Posts Tagged ‘Australien’

Klimakrise: sechste noch nie dagewesene Massenkorallenbleiche im Great Barrier Reef

26. März 2022

Die Behörde des Meeresparks hat bestätigt, dass das Great Barrier Reef zum sechsten Mal von einer massiven Korallenbleiche betroffen ist. Luftaufnahmen zeigen, dass fast kein Riff auf einer Strecke von 1’200 km von der Hitze verschont blieb, was Wissenschaftler dazu veranlasst, dringende Massnahmen gegen die Klimakrise zu fordern.

2022 wird das erste Mal sein, dass eine Massenbleiche in einem kühleren La-Niña-Jahr auftritt, von dem Wissenschaftler gehofft hatten, dass es eine Zeit der Erholung für die Korallen sein würde. Die Korallenbleiche tritt auf, wenn das Tier durch überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen gestresst wird. Das Korallentier stösst die Algen aus, die in ihm leben und die Koralle mit Nahrung und Farbe versorgen.

Letztes Jahr empfahlen wissenschaftliche Berater der Unesco, das Riff aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels und der langsamen Fortschritte bei der Verbesserung der Wasserqualität auf die Liste der „gefährdeten“ Welterbestätten zu setzen.

Doch die Morrison-Regierung setzte sich vehement dafür ein, dass sich der Ausschuss gegen diese Empfehlung aussprach. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, dass Australien seine Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels durch seine Riffpolitik beschleunigt.

Ausführlicher Bericht: Great Barrier Reef authority confirms unprecedented sixth mass coral bleaching event. The Guardian 25.3.22

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Pestizide: Das ist kein April-Scherz!

1. April 2021

Übersetzung der Zusammenfassung von Risk of pesticide pollution at the global scale, erschienen am 29.3.21 in Nature Geoscience:

Pestizide werden häufig zum Schutz der Nahrungsmittelproduktion und zur Deckung des weltweiten Nahrungsmittelbedarfs eingesetzt, sind aber auch allgegenwärtige Umweltschadstoffe, die negative Auswirkungen auf die Wasserqualität, die Artenvielfalt und die menschliche Gesundheit haben. Hier verwenden wir eine globale Datenbank von Pestizidanwendungen und ein auf den Raum bezogenes Umweltmodell, um die weltweite Geographie des Umweltverschmutzungsrisikos abzuschätzen, das durch 92 Wirkstoffe in 168 Ländern verursacht wird. Wir betrachteten eine Region als verschmutzungsgefährdet, wenn die Pestizidrückstände in der Umwelt die No-Effect-Konzentration überstiegen, und als hochgefährdet, wenn die Rückstände diese um drei Grössenordnungen überschritten.

Wir stellen fest, dass 64% der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche (etwa 24,5 Mio. km2) von einer Pestizidbelastung durch mehr als einen Wirkstoff bedroht sind und 31% ein hohes Risiko aufweisen. Von den hochgefährdeten Flächen befinden sich etwa 34% in Regionen mit hoher Biodiversität, 5% in wassergefährdeten Gebieten und 19% in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Wir identifizieren Wassereinzugsgebiete in Südafrika, China, Indien, Australien und Argentinien als besonders besorgniserregende Regionen, weil sie ein hohes Pestizidverschmutzungsrisiko aufweisen, eine hohe Artenvielfalt besitzen und unter Wasserknappheit leiden.

Unsere Studie erweitert frühere Pestizid-Risikobewertungen, da sie mehrere Wirkstoffe berücksichtigt und die Risiken in verschiedenen Umweltkompartimenten auf globaler Ebene integriert.

Tang, F.H.M., Lenzen, M., McBratney, A. et al. Risk of pesticide pollution at the global scale. Nat. Geosci. (2021). https://doi.org/10.1038/s41561-021-00712-5

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Feuer in Australien -> Luftverschmutzung in Neuseeland

4. Februar 2020

Sonne am 1.1.20 in Nelson, Neuseeland. Verdunkelung wegen Luftverschmutzung durch die Feuer in Australien. Copyright: Röbi.

Sonne am 1.1.20 in Nelson, Neuseeland. Verdunkelung wegen Luftverschmutzung durch die Feuer in Australien. Copyright: Röbi.

Liebe Heidi

Ich hoff es goht dir guet und bisch guet im neue Johr. Scho isch es Februar.

Unglaublich, dass es bei euch in den Niederungen noch keinen Schnee gibt. Jemand aus dem Bündnerland sagte, sie hätten genügend Schnee. 

Wir haben in Neuseeland nicht so viele Niederschläge. In Oamaru gab es gestern und heute Regenschauer. Zum Glück haben wir in Oamaru noch keine Wasser-Restriktionen.

Es wird hier immer trockener und die Brandgefahr immer grösser. Es gab auch schon ein paar Brände und es brennt nördlich von Christchurch. Doch sind wir nicht in Australien, aber die dortigen Brände spüren wir auch hier. Rauch und Asche kommen bis hierher und haben recht grosse Auswirkungen auf unser Wetter und teilweise auch auf die Gesundheit von Menschen. Je nach Wind stärker oder je nach dem mehr im Norden und dann wieder im Süden spürbar.

In Oamaru verdeckten am 1. Januar 2020 Rauch und Asche um die Mittagszeit die Sonne so stark, dass es unheimlich dunkel wurde. Die Strassenbeleuchtung wurde eingeschaltet und die Autos fuhren mit Licht. Ich war in Nelson. Dort wurde die Sonne so stark abgedeckt, dass sie rot erschien. Das Wetter veränderte sich negativ; es wurde recht kühl und der Himmel war gelb-bräundlich und die Sicht war gar nicht gut.

Es brennt in Australien immer noch und nun vorallem um die Hauptstadt Canberra. Und gestern wehte der Wind in unsere Richtung und brachte einen gelben Horizont und frühe Dunkelheit.

Best wishes

Röbi

Helicopters, firefighters battle intense scrub fire in north Canterbury. Blistering hot weather and strong winds are fanning a scrub fire in north Canterbury tonight. Two helicopters and nine firefighting crews are battling the blaze on the banks of the Ashley River. No buildings are under threat. It’s the third significant fire in the region today, which is suffering from extremely dry conditions. 1News 2.2.20

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Klimapolitik: Unterschied zwischen Schweden und der Schweiz?

15. November 2019

Schweizerische Nationalbank: Profit first! Priorität Auto & Co. höher als Lebensqualität.

Zitat SRF: „Die Schweizerische Nationalbank ist nicht bereit, auf Aktien aus dem Öl- und Gassektor zu verzichten.“ Umstrittene Geldanlagen SNB-Direktorin: «Nicht unsere Aufgabe, Klimapolitik zu machen» SRF 15.11.19

Zitat The Guardian: „Sweden’s central bank dumps Australian bonds over high emissions. Riksbank says Queensland and Western Australia, as well as Canada’s Alberta, ‘not known for good climate work’.

Die schwedische Zentralbank teilte am Mittwoch, 13.11.19, mit, sie habe Anleihen aus Westaustralien und Queensland sowie der ölreichen kanadischen Provinz Alberta verkauft, weil sie der Ansicht war, dass die Treibhausgasemissionen in beiden Ländern zu hoch seien.

Der stellvertretende Gouverneur der Riksbank, Martin Floden, sagte, die Bank werde nicht mehr in Vermögenswerte von Emittenten mit einem hohen Klimafussabdruck investieren, selbst wenn die Renditen hoch seien.

„Australien und Kanada sind Länder, die nicht für gute Klimaarbeit bekannt sind. Die Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen gehören zu den höchsten der Welt “, sagte er in einer Rede an der schwedischen Universität Örebro.

„Aufgrund der neuen Anlagepolitik haben wir unsere Bestände an Anleihen, die Alberta im Frühjahr emittiert hat, verkauft. Aus dem gleichen Grund haben wir kürzlich die Anleihen verkauft, die von den australischen Bundesstaaten Queensland und Westaustralien ausgegeben wurden.“

Sweden’s central bank dumps Australian bonds over high emissions. The Guardian 14.11.19

Wenn schon Milch, dann CH-Milch!

1. Februar 2013

Milch und Milchprodukte von überall her gelangen in unsere Läden oder dienen der Lebensmittel-Industrie als Rohstoff. Wenig wissen wir über die dortigen Produktionsbedingungen. Zum Beispiel Australien. Animals Australia informiert über das schreckliche Ende von wenige Tage alten „Milch-Kälber“. Sie sind Abfall und werden entsprechend behandelt bzw. misshandelt, nur die Milch ihrer Mütter ist gefragt. Mit versteckter Kamera wurde in einem Schlachthof in Nord-Victoria ein Video gedreht. Von ähnlichen Zuständen in den USA erzählt Safran Foer in seinem Buch Eating Animals oder Tiere essen. Heidis Tipp: Bewusst einkaufen. Nicht alles ist bei uns besser, aber einiges schon.

Hidden camera dairy calf investigation, Video 2:59

Was steckt wirklich in der Milch? Fakten, die von der Milchwerbung verschwiegen werden. Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus

Milch gibt’s in der Schweiz genug: Mittleres Erdbeben & ein Lehrstück am Milchsee, Adi’s Agro-Blog

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