. Unter ‚R‘ habe ich sogar drei Namen drauf. Du kannst leicht erraten, wer sie sind.“

Geissenpeter: „ReRiRö?“

Heidi: „Klar!“

Geissenpeter: „Der Tobeltoni sagt, dass sie beim Zwüschet Mythen den historischen Wanderweg zerstört hätten. Wir waren mit Klara, Herrn Sesemann und Fräulein Rottenmeier dort und kehrten im Bergrestaurant ein. Vermutlich war es der Älpler.

Wanderer aus dem Unterland hatten dem Tobeltoni erzählt, dass jetzt aus dem schönen Wanderweg ein „Dreckweg“ geworden sei. Im Wiesenteil müsse man sogar neben dem Weg, respektive der Strasse, in der noch intakten Wiese gehen. Der Tobeltoni war einige Wochen nicht mehr im Mythengebiet auf Wanderung und hat deshalb die enormen Erd-Stein-Bewegungen mit dem grossen Bagger nicht gesehen. Er wundert sich nun sehr über die breite Strasse und die Beeinträchtigung der historischen Substanz. Und, was er nicht versteht, das ist, dass niemand realisiert hatte, dass da beim Bau der Strasse auch noch Bäume gefällt wurden, und das im ältesten Wildbanngebiet der Schweiz.

Stell dir vor, alles ohne Baubewilligung! Das ist besonders schlimm, da der Weg unter Denkmalschutz steht. Der Tobeltoni meint, man müsse die Strasse rückbauen. Und er bittet dich, das dem Schmutzli zu melden. Er soll sich dafür einsetzen.“

Heidi: „So eine Schweinerei! Ich weiss, das ist ein beliebter Weg. Wie haben wir doch die schöne Aussicht genossen! An jenem Tag waren viele Leute unterwegs. Ich werde das grad dem Schmutzli noch melden. Setz dich hin, bald kommt der Öhi aus dem Stall, dann können wir Nüssli knabbern und Lebkuchen essen. Der Samichlaus hat es gut gemeint mit uns. Auch gibt es noch Grittibänz-Resten vom Morgen. Mandarinen habe ich auch dieses Jahr wieder keine echten Satsuma aus Italien gefunden, Also habe ich nur Äpfel, aber unsere sind einfach gut.“

Geissenpeter: „Haha! Der Tobeltoni hat extra deine Mandarinen gesucht … und gefunden. Er lässt dich herzlich grüssen.“

Peter kramt in seinem Rucksack und legt ein paar schöne reife Mandarinen auf den von Heidi vorbereiteten Samichlaus-Tisch.

Heidi: „So lieb! Grüsse den Toni. Der Öhi wird sich gewaltig freuen. Er vermisst sie Jahr für Jahr.“

P.S.: Wenn nur der Schmutzli auch Heidis Schreibfehler korrigieren würde! Hat sie doch tatsächlich Grittibänz mit „tz“ geschrieben. Nun ja, man braucht das Wort nur einmal im Jahr.

Aus Bergwanderweg beim Zwüschet Mythen wird eine «Autobahn». March Anzeiger vom 22.11.20

Kein Baugesuch – Wanderweg zwischen Mythen unrechtmässig verbreitert. PILATUS TODAY vom 18.11.20

So wird aus einer mageren Alpweide eine Unkrautweide. Heidis Mist vom 17.8.17

6.12.20 HOME

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Röstis Kurz-Lehrgang in Stimmfreiheit

13. Januar 2020

NaNa.

Medienmitteilung Schweizerischer Fischerei-Verband vom 20.12.2019. Parlamentarische Initiative Rösti: Der Nationalrat versagt und riskiert viel.

„… Die Parlamentarische Initiative von Albert Rösti (SVP, BE), seines Zeichens Präsident des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes, entlastet die Betreiber von Wasserkraftwerken von Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen und bricht mit einer jahrzehntelangen bewährten Praxis: Neu müssen Kraftwerke bei der Konzessionserneuerungen durch die Kantone keine Ausgleichsmassnahmen für verursachte Schäden in den Gewässern mehr leisten. Das haben sie bisher in Form von Revitalisierungen und Aufwertungen getan. Damit haben die Wasserkraftwerk-Betreiber der Natur etwas zurückgegeben. Und es hat bestens funktioniert: Die Produktionsmenge wurde nicht tangiert und bei allen Anlagen, deren Konzession seit 1985 erneuert wurden, konnten einvernehmlich Lösungen gefunden werden.

Peinlich ist aus Sicht des Fischerei-Verbandes das Abstimmungsverhalten des Nationalrates. In der ordentlichen Abstimmung wird die Parlamentarische Initiative mit 98 gegen 91 Stimmen abgelehnt. Den Verlierern passte das Ergebnis nicht und Marcel Dettling (SVP, SZ) stellte den Ordnungsantrag für eine zweite Abstimmung mit der peinlichen Begründung, einige Ratsmitglieder hätten falsch gestimmt.

Diese zweite Abstimmung endete mit dem Patt von 95 gegen 95 Stimmen und die Ratspräsidentin gab den Stichentscheid für Zustimmung. Die Meinung geändert haben neun Nationalratsmitglieder verschiedener Fraktionen. In der SVP-Fraktion wechselten die Tessiner Vertreter Lorenzo Quadri und Piero Marchesi vom Nein- ins Ja-Lager. Die Aargauerinnen Martina Bircher und Stefanie Heimgartner wechselten von Nicht-Teilnahme zu Ja, und der St. Galler Lukas Reimann von Nein zu Enthaltung. In der Mitte-Fraktion hatten in der ersten Abstimmung zehn Mitglieder gegen die Vorlage gestimmt. Stefan Müller-Altermatt (CVP/SO) und Priska Wismer (CVP/LU) wechselten dann aber von Nein zu Enthaltung.“

Heidi hat sich gefragt: „Freiheit, Stimmfreiheit – was steht in den Statuten?“ Im nachfolgenden Bildschirmfoto können Sie den Zweck der Schweizerischen Volkspartei (SVP) lesen. Das tönt eigentlich gar nicht so schlecht. Vielleicht hat man z.B. den Punkt 3 vernachlässigt. Ja, und Wörter wie Toleranz, sozial, fortschrittlich, harmonisch, Freiheit, internationale Solidarität … wirken sympathisch:

Art. 2 der Statuten SVP

Art. 2 der Statuten SVP

16.452 Parlamentarische Initiativ Albert Rösti, 16.6.16: Ausbau der Wasserkraft zur Stromerzeugung und Stromspeicherung. Anpassung der Umweltverträglichkeitsprüfung


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