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Heidis „Frühkartoffeln“

16. Juni 2022
Heute hat Heidi die ersten Kartoffeln geerntet, zwar noch nicht schalenfest, aber sie heute gekocht und gegessen!

Heute hat Heidi die ersten Kartoffeln geerntet, zwar noch nicht schalenfest, aber das macht nichts, denn sie werden heute gekocht und gegessen!

Wer selber Kartoffeln anbaut, kann jetzt vorsichtig im Damm Erde wegschieben und schauen, ob es schon kleine Kartoffeln gibt. Heidi hat das heute getan und war erstaunt, schon so schöne, relativ grosse Exemplare zu finden. Die Staude lässt Heidi intakt, damit sie weiter produzieren kann.

Die üblichen Frühkartoffeln kommen entweder von weit her aus einem wärmeren Gebiet oder aus Folientunnels. Das ist nicht unproblematisch, denn unter den Folien ist es schön warm und feucht, ideale Bedingungen für den Kraut- und Knollenfäulepilz. So ist es nicht erstaunlich, dass in der Schweiz die Krautfäule-Epidemie jeweils in Frühkartoffelfelder beginnt, und zwar seit Beginn der Aufzeichnungen von PhytoPRE, dem Warn- und Prognosemodell von Agroscope Zürich-Reckenholz. Das bedeutet, dass die normalen Kartoffelfelder (je nach Wetter) ab diesem Zeitpunkt gespritzt werden müssen.

Heidi hat letztes Jahr erneut darüber berichtet: Alle Jahre wieder: Beginn Kraut- und Knollenfäule-Epidemie in Frühkartoffeln! Heidis Mist 29.5.21

Folienkartoffeln verursachen höheren Pestizid-Einsatz im regulären Kartoffelbau. Heidis Mist vom 11.3.18

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Alle Jahre wieder: Beginn Kraut- und Knollenfäule-Epidemie in Frühkartoffeln!

29. Mai 2021
Die Sorte Osira, Sortenblatt Agroscope, Swisssem uns Swisspatat.

Die Sorte Osira, Sortenblatt Agroscope, Swisssem und Swisspatat, 2018.

Vor mehr als 30 Jahren wurde an der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Zürich-Reckenholz (heute Agroscope) das Warn- und Prognosemodell PhytoPRE für die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel entwickelt und inzwischen laufend verfeinert. Heute gibt es auch Varianten für IP und Bio.

Seit Beginn der Aufzeichnungen von PhytoPRE brach die Pilz-Epidemie regelmässig in Frühkartoffelfeldern aus. Wenn die Folien weggenommen werden, dann nimmt der Wind die Sporen des Pilzes mit. Frühkartoffeln anbauen, vertreiben bzw. kaufen und essen ist höchst unökologisch und unfair gegenüber all den ProduzentInnen, die danach Pestizide spritzen müssen, wenn die Bedingungen (Feuchte, Temperatur) für die Entwicklung von Phytophthora infestans günstig sind, unfair auch uns KonsumentInnen gegenüber, welche die gespritzten Kartoffeln essen und von den höheren Spritzmittelkosten betroffen sind. Die Frühkartoffelanbauer hingegen kassieren einen höheren Preis, daher ist der Anbau beliebt!

2018 neu bewilligt: hoch anfällige Sorte Osira

Wie der Schweizer Bauer berichtet, ist auch dieses Jahr die Epidemie in einem Frühkartoffelfeld ausgebrochen, auf der Sorte Osira in Dorf ZH. Die Sorte Osira ist hoch anfällig für die Krautfäule und mittel anfällig für die Knollenfäule sowie anfällig für Krebs und hoch schlagempfindlich, also Gefahr für Food Waste. Sie wurde als „Verarbeitungssorte“ 2018 in die Sortenliste aufgenommen. Osira eignet sich für die Chipsherstellung. Hier finden Sie alle Eigenschaften von Osira.

Schweizer Bauer vom 22.5.21: „Die Produzenten sollten so schnell wie möglich eine Fungizidbehandlung durchführen, wenn der Krautfäulebefall im Umkreis von 5 km liegt.

Ab dem Abdecken müssen grundsätzlich alle Folienkartoffeln überwacht und mit einem teilsystemischen Fungizid geschützt werden, und auch die übrigen Kartoffeln sollten kontrolliert werden.

Infektionen müssen der kantonalen Fachstelle für Pflanzenschutz gemeldet werden oder an PhytoPre, Telefon 058 468 72 39 oder www.phytopre.ch.“

Heidi meint: „Die Abschaffung des Anbaus von Folienkartoffeln ist nicht im Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmittel des Bundes enthalten. Also müssen wir KonsumentInnen vernünftigerweise auf Frühkartoffeln verzichten, selbst wenn sie als Aktion billig angeboten werden! Chips? Das ist ein extrem hoher Kartoffelpreis pro kg mit viel Verpackung (Abfall), also nur für seltene Anlässe sinnvoll! Wer eine Friteuse hat, kann sie auch selber frisch herstellen.

Und wieso wird eine so anfällige Sorte in den Sortenkatalog aufgenommen? Weil es die Industrie so will?“

Erste Krautfäule entdeckt. Schweizer Bauer vom 22.5.21

IG Zukunft Pflanzenschutz wirbt mit „falschen Fakten“. Heidis Mist vom 13.8.20

Folienkartoffeln verursachen höheren Pestizid-Einsatz im regulären Kartoffelbau. Heidis Mist vom 11.3.18

29.5.21 HOME

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