Posts Tagged ‘Beatrice Raas’

Beatrice Raas: „Nein, ich geb‘ nicht auf!“

12. Juni 2018
Die Geschichte des pestizidfreien Dorfes Mals im Südtirol begann im Coiffeur-Salon von Beatrice Raas. Copyright: Ralph Weihermann, Alexander Schiebel

Die Geschichte des pestizidfreien Dorfes Mals im Südtirol begann im Coiffeur-Salon von Beatrice Raas. Copyright: Ralph Weihermann, Alexander Schiebel

Im alten Südtiroler Dorf Mals hat Beatrice Raas zusammen mit Freundinnen den Stein für eine pestizidfreie Landwirtschaft ins Rollen gebracht. Viele unterstützen sie, u.a. auch der Apotheker Johannes Fragner-Unterpertinger. In einer Volksabstimmung stimmten 76% der Bevölkerung diesem Ziele zu.

Was bewegte die Malser, sich gegen Pestizide zu wehren? Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, dies im folgenden Film zu erfahren: Leben ohne Ackergift – Das unbeugsame Dorf im Vinschgau. Ralph Weihermann, Alexander Schiebel, WDR 3.4.18

Es scheint, dass das Problem der Verschmutzung von Luft, Boden, Wasser und Lebensmitteln mit Pestiziden und Düngern immer häufiger diskutiert wird. Nachdenken und nach Lösungen suchen ist für unsere Zukunft wichtig. Geschrieben und geredet wird viel. Werden die Behörden und PolitikerInnen auch handeln?

SVGW fordert konkrete Massnahmen für Trinkwasserschutz

Franziska Herren hat mit der Trinkwasser-Initiative viel Bewegung in den Gewässerschutz gebracht. Sehr salopp ist man bisher mit der Ressource Wasser umgegangen, höchste Zeit, dass sich dies ändert. Copyright: SVGW.

Franziska Herren hat mit der Trinkwasser-Initiative viel Bewegung in den Gewässerschutz gebracht. Sehr salopp ist man bisher mit der Ressource Wasser umgegangen, höchste Zeit, dass sich dies ändert. Copyright: SVGW.

Analysen zum Thema «Trinkwasserschutz und Agrarpolitik 2022» standen im Mittelpunkt der Vortrags- und Podiumsveranstaltung des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfachs (SVGW) vom 7.6.18 in Solothurn. Teilnehmende waren VertreterInnen von Bundesämtern und kantonalen Institutionen, Gemeinden, Wasserversorger, Verbänden sowie Vertreter von Forschung und Wirtschaft. Im Zentrum des politischen Interesses stand der politische Umgang mit der Trinkwasser-Initiative, über die derzeit in Bundesbern beraten wird.

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SVGW fordert konkrete Massnahmen für Trinkwasserschutz, Aqua & Gas, 8.6.18.

SVGW am Infoanlass zur «Trinkwasserinitiative» in Bern. Landwirtschaftlicher Klub der Bundesversammlung. Aqua & Gas, 31.5.18.

«Es braucht einen intelligenten indirekten Gegenvorschlag». Markus Küng (IWB) und Andreas Hirt (ESB), beide Mitglieder des SVGW-Vorstands, erläutern im Interview die Haltung des SVGW zur Trinkwasser-Initiative. Obwohl der SVGW die Ziele der Initiative gutheisst, schlägt er eine andere Vorgehensweise vor. Dabei wird er von den Kantonen unterstützt, wie Kurt Seiler, Amtsleiter des Interkantonalen Labors, im Interview ausführt.

Pflanzen schlauer schützen

«Rückstandfreies» Obst und Gemüse (zéro résidu de pesticides) aus Frankreich: Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wird immer mehr zum Marketingargument.

«Rückstandfreies» Obst und Gemüse (zéro résidu de pesticides) aus Frankreich: Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wird immer mehr zum Marketingargument.

„Wir müssen die Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Pflanzenschutzmitteln senken. Totalverbote sind aber das falsche Mittel“, meint Robert Finger. Er plädiert für intelligenten Pflanzenschutz.

„Glyphosat, Neonikotinoide und Trinkwasserinitiative – über den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wird derzeit intensiv diskutiert. Obwohl: Ohne Pflanzenschutz kommt unser Ernährungssystem nicht aus. Andererseits bergen gerade Pflanzenschutzmittel unbestrittene Risiken für Mensch und Umwelt.“

Diesen lesenswerten Artikel finden Sie hier: Pflanzen schlauer schützen, Robert Finger, Professor für Agrarökonomie und Agrarpolitik, ETH Zürich, Agrarökonomische Kommentare zur Schweizerischen Agrarpolitik.

12.6.18 HOME

Bei der Haarpflege ans Wasser denken!

12. Februar 2017

Wenn es um die Reduktion von Gewässerverschmutzungen geht, dann verweisen die angesprochenen Bauern und ihre VertreterInnen gerne auf andere Dreck-Quellen. Erst kürzlich erwähnte ein Branchenvertreter die Haarzunft. Ihm geht der Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln viel zu weit, denn er sieht weder Reduktionsbedarf noch -möglichkeit.

Die Verschmutzungen durch Haarpflegemittel sind zwar wissenschaftlich kaum untersucht, das Ausmass ist jedoch um Grössenordnungen kleiner als jenes der landwirtschaftlichen Verschmutzungen. Aber es gibt problematische Stoffe, welche in Bäche und Flüsse gelangen, weil sie zum Teil in den Abwasserreinigungsanlagen nicht entfernt werden.

Nicht selten enthalten Haarpflegemittel Stoffe, welche auch die Gesundheit der Coiffeure und ihrer KundInnen gefährden, etwa hormonähnliche oder Allergene, siehe BBF – Internationale Bewegung bewusster Friseure gegründet, Heidis Mist 12.3.16.

Was können wir tun?

  • Wir: Das Problem mit unserem Coiffeur oder der Hair Designerin besprechen, unbedenkliche Produkte verlangen, auf den „natur haar Kongress“ in Bern hinweisen.
  • Coiffeur: Produkte kritisch hinterfragen, Mitglied werden bei der Internationale Bewegung bewusster Friseure.
  • Wir: Unsere eigenen Pflegemittel unter die Lupe nehmen und allenfalls auf andere umsteigen.
  • Wir: Bekannte, ArbeitskollegInnen … informieren.
  • JournalistInnen: Schreibt doch wieder einmal darüber, besucht den Kongress in Bern!
  • Bahnreisende, welche am 13. März 2017 in Bern sind: Auf zur Welle 7! Sie befindet sich unmittelbar beim Bahnhof Bern. Es gibt am Kongress z.B. einen Büchertisch für neue Impulse, oder vielleicht ergibt sich ein Gespräch an der Ausstellung.
  • Bundesangestellte: Schaut vorbei und lässt euch vom Enthusiasmus der Natur-Coiffeur-Zunft anstecken, von ihrem Engagement für sich selbst, die Natur und unsere Zukunft. Ohne staatliche „Anreize“! Zum Wohle der Gewässer und der Gesundheit.

Am Kongress teilnehmen wird auch die Naturfriseurin Bèatrice Raas, welche im Herbst 2016 den CULUMNATURA®-Umweltpreis erhielt. Umweltpreis-Verleihung am 1. Internationalen Tag der Naturfriseure, Heidis Mist 14.10.16.

„natur haar Kongress“, 13.3.17 in Bern, Welle 7, Deck 2.

13.2.17 HOME


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