Posts Tagged ‘Corona-Virus’

„I’m a living example of what this virus can do and how it is serious“

27. Juli 2020

Das Corona-Virus ist nicht mein Kernthema, obwohl die Wirkung über den zusätzlichen Abfall durch Fun am Wasser und Abfall ins Wasser auch eins sein könnte: z.B. Corona-Krise und der Plastikmüll und Corona-Müll landet im Meer.

Betroffen bin ich (und sind wir alle) von der Verharmlosung und der Nichtbeachtung von Abstandsregeln und anderen Sicherheitsmassnahmen vieler Mitbewohner dieses Planeten. Auch viele Medien berichten alles, was sich so zu Corona einfach „einsammeln“ lässt. Klare kurze auf Tatsachen basierende Meldungen sind heute möglich, aber selten, und gehen bei all dem Corona-Medien-Müll unter. Die Ernsthaftigkeit der Krankheit wird breit nicht realisiert oder gar verleugnet.

BBC berichtet immer wieder über schwere Fälle, auch von jungen Erkrankten, und man kann erfahren, dass es nicht einfach eine andere Grippe ist, sondern dass die Krankheit viele Organe befallen kann mit Langzeitwirkung. Hier ein aktuell kommuniziertes Beispiel:

BBC: Ein schottischer Pilot, der mehr als zwei Monate an einem Beatmungsgerät in Vietnam verbracht hat, hat die Briten davor gewarnt, „in Bezug auf das Coronavirus nachlässig zu sein“, auch wenn die Massnahmen gelockert wurden.

Stephen Cameron, 42, aus Motherwell, war der kränkste Patient Vietnams und wurde landesweit als Patient 91 bekannt. Er verbrachte 10 Wochen im Koma. „Ich bin ein lebendes Beispiel dafür, was dieses Virus anrichten kann und wie ernst es ist“, sagte er der BBC von seinem Krankenhausbett in Wishaw aus.

Seine Ärzte sagen, dass Stephen Cameron nun „ein langer Weg“ zur Genesung bevorsteht. Er selbst meint: „Ich glaube nicht, dass der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) es verkraften könnte, wenn es eine Welle von erkrankten Menschen gäbe, die das Mass an Pflege und Lebenserhaltung benötigen, das ich brauche.“

Coronavirus: Vietnam coma pilot warns people ’not to be blasé‘. BBC vom 27.7.20

27.7.20 HOME

Datenschutzerklärung

.

Alles auf Pump?

14. April 2020

NaNa:

Nein zur staatlichen Marktverzerrung!
Nein zu Zwangsabgaben für Gewerbe und Gemeinden!
Nein zur aufgeblähten Tourismusbürokratie!
Nein zur Steuergeldverschwendung in Sparzeiten!
Nein zur Planwirtschaft!

Stille Reserven: Wikipedia: Stille Reserven verkleinern den zu versteuernden Gewinn und dienen der langfristigen Sicherung des Unternehmens, da sie in schlechten Zeiten verwendet werden können.

Firstbudget.ch (Beratung für Jugendliche): Rückstellungen: Von einigen Ausgaben wissen wir zum Voraus nicht, ob sie effektiv anfallen werden. Wie hoch beispielsweise unsere Arzt- und Zahnarztkosten sein werden, können wir nicht immer einschätzen. Es lohnt sich, für diese Ausgaben einen Betrag festzulegen und Rückstellungen zu bilden.

6.3.20: SVP: Der Bundesrat muss endlich Lösungen für die Menschen in der Schweiz bieten

13.3.20: Erste Massnahmen, Versammlungsverbote ab 50/100 Personen, Sonderfonds mit einer Milliarde Franken für Notfälle in der Wirtschaft. Der Bundesrat will eine Entlassungs- und Konkurswelle verhindern. Zentrale Instrumente sind die Arbeitslosenversicherung, Bürgschaften und ein spezieller Härtefall-Fonds.

16.3. bis 19.4.20: Lockdown, ausser Lebensmittel, Apotheke, Arzt

17.3.20 NZZ: Wirtschaft am Abgrund: Der Bundesrat muss das Tempo erhöhen

18.3.20: Die Zürcher City-Vereinigung fordert vom Bund und Kanton ein «rasches und griffiges Massnahmenpaket für private Unternehmen».

18.3.20: Handelszeitung: Der Bund muss die Wirtschaft retten. Corona bedroht die KMU, das «Rückgrat der Schweizer Wirtschaft». Nun muss der Bundesrat entschieden handeln.

18.3.20: SRF: Berner KMU-Verband fordert Hilfe.

Heidi: …

23.3.20: Luzerner Zeitung: Corona-Virus: UBS erwartet Wirtschaftseinbruch aber auch Erholung in zweiten Jahreshälfte. Die Bekämpfung der Corona-Epidemie führe laut UBS zu einem starken Einbruch des Schweizer Wachstums im ersten Halbjahr. Eine Wirtschaftskrise liesse sich aber durch eine starke Reaktion der Fiskalpolitik verhindern.

9.4.20: Schweizer Bauer: Coronakrise, SBV: «Es gibt genügend Erntehelfer»

14.4.20: Frankfurter Rundschau: Wirtschaft während Corona: Amazon profitiert von Krise – und stellt zehntausende weitere Mitarbeiter ein

Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt. Wer hat soviel Pinke-Pinke, wer hat soviel Geld?  Gus Backus, youtube

Wird auch die Entwicklungshilfe aufgestockt?

2.4.20: Solidar.ch: Corona: Katastrophale Textilindustrie: Die weltweiten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben den Kauf von Kleidung und vielen anderen Konsumgütern stark reduziert. Grosse Modekonzerne stornieren nun abrupt ihre Bestellungen in Bangladesch und Kambodscha und handeln damit völlig verantwortungslos. In den nächsten Monaten könnten Millionen von ArbeiterInnen arbeitslos werden. NäherInnen in Bangladesch und Kambodscha stehen ohne soziale Absicherung und Arbeitslosenunterstützung vor dem finanziellen Ruin.

26.3.16: SRF: SVP will Entwicklungshilfe kürzen. Die SVP wollte 2016 die Entwicklungshilfe kürzen. Gibt es Parteien, welche in der heutigen prekären Lage der Drittweltländer die Entwicklungshilfe massiv erhöhen wollen? Oder sind wir SchweizerInnen uns selbst am nächsten?

14.4.20 HOME

Datenschutzerklärung



Wir bringen ihnen Seife, aber sie haben kein Wasser

10. April 2020
Hütten in einer Landarbeitersiedlung in Almeria

Hütten in einer Landarbeitersiedlung in Almeria

Heidi hat diesen Artikel aus dem Spanischen übersetzt mittels DeepL.
El confinamiento bajo el mar de plástico de Almería: „Les llevamos jabón, pero no tienen agua“, Eldiario vom 6.4.20

In Almeria warnen die sozialen Einrichtungen und Gewerkschaften vor der Gefahr der Ausbreitung des Coronavirus, denn die Siedlungen der Landarbeiter sind überfüllt und ohne Grundversorgung, so dass die Einhaltung der Präventionsmassnahmen nicht möglich ist.

„Wir können keine Lebensmittel oder irgendetwas anderes kaufen. Das Rote Kreuz kam vor zwei Wochen, aber wir haben keine mehr und können nicht einmal mehr einkaufen gehen. Von der Barackensiedlung Atochares in Níjar (Almería) aus beschreibt Nora eine dramatische Situation, die schon seit langer Zeit andauert. Unter dem Meer aus Plastik, das jeder kennt, leben Tausende von Menschen mit nichts: Sie haben keine Papiere, kein Licht, kein Trinkwasser und kaum ein Dach über dem Kopf. Das Coronavirus hat diese Menschen in armseligen Hütten ohne Grundversorgung eingesperrt. Heutzutage, so sagen sie, hätten sie kaum noch Arbeit. Es wird berichtet, dass das Coronavirus eine bereits dramatische Situation noch verschlimmert hat.

„Wir nehmen die Karaffen und bringen sie mit einem Karren. Fast niemand hier hat ein Auto“, sagt Nora, die dann hinzufügt, dass es einigen Menschen schlechter geht, weil es auch Armutsgrade gibt: In Atochares haben sie eine Wasserversorgung in der Nähe, erklärt sie. Es ist nicht trinkbar, aber es ist gut für sie, sich zu waschen.

Sie wurde nicht vom Stadtrat installiert, sondern von einigen Personen kurz vor der Explosion des Ganzen. „Vor Monaten verschenkte eine Organisation 400 Meter Polyethylenrohr, und die Einwohner selbst gruben den Graben, stellten die Verbindung her und verlegten zwei Punkte. Eine vierstündige Aktion und 300 Euro Material wurden eingesetzt, um ein so grundlegendes Gut wie Wasser bereitzustellen. Wenn sie es getan haben, warum hat die öffentliche Hand nicht den Rest gemacht“, fragt José García Cuevas, Sprecher der Gewerkschaft SOC-SAT in Almería und einer der Teilnehmer.

Auch Juan Miralles, Provinzkoordinator von Almería Acoge, versteht nicht, warum die derzeitige Versorgung nicht gewährleistet ist. „Wir bringen ihnen Seife, aber sie haben kein Wasser“, protestiert er. „Wir sprechen hier über ein sehr grosses Gebiet. Es gibt überall Rohre. Man nimmt ein Rohr und setzt einen Wasserhahn ein. Wir verstehen nicht, wie es so kompliziert ist, auch nur vorübergehend, eine Wasserversorgung in der Nähe der Siedlungen zu gewährleisten.

„Anschlüsse haben“

Miralles zufolge waren die Verwaltungen immer zurückhaltend, weil sie verstehen, dass sie damit der Legalisierung Tür und Tor öffnen würden. Aber in einer Krise wie der gegenwärtigen sollte sich diese Priorität vielleicht ändern. Dies gilt umso mehr, als der Erlass vom 17. März ein Verbot der Aussetzung der Grundversorgung schutzbedürftiger Verbraucher enthält: „Es ist weder teuer noch schwierig. Die Armee könnte das ohne weiteres tun, ebenso wie die städtischen Techniker.

Aus den konsultierten Quellen geht hervor, dass die militärische Notstandseinheit in Almería kaum eingegriffen hat, im Gegensatz zu den Geschehnissen in den Siedlungen von Huelva, wo mehrere Wasserzisternen installiert wurden. Auch der Stadtrat, der für die Wasserversorgung zuständig ist, löst nach Ansicht der Sozialpartner das Problem nicht. „Warum, weiss ich nicht. Wir haben das Gefühl, dass es sehr langsam vorangeht“, protestiert Miralles. „Die Bürgermeisterin von Níjar [Esperanza Pérez von der PSOE] selbst sagt, sie habe einen Plan, aber sie hat nicht gehandelt“, fügt García Cuevas hinzu.

Der Bürgermeister erklärt, dass die Situation nicht so schlimm ist, weil es viele illegale Anschlüsse gibt. „Sie haben Anschlussmöglichkeiten. Sie wurden periodisch gekürzt, und seit Januar ist das nicht mehr geschehen“, fährt sie fort. Diese Verbindungen würden in jedem Fall zu dem von den Gewächshäusern verwendeten Nichttrinkwasser führen, das aus der Entsalzungsanlage von Carboneras stammt. Pérez räumt ein, dass die Bedingungen „nicht die geeignetsten sind“ und dass sie „allgemeine“ Anfragen von den NGOs erhalten haben, sagt aber, dass Níjar sich von anderen Gebieten unterscheidet: „Die Siedlungen liegen neben den Gewächshäusern, und es gibt dort Kanäle. Und wir konnten überprüfen, ob sie Wasser haben.

„Wir brachten einen Draht an, aber die Guardia Civil schnitt ihn ab.“

Der Mangel an Grundversorgungsgütern wie Strom und Wasser hat in anderen Teilen Andalusiens bereits zu Beschwerden und Forderungen geführt. In der vergangenen Woche berichteten die Medien, dass ein Erdbeerarbeiter in Huelva das Gesundheitsministerium, den Stadtrat von Lepe, das Gesundheitsministerium und das Verteidigungsministerium der spanischen Regierung verklagt hatte, weil er nicht in der Lage war, aus einer menschenunwürdigen Behausung ohne Zugang zu Wasser oder Grundversorgung auszuziehen, was „eine Verletzung des Rechts auf Wasser und sanitäre Einrichtungen als ein wesentliches Menschenrecht“ darstellt.

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Stromversorgung. „Hier fehlt es an Licht, wir haben immer Probleme. Wir haben ein grosses Kabel verlegt, aber die Guardia Civil kam und kappte das Kabel vor einem Monat. Sie sagten uns, dass das nicht machbar sei“, sagt Nora. Der Bürgermeister versichert uns, dass Endesa seit Januar keine Kürzungen vorgenommen hat.

„Sie nehmen das Licht und es ist eine Gefahr, denn die Drähte liegen überall am Boden, jeden Tag passiert etwas. Ja, es ist wahr, dass viele Siedlungen brennen. Aber ohne Licht können sie nicht leben, weil es so kalt ist“, sagt Araceli Fuentes.

Fuentes, eine Ordensfrau aus dem Distrikt San Isidro, kennt die Realität der Siedlungen und ihrer Bewohner sehr gut, und heutzutage setzt sie sich vermehrt ein, um denen zu helfen, die nichts haben. Letzte Woche verteilte sie mit Hilfe der Guardia Civil und des Militärs Lebensmittel in den Baracken, und diesen Freitag tat sie dies an einem Ort ihrer Gemeinde.

Die Frau beschrieb die Situation mit einem starken Satz: „Sie befinden sich in enorm untermenschlichen Verhältnissen.

Die Schwierigkeit, ohne Papiere zu arbeiten

Nach Angaben der SOC-SAT leben in diesen Siedlungen etwa 7’000 Menschen, davon 4’000 in der Region Níjar und etwa 3’000 in anderen Städten. Allein in Níjar gibt es rund 90 Siedlungen. Einige von ihnen, wie Barranquete, Cortijo Domingo und Los Nietos, sind authentische Dörfer.

Die heutige Einschränkung der Bewegungsfreiheit verschlimmert ihre Situation. Die Mehrheit hier hat keine Papiere. Und in diesen Tagen der Pandemie sind sie doppelt bestraft. „Viele Chefs können Menschen ohne Papiere nicht zur Arbeit gehen lassen. Wenn du zur Arbeit gehst, fragen sie dich, ob du Papiere hast, und wenn du sie nicht hast, kannst du nicht“, sagt Nora. Diejenigen, die arbeiten, tun dies für vier oder 4,50 Euro pro Stunde, sagt sie.

Die Unmöglichkeit, mit Papieren zu beweisen, dass sie arbeiten, schränkt ihre Möglichkeiten ein, sie müssen jeden Morgen auf der Suche nach einem Verdienst umherziehen. „Landarbeiter arbeiten nicht immer im gleichen Gewächshaus, sondern rotieren in einem Radius von 15 Kilometern“, erklärt Miralles. „Das ist untergegangen. Wir wissen, dass es Landwirte gibt, die Schwierigkeiten haben, Arbeitskräfte in ihrer Nähe zu finden“. Laut García Cuevas ist die Arbeitsaufsicht überlastet, und dies könnte Missbräuche erleichtern.

Sie haben zum grossen Obstgarten Europas beigetragen

Diese verarmten Arbeitskräfte, die sich in einer irregulären Situation befinden und in Hütten zusammengepfercht sind, haben zum Aufbau des grossen Obstgartens Europas beigetragen. Almeria, das im vergangenen Jahr erneut Rekorde brach, exportierte Obst und Gemüse im Wert von 3’079 Millionen Euro gemäss den vom regionalen Landwirtschaftsministerium beim ICEX erhobenen Daten. Das sind 10,4% mehr als im Jahr 2018. Mehr als doppelt so hoch wie in der nächsten andalusischen Provinz Huelva. García Cuevas bringt ein weiteres Paradoxon zum Ausdruck: „Viele sind Produkte der biologischen Landwirtschaft, aber die soziale Verantwortung fällt durch ihr Fehlen auf“.

Ombudsmann drängt zum Handeln

In diesen Tagen teilen sich die Freiwilligen von Almeria Acoge die Arbeit mit dem Roten Kreuz, den Ärzten der Welt und CEPAIM. Sie sind an der Reihe, „Informationen in einer Sprache zu geben, die sie verstehen, sie zu begleiten, sie zu beruhigen und zu fragen, ob etwas fehlt“, so Juan Miralles. Sie besuchen täglich die Siedlungen und Bauernhäuser. Es gibt immer noch Orte, in denen sie sich nicht bewusst sind, wie wichtig es ist, grundlegende Präventionsmassnahmen zu ergreifen, wie z.B. sich die Hände mit Seife zu waschen. Die Organisation, die ihre Türen für die Öffentlichkeit geschlossen hat, hält eine Wäscherei und fünf Duschen offen.

Die Organisationen haben auch einen Plan zur Einrichtung eines verlassenen Hotels unter der Kontrolle von „Ärzte der Welt“ ausgearbeitet, in dem mögliche positive Fälle isoliert werden sollen. Wenn sie schliesslich in Betrieb genommen wird, muss sie unter der Genehmigung der Gesundheitsbehörden stehen.

Diesen Freitag gab der andalusische Ombudsmann Jesús Maeztu eine Warnung heraus: Es sei „dringend“, dass sich die Verwaltungen des Staates, die andalusische Regierung und die Stadträte koordinieren, um die Deckung der Grundbedürfnisse in diesen Siedlungen zu gewährleisten. Die Eindämmungsmassnahmen „haben die prekären Bedingungen, unter denen diese Menschen leben, verschärft“, sagte der Ombudsmann und warnte: „[Die Massnahmen] sind unmöglich einzuhalten, wenn grundlegende Rechte wie der Zugang zu Wasser oder Nahrung nicht garantiert sind.

Unter dem Meer aus Plastik hat sich das Leben wenig verändert. Als das Coronavirus eintraf, war das Elend bereits da. Es gibt kein Licht, kein Wasser, wenig Essen und nachts ist es kalt, aber die Kinder gehen trotzdem mit dem Ball auf den Platz, während die Männer Dame spielen, sagt Araceli Fuentes: „Wir haben Glück: Es gibt Gott sei Dank noch immer keine Kranken. Aber wenn etwas passieren würde, dann wäre es gewaltig, denn sie stehen sehr nahe beieinander und sie gehen hinaus, sie sind nicht eingeschränkt“.

Wir brauchen Ihre Unterstützung für die weitere Berichterstattung

Wir befinden uns in einer gesundheitlichen und wirtschaftlichen Notlage voller Unsicherheiten. Es gibt viele Fragen und wir haben nicht immer die Antworten, aber das gesamte Team von eldiario.es arbeitet hart daran, Ihnen dabei zu helfen, zuverlässige Informationen zu finden und Sie durch diese schwierigen Zeiten zu begleiten. Unser Auftrag im öffentlichen Dienst war noch nie so bedeutsam wie jetzt. Und gleichzeitig war unsere wirtschaftliche Lage noch nie so fragil wie heute.

Wenn Ihre Umstände es Ihnen erlauben, unterstützen Sie uns bitte, indem Sie Mitglied von eldiario.es werden, damit wir weitermachen können.

Werden Sie Mitglied, werden Sie Partner

El confinamiento bajo el mar de plástico de Almería: „Les llevamos jabón, pero no tienen agua“, Eldiario vom 6.4.20

10.4.20 HOME

Datenschutzerklärung

Heidis Kabinett der Absurditäten – Kuh-Kolostrum gegen Corona?

31. März 2020
Kuh-Collostrum von SwissBioColostrum AG im chinesischen JD-Onlineshop.

Kuh-Collostrum von SwissBioColostrum AG im chinesischen JD-Onlineshop.

Mehr als zwei Jahre sind es her seit Heidi ihr Kabinett der Absurditäten gründete. Vieles hätte darin Platz. Vorgesehen war damals u.a. Kuh-, Ziegen- und Schaf-Kolostrum, welche von Alpin Cabin in einem Onlineshop für den chinesischen Markt angeboten werden. Heute sind Schweizer Produkte von Alpine Cabin auf verschiedenen chinesischen Plattformen zu finden. Die Vernehmlassung der Gewässerschutzverordnung mit den damals vorgeschlagenen hohen Anforderungswerten für Pestizide in Oberflächengewässern kam dazwischen und absorbierte viel Zeit. Danach ging das Kabinett in Vergessenheit

Die Kolostrum-Produkte werden von der SwissBioColostrum AG in Cham produziert und sind Bio Knospe zertifiziert. Im Jahre 2014 erhielt die Firma den Grand Prix Bio Suisse 2014, Preisgeld 10‘000 Franken, „als Anerkennung für die Förderung eines vergessenen Naturheilmittels“. Kolostrum wird gerne als gesunde Nahrungsergänzung für Menschen angepriesen, jedoch sind aus gutem Grund Werbeaussagen zur besonderen Wirkung von Kolostrum in der Europäischen Union nicht statthaft (Wikipedia).

Verkauf in China boomt dank Corona-Virus

Die Alpine Cabin Trading AG schreibt auf linkedin: „Unerwartet für Alpine Cabin hat die Epidemie zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach unseren Quradea-Colostrum-Produkten geführt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres stieg der Umsatz um das Vierfache! Und es wären noch mehr Einheiten verkauft worden, aber leider hat die enorme Nachfrage unser Lager geleert … Lieferungen aus der Schweiz sind derzeit nicht möglich.“

Kolostrum gehört dem Kalb!

Die SwissBioColostrum AG schrieb 2018 auf der Homepage: „… Trinkt ein Kalb nach der Geburt 2-3 Liter Colostrum, so können noch immer 5-8 Liter der ersten zwei Melkungen mit bestem Gewissen für weiteren Gebrauch abgezweigt werden.“ Diese Aussage bestätigte die SwissBioColostrum AG in ihrem Mail vom 8.1.18 und sie ist auch in der Dokumentation Colostrum – Einsatz und Wirkung der SwissBioColostrum AG zu finden (heruntergeladen am 30.3.20)

Der Tierarzt Christoph Notz vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL schrieb im Artikel Kälberdurchfall: Früh erkennen und sofort handeln, Bioaktuell 9/2015: «Je mehr (Kolostrum), desto besser.» Genauso lauten alle übrigen Empfehlungen, die Heidi im In- und Ausland gefunden hat. Als untere Grenze wird meist 4,5 Liter angegeben. Die UFA-Beratung schreibt: „Empfohlen werden mindestens 10% des Körpergewichtes innert der ersten zwölf Lebensstunden. Bei 45 kg Lebendgewicht sind dies schon 4,5 l. Mit einem Kolostrometer kann die Biestmilch auf den Abwehrstoffgehalt überprüft werden. Stimmt die Qualität bei einem Tier nicht, sollte das betroffene Kalb mit eingefrorenem Kolostrum von einer anderen Kuh mit genügend Abwehrstoffen getränkt werden.“

Vorbeugen ist besser als heilen!

Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), Factsheet Antibiotikaresistenzen

Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), Factsheet Antibiotikaresistenzen

Wenn ein Kalb zu wenig Kolostrum erhält, besteht die Gefahr, dass es krank wird und Antibiotika eingesetzt werden müssen, was Resistenzen fördert. Die Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) des Bundes hat zum Ziel, die Wirksamkeit von Antibiotika für Mensch und Tier langfristig zu erhalten. Ein zentraler Ansatz dazu ist, Vorkehrungen zu treffen, um Krankheiten zu verhindern.

Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin ist zwar rückläufig, aber es werden immer noch Reserveantibiotika eingesetzt, die gemäss Experten der Humanmedizin vorbehalten werden sollten – als letzte Hoffnung zum Retten von Menschenleben. Und Antibiotika dürfen immer noch prophylaktisch eingesetzt werden, ausser im Biolandbau; es braucht lediglich die Unterschrift des Tierarztes!

Antibiotikaresistenzen entstehen in der Veterinär- und Humanmedizin. Sie verlängern die Behandlung von bakteriellen Infektionen oder verunmöglichen sie sogar. 2015 erkrankten in der Schweiz über 7’000 Personen an resistenten Keimen, 276 Person starben und die mit der Krankheit gelebte und durch vorzeitigen Tod verlorene Lebenszeit (disability-adjusted life years/DALY) betrug über 7’000 Jahre.

Für den Menschen besteht kein wissenschaftlich nachgewiesener Nutzen von Kolostrum. Glauben macht seelig, kann tödlich sein und wirkt manchmal durch den Placebo-Effekt!

Kuh-Colostrum im JD-Onlineshop: Schauen Sie sich auch das Video an!

瑞士木屋 QuraDea 凯瑞缇瑞士牛初乳粉胶囊120粒进口免疫球蛋白牛初乳适合儿童婴幼儿

Onlineshop „Alpine Cabin“ mit weiteren Schweizer Markenprodukten

Alpine Cabin

Strategie Antibiotikaresistenzen im Veterinärbereich (StAR)

ZOBA – Zentrum für Zoonosen, bakterielle Tierkrankheiten und Antibiotikaresistenz

Schweizerische Zentrum für Antibiotikaresistenzen (Anresis)

Attributable deaths and disability-adjusted life-years caused by infections with antibiotic-resistant bacteria in Switzerland. The Lancet, Januar 2019

Federal Office of Public Health and Federal Food Safety and Veterinary Office. Swiss Antibiotic Resistance Report 2018. Usage of Antibiotics and Occurrence of Antibiotic Resistance in Bacteria from Humans and Animals in Switzerland. November 2018. FOPH publication number: 2018-OEG-87.

Heidis Kabinett der Absurditäten – Welthandel tötet Palmen an der Côte d’Azur. Heidis Mist vom 27.1.18

31.3.20 HOME

Datenschutzerklärung

Neues Zootier: Gemeiner Nimmmich

27. März 2020

NaNa:

Optopus Inhiatus Protenus

Deutsch: Wohl-lockiges Schnäppchen
im Volksmund: Gemeiner Nimmmich
Italienisch: Pigliata d’Avaraccio Meravigliosa
gehört zur Ordnung Marketingia, Familie Consumidae

Merkmale: grosse Augen, attraktives Fell (einzigartige prozentförmige Haare), wird oft von Strahlenkranz umgeben gesichtet.
Behält auch adult runde Formen (Jööö!).

Habitat: TV, Flyer, Plakate, Webseiten-Shops, Schaufenster, Warengestelle
Typischer Ruf:
‚Nimmmich, nimmmich, nimmmich‘!
Beliebtes Jagdobjekt (→ Schnäppchenjägerei), cave! Suchtpotential
Geschlecht wechselnd, Vermehrung über Nacht
Ernährung: Bares, Debit- und Kredit-Karten

Nahe verwandt mit OPTOPUS INHIATUS MAXIMUS, Lockiges Riesen-Schnäppchen, das sich meistens in Hecken versteckt (→ Hedge-Funds)

27.3.20 HOME

Datenschutzerklärung

Stop Palmöl: Unterschriftensammlung auf WE COLLECT

13. März 2020

Das Corona-Virus macht es schwierig, die Unterschriften für das Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien zu sammeln und beglaubigen zu lassen. Der Bundesrat will die Sammelfrist nicht verlängern. Daher helfen Sie mit! Neu können Sie das ganz einfach über WE COLLECT erledigen. Zur Erinnerung nochmals das Wichtigste:

Palmöl wird in Monokulturen mit Kinder- und Zwangsarbeit und unter Einsatz von giftigen Pestiziden angebaut. Riesige Flächen des artenreichen Regenwaldes werden dafür zerstört, Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Indigene von ihrem Land vertrieben. Es gibt kein nachhaltiges Palmöl!

Wie unterschreiben?

Unterzeichnen Sie das Referenden direkt auf der Webseite. Mitmachen ist einfach!

Corona behindert die Unterschriftensammlung für Stop Palmöl

11. März 2020

Am 9.3.20 fand im Nationalrat die Fragestunde statt. Fast jede fünfte Frage, die der Bundesrat beantworten musste, drehte sich um das Thema Corona-Virus. So auch jene des Zürcher EVP-Nationalrats Nik Gugger. Er machte darauf aufmerksam, dass es wegen des Coronavirus derzeit schwieriger sei, Unterschriften für Volksinitiativen und Referenden zu sammeln. Er fordert deshalb die Verlängerung der Sammelfristen.

Die meisten Veranstaltungen wurden abgesagt. Es gibt also wenige Gelegenheiten zum Sammeln von Unterschriften. Hinzu kommt, dass die Verifizierung der Unterschriften bei den Gemeinden wegen Mehrarbeit und Krankheitsausfällen durch Corona länger dauern kann. Doch der Bundesrat kennt keine Gnade. Hier seine Antwort:

Was können Sie für Stop Palmöl tun?

Schon viele Unterschriften sind für das Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien zusammengekommen, doch es braucht noch einen Endspurt. Helfen Sie mit!

Der Unterschriftenbogen ist vollständig oder teilweise ausgefüllt möglichst zurückzusenden bis 20. März 2020, allerspätestens aber bis 30. März 2020 an das Referendumskomitee: STOP Huile de Palme d’Indonésie, Postfach 171, 1242 Satigny, das für die Stimmrechtsbescheinigung besorgt sein wird.

Es pressiert, denn die Unterschriften müssen am 9. April 2020 eingereicht werden!

 

Stop Palmöl: REFERENDUM GEGEN DAS FREIHANDELSABKOMMEN MIT INDONESIEN

Corona? Pestizide? Der Apotheker zu Mals weiss Rat!

29. Februar 2020
Atemschutzmasken schnell und einfach selbst gemacht.

Atemschutzmasken schnell und einfach selbst gemacht.

Sie möchten Atemschutzmasken kaufen, aber diese sind ausverkauft? Kein Problem! Johannes Fragner-Unterpertinger, Apotheker in Mals im Südtirol weiss Rat. Sein Video Atemschutzmasken schnell und einfach selbst gemacht ging viral. Text zum Video:

„In diesem hausgemachten Handy-Video zeige ich, wie man sich eine funktionelle Atemschutzmaske selber basteln kann. Wenige Handgriffe genügen und schon hat man sich eine Einweg-Maske selber gebastelt. HINTERGRUND: Im Moment sind wegen der Situation rund um die Corona-Virus-Erkrankung [COVID-19, siehe WHO, durch den Erreger SARS-CoV-2] sämtliche Atemschutzmasken vergriffen. Nun lässt sich über die Präventiv-Qualität einer Atemschutzmaske streiten, keine Frage. Benötigt jemand aber zur eigenen Beruhigung oder einfach nur als Teil einer generellen Vorsichts-Massnahme eine Atemschutzmaske, so bietet es sich an, eine Einweg-Maske ganz einfach selber herzustellen. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um eine FFP1-, FFP2- oder FFP3-konforme Atemschutzmaske, aber den Nutzen, beim eigenen Niesen und Husten die Tröpfchen nicht in die Umgebung zu schleudern, ist durchwegs gegeben.

Herzlichst euer Johannes aus Mals“

Pestizide: Der Malser Weg

Die Basler Fasnacht ist abgesagt, die Berner auch. Viele Fasnachtsanlässe sind abgesagt, Sportveranstaltungen sind abgesagt, Konzerte auch. Viele Veranstaltungen finden nicht statt wegen des Corona-Virus. Was tun? Sicherheitshalber zuhause bleiben! Heidi hat einen Vorschlag: Lesen Sie doch einmal ausführlich über den Malser Weg. Das ist mehr als einfach die pestizidfreie Gemeinde Mals. Stöbern Sie in diesen Internetseiten und entdecken Sie u.a. das Manifest der 51 Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Biologen und Apotheker aus dem Oberen Vinschgau vom 30.7.13, das am Anfang der Bewegung für ein pestizidfreies Mals stand.

Darin steht u.a.: Es muss für alle das uralte Rechtsprinzip gelten: „Die Freiheit des Einzelnen hat ihre Grenzen am Recht des Nächsten.“ Und das Recht des Nächsten auf Unversehrtheit von Luft, Wasser und Boden und auf die Unversehrtheit seiner Gesundheit wird durch chemisch-synthetische Spritzmittel gefährdet und durch die Abdrift sogar massiv verletzt.

Auch angefügt sind einige der „gefährlichsten“ Pestizide (mit Angabe der schädlichen Wirkung), die u.a. auch im sogenannten „integrierten“ Obstbau im Vinschgau ausgebracht werden: Captan, Chlorpyrifos, Glyphosat, Difenoconazol, Fluazinam, Dithianon. Diese Mittel sind alle in der Schweiz erlaubt.

Rundschreiben von Johannes Fragner-Unterpertinger

Jede Woche verfasst Johannes Fragner-Unterpertinger einen „Wochen-Rück-, Aus- und Vorblick & zur allgemeinen Info rund um Der Malser Weg„. Dieser kann als Video auf youtube angeschaut und als Mail bezogen werden: info@der-malser-weg.com.

Mundschutz einfach selbst gemacht. Rai, Tagesschau vom 26.2.20

So baut man eine Schutzmaske. Tageszeitung online vom 27.2.20

29.2.20 HOME

Datenschutzerklärung

 


%d Bloggern gefällt das: