Posts Tagged ‘Hahnenwasser’

Wasser, Wasser, Wasser, Wasser …

21. November 2019
Am Ufer des Zürichsees.

Am Ufer des Zürichsees.

Wegwerf-Getränkeflaschen vermeiden

Im Hilton San Francisco Union Square Hotel wurde 2010 eine Flaschenabfüllstation installiert. Darauf steht „Refill, not landfill“ und auf einer Skala ist ersichtich wie viele Plastikflaschen hiermit vermieden wurden. In nur 10 Monaten konnten 200’000 Plastikflaschen eingespart werden.

Die Sprecherin des Hilton gegenüber Eco-Business: „Es gibt wenig Zweifel über die Auswirkungen von Plastikwasserflaschen auf die Umwelt. Es gibt auch überwältigende Beweise dafür, dass sich die Förderung des Verbrauchs von Leitungswasser positiv auf den Klimawandel und die Umwelt insgesamt auswirken kann, da sie zur Reduktion von Plastikmüll und Treibhausgasemissionen beiträgt.“

Wichtige Hotelketten sind auf der ganzen Welt daran, auch in anderen Bereichen Einwegplastik zu reduzieren.

In der Schweiz ist die Mineralwasser- und allgemein die Industrie-Lobby stark, interveniert gar, wenn Behörden Leitungswasser statt PET-Flaschen in Sitzungsräumen anbieten. In der Medieninformation vom 20.11.19 des Bundesamt für Umwelt (BAFU) steht: „Das separate Recycling von PET-Getränkeflaschen ist mit einer Recyclingquote von über 80 Prozent seit Jahren ein Erfolg. Das System ist aber gefährdet: Weil zunehmend PET-Getränkeflaschen in gemischten Kunststoffsammlungen landen, geht reines PET verloren. Der Bund und der Verein PET Recycling Schweiz wollen das PET-Recyclinggut erhalten. Im Vordergrund stehen Massnahmen zur Sensibilisierung und Information der Bevölkerung.“

Heidi meint: PET sauber vom übrigen Plastik-Sammelgut zu trennen ist gut, PET-Getränkeflaschen vermeiden ist besser!

Weshalb Fernwasserversorgung immer wichtiger wird. Beispiel Bodensee-Wasserversorgung

Blick von Rorschach auf den Bodensee

Blick von Rorschach auf den Bodensee

„Wie soll die ortsnahe Wasserversorgung gesichert werden, wenn die lokalen Ressourcen schwinden?“ Diese Frage stellen sich zunehmend Wasserversorger und (vermutlich) Politiker in Bayern und Baden-Württemberg. Sowohl im Norden Bayerns wie auch im ähnlich kleinteilig strukturierten Baden-Württemberg gilt es daher über neue Strategien und Kooperationen nachzudenken. Im Mittelpunkt dieses Prozesses stehen die Fernwasserversorger. Nicht nur die Bodensee-Wasserversorgung rüstet sich bereits für die Zukunft. Der grösste Versorger des Landes hat soeben ein Zukunftsprojekt vorgestellt und höhere Preise angekündigt. Da lohnt es sich, mal etwas genauer hinzuschauen.“

Hier geht’s zum vollständigen Artikel: Lesen Sie weiter auf dem Wasser-Blog von Siegfried Gendries!

Indonesien: Nach dem Feuer das Wasser!

Erosion verschmutzt (Trinkwasser-)Bäche.

Erosion verschmutzt (Trinkwasser-)Bäche.

Was war am 11.11.19?

11.11.19: Dicke Gülle am Hang direkt vor Schnee und dann Regen.

11.11.19: Dicke Gülle am Hang direkt vor Schnee und dann Regen.

Immer am 11.11. ist der Beginn der Fasnacht. Wieso? Das weiss man nicht so recht. Ebenfalls immer findet am 11.11. der Singles Day statt. Gemäss Homepage ist er neben dem Black Friday einer der wichtigsten Shopping-Events der Schweiz. Nicht immer wird am 11.11. in den Bergen gegüllt, aber dieses Jahr u.a. am 11.11.19. Weil unmittelbar danach Schnee fiel, erinnert das an Fasnacht: Verkleiden! Verkleiden mit Schnee, dann sieht man nicht was drunter ist. Der Regen hat die Verkleidung weggenommen.

Going plastic-free: How hotels are joining the anti-plastic fight. Eco-Business 8.11.19

17.3257 Postulat Robert Cramer vom 17.3.17: PET-Recycling in der Schweiz. Weshalb ein gut funktionierendes System ändern?

PET-Sammlung soll hochwertig bleiben: Bundesrat will Bevölkerung sensibilisieren. Medienmitteilung BAFU, Abteilung Abfall und Rohstoffe

Weshalb Fernwasserversorgung immer wichtiger wird. Beispiel Bodensee-Wasserversorgung. Siegfried Gendries, Lebensraum Wasser, Der Wasser-Blog 18.11.19

Warum beginnt die Fasnacht eigentlich am 11.11.? Blick 11.11.19

Singles Day

Ernst Bromeis: Our water is in danger

15. Juli 2019

Seit dem 10.7.19 ist Ernst Bromeis im Baikalsee unterwegs, dem grössten, tiefsten und ältesten Süsswassersee der Erde mit einer Länge von 900 km. Bromeis will mit seiner Expedition das Bewusstsein dafür fördern, dass wir zum Schutze des Wassers den Konsum von Wasser in Plastikflaschen reduzieren müssen. Am 18.7.19 wird die Expedition offiziell mit einer Medieninformation, Bildern und Videos eröffnet. Auf der Expeditions-Homepage gibt es heute schon ein paar Bilder und Informationen.

Bromeis: „Our water is in danger. Bottled and distributed thousands of kilometres around the globe. Don’t you think it’s sad that one of the main water polluters is our favourite water packaging: plastic? Water is life. It is part of you. Our existence depends on it. We have to protect it. It is high time that we act now to raise awareness of the dramatic situation we are currently in.“

Ein „Live ticker“ zeigt wo Bromeis gerade ist auf dem Weg von Kultuk nach Nizhneangarsk.

BWT Lake Baikal Expedition

Wasserbotschafter Ernst Bromeis beginnt in 3 Tagen seine Sibirien-Expedition, Heidis Mist vom 7.7.19

Ernst Bromeis am WEF: Mehr Wasserbotschafter für die Welt! Heidis Mist vom 22.1.19

Water for Life, Eröffnung des Open Forums durch Ernst Bromeis, Video 57:59

Expedition Lake Baikal 2019 – Protecting the blue of our planet, BWT

Das Blaue Wunder

Bilder aus der Erkundung 2018 am Baikalsee und aus früheren Expeditionen, Download kostenlos.

Die Wasserbotschafter, weitere Artikel über Ernst Bromeis von Heidi

15.7.19 HOME

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Neue Lektion im Gorilla-Schulprogramm: Hahnenwasser

15. März 2019
Mit einem Klick auf das Bild geht's zur Video-Einführung über die neue Lektion des SVGW und der Stifti Foundation "Hahnenwasser".

Mit einem Klick auf das Bild geht’s zur Video-Einführung über die neue Lektion des SVGW und der Stifti Foundation „Hahnenwasser“.

Zwei junge Leute, Ernesto Silvani und Roger Grolimund, gründeten 2003 mit dem Geld, das sie geerbt hatten, die Schtifti Foundation. Sie setzt sich für die Gesundheitsförderungen von Jungen durch Junge ein. Was mit einem Skatebus begann, ist heute ein national sowie international ausgezeichnetes Programm. Zahlreiche Auszeichnungen und die unabhängige Evaluation zeigen, dass die Arbeit nachhaltig wirkt und grosse Wellen schlägt.

Die Stifti Foundation wird von vielen Partnern unterstützt, so auch vom Schweizerischen Verein des Gas-und Wasserfachs (SVGW). Anfang 2019 hat der SVGW zusammen mit der Schtifti-Foundation im Rahmen des Gorilla-Schulprogramms eine neue Doppel-Lektion zum Thema Hahnenwasser erarbeitet. Die Lektion wurde für die Sekundarstufe I und nach Lehrplan 21 konzipiert; sie ist für SVGW-Mitglieder im Intranet kostenlos erhältlich: www.svgw.ch/Lehrplan21. Eine Übersetzung ins Italienische und Französische ist in Arbeit.

Eine Degustationsrunde soll die Schülerinnen und Schüler als Erstes für das Thema Wasser sensibilisieren. Anhand von Filmen und einer Präsentation sollen auch Massnahmen diskutiert werden, wie die Wasserqualität in der Schweiz weiterhin garantiert werden kann. Ein 5-minütiger Videobeitrag mit Laurin Buser führt in das Thema ein.

Videobeitrag mit Laurin Buser.

Das Gorilla-Schulprogramm

Die Schtifti Foundation: Gesundheitsförderung von Jungen für Junge.

Gorilla: mehr Uga-Uga im Leben!

Neue Lektion zum Thema Hahnenwasser, SVGW vom 4.2.19

www.gorilla.ch: Trink Wasser! Heidis Mist vom 8.10.14

15.3.19 HOME

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Hahnenwasser: Ein Brief von Klara aus Frankfurt

4. Dezember 2018
Heidi: "Bei uns gibt es noch viele Brunnen. Zum Beispiel hier können Touristen auf dem Weg zum Heidi-Dörfli ihre Flaschen füllen."

Heidi: „Bei uns in der Gegend gibt es noch viele Brunnen. Zum Beispiel hier können Touristen auf dem Weg zum Heidi-Dörfli ihre Flaschen füllen.“

Alpöhi: „Heidi … Heidi … Heidi …! – Wo warst du nur?“

Heidi: „Ich war am Bach, habe dem Wasser zugeschaut und gehorcht wie es rauscht, gesehen wie es über die Steine fliesst, sprudelt. Schon lange habe ich dieses Geräusch nicht mehr gehört.“

Alpöhi: „Sieh da! Ein Brief von Klara.“

Ungeduldig reisst Heidi den Umschlag auf, entnimmt den Brief, geht ans Fenster und liest dem Öhi vor, was sich im vergangenen Monat so alles im Hause Sesemann zugetragen hat.

Heidi: „Da ist noch ein Blatt von Fräulein Rottenmeier. Sie schreibt: Wir Deutsche lieben das Leitungswasser wieder und die Politik hilft uns dabei. Heidi, du wirst dich sicher freuen, dass der Siegeszug des Trinkwassers aus der Leitung bei uns neuen Schwung bekommt. Unsere Umweltministerin Schulze unterstützt Trinkwasserprojekte. In deiner Frankfurter Zeit war Hahnenwasser verpönt. Das hat sich vollkommen geändert. So wird man mittlerweile schief angeschaut, wenn man seinen Gästen Mineralwasser anbietet. Und Sebastian ist froh, dass er nicht mehr Harasse schleppen muss.“

Alpöhi: „Der Ruedi hat mir erzählt, dass der Kellner ihm in der Krone gleichzeitig mit der Menükarte einen Krug mit Hahnenwasser gebracht hatte, einfach so! Auch bei uns ist etwas in Bewegung.“

Heidi: „Schon 3’000 sogenannte Refill Stationen soll es in Deutschland geben. Dort kann man seine eigene Flasche füllen. Fräulein Rottenmeier schreibt: „Täglich werden es mehr. Mitmacher sind Geschäfte, öffentliche Einrichtungen und Cafés – von Städten oder Initiativen organisiert. Keine Stadt will die Welle verschlafen. Fräulein Rottenmeier meint, ich solle doch im Internet den ganzen Artikel des Trinkwasserspezialisten Siegfried Gendries lesen, denn „Refill“ sei eine gute Idee mit kleinen Wermutstropfen. Das mache ich jetzt grad und erzähle dir dann beim Melken, was drin steht!“

Alpöhi: „Peter hat versprochen vorbeizukommen. Er kann dann auch zuhören und das weitersagen, etwa dem Rössli-Wirt, der das Mineralwasser so teuer verkauft, dass man lieber ein Glas Wein trinkt.“

Heidi: Was meinst du, Grossvater? Werden unsere Politiker auch etwas unternehmen? Oder haben sie Angst vor der Mineralwasser-Lobby?

Alpöhi: „Du kennst sie ja! Aber man darf die Hoffnung nie aufgeben.

Warum wir Deutschen das Leitungswasser wieder lieben und die Politik uns hilft, Siegfried Gendries, Der Wasser-Blog vom 2.12.18.

Refill Deutschland: Plastikmüll vermeiden | Leitungswasser trinken | Wasserflasche auffüllen. Überall wo der Refill Aufkleber angebracht ist kostenfrei Leitungswasser in die mitgebrachte Flasche auffüllen und Plastikmüll vermeiden

Stadt und Uni Bern setzen auf Leitungswasser: „Die Kanadierin Maude Barlow, Initiantin der internationalen Wasserinitiative und Trägerin des alternativen Nobelpreises, übergab das Zertifikat (Label Blue community) im Erlacherhof an Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Rektor Martin Täuber.“ Berner Zeitung vom 18.9.13

Der Blue Community haben sich in der Schweiz mehrere Hochschulen, Gemeinden usw. angeschlossen, so auch das Alpine Museum in Bern, das gestern vom Parlament einen höheren Bundesbeitrag zugesprochen erhielt.

Vittel fürchtet um sein Wasser. Im französischen Dorf wird das Wasser knapp. Nestlé darf trotzdem weiter abpumpen. Tages Anzeiger vom 1.6.18.

4.12.18 HOME

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Wie findet man das beste Wasser der Welt?

2. Mai 2018
Toiletten Europaallee Zürich

Toiletten Europaallee Zürich

Gerade hat Siegfried Gendries den interessanten Artikel Wie findet man das beste Wasser der Welt? veröffentlicht.

„Wer als Reisender auf Flaschenwasser verzichten und lieber Wasser aus der Leitung trinken will, der wird sich dafür interessieren, wie gut und geniessbar die Erfrischung aus dem Hahn ist. Um das zu erfahren, kann man aufwendig recherchieren oder diesen Beitrag lesen.

Deutsches Wasser nur Mittelmass

Das Business Magazin „Insider Monkey“ kürt für seine reisenden Leser regelmässig die besten Leitungswasser der Welt. Als digitale Quelle für diese Information nutzt die Redaktion Soziale Medien wie Reddit, Lonely Planet und Instagram. Aktueller Spitzenreiter ist das Leitungswasser aus Island. Wie kommen die Isländer zu dieser Ehre? Das Votum kommt von den Isländern selbst und von Reisenden, die das Wasser als das reinste und am besten schmeckende Wasser der Welt bezeichnen …“

Lesen Sie weiter: Wie findet man das beste Wasser der Welt? Siegfried Gendries, Lebensraum Wasser – Der Wasser-Blog

Heidi wollte wissen wie die Schweiz eingestuft wird. Sie hat in den Seiten von Insider Monkey geblättert … und siehe da:

3. Switzerland

„Since placing in the Alpine mountainous landscape, it is not a surprise that Switzerland has one of the purest and best tasting tap water in the world. And also, being one of the wealthiest countries in the world, all the standards and procedures concerning tap water quality are being followed. Tap water in Switzerland comes from lakes, springs, and groundwater.“

In der Beurteilung durch Expat Focus steht, dass das Hahnenwasser in der ganzen Schweiz sicher sei und strikten Qualitätsstandards unterliege.

Die Unterschiede sind jedoch riesig, z.B. zwischen Waldquelle und Grundwasser im Ackerbaugebiet. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) führt eine Datenbank mit den Untersuchungsergebnissen von Gemeinden. Der Eintrag ist gratis und freiwillig. Auf dieser Plattform „Trinkwasser“ finden Sie zudem (fast) alle Antworten auf Fragen zum Trinkwasser.

Kennen Sie die Qualität Ihres (Schweizer) Trinkwassers? SVGW „natürlich Trinkwasser“

2.5.18 HOME

Bio-Mineralwasser: Geschäft mit der Wasserverschmutzung

27. März 2018

Qualitätsgemeinschaft Bio Mineralwasser Siegel

Der Bundesverband Naturkost und Naturwaren (BNN) und die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser haben eine gegenseitige Förder-Mitgliedschaft vereinbart.

Roswitha Weber, Vorstandsvorsitzende des BNN: „Die Qualitätsgemeinschaft und das von ihr getragene Siegel übertragen konsequent die Bio-Idee auf das wichtigste Grundnahrungsmittel überhaupt. Natürliches, unbelastetes Wasser ist nicht nur für uns und die eigene Gesunderhaltung unverzichtbar, sondern natürlich auch für Mutter Erde. Bio-Mineralwasser steht für kontrollierte Wasserqualität, für die Bewahrung der letzten wirklich reinen Quellen und damit den Schutz unserer Umwelt an sich. Themen, die gerade in Zeiten von Glyphosat und Co. zunehmend Bedeutung erlangen und für die wir uns als BNN und Branche selbstverständlich einsetzen müssen.“

36 Prozent des Grundwassers mit Pestiziden belastet

Weitere Kooperationspartner der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser sind die Bioverbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis. Hintergrund für das Engagement der Qualitätsgemeinschaft und ihrer Unterstützer ist die alarmierende Lage des Wassers in Deutschland: Pestizide und ihre Abbauprodukte, Nitrat sowie Rückstände von Industriechemikalien und Medikamenten belasten laut Umweltbundesamt bereits 36 Prozent des Grundwassers, aus denen das Leitungswasser gewonnen wird. Und auch in den tieferen Wasserschichten, aus denen das Mineralwasser stammt, deuten sich bereits erste Probleme mit diesen Stoffen an.

Dem setzt die Qualitätsgemeinschaft ihr Bio-Mineralwasser-Siegel entgegen. Es soll Verbrauchern beste Wasserqualität durch zeitgemässe, wissenschaftlich fundierte Grenzwertsetzung und konsequente Überwachung der Quellen garantieren. Gleichzeitig verpflichtet es die Bio-Mineralwasser-Brunnen, in ihrer Region Wasserschutz zu betreiben.

Alternative für die Schweiz

Heidi meint: „Unterstützen Sie alle Organisationen und Personen, welche sich für sauberes Wasser einsetzen, damit sich die Fische, Krebslein, Wasserpflanzen … in den Bächlein und Flüssen wohl fühlen und wir aus Gewässern, Quellen und dem Grundwasser sauberes Trinkwasser entnehmen können.“ Im Moment sind v.a. Umweltorganisationen, die Trinkwasserversorger, die Fischer und Privatpersonen für dieses Ziel im Einsatz.

Unterschreiben sie die Initiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide, Stand Unterschriftensammlung am 6.3.18 war 95’414. Hier finden Sie den Unterschriftenbogen.

Trinken Sie Hahnenwasser – der Umwelt zuliebe!

NZZ-Inserat. Bild: Schtifti Foundation

Gorilla, eine Initiative der Schtifti Foundation, Gesundheitsförderung von Jungen für Junge. 2018 ist ein besonderes Jahr für die Schtifti Foundation, denn sie feiert das 15-jährige Bestehen. Am Benefizanlass, der 2018 am 5. Juli stattfindet, wird das gebührend gefeiert. Wie gewohnt im Bernhard-Theater in Zürich.

Und: Schenken Sie eine Gorilla-Wasserflasche! Gorilla-Shop. Oder ein anderes Gorilla-Produkt.

Greenpeace hat heute auf die Unterschriftensammlung von WeCollect aufmerksam gemacht. Auch hier kann man die Volksinitiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide unterschreiben und spenden.

BNN arbeitet mit Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser zusammen, Bio-markt.Info vom 26.3.18

Gemeinsam für das Wasser: BNN und Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser arbeiten zusammen. Bundesverband Naturkost Naturwaren vom 13.3.18

www.gorilla.ch: Trink Wasser! Heidis Mist vom 8.10.14

27.3.18 HOME

Weltwassertag 2018: Wiederaufforstung, Feuchtgebiete und Grundwasser

22. März 2018
Der Wasserbotschafter Ernst Bromeis schreibt: "Die letzten Monate habe ich intensiv im Hintergrund für weitere Expeditionen gearbeitet. Es ist mein Bestreben, die Botschaft vom „Blauen Wunder“ hinaus in die Welt zu tragen. Auf diesem Weg durfte ich im Rahmen des World Economic Forum Davos u.a. auch den Nobelpreisträger und Klimaaktivisten Mr. Vice President Al Gore treffen. Copyright: Das Blaue Wunder.

Der Wasserbotschafter Ernst Bromeis schreibt:
„Die letzten Monate habe ich intensiv im Hintergrund für weitere Expeditionen gearbeitet. Es ist mein Bestreben, die Botschaft vom „Blauen Wunder“ hinaus in die Welt zu tragen. Auf diesem Weg durfte ich im Rahmen des World Economic Forum Davos u.a. auch den Nobelpreisträger und Klimaaktivisten Mr. Vice President Al Gore treffen. Copyright: Das Blaue Wunder.

Im UN-Weltwasserbericht 2018 steht: „3,6 Milliarden Menschen und damit fast die Hälfte der Weltbevölkerung leben in Gebieten, die mindestens einen Monat pro Jahr von Wassermangel bedroht sind. 2050 werden es vermutlich bis zu 5,7 Milliarden sein.

Der UN-Weltwasserbericht 2018 zeigt: „Naturbasierte Lösungen“ wie Wiederaufforstung, Nutzung von Feuchtgebieten und gezielte Grundwasseranreicherung können eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Wasserversorgung und -qualität spielen. Diese Ansätze wurden bisher weitestgehend ignoriert, so die Autoren. UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay stellte den Weltwasserbericht am 19.3.18 am 8. Weltwasserforum (WWF) in Brasilien vor.“

Wo Urwald für Plantagen gerodet wird, da braucht es auch Strassen.

Wo Urwald für Plantagen gerodet wird, da braucht es auch Strassen.

Das ist schwere Arbeit! Denn es wird abgeholzt wie verrückt, in Südamerika, Afrika, Asien und Australien, sogar UNESCO-Weltnaturerbe-Wald ist kein Tabu. Profiteure dieser Zerstörungen sind wir, die reichen Länder. Ein Ende ist nicht abzusehen, denn Welthandel und Wachstum sind die Leitlinien unserer Politik. Die Rechte der Einheimischen werden missachtet, ihr Trinkwasser oft verschmutzt und das knappe Wasser für die Produktion von Exportlebensmittel gebraucht. Wichtigste Ursachen der Abholzung sind:

  • Brandrodung für Ackerland und Rinderweiden
  • Anlage von Palmölplantagen, Soja, Bananen- oder Kaffeeplantagen
  • Ausbeuten von Bodenschätzen wie Eisenerz, Gold, Öl, Gas
  • Bau von grossen Staudämmen zur Energiegewinnung
  • Holzschlag für Tropenholz oder Papier

Feuchtgebiete werden trockengelegt für die Landwirtschaft und wertvolles Ackerland in rasantem Tempo überbaut oder mit Infrastrukturen belegt.

Blue Community Schweiz

Die Initiative Blue Communities wurde vom Council of Canadians lanciert, einer kanadischen Organisation für soziale und ökologische Gerechtigkeit. Städte, Gemeinden, Hochschulen und andere Institutionen, können eine Blue Community werden. Als Blue Community halten sie sich an vier konkrete Grundsätze:

  • Anerkennung des Wassers als Menschenrecht
  • Wasserdienstleistungen bleiben in der öffentlichen Hand
  • Leitungswasser anstelle von Flaschenwasser trinken
  • Eine Blue Community pflegt öffentliche Partnerschaften mit internationalen Partnern

Die Blue Community ist am Weltwasserforum in Brasilien zusammen mit anderen Schweizer Organisationen, wie Helvetas, am Stand, welcher von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) organisiert wird. Sie versteht sich als unabhängige Stimme am WWF, das allgemein als Forum der Konzerne gilt. Für diese Teilnahme hat die Blue Community sich folgende Ziele gesetzt:

  1. Anhand zweier konkreter Beispiele wird dargestellt, wie Wasser als Allgemeingut verstanden und verwaltet werden kann.
  2. Schweizer Player in der Entwicklungshilfe sollen motiviert werden, vermehrt auf öffentlich-öffentliche Partnerschaften zu setzen, um den Zugang zu Trinkwasser auszubauen und so das Wasser als öffentliches Gut anzuerkennen.
  3. Das Blue Community Netzwerk zeigt, dass auch Handlungen von lokalen Akteuren zur Erhaltung des Allgemeingutes Wasser beitragen und helfen, die Entwicklungsagenda 2030 der UNO (SDGs) umzusetzen.
  4. Wasser wird immer knapper und wird immer häufiger zur Ware. Es wird diskutiert, warum Wasser gegen Privatisierung geschützt werden muss und welche Rolle dabei zivilgesellschaftliche Organisationen haben können.
    Als Beispiel dienen die Privatisierungsintentionen der brasilianischen Regierung, die in Zusammenarbeit mit internationalen Firmen den Zugang zu Trinkwasser in Brasilien gefährden könnten.

Agrarexporte: Ausverkauf von Wasser

Der hohe Wasserverbrauch für Agrargüter, die Deutschland und die EU (das gilt auch für die Schweiz) importieren, führt zu Armut und Vertreibung in den Ländern des Südens. Darauf macht das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt (Berlin) im Vorfeld des Weltwassertages am 22. März aufmerksam und fordert verbindliche Regeln gegen den Ausverkauf von Wasser und einen nachhaltigen Umgang mit den globalen Wasserressourcen.

Die Landwirtschaft ist für 70% der weltweiten Wasserentnahmen verantwortlich. Um die wachsende Weltmarktnachfrage nach Soja für die Fleischindustrie, Zuckerrohr für Biosprit, Baumwolle und Kaffee zu stillen, fliessen enorme Wassermengen auf der Südhalbkugel ganzjährig in künstliche Bewässerung. Der intensive Düngemittel- und Pestizideinsatz belastet zudem die Wasserqualität. Quelle: Weltagrarbericht – Agrarexporte: Verbindliche Regeln gegen den Ausverkauf von Wasser gefordert, 19.3.18

Unbezahlbar versus umsonst

Copyright: Das Blaue Wunder

Copyright: Das Blaue Wunder

Veranstaltung mit Ernst Bromeis in Davos:

„Hat die Wirtschaft das letzte Wort, wenn es um die nachhaltige Nutzung der Ressourcen geht? Muss die Welt vermessen und in Wert gesetzt werden, damit sie nicht an die Wand gefahren wird?

Anlässlich des UNO-Weltwassertages 2018 diskutieren Pfarrerin Cornelia Camichel Bromeis und Wasserbotschafter Ernst Bromeis-Camichel mit den Anwesenden über aktuelle ethische und ökonomische Fragen. In einer marktwirtschaftlich konditionierten Welt scheint alles einen Preis haben zu müssen, damit es geschätzt wird. Cornelia Camichel und Ernst Bromeis bringen mit religiösen und philosophischen Impulsen ihre Sichtweisen dar und versuchen eine Brücke zu den grossen Wasserthemen einer globalisierten Welt zu schlagen.

Ausgangspunkt für die gemeinsame Abendveranstaltung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Davos Platz mit dem Blauen Wunder ist die Jahreslosung 2018 der evangelischen Kirchen: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers, umsonst.“ Dieser Vers aus der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, wird auch den blauen Faden bilden für die Diskussion.

Der Eintritt zur Veranstaltung am Donnerstag, 22. März ist frei.
Veranstaltungsort ist die Kirche St. Johann in Davos Platz.
Beginn um 20 Uhr.
Die Kollekte geht an das Hilfswerk Kids of Africa.“

News Trinkwasserinitiative

Am Weltwassertag 2017 wurde die Trinkwasserinitiative lanciert. Bereits im Januar konnte sie mit mehr als nötig Unterschriften eingereicht werden. Bleiben Sie auf dem Laufenden, lesen Sie die News der Trinkwasserinitiative!

Links

Alternatives Weltwasserforum 2018, Vorbereitung in Deutschland, Brot für die Welt und Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW)

Wem gehört das Wasser? Domradio.de vom 20.3.18

Indonesia women face daily swim for clean water, The express Tribune 22.3.18

Brasilien: Weltwasserforum und Privatisierung in Kritik, Brasilien Portal vom 12.3.18

Weltwasserforum in Brasilien gestartet, ZDF vom 18.3.18

Weltwasserforum in Brasilien – Hier fehlt etwas. Die Konferenz berät über den Wassermangel. In Südafrika und Spanien hat die Dürre bedrohliche Ausmaße. taz vom 16.3.18

World Bank Group – Water

Heidis Artikel zu Palmöl

22.3.18 HOME

Was Michelle Obama für die USA, das ist Gorilla für die Schweiz

23. Juli 2016
Copyright Gorilla

Copyright Gorilla

Die Schweizer Behörden tun sich schwer mit Prävention, sei es Gesundheit, Tabak, Alkohol, Ernährung, Littering usw. oder sauberes Wasser. Man wolle die Leute nicht bevormunden – heisst es jeweils – sie seien eigenverantwortlich und die Medien würden ausreichend über allfällige Probleme informieren. Vorbeugen liegt ihnen irgendwie nicht. Hingegen Wachstum in allen Branchen schon, auch im Gesundheitswesen. Sind wir schliesslich die Geprellten?

Ein ideales Geschenk für Gross und Klein aus dem Gorilla Shop!

Ein ideales Geschenk für Gross und Klein aus dem Gorilla Shop!

Doch es gibt immer wieder Hoffnungsschimmer ausserhalb der mit unseren Steuern bezahlten Strukturen, z.B. die jungen Leute von Gorilla. Wie Michelle Obama engagieren sie sich gegen Übergewicht und für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, für Bewegung und gesunde Ernährung mit den Zielen Lebensfreude und Wohlbefinden. Angefangen hatte alles mit einer kleinen Erbschaft … lesen Sie hier die Geschichte der Stiftung. Entstanden ist eine respektable Organisation, welche über 195’000 Kinder und Jugendliche jährlich erreicht, siehe Programm. Zehn junge Leute bilden das Schtifti-Team: „Wir sorgen für eine gesunde Zukunft.“

Motto von Gorilla

Gib deinem Leben mehr Uga-Uga!
Mit vielen Tipps rund um Freestylesport und Ernährung verleiht dir GORILLA mehr Power. Hier kriegst du Uga-Uga ins Leben!

Viele Informationen und Rezepte

Mit dem Raumschiff geht’s zu den drei Planeten Basis, Bewegung und Ernährung. Die Informationen und Empfehlungen sind auch interessant für Erwachsene. Besonders gefreut hat Heidi das Kapitel über Wasser. Zum Beispiel ist der Wasserkreislauf anschaulich in einem Film erklärt. Oder möchten Sie Ihr Wasser-Wissen testen? Heidi hat’s getan – und ist durchgefallen!

Ein Poster für jede Schulstube und jedes Sitzungszimmer! Im Gorilla Shop erhältlich.

Ein Poster für jede Schulstube und jedes Sitzungszimmer! Im Gorilla Shop erhältlich.

Gorilla-Schulprogramm

Die Schtifti Stiftung macht es den Lehrern einfach. Sie bietet fixfertige Unterrichtsmaterialien und Lektionsplanungen zu Ernährung, nachhaltigem Konsumverhalten und Bewegung für die Oberstufe an. Unter Einkauf und Budget lautet die Getränke-Empfehlung Hahnenwasser, da eine Flasche in der Schweiz überall nachgefüllt werden kann.

Zitat aus dem SVGW Newsletter Juli 2016 des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches: „… Damit tue man etwas für die Umwelt und könne 70 Franken pro Monat sparen. Die Schtifti Foundation wird ihr Schulprogramm noch weiter ausbauen und dabei weiter die Bedeutung von Trinkwasser als gesundem, nachhaltigen und günstigem Lebensmittel thematisieren.“ Der SVGW ist ein Fachpartner von Gorilla.

Gorilla gibt’s nach Deutschland ganz neu auch in Österreich, mit Sitz in Innsbruck.

www.gorilla.ch: Trink Wasser! Heidis Mist vom 8.10.14

FREESTYLER MACHENS VOR, «Die sind cool drauf!»,Workshops: Viel Bewebung und gesundes Essen – diese Botschaft ist Teenagern schwer zu vermitteln. Es sei denn, man lässt dies coole Typen tun. Thomas Compagno, Coopzeitung Nr. 8 vom 17.2.15.

23.7.16 HOME

 

 

Jubiläum: 5 Jahre Heidis Mist

15. Mai 2015
Jahr für Jahr liegt Mist monatelang ungedeckt am Wanderweg, welcher von Landquart durch die Rohan-Schanze nach Malans führt. Was würde wohl Henri Duc de Rohan dazu sagen, “der gute Herzog”, der die Burgundertraube in die Bündner Herrschaft gebracht hatte? https://heidismist.wordpress.com/2010/06/01/rohan-schanze-neu-entdeckt/

Jahr für Jahr liegt Mist monatelang ungedeckt am Wanderweg, welcher von Landquart durch die Rohan-Schanze nach Malans führt. Was würde wohl Henri Duc de Rohan dazu sagen, “der gute Herzog”, der die Burgundertraube in die Bündner Herrschaft gebracht hatte? https://heidismist.wordpress.com/2010/06/01/rohan-schanze-neu-entdeckt/

Im Frühling 2010 informierte Heidi den zuständigen Beamten des Amts für Natur und Umwelt in Chur über die mehr als 20 riesigen Misthaufen, welche auf nur 2 km2 Fläche im Gewässerschutzbereich rund um Maienfeld im Feld lagen. Die Bauern hatten den Mist zum Teil schon vor Monaten dorthin gebracht, vom Stall direkt aufs Feld. Ungedeckt lag er da, der Witterung ausgesetzt, und die Haufen wurden immer länger. Doch der Beamte sah keinen Handlungsbedarf, verwies stattdessen auf die (nicht gesetzeskonforme) Bündner Wegleitung. Am 7.3.10 – es blies ein eisiger Wind, die Kamera verweigerte immer wieder ihren Dienst – fotografierte Heidi die Misthaufen und schickte die Fotos nach Chur. Erfolglos!

Nach einer langen Trockenperiode begann es wie aus Kübeln zu regnen. Tropfen hämmerten auf Blech … und Heidi „hörte“ quasi Nitrat ins Grundwasser tropfen. Kurz entschlossen setzte sie sich an den Computer, richtete innert eines Tages einen WordPress-Blog ein, nannte ihn Heidis Mist und schrieb den ersten Artikel Miststöcke im Heidiland. Das war am 15.5.10. Was sie damals noch nicht wusste, das ist: Das Lagern von Mist im Feld hat im Churer Rheintal (usw.) Tradition, und nicht alle Bauern bauen einen Stall UND eine Mistplatte.

Was als kurzzeitiges Engagement gedacht war, ist zu einer regelrechten Daueraufgabe geworden: Der Schutz des Wassers vor Verschmutzungen. Heidi ist nicht die Einzige, die sich dafür einsetzt, aber es braucht viele MitstreiterInnen.

Wer näher hinschaut, merkt schnell, dass der Gewässerschutz in der Landwirtschaft keine einfache Aufgabe ist. Verantwortung wird wie eine heisse Kartoffel herumgereicht bzw. auf Hierarchie-Stufen hinunter geschoben, welche oft weder gewillt, noch kompetent sind, die Aufgaben anzupacken, und auch nicht über die nötigen Ressourcen verfügen. Da und dort werden handlungswillige Beamte zurückgepfiffen, entlassen oder so schikaniert, dass sie das Handtuch werfen. Da und dort helfen Beamte den Bauern beim Gewässerverschmutzen. Es wird viel geredet, geforscht und geschrieben, doch es mangelt am Willen vieler EntscheidungsträgerInnen, den Vollzug der (gar nicht so schlechten) Gesetze einzufordern bzw. neue Gesetze zu schaffen, wenn die Umstände dies erfordern.

SSieben Wochen nach dem ersten Foto sah der Mist in der Rohan-Schanze ziemlich verwaschen aus. Pilze haben einen guten Nährboden gefunden.

Sieben Wochen nach dem ersten Foto sah der Mist in der Rohan-Schanze ziemlich verwaschen aus. Pilze haben einen guten Nährboden gefunden.

Es ist eben schon so, dass diejenigen, die wir dafür bezahlen (Steuergelder), damit sie uns schützen, im Lobbying-Sumpf stecken, „Nettigkeiten“ austauschen, bestenfalls zanken, Gewinnträchtigeres anpacken, sich auf die nächste Wahl vorbereiten, statt Probleme wahrzunehmen und zu lösen. Erst wenn der Druck von unten zu stark wird, organisieren sie mit grossem Brimborium endlose Debatten und versprechen das Blaue vom Himmel, obwohl sie oft genug nicht gewillt sind, dem Blauen auch zum Durchbruch zu verhelfen.

Wenn es um das Wasser geht, meint Heidi, dann muss das Ziel sein: So sauber wie nur möglich. Vorbeugender Gewässerschutz ist zentral. Grenzwerte sind ein verführerischer Zauberstab für Nicht-Handlungs-Willige. Sie pochen auf den Grenzwerten, die (noch) nicht erreicht sind, obwohl Grenzwerte mehr auf Annahmen basieren, denn auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie werden immer wieder gerade dann erhöht, wenn sie oft überschritten werden. Unter den Tisch gewischt wird, dass über die Wirkung von Giftmischungen überhaupt keine verlässlichen Daten vorhanden sind; entsprechende Forschung würde Unsummen kosten.

Das Grundwasser ist ein träges System, falls es einmal grossräumig arg verschmutzt sein sollte, dann wird die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser schwierig. Und die Flüsse im Wasserschloss Europas? Man stelle sich vor: Die Konzentration vieler Stoffe im Wasser knapp unter dem Grenzwert. Was würden unsere Nachbarn sagen, welche das Wasser „übernehmen“ müssen?

Weil es viele Leute braucht, die sich um den Gewässerschutz kümmern, wird Heidi auch nach dem heutigen Jubiläumstag weitermachen, damit auch in Zukunft 40% des Schweizer Trinkwassers ohne jede Aufbereitung direkt aus dem Grundwasser ins Leitungsnetz eingespeist werden können und es den Lebewesen in den Bächen wohl ist.

Heidi dankt ihren Leserinnen und Lesern für die Treue und Motivation und WordPress für die Unterstützung und Gratulation. Übrigens, die Abo-Zahl ist im vergangenen Jahr um 39,5% gestiegen: Prost (mit sauberem Hahnenwasser)!

Der Mist liegt heute noch in der Rohan-Schanze, d.h. seit mindestens neun Wochen. Wie lange noch?

Der Mist liegt heute noch in der Rohan-Schanze, d.h. seit mindestens neun Wochen. Wie lange noch?

15.5.15 HOME

Wir sind der Antrieb für Veränderungen

11. Februar 2015
Längst nicht alle Abfälle, welche Gewässer verschmutzen, werden (mühsam) herausgefischt. Leserfoto: China

Längst nicht alle Abfälle, welche Gewässer verschmutzen, werden (mühsam) herausgefischt. Leserfoto: China

Weltweit gelangen jedes Jahr 300’000 Tonnen Plastik ins Meer. Dieser Zivilisationsmüll verschmutzt Küsten, schaukelt auf den Wellen der Weltmeere, wird zerkleinert, von Tieren gefressen, gelangt in die Nahrungskette und tötet. Plastik gibt Zusatzstoffe wie Phthalate und Bisphenol A ab (beide wirken wie Hormone), Brandhemmer usw. Im Meerwasser nimmt Plastik Chemikalien auf, z.B. polychlorierte Biphenyle und Pestizide (DDT).

Grosse Mengen kleiner Plastikfasern aus synthetischen Kleidern werden mit dem Waschwasser in die Flüsse geschwemmt, später ins Meer, denn die Abwasserreinigungsanlagen können sie nicht herausfiltern, desgleichen kleine Plastikkügelchen aus Kosmetika. Illinois hat als erster Staat der Welt diese Kügelchen verboten, welche als häufige Verschmutzung auf dem Wasser der Great Lakes schwimmen, Illinois Bans Cosmetics Containing Microbeads, Time, 26.6.14.

Mikroorganismen besiedeln Plastik, darunter befinden sich auch Krankheitserreger z.B. Vibrionen. Viel mehr weiss man heute nicht. Niemand kennt die langfristigen Auswirkungen. Dawn of the Plasticene, Plastic Age: How it’s reshaping rocks, oceans and life, New Scientist vom 31.1.15. Heidi schickt Ihnen auf Anfrage gerne den vollständigen Artikel: Mail an heidismist at bluewin.ch.

Im Übrigen klappt die Entsorgung von Abfall in der Schweiz allgemein gut, aber Littering ist ein Problem. Auch in unsere Gewässer gelangt Plastik und wird Richtung Meer geschwemmt, Erste Bestandesaufnahme von Mikroplastik in Schweizer Gewässern, Medienmitteilung Bundesamt für Umwelt vom 11.12.14. Ohne es meist zu wissen, tragen SchweizerInnen in den Ferien – je nach gewähltem Ziel – massiv zur Verschmutzung der Meere bei und zur Zerstörung von Paradiesen. Zurück bleibt ein nirgends „verrechneter“ schmutziger Fussabdruck; mehr darüber demnächst auf Heidis Mist.

Beim Zahlen in Apotheken, Warenhäusern und in vielen weiteren Läden hören wir die Standard-Frage: „Möchten Sie einen Plastiksack?“ Heidis Antwort bewirkte da und dort Veränderung: Die Frage wurde abgeschafft, denn es leuchtet ein, dass (zu) gut Verpacktes nicht nochmals verpackt werden muss. Auch Hahnenwasser statt Pet-Flaschen können wir alle fördern bzw. fordern. Und vieles mehr. Denken wir darüber nach!

Wir füllen die Welt mit Müll. Was sind die Konsequenzen? Was können wir dagegen tun? Schon heute?

Nachtrag 13.2.15:  Gemäss Schätzungen des Forscherteam um Jenna Jambeck von der University of Georgia, Athens USA, landen jährlich durchschnittlich 8 Millionen Tonnen Plastikabfälle im Meer, Das Meer ertrinkt im Plastik, SRF 13.2.15.

Jambeck Research Group

Die Explosion der Plastosphäre, FAZ 13.2.15

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