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Von der Pest zum Coronavirus und den Pestiziden

27. Mai 2020
Heidis Heidelbeeren am Morgen, 27.5.20. Heidi muss sich noch etwas gedulden, in der Zwischenzeit Erdbeeren essen, dafür sind die Heidelbeeren frisch aus dem Garten garantiert pestizidfrei; die Erdbeeren auch! Dies im Gegensatz von vielen importierten. <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/heidelbeer-boom-chemie-cocktail-auf-import-fruechten" target="_blank" rel="noopener">Heidelbeer-Boom - Chemie-Cocktail auf Import-Früchten</a>, Roger Müller, Kassensturz vom 19.5.20

Heidis Heidelbeeren am Morgen, 27.5.20. Heidi muss sich noch etwas gedulden, in der Zwischenzeit Erdbeeren essen, dafür sind die Heidelbeeren frisch aus dem Garten garantiert pestizidfrei; die Erdbeeren auch! Dies im Gegensatz von vielen importierten. Heidelbeer-Boom – Chemie-Cocktail auf Import-Früchten, Roger Müller, Kassensturz vom 19.5.20

Es wird viel geschrieben, gefilmt und gesagt. Heidi verlinkt einen herausragenden Artikel und verweist auf die Rundschau des Schweizer Fernsehens von heute abend.

Von der Pest zum Coronavirus

Der Artikel stammt von Marc Chesney, Professor der Finanzwissenschaften an der Universität Zürich, und ist im Infosperber erschienen. Zitate:

„Das Ende der Pandemie kann zu Fortschritten führen, falls wir uns von der Finanzlogik und der zügellosen Globalisierung entfernen.

Der Roman von Albert Camus «Die Pest» wird oft als Metapher für die Braune Pest der Nazis interpretiert, deren Ausbreitung Tod und Unglück hinterliess. Das Buch ist auch insofern prophetisch, als es das Auftreten und die Ausbreitung einer Epidemie vorwegnimmt und beschreibt.

Fazit: Das Ende der Pandemie kann entweder zu Fortschritten oder zu Rückschritten führen. Grossbanken verschaffen sich Gehör, damit die bescheidenen Regulierungen, die nach der Krise von 2008 mühsam eingeführt wurden, wieder rückgängig gemacht werden. Besonders umweltbelastende Unternehmen lobbyieren ihrerseits, damit die im Laufe der Jahre eingeführten Standards geschwächt werden. In beiden Fällen dient ihnen als Vorwand, dass sich die Wirtschaft durch die Beseitigung von Regulierungen schneller erholen würde. Es liegt an den Bürgerinnen und Bürgern, aktiv und wachsam zu sein, um einen solchen «Krisenausgang» zu vermeiden. Er würde unweigerlich zu weiteren Katastrophen führen. Um noch einmal Albert Camus zu zitieren: «Der Pestbazillus stirbt oder verschwindet nie».“

Von der Pest zum Coronavirus. Marc Chesney, Infosperber vom 25.5.20

Chesney ist Autor des Buches «Die permanente Krise – Der Aufstieg der Finanzoligarchie und das Versagen der Demokratie».

Die Pest, Albert Camus, Wikipedia

Pestizid im Trinkwasser Grenzwert ums 22-fache überschritten

Diesen Cartoon von NaNa hat Heidi am 8. März 2018 veröffentlicht. Er ist immer aktuell, nur einzelne Personen wechseln: <a href="https://heidismist.wordpress.com/2018/03/08/grenzwerte-erhoehen-beliebtes-spiel-der-maechtigen/" target="_blank" rel="noopener">Grenzwerte erhöhen – beliebtes Spiel der Mächtigen</a>: Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwärtskommen. Jakob Bosshart, 1862 – 1924.

Diesen Cartoon von NaNa hat Heidi am 8. März 2018 veröffentlicht. Er ist immer aktuell, nur einzelne Personen wechseln: Grenzwerte erhöhen – beliebtes Spiel der Mächtigen: Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwärtskommen. Jakob Bosshart, 1862 – 1924.

Georg Humbel hat für die Rundschau recherchiert. Die wichtigsten Punkte sind:

  • „Die «Rundschau» hat die Trinkwasserproben auf Rückstände des Pestizids Chlorothalonil untersuchen lassen.
  • Bei neun von zehn Proben liegen die gemessenen Rückstände über dem gesetzlichen Grenzwert von 0.1 Mikrogramm.
  • Das Trinkwasser in der Berner Gemeinde Kappelen überschreitet den Grenzwert um das 22-fache.
  • Laut dem Schaffhauser Kantonschemiker Kurt Seiler kann das Wasser trotzdem «bedenkenlos» getrunken werden.

… Das Verbot des Pestizides sei «nicht nachvollziehbar» und deshalb sei auch der Grenzwert von 0.1 Mikrogramm für die Abbauprodukte im Trinkwasser zu streng. Die im Wasser gemessenen Zerfallsprodukte hätten «keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt», so Syngenta …“

Heidi: „Auf welcher wissenschaftlichen Basis kann ausgerechnet Syngenta negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt ausschliessen? Es sind immer die gleichen Spiele. Wenn irgendetwas stark verschmutzt ist, dann kommt Druck von den Verursachern für die Erhöhung des Grenzwert. Daher braucht es von uns Gegendruck!“

Pestizid im Trinkwasser Grenzwert ums 22-fache überschritten. Georg Humbel, SRF Rundschau vom 27.5.20

Rundschau vom 27.5.20

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Jetzt Himbeeren kaufen?

7. März 2012
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Heidi freut sich auf den Sommer und die Himbeeren, die er bringen wird. Wer jetzt diese "süssen" Früchte kauft, schadet der Umwelt.

Beim Eingang des COOP-Ladens, wo alle vorbei müssen, hat Heidi heute Himbeeren und Erdbeeren gesehen und sich darüber geärgert. Zuhause lag eine passende Medien-Information des Bundesamts für Umwelt (BAFU) in der Mail-Box: Neue Ausstellung „Erdbeeren im Winter – ein Klimamärchen“. Diese Wanderausstellung ist ein Werk von BAFU, Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und gastiert bis  12. August 2012 im Naturhistorischen Museum in Bern. Die Läden werden immer grösser, immer mehr Transport- und Kühlketten-intensive Produkte verlocken die KundInnen zum umweltschädigenden Einkaufen.

Soeben hat Heidi ein Mail von Jim Hansen, dem Klimaforscher der ersten Stunde erhalten (Warum jetzt Englisch lernen?). Er fasst im TED Talk das Problem Klimawandel ausgezeichnet zusammen: Video James Hansen: Why I must speak out about climate change. Bald stellt Jim auf dem Internet eine Powerpoint-Dokumentation zur Verfügung, siehe James Hansen, Columbia University, New York.

In der Westschweiz gibt es eine kämpferische Frau, die gegen diesen Unsinn Unterschriften sammelt: Ras la fraise! Mit News auf Twitter und Facebook. Oder auf Deutsch Solche Erdbeeren sind wir satt! Bis heute haben 30045 ihre Petition unterschrieben, auch Heidi. Und Sie?

Nachtrag 23.3.12: Heute und morgen veranstaltet die Plattform für eine sozial nachhaltige Landwirtschaft landesweite Aktionen vor den Supermärkten Immer wieder Erdbeeren! Im Flyer heisste es: „…Spanien hat eine Arbeitslosenquote von 21,52%, aber die Erdbeerernte ist nicht ein attraktiver Sektor für die einheimischen ArbeiterInnen. Es ist einfacher, marokkanische oder osteuropäische Arbeitskräfte zu importieren und dies mit der Komplizität der Regierungen. Frauen, die zu Hause Kinder haben, werden bevorzugt, weil sie sicherlich nach der Ernte zu ihren Kindern zurückkehren wollen… Wir essen Saisonobst und -gemüse aus lokaler Produktion…“ Diese Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, für alle Personen welche in der Nahrungsmittelkette arbeiten, vom Felde des Produzenten bis hin zum Teller des Konsumenten, ausgeglichene Arbeitsbedingungen zu erzielen. Sie wird von Stadt und Kanton Genf unterstützt. Heidi hat im Artikel SUISSE GARANTIE ohne Ausländer? auf das Problem in der Schweiz hingewiesen.

7.3.12 HOME


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