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Sparsame Bewässerung in der Landwirtschaft

31. Juli 2018
Der von Kristian Marjanovic an der Zürcher Hochschule der Künste entwickelte mobile Nebelfänger ist zur Gewinnung von Wasser in trockenen Küstengebieten gedacht, in denen während der Sommermonate morgens und abends häufig Nebel aufsteigt. Das Gerät kann einfach auf- und abgebaut werden und erzeugt 3 bis 7 Liter Wasser pro Tag. Funktionsfähiger Prototyp, Abschlussarbeit Bachelor. Ausstellung Neue Stoffe – New Stuff, Textilmuseum St. Gallen.

Der von Kristian Marjanovic an der Zürcher Hochschule der Künste entwickelte mobile Nebelfänger ist zur Gewinnung von Wasser in trockenen Küstengebieten gedacht, in denen während der Sommermonate morgens und abends häufig Nebel aufsteigt. Das Gerät kann einfach auf- und abgebaut werden und liefert 3 bis 7 Liter Wasser pro Tag. Funktionsfähiger Prototyp, Abschlussarbeit Bachelor. Ausstellung Neue Stoffe, Textilmuseum St. Gallen.

Die Landwirtschaft ist besonders von der Hitze, dem fehlenden Regen sowie ausgetrockneten Bächen und Flüssen betroffen. Siegfried Gendries von „Lebensraum Wasser – Der Wasser Blog“ schreibt in seinem Artikel Hitzewelle und Dürre: Big Data hilft bei Bewässerung in der Landwirtschaft ausführlich über mögliche Anpassungsstrategien: „Smart Farming könnte die Bewässerung gezielter und wirksamer gestalten – digitale Anwendungen und Big Data, für eine bedarfsgerechtere Bewässerung und gezieltere Düngung der Felder.“

Bodensonden für gezielte Bewässerung

Unter dem Zwischentitel „Schweizer Bodensonden für Bewässerungsbedarf und Internetkommunikation“ stellt Siegfried Gendries eine Technik vor, welche von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) entwickelt wurde. Angaben zur Bodenfeuchtigkeit helfen, die Bewässerung gezielter zu steuern. Bodensonden messen das Wasser im Wurzelraum, dadurch können der optimale Bewässerungszeitpunkt und die benötigte Bewässerungsmenge ermitteln werden. Zudem werden aus meteorologischen Daten prognostizierte Niederschläge und die Durchwurzelungstiefe der Kulturen für die Empfehlungen berücksichtigt.

Erste Erfahrungen

Forschende der HAFL haben auf Pilotbetrieben in Kartoffel- und Gemüsekulturen mittlerweile über 50 Bodensonden installiert. Diese messen die Bodenfeuchtigkeit bis in eine Tiefe von 60 Zentimetern und übermitteln die Daten via Mobilfunknetz an einen Server. Die LandwirtInnen können die Informationen zu ihren Feldern direkt auf einer Webseite abrufen. Die ersten Erfahrungen sind durchwegs positiv: «Ich konnte unsere bisherige Bewässerungspraktik überprüfen. Es gab mir eine Bestätigung, dass wir in dieser Hinsicht bereits sehr gute Arbeit geleistet haben. Trotzdem kann ich das Wasser jetzt noch gezielter einsetzen», fasst Joël Terrin, der Leiter eines Pilotbetriebs, zusammen.

Bewässerungsnetz

 Die blaue Kurve gibt an, wie viele mm Wasser es im Wurzelraum der Pflanzen hat. Liegt die Kurve im blauen Bereich, hat der Boden mehr Wasser als er speichern kann, es ist also zu nass. Liegt die Kurve im grünen und orangen Bereich, hat es genug Wasser und die Pflanzen können es leicht aufnehmen. Liegt die Kurve im roten Bereich, ist das leicht verfügbare Wasser für die Pflanzen aufgebraucht und eine Bewässerung ist empfohlen. Sonst sind Ertrags- und Qualitätseinbussen zu befürchten.

Die blaue Kurve gibt an, wie viele mm Wasser es im Wurzelraum der Pflanzen hat. Liegt die Kurve im blauen Bereich, hat der Boden mehr Wasser als er speichern kann, es ist also zu nass. Liegt die Kurve im grünen und orangen Bereich, hat es genug Wasser und die Pflanzen können es leicht aufnehmen. Liegt die Kurve im roten Bereich, ist das leicht verfügbare Wasser für die Pflanzen aufgebraucht und eine Bewässerung ist empfohlen. Sonst sind Ertrags- und Qualitätseinbussen zu befürchten.

Im Mai 2018 ging die Webseite www.bewaesserungsnetz.ch online. Interessierte Betriebsleitende können sich eine Sonde kaufen und in die  Plattform integrieren. Die HAFL berät sie und sorgt dafür, dass die Daten ins Netz übermittelt und aufbereitet werden. Im Gegenzug sind die Messungen der Bodensonde dann öffentlich zugänglich.

Mit Blick in die Zukunft

Die Forschenden meinen: «Und eines ist unbestritten: Ein effizienter Umgang mit der Ressource Wasser wird wegen des Klimawandels künftig noch wichtiger werden – auch in der Schweiz, dem Wasserschloss Europas.»

Sparen im Wasserschloss, Andreas Keiser und Andrea Marti, Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL).

Hitzewelle und Dürre: Big Data hilft bei Bewässerung in der Landwirtschaft, Siegfried Gendries, Lebensraum Wasser – Der Wasser Blog vom 28.7.18.

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