Posts Tagged ‘Flora’

Biodiversität im Kleinen wie im Grossen … und im Wasser

4. Februar 2016

Zwei Briefe – ein Thema: Artenvielfalt!

Der Bundesrat hat verabschiedet: Das Mandat der Schweizer Delegation für die Vollversammlung der Mitglieder der zwischenstaatlichen Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, IPBES), welche vom 22. bis 28. 2.16 in Kuala Lumpur (Malaysia) stattfindet. Weitere Informationen zur Schweizer Biodiversitat: Schweizer Informationssystem Biodiversität. Viele Worte. Es müssen Taten folgen!

Copyright: WWF Zürich

Copyright: WWF Zürich

TäterInnen schreiben: «Es ist einmal ein Versuch, mit diesem „Krautfunding“ etwas Geld zusammenzubringen für den Kauf von Wildpflanzen-Setzlingen von der sehr guten Wildstauden-Gärtnerin Patricia Willi. Mit dieser grösseren Pflanzaktion wollen wir innerhalb unseres WWF-Projektes Lebensraum Kulturlandschaft Burghölzli am Burghölzliwald der Flora zu mehr Vielfalt verhelfen, neben unserm seit einigen Jahren konsequent betriebenen Sensenmähregime, das auch schon einiges gebracht hat.» Das Potenzial zur Förderung von Wildbienen am Waldrand des Burghölzlihügels in Zürich ist gross. Auf dem Areal konnten bereits 94 Wildbienenarten nachgewiesen werden. Heidi meint: „Da gibt’s auch SpezialistInnen!“ Hier geht’s zum Krautfunding!

Und was brauchen all die Arten, die es zu retten, zu schützen und zu fördern gilt? Sauberes Wasser!

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Nach dem Pestizid-Cocktail die Beruhigungspille

30. März 2014
Die Beruhigungspille: Trotz hoher Belastung der Flüsse mit Pestiziden sei das Essen von Fischenn unbedenklich, sagt ein Kantonschemiker.

Die Beruhigungspille: Trotz hoher Belastung der Flüsse mit Pestiziden sei das Essen von Fischen unbedenklich, sagt ein Kantonschemiker.

Die Sprache der EAWAG-Forschenden ist – für eine Bundesanstalt – erfreulich klar, pflegen doch viele offizielle Stellen den Verschleierungs-Jargon: Pestizidcocktail in Schweizer Flüssen, Medieninformation EAWAG, Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs, 5.3.14.

Ein Fischer, aufgeschreckt durch diese schlechte Nachricht in seiner Zeitung, fragte die Redaktion: „Sind die Forellen unter diesen Umständen überhaupt noch bedenkenlos geniessbar?“ Die Antwort des Kantonschemikers: „Moderne Pflanzenschutzmittel sind rasch abbaubar und reichern sich in Fischen kaum an.“ Er verwies auf andere Probleme wie Tierarzneimitteln in Zuchtfischen, Schwermetalle, Dioxine, PCB usw., Pestizidcocktail in den Flüssen soll Fischen und Fischessern nicht schaden, Solothurner Zeitung vom 26.3.14.

Also beruhigt weiterschlafen, wo die Sommerzeit uns soeben eine Stunde gestohlen hat? Nein, denn die neuen Bestimmungen betreffend Gewässerraum bringen den Acker und somit die Pestizide näher an die mittleren und kleinen Bäche, jene Bäche also, die in der Schweiz vorherrschen. Zum Beispiel wurde die Messmethode von Pufferstreifen an Gewässern per 1.1.14 so geändert, dass die Masse besser in den „Pestizid-freien Gewässerraum“ passen. Und auch dort, wo ausdrücklich kein Gewässerraum ausgeschieden wird, schrumpft der Pufferstreifen – quasi als Geschenk für die Bauern – beachtlich. Nachfolgend die bauernfreundliche Änderung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, Anhang 2.5, Pflanzenschutzmittel, 1.1 Verbote und Einschränkungen:

1 Pflanzenschutzmittel dürfen nicht verwendet werden:
….. Punkt e

„in oberirdischen Gewässern und in einem Streifen von drei Metern Breite entlang von oberirdischen Gewässern, wobei der Streifen bei Fliessgewässern, für die ein Gewässerraum nach Artikel 41a GSchV2 festgelegt wurde oder bei denen nach Artikel 41a Absatz 5 GSchV ausdrücklich auf die Festlegung eines Gewässerraums verzichtet wurde, ab der Uferlinie und bei den übrigen Fliessgewässern sowie bei stehenden Gewässern ab der Böschungsoberkante gemäss Pufferstreifenmerkblatt «Pufferstreifen richtig messen und bewirtschaften», KIP/PIOCH 2009,3 gemessen wird;“

Alles klar? Passt dies in die neue Agrarpolitik, welche, wie es heisst, ökologisch sein soll? Selbst wenn tatsächlich die Flussfische bedenkenlos konsumiert werden können, was ist mit der übrigen Bach-Flora und -Fauna? Darf man sie bedenkenlos den Pestizid-Bädern aussetzen, die direkt nach einer Sprühaktion (evtl. mit Wind und anschliessendem Regen) noch konzentrierter sein können, als das von der EAWAG entnommene Probenwasser? Ist dies die „neue Biodiversitätsstrategie“? Das Recht des Stärkeren? Heidi meint: „Das darf nicht sein!“  Es gibt noch weitere Probleme mit Gewässerraum und Pestiziden, Heidi bleibt dran!

Noch etwas: Wie stellen sich die Gesetzesschreiber den Vollzug der neuen Pufferstreifen-Regelung vor, wo doch die alte, wesentlich einfachere, vielerorts nicht vollzogen wurde? Akzeptiert man weiterhin den Nicht-Vollzug?

Nachtrag: Fast hätte Heidi die DirektzahlungsempfängerInnen vergessen, das sind etwa 94% der Bauern, für sie gilt weiterhin ein 6 m breiter Pestizid-Pufferstreifen, siehe Direktzahlungsverordnung. Wenn also das Grünland zwischen Bach und Acker keine 6 m breit ist, was Heidi häufig sieht, dann ist dies meist eine widerrechtlich Situation. Nur schaut niemand hin, ausser Heidi natürlich.

Mit dem Wasser macht man keine Kompromisse! Heidis Mist, 11.6.13

Der Acker rückt näher an den Bach, Heidis Mist, 29.5.13

Heidis Artikel-Serie über Pufferstreifen

Wer mehr über den zerstörerischen Menschen und seine Tätigkeit lesen will, dem sei George Monbiot empfohlen. Im neuesten Artikel schreibt er zwar über die Ausrottung grosser Tiere, aber betreffend Konsequenzen menschlichen Handelns ist kaum ein Unterschied zwischen den grossen Tieren und den kleinen Wassertierchen, siehe
Destroyer of Worlds, George Monbiot, Guardian 25th March 2014

„New research suggests there was no state of grace: for two million years humankind has been the natural world’s nemesis.
You want to know who we are? Really? You think you do, but you will regret it. This article, if you have any love for the world, will inject you with a venom – a soul-scraping sadness – without an obvious antidote…“

 30.3.14 HOME

Colorado River Delta zu neuem Leben erweckt

23. März 2014
Der Colorado River hat die Canyons (Grand Canyon) geformt und früher die reiche Flora und Fauna des Deltas mit Wasser versorgt. Heute ist das Delta eine Wüste. Doch das soll sich ändern.

Der Colorado River hat die Canyons (Grand Canyon) geformt und früher die reiche Flora und Fauna des Deltas mit Wasser versorgt. Heute ist das Delta eine Wüste. Doch das soll sich ändern.

Noch vor einem halben Jahrhundert war das Colorado River Delta voller Leben. Seit den 1960er Jahren fliesst kaum mehr Wasser und mehr als 90% dieses Reichtums sind verschwunden. Dämme sammeln das Wasser für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen, zur Produktion von Energie und für Trinkwasser.

Heute (23.3.14), am Tag nach dem Weltwassertag 2014, beginnt ein Experiment. Die Schleusen des Morelos Damms werden geöffnet, und während acht Wochen fliesst reichlich Wasser durch das Flussbett zum Delta beim Golf von Kalifornien, eine Schneeschmelze simulierend. Anschliessend wird während dreier Jahre immer eine bestimmte Menge Wasser zum Delta fliessen. Dies ist zwar ein Rinnsal, verglichen mit dem früheren Fluss, doch die Forscher hoffen, dass 1000 Hektaren Delta-Wüste zum Leben erweckt werden.

Jahrelange Verhandlungen zwischen den USA, Mexiko und Nichtregierungsorganisationen haben zum Abkommen Minute 319 geführt, Historic Colorado River Water Agreement, U.S. Department of the Interior. Es ist das erste Mal, dass Wasser für Umweltzwecke über die Grenze zwischen den USA und Mexiko fliesst.

Eine der grössten Errungenschaften dieses Projekts ist zu zeigen dass binationale Kooperation möglich ist, denn der Colorado ist nicht der einzige grosse Fluss, der vom Meer abgeschnitten wurde. Ähnlich verhält es sich mit dem Indus, dem Gelben Fluss, dem Murray

Nachtrag: Video, erste Bilder vom Wasser im Colorado, in 10 bis 12 Tagen wird es das Meer erreichen, Colorado River Series: Return to Sea, The Weather Channel. Weitere Videos „Colorado River Series“ von Alexandra Cousteau:
Dry Seas, El Golfo de Santa Clara, Sonora, Mexiko
Agriculture, YUMA Arizona
Las Vegas Hotels
City Water Usage

Colorado river back from the dead, New Scientist, 15.3.14

Death of a River – The Colorado River Delta, Video Alexandra Cousteau’s Expedition Blue Planet

Colorado River Pulse Flow: Restoring Life in the Delta, Blue Legacy,

Colorado River Delta Restoration, Sonoran Institute

This World Water Day, Something Big to Celebrate, National Geographic, 21.3.14

Historic „Pulse Flow“ Brings Water to Parched Colorado River Delta, National Geographic, 22.3.14

Restoring a Pulse to the Lower Colorado, NASA, Visible Earth (Landsat 8)

„When the river disappeared, our whole life disappeared“ sagt Inocencia Gonzalez (74), eine der letzten Cucapa Indians im Colorado Delta, Informationen und fantastische Fotos über die verschiedenen Abschnitte des Colorado Rivers von der Quelle zum Meer, Colorado – Disputed Waters

You wild Colorado, Johnny Cash, Youtube

You wild Colorado, Johnny Cash, Text

23.3.14 HOME

Kanton Luzern: alarmierende Gewässerverschmutzungen

30. Januar 2013
Viel zu viele tote Fische in den Luzerner Gewässern. 2012 war erneut ein Rekordjahr mit Gewässerverschmutzungen

Viel zu viele tote Fische in den Luzerner Gewässern. 2012 war erneut ein Rekordjahr mit Gewässerverschmutzungen

Gewässerverunreinigungen und Fischsterben durch Gülle und Gewerbe seien im Kanton Luzern auch 2012 auf Rekordniveau, schreibt der Fischereiverband des Kantons Luzern (FKL) in der der heutigen Medieninformation. Trotz Beteuerungen habe sich die Situation nicht verbessert. Auf Druck des Fischereiverbands werden seit 2006 Gewässerverunreinigungen und Fischsterben in einer öffentlich einsehbaren Statistik publiziert: www.uwe.lu.ch/Themen/Gewässerverunreinigungen. Im Jahr 2012 waren es 71 Fälle: 30 aufgrund von Gülle, 21 Gewerbeabwasser und 20 „Diverse“. 23 Verschmutzungen führten zu Fischsterben: 11 wegen Gülle, 6 Gewerbeabwasser und 6 „Diverse“. 2011 führten sogar 37 der 78 von der Polizei erfassten Fälle zu Fischsterben.

Grosse Dunkelziffer
Der FKL schätzt die Dunkelziffer aufgrund der ihm bekannter Fälle als hoch bis sehr hoch ein. Er ruft in Erinnerung, dass Gewässerverunreinigungen Offizialdelikte sind, die von Amtes wegen verfolgt werden müssen. Wichtig ist, dass Verursacher, Beteiligte oder Passanten Verschmutzungen sofort dem nächsten Polizeiposten oder der Feuerwehr melden, damit rasch eingeschritten werden kann.

Schäden für Natur, Staat und Volk
Gewässerverunreinigungen bewirken viele Schäden: Zehntausende von Fischen ersticken erbärmlich, Fauna und Flora im und am Wasser gehen kaputt, und das Eigentum von Staat und Korporationen als Besitzer und von Fischpächtern als Mieter der Gewässer wird beschädigt. Die Folge sind mühselige und teure Reparatur- und Revitalisierungsmassnahmen. In Zukunft soll laut Fischereiverband auch der finanzielle Schaden aufgezeigt werden, was zur Frage führt: Wer kommt für die Schäden auf? Der Steuerzahler?

„Wir kommen nicht vom Fleck“
Warum ist Luzern national ein Spitzenreiter bei Gewässerverschmutzungen und Fischsterben? Das liegt gemäss Fischereiverband an den hohen Tierbeständen und der entsprechenden Menge Gülle. Der Fischereiverband dankt der Mehrheit der Bauern für ihre Sorgfalt und den Verursachern von Verschmutzungen für sofortiges Melden. Er anerkennt auch die Bemühungen von Kanton und Bauernverband zur Sensibilisierung der Landwirte. „Aber das alles reicht einfach nicht, wir kommen nicht vom Fleck“, sagt Franz Häfliger, Präsident  des Fischereiverbandes. „Trotz schöner Worte und trotz eingeleiteter Massnahmen verharrt die Zahl der Unfälle seit Jahren auf hohem Niveau.“

Spürbare Massnahmen nötig
Der FKL erwartet, dass die vom Kanton vor drei Jahren eingeleiteten Massnahmen konsequent fortsetzt werden, ruhig eine Spur konsequenter und intensiver:

• Regelmässiger Check auf den Bauernhöfen nach Risikofaktoren

• Doppelte Abzüge bei den Direktzahlungen nach Güllenunfällen

• Kontrolle durch die Gemeinden bei neuen Güllengruben/Schwemmkanälen

• Verschärfte Kontrolle im Gewässerschutz bei Baugesuchen

• Fortführung der Informationskampagne, speziell des Bauernverbandes

Zusätzlich fordert der Fischerei-Verband eine Überprüfung des Bussenkatalogs und eine gezielte Sensibilisierung von Baufirmen und wasserrelevanter Betriebe für den sorgsamen Umgang mit Gewässern.

Anfrage über den Anstieg der Gewässerverschmutzung im Kanton Luzern, BUWD P 369, eröffnet am 27. Januar 2009

30.1.13 HOME

Fehlender Pufferstreifen neben Hecke

21. Juli 2012

Hecken bieten vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Den Bauern bringen sie Einkünfte in Form von ökologischen Direktzahlungen. Diese Leistung ist den Steuerzahlenden viel wert, der Ansatz beträgt für Hecken, Feld- und Ufergehölze, jeweils einschliesslich Krautsaum, je Hektare und Jahr:

  • in der Tal- und Hügelzone 2’500 Franken
  • in den Bergzonen I und II 2’100 Franken
  • in den Bergzonen III und IV 1’900 Franken

Entlang von Hecken muss der Bauer einen Pufferstreifen (Grünland oder Streue) von 3 m Breite anlegen. Dieser darf weder gedüngt, noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Wer sich nicht an die Vorschrift hält, verstösst gegen die Chemikalien-Risikoreduktions– sowie die Direktzahlungsverordnung.

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Zwischen Hecke und Acker müsste ein 3 m breiter Pufferstreifen sein, gemäss Direktzahlungsverordnung eine Grün- oder Streuefläche. Hier in der Rohan-Schanze (und nicht nur hier) wird diese Vorschrift Jahr für Jahr missachtet, ohne dass dies jemanden stört, ausser natürlich Heidi. Die Direktzahlungen müssten gekürzt werden gemäss den Richtlinien der Landwirtschaftsdirektorenkonferenz.

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Das Getreide neben der Hecke sieht gräulich aus, Unkraut ist keines zu sehen. Heidi vermutet, dass der Bauer im Pufferstreifen widerrechtlich Unkrautvertilgungsmittel eingesetzt hatte. Fungizide gegen Pilzkrankheiten wurden gespritzt, jedoch nicht im Pufferstreifen. Das zeigen auch die Spuren im ersten Foto.

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2011 war am gleichen Ort ein Maisfeld, das bis zur Hecke reichte. Nach der Ernte wurde – ebenfalls rechtswidrig – bis zur Hecke gemistet. Heidi vermutet daher, dass auch das Weizenfeld 2012 gedüngt wurde.

Schön, ein Pufferstreifen zwischen Hecke und Maisacker! Wurde er gedüngt? Heidi weiss es nicht.

Schön, ein Pufferstreifen zwischen Hecke und Maisacker! Wurde er gedüngt? Heidi weiss es nicht.

21.7.12 HOME

Fehlender Pufferstreifen am Auenwald

12. Juli 2012

Der Übergang von Wald zu Feld und Wiese ist eines der wertvollsten Biotope. Deshalb ist ein 3 m breiter Pufferstreifen entlang des Waldes vorgeschrieben. Dieser darf nicht gedüngt werden, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist verboten, auch dürfen hier keine Siloballen gelagert werden. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist gross, sofern die Gesetzte beachtet werden.

Nachtrag 21.7.12: Ein Fachmann schreibt Heidi: „Deine Beobachtungen am Waldrand sind ein schwerer Verstoss gegen das Gesetz und den ÖLN.“ Der ÖLN oder Ökologische Leistungsnachweis ist Voraussetzung für den Bezug von Direktzahlungen.

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Bezieht dieser Bauer Direktzahlungen? Die Wahrscheinlichkeit ist gross, da für 97% der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche DZ-Steuergelder ausbezahlt werden. Wenn also JA zutrifft, dann müsste hier eine 3 m breite Grün- oder Streuefläche sein, ein Pufferstreifen zum Schutze des Auenwalds am Rhein bei Haldenstein.

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Auch wenn der Bauer keine Direktzahlungen beziehen sollte, dann dürfte er den Pufferstreifen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandeln. Der kahle Feldrand und der unkrautfreie Pufferstreifen weisen darauf hin, dass der Bauer widerrechtlich Unkrautvertilgungsmittel gespritzt hat.

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Die Fahrspur entlang des Auenwalds deutet auf eine Pflanzenschutzbehandlung hin. Dieses Jahr sind Pilzkrankheiten ein grosses Problem. Weil das Mikroklima am Waldrand feuchter ist, wäre deshalb in einem ungespritzten Pufferstreifen Pilzebefall zu erwarten. Doch davon keine Spur. Deshalb vermutet Heidi, dass im Pufferstreifen rechtswidrig auch Fungizide eingesetzt wurden.

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Gleicher Acker am 20.8.10, überbelichtetes Foto. Gemistet bis an den Waldrand. Gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung und Direktzahlungsverordnung darf im 3 m breiten Pufferstreifen am Waldrand auch nicht gedüngt werden. Jahr für Jahr wird hier (nicht nur hier!), von der Bahn aus gut sichtbar, gegen die Gesetzte verstossen, ohne dass dies irgend jemanden stört, ausser Heidi natürlich.

12.7.12 HOME


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