Posts Tagged ‘Alpen’

Herbizid-Warnplakate für Alpen: gratis download

7. Mai 2018

 

Plakat für Wanderwege. Druckversion. Copyright: Vecker Idee, Homer Graphik.

Plakat für Wanderwege. Druckversion. Copyright: Vecker Idee, Homer Graphik.

„Natur pur bei unseren Bauern….“. Der neueste Beitrag auf Heidis Mist Grüsse aus dem Berner Oberland (2) hat bei „Vecker“ gezündet. Der Cartoonist stellte seinen Lehrling „Homer“ an, welcher besonders talentiert ist für das Gestalten von Plakaten. Homer ist mit der Veröffentlichung auf Heidis Mist einverstanden.

Vecker hat letzte Woche auf der Alp zum Schmetterlingstod (inzwischen verschwinden auch die Vögel) bereits den ersten Homo herbicida app. angetroffen.

Kann Heidi dieses Warnplakat veröffentlichen mit dem Hinweis, dass Bauern es ausdrucken und an Wanderwegen auf Alpen und Weiden anbringen sollen, an Pfosten, Stallwänden usw. – fürs Vieh unerreichbar?

Klar können die betroffenen Tiere das nicht lesen. Aber zumindest erfahren Wanderer, was los ist in der heilen „Alpenwelt“. Wenn es keine Bio-Alp oder Bio-Weide ist, dann wird mit 99-prozentiger Sicherheit Herbizid eingesetzt.

Heidis Artikel zu „Herbizide auf Alpen

Fotos von der Alp zum Schmetterlingstod.

Die Schnecke kriecht auf einem mit Herbizid behandelten Alpenkreuzkraut.

Die Schnecke kriecht auf einem mit Herbizid behandelten Alpenkreuzkraut.

... Herbizid ...

… Herbizid …

Dieses Farn wurde 2017 mit Herbizid behandelt. Es wächst weiter!

Dieses Farn wurde 2017 mit Herbizid behandelt. Es wächst weiter!

... Herbizid ...

… Herbizid …

7.5.18 HOME

Grüsse aus dem Berner Oberland (2)

6. Mai 2018
Wo ist die gesetzlich vorgeschriebene Mistplatte mit Randabschluss?

Wo ist die gesetzlich vorgeschriebene Mistplatte mit Randabschluss?

Das rezeptfreie chemisch Nötige hat die Landi an Lager. Für Gröberes sorgt der Veterinär aus der mitgebrachten Apotheke, incl. eigentlich für Menschen bestimmte Reserven-Antibiotika, natürlich.

Das rezeptfreie chemisch Nötige hat die Landi an Lager. Für Gröberes sorgt der Veterinär aus der mitgebrachten Apotheke, incl. eigentlich für Menschen bestimmte Reserven-Antibiotika, natürlich.

Liebe Heidi,

Natur pur bei unseren Bauern, aber immer mit dem anscheinend unverzichtbaren Chemiechäschtli, mit oder ohne Bio, bei der lokalen Landi. Von Mitteln zur Vernichtung von ungeniessbarem Unkraut auf der Alp bis zu Desinfektionsmitteln für Euter usw.

Zusammen mit Mist und Gülle, Milchwirtschaftsfäkalien, in freier Natur, ein potenter Cocktail, dessen Rückstände sicher irgendwann, irgendwie im Frischwasser vom schönen Alpenbächli landen und das der vorsichtige Wanderer, trotz Unbedenklichkeits-Limiten, die ja nicht täglich angeschrieben werden, vielleicht nicht einfach so trinken sollte.

Soviel ich weiss, fehlen in unseren Feriendestinationen in den Alpen entsprechende, gut sichtbare Warnungen und Informationen. Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen: Aber man sollte doch daran denken, dass es zum Beispiel einem amerikanischen Anwalt übel werden könnte, nachdem er diese kontaminierte Alpenbrühe genossen hat, in den Schweizer Alpen, und dass dann die Prozesse folgen könnten. Nicht gerade VW Skandal aber Ähnliches in Miniformat ist durchaus denkbar und genügt, das Image nachhaltig zu lädieren via Sensationsmedien.

Ich verstehe auch, dass die Bauern, ob Bio oder klassisch, heutzutage nicht mehr ohne ‚Chemie‘ auskommen können, so wenig wie wir Menschen, vom desinfizierenden Merfen bis zur Chemotherapie (es sei denn man ist im Prinzip dagegen – ich nicht).

Nur sollte man ehrlich sein, den Konsumenten ‚reinen‘ Wein einschenken, nicht verklärtes ‚Heidi‘-Land (!) verkaufen. Dazu gehören laufende, unabhängige Prozesskontrollen, Analysen, regelmässig publizierte Resultate, auch Warnungen, wo Vorsicht geboten, dafür weniger massenhaft ‚Zertifizierungen‘, missverstandene Labels, mit vielleicht ein oder zwei Stichproben pro Jahr, die ein Natur-Paradies vorgaukeln.

Schönes Wochenende wünscht

Berner Oberländer Feriengast

Saublumen'pracht' im schönen Pays d'Enhaut und Oberland.

Saublumen’pracht‘ im schönen Pays d’Enhaut und Oberland.

Lieber Feriengast

Danke für diese Bilder und die Warnung zur Vorsicht. Dein Brief zeigt mir einmal mehr, dass es allenthalben an Vollzug mangelt.

Und auf Alpen werden etwa Herbizide auf entwässerte Flachmoore gespritzt, auch ganzflächig mit (oder ohne?) Bewilligung; ich habe solche Flächen selber gesehen. Das widerspricht der Sorgfaltspflicht gemäss Art. 3 des Gewässerschutzgesetzes. Ein Wunder, wenn da nicht Chemieabwasser in einem munteren Bächlein landet. Und die Direktzahlungen fliessen trotzdem.

Mit der prophylaktischen Antibiotika-Verabreichung und den Reserve-Antibiotika sollte endlich Schluss sein. Aber wie willst du die „Lebewesen“ z.B. in den grossen Hühnermastställen gesund halten? Bei Kurzmast von 31 Tagen sind das 30 „Tiere“ pro m², siehe Tierschutz-Kontrollhandbuch Mastgeflügel des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Alternative: Die Landschaft mit vielen kleinen Ställen überbauen? Wohl kaum. Also weniger Pouletfleisch, Eier usw. konsumieren!

Warntafeln schützen die Wildtiere nicht vor allfälligem Konsum von verschmutztem Wasser. Leider werden Probleme meist nur sektoriell angegangen – wenn überhaupt – also werden sie in der Regel nicht gelöst, nur verschoben. Oder hat jemand schon gemerkt, dass die herzigen Mutterkuh-(sprich Fleischkuh-)Herden zum Bruderkalb-Problem führen, analog dem Bruderhähnchen-Problem in der Eierproduktion? Die männlichen Tiere sind dort überflüssig. Ein solcher Trend ist auch bei den Kälbern der Hochleistungsmilchkühe sichtbar. In Deutschland macht man sich deswegen Sorgen … in Australien wurde 2013 mit versteckter Kamera gefilmt: Hidden camera dairy calf investigation, Video 2:59.

Herzliche Grüsse

Heidi

Fragen und Antworten zum Kalbfleischmarkt, Schweizer Kälbermäster-Verband (SKMV)

Tötung von Jungtieren: Warum männliche Kälber in SH nur ein Abfallprodukt sind,  shz vom 9.5.16

6.5.18 HOME

Rind frisst Herbi-Brennnesseln – Video

27. September 2017

Sophie: „Heidi, meine Bekannten finden meist den Film mit dem Brennnessel-fressenden Rind nicht. Weisst du, den Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt worden waren. Den Tieren schmecken die welken oder dürren Pflanzen besser als die frischen. Das ist nicht nur bei den Brennnesseln so, auch bei Giftpflanzen, dann wird’s wirklich gefährlich für die Tiere.

Heidi: „Dein Wunsch sei mir Befehl!“

Video auf youtube: Rind frisst Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt wurden.

27.9.17 HOME

Postulat: Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet

27. September 2017
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Die Nationalrätin Maya Graf hat am 21.9.17 das Postulat 17.3703 Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet eingereicht. Der Bundesrat wird aufgefordert, ein Verbot von Pestizid-Einsatz im Sömmerungsgebiet zu prüfen. Zuständig ist das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Postulat 17.3703

Das Sömmerungsgebiet wird mit der Agrarpolitik (AP) 2014-17 zu Recht massiv stärker gefördert als vorher. Als Gegenleistung kann der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide erwartet werden. Auch die meisten Leute und vor allem auch die Touristen gehen davon aus, dass im Sömmerungsgebiet keinerlei Pestizide zum Einsatz kommen, und schätzen die „unberührte Natur“.

Tatsächlich ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Sömmerungsgebiet heute rechtlich bereits eingeschränkt. Es dürfen einzig bestimmte Herbizide zur Einzelstockbehandlung eingesetzt werden. Zur Flächenbehandlung dürfen sie nur mit Bewilligung der zuständigen kantonalen Fachstelle und im Rahmen eines Sanierungsplans eingesetzt werden.

In der Praxis ist aber immer mehr zu beobachten, dass von Laien und Fachleuten regelmässig und flächig Herbizide ausgebracht werden. Die grösste Alpbesitzerin in der Schweiz (mit 42 Alpen in der lnnerschweiz) gibt ihren Pächtern und Bewirtschaftern die Herbizide sogar gratis ab. Viele Weide- und Wildtiere fressen behandelte Pflanzen, weil sie offenbar mit dem Dörren einen attraktiven Geschmack entwickeln. Eine Umfrage bei mehreren Kantonen ergibt allerdings, dass die zuständigen Behörden kaum Bewilligungen erteilen.

In dieser Situation fordere ich eine klare rechtliche Regelung, wie sie auch der Tourismus-Konkurrent Österreich bereits kennt, nämlich ein generelles Verbot des Einsatzes von Herbiziden im Sömmerungsgebiet. Dies schafft Rechtssicherheit für alle Beteiligten, entlastet Mensch, Tier und Natur und gibt ein positives Signal für den Tourismus. Der Bundesrat wird aufgefordert, ein Verbot von Pestizid-Einsatz im Sömmerungsgebiet zu prüfen und die entsprechenden Verordnungen zu überarbeiten.

Postulat 17.3703 Prüfung eines Pestizid-Verbots im Sömmerungsgebiet, Maya Graf, Nationalrätin, 21.9.17.

Heidi hat schon 19 Artikel zum Thema geschrieben. Hier der Link zur Serie Herbizide auf Alpen.

27.9.17 HOME

Klaras Brief: Von teuren und kostbaren Brennnesseln

5. September 2017
Brennnesseln im Gartenzentrum!

Brennnesseln im Gartenzentrum!

Weil der gestrige Tag so kalt und nass war, machten die Sesemanns einen Ausflug ins Unterland, besuchten ein Gartenzentrum. Sie staunten über die Vielfalt der angebotenen Pflanzen, auch Wildpflanzen. Klara schrieb am Abend Heidi einen Brief:

… Plötzlich rief Frl. Rottenmeier: „Brennnesseln, sieht da! Mickrige Brennnesselstöckchen für fast sieben Franken!“ Herr Sesemann fragte eine Auskunftsperson: „Ja, Brennnesseln sind begehrt; sie sind Lebensmittel, Heilpflanze, Schmetterlingsweide und Hilfsstoff im biologischen Landbau zugleich.“

Herr Sesemann ergänzte: „Auch die Fasern kann man nutzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland Nesseltuch für Armee-Bekleidung verwendet.“ Ich schaute rasch auf Wikipedia nach: Brennnesseln kommen auf stickstoffreichen Böden vor. Noch heute gibt man ganze oder gehackte Brennnesseln als Vitaminträger in das Futter von Küken, Ferkeln und Kälbern, damit sie schneller wachsen. Man kann auch Wolle damit färben.

Zudem gibt es alte Bräuche, z.B. wer am 1. Januar Brennnesselkuchen isst, sichert sich ein gutes Jahr. Und die Älpler spritzen DIE mit Herbizid tod! Das kann ich nicht begreifen. Wäre doch eine Goldgrube …

Heidi las den Brief dem Alpöhi vor. Der lachte und sagte: „Das Vieh frisst die angewelkten und getrockneten Brennnesseln so gerne, dass ich Mühe habe, welche für den Winter auf die Seite zu tun, falls ein Tier krank ist.“ Heidi: „Und was meinst du zu Brennnesseltee von der Alp zum Blumentod?“

Brennnesseln, Wikipedia

Herbizide auf Alpen, alle Artikel von Heidis Mist

5.9.17 HOME

Herbizide auf Alpen: Wenn Blacken die Brennnessel-Lücken füllen …

9. August 2017
Brennnesseln tod gespritzt - jetzt wachsen Blacken! Copyright: Sophie T.

Brennnesseln tod gespritzt – jetzt wachsen Blacken! Copyright: Sophie T.

Sophie war überrascht, als sie kürzlich bei der Alp zum Blumentod vorbei kam: Nun wachsen Blacken auf den Flächen, wo vor der Herbizidanwendung Brennnesseln standen! Die Rinder hatten die verwelkten Pflanzen gefressen, der Boden war offen für Neues, rasch keimten in der nährstoffreichen Erde Blackensamen. Die Pflanzen werden wohl schon bald die Lücken füllen.

Ist Brennnesselnvergiften eine nachhaltige Beikrautbekämpfung? Heidi meint NEIN!

Herbizid-News: Alp zum Schmetterlingstod, Alp zum Blumentod und Alp Pardenn, Heidis Mist 16.6.17

Aufregung auf der Alp zum Blumentod, Heidis Mist 5.6.17

9.8.17 HOME

 

Umgang mit Pestiziden … denn sie wissen nicht, was sie tun!

7. Juli 2017

In der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung steht:

2. Kapitel: Umgang mit Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen

3. Abschnitt: Fachbewilligungen

Art. 7 Bewilligungspflichtiger Umgang mit Stoffen und Zubereitungen

1 Die folgenden Tätigkeiten dürfen beruflich oder gewerblich nur von natürlichen Personen mit einer entsprechenden Fachbewilligung oder als gleichwertig anerkannten Qualifikation oder unter Anleitung solcher Personen ausgeübt werden:

a. die Verwendung von:

  1. Pflanzenschutzmitteln,

Heidi meint: „Besonders auf Alpen scheinen viele AnwenderInnen von Pflanzenschutzmitteln keine grosse Ahnung von dem zu haben, was sie tun! Geschweige denn von Gesetzen. Sind diese Leute im Besitze einer Fachbewilligung?“

Es ist lobenswert, wenn Gemeinden Alp-Säuberungs-Aktionen durchführen wie etwa die Ortsgemeinde Flums-Grossberg. Die Bildergalerien der Bürgertage zeigen aber Erstaunliches, obwohl die Gemeinden im Kanton St. Gallen für den Vollzug verantwortlich sind.

  • Frauen in Shorts, ärmellos mit kurzen Handschuhen, spritzen in Gehrichtung. Was spritzen sie wohin? Heidi vermutet Herbizide. Was denn sonst?! Irgendwelche Kanister stehen unbeaufsichtigt am Strässchen, wo eine Herde Ziegen vorbeizieht. Was ist drin? Oder vielleicht sind sie ja leer?!
  • Rauchende Haufen zeigen, dass gerodetes Material einfach verbrannt wird. Das ist verboten!

Hier geht’s zu den Bildergalerien. Heidi kann sich vorstellen, dass diese entfernt werden, wenn die Gemeinde auf Fachwissen und Gesetze stösst. Sie hat die Files daher gespeichert!

Arbeitseinsatz des FC Flums auf der Alp: Die Fussballer spritzen ohne Handschuhe Herbizide. Ihr Alpeinsatz wurde von der Gemeinde mit einem Zustupf in die Vereinskasse belohnt.

Bürgertag 2009 auf der Alp Palmüöl, Flums: Jung und Alt arbeiten zusammen am Bürgertag. „… Ebenfalls zum ersten Mal dabei war der im letzten Jahr eingebürgerte Hugo Reichlin. Obwohl er bereits über 80 Jahre ist, hatte er grosse Freude beim Spritzen des Unkrauts und wollte nicht mehr aufhören. „

7.7.17 HOME


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