Posts Tagged ‘Alpschweine’

Alpkäse, Alpschwein, Mythen Cordon bleu, Alpgottesdienst … Blackenweiden!

21. Juli 2021
Gottesdienst auf der Alp Gummen am 18.7.21. Die Schweine sind nicht auf der Weide (hellgrüne Flächen. Ein neuer Pfad wurde erstellt). Copyright: Tobeltoni.

Gottesdienst auf der Alp Gummen am 18.7.21. Die Schweine sind nicht auf der Weide (hellgrüne Flächen, Steinwall. Ein neuer Pfad wurde erstellt). Copyright: Tobeltoni.

Foto 6.9.20: Eine Steinwüste weit und breit, auch am Waldrand. Copyright: Vater Muggli

Foto 6.9.20: Eine Steinwüste weit und breit, auch am Waldrand. Copyright: Vater Muggli

Heidi hatte den prächtigen Tag zum Waschen genutzt, wo doch lange genug der Wäschetrockner „Sonne“ fehlte. Sie war daran, die Wäsche von der Leine zu nehmen, als in der Wegbiegung der Tobeltoni und der Geissenpeter auftauchten und ihr winkten.

Heidi: „Hoi zäme.“

Tobeltoni: „Allegra Heidi! Wir haben euch etwas mitgebracht.“ Der Tobeltoni öffnet den Rucksack, zieht eine Flasche mit Rahm heraus und fragt Heidi: „Kannst du uns einen Kaffee machen und den Rahm schlagen? Peter hat Himbeeren gesammelt.“

Heidi: „Klar! Kannst du dafür die restliche Wäsche abnehmen und du, Peter, ein Feuer entfachen und Wasser aufsetzen. Ich hole inzwischen den Öhi und richte alles übrige.“

Alpöhi: „Guten Abend Toni und Peter. Erzählt, was ihr in letzter Zeit unternommen habt!“

Geissenpeter: „Geissen hüten!“

Blackenweide: Grosse Flächen der Alp Gummen sind jetzt überdüngt und daher verunkrautet.

Blackenweide: Grosse Flächen der Alp Gummen sind jetzt überdüngt und daher verunkrautet. Copyright: Tobeltoni

Tobeltoni: „Eigentlich habe ich gute und schlechte Nachrichten von der Alp Gummen, wo ich am Sonntag (18.7.21) war. Der Älpler, der mit seinen Schweinen Wald, Weide und Grillplatz zerstört und die Mythen Cordon Bleus kreiiert hatte, ist nicht mehr auf der Alp. Jetzt ist dort ein Käser. Dieser bewirtschaftet die Alp aber nicht. Wer jetzt dafür zuständig ist, das weiss ich nicht. Es scheint aber, dass irgendeine Kontrolle stattgefunden hat und Massnahmen ergriffen wurden.

Geissenpeter: „Kontrolliert wird nur alle 10 Jahre!“

Tobeltoni: „Trotzdem ist es mir unerklärlich, dass niemand früher das gesehen und etwas unternommen hat. Der neue Bewirtschafter hat eine schwierige Aufgabe vor sich, denn grosse Teile der Alp sind total überdüngt und Blacken haben sich breit gemacht, sie werden wohl bald absamen. Mir ist es ein Rätsel, dass sie nicht sofort im Frühling gemäht oder beweidet haben. Ich konnte es kaum glauben – so viele Blackensamenständer! Sie hätten diese längst schneiden müssen. Auch wenn sie jetzt mähen, fallen unzählige Samen auf den Boden und wenn dann die kleinste Lücke entsteht, etwa ein Trittschaden, dann keimen diese erbarmungslos. Man sagt, sie wollen das heuen!!!! Dann kommen die Samen mit der Scheisse auf die Weiden oder über den Miststock auf die Weiden, denn diese sind extrem widerstandsfähig.

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Auch das giftige Alpenkreuzkraut wird demnächst versamen! Copyright: Tobeltoni

Geissenpeter:Jeder Bauer muss eine Nährstoffbilanz rechnen, aber auf der Alp scheint alles möglich zu sein. Johann hat mir gesagt, dass seine Nährstoffbilanz nicht aufgehe und er deshalb nicht mehr so viele Schweine halten dürfe oder Gülle abführen müsse. Es nimmt mich wunder, ob das nicht auch auf Alpen gilt. Was meinst du Heidi?

Heidi: „Keine Ahnung! Aber es ist ja so, dass fast alle heutigen Kühe mit der hohen Milchleistung zusätzlich zum Grünfutter auch Kraftfutter brauchen, um gesund zu bleiben, und die Alpschweine sowieso, die darf man nicht mit Schotte allein füttern, sonst bekommen sie Magenprobleme. Die Futterzufuhr ist ja erlaubt, Düngerzufuhr auch, ausser Stickstoff … also wo ist der Fehler? Bei den Älplern, die ein Maximum herausholen, oder bei den Gesetzen, die das erlauben?“

Ehemalige Schweineweide. Copyright: Tobeltoni

Ehemalige Schweineweide. Copyright: Tobeltoni

 

Grillplatz: Er war von den Schweinen zerstört worden, jetzt ist er wieder zugänglich, muss aber noch hergerichtet werden. Copyright: Tobeltoni

Grillplatz: Er war von den Schweinen zerstört worden, jetzt ist er wieder zugänglich, muss aber noch hergerichtet werden. Rechts oben: Blacken, Blacken, Blacken … Copyright: Tobeltoni

Vater Muggli und die Sechstel-Alpschweine. Heidis Mist vom 6.9.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (3). Heidis Mist vom 24.8.20

Alpschweine erobern den Grillplatz. Heidis Mist vom 8.6.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (2) Heidis Mist vom 31.5.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ Heidis Mist vom 28.4.20

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Schweinerei auf der Alp

31. Mai 2021
Dieser Cartoon darf gratis weiterverbreitet werden mit folgendem Copyright-Hinweis: © Caroline Rutz. Aus «Trittst im Alpengift daher» https://www.pestizidmythen.ch/#alpengift

Dieser Cartoon darf gratis weiterverbreitet werden mit folgendem Copyright-Hinweis: © Caroline Rutz. Aus «Trittst im Alpengift daher» https://www.pestizidmythen.ch/#alpengift

Die Milchkühe, die in der heutigen Zeit auf der Alp sind, brauchen Kraftfutter, Schweine auch! Das Milchkuh-Schweine-Alpkäse-Haltungssystem ist höchst problematisch, aber rentabel. Niemand schaut daher genau hin. Lesen Sie die Details in der Broschüre Trittst im Alpengift daher, welche von der Bio-Stiftung Schweiz herausgegeben wurde: digital auf Deutsch, Französisch und Italiensch gedruckt ist eine deutsche Version für 15 Franken erhältlich.

Heidis Artikel über Herbizide auf Alpen

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„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (3)

24. August 2020

 

Die Schweine geniessen den Schatten im Wald. Copyright: Tobeltoni

Die Schweine geniessen den Schatten im Wald. Copyright: Tobeltoni

Das Telefon läutet. Heidi ist gerade am Abwaschen, trocknet die Hände und nimmt ab. Es ist der Tobeltoni.

Heidi: „Schön, von dir zu hören!“

Tobeltoni: „Ich war gestern wieder auf der Alp Gummen SZ“. Du weisst, die mit den Alpschweinen. Sieht schlimm aus. Ein Wanderer fragte mich, ob denn der Wald nicht geschützt sei. Nun ja: Den Schweinen gefällt’s! Ich schicke dir grad noch Fotos.“

Heidi: „Jetzt habe ich aber ein schlechtes Gewissen. Die Fotos, die du mir im Juli geschickt hattest, habe ich noch nicht veröffentlicht. Darunter war doch eins mit einem Palett Kraftfutter – oder? Und Iglus auf nacktem Boden! Aber ich kümmere mich jetzt um die neuen. Die alten kann ich dann später immer noch aufarbeiten.“

Tobeltoni: „Toll! Ich melde mich bald wieder. Tschüss und sag dem Alpöhi einen Gruss von mir!“

Biodiversitätsschädigende Subventionen in der Schweiz

Heidi: „Noch etwas! Das passt doch zur Medienkonferenz, die heute in Bern stattfindet: Biodiversitätsschädigende Subventionen in der Schweiz. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald und Landschaft (WSL) hat eine Studie gemacht und die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) organisierte die Medienkonferenz, welche in 3/4 Stunden beginnt und von  9:45 – ca. 11 Uhr im Haus der Akademien abgehalten wird, Laupenstrasse 7, Bern. Das tönt total spannend!

Ich wünsche dir eine schöne Woche und auf bald!“

Waldrand und "Schweineweide". Copyright: Tobeltoni

Waldrand und „Schweineweide“. Copyright: Tobeltoni

Die "Schweineweide" mit "Waldrand-Pufferstreifen" oder eher Geröllhalde vom Wanderweg aus fotografiert. Copyright: Tobeltoni

Die „Schweineweide“ mit „Waldrand-Pufferstreifen“ oder eher Geröllhalde vom Wanderweg aus fotografiert. Copyright: Tobeltoni

Alpschweine erobern den Grillplatz. Heidis Mist vom 8.6.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (2) Heidis Mist vom 31.5.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ Heidis Mist vom 28.4.20

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Rurale Aristokratie funktioniert

10. Juni 2020

NaNa

Die Aristokratie à la Suisse lebt:
Genossame (Korporationen) und Burgergemeinden haben als geschlossene Gesellschaften die bösen gottlosen proletarischen Bestrebungen zu Reformation und Zivilgesellschaft überlebt und verwalten heute als grosse Landbesitzer Immobilien, Alpen und Pacht-Betriebe. Wohl mit gut optimierten Steuerabgaben, wenn überhaupt.

Das Nutzungsrecht (quasi Dividenden) wird ‚vererbt‘ nach Abstammung (Namen des Vaters). Leider müssen heutzutage auch Frauen aufgenommen werden. Der Einfluss in der Region kann enorm sein, bis in die oberste Behörde des Kantons.

Vollzugsbehörden z.B. Umweltämter haben da oft einfach kein Brot oder sind als Marionetten gewählt worden. s. Heidis Mist: Alpschweine.

Schweizer Gemeindestudien

Genossame Schwyz

Genossame Ingenbohl

Die Bürgergemeinde Chur, siehe Chronik Seite 33

Alpschweine erobern den Grillplatz. Heidis Mist vom 8.6.20

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Alpschweine erobern den Grillplatz

8. Juni 2020

<a href="https://www.alternatives-wandern.ch/grill_photos/schwyz/alpthal.htm" target="_blank" rel="noopener">Fotos zu den Grillstellen im Alpthal SZ</a>. Copyright: Alternatives Wandern Schweiz.

Fotos zu den Grillstellen im Alpthal SZ. Copyright: Alternatives Wandern Schweiz.

Die Familie Muggli zog es in die Berge. Auf der Plattform Alternatives Wandern Schweiz fanden sie eine am vorgesehenen Weg liegende Grillstelle. Für das Proviant war Sohn Armin verantwortlich. Er wollte etwas Einfaches: Servelats. Zum Glück! Denn als sie sich dem Grillplatz nähern wollten, da war der Weg versperrt. Schweine hatten den Grillplatz erobert und zerstört. Die Mugglis mussten an einem Waldrand eine eigene Feuerstelle einrichten und zum Essen stehen, da der Boden noch nass war.

Die Schweine fühlen sich sauwohl. Es leiden: Artenvielfalt, Boden, Wald, Nährstoffhaushalt, und möglicherweise wird Quell- oder Bachwasser verschmutzt ... und die Familien-Grillstelle ist zerstört. Copyright: Vater Muggli.

Die Schweine fühlen sich sauwohl. Es leiden: Artenvielfalt, Boden, Wald, Nährstoffhaushalt, und möglicherweise wird Quell- oder Bachwasser verschmutzt … und die Familien-Grillstelle ist zerstört. Copyright: Vater Muggli.

Als die Mugglis später mit einem einheimischen Ehepaar ins Gespräch kamen, erfuhren sie, dass die Grillstelle, weil sie gross war und daher beliebt bei Familien. Etwa 150 m entfernt weiter unten sei neu eine Feuerstelle eingerichtet worden. Diese sei aber nicht praktisch, nur provisorisch und für eine Familie mit Kinder nicht geeignet, da sie in der Kuhweide sei und sehr klein.

Waldrand von weitem aufgenommen. Copyright: Vater Muggli.

Waldrand von weitem aufgenommen. Copyright: Vater Muggli.

Die Wanderer waren sich einig, dass die Alpschweinehaltung auf der Alp Gummen SZ eine grosse Schweinerei ist. Vater Muggli: „Ist das überhaupt erlaubt?“ Die Einheimische: „Ich weiss auch nicht, aber ich habe gehört, dass letzten Sommer bei der Besitzerin, der Genossame Schwyz, reklamiert wurde. Jetzt ist eine grössere Fläche eingezäunt, zum Teil dem Waldrand entlang, aber auch in den Wald hinein wie letztes Jahr.“ Vater Muggli begreift das nicht: „Wir haben doch ein Waldgesetz!“ Die Einheimische weiss weiter: „Eine Appenzeller Metzgerei hat sogar mit dem Käse ein «Mythen Cordon bleu» kreiiert.“

… und die Gesetze?

Heidi meint: „Das ist nicht nur eine Widerhandlung gegen das Waldgesetz, sondern auch gegen die Direktzahlungsverordnung und müsste gebüsst werden … obwohl die Bussen für Umweltvergehen lächerlich klein sind, wären sie mindestens ein Zeichen. Was tun die vielgelobten Kontrollen? Worauf warten die Vollzugsbehörden?“

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ Heidis Mist vom 28.4.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (2) Heidis Mist vom 31.5.20

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„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ (2)

31. Mai 2020

Alpschweine. Copyright: Tobeltoni

Alpschweine. Copyright: Tobeltoni

Der Alpöhi und der Geissenpeter sitzen am Tisch und diskutieren über den Alpkäse CHEESUS, welcher aus Milch produziert wird, die „sonst nicht weiterverarbeitet oder gar weggeschüttet“ würde.

Geissenpeter: „Das habe ich nicht gewusst. Unglaublich!“

Alpöhi: „Wenigstens wird die Milch künftig verwertet. Sie behaupten auf ihrer Homepage, dass Alpkäse ohne Kraftfutter entsteht und die Kühe nur die frischesten und kräftigsten Alpkräuter fressen. Auf dem Foto daneben sieht der Talboden eher nach Unkraut aus.“

Geissenpeter: „Mag sein, dass auf den Cheesus-Käsealpen kein Kraftfutter eingesetzt wird, was mich erstaunen würde, aber sie machen diese Aussage allgemein; das ist natürlich hanebüchen.

Kraftfutter auf Alpen

Gemäss Direktzahlungsverordnung, Art. 31, bzw. Sömmerungsverordnung, darf recht viel Futter zugeführt werden, nämlich:

  • Zur Überbrückung witterungsbedingter Ausnahmesituationen dürfen höchstens 50 kg Dürrfutter oder 140 kg Silage pro Normalstoss (NST) und Sömmerungsperiode zugeführt werden.
  • Für gemolkene Kühe, Milchziegen und Milchschafe ist zusätzlich die Zufuhr von 100 kg Dürrfutter und 100 kg Kraftfutter pro NST und Sömmerungsperiode zulässig.
  • Schweinen darf Kraftfutter nur als Ergänzung der alpeigenen Milchnebenprodukte verfüttert werden.

(Ein NST oder Normalstoss entspricht der Sömmerung einer raufutterverzehrenden Grossvieheinheit während 100 Tagen.)

So wie ich das sehe, kann für Schweine beliebig Futter zugeführt werden als Ergänzung, vor allem in der zweiten Sommerhälfte ist das nötig, wenn die Kühe nicht mehr viel Milch geben. Die Versorgung mit Kraftfutter und anderem Futter, wie auch Dünger, ist auch auf abgelegenen Alpen möglich, denn seit Jahrzehnten wird vieles per Helikopter transportiert. Im Kanton Glarus hat dies zwar stark abgenommen, da es immer mehr Strassen gibt, welche die Alpen erschliessen, aber auch die mobile Käserei wird per Helikopter geliefert. Allgemein gibt es immer mehr Strassen.

Alpöhi: „Kein Wunder, dass viele Weiden überdüngt sind und verunkrauten! In der Regel gilt: „Was erlaubt ist wird gemacht.“ Insbesondere wenn der Käse teuer verkauft werden kann, ist die Versuchung gross, viel Futter einzusetzen. Ist diese hohe Zufuhr von Futter, sprich Dünger, überhaupt erlaubt aufgrund der Umweltschutzgesetzgebung? Oder steht diese Regelung des Bundesamts für Landwirtschaft im Widerspruch mit anderen Gesetzen? Hat das Bundesamt für Umwelt geschlafen als diese Regelung erlassen wurde?

Geissenpeter: „Das weiss ich nicht. Du musst Heidi fragen! Wann kommt sie aus Frankfurt zurück?

Alpöhi: „Wahrscheinlich nächste Woche.“

Schweinealp: Neue Fotos vom Tobeltoni

Alpschweine-Weide 2019, Foto 30.5.20. Copyright: Tobeltoni

Alpschweine-Weide 2019, Foto 30.5.20. Copyright: Tobeltoni

Geissenpeter: „Der Tobeltoni hat mir neue Fotos geschickt von der Alp mit Schweinen. Er weiss aber nicht, ob die Schweine auch dieses Jahr in eine Weide dürfen. Im Moment sind sie im Holzverschlag. Sie werden wohl kaum mehr ins Wäldchen gelassen, wo sie letztes Jahr, ihrem Trieb entsprechend, gewütet hatten. Die Weide 2019 sieht eher einer Geröllhalde ähnlich als einer Bergwiese.

Der Tobeltoni ist regelmässig in dieser Gegend. Er wird mich auf dem Laufenden halten.“

Alpöhi: „Man müsste die Alpbewirtschaftung neu regeln. Mach doch einen Vorschlag und schleuse ihn über Nationalrätin Frida ein.“

Geissenpeter: „Ich kann’s schon versuchen, aber im Moment sind alle mit Corona beschäftigt.“

Fake News oder Wahnsinn? Heidis Mist vom 29.5.20

„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“ Heidis Mist vom 28.4.20

Innovation für die Alp: Die fliegende Käserei. Bauernzeitung vom 15.11.19

«Ohne den Helikopter ginge es nicht auf der Alp!» Südostschweiz vom 1.10.19

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„Heidi, die Schweine zerstören unsere Alpweiden!“

28. April 2020

Alpschweineauslauf am 27.4.20. Copyright: Tobeltoni

Alpschweineauslauf am 27.4.20. Copyright: Tobeltoni

Ausser Atem stürmt der Geissenpeter in die Hütte, wo Heidi gerade Kräuter für den Kartoffelauflauf hackt.

Heidi: „Setz dich und trink ein Glas Wasser, du bist ja ganz verschwitzt!“

Eine Weile ist es ruhig drinnen, bis der Alpöhi eintritt und frägt:

Alpöhi: „Was ist denn los? Du bist aber früh heute, Geissenpeter!“

Geissenpeter: „Ich bin wütend, komme gerade von einer Alp im Kanton Schwyz. Der Tobeltoni hat mich mitgenommen und gesagt, ich müsse mir das einmal ansehen. Du kannst es kaum glauben. Eine Wiese, ein Wald: Alles umgepflügt. Da braucht es kein Glyphosat mehr. Toni sagt: „Sie halten viele Schweine, holen sehr wahrscheinlich vom Tal Kraftfutter für die Milchkühe und die Schweine.“ Du kannst dir denken wie überdüngt jetzt alles ist … und dann jammern sie über das Unkraut! Und was das Schlimme ist, es gibt viele solche Alpen, genau weiss er es nicht, aber es sind viele: Vom Genfersee bis zum St. Galler Rheintal. Das Fleisch ist bei COOP, Migros und einigen grossen Metzgereien erhältlich oder wird im Hofladen verkauft. Das Fleisch ist teurer als das normale Schweinefleisch und somit auch der Gewinn höher.“

Alpöhi: „Ich war früher einen Sommer lang auf einer Glarner Milchviehalp. Wir stellten Käse her und verfütterten die Schotte den Schweinen. Allerdings hielten wir nur drei Schweine. Diese frassen Schotte und Gras. Kraftfutter hatten wir auch: EINEN Sack. Diesen trugen wir auf dem Fussweg auf die Alp, Strassen gab es damals noch keine.“

Geissenpeter: „Der Toni ist ja auch kein Heiliger, aber er sagte: „Geissenpeter, melde das bitte Heidi, sie muss etwas dagegen machen!“ Die Schweine waren auch im Wald, zerstörten die Wurzeln und somit die Bäume. Das ist kriminell! Es wird nicht mehr lange gehen, dann fallen die Bäume um, einer nach dem andern und der Wald ist weg!“

Alpöhi: „Ich verstehe das nicht. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass heute auf vielen Alpen Banausen am Werk sind. Sogar Dünger wird hinaufgekarrt … und dafür erhalten sie noch Steuergelder, sogar besonders viele, für die Alpbewirtschaftung … damit die Biodiversität erhalten bleibt! So ein Witz!“

Heidi: „Gerade habe ich eine Studie gelesen. Offenbar gibt es im Kanton Zürich immer weniger Futterpflanzen für Insekten. Dieser Rückgang erschwert Schmetterlingen, Bienen und Fliegen die Nahrungssuche. Diese traurige Erkenntnis sei auf ganz Mitteleuropa übertragbar. Ich meine, dass dies auch für unsere Alpen gilt. Man sieht ja bis weit oben fast nur noch Löwenzahn & Co.“

Alpöhi: „Es hat Jahrtausende gedauert bis da oben Boden entstand und Pflanzen wurzeln konnten. Und innert eines Sommers ist alles zerstört. Ich verstehe die Welt nicht mehr.“

Heidi: „Weisst du, Öhi, heute ist die Zerstörung nebensächlich. Es zählt, was Geld bringt.“

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Foto Oktober 2019. Copyright: Tobeltoni

Artensterben in Zürich – Insekten finden immer weniger Nahrung. SRF vom 27.4.20

Auf grünen Fettwiesen verhungern Insekten, Eva Caflisch, Seniorenweb vom 28.4.20

28.4.20 HOME

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