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WEF: Das erste CUMINAIVEL ist da!

16. Januar 2018
Jubiläum: 30 Jahre Fichenaffäre!

Jubiläum: 30 Jahre Fichenaffäre!

Auf Heidis Alp hat man sie schon gehört: Flugzeuge und Helikopter der Schweizer Armee im Einsatz für das World Economic Forum (WEF). Armee und Polizei informieren jeweils über das Geschehen rund um das WEF. Soeben ist ihr erstes Informationsbulletin eingetroffen, das CUMINAIVEL. Heidi hat diesen interessanten Newsletter abonniert; Jahr für Jahr landet er zuverlässig in ihrer Mailbox.

Drei Themen wurden aufgegriffen:

Die 7 Regeln im Cyber-Raum

Sofort angezogen fühlte sich Heidi vom Titel Cyber-Impfung. Hier die Empfehlungen der Armee:

„Die Cyber-Bedrohung ist allgegenwärtig und kann jeden treffen. Auch Sie. Sowohl im Dienst als auch privat. Doch mittels Einhaltung von 7 einfachen Regeln, einer Art Cyber-Impfung, können Sie sich wirksam schützen.“ Weitere Informationen, Videos und ein Faltblatt bietet die Armee unter Cyber Defence an.

„Kaum ein anderer Ort der Umgebung ist zu dieser Zeit mit derart gutem Handy-Empfang und Anbietern von Gratis-WLAN gesegnet. Zu dieser Zeit steigt ja bekanntlich der Bedarf der vielen hochkarätigen Kunden. Entsprechend gross ist für interessierte Gruppierungen aber auch die Versuchung, sich Zugang zu den hochsensiblen Daten der Würdenträger zu verschaffen…

  • Äusserungen in sozialen Medien sind immer als öffentlich anzusehen.
  • Niemals fremde oder private USB-Geräte an Systeme der Armee oder der Verwaltung anschliessen.
  • Öffentliche Hotspots können schädlich sein. Ein Hotspot Ihres eigenen Handys ist sicherer.
  • WLAN, Bluetooth, GPS, NFC, etc. sind deaktiviert, ausser sie werden bewusst benötigt.
  • Handys, Uhren und Notebooks sind potenzielle Wanzen. Vor vertraulichen oder geheimen Gesprächen diese Geräte wegschliessen.
  • Keine Mitteilungen/Anhänge/Links unerwarteter Herkunft öffnen. Kontaktieren Sie bei Verdacht den Absender telefonisch.
  • Trennen Sie bei Verdacht auf Malware-Infektion schnellstmöglich die Netzverbindung, lassen Sie das Gerät laufen und melde Sie Ihren Verdacht der Hotline und Ihrem Vorgesetzten.“

30 Jahre Fichenaffäre

Wikipedia zum Fichenskandal: „Der sogenannte Fichenskandal (auch Fichenaffäre) ist ein Skandal der neueren Schweizer Geschichte in der Endphase des Kalten Krieges. Davon abgeleitet hat sich in der Schweiz das Wort «Fichenstaat» als Umschreibung für einen «Schnüffelstaat» gebildet. Etwa 900’000 Staatsschutz-Fichen wurden zwischen 1900 und 1990 angelegt, sie befinden sich heute im Bundesarchiv.“

Die Zeiten haben sich geändert. Heute fichiert sich fast jeder selbst! Und die Behörden sind nicht minder aktiv in diesem Geschäft.

Die Schweizer Armee am WEF

Auch 2018 unterstützt die Armee die zivilen Behörden des Kantons Graubünden bei deren Sicherheitsaufgaben rund um das Jahrestreffen des World Economic Forums (WEF). Der Assistenzdienst von maximal 5000 Armeeangehörigen wurde vom Parlament für die Jahrestreffen des WEF 2016 bis 2018 bewilligt. 2018 dauert dieser vom 19. bis am 29. Januar.

Tipps zur Grippeprävention. Quelle: CUMINAIVEL vom 15.1.16.

Tipps zur Grippeprävention. Quelle: CUMINAIVEL vom 15.1.16.

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Wasser, WEF und 1:99 – 48:52

19. Januar 2015
Pressefreiheit weltweit 2014, Reporter ohne Grenzen. Mit welchen Ländern will die Schweiz Handel betreiben bzw. am WEF Gespräche führen? Denkanstoss an den Bundesrat, der fast völlständig in Davos sein wird. Nur Ueli Maurer "vielleicht" nicht.

Pressefreiheit weltweit 2014, Reporter ohne Grenzen. Mit welchen Ländern will die Schweiz Handel betreiben bzw. am WEF Gespräche führen? Denkanstoss an den Bundesrat, der fast völlständig in Davos sein wird. Nur Ueli Maurer „vielleicht“ nicht.

Es steht im Weltrisiko-Bericht des Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum – WEF): Die Gefahr von Wasserkrisen ist heute jene Gefahr, welche die gravierendsten Auswirkungen hat. The Global Risks report 2015 ist eine Studie, an welcher über 900 Experten gearbeitet haben. Weitere Informationen auf Deutsch Wasserkrisen sind die Risiken mit den gravierendsten Auswirkungen…, Lebensraum Wasser, 19.1.15.

Wie werden Politik und Wirtschaft reagieren? Was wird in Davos am WEF 2015 offiziell und hinter geschlossenen Türen verhandelt? Eines ist sicher, das Geschäft mit dem Wasser geht weiter:

Der Einfluss der Reichen steigt:
1% der Weltbevölkerung besitzt 48% des Weltvermögens

„.. Bereits im Jahr 2016 wird nur 1 Prozent der Bevölkerung mehr Vermögen besitzen, als der Rest der Welt zusammengenommen…“, das meldet Oxfam zur Eröffnung des WEF.

„Die Akkumulation von Vermögen und Reichtum in den Händen von wenigen führt dazu, dass eine kleine Elite an Einfluss gewinnt und so Politik, Regeln und Gesetze zu ihren Gunsten und nicht nach den Bedürfnissen der Allgemeinheit gestaltet werden. In diesem Jahr ist Winnie Byanyima, Geschäftsführerin von Oxfam International, als Co-Vorsitzende in Davos, um genau das zu thematisieren.“

Where do the wealthiest 1% live?, BBC vom 25.1.15. Die Schweiz ist auf dem 10. Platz!

WEF-Grusswort der Schweizer Bundespräsidentin, Finanz und Wirtschaft vom 21.1.15

Website des WEF-Ausschusses der Bündner Regierung

Sicherheitsmassnahmen am WEF nach Terroranschlägen verstärkt, Südostschweiz vom 19.1.15

20.1.15 HOME
 

Wasserbotschafter Ernst Bromeis zu Fuss an der Loreley vorbei

9. August 2014
Es ist nicht die Angst, dem Charme der Loreley zu verfallen, die Ernst Bromeis dazu bewegt hat, das UNESCO Welterbe Loreley zu Fuss zu passieren, sondern noch einmal ein Schwimmverbot: Er musste 28 Kilometer zu Fuss zurücklegen.

Es ist nicht die Angst, dem Charme der Loreley zu verfallen, die Ernst Bromeis dazu bewegt hat, das UNESCO Welterbe Loreley zu Fuss zu passieren, sondern noch einmal ein Schwimmverbot: Er musste 28 Kilometer zu Fuss zurücklegen.

Schwimmend unterwegs von der Quelle des Rheins bis zur Mündung in die Nordsee hat Ernst Bromeis jetzt zwei Drittel der Strecke gemeistert. Er wirbt mit seiner Expedition für den nachhaltigen Umgang mit dem Lebenselement Wasser und das Menschenrecht auf freien Zugang zu sauberem Wasser.

Schwierigkeiten bereitete Bromeis zuerst die extreme Kälte und dann das Hochwasser, welches ihn für sechs Tage in Iffezheim bei Baden-Baden blockierte. Der Pegel stieg weiter, mit der Aufhebung des Schwimmverbots innert nützlicher Frist war nicht zu rechnen. Also überwand Bromeis die kritische Strecke von 65 Kilometern bis Germersheim, der Stadt des Flieders und der Nachtigall, zu Fuss, zeitweise reichte das Wasser auf den Wegen bis zu den Knöcheln.

Seither kämpft er nun mit dem durch das Hochwasser und den Schiffsverkehr sehr unruhigen Rhein. „Neben einem über 100 Meter langen Kahn zu schwimmen ist wie in einem Schüttelbecher,“ fasste Bromeis seine Erfahrungen mit den Schwerlastschiffen am Mittwoch vor den deutschen Medien in Mainz zusammen. „Die mächtigen Bugwellen und die starken Motoren wühlen den Rhein enorm auf. Schon kleine Boote werden da hin und her geworfen – als Schwimmer fühlt man sich wie ein Tischtennis-Ball.“

Zum Team von Bromeis gehört die holländische Künstlerin Dorothee Meddens. Sie dreht einen Experimentalfilm über den Rhein, seinen Wasserzyklus und seine Menschen mit dem Titel Hier fliesst der Fluss. Die Expedition 2014 von Ernst Bromeis wird wie ein roter Faden durch ihr Werk führen. „Ernst hat eine Hassliebe zu meiner Kamera“, umschreibt Meddens die wochenlange Zusammenarbeit. „Als Medienprofi kennt er die Kraft bewegter Bilder und die Bedürfnisse von mir als Filmerin. Im Wasser ist er aber dermassen auf sich und seine Bewegungen fokussiert, dass meine Präsenz ihn manchmal stört. Das spüre ich dann deutlich.“

Das Team des Davosers besteht nur aus einer Handvoll Leute. Bromeis: „Ich orientiere mich am klassischen Alpinstil im Alpinismus: Keine Träger, keine Spurmannschaften und so wenig Hilfsmittel wie möglich. Zwischenstrecken, welche ich nicht schwimmen darf, gehe ich konsequent zu Fuss. Unsere Expedition bewegt sich leise, wir haben keinen festen Zeitplan, insgesamt nur drei Medientermine und konzentrieren uns alle voll auf meine Bedürfnisse als Athlet.“ Dennoch will Bromeis Aufsehen erregen: „Meine Schwimm-Expeditionen schaffen die Öffentlichkeit, die ich brauche, um als Wasserbotschafter gehört zu werden.“

Gestern musste einmal mehr das Begleitboot repariert werden, doch heute Samstag ging’s weiter im Rhein Richtung Nordsee. Zu den allgegenwärtigen Frachtschiffen kommen am Wochenende noch Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe und punktuell auch Freizeitboote und Jetskis.

Wasserbotschafter Bromeis zügig unterwegs

Wasserbotschafter Ernst Bromeis startet zur „Expedition 2014“

9.8.14 HOME

 

Wo eine Strasse ist, fahren auch Autos

5. November 2011
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Gut erschlossenes ehemaliges Landwirtschaftsgebäude unmittelbar neben der Staffelalp bei Davos am Wanderweg

Die Eroberung der Alpen nimmt ihren Lauf. Autogerechte Strassen führen in luftige Höhen, wo dann neue Paradiese entstehen. Helikopter kreisen stundenlang ohne ersichtlichen Grund. Von der „Stilli“, wie das Gebiet am Seehofwald in Davos heisst, dröhnt Baulärm in die Höhe, und es drehen sich die Kräne. Auf dem Weissfluhjoch sind die Schneekanonen einsatzbereit, angeschlossen ans Wassernetz, getestet (Schneekanonen drohen Alpen auszutrocknen, Spiegel online; Künstliche Beschneiung im Alpenraum, CIPRA). Die Rotoren drehen sich langsam, angetrieben durch den sanften Bergwind, während im Tal die Bauern am Güllen und Misten sind.

Am 27.11.11 stimmen die EinwohnerInnen von Klosters-Serneus über das Projekt zur regionalen Entwicklung ab, über die 3,5 Meter breite Strasse mit Stützmauern, siehe Vom Weg zur Panoramastrasse. In der Klosterser Zeitung vom 4.11.11 spinnt eine Leserbriefschreiberin den Faden weiter. Sie erklärt, den StimmbürgerInnen, warum zwischen dem Panoramaweg und einem Staudamm im Vereinatal ein Zusammenhang besteht: „… Gäbe es an einem Südhang solche Erschliessungen, würde es vermutlich von der Bundesebene her zur alternativen Energieerzeugung bestimmt, bzw. subventioniert …“. Das dazugehörige Pumpspeicherwerk wäre dann in der Vereina. Diese abschreckende Idee ist vielleicht ein bisschen weit her geholt.

Aber Wachstum verpflichtet! Und wo Geld fliesst, da ist der Klimawandel kein Thema

6.11.11 HOME

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Eigentumswohnungen, Hotels, bauen ohne Ende, keine Ruhe in der "Stilli" am Davosersee

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Schneekanone, Schneekanone, Schneekanone ... bis zum Weissfluhjoch

Orientierungshilfe für Touristen

23. Dezember 2010
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Misthaufen bei Maienfeld für die Touristen?

Der Höhepunkt der Winter-Tourismus-Saison 2010/11 steht in Graubünden, der Schweizer Ferienregion Nr. 1, bevor. Jetzt sagen Eingeweihte den Touristen: „Wenn Sie Misthaufen im Feld sehen, dann sind Sie in Graubünden angelangt.“ Die Zusammenarbeit zwischen Bauern und Tourismus im Bereich Hofdünger klappt bestens, was nicht selbstverständlich ist. Die Bauern errichten jeweils für Touristen, die mit der SBB oder RhB anreisen, Orientierungshilfen. Im Moment sind die Misthaufen noch relativ klein, werden erfahrungsgemäss und saisonbedingt aber im Laufe des Winters wachsen; Heidi hat sie daher erst teilweise dokumentiert. Auch für die Reisenden nach Davos und ins Engadin wird gesorgt: Spaziergänger erzählen, dass ein Bauer am 20. Dezember 2010 den neuen Misthaufen nach Malans Richtung Chlus verlängert hat. Touristen, die regelmässig gen Prättigau fahren, haben den alten, mehr oder weniger gedeckten Haufen im letzten Winter schon gesehen.

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neuer Misthaufen nach Malans Richtung Chlus

Ob die Aktion der Bündner Bauern ganz selbstlos ist, weiss Heidi nicht. Vielleicht haben sie zu kleine oder gar keine Mistlager? Ein Bündner Bergbauer hat Heidi erzählt, dass er das Mistlager seines neuen Stalls nach dem ersten Winter verlängert habe, da es zu klein geplant worden sei. Und ein Düngeberater aus einem Westschweizer Kanton meint, dass die Mistgruben oft schon immer zu klein waren und das Problem mit zunehmender Tierzahl steige. Zudem würde die Grösse der Mistgruben bei der Stallplanung im Rahmen von Investitionskrediten immer wieder zu klein bemessen. In seinem Kanton gibt es auch Verstösse, aber sie werden regelmässig angezeigt und geahndet. „Le non-respect de la réglementation par les agriculteurs est d’autre part encore plus scandaleux si l’on pense qu’ils touchent des paiements directs.“ Statt das Problem zu lösen, gefährden die Bauern und die „toleranten“ Ämter im Kanton Graubünden das Grundwasser, das „weiter unten“, als Trinkwasser genutzt wird. Hut ab vor dem Bergbauer, der sein Problem gelöst hat!

Zur Erinnerung: Zum Schutze der Gewässer und des Grundwassers sollte Mist im Feld nur kurze Zeit vor dem Verteilen lagern oder maximal sechs Wochen gedeckt. Mist ist ein stickstoffhaltiger Dünger, der nur auf Wiesen und Felder verteilt werden darf, wenn die Pflanzen ihn aufnehmen können, also nicht im Winter. Mist muss auf einer dichten, mit einem Randabschluss versehenen Betonplatte gelagert werden, von der das Mistwasser in die Vor- oder Güllengrube abfliessen kann.

Der Tourismus in den Alpen zerstört sich selbst, lesenswertes Referat auf http://www.schulnote.de für bessere Hausaufgaben und Referate

23.12.10    HOME

Was haben Olympische Spiele mit Gülle und Mist zu tun?

18. November 2010

 

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Foto aus dem Inserat des Verkehrsvereins Graubünden 1997 in der Weltwoche

Olympische Winterspiele in der Schweiz? Jetzt kann wieder spekuliert werden! Hoffen auf Geld für den Tourismus, für Infrastrukturen, für ALLE. Was den einen ein Segen, ist den andern ein Fluch. Unser Sportminister, Ueli Maurer, sagte im heute publizierten NZZ-Interview: „… wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir weisse Spiele offerieren, wir müssen zurück in die Berge. Das bedeutet vermutlich, dass etablierte Tourismusorte mit einer guten Infrastruktur wie zum Beispiel Davos und St. Moritz die besten Karten hätten…“ Weil Davos grosse Erfahrung hat mit dem Kassieren von Geldern für die Sicherheit (WEF) und Sicherheit auch bei Sport-Grossveranstaltungen viel Geld kostet, liegt Ueli Maurer Gold-richtig. Ein weiterer Punkt spricht für Graubünden, nämlich die grosse Erfahrung in der Pflege der Pisten. Heidi hat von einem Kollegen ein Inserat des Verkehrsvereins Graubünden erhalten, das am 27. September 1997 in der Weltwoche erschienen ist. Darin wird wie folgt für die Wintersaison geworben:

In Graubünden werden jetzt die Pisten für Sie präpariert. Damit Sie winters genüsslich unsere Buckel runterrutschen können, hegen und pflegen wir Bündner unsere schrägsten Skihänge und Schlittelmatten das ganze Jahr über nach bewährter und urrätischer Art. Und weil uns diese Aufgabe das Beste abverlangt, geben wir unseren Pisten im Herbst den letzten Schliff mit einem Wundermittel, das zwar nicht ganz geruchsfrei, dafür aber 100% biologisch und genauso abbaubar ist. Dampft dann der Mist an unseren Hängen, tut die Natur den Rest und schafft in Graubünden über Nacht die besten Bedingungen für alle möglichen und unmöglichen Wintersportarten. Das macht viele unserer Gäste so verrückt, dass sie bis in den Frühling hinein auf unseren tief verschneiten Kuhweiden herumtoben wie junge Kälber auf Skiern, Snowboards oder neuerdings wieder öfters auf klassischen Hornschlitten…“

Ein vierter Punkt, der für Graubünden spricht: die reichlich vorhandene Gülle. Den Werbetextern mag man es verzeihen, dass sie Gülle (Bild) mit Mist (Text) verwechseln. Die Bauern tun es aber auch, bringen Gülle auf der Höhe der Skipisten aus, wo doch Mist die Wiesen besser pflegen würde.

18.11.10   HOME

Die neue Feld-Misthaufen-Saison hat begonnen

1. Oktober 2010

 

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ein kleiner Misthaufen in einer Maienfelder Weide

In Maienfeld und Malans liegen bereits die ersten neuen ungedeckten Misthaufen im Feld, seit etwa zwei Wochen. Heidi wird sie demnächst fotografieren. Wann beginnt für sie die nächste Vegetationsperiode? Bei Wintereinbruch 2010 oder 2011? Die Gefahr der Grundwasserverschmutzung mit Nitrat ist gross, aber die nicht bundeskonforme Weisung für Gewässerschutz in der Landwirtschaft GR toleriert dies offiziell. Wer kriecht schon unter den Miststock und schaut nach, ob Sickerwasser abfliesst oder wer kann beweisen, dass Mistsickerwasser ins Grundwasser gelangt? Ich schreibe das nicht zum erstenmal, aber vielleicht höhlt der bekannte Tropfen mit der Zeit den Stein.

 

In der GR Weisung heisst es, dass der Mist in der folgenden Vegetationsperiode ausgebracht werden muss. Wann ist das genau? Das Landwirtschaftsamt Chur präzisiert hiezu, dass der Mist vor dem Winter verteilt werden muss. Der Winteranfang sei vom Wetter abhängig und nicht von einem Datum. Der Winter beginne mit dem Schneefall und/oder gefrorenem Boden. Wenn dies nachgewiesen werden könne, seien Massnahmen angezeigt. Heidi meint: „Dann ist es zu spät, weil stickstoffhaltige Dünger nur ausgebracht werden dürfen, wenn der Boden weder wassergesättigt, gefroren noch schneebedeckt ist.“ Für die zwei Misthaufen Wiedersehn mit dem kleinen Misthaufen und Schonfrist abgelaufen sieht man in Chur noch keinen Handlungsbedarf.

Heidi ist jetzt noch mehr verunsichert, denn Schnee fällt manchmal schon im Oktober. Ein Davoser Sprichwort lautet: „In Davos fällt jeden Monat mindestens einmal Schnee, ausser im Dezember, Januar und Februar.“

1.10.10   HOME

 


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