Posts Tagged ‘Düngen’

Keine Siloballen auf Pufferstreifen an Hecken!

19. Oktober 2014
Alle Jahre wieder: Illegales Lagern von Siloballen auf dem Pufferstreifen neben einer Hecke oberhalb Trimmis GR, Foto 18.10.14...

Alle Jahre wieder: Illegales Lagern von Siloballen auf dem Pufferstreifen neben einer Hecke oberhalb Trimmis GR, Foto 18.10.14…

Immer wieder dasselbe Bild: Siloballen auf Pufferstreifen. Heidi geht davon aus, dass die Bauern sehr wohl wissen, dass dies verboten ist. Pufferstreifen sind für einen Teil der Bauern lästige Randstücke mit Auflagen, in diesem Fall gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung Anhang 2.5 und 2.6. Drei Meter breite Streifen entlang von Hecken dürfen weder gedüngt, noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, damit diese Stoffe nicht aus dem Kulturland (oder defekten Siloballen) in die Hecken gelangen. Diese Vorschrift ist auch wichtig für die Artenvielfalt, dienen doch solche extensiv bewirtschafteten Flächen Wildpflanzen und -tieren sowie Nützlingen als Lebensraum.

Bauern, welche Direktzahlungen beziehen, müssen den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erfüllen. Das heisst konkret: Der Pufferstreifen muss mit Gras oder Kräutern bewachsen sein. Pufferstreifen-Vergehen sieht Heidi häufig, denn allfällige Bussen sind klein. Offensichtlich sind die Behörden blind. Der Vollzug funktioniert nicht; die Kantone wären dafür verantwortlich. Die Direktzahlungen fliessen trotzdem grosszügig.

Ein guter Kenner der Bündner Landwirtschaft sagte Heidi kürzlich: „In Graubünden bewegt sich nichts!“ Das stimmt nicht ganz, denn wenn es um mehr Direktzahlungen geht, etwa die neuen Landschaftsqualitätsbeiträge, dann handeln die Behörden sehr schnell.

... Siloballen auf dem Pufferstreifen neben einer Hecke oberhalb Trimmis am 16.1.11.

… Siloballen auf dem Pufferstreifen neben einer Hecke oberhalb Trimmis am 16.1.11.

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Fehlender Pufferstreifen am Auenwald

12. Juli 2012

Der Übergang von Wald zu Feld und Wiese ist eines der wertvollsten Biotope. Deshalb ist ein 3 m breiter Pufferstreifen entlang des Waldes vorgeschrieben. Dieser darf nicht gedüngt werden, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist verboten, auch dürfen hier keine Siloballen gelagert werden. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist gross, sofern die Gesetzte beachtet werden.

Nachtrag 21.7.12: Ein Fachmann schreibt Heidi: „Deine Beobachtungen am Waldrand sind ein schwerer Verstoss gegen das Gesetz und den ÖLN.“ Der ÖLN oder Ökologische Leistungsnachweis ist Voraussetzung für den Bezug von Direktzahlungen.

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Bezieht dieser Bauer Direktzahlungen? Die Wahrscheinlichkeit ist gross, da für 97% der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche DZ-Steuergelder ausbezahlt werden. Wenn also JA zutrifft, dann müsste hier eine 3 m breite Grün- oder Streuefläche sein, ein Pufferstreifen zum Schutze des Auenwalds am Rhein bei Haldenstein.

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Auch wenn der Bauer keine Direktzahlungen beziehen sollte, dann dürfte er den Pufferstreifen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandeln. Der kahle Feldrand und der unkrautfreie Pufferstreifen weisen darauf hin, dass der Bauer widerrechtlich Unkrautvertilgungsmittel gespritzt hat.

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Die Fahrspur entlang des Auenwalds deutet auf eine Pflanzenschutzbehandlung hin. Dieses Jahr sind Pilzkrankheiten ein grosses Problem. Weil das Mikroklima am Waldrand feuchter ist, wäre deshalb in einem ungespritzten Pufferstreifen Pilzebefall zu erwarten. Doch davon keine Spur. Deshalb vermutet Heidi, dass im Pufferstreifen rechtswidrig auch Fungizide eingesetzt wurden.

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Gleicher Acker am 20.8.10, überbelichtetes Foto. Gemistet bis an den Waldrand. Gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung und Direktzahlungsverordnung darf im 3 m breiten Pufferstreifen am Waldrand auch nicht gedüngt werden. Jahr für Jahr wird hier (nicht nur hier!), von der Bahn aus gut sichtbar, gegen die Gesetzte verstossen, ohne dass dies irgend jemanden stört, ausser Heidi natürlich.

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Grundwasser: wichtigste Trinkwasserquelle

4. Juni 2010

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Brunnen am Bahnhof Maienfeld

In der Schweiz werden mehr als 80 Prozent des Trink- und Brauchwassers aus dem Grundwasser genommen. Daher ist es wichtig, dieses wertvolle Kapital zu schützen. In der Gegend von Maienfeld liegt der Nitratgehalt zwischen 10 und 25 mg/l, er ist also noch unter dem Maximalwert von 25 mg/l gemäss Gewässerschutz-Verordnung (GSchV). Trotzdem erstaunt dieser relativ hohe Wert, wenn man bedenkt, dass ein grosser Teil des Wassers direkt aus den Bergen und Wäldern des Kantons Graubünden stammt, das nur wenig Nitrat enthält. Höhere Belastungen sind auf menschlichen Einfluss zurückzuführen, vor allem auf intensive Landwirtschaft. Im Jahr 2009 lag die Nitrat-Konzentration in der Gegend von Landquart sogar über dem Anforderungswert der GSchV von 25 mg/l. Eine gute landwirtschaftliche Praxis ist daher unabdingbar, das heisst bedarfsgerechtes Düngen, Düngen zur richtigen Zeit (keinesfalls im Winter), sorgfältiger Umgang mit Hofdüngern (keine Mistlager im Feld) und keine brachliegende Flächen im Winter. Diesbezüglich besteht  in der Bündner Herrschaft grosser Handlungsbedarf.

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click für grosse Grafik Nitratbelastung Schweiz

Ergebnisse der Grundwasserbeobachtung Schweiz (NAQUA)

Grundwasser konsequent schützen

Nitrat: Fehlentscheid bedroht Trinkwasser, Beobachter 25/2008

myrheintal.ch, Informationen über Rhein-Grundwasser, den Alpenrhein allgemein und Ausflugstipps.

4.6.10   HOME


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