Posts Tagged ‘Biodiversität’

Warum Umweltverträglichkeitsprüfungen oft scheitern

9. Januar 2022

William F. Laurance, James Cook University in Australien, hat Umweltverträglichkeitsprüfungen unter die Lupe genommen und einen Beitrag für THERYA (2022, Vol. 13(1):67-72) verfasst. Zusammenfassend schlägt er acht Strategien zur Verbesserung der UVPs vor. Bei uns bröckelt der Umwelt- und Landschaftsschutz immer mehr, dies im Zeichen von Energie, Mobilität, Ressourcenknappheit und Wirtschaftswachstum.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist ein nahezu universelles Instrument zur Begrenzung oder zum Ausgleich der Umweltauswirkungen von Entwicklungsprojekten. In seinem Artikel beschreibt Laurance einige der Hauptmängel der UVP in Bezug auf ihre praktische Anwendung, insbesondere in Drittweltländern, in denen ein Grossteil der gefährdeten Artenvielfalt der Welt beheimatet ist. Er kommt zum Schluss, dass erstaunlich viele Umweltverträglichkeitsprüfungen erhebliche Ungenauigkeiten aufweisen, und einige grünes Licht für Projekte geben, die schwerwiegende ökologische und gesellschaftliche Kosten verursachen werden.

Rascher Rückgang von Natur und Artenvielfalt

Zahlreiche Literaturzitate untermauern die folgenden Informationen. In weiten Teilen der Welt schreitet der Rückgang der Natur rasch voran. Viele neue Schutzgebiete wurden im letzten halben Jahrhundert zwar eingerichtet, aber in den meisten anderen Bereichen wird die Natur zurückgedrängt. Zum Beispiel nimmt die Gesamtfläche der Wildnis weltweit rapide ab, 70% der Wälder der Welt sind heute <1 km von einem Waldrand entfernt, die Fragmentierung der tropischen Wälder beschleunigt sich drastisch und die Hälfte der Biodiversitäts-Hotspots der Welt hat nur noch <10% ihres ursprünglichen intakten Lebensraumes. Als Folge einer solchen Umweltzerstörung sind fast hundert Säugetierarten weltweit ausgestorben und ein Viertel sind ernsthaft vom Aussterben bedroht.

Einer der grössten Treiber der Umweltveränderung ist der Tsunami von Entwicklungsprojekten, der unseren Planeten überrollt. Die Welle der Veränderung kommt u.a. in Form von neuen Strassen, Dämmen, Minen, Wohnsiedlungen und Erschliessungen für die Rohstoffindustrie. Die Regierungen und Unternehmen, die diese Projekte ermöglichen, beschwichtigen uns, denn jedes Projekt würde einer strengen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen, um sicherzustellen, dass es der Natur keinen Schaden zufüge.

Zerstörerische Projekte trotz UVP

Die alarmierende Tatsache sei jedoch, dass viele Umweltverträglichkeitsprüfungen von begrenztem Wert seien und einige praktisch nutzlos. In den meisten Ländern ist die UVP in der Regel eine gesetzliche Vorschrift, die einem Projektträger auferlegt, die Auswirkungen der geplanten Entwicklung auf die Natur zu untersuchen. Wenn diese Auswirkungen etwas betreffen, das die Regierung zum Schutz verpflichtet, zum Beispiel eine bedrohte Art oder ein seltenes Ökosystem, dann wird die Entwicklung gestoppt oder umgestaltet, um die Auswirkungen zu vermeiden. Das sei zumindest die Idee.

Leider würden trotz Umweltverträglichkeitsprüfungen viele gefährliche oder anderweitig unvernünftige Projekte nicht gestoppt. Weltweit gebe es eine wachsende Zahl von Fällen, in denen Umweltverträglichkeitsprüfungen grünes Licht für Entwicklungen geben, die niemals stattfinden sollten – Projekte, die unersetzlichen Lebensraum zerstören oder die letzten lebenden Vertreter kritisch bedrohter Arten gefährden. Laurance verweist auf einige solche Projekte.

Vorschläge zur Verbesserung von UVPs

Laurance schlägt acht Punkte vor zur Verbesserung von Umweltverträglichkeitsprüfungen:

  1. Bestehen Sie bei den Regierungsbehörden darauf, dass die Umweltverträglichkeitsprüfungen online frei zugänglich gemacht werden und dass jeder dazu Stellung nehmen kann. Regierungen erlauben oft nur Anwohnern, sich zu UVP zu äussern, aber viele Projekte haben regionale oder globale Auswirkungen. Die Einschränkung von Kommentaren schliesst auch führende internationale Experten, z. B. Staudamm- oder Bergbauspezialisten, von der Abgabe kritischer Ratschläge aus.
  2. Bei den meisten Projekten ist mit Bestechung zu rechnen. Passen Sie Ihre Strategien entsprechend an. Viele Projekte, die niemals genehmigt werden sollten, werden durchgeführt, weil wichtige Entscheidungsträger heimlich von den Projektbefürwortern oder Landentwicklern bezahlt wurden. Diese Tatsachen müssen den Interessenvertretern, Journalisten und der allgemeinen Öffentlichkeit mitgeteilt werden, diese sind sich möglicherweise nicht der potenziell schwerwiegenden Auswirkungen von Korruption bei Entwicklungsprojekten bewusst.
  3. Bestehen Sie darauf, dass die Öffentlichkeit bereits in einem frühen Stadium des Genehmigungsverfahrens zu den Projekten Stellung nehmen kann, bevor ein Projekt an Fahrt gewinnt. Viele Entwickler versuchen, Projekte schnell durch das Genehmigungsverfahren zu schleusen. Daher kann es sein, dass zum Zeitpunkt, an dem die Öffentlichkeit Bedenken äussern kann, das Projekt praktisch eine vollendete Tatsache ist.
  4. Sofern finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, sollte darauf gedrängt werden, dass die Umweltverträglichkeitsprüfungen die Finanzierung vorsieht von
    a) detaillierten Erhebungen der Umweltwerte und der biologischen Vielfalt vor Projektbeginn,
    b) langfristiger Überwachung und die Wiederherstellung von Lebensräumen nach Abschluss des Projekts und
    c) Versicherungsschutz für unerwartete Projektkatastrophen.
  5. Seien Sie sich bewusst, dass zu viele Umweltverträglichkeitsprüfungen die Genehmigung von Projekten mit nur geringfügigen „Verbesserungen“ empfehlen. Solche Abhilfemassnahmen oder offset-Massnahmen können das Projekt schmackhaft erscheinen lassen, sind aber oft nur minimal wirksam. Fischtreppen an grossen Staudämmen und Wildtierunterführungen unter Autobahnen sind Beispiele für teure Massnahmen, die für störungsempfindliche Arten nur bescheidene Vorteile haben können. Autobahnunterführungen auf der malaysischen Halbinsel, zum Beispiel, werden von den am meisten gefährdeten Säugetierarten in diesem Gebiet, wie Tigern, Leoparden und Elefanten, weitgehend gemieden.
  6. Wir müssen viel öfter „Nein“ zu Projekten sagen. Viele vorgeschlagene Projekte sind einfach eine schlechte Idee, mit schwerwiegenden ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und Reputationsrisiken, die ihren potenziellen Nutzen übersteigen. Solche Projekte sollten lieber ganz gestrichen werden, als dass man sie trotz ihrer schwerwiegenden Nachteile weiterlaufen lässt.
  7. Beobachten Sie Ihre Regierung genau. Nur weil eine abgeschlossene Umweltverträglichkeitsprüfung bestimmte Abhilfemassnahmen empfiehlt, bedeutet das nicht, dass der Bauherr gezwungen ist, sie durchzuführen. Regierungsbehörden, die die Entwicklung beaufsichtigen, sind in der Regel überlastet und manchmal durch das grosse Geld hinter den Projekten geblendet. Regierungen arbeiten besser, wenn sie genau überwacht und geprüft werden.
  8. Nutzen Sie Ihr Fachwissen, um Umwelt- und Sozialgruppen zu unterstützen, die sich gegen unüberlegte Projekte wehren. Die meisten Umwelt- und Bürgerinitiativen sind überlastet und brauchen dringend finanzielle Hilfe und Freiwillige.

Fazit

Laurance schreibt: „Trauen Sie Umweltverträglichkeitsprüfungen nicht. Einige sind relativ stark und andere sind passabel. Aber viel zu viele basieren auf Dokumenten (standardisierter Text, der mit nur geringen Änderungen wiederverwendet wird) oder auf oberflächlichen Berichten, die bei näherer Betrachtung auseinanderfallen. Erwarten Sie, dass viele Umweltverträglichkeitsprüfungen voller Löcher sein werden, und Sie werden nicht erschreckt oder enttäuscht sein.“

Texte von Heidi übersetzt mithilfe von www.DeepL.com/Translator

Why environmental impact assessments often fail (PDF). Why environmental impact assessments often fail. William F. Laurance, Centre for Tropical Environmental and Sustainability Science, College of Science and Engineering, James Cook University, Cairns, Queensland 4878, Australia. THERYA, 2022, Vol. 13(1):67-72 – DOI:10.12933/therya-22-1181 ISSN 2007-3364 (aktuell noch nicht online verfügbar)

Bundesamt für Umwelt: Umweltverträglicheitsprüfungen (UVP)

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Swissmilk und ihre Märchen

14. Dezember 2021
Nicht das erste Mal: Falschinformation von Swissmilk & Co.

Nicht das erste Mal: Falschinformation von Swissmilk & Co.

Wenn es an Argumenten fehlt, dann wird in die Märchen-Trick-Kiste gegriffen oder im Klartext in die Lügen-Kiste. In der Werbung für Milch heisst es dann etwa, dass Milch die Knochen stark macht und gut für die Gelenke ist.

Aus dem Newsletter von Vision Landwirtschaft vom 13.12.21:

„Aktuell ist bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) eine Beschwerde von Pro Natura pendent. Bei Pro Natura ist die neuste Lovely-Kampagne der Schweizer Milchproduzenten mit Botschaften wie «Lovely fördert die Biodiversität» schlecht angekommen. Die Werbung ist irreführend, denn die Milchproduktion auf dem heutigen Produktionsniveau führt nachweislich zu einer grossflächigen Überdüngung von naturnahen Lebensräumen. Da der Schweizer Milchviehbestand schon heute weit mehr Futter braucht, als Wiesen und Weiden hergeben, kann die Werbung für mehr Milch nur das Gegenteil von dem bringen, was sie verspricht: nämlich mehr Kraftfutterproduktion (Futtergetreide) auf den inländischen Äckern, hohe zusätzliche Kraftfutterimporte und damit mehr Gülle und Ammoniak und damit weniger Biodiversität.

Die Schweizer Milchproduzentenorganisation (Swissmilk) hat nun Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen. Anschliessend ist die SLK am Zug. Der Entscheid der SLK wird für Februar 2022 erwartet. Man lässt sich also viel Zeit, länger als viele Werbekampagnen dauern.

Nach Swissmilk fällt auch Proviande mit irreführender Werbung auf. Dieser Newsletter beleuchtet die rechtliche Situation, die Beschwerdemöglichkeit bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) und die neusten Entscheide der SLK im Zusammenhang mit Landwirtschaftsprodukten. Eine Beschwerde zur Proviande-Werbung soll zeigen, ob auf diesem Weg dem verbreiteten Greenwashing Grenzen gesetzt werden können. Als problematisch stellt sich heraus, dass die SLK für die Beurteilung Monate benötigt – länger als viele Werbekampagnen dauern.“

Lesen Sie hier weiter: Greenwash bei Produzentenorganisationen. Newsletter Vision Landiwrtschaft vom 13.12.21

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Es ist an der Zeit, unser Ernährungs- und Handelssystem umzugestalten!

1. Dezember 2021
Foto Uniterre

Foto Uniterre

Medieninformation Uniterre vom 30.11.21: Schluss mit den Freihandelsverträgen

Es muss Schluss sein mit den Freihandelsverträgen, die durch die WTO-Abkommen gefördert werden! Es ist an der Zeit, unser Ernährungs- und Handelssystem umzugestalten! Die 12. WTO-Ministerkonferenz, die vom 29. November bis 3. Dezember in Genf stattfinden sollte, wurde aufgrund von Covid-Reisebeschränkungen abgesagt. Eine Demonstration gegen die WTO und ihre Handelspolitik fand am 31.11.21 um 17:30 Uhr in Genf auf dem Place Lise Girardin statt.

Die Nahrungsmittel-, Klima-, Umwelt-, Wirtschafts-, Demokratie- und Gesundheitskrisen, die heute in der Covid-19-Pandemie gipfeln, zeigen deutlich, dass eine Umgestaltung des derzeitigen Landwirtschafts- und Ernährungsmodells unerlässlich ist. Diese zahlreichen Krisen sind nicht neu, sondern zeigen die Richtigkeit unseres Vorschlags der Ernährungssouveränität.

Die WTO wurde vor 27 Jahren gegründet. Auf dieser Grundlage greifen regionale oder bilaterale Verträge die gleiche Logik der Deregulierung auf. Es ist eine Logik der Privatisierung von öffentlichen Gütern und einer allgemeinen Konkurrenz. Aber ein Handel, der dem Allgemeinwohl zu gute kommen soll, muss den Regeln des öffentlichen Interesses unterliegen. Die durch Freihandelsabkommen begünstigte Aneignung, Plünderung und Privatisierung, sind eine zerstörerische Barbarei, die die Welt ins Chaos stürzt. Der Wettbewerb um Ressourcen, ist die Ursache für bewaffnete Konflikte und verheerende Kriege. Dies hat die Krise der MigrantInnen in Afrika, dem Nahen Osten, Nordamerika, Lateinamerika und Europa verschärft.

Das Klima, die Böden, die Wasserressourcen, die Biodiversität, die Bauern und Bäuerinnen der Welt, die prekarisierten Bevölkerungsgruppen und die Länder des Südens zahlen einen zu hohen Preis. Dieser Wettbewerbsgeist führt uns gegen die Wand.

Trotz der Unterzeichnung zahlreicher Abkommen, wie dem Pariser Klimaabkommen, den Verträgen zur Biodiversität oder der UN-Erklärung zu den Rechten der Bäuerinnen und Bauern beharrt der Schweizer Bundesrat auf dem Weg der Deregulierung und Privatisierung. In seinen Abkommen treibt er ein räuberisches Agrarsystem voran. Er nimmt die Landwirtschaft als Geisel, um den geistigen Schutz durch Patente zu verstärken, sowohl im Bereich der Gesundheit wie auch beim Saatgut. Jüngste Beispiele sind das Abkommen mit Indonesien, das geplante Mercosur-Abkommen und der anhaltende Druck auf den gesamten Agrarsektor. Besonders nennenswerte Beispiele hierfür sind die Milchwirtschaft, der Getreideanbau und der Weinbau.

Die Grundlage, die zu echtem und nachhaltigem Wohlstand führt, muss eine multilaterale Handelsregulierung sein, die soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt. Die WTO und ihre Abkommen müssen abgeschafft werden und die Handelsregulierung muss unter Berücksichtigung der oben genannten Aspekte neu gestaltet werden.

Ernährungssouveränität und bäuerliche Agrarökologie setzen sich als unumgängliche Lösungen durch: Die Relokalisierung der Nahrungsmittelsysteme ist entscheidend im Kampf gegen den Hunger, um den Planeten zu kühlen, die Biodiversität zu erhalten und die Rechte der Bäuerinnen, Bauern und der ArbeiterInnen zu respektieren. Am wichtigsten sind die Menschen und nicht die Profite!

Das bedeutet die Wiedergewinnung der nationalen Produktionskapazität, die im Sektor der bäuerlichen und familiären Landwirtschaft verwurzelt sind, durch Budgets des öffentlichen Sektors, garantierte Preise, Kredite und andere Formen der Unterstützung – einschliesslich der Unterstützung der Direktvermarktung zwischen ProduzentInnen und VerbraucherInnen. Der Zugang zu Land muss gefördert werden, um die bäuerliche und familiäre Landwirtschaft sowie Lebensmittel- und Agrarsysteme zu stärken, die den Bedürfnissen von Stadt und Land gerecht werden. Wir müssen Forschungs- und technische Unterstützungssysteme stärken, die auf dem Erfahrungsaustausch zwischen Bäuerinnen, Bauern und partizipativer Forschung basieren.

Als Bäuerinnen und Bauern kämpfen wir auch dafür, dass Gesundheit voll und ganz als Menschenrecht angesehen wird. Wir bekräftigen, dass die Gesundheit mit einer gesunden und nachhaltigen Ernährung beginnt, die das Immunsystem stärkt. Die Ernährungssouveränität schlägt damit eine Möglichkeit vor, sich um das Wohlergehen der Menschen und der Umwelt zu kümmern. Gemeinsam mit Via Campesina fordern wir das Recht auf öffentliche und kostenlose Gesundheit für alle Völker, wie es in Artikel 23 der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte der Bäuerinnen und Bauern (UNDROP) definiert ist. Dazu gehört die Möglichkeit, auf Methoden der Präventivmedizin und Langzeitbehandlungen zurückzugreifen, aber auch die Möglichkeit, Zugang zu Impfstoffen zu erhalten. Impfstoffe, die mit Hilfe öffentlicher Gelder entwickelt wurden, dürfen nicht patentiert werden oder der Kontrolle und dem Profit grosser multinationaler Konzerne überlassen werden!

Darüber hinaus muss jeder Einzelne in unseren Gesellschaften Zugang zu allen Informationen haben, um die vorgeschlagenen Behandlungen beurteilen zu können.

Es ist nicht hinnehmbar, dass im 21. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen hungern, obwohl es genug Nahrung für alle gibt, und dass die Ungleichheit und die Menschenrechtsverletzungen zunehmen.

Der Kampf für Würde, für Gesundheit, für eine öffentliche Politik, die auf Ernährungssouveränität beruht, und für den Schutz unserer Gemeinschaften und der natürlichen Ressourcen ist unser Recht! Mit Ernährungssouveränität und Solidarität können wir soziale Gerechtigkeit und Würde für alle erreichen!

  • WIR ERNÄHREN DIE WELT UND BAUEN ERNÄHRUNGSSOUVERÄNITÄT AUF!
  • GLOBALISIEREN WIR DEN KAMPF FÜR EINE GERECHTERE GESELLSCHAFT!
  • GLOBALISIEREN WIR DIE HOFFNUNG AUF EINE BESSERE WELT!

Schluss mit den Freihandelsverträgen. Medieninformation Uniterre vom 30.11.21

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Worauf es ankommt: Klimaupdate zur COP26 von Lukas Fierz

8. November 2021
Zunahme der CO2-Konzentratin, Mauna Loa Observatory

Zunahme der CO2-Konzentratin, Mauna Loa Observatory

An Informationen mangelt es nicht. Häppchenweise prasseln sie meist auf uns ein. Vieles ist schon geschrieben, kann einfach weitererzählt werden. Oft fehlt es an einer Einordnung, am Zusammenfügen zu einem grösseren Bild.

Der Arzt Lukas Fierz hat dies zum Klima bzw. zu COP26 getan, in 14 kurzen prägnanten Kapiteln, mit nur 1’750 Wörtern bzw. 12’839 Zeichen (mit Leerzeichen). Danke – eine hervorragende Zusammenfassung von Wesentlichem!

Hier seien nur die Zwischentitel seines Beitrags aufgeführt:

  • Worauf es ankommt
  • Das Pariser Abkommen
  • Stand heute
  • Artensterben
  • Klimazukunft
  • Alibimassnahmen
  • Folgen
  • Verdrängung des Todes
  • Schuldzuweisung
    … Und so sitzen wir denn wie alle anderen wohlstandsnarkotisiert in unserer Wachstums- und Konsumgesellschaft und wissen so wenig vom nahenden Ende, wie die glücklich wohlgenährten Truthähne und Gänse vor Thanksgiving und Weihnachten. 
  • Politischer Druck
  • Untaugliches Risikomanagment
  • Generationenproblem
  • Die Endlichkeit der Lebensgrundlagen
  • Was getan werden müsste

Liebe Leserin, lieber Leser, das ist ein Beitrag, den Sie lesen sollten, auch wenn Sie schon „alles“ über die Lage, in der wir stecken, wissen.

Worauf es ankommt: Klimaupdate zur COP26. Lukas Fierz, Blog Letting down Humanity 5.11.21

What matters in Climate politics – An update for COP26. Lukas Fierz, Blog Letting down Humanity 5.11.21

The exclusion of climate science from COP meetings. Andrew Glikson, Arctic News 4.11.21

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Morgen auf Zoom, 28.10.21 von 12 bis 13 Uhr: Vortrag Wildbienenförderung

27. Oktober 2021

Sandlinse in Kiesbeet zum Fördern von Wildbienen.

Sandlinse in Kiesbeet zum Fördern von Wildbienen.

Vortrag Wildbienenförderung 28.10.21

Naturnah gestaltete Grünräume im Siedlungsraum können einer beindruckenden Anzahl Wildbienenarten einen Lebensraum bieten. Bereits auf kleinen Flächen lassen sich mit gezielten Massnahmen zur Erhöhung des Blütenangebots und dem Erstellen von Nistgelegenheiten mehrere Dutzend Wildbienenarten fördern. Gleichzeitig sind solche blütenreichen Lebensräume auch für uns Menschen attraktiv anzuschauen.

In diesem Lunch Talk vermittelt Jonas Landolt einen Einblick in die breite Palette an Projekten zur Wildbienenförderung des Vereins «Natur im Siedlungsraum» (NimS). Er stellt verschiedene Wildbienenarten und ihre Lebensraumansprüche im urbanen Raum vor. Sie erhalten Tipps und Ideen zur Wildbienenförderung, die Sie auf dem Balkon, im Garten oder bei der Planung von Grünflächen umsetzen können.

Anmeldung für Zoom-Vortrag vom 18.10.21, 12 bis 13 Uhr

Newsletter NimS

Liebe Leserin, lieber Leser, abonnieren Sie doch gleich den Newsletter von NimS. Im neuesten sind zahlreiche interessante Informationen, so auch Tipps für den Garten:

  • Wiesen mähen
    Um im Frühling eine blütenreiche Wiese zu haben, sollte diese kurz in den Winter gehen und im Herbst ein zweites Mal geschnitten werden (Emdschnitt). 10-20% kann man als Rückzugsstreifen stehen lassen. Mähen natürlich nicht mit dem Fadenmäher (Video zu den Gefahren für Igel), sondern mit der Sense!
  • Stauden stehen lassen
    Vor allem samentragende Stauden wie Karden, Disteln und Königskerzen sollten stehen gelassen werden. Sie werden im Winter gerne von Distelfinken besucht und sind Überwinterungsorte für Insekten beziehungsweise deren Eier und Larven.
  • Hecken zurückschneiden und Asthaufen erstellen
    Wenn das Laub heruntergefallen ist, können die Sträucher zurückgeschnitten und mit dem Schnittgut ein Versteck für Igel gebaut werden. Auch das Laub lässt sich gleich verwenden.

Wildbienen-Kartenserie

Wildbienenkartenset: 1 von 5 Sujets

Wildbienenkartenset: 1 von 5 Sujets

Mit 5 ausgewählten Wildbienenfotos hat der Verein NimS eine Kartenserie kreiert.

Hier gehts zu weiteren Informationen und zum Bestellformular.

«Natur im Siedlungsraum» (NimS)

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Jane Fonda über den Kampf gegen den Klimawandel

24. Oktober 2021
Auswirkungen, z.B. wird das Wetter unberechenbarer. Einmal zu viel Schnee - einmal zu wenig.

Der Klimawandel hat vielfältige Auswirkungen, z.B. wird das Wetter unberechenbarer. Einmal zu viel Schnee – einmal zu wenig.

Jane Fonda: „Denken Sie daran: Das Heilmittel gegen Verzweiflung sind Taten. Und wenn Sie selbst etwas riskieren, wer weiss, wen Sie dann noch inspirieren können?“ Eine noch nie dagewesene Anzahl von uns müsse sich erheben und unerbittlichen Druck auf die Staats- und Regierungschefs ausüben, die nächsten Monat am Cop26-Gipfel in Glasgow teilnehmen werden. Wir seien die letzte Generation, die noch die Chance habe, einen Kurswechsel zu erzwingen, der Leben und Arten in grossem Umfang retten könne.

Jane Fonda on the climate fight: ‘The cure for despair is action’. The Guardian 23.10.21

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Naturbasierte Lösungen gleichen Emissionen aus fossilen Brennstoffen nicht aus

13. Oktober 2021

Diese NGOs haben unterschrieben: Open Letter to the COP26 Presidency and Parties to the UNFCCC and CBD on Nature-based Solutions

Diese NGOs haben unterschrieben: Open Letter to the COP26 Presidency and Parties to the UNFCCC and CBD on Nature-based Solutions

Quelle: REDD-Monitor, (reduced emissions from deforestation and forest degradation), Chris Lang, 12.10.21

Eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen aus dem Umwelt- und Menschenrechtsbereich hat einen offenen Brief an die britische Präsidentschaft der UN-Klimaverhandlungen (COP26) unterzeichnet, in dem sie davor warnen, dass „naturbasierte Lösungen“ die Öl- und Gasindustrie in die Irre führen könnten.

Der Brief hebt vier ernsthafte Probleme mit naturbasierten Lösungen hervor.

  • Erstens behaupten die Befürworter naturbasierter Lösungen häufig, dass die Natur bis 2030 mindestens ein Drittel des weltweiten Klimaschutzes leisten kann. Diese Behauptung stützt sich auf einer einzigen Studie aus dem Jahr 2017, dessen Hauptautor Bronson Griscom, der damalige Direktor der Forest Carbon Science bei The Nature Conservancy, war. Diese Zahl basiert jedoch auf einer Reihe von Annahmen, von denen einige „auf magisches Denken hinauslaufen“, wie z. B. die Bepflanzung einer Fläche von 800 Millionen Hektar mit Bäumen – eine Fläche von der Grösse Australiens.
  • Zweitens kompensiert der Abbau von Kohlendioxid nicht die Emissionen fossiler Brennstoffe. „Wir sind beunruhigt“, schreiben die NGOs, „dass Öl-, Gas- und andere umweltverschmutzende Unternehmen zunehmend für naturbasierte Lösungen werben, um ihre künftigen Emissionen auszugleichen und ‚Netto-Null‘-Zusagen zu erfüllen, anstatt glaubwürdige Pläne zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen an der Quelle vorzulegen.“
  • Drittens besteht die ernste Gefahr, dass naturbasierte Lösungen die Rechte indigener Völker und Gemeinschaften gefährden. „Die schiere Grösse des Landes, das benötigt wird, um das behauptete Minderungspotenzial zu erreichen, wird wahrscheinlich zu Enteignung, Verarmung und Verletzung von Land- und Ressourcenrechten führen, insbesondere in Ländern, in denen diese nicht anerkannt werden“, schreiben die NGOs.
  • Viertens bergen naturbasierte Lösungen ein hohes Mass an Risiken, darunter die folgenden: Rückgängigmachung der Sequestrierung bei Verschärfung der Klimakrise; das Scheitern schlecht konzipierter und schlecht ausgeführter naturbasierter Lösungsprojekte und -programme; die Anpflanzung riesiger Monokulturen schnell wachsender Baumarten wird die biologische Vielfalt schädigen; fehlerhafte Kohlenstoffbuchhaltung, einschliesslich überhöhter Basiswerte, Doppelzählung, Unbeständigkeit und Verrechnung mit „zukünftigen ‚potenziellen‘ Emissionsreduktionen“.

Das vielleicht grösste und gefährlichste Risiko besteht darin, dass naturbasierte Lösungen von der dringenden Notwendigkeit ablenken, fossile Brennstoffe im Boden zu belassen.

Unter dem folgenden Link finden Sie weitere Informationen und den Link zum offenen Brief in Englisch und Französisch:

NGOs warn of the dangers of Nature-based Solutions: “Carbon dioxide removals do not offset fossil fuel emissions”. Chris Lang, REDD-Monitor 12.10.21

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Gewässerräume: Weitere Verwässerung des Gewässerschutzes knapp verhindert!

4. Oktober 2021

Landwirtschaftsvertreter versuchen immer wieder, den Kompromiss zur zurückgezogenen Volksinitiative der Fischer "Lebendiges Wasser" weiter zu verwässern.

Landwirtschaftsvertreter versuchen immer wieder, den Kompromiss zur zurückgezogenen Volksinitiative der Fischer „Lebendiges Wasser“ weiter zu verwässern.

Nationalrat Werner Hösli SVP hatte am 27.9.19 die Motion 19.4374 eingereicht: Gewässerräume. Geografische und topografische Verhältnisse besser berücksichtigen:

Der Bundesrat ist angehalten, das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer wie folgt anzupassen: In nicht kantonal oder national geschützten Gebieten und Landschaften ausserhalb der Bauzone kann die Grösse des Gewässerraumes verkleinert werden, wenn:

  1. die geografischen und topografischen Verhältnisse dermassen sind, dass der Landwirtschaft resp. dem einzelnen Landwirtschaftsbetrieb ein übermässiger Anteil der ertragreichen Futtergrundlage entzogen wird,
  2. die Düngung im reduzierten Gewässerraum nur mit festem natürlichem Dünger erfolgt und auf die Ausbringung von Gülle und künstlichem Dünger sowie auf den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden verzichtet wird.

Voilà! Einmal mehr sollte der Gewässerschutz geschwächt werden bzw. der Kompromiss zur zurückgezogene Volksinitiative Lebendiges Wasser verwässert werden. Beachten Sie dazu die am Schluss des Beitrags verlinkten Artikel von Heidi.

  • Bundesrat
    Der Bundesrat beantragte am 22.11.19 die Ablehnung der Motion.
  • Änderung Motion
    Ziffer 2 der Motion wurde am 14. Januar 2021 von Ständerat Stark zurückgezogen.
  • Ständerat
    Der Ständerat nahm die Motion am 9.3.21 mit 26 : 18 Stimmen an.
    Roberto Zanetti, Ständerat SP Solothurn: „Ich finde, ehrlich gesagt, wenn wir jetzt mitten im Spiel die Spielregeln änderten, dann wäre das gegenüber den Kantonen relativ unfair. Dann würden alle Eigentümer, die vielleicht unzufrieden sind, neue Hoffnung schöpfen. Das würde eine Lawine von Verfahren nach sich ziehen. Das würde die ganze Sache einmal mehr blockieren, weil sich jeder Vorteile verspricht, und das würde insbesondere das seinerzeitige Ehrenwort gegenüber den Initiantinnen und Initianten der Volksinitiative „Lebendiges Wasser“ kompromittieren.“
  • Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie
    Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie vom 24. August 2021 beantragt die Annahme von Ziffer 1 mit 13 : 12 Stimmen
  • Nationalrat
    Am 30.9.21 hat der Nationalrat die Motion mit 84 : 100 Stimmen und 1 Enthaltung versenkt.
    Martina Munz, Nationalrätin S Schaffhausen: „Die Revision des Gewässerschutzgesetzes geht auf die Volksinitiative „Lebendiges Wasser“ von 2007 zurück. Aufgrund der Einführung der Gewässerräume wurde die Initiative zurückgezogen. Seither wurde das Gewässerschutzgesetz bereits zweimal abgeschwächt und flexibilisiert, um den Bedürfnissen der Landwirtschaft entgegenzukommen. Gemäss Aussage der Kantone ist das Gesetz jetzt gut anwendbar.“
    Simonetta Sommaruga, Bundesrätin:Alle reden von Biodiversität, doch mit dieser Motion machen Sie gerade das Gegenteil von Biodiversität. Die Motion läuft den Anstrengungen von Bund und Kantonen bezüglich der Förderung der Biodiversität, aber auch der Förderung der Wasserqualität und eines nachhaltigen Hochwasserschutzes zuwider. Sie geht in die andere Richtung. Ich bitte Sie deshalb, diese Motion abzulehnen.“

Eine erneute Beschneidung des minimalen Gewässerraums ist damit vom Tisch. Für einmal konnte sich die Bauernlobby nicht behaupten.

19.4374 Motion vom 27.9.19: Gewässerräume. Geografische und topografische Verhältnisse besser berücksichtigen. Werner Hösli, Nationalrat SVP

Debatte Ständerat vom 9.3.21: 19.4374 Motion Hösli Werner. Gewässerräume. Geografische und topografische Verhältnisse besser berücksichtigen

24.08.2021 – Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (pdf)

Debatte Nationalrat vom 30.9.21: 19.4374 Motion Hösli Werner. Gewässerräume.  Geografische und topografische Verhältnisse besser berücksichtigen

Das grosse Puff mit den Pufferstreifen am Wasser: Kein Ende in Sicht. Heidis Mist vom 7.1.21

Gewässerschutzverordnung Art. 41a Abs. 5 Bst. d: Es kam wie es kommen musste! Heidis Mist vom 25.11.20

Bauern fordern: Kein Gewässerraum für 80% der Bäche. Heidis Mist vom 19.8.16

Weitere Verwässerung des Gewässerschutzes verhindern! Heidis Mist 27.7.16

Der Acker rückt näher an den Bach, Heidis Mist 29.5.13

Mit dem Wasser macht man keine Kompromisse!, Heidis Mist 11.6.13

„Harmonisierte“ Pufferstreifen an Gewässern, Heidis Mist 25.5.14

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UNO-Weltdatenforum: 5 Persönlichkeiten setzen sich per Videobotschaft für Nachhaltigkeit ein

30. September 2021
UN-Nachhaltigkeitsziel 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen. Video mit Ernst Bromeis, Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer

UN-Nachhaltigkeitsziel 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen. Video mit Ernst Bromeis, Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer

Vom 3. bis 6. Oktober 2021 findet in Bern das dritte UNO-Weltdatenforum 2021 (UNWDF) statt, das von der Schweizer Eidgenossenschaft zusammen mit den Vereinten Nationen organisiert wird. Diese in hybrider Form durchgeführte internationale Konferenz mit rund 700 Teilnehmenden aus 110 Ländern in der Schweizer Bundesstadt ist im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wegweisend, da diese nur mit qualitativ hochstehenden, zugänglichen, aktuellen und zuverlässigen Daten umgesetzt werden kann. Voraussichtlich werden UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern Alain Berset das Forum eröffnen.

Im Rahmen des UNWDF, lassen das Bundesamt für Statistik (BFS) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) fünf Schweizer Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Hintergründen und aus allen Sprachregionen zu Wort kommen. Diese engagieren sich für nachhaltige Entwicklung und haben jeweils ein Ziel der Agenda 2030 ausgewählt, um die Bevölkerung für eine nachhaltigere Zukunft in der Schweiz zu sensibilisieren.

Die fünf kurzen Videos enthalten Botschaften folgender Persönlichkeiten:

  • Der Politiker und Landwirt Fernand Cuche erzählt, wie die Nachkriegszeit zu einem grossen Biodiversitätsverlust beigetragen hat. Seine Karriere und seine Leidenschaft für die Wälder haben ihn gelehrt, dass wir am Beispiel der Forstwirtschaft produzieren müssen, ohne zu zerstören.
  • Anna Giacometti, Nationalrätin und ehemalige Gemeindepräsidentin von Bregaglia, hat aus ihren Erfahrungen gelernt, dass jede Anstrengung zählt. Seit dem Erdrutsch am Pizzo Cengalo im Jahr 2017 hat sie die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur und die Bevölkerung aus nächster Nähe miterlebt.
  • Der Architekt Mario Botta hält fest, dass sich der Wandel beschleunigt hat und die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt in den vergangenen Jahren komplexer geworden ist. Aus seiner Sicht braucht es ein neues Verantwortungsbewusstsein.
  • Laut der Orientierungsläuferin Simone Niggli müssen rasch Massnahmen ergriffen werden, um unsere Lebensräume zu schützen. Der Wald ist das Stadion ihrer Sportart und sie durfte in ihrer Karriere durch die verschiedensten Ökosysteme laufen. Sie hofft, dass die zukünftigen Generationen dies weiterhin tun können.
  • Ernst Bromeis, Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer, hält fest, dass die Schweiz zwar in Bezug aufs Wasser zu den privilegierten Ländern der Welt gehört, vor Verschmutzung jedoch nicht verschont wird. Er findet, dass wir unser Verhältnis zum Wasser überdenken müssen, denn indem wir Wasser sparen, sparen wir auch Energie.

Die Videos werden am Stand der Schweiz am UNO-Weltdatenforum präsentiert, d.h. von Sonntag, 3. bis Mittwoch, 6. Oktober 2021, in Bern.

Das UNO-Weltdatenforum in Bern unterstützt die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Medieninformation Bundesamt für Statistik (BFS) vom 28.9.21

THE 17 GOALS. United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Sustainable Development

Das United Nations World Data Forum 2021.

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Auenwälder, wo sind sie geblieben?

22. September 2021
Der Leipziger Auwald - ein Nachruf? Video 1:34:19 NuKLA e.V. 13.1.2

Der Leipziger Auwald – ein Nachruf? Video 1:34:19 NuKLA e.V. 13.1.21

Gerade eingetroffen ist der folgende Brief. Was sich darin auf Deutschland bezieht, gilt auch für die Schweiz:

Liebe Freundinnen und Freunde der lebendigen Bäche und kleinen Flüsse (diesmal bis hin zu den grossen)

Wer sich auf Google Earth z.B. durch Deutschland bewegt, erkennt das Ausmass menschlicher Eingriffe und erschrickt. Gewässerbegleitende Bäume fehlen weitgehend, ganz zu schweigen von früher vorhanden gewesenen Auwäldern. Hinsichtlich Erosionsminderung, Biodiversitätswiedergewinnen bis zum Abwenden von Klima-bezogenen Schäden bleibt viel zu tun – oft genug muss überhaupt erst damit gestartet werden.

Da ist es interessant, „von der anderen Seite“ zu kommen, aus Bereichen, in denen Auwald (noch) vorhanden ist. Eine solche Stelle ist der Leipziger Auwald, ebenfalls durch Wasserbau stark beeinflusst, aber verbesserungsfähig.

So leite ich die Einladung zum diesjährigen Auensymposium des Vereins NuKLA, Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald, weiter – s. unten.

Wer vom 6. bis 9. Oktober nicht nach Leipzig reisen kann, hat die Möglichkeit, die Veranstaltung per Livestream zu verfolgen, Link dazu ebenfalls unten.

Herzlich grüsst

Ludwig Tent, Wedel
[Mein Blog, gelegentlich kleine Neuigkeiten]
http://osmerus.wordpress.com

[Gewässerschutz für Bäche und kleine Flüsse]
www.salmonidenfreund.de

Das Symposium

Heidi ist sicher, dass auch SchweizerInnen aus dem Reichtum von gesammeltem Wissen lernen können.

Das Symposium vom 6. bis 8.10.21 findet nicht nur in Präsenz sondern auch zusätzlich als live-Stream statt: über den Youtube Kanal der Organisatoren NuKLA kann alles live verfolgt werden!

Dafür reicht es aus, den NuKLA Youtube-Kanal zu abonnieren (oder einfach hineinzuschauen):

https://www.youtube.com/channel/UCExdVCs2g4CiyLRLG22JMdw .

Mit dieser Registrierung bekommt man, unabhängig vom Symposium, immer dann ein Signal, sobald auf unserem Kanal etwas Neues erscheint.

Hier geht es zum Programm des Symposiums: https://www.nukla.de/programm-2021/
und hier zu den Dokumentation früherer Symposien: https://www.nukla.de/auenoekologiesymposium/

Wer ist NuKLA?

NuKLA e.V. und das Aueninstitut Lebendige Flüsse formulieren Forderungen für den Schutz und die Entwicklung des Flora-Fauna-Habitat-(FFH)Gebiets “Leipziger Auensystem”

Natur ist komplex. Und oftmals ist es schwer, die komplexen Vorgänge in der Natur mit wenigen Worten zu beschreiben. Aber auch menschliche Gesellschaften sind nicht einfach. Im Naturschutz kommen beide Themen zusammen und so wird es noch schwieriger.

Dennoch haben wir, NuKLA e.V. und das Aueninstitut Lebendige Flüsse, uns der Aufgabe gestellt, unsere Forderungen betreffs des FFH-Gebietes “Leipziger Auensystem” für unsere Mitglieder, Förderer, Freunde, Partner, aber auch sonstige Interessierte sowie für Menschen, die sich mit dem Leipziger Auensystem beruflich befassen, zusammenzutragen.

Mögen unsere Forderungen dazu beitragen, dass der Schutz des FFH-Gebietes “Leipziger Auensystem” in Zukunft noch verbessert werden wird.

Lesen Sie hier weiter: Wir fordern für den Schutz und die künftige Entwicklung des FFH-Gebiets „Leipziger Auensystem“

22.9.21 HOME

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