Posts Tagged ‘Berner Jura’

Mottfeuer hinterlassen Spuren

4. September 2021
Hier wurden am 26.8.21 Bäume gefällt, dann brannten viele Stunden lang Mottfeuer.

Hier wurden Bäume gefällt, dann brannten am 26.8.21 viele Stunden lang Mottfeuer.

Es ist nicht so, dass Mottfeuer unsichtbar werden, wenn der gesundheits- und klimaschädliche Rauch verschwunden ist. Sie hinterlassen gut sichtbare Brandspuren am Boden. Es wäre für die zuständigen Behörden daher einfach, Gesetzesbrecher aufzuspüren und auch dann zu büssen, wenn die Luft wieder rein ist. Zudem wissen die Behörden ganz genau wer in den Wytweiden des Berner Juras regelmässig Mottfeuer entfacht und brennen lässt.

Unübersehbare Spuren eines Mottfeuers.

Unübersehbare Spuren eines Mottfeuers.

Die Behörden sehen nichts, wollen nichts hören ...

Die Behörden sehen nichts, wollen nichts hören …

Hier finden Sie Heidis weitere 13 Artikel über Mottfeuer.

4.9.21 HOME

Datenschutzerklärung

Mottfeuer im Berner Jura: Heidi ist wütend, sehr wütend!

26. August 2021
Es gibt praktisch täglich Feuer und Rauch!

Es gibt fast täglich Feuer und Rauch!

Wie viele Briefe hat Heidi schon den Ämtern geschickt, den kantonalen, dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), sogar einmal dem zuständigen BAFU-Vize-Direktor. Die Berner Behörden versichern, dass sie „sensibilisieren“. Wenn einmal ein mutiger Polizist eine Anzeige erstattet, dann wird sie schubladisiert, da zu ungenau …

Doch …. fast täglich brennt irgendwo ein Feuer und verursacht massive Rauchentwicklung. Manchmal sieht es aus wie Waldbrand.

Mottfeuer gefährden die Gesundheit der Menschen und Tiere, sind schlecht fürs Klima und daher verboten. Für die Wyt-Weiden zahlen wir zusätzlich zu den normalen Direktzahlungen Beiträge für deren Erhaltung. In Wyt-Weiden des Berner Juras brennen aber regelmässig Mottfeuer mit starker Rauchentwicklung und Brombeeren werden grossflächig mit Herbizid bekämpft. Sind diese Weiden so wirklich erhaltenswert?

Die Gemeinde Tramelan hat eine Studie zur Bewirtschaftung der Wyt-Weiden bei einem Ökobüro in Auftrag gegeben: 2 bis 3 Jahre Forschung!!!!! Lieber forschen statt handeln!

Die Mottfeuer könnten aber sofort abgestellt werden, wenn die Gesetze vollzogen würden. Aber die Behörden machen nichts, nichts, nichts … ausser ein paar schöne Worte. Da soll man doch die Gesetze abschaffen und zugeben, dass deren Vollzug weder wünschenswert noch möglich ist.

Heidi ist wütend. Diese Schlamperei betrifft nicht nur die Mottfeuer!

Bauer im Berner Jura straflos trotz wiederholter Gesetzesverstösse. Heidis Mist vom 15.7.21

Heidis 9 Artikel zu Mottfeuer

26.8.21 HOME

Datenschutzerklärung

 

Bauer im Berner Jura straflos trotz wiederholter Gesetzesverstösse

15. Juli 2021
Mottfeuer verursachen immer wieder Baumschäden. Foto 14.7.21
Mottfeuer verursachen immer wieder Baumschäden. Foto 14.7.21

Viel gäbe es heute zu berichten, etwa güllen direkt vor Regenwarnung Stufe 3 oder umweltschädliche Palmölplantagen (Korindo: Korean palm oil giant stripped of sustainability status, BBC 15.7.21). Unbemerkt von vielen Medien sind die Delikte, welche bei der Polizei angezeigt, aber nicht geahndet werden, z.B. im Berner Jura.

Die folgende Meldung beruht auf vertrauenswürdigen Quellen: ein Beamter und ein Beobachter. Sie kennen viele Gesetzesverstösse eines Bauern, melden diese jeweils der Polizei. Der Beamte weiss aber, dass der Bauer nicht gebüsst wurde. Grund: Der Polizeirapport war zu wenig genau!

Die Meldung an Heidi von gestern abend:

… er muss nichts bezahlen

Es ist schlimmmmmmm. Es gibt viele Fotos von den Delikten dieses Bauern mit sehr grossem Hof. Bauer X. wird immer wieder angezeigt, aber er kann sich immer drücken!???? Er macht immer wieder diese Delikte. Jetzt weiss ich auch warum … Wenn er ja nie oder nie richtig gebüsst wird!!!

  • Mein Lieblingsbauer hatte letztes Jahr sogar ein Feuer verursacht an der Hauptstrasse, so dass da die Feuerwehr und Polizei kamen … Er hatte Glück, dass kein Grossbrand entstand. Jetzt das richterliche Urteil: Er muss nichts bezahlen, nur 4’000 Franken für Feuerwehr etc.!!! Der Beamte ist sehr zornig weil wieder nix passiert ist. Es hiess „der Polizeirapport war zu wenig genau“!
  • Diverse Male Gülle auf Schnee mit Polizei – er muss nichts bezahlen!!!
  • Altmetall seit Jahren (Mülldeponie) in einem Sumpfgebiet und etwas weiter unten sogar Naturschutzgebiet – er muss nicht bezahlen!!!!
  • Der halbe Wald mit Gift behandelt – er muss nichts bezahlen!!!!
  • Diverse Feuer (holzen), die Polizei kam – er muss nichts bezahlen!!!!

Halloooo???? Das kann doch nicht sein????

Heidi meint: „Ja, das dürfte nicht sein! Sie wird das dort melden, wo man es schon weiss, bei den zuständigen kantonalen Ämtern.“

Artenschutz ist eine Schwäche der Schweiz. Heidis Mist vom 4.7.21

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (3). Heidis Mist vom 2.5.21

Traumhafte Winterlandschaft im Berner Jura – doch was soll die Gülle auf dem Schnee? Heidis Mist vom 26.11.19

15.7.21 HOME

Datenschutzerklärung

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (3)

1. Mai 2021

Zwei Feuer brennen noch. Dazwischen Boden ohne Pflanzenbewuchs wo letztes Jahr ein riesiges Mottfeuer brannte, obwohl Waldbrandgefahr bestand, Stufe 3.

Dieses Feuer bei Tramelan im Berner Jura brannte am 25.4.21. Am gleichen Ort verbreitete ein riesiges Mottfeuer am 11.4.20 Schadstoffe weitherum. Wann endlich werden die Behörden handeln? Das Problem ist bekannt und Massnahmen wurden versprochen!

Letzter Rauch von zwei Feuern.

Letzter Rauch von zwei Feuern.

Mottfeuer am gleichen Ort 11.4.20.

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (2). Heidis Mist vom 20.4.21

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald. Heidis Mist vom 25.11.20

Mottfeuer im Berner Jura – Schon wieder! Heidis Mist vom 1.9.20

Mottfeuer im Berner Jura. Heidis Mist vom 19.8.20

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

2.5.21 HOME

Datenschutzerklärung

 

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (2)

20. April 2021

210420_Foto2_K

Schon wieder: Mottfeuer im Berner Jura!

Ob Frühling, Sommer oder Winter, im Berner Jura brennen ein, zwei, drei … viele Mottfeuer. In der Schweiz gilt die hohe Luftverschmutzung durch Feinstäube als eines der vordringlichsten Umweltprobleme. Wissenschaftler schätzen, dass bei uns allein wegen der zu hohen Konzentration an lungengängigem Feinstaub jedes Jahr über 3’700 Menschen frühzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung sterben.

Oft sind Leute, die in der Nähe solcher Feuer wohnen, oder Touristen vom gesundheitsschädigenden Rauch betroffen. Selbst bei Waldbrandgefahr oder sogar Feuerverbot wird hier gefeuert! Reklamiert wurde schon viel, auch von Heidi. Das letzte Mal am 2.12.20. Der Fachstellenleiter Umweltkriminalität/Arbeitssicherheit der Kantonspolizei Bern antwortete:

„Besten Dank für Ihr Schreiben. Die Kantonspolizei in Moutier und  St.Imier werden wir wiederum sensibilisieren und darauf verweisen, den genannten Offizialdelikten ein besonderes Augenmerk zu schenken. Weiterhin sollen sich Personen, welche die Delikte feststellen,  persönlich bei der nächsten Polizeiwache melden oder den Sachverhalt telefonisch mitteilen.

Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur  Verfügung. Ich versichere Ihnen, dass die Kantonspolizei Bern, bezüglich dem Verfolgen von Umweltdelikten, eine hohe Priorität schenkt. Dies geht auch aus der Vielzahl der geschriebenen Rapporte an die Staatsanwaltschaft hervor.

Ich wünsche Ihnen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr.“

Schöne Worte! Es scheint Heidi, dass die meist tagelang brennenden Feuer auch irgend einem Beamten auffallen müssten oder einem vorbeifahrenden Polizisten. Und wie steht es mit den Strafen? Wenn die regelmässig feuernden Personen einmal eine saftige Busse erhielten, dann geht Heidi davon aus, dass diese Luftverpestung ein abruptes Ende nehmen würde. Dem ist offensichtlich nicht so.

Ein Mottfeuer kommt selten allein!

Peaks of Fine Particulate Matter May Modulate the Spreading and Virulence of COVID-19. Earth Systems and Environement von 21.11.20

Feinstaub beim Verbrennen von Schlagabraum. Waldwissen.net. Eidg. Forschungsanstalt WSL

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald. Heidis Mist vom 25.11.20

Mottfeuer im Berner Jura – Schon wieder! Heidis Mist vom 1.9.20

Mottfeuer im Berner Jura. Heidis Mist vom 19.8.20

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

20.4.21 HOME

Datenschutzerklärung

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald

25. November 2020

Mottfeuer am 23.11.20 beim Steinbruch in Tramelan.

Mottfeuer am 23.11.20 beim Steinbruch in Tramelan.

In der Schweiz gilt die hohe Luftverschmutzung durch Feinstäube als eines der vordringlichsten Umweltprobleme. Wissenschaftler schätzen, dass bei uns allein wegen der zu hohen Konzentration an lungengängigem Feinstaub jedes Jahr über 3’700 Menschen frühzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung sterben.

Wegen Corona zieht es die Leute hinaus in die Natur, in den Wald, in Wytweiden, meist mit dem Auto. Picknick-Plätze sind oft schon besetzt. Dieses Feuer brannte am 14.11.20 noch in der Nacht als die vier Autos längst weggefahren waren.

Wegen Corona zieht es die Leute hinaus in die Natur, in den Wald, in Wytweiden, meist mit dem Auto. Picknick-Plätze sind oft schon besetzt. Dieses Feuer brannte am 14.11.20 noch in der Nacht als die vier Autos längst weggefahren waren.

SRF berichtete am 24.11.20: „Forscher der Universität Genf und des Spin-off-Unternehmens Meteodat der ETH Zürich haben nachgewiesen, dass die Coronavirus-Infektionen und die Schwere der Krankheit zusammenhängen mit der Feinstaubbelastung in der Luft. Sie publizierten die Forschungsergebnisse im Fachmagazin «Earth Systems and Environment».“

In den Wytweiden und im Wald des Berner Juras brennen trotzdem regelmässig und häufig Mottfeuer mit starker Rauchentwicklung. Der Rauch hüllt bisweilen ganze Täler ein. Das scheint aber die lokalen Behörden nicht zu stören und allfällige Aufrufe aus kantonalen Ämtern bleiben ungehört. Wie können sich Betroffene wehren? Heidi veröffentlicht einmal mehr Fotos und schickt sie nach Bern mit der Aufforderung zu handeln.

Ausführliche Infos zum Thema:

Viel Feinstaub erhöht Coronavirus-Sterblichkeit. science.apa.at

Peaks of Fine Particulate Matter May Modulate the Spreading and Virulence of COVID-19. Earth Systems and Environement von 21.11.20

Feinstaub beim Verbrennen von Schlagabraum. Waldwissen.net. Eidg. Forschungsanstalt WSL

Mottfeuer im Berner Jura – Schon wieder! Heidis Mist vom 1.9.20

Mottfeuer im Berner Jura. Heidis Mist vom 19.8.20

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

25.11.20 HOME

Datenschutzerklärung

Mottfeuer im Berner Jura – Schon wieder!

1. September 2020

Mottfeuer im Berner Jura vom 1.9.20.

Mottfeuer im Berner Jura vom 1.9.20.

 

Mottfeuer im Berner Jura vom 1.9.20.

Mottfeuer im Berner Jura vom 1.9.20.

Mottfeuer im Berner Jura vom 1.9.20

Mottfeuer im Berner Jura vom 1.9.20

Die Meldung ist kurz: „habe die Polizei gerufen aber die finden es wie immmmer ok!!!!!!!!?????“

Dies obwohl man Heidi von übergeordneter Stelle gesagt hat, dass man die PolizistInnen für das Problem sensibilisieren werde. Es gibt viele Umwelt-Vorschriften, -Gesetze, -Hochglanzbroschüren usw., aber wenig Vollzug.

Nachtrag um 16.45: Nun sind es 3 Feuer!!!

Und schon sind es drei Mottfeuer!

Und schon sind es drei Mottfeuer!

Nachtrag um 20 Uhr: 4 Feuer auf derselben Weide und alles stinkt nach Rauch! Wo sind die Zuständigen? Man duldet offenbar diese gesundheitsschädigenden Mottfeuer. Und für die Wytweiden gibt es reichlich Geld!

4. Mottfeuer in einer Weide im Berner Jura.

4. Mottfeuer in einer Weide im Berner Jura.

Mottfeuer im Berner Jura. Heidis Mist vom 19.8.20

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

1.9.20 HOME

Datenschutzerklärung

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“

15. April 2020

Trotzgrosser Waldbrandgefahr und Feuerverbot brennt es heute, 15.4.20, wieder im Berner Jura. Copyright: Hans T.

Trotz grosser Waldbrandgefahr und Feuerverbot brennt es heute, 15.4.20, wieder im Berner Jura. Copyright: Hans T.

Waldbrandgefahr Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe

15.4.20 – Medienmitteilung; der Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter

Im Kanton Bern herrscht auf Grund der Trockenheit grosse Waldbrandgefahr. Deshalb gilt im ganzen Kanton ab sofort ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Das Verbot gilt bis auf Widerruf.

Alle Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter des Kantons Bern haben aufgrund der Gefahrenstufe 4 «gross» ein Feuerverbot im Wald erlassen: Das Entfachen von Feuer im Wald oder in Waldesnähe (Mindestabstand 50 Meter) ist bis auf Widerruf im ganzen Kanton untersagt.

Bei Wind auf Feuer verzichten

Ausserhalb der Verbotszonen darf Feuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen und mit grösster Vorsicht entfacht werden. Bei Wind muss ganz darauf verzichtet werden. Die Anweisungen der lokalen Behörden sind zu befolgen.

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

15.4.20 HOME

Datenschutzerklärung

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen!

11. April 2020

<a href="https://www.waldbrandgefahr.ch/aktuelle-lage" target="_blank" rel="noopener">Waldbrandgefahr</a>, Stand der letzten Änderung: 09.04.2020, 12:03 Uhr. Bundesamt für Umwelt. Legende: Schwarz = Verbote, orange = erhebliche Waldbrandgefahr, Stufe 3.

Waldbrandgefahr, Stand der letzten Änderung: 09.04.2020, 12:03 Uhr. Bundesamt für Umwelt. Legende: Schwarz = Verbote, orange = erhebliche Waldbrandgefahr, Stufe 3.

Mehrere Stunden lang brannte hier im Berner Jura ein Mottfeuer. Copyright: Hans T.

Mehrere Stunden lang brannte hier im Berner Jura ein Mottfeuer. Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Mehrere Kantone haben ein absolutes Feuerverbot im Freien oder im Wald und Waldesnähe erlassen. Auch im Kanton Bern ist die Waldbrandgefahr erheblich, d.h. Stufe 3. Doch im Berner Jura brennen weiterhin stundenlang rauchende Mottfeuer. Solche Feuer gibt es offenbar im Jura überall. Die Polizei fährt daran vorbei. Zwar wurde in diesem Fall die Polizei gerufen, aber geschehen ist, wie immer, nichts. Es heisst dann jeweils: „Die Bauern und Förster dürfen dies nach dem Holzen!“

Im Merkblatt der kantonalen Umweltfachstellen des Kanton Berns steht jedoch klipp und klar:

Mottfeuer sind rechtswidrig

Jeden Herbst, wenn die Aufräumarbeiten im Wald, auf den Feldern und in den Gärten durchgeführt und Grünabfälle verbrannt werden, häufen sich die Klagen über die dichten, beissenden Rauchschwaden der mottenden Feuer, welche ganze Wohngebiete oder Täler einnebeln. Aufgrund der eidgenössischen Luftreinhalteverordnung (LRV) sind Mottfeuer aber klar rechtswidrig. Laub, frisches Astmaterial sowie feuchte oder nasse pflanzliche Abfälle dürfen nicht im Freien verbrannt werden.

Mottfeuer schaden Mensch und Umwelt

Voraussetzung für eine vollständige Verbrennung bilden genügend Luftzufuhr und eine ausreichend hohe Temperatur. Bei Mottfeuern ist dies nicht der Fall, so dass die Verbrennung unter starker Rauchentwicklung unvollständig verläuft und das organische Material im Grüngut nicht vollumfänglich in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt wird. Bei der Verbrennung von nassen Grünabfällen entstehen grosse Mengen an Schadstoffen wie Feinstaub, Russ, Holzgas, Kohlenmonoxid und organische Verbindungen. Diese Schadstoffe können sich über weite Gebiete ausbreiten und wirken geruchsbelästigend, lungenschädigend und teilweise sogar krebserregend.

Heidi meint: Es ist höchste Zeit, dass die Behörden im Jura gegen diese umwelt- und gesundheitsschädlichen Mottfeuer vorgehen!

Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Dieses Mottfeuer brennt seit 3 Stunden. Copyright: Hans T.

Dieses Mottfeuer brennt seit 3 Stunden. Copyright: Hans T.

Und ein weiteres Mottfeuer. Copyright: Hans T.

Und ein weiteres Mottfeuer. Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Copyright: Hans T.

Waldbrandgefahr Kanton Bern

Feuer im Freien, Kanton Bern

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

11.4.20 HOME

Datenschutzerklärung

Traumhafte Winterlandschaft im Berner Jura – doch was soll die Gülle auf dem Schnee?

26. November 2019

Am Montag, 18.11.19 wanderten wir durch diese wunderbare Schneelandschaft. Copyright: Julian P.

Am Montag, 18.11.19 wanderten wir durch diese wunderbare Schneelandschaft. Copyright: Julian P.

Liebe Heidi

An unserem ersten Ferientag im Berner Jura schneite es. Wir verbrachten einen faulen Tag bei meinem Bruder. Am Montag lockte uns die Sonne hinaus. Wir wanderten in dieser Bilderbuchlandschaft.

Am Mittwoch, 20.11.19, sahen wir einen Bauern beim Güllen mit Schleppschlauch. Copyright: Julian P.

Am Mittwoch, 20.11.19, sahen wir einen Bauern beim Güllen mit Schleppschlauch. Copyright: Julian P.

Was wir dann aber am Mittwoch und Donnerstag sahen, das schauderte uns: Ein Bauer brachte mit dem Schleppschlauch Gülle aus. Einfach über den Schnee! Das ist doch verboten. Ich schicke dir die Bilder. Mein Bruder meinte nur: „Dieser Bauer macht das jedes Jahr.“ Am Sonntag war der Schnee dann weg.

Am Donnerstag, 21.11.19, war schon eine grosse Fläche gegüllt, als wir hier vorbeikamen. Der Bauer war wieder am

Am Donnerstag, 21.11.19, war schon eine grosse Fläche gegüllt, als wir hier vorbeikamen. Der Bauer war wieder am Güllen. Copyright: Julian P.

Gülle am 21.11.19. Copyright: Julian P.

Gülle am 21.11.19. Copyright: Julian P.

Ich schicke dir die Fotos. Kannst du sie veröffentlichen? Wir ärgerten uns sehr. Jetzt zahlen wir doch für „umweltschonende“ Landwirtschaft – oder nicht?

Wir hoffen, dass das Wetter diese Woche noch einigermassen gut ist damit wir mangelnde Bewegung nachholen können.

Freundliche Grüsse

Julian

Am Sonntag, 24.11.19, war der Schnee geschmolzen. Man sieht noch die Fahrspuren. Copyright: Julian P.

Am Sonntag, 24.11.19, war der Schnee geschmolzen. Man sieht noch die Fahrspuren. Copyright: Julian P.

Lieber Julian, liebe Maja

Das sind nicht gerade schöne Ferienfotos!

Ihr hättet sofort die Polizei rufen sollen. Einheimische machen das meist nicht aus Angst vor Reaktionen, dem Frieden zuliebe oder weil man aufeinander angewiesen ist. Besonders in abgelegenen Gebieten.

Checkliste Polizeischule Ostschweiz

Auf Heidis Mist findet ihr unter „Grundlagen Links“ die Checkliste „Gülleaustrag und Mistlagerung“ der Polizeischule Ostschweiz. Diese ist zur Einschätzung der Lage gut geeignet. Ihr könnt sie auch der Polizei zeigen, wenn diese den Fall nicht rapportieren will, was leider allzu oft geschieht. Je nach Kanton wollen auch die Ämter nur handeln, wenn sie eine Polizeimeldung erhalten. Gerne schiebt man auch den Schwarzen Peter herum.

Was sagt das Gesetz?

Die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) verbietet in Anhang 2.6 klar das Ausbringen von Gülle auf Schnee. Wenn es nur ganz wenig Schnee gewesen wäre oder eine kleine Fläche, dann hätte man ein Auge zudrücken können.

3.2.1 Stickstoffhaltige und flüssige Dünger

1 Stickstoffhaltige Dünger dürfen nur zu Zeiten ausgebracht werden, in denen die Pflanzen den Stickstoff aufnehmen können.

2 Flüssige Dünger dürfen nur ausgebracht werden, wenn der Boden saug- und aufnahmefähig ist. Sie dürfen vor allem dann nicht ausgebracht werden, wenn der Boden wassergesättigt, gefroren, schneebedeckt oder ausgetrocknet ist.

Kürzlich hat mir ein Bauer geklagt, dass in seinem Kanton die ChemRRV nicht als „Gesetz“ anerkannt werde. Das fand ich dann schon ziemlich stark, obwohl ich einiges gewöhnt bin! Er klagte über Gülleaustrag auf Pufferstreifen, Ökoflächen und im Spätherbst auf Wintergetreide.

Karstgebiet: Risiko Gewässerverschmutzung hoch

Hinzu kommt, dass der Betrieb in einem Karstgebiet liegt, das heisst hier ist die Gefahr der Versickerung besonders gross. Sorgfältiges wirtschaften ist ein absolutes Muss. Durch Klüfte kann die Gülle unter Umständen leicht in Quellen oder ins Grundwasser gelangen. Daher muss Karstwasser in der Regel zur Verwendung als Trinkwasser einer einfachen Aufbereitung unterzogen werden (Filtration, Desinfektion, Belüftung). Zum besseren Schutz des Wasser in stark heterogenen Karstgebieten wurden die Grundwasserschutzzonen Sh und Sm geschaffen.

Grundwasserschutzzonen

Grundwasserschutzzonen

Freisetzung von Lachgas höher

Bei tiefen Temperaturen und wassergesättigtem Boden wird vermehrt Lachgas gebildet. Lachgas stammt grösstenteils aus der Landwirtschaft. Die Freisetzung kann reduziert werden, wenn die Düngung optimal an den Bedarf und den Standort angepasst wird. Im aktuellen Fall ist das eher ein Entsorgen von Gülle, denn eine Düngung! Lachgas ist ein Treibhausgas dessen Treibhauswirksamkeit 298-mal so gross ist wie die von CO2; es trägt somit zur Klimaerwärmung bei. Zudem ist Lachgas an der Zerstörung der Ozonschicht beteiligt.

Gemäss neuesten Nachrichten war der CO2-Ausstoss gesamthaft noch nie so hoch wie 2018.

Gewässerschutz: Weshalb sind Bussen und Direktzahlungskürzungen so selten?

Wieso kann ein Bauer über längere Zeit so wirtschaften? Fällt das keinem Amt auf? Keinem Beamten, keinem guten Bauern, der hier durchfährt? Sehen das nur Touristen wie ihr? Solche Missstände muss man abstellen!

Folgende Gründe können für die Missstände verantwortlich sein:

  • Niemand zeigt die Vergehen an.
  • Mangelnde Kenntnis der Gewässerschutzgesetzgebung.
  • Mangelnde Integration der Vorschriften im Unterricht der landwirtschaftlichen Schulen bzw. der Polizeischulen.
  • Der Bauer ist eine „wichtige“ Person, z.B. erzählte mir eine Beamtin, dass sie einen Bauern wegen Güllen zur Unzeit verzeigt hatte. Was sie nicht wusste, das war: Der Bauer ist Alt-Nationalrat. Dieser wusste sehr wohl sich zu wehren. Er ging zum Kollegen Regierungsrat und schwups war die Anzeige im Eimer und die Beamtin frustriert.
  • Ein weiteres Hindernis ist die Feststellungsverfügung. Ich habe dies ausführlich erklärt im Artikel Ein Teufelskreis behindert den Gewässerschutz-Vollzug: Die Feststellungsverfügung! Eine Feststellungsverfügung oder Strafanzeige ist eine aufwändige Angelegenheit. Mehrere Fälle können ein Amt regelrecht lahmlegen. Die Ressourcen der Kantone sind knapp, werden immer knapper, d.h. die BeamtInnen gehen solchen Fällen oft gar nicht erst nach.

Trotzdem werde ich den Fall dem zuständigen Amt melden, da diese Güllerei kein Einzelfal ist, sondern Jahr für Jahr vorkommt.

Ich wünsche euch noch eine ungetrübte Ferienwoche und grüsse herzlich

Heidi

Wegleitung Grunwasserschutz, Bundesamt für Umwelt

Grundwasser als Trinkwasser, Bundesamt für Umwelt

Nährstoffe und Verwendung von Düngern in der Landwirtschaft, Vollzugshilfe Bundesamt für Umwelt

Erläuterungen zur Hydrogeologischen Karte der Schweiz

Treibhausgase, Lachgas, Bayerisches Landesamt für Umwelt

Co2 auf Rekordwert, Schweizer Bauer 25.11.19


%d Bloggern gefällt das: