Posts Tagged ‘Bayer’

Der Bauer, sein Kind und die Sanduhr

13. Mai 2021
Gluten_der_feind_in_deinem_Brot_K

Aus dem Film „Gluten, der Feind in deinem Brot“. Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

Andrea Cenacchi: „Vor 20 Jahren habe ich beschlossen, von konventioneller auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Anlass war meine kleine Tochter, die heute 20 Jahre alt ist. Sie krabbelte damals im Garten, während ich in der Nähe mit dem Traktor Unkrautvernichter verspritzte. Als ich wieder Richtung Garten fuhr und meine Tochter dort sah, hatte ich plötzlich das Gefühl, ich würde gerade die nächste Generation vergiften. Ich habe meinen Hof in einen lebenden Organismus verwandelt, einen multifunktionalen Kreislauf, der ergänzt wird durch ein Gasthaus, in dem ich am Wochenende Gäste beherberge. Das Essen besteht zu 70 Prozent aus meinen eigenen Produkten.“

Gluten_der_feind_in_deinem_Brot__Sanduhr_K

Die Sanduhr unseres Ernährungs-/Landwirtschaftssystems. Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

Im Film Gluten, der Feind in deinem Brot ist auch von der Sanduhr die Rede. Oben die vielen Bauern, an der engen Stelle die paar wenigen Konzerne, welche den Lebensmittel-Weltmarkt beherrschen, die Macht haben, Gesetze schreiben, Preise festlegen, und unten die Milliarden von KonsumentInnen, die sich dieser Sanduhr unterwerfen. Heidis Frage: „Müssen wir das? Müssen sich die Bauern diesem System fügen oder könnten sie zusammen mit den KonsumentInnen Neues schaffen?“

Heidi empfiehlt: „Sehen Sie sich an diesem regnerischen Tag diesen Film an. Er enthält viele, wichtige Informationen über unser Ernährungs- und Landwirtschaftssystem und das Versagen der Behörden. Die Vielfalt und Klarheit der Fakten ist überwältigend – wohl der beste Film zu diesem Thema, den Heidi je gesehen hat. Wenn wir Schlüsse daraus ziehen, dann können sich unsere Zukunftsaussichten erfreulich verbessern.“

Nachfolgend ein paar Ausschnitte aus dem Film.

„Unterschiede Grenzwert für Glyphosat in Gemüse und Getreide.“ Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

 

Martin Pigeon: „In Europa werden kritische Produkte wie Glyphosat v.a. von den Herstellern selbst getestet und bewertet.“ Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

 

Gluten_der_feind_in_deinem_Brot_Alternative_K

Jennifer Clapp: „In unserem globalen Ernährungssystem wächst die Entfernung. Zum einen die reale Strecke, welche die Lebensmittel vom Erzeuger bis zum Verbraucher zurück legen – das sind im Durchschnitt 2’500 Kilometer – und es gibt eine geistige Entfernung. Uns fehlen grundlegende Einsichten in die Art und Weise wie unsere Nahrung produziert wird. Die grossen Entfernungen in unserem globalisierten Ernährungssystem haben verschleiert, wo sich Geld und Macht konzentrieren, in welchem Mass uns die Lebensmittelkonzerne ihre Regeln aufzwingen und damit den Verbrauchern wie auch den Erzeugern jede Macht nehmen. Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION“

 

„Wir müssten ein neues Konzept für die Landwirtschaft entwickeln. Aber ist Landwirtschaft ohne Chemie überhaupt möglich?“ Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

 

Ob die biologische Landwirtschaft die Weltbevölkerung ernähren kann? Ja, das kann sie. Doch dafür müssen wir vieles ändern. Im Grunde das gesammte Produktionssystem. Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

Giovanni Dinelli:„Ob die biologische Landwirtschaft die Weltbevölkerung ernähren kann? Ja, das kann sie. Doch dafür müssen wir vieles ändern. Im Grunde das gesammte Produktionssystem.“ Copyright: TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

Gluten, der Feind in deinem Brot. Video 1:18:13 von TAG FILM UND GRAFFITIDOC IOTA PRODUCTION

FOOD. Jennifer Clapp

13.5.21 HOME

Datenschutzerklärung

Kennen Sie die IG Bio?

11. April 2021
Das sind die Mitglieder der IG BIO. Noch nicht aufgeführt auf der Mitgliederliste sind neue: Schweizer Zucker AG, Spécial T. by Nestlé, Chocolat Schönenberger AG

Das sind die Mitglieder der IG BIO. Noch nicht aufgeführt auf der Mitgliederliste sind neue: Schweizer Zucker AG, Spécial T. by Nestlé, Chocolat Schönenberger AG

Die IG Bio beschreibt auf ihrer Homepage ihre Aufgabe wie folgt: „Die IG BIO repräsentiert und vertritt branchenübergreifend die Interessen der Unternehmer in der Schweizer BIO-Wertschöpfungskette – ab der Primärproduktion bis zur Herstellung und Abgabe des BIO-Lebensmittel.

Die IG BIO wurde am 19. Mai 2015 gegründet. Die Gründung erfolgte auf Aufruf der schweizerischen Zertifizierungsstellen, von Vertretern des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und des Lebensmittelvollzugs sowie der BIO-Labelgeber.

Das erste, kurzfristige Arbeitsziel der IG BIO ist die Erarbeitung einer rechtssicheren und pragmatischen Lösung in Bezug auf Rückstandsfunde in BIO-Lebensmitteln, insbesondere durch die Ausarbeitung einer Leitlinie zur guten Verfahrenspraxis.“

Kurz zusammengefasst: Ursprung der Gründung der IG Bio sind die Pestizid-Abdrift-Problematik und Phosphin* bei der Lagerung.

*Weitere Informationen siehe Kontamination von Biogetreide
mit Phosphin,  Schlussbericht Sarah Bögli, Regula Bickel, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) vom 26.10.18.

Anlässlich der Generalversammlung vom 30.8.20 feierte die IG Bio ihr 5-Jahr-Jubiläum und diskutierte mit Urs Niggli, ex-Direktor Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) „Vision Bioland Schweiz 2030″. Im Bericht heisst es: „Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Anteil von Bio von derzeit 10% noch gehörig gesteigert werden kann. Dies wäre für eine nachhaltige und gesunde Ernährung der Schweizer Bevölkerung auch dringend erforderlich, aber nur dann umsetzbar, wenn Behörden, Produzenten, Verarbeiter und Handel dieses Ziel vordringlich und gemeinsam verfolgen. Dafür wird die IG BIO sich auch in Zukunft einsetzen.“

Folgen den Worten auch Taten? Nein! Sowohl der Vorstand von Bio Suisse, der an der GV der IG Bio mit Urs Brändli vertreten war, wie auch die IG Bio lehnen die Trinkwasserinitiative ab, die IG Bio sagt gar 2x NEIN zu den Pestizidinitiativen. Die Delegierten von Bio Suisse haben bereits in der letzten Delegiertenversammlung JA zur Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide gesagt, am 14.4.21 werden sie entscheiden, ob sie dem NEIN ihres Vorstands zur Trinkwasserinitiative folgen sollen oder sich doch lieber für mehr Ökologie im Biolandbau einsetzen wollen mit einem zweiten JA. Es ist zu hoffen!

IG Bio ist nicht allein an der Effingerstrasse 6a

Weitere Organisationen an der gleichen Adresse, eine Häufung also von Inderessenvertretern:

Umwelt- und gesundheitsschonende Produktion nicht erwünscht

Wenn man die Liste der Mitglieder der IG BIO und der an der gleichen Adresse zu findenden Organisation studiert, erstaunt es nicht, dass diese Käufer und Verarbeiter von Bioprodukten gegen die beiden Volksinitiativen sind. Sie wollen ihre Privilegien behalten mit folgenden Auswirkungen:

  • Weiterhin hohe Tierbestände: lieber tierische Produkte wie Käse, antibiotikafreie Bio-Milch usw. in alle Welt exportieren und dafür Bio-Gemüse, -Früchte usw. billiger importieren als nachhaltig in der Schweiz produzieren.
  • Weiterhin Menschen, Meere, Tierwelt und Ökosysteme durch lange Transportwege schädigen statt Pflanzenproduktion in der Region und saisonalen Konsum fördern und verkaufen ohne riesige Umwege von „regionalen Produkten“ über Zentralen.
  • Weiterhin Moore, Wälder, Schutzwälder, Naturschutzgebiete, vielfältige Wiesen und unsere Gesundheit mit Ammoniak-Emissionen schädigen.
  • Weiterhin Klimaerwärmung fördern.
  • Weiterhin das Grundwasser mit Nitrat füttern.
  • Weiterhin Gülle- und Misttransporte über lange Strecken, auch ins Ausland mit Subventionen stützen oder gar zahlen (Sempachersee & Co.).
  • Weiterhin den prophylaktischer Antibiotikaeinsatz bei Nutztiere mit dem Rezept des Tierarztes, der daran gut verdient, zulassen und dadurch die Resistenzbildung auch von Reserveantibiotika fördern.
  • Weiterhin viele langlebige antibiotikaresistenten Keime über die Gülle auf Wiesen und Felder bringen.
  • Weiterhin Neonicotinoide in Gewächshäusern spritzen lassen.
  • Weiterhin Rückstände von Pestiziden im Wasser, im Boden, natürlichen Ökosystemen, in Esswaren tolerieren.
  • Weiterhin Pestizide verspritzen ohne Kontrolle.
  • Weiterhin in vielen Bächen und Bächlein Pestizidkonzentrationen weit über dem Höchstwert messen – wir zahlen!
  • Weiterhin töten oder schädigen von Lebewesen, von Nützlingen, nicht nur von Schädlingen.
  • Weiterhin Gefährdung unserer Gesundheit durch toxische Stoffe.
  • In Zukunft zahlen wir SteuerzahlerInnen für teure Trinkwasseraufbereitungsanlagen – wir!
  • Weiterhin …
  • Weiterhin (fast) wie bisher!

Heidi meint: „Meine Herren und Damen, so darf es nicht weitergehen! Wo die Politik versagt, da müssen WIR handeln: 2x JA!

11.4.21 HOME

Datenschutzerklärung

 

Crowdfunding für die Pestizid-Initiativen

7. April 2021

Leben statt Gift

Video: Klicken Sie auf das Bild!

Video: Klicken Sie auf das Bild!

Aufruf der Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide vom 6.4.21:

„Helft mit! Damit sich StimmbürgerInnen gut und fair informieren können für die Abstimmung vom 13. Juni und nicht nur Lobbys und Wirtschaft den Ton angeben, brauchen wir eure finanzielle Unterstützung. Die Pestizid-Initiative fordert den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide in der Landschaftspflege, bei Privatpersonen und in der Nahrungsmittelproduktion nach einer Übergangsfrist von 10 Jahren und schützt die inländische Landwirtschaft durch gleiche Regeln für Importe.

Am 13. Juni kommt die Pestizid-Initiative endlich zur Abstimmung: Mit einer Annahme schützen wir unsere Gesundheit, unsere Umwelt und Wasserressourcen und damit die Lebensbedingungen der kommenden Generationen. Wir stärken eine ökologische und faire Landwirtschaft und machen gesunde Lebensmittel für alle Bevölkerungsschichten verfügbar.

Doch genau das will eine mächtige Koalition aus Wirtschaftsvertretern wie Economiesuisse und grossen Giftgiganten wie Bayer & Syngenta verhindern: Schon jetzt haben die GegnerInnen mit viel Geld ihren Abstimmungskampf lanciert.

Deshalb braucht die Pestizid-Initiative jetzt euch alle! Nur wenn wir alle gemeinsam anpacken und uns für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide engagieren, dann haben wir die Chance, innert 10 Jahren diese Gifte loszuwerden, die unsere Umwelt, unser Wasser und Essen verunreinigen.“

Hier geht’s zum Crowdfunding, einem Video und zu weiteren Informationen:

Leben statt Gift – Kampagne zur Pestizid-Initiative

Landwirtschaft mit Zukunft

Video: Klicken Sie auf das Bild!

Video: Klicken Sie auf das Bild!

Noch sieben Tage läuft das Crowdfunding-Projekt von Landwirtschaft mit Zukunft, das von 25’000 auf 50’000 Franken aufgestockt wurde:

„Landwirtschaft mit Zukunft arbeitet schon lange an der Transformation unseres Landwirtschafts- und Ernährungssystems. Im Sommer haben wir die Chance, den längst überfälligen Wandel ins Rollen zu bringen. Am 13. Juni 2021 stimmen wir über zwei äusserst wichtige Initiativen ab – die Pestizid-Initiative und die Trinkwasserinitiative. Die eine fordert eine Landwirtschaft die nicht länger abhängig ist von synthetischen Pestiziden, die andere will, dass nur noch die Landwirtschaft mit öffentlichen Geldern unterstützt wird, welche strenge ökologische Standards einhält.

Unsere Gegnerschaft – unterstützt von der mächtigen Agrochemie-Lobby – ist finanziell sehr stark aufgestellt und arbeitet nun hartnäckig daran mit Fehlinformationen und Angstmacherei den schädlichen Status Quo zu erhalten. Die Verschmutzung des Trinkwassers, Zerstörung der Biodiversität und Gefährdung unserer menschlichen Gesundheit muss ein Ende haben. Das können wir besser!

Trotz kleinem Budget möchten wir von Landwirtschaft mit Zukunft mitreden, dagegen halten und die Bevölkerung mit wissenschaftsbasierten und verständlichen Argumenten über die beiden Initiativen informieren. Wir möchten aufzeigen, welche Chancen eine Annahme der beiden Initiativen für die Schweiz bietet und weshalb wir den Teufelskreis von synthetischen Pestiziden, Klimawandel, Biodiversitätsverlust und konventioneller Produktionsweise durchbrechen können. Ebenfalls geplant ist am 5. Juni 21 eine Demonstration in Bern auf dem Bundesplatz, um lautstark mitzuteilen – «die Schweiz ist bereit für eine Landwirtschaft mit Zukunft!»

Wir wollen mit unserer Kampagne insbesondere die junge Generation erreichen und die Stimmbeteiligung erhöhen. Denn wir sind es, die auch in Zukunft mit den Folgen der heutigen Entscheidungen zu leben haben. Wir haben es in der Hand und möchten diese Chance nutzen.“

Link zum Crowdfunding und weiteren Informationen von Landwirtschaft mit Zukunft.

7.4.21 HOME

Datenschutzerklärung

So funtioniert die Kritik-Abwehr-Maschinerie von Syngenta und BAYER

3. April 2021

Das Wetter über Ostern wird eher ungemütlich. Heidi empfiehlt Ihnen die folgende Lektüre:

The Playbook for Poisoning the Earth

Diese Dokumentation zeigt auf wie Syngenta und BAYER in den USA Studien zur Toxizität von Neonicotinoiden bekämpft haben. Üblich ist das Diskreditieren von kritischen ForscherInnen und BeamtInnen, das Anheuern von glaubwürdigen Hochschulprofessoren und dann das sehr wirksame Ablenken auf andere möglichen Ursachen der Schädigung, in diesem Fall der Bienen. Weitere Nichtzielorganismen werden systematisch ausgeblendet. Was taten die beiden Pestizidhersteller zudem? Sie förderten die Bienengesundheit mit entsprechenden Organisationen. Damit haben sie viel erreicht, vor allem die Verzögerung von Massnahmen.

Zwar fokussiert die Dokumentation auf Amerika, aber in Europa und in der Schweiz funktioniert das genauso gut. Besonders aktiv sind die Chinesische Syngenta und die Deutsche BAYER mit dem Internetauftritt swiss-food.ch, den sie zur Bekämpfung der beiden Pestizidinitiativen gegründet haben. Dort findet man die Zusammenfassung des Vortrags vom 29.3.21 von Bill Wirtz, Senior Policy Analyst des Consumer Choice Centers (hat die Wurzeln in der amerikanischen Tea-Party-Bewegung) in Brüssel, eine Organisation, die in über 100 Ländern angeblich Konsumentenanliegen vertritt, jedoch aus der Sicht der Industrie, sei es die Pestizid-, die Tabakindustrie oder andere, welche Regulierung und Gesetze um jeden Preis verhindern wollen. Wirtz sagte etwa, dass 98% der Pestizide weniger giftig als Koffein und Aspirin seien.

Heidi meint: „Glauben ist gut, Kontrolle und Weitblick sind besser! Gerne möchte Heidi wissen, was uns all die Schäden, Administration, Kontrollen, Monitoring, Forschung usw. rund um Pestizide kosten.“

The Playbook for Poisoning the Earth. Lee Fang, The Intercept vom 18.1.20

Syngenta und Bayer laden zur Tea-Party ein. Heidis Mist vom 22.3.21

SWISS FOOD ENT-LARVEN. Heidis Mist vom 24.3.21

swiss-food.ch, Syngenta und BAYER: Linksammlung zu den Agrar-Initiativen vom 13. Juni 2021

3.4.21 HOME

Datenschutzerklärung

SWISS FOOD ENT-LARVEN

24. März 2021

Syngenta und Bayer laden zur Tea-Party ein. Heidis Mist vom 22.3.21

24.3.21 HOME

Datenschutzerklärung

Syngenta und Bayer laden zur Tea-Party ein

22. März 2021

Heidi: „Was macht denn ihr hier bei diesem garstigen Wetter?“
Regenwurm: „Alle unsere Kinder sind tod, also müssen wir dringend für Nachwuchs sorgen, sonst sterben wir aus. Es sieht nicht gut aus!“
Heidi: „Was denn?“
Regenwurm: „Schau doch bei swiss-food.ch nach! Sie versuchen euch über den Tisch zu ziehen, auch zu unserem Schaden. Seid wachsam und denkt auch an uns, eure Helfer im Boden!“
Copyright: Sandra Walser

Wer ist swiss-food?

Heidi hat die folgende Einladung von swiss-food zugestellt erhalten.

Mit Schweizer Essen hat es nichts zu tun; swiss-food ist ein Internetauftritt der chinesischen Syngenta und der deutschen Bayer zur Bekämpfung der Trinkwasserinitiative und der Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Heidi nennt sie „Volkswohl-Initiativen“, die Bauern „extreme Agrarinitiativen“. So steht denn auch in der Einladung zum swiss-food-talk:

„Am kommenden 13. Juni stimmt das Schweizer Stimmvolk über zwei Agrar-Initiativen ab. Eine Annahme der Initiativen hätte gravierende Folgen für die regionale Produktion. Die Versorgung der Schweiz mit regionalen und erschwinglichen Lebensmitteln würde verunmöglicht.

Am nächsten Swiss-Food-Talk werden drei Experten zu den künftigen Herausforderungen und Chancen auf dem Gebiet der nachhaltigen Landwirtschaft sprechen. Die Referenten beleuchten das Thema aus einer globalen Optik und stellen den Bezug zur Schweiz her. Einer der Schwerpunkte wird die Digitalisierung in der Landwirtschaft sein. Und warum biologische und nachhaltige Landwirtschaft keine Synonyme sind.“

Der Swiss-Food-Talk findet in Form einer Videokonferenz am Montag, 29. März 2021, von 09.30 bis 11.00 Uhr, statt.

Die folgenden drei Referenten werden aus ihrer Perspektive die Thematik beleuchten und beantworten im Anschluss gerne Ihre Fragen.

  • Bill Wirtz, Senior Policy Analyst des Consumer Choice Centers in Brüssel (eine Organisation, die in über 100 Ländern Konsumentenanliegen vertritt
  • Dr. Lutz Merbold, Leiter Agrarökologie und Umwelt bei Agroscope, dem Kompetenzzentrum der Schweiz für landwirtschaftliche Forschung
  • Prof. Dr. Achim Walter, Professor für Kulturpflanzenwissenschaften im Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich

Wer steckt hinter dem Consumer Choice Center?

Das Consumer Choice Center (CCC) ist eine gemeinnützige Lobbyorganisation, die im Februar 2017 gegründet wurde und Büros in den USA, Kanada und der Europäischen Union (EU) unterhält.

Das CCC sagt, dass es Lobbyarbeit gegen „paternalistische“ staatliche Regulierungen in über 100 Ländern betreibt; sie umfassen „Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik, Fett-/Zuckersteuer, Soda-Steuer, Lebensmittelkennzeichnung, Gesundheitsversorgung und Schadensbegrenzung, Handelsinitiativen (TTIP /TTP), Transport- und Luftfahrtregulierungen.“

Die Wurzeln von CCC

Die Mutterorganisation des CCC ist Students For Liberty (SFL), eine amerikanische libertäre Studentenorganisation, die mit den rechtsgerichteten Milliardären Charles und David Koch verbunden ist. Die Inhaber Charles (* 1935) und David Koch (1940–2019) betätig(t)en sich über Koch Industries politisch im libertär-konservativen und rechtspopulistischen Lager als Unterstützer der Tea-Party-Bewegung.

Der CCC erhielt eine Anschubfinanzierung und weitere 210’296 Dollar von SFL. Er beschreibt sich selbst als „völlig offen“ für Spenden von Unternehmen. Laut EU-Transparenzregister meldete der CCC für das Geschäftsjahr 2016/17 ein Gesamteinkommen von 3’761’438 € aus nicht näher bezeichneten Spenden und 3’982’000 € im Jahr 2017/18. Für das Jahr 2019 meldete er 1’000’000 € an Finanzmitteln, ebenfalls aus nicht näher bezeichneten Quellen.

Die Organisation hat finanzielle Unterstützung erhalten aus der Konsumgüter-, Energie-, Fertigungs-, Digital-, Gesundheits-, Kryptowährungs- und FinTech-Industrie. Sie hat auch Gelder vom Atlas Network erhalten, das dem Neoliberalismus bzw. dem Libertarismus zugeordnet wird, ebenfalls vom Geneva Network sowie von transnationalen Tabakunternehmen.

Mitarbeiter hatten früher oder haben derzeit Funktionen bei SFL inne.

Beziehung zur Tabakindustrie

Die CCC hat finanzielle Unterstützung von Japan Tobacco International (JTI) erhalten, einem international tätigen Tabakkonzern mit Sitz in Carouge im Kanton Genf in der Schweiz. JTI war 2017 Mitglied der CCC. Auf Anfrage lehnte JTI es ab, offenzulegen, was diese Mitgliedschaft beinhaltete und wie viel finanzielle Unterstützung damit verbunden war.

Darüber hinaus trug Frederik Roeder von CCC zu „Regulating Consumers?“ bei, einem Euractiv Special Report, der von JTI für 10’000 € gesponsert wurde. Im Jahr 2018 gab CCC an, dass es von Philip Morris International finanziert wurde. Im selben Jahr spendete Altria (Philip Morris) einen nicht näher bezeichneten Geldbetrag an CCC. Im Jahr 2020 gab CCC auf seiner Website an, dass es von British American Tobacco (BAT) Gelder zur Unterstützung von CCCs „tobacco harm reduction advocacy“ erhalten hat.

Versuch, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und IARC zu diskreditieren

Im September 2018 setzte der CCC drei Rundtischgespräche an, um „die Unzulänglichkeiten der WHO bei der Arbeit für eine bessere globale Volksgesundheit und die aktive Blockade gesünderer Technologien im Bereich der Schadensbegrenzung“ zu erörtern. Die Veranstaltungen verurteilten auch die Bewertung des Pestizids Glyphosat durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO als wahrscheinliches karzinogen für den Menschen. Keiner der eingeladenen Redner hatte eine Qualifikation im Bereich der öffentlichen Gesundheit.

Quellen: Consumer Choice Center, Tobacco Tactics, University of Bath, und Wikipedia

Lutz Merbold, Agroscope

Der Agroscope-Referent, Lutz Merbold ist erst seit 1.1.20 Leiter des Forschungsbereichs Agrarökologie und Umwelt. Die Leiterin von Agroscope, Eva Reinhard, war an verschiedenen Universitäten tätig und auch bei Sandoz Österreich. Von 2008 bis 2014 leitete sie als Vize-Präsidentin den «Direktionsbereich Produktionssysteme und natürliche Ressourcen» des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), dem auch die Zulassung von Pflanzenschutzmittel angehört. Seit 1.4.18 leitet sie Agroscope, die Forschungsanstalt des BLW.

Die BLW-Forschungsanstalt bekämpft mit zwei Studien die Volkswohl-Initiativen.

Lutz Merbold übernimmt den strategischen Forschungsbereich Agrarökologie und Umwelt. Medienmitteilung Agroscope vom 9.9.20

Neue Studie der Agroscope zur TWI zeigt vor allem eines: den Rollenkonflikt der Forschungsanstalt, Vision Landwirtschaft 16.3.21

Prof. Dr. Achim Walter, ETH Zürich

Der dritte Referent ist Achim Walter, Professor für Kulturpflanzenwissenschaften im Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich. Er sehnt das Ende der chemischen Unkrautbekämpfung herbei. Die Zukunft sieht er vor allem in elektrisierten Lösungen.

Consumer Choice Center, Tobacco Tactics, University of Bath, und Wikipedia

Achim Walter über den Kampf gegen die Agrarchemie, Video youtube, © FAZ.NET

Bayer und Syngenta servieren Swiss Food. Infosperber 27.12.20

Schweizer Landwirtschaft ohne Pestizide? Heidis Mist vom 28.12.30

Kommunikationsplan AG als Söldner ausländischer Giftkonzerne. Lukas Fierz, Letting down Humanity vom 22.2.21

Bayer und Syngenta köcheln eine unappetitliche Suppe. Agrarlobby stoppen! 15.2.21

22.3.21 HOME

Datenschutzerklärung

Tödliches Recycling von Saatgut

12. Januar 2021

Gebeiztes Maissaatgut

Gebeiztes Maissaatgut

Umweltfreundlicher könntes es nicht tönen! Die Firma AltEn im Dorf Mead in Nebraska verarbeitet stärkehaltige Körner, etwa Maiskörner, zu Ethanol (Biotreibstoff). AltEn war anders als die übrigen Ethanol-produzierenden Fabriken in den USA, sie machten Werbung für das Recyclieren von überschüssigem Saatgut für landwirtschaftliche Unternehmen. Der Rohstoff war gratis, aber das Abfallprodukt zu stark pestizidbelastet als dass es als Tierfutter hätte verwendet werden können.

Gestank, der Geruch von etwas Verrottendem war in der Luft. Die Menschen berichteten über Augen- und Halsreizungen und Nasenbluten. Dann begannen Bienenvölker zu sterben, Vögel und Schmetterlinge wirkten desorientiert und Haushunde wurden krank und taumelten mit geweiteten Pupillen umher.

Derweil lagerten Rückstände aus der Fabrik im Freien, wurden gar als „Bodenverbesserer“ auf Feldern ausgebracht. Nach mehreren Beschwerden wurde gemesssen. Es ist dieser Abfall, von dem einige Forscher sagen, dass er Wasser und Boden gefährlich verschmutzt und wahrscheinlich auch eine Gesundheitsbedrohung für Tiere und Menschen darstellt. Sie verweisen auf Tests, die von staatlichen Behörden angeordnet wurden und bei denen Neonics in AltEn-Abfällen in einer Menge gefunden wurden, die ein Vielfaches dessen ist, was als sicher gilt.

Die Resultate: zum Teil „unvorstellbar hohe“ Werte von Neonicotinoiden. Dan Raichel, ein Anwalt des Natural Resources Defense Council (NRDC) sagte: „Wenn ich in diesem Gebiet leben würde, wo diese Mengen an Neonics ins Wasser und in die Umwelt gelangen, würde ich mir Sorgen um meine eigene Gesundheit machen.“

Mead ist ein Warnzeichen

Raichel und andere Beobachter sagen, dass die Situation in Mead ein Warnzeichen sei – ein Beispiel für die Notwendigkeit strengere Vorschriften zu erlassen für das mit Pestiziden beschichtete Saatgut, das von grossen Unternehmen wie der Bayer AG und Syngenta vermarktet wird.

Beamte des Bundesstaates haben nun die Firma wegen Nichteinhaltung verschiedener Vorschriften zur Verhinderung von Umweltverschmutzung gemahnt und zeigten sich in dem Brief besorgt, dass AltEn die Abfälle nicht ordnungsgemäss entsorgt hätte. Es sei möglich, dass kurz- und längerfristig das Oberflächenwasser und das Grundwasser“ verschmutzt würden.

Versäumnis der Behörden

Die Anwohner von Mead sagen, sie seien besorgt über Abfälle aus der Anlage, die nicht auf dem Werksgelände geblieben sind. Zusätzlich zu den Mengen, die bei Bauern auf Feldern verteilen wurden, scheinen pestizidbelastete Flüssigkeit ausgelaufen sowie aus den Abwasserseen in die angrenzenden Wasserwege gelangt zu sein.

Die BewohnerInnen von Meas sind auch unzufrieden darüber, dass die Behörden mehr als zwei Jahre nichts zum Schutz der Gemeinde getan haben.

Grundwasser grossflächig pestizidbelastet?

Weil AltEn seine Abwässer auch auf Anbauflächen ausgebracht hat, befürchten einige Bewohner von Mead, dass das Brunnenwasser, auf das ihre Häuser angewiesen sind, nun verunreinigt ist, während Forscher sich auch um eine mögliche Verunreinigung eines unterirdischen Grundwasserleiters sorgen, der den gesamten Mittleren Westen der USA mit Wasser versorgt.

There’s a red flag here’: how an ethanol plant is dangerously polluting a US village. Situation in Mead, Nebraska, where AltEn has been processing seed coated with fungicides and insecticides, is a warning sign, experts say. The Guardian vom 10.1.21

12.1.21 HOME

Datenschutzerklärung

 

 

Schweizer Landwirtschaft ohne Saatgut und Pestizide?

29. Dezember 2020

Heidis Versuch, das Suisse Garantie Signet zu aktualisieren.

Heidis Versuch, das Suisse Garantie Signet zu aktualisieren.

Wenn es um Saatgut geht, dann dominieren die gleichen Firmen wie bei den Pestiziden: Syngenta (China) und Bayer (Deutschland), hinzu kommt CORTEVA (USA). CORTEVA agriscience entstand im Frühling 2019 durch Abspaltung des Bereichs Landwirtschaft von DowDupont. Der Name leitet sich ab von „Herz“ und „Natur“ (kohr-‚teh-vah), wie CORTEVA in der Medieninformation vom 6.3.19 erklärt.

Betrachtet man die „Zutaten“ bzw. die Basis, die es braucht, um Schweizer Landwirtschaft zu betreiben, dann ist der Selbstversorgungsgrad der Schweiz fast vernachlässigbar klein. Zur Saatgut-Abhängigkeit von den Weltfirmen kommt das aus den Niederlanden oder Nordafrika importierte Pflanzgut hinzu. Auch ein wesentlicher Teil der Pestizide und Dünger werden importiert, nicht zu reden vom Auslaufmodell-Phosphor!

Über diese Abhängigkeiten wurde seit Jahren informiert, nur hört es niemand und ein wesentlicher Teil der Landwirtschaft, Industrie und Politik versteckt sich aktuell hinter der Mär der nötigen Pestizide statt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern wie Auslandabhängigkeit, Umweltverschmutzung, Biodiversitätsverlust, Gesundheit …

Schweizer Landwirtschaft ohne Pestizide? Heidis Mist vom 28.12.20

Die Schweiz ist den Saatgut-Konzernen ausgeliefert. Kurt Marti, Infosperber vom 1.8.18.

Die Saatgut-Konzerne diktieren unsern Speisezettel. Kurt Marti, Infosperber vom 20.9.18.

CONCENTRATION OF MARKET POWER IN THE EU SEED MARKET. IVAN MAMMANA, STUDY COMMISSIONED BY THE GREENS/EFA GROUP IN THE EUROPEAN PARLIAMENT. Januar 2014

Corteva™ Separates from DowDuPont to Form Leading Pure-Play Agriculture Company. Medieninformation CORTEVA vom 6.3.19

29.12.20 HOME

Datenschutzerklärung

Schweizer Landwirtschaft ohne Pestizide?

28. Dezember 2020

Heidis Versuch, das Suisse Garantie Signet zu aktualisieren.

Heidis Versuch, das Suisse Garantie Signet zu aktualisieren.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) macht Stimmung für Pestizide, denn ohne synthetische Pestizide würden die Erträge einbrechen, die Preise massiv steigen und der Selbstversorgungsgrad sinken. Dass diese Angstmacherei auf tönernen Füssen steht, haben schon viele belegt.

Heidi frägt sich: „Was ist denn die gelobte Schweizer SBV-Landwirtschaft?“ Sie hat auf swiss-food.ch nachgeschaut. Dort steht ganz unten „powered by Syngenta & Bayer*. Das ist Swiss Food! Man müsste also das Signet von Suisse Garantie ändern. Suisse Garantie ist demzufolge eine Mischung von Schweiz (Landwirtschaft) + China (Syngenta) + Deutschland (Bayer).

Kommunikationsplan AG ist die Adresse der swiss-food.ch. Sie schreibt auf ihrer Website unter Kampagnen -> Medien: „Wirksame Medienarbeit basiert auf Aktualität und Trends. Wir monitoren das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Umfeld unserer Kunden. Mit gezielten Massnahmen nutzen wir positive Trends oder geben – falls nötig – Gegensteuer. Wir unterstützen redaktionell, suchen starke Absender und vermitteln die passenden «Geschichten» in den richtigen Medien. So sorgen wir für die nötige Aufmerksamkeit und schärfen das Problembewusstsein der Öffentlichkeit für die Anliegen unserer Kunden.“

Die Abstimmungskampagne hat längst begonnen für die beiden Initiativen, die dem SBV ein Dorn im Auge sind:

Bayer und Syngenta servieren Swiss Food. Infosperber 27.12.20

28.12.20 HOME

Datenschutzerklärung

Paraquat-Mischung für Reisfeld

29. November 2020

Nach der Ernte wurden das Reisfeld und die Dämme mit Paraquat behandelt.

Nach der Ernte wurden das Reisfeld und die Dämme mit Paraquat behandelt.

Oft wird gesagt, wenn man Missstände auf den Tisch legt, dass es Einzelfälle seien, auch in der Schweiz. Es scheint Heidi, dass das für den Menschen sehr toxische Paraquat in Indonesien häufig in verschiedenen Kulturen gespritzt wird, oft ohne oder mit unzureichenden Schutzmassnahmen. In vielen Ländern ist dieses Unkrautbekämpfungsmittel nicht zugelassen, so auch in der EU und in der Schweiz. Im indonesichen Klima ist das Tragen von Schutzanzügen ohnehin eine Tortur, also kann man die allgemeine Verwendung schon gar nicht erwarten. Pestizide wie Paraquat stehen im Dorfladen oft direkt neben Lebensmitteln, gehören zum Alltag.

Der sorglose Umgang mit Pestiziden allgemein scheint durchaus normal zu sein, keine Kommissarin, welche etwas aufdecken könnte, wahrscheinlich fehlen auch entsprechende Gesetze. Immer wieder sieht Heidi in Videos u.a. wie direkt am Wasser oder im Reisfeld im Wasser bzw. wassergesättigten Boden gespritzt wird.

Im folgenden Video zeigt ein Mann zuerst das abgespritzte Reisfeld. Er hat den Reis geerntet und danach die Stoppeln und die Gräser auf dem Feld und auf den Dämmen mit Gramaxone (Paraquat) behandelt. Das überflutete Feld ist bereit zum Pflanzen von Reis.

In einem Loch sammelt er Wasser, damit sich die Feststoffe setzten. Dann kann er es in den Betontrog pumpen. So hat er immer genügend klares Wasser zum Spritzen. In der Regel spritzt er auch Insektizide. Die ArbeiterInnen stehen beim Vorbereiten und Pflanzen der Felder im Gift.

Jemand spritzt im nassen Feld.

Jemand spritzt im nassen Feld.

Dieses Feld wurde für das Pflanzen von Reis hergerichtet.

Dieses Feld wurde für das Pflanzen von Reis hergerichtet.

Einrichtung zum Sammeln von Wasser aus dem Reisfeld.

Einrichtung zum Sammeln von Wasser aus dem Reisfeld.

Mr. Sukadi mischt Gramaxone von Syngenta mit Ethrel von Bayer, 1 Kilogramm Urea (Harnstoff), Ragi Tape (Starterkultur für das Herstellen von Reiswein oder das Fermentieren von Cassava) und 5 Liter Kokosnusswasser. Ethrel ist ein Pflanzenwachstumsregulator mit systemischen Eigenschaften. Nun hat er 7 Liter Spritzbrühe. Bitte nicht nachahmen!

Ethrel ist, im Gegensatz zu Paraquat, auch in der Schweiz zugelassen. Über dessen Gefahren schweigt sich das Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft aus. Es steht lediglich: „Gefahrenkennzeichnungen: Es gilt die Einstufung und Kennzeichnung der ausländischen Originaletikette.“ Das ist offensichtlich die Norm bei Parallelimporten. Suche wer Zeit und Lust hat! Als Auflage wird angegeben: „Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Schutzbrille oder Visier tragen.“ Diese Information ist offensichtlich nicht in Indonesien angekommen.

1 kg Urea (Harnstoff)

1 kg Urea (Harnstoff)

Starterkultur Ragi tape

Starterkultur Ragi tape

1 Liter Gramaxone von Syngenta (Paraquat)

1 Liter Gramaxone von Syngenta (Paraquat)

5 Liter Kokosnusswasser

5 Liter Kokosnusswasser

100 ml Etrel, Wachstumsregulator von Bayer

100 ml Etrel, Wachstumsregulator von Bayer

Cara Memperbanyak Herbisida Gramoxone, 84’483 Aufrufe. Mr Sukadie, 36’800 Abonnenten, 18.10.20


%d Bloggern gefällt das: