Posts Tagged ‘Heidi’

Heidi Band 3: Heidi will es wissen

6. Januar 2018

Abstand zu Wohnzonen: Heidis vergebliche Suche nach der Helikopter-Pestizid-Sprühliste, Heidis Mist vom 3.1.18

Insektensterben: Das Dornröschen schläft, Heidis Mist vom 11.11.17

Heidi Band 1: Heidis Lehr- und Wanderjahre, 1880

Heidi Band 2: Heidi kann brauchen, was es gelernt hat

Heidi Band 3: Heidi will es wissen, in Arbeit!

Wikipedia: In nur wenigen Jahren nach der Erstpublikation wurden die Heidi-Bücher zu einem Welterfolg. Bis heute wurden sie in über 50 Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt. Nachdem die Urheberrechte abgelaufen sind, erscheinen immer mehr Heidi-Bücher und -Geschichten, die jedoch mit Spyris Heidi teilweise nicht mehr viel gemeinsam haben, die Spanne reicht von sprachlichen Modernisierungen bis hin zu Fortsetzungen oder Übertragungen in die heutige Zeit.

6.1.18 HOME

Jubiläum: 6 Jahre Heidis Mist

15. Mai 2016

Liebe Leserin, lieber Leser

Herzlichen Dank, dass Sie Heidis Mist lesen … und sich für sauberes Wasser einsetzen!?? Was noch nicht ist, das kann noch werden! Ein Dankeschön auch an alle, welche Heidi mit Informationen, kritischer Durchsicht von Texten usw. unterstützt haben.

Heidi feiert das 6-Jahr-Jubiläum am 15. Mai 2016 ohne Arbeit. Nur etwas sei gesagt: Die Abos haben im vergangenen Jahr um 41% zugelegt.

Heidis Mist: Ein Dorn im Auge der Gewässerverschmutzer, ein Wegweiser für jene, welche das Wasser und die Lebewesen im Wasser lieben und das Lebensmittel Nr. 1 schützen.

So fing alles an: Miststöcke im Heidiland, 15.5.10

Dieses Geburtstagsgeschenk möchte Heidi mit Ihnen teilen:
Old Town of Lijiang, Yunnan, China in 4K (Ultra HD), youtube

Danke WordPress für die Unterstützung!

anniversary-1x

.15.5.16 HOME

Pflanzenschutzmittel-Sprühflüge: massive Lockerung der Abstandsvorschriften?

3. März 2016
Der Alpöhi ist sprachlos, Heidi empört, doch der Geissenpeter beteuert, dass er die Wahrheit sagt: "Das Bundesamts für Umwelt erlaubt weiterhin Helikopter-Sprühflüge und will sogar verschiedene Abstandsvorschriften für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft massiv verkleinern." Heidi: "Ich habe geglaubt, dass die Bundesbeamten jetzt Ernst machen mit dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel. Es sieht nicht so aus. Sie verwässern weiterhin ungeniert die Gesetze! Sind wir eigentlich noch eine Demokratie oder eher eine Bauern- und Industriediktatur?" ... und mit Blick gen Himmel: "Vielleicht testen sie das jetzt auch bei uns, mit den neuen Abständen geht das womöglich auch in der Bündner Herrschaft."

Der Alpöhi ist sprachlos, Heidi empört, doch der Geissenpeter beteuert, dass er die Wahrheit sagt: „Das Bundesamts für Umwelt erlaubt weiterhin Helikopter-Sprühflüge und will sogar verschiedene Abstandsvorschriften für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft massiv verkleinern.“ Heidi: „Ich habe geglaubt, dass die Bundesbeamten jetzt Ernst machen mit dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel. Es sieht nicht so aus. Sie verwässern weiterhin ungeniert die Gesetze! Sind wir eigentlich noch eine Demokratie oder eher eine Bauern- und Industriediktatur?“ … und mit Blick gen Himmel: „Vielleicht testen sie das jetzt auch bei uns, mit den neuen Abständen geht das womöglich auch in der Bündner Herrschaft.“

Heidi: „Besonders stört mich, dass man jetzt die Distanz zur engen Grundwasserschutzzone S1, die nur gerade 10 m gross ist, von 60 auf 30 m verkleinern möchte. Von der S2 gar nicht zu reden! Dort ist das Versprühen der meisten Pflanzenschutzmittel sowieso erlaubt. Wie wird die Distanz gemessen?“

Peter: „Von der Mitte des Helikopters aus.“

Alpöhi: „Dann ist dies ja gar nicht die Distanz zu den Sprühdüsen, sondern sie variiert je nach der Breite des Spritzbalkens. Unglaublich! Hat man in Bern das Denken verlernt?“

Peter: „Auch die Bio-Bauern werden keine Freude haben, will man doch die Schutzdistanz zu biologisch bewirtschafteten Flächen ebenfalls von 60 auf 30 m reduzieren. Dasselbe gilt für schützenswerte Objekte wie Gewässer, Naturschutzgebiete, Hecken usw.

Bei den BeamtInnen sind Ausnahmen beliebt, dann weiss niemand mehr was rechtens ist. Besonders störend ist, dass gegenüber Hecken und Grünbegrenzungen, welche zum Schutz vor Abdrift dienen, nur ein Abstand ab Helikopter-Mitte von 10 m vorgesehen ist.

Heidi: „Wie breit ist ein Spritzbalken?“

Peter: „Für Luftfahrzeuge? Das weiss ich nicht, aber die Spritzbalken sind einige Meter breit, d.h. bei 10 m Abstand ist das brutal nahe!

Heidi: „Was geschieht mit all den Lebewesen in den Hecken? Mausetot?“

Peter: „Das interessiert die Flieger und Bauern und Beamten doch nicht. Es sind meist „bloss“ Pilzbekämpfungsmittel, wobei darunter z.B. auch Folpet ist, das als umweltgefährlich und gesundheitsschädlich eingestuft ist.

Einzig für Wohngebiete, öffentliche Gebäude, Pärke usw. wird die 60-Meter-Distanz beibehalten, doch nicht ohne Ausnahme: So kann bei der Anwendung von gewissen Mitteln die Distanz zu bewohnten Gebäuden auf 30 m reduziert werden.

Zu Kantonsstrassen und Autobahnen sind nur 10 m Abstand von der Mitte des Luftfahrzeugs aus vorgesehen.“

Heidi: „Ist ja jede selber schuld, wenn sie im offenen Sportcoupé herumfährt! Ich muss das Kathy und Fritz sagen, die reisen ja so gerne ins Wallis, um dort Wein einzukaufen. Vielleicht besuchen sie dann in Zukunft lieber uns und kaufen Herrschäftler. Das wäre wenigstens eine gute Seite der furchtbaren Sache.“

Peter: „Mit den Ausnahmen bin ich noch nicht am Ende: Wenn ein angrenzender Bio-Bauer oder Bewirtschafter von Ackerbau-, Beeren- oder Gemüsekulturen sein schriftliches Einverständnis gibt, dann kann die Schutzdistanz auf 10 m reduziert werden.“

Heidi: „Und wir dummen Konsumentinnen sollen dann diese Produkte kaufen und essen? Nein danke!“

Alpöhi: „Und wo bleibt da das Vorsorgeprinzip? Klara würde sagen: Die sind ja völlig bekloppt! Wo bleibt der Aktionsplan Artenvielfalt? Was ist mit dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel? Wenn man noch bedenkt wie miserabel es mit Vollzug und Kontrolle steht!

Peter: Natürlich muss auch das Wetter berücksichtigt werden, d.h. nicht mehr als 5 m/s, keine Böen, nicht mehr als 25°C. Abdrift ist aber bis 10% des Wirkstoffes erlaubt.“

Heidi: „PAN Germany hat Abdrift untersucht, u.a. wird die Windgeschwindigkeit häufig nicht beachtet. Das alles ist völlig krass. 10% erlaubt! Mich erstaunt nichts mehr!“

 

Herr Sesemann war mit Klara und Fräulein Rottenmeier letzten Sommer im Wallis in den Ferien. Sie spazierten auf dem Weinwanderweg von Sierre nach Salgesch. Obwohl die Bauern nur am Boden spritzten, nebelte Abdrift sie ein und es stank entsetzlich in den Rebbergen. Heidi fragte Klara, wie das denn in der EU sei. Hier ihre Antwort: Richtlinie 2009/128/EG (1) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass das Spritzen oder Sprühen mit Luftfahrzeugen verboten ist. (2) Abweichend von Absatz 1 darf das Spritzen oder Sprühen mit Luftfahrzeugen nur in besonderen Fällen genehmigt werden … Klara vor einem Weiher in Sierre.

Herr Sesemann war mit Klara und Fräulein Rottenmeier letzten Sommer im Wallis in den Ferien. Sie spazierten auf dem Weinwanderweg von Sierre nach Salgesch. Obwohl die Bauern nur am Boden spritzten, nebelte Abdrift sie ein und es stank entsetzlich in den Rebbergen. Heidi fragte Klara, wie das denn in der EU sei. Hier ihre Antwort: Richtlinie 2009/128/EG (1) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass das Spritzen oder Sprühen mit Luftfahrzeugen verboten ist. (2) Abweichend von Absatz 1 darf das Spritzen oder Sprühen mit Luftfahrzeugen nur in besonderen Fällen genehmigt werden … Klara vor einem Weiher in Sierre.

Der Touristenführer, den das Weinbaumuseum Salgesch für Herrn Sesemann organisiert hatte, stammt aus der Region, wusste viel von früher und heute zu erzählen. Vor einem Rebberg blieb er stehen und sagte: "Das ist ein biologisch bewirtschafteter Rebberg. Ich frage mich, ob das tatsächlich noch BIO ist." Fräulein Rottenmeier erstarrte und fragte: "Macht es Sinn, hier Bio-Wein zu trinken?"

Der Touristenführer, den das Weinbaumuseum Salgesch für Herrn Sesemann organisiert hatte, stammt aus der Region, wusste viel von früher und heute zu erzählen. Vor einem Rebberg blieb er stehen und sagte: „Das ist ein biologisch bewirtschafteter Rebberg. Ich frage mich, ob das tatsächlich noch BIO ist.“ Fräulein Rottenmeier erstarrte und fragte: „Macht es Sinn, hier Bio-Wein zu trinken?“

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Unverbesserliche Optimisten

16. Oktober 2013
     Ich nime no'n Campari Soda     Wiit unter mer liit s'Wolkemeer     De Väntilator summet liislig     Es isch als gäbs mich nüme mee ...


Ich nime no’n Campari Soda
Wiit unter mer liit s’Wolkemeer
De Väntilator summet liislig
Es isch als gäbs mich nüme mee …

Ein Leser schrieb dieser Tage: „Es scheint mir, dass wir gleichartig unverbesserliche Optimisten sind. Da trifft die Volksweisheit zu:

Der Pessimist findet alles furchtbar.
Der Optimist weiss, alles kann noch schlimmer kommen.

Und (fast) alles kommt schlimmer.“

Nun ja, dies ist Heidis 250. Beitrag: 235 Artikel + 15 Seiten = 250 Beiträge. Und hier die am häufigsten aufgerufenen:

  1. Nur Schweizer Poulet und Truthahn kaufen!
  2. Heidi
  3. Kloster Disentis setzt Zeichen für die Berglandwirtschaft
  4. Wozu?
  5. Misthaufen im Feld 2011/12

Gewässerschützer haben es nicht einfach. Wer interessiert sich schon dafür, was da alles rund um H2O herum ist. Das Wohl der Tiere liegt vielen Mitmenschen näher. Aber gerade darum müssen wir hartnäckig und unerschrocken weitermachen. Heidis Leitspruch:

Wir können die Welt nicht ändern, aber ein bisschen schon!

Eine Leserin schrieb gestern: „…und da lief auf der Rückfahrt wieder einmal „Campari Soda“ im Radio – wie passend, da muss ich auch immer an dich denken…“

Also machen wir’s uns gemütlich, lehnen zurück und hören:
Campari Soda Lied von TAXI

Campari Soda, Wikipedia

16.10.13 HOME

2 Jahre Heidis Mist

15. Mai 2012
DSC00862_Alp_Löwenzahn

Zuviel Gülle und Mist auf Alpweiden fördert zum Beispiel den Löwenzahn; die Artenvielfalt nimmt ab.

Heute vor zwei Jahren hat Heidi ihren Blog Heidis Mist gegründet. Damals lagen bei Maienfeld GR mehr als 20 riesige Misthaufen ungedeckt seit Monaten auf Wiesen und Äckern, es regnete wie aus Gelten. Unter dem Mist fliesst das Grundwasser, Trinkwasser für viele Leute, die weiter unten am Rhein wohnen: Miststöcke im Heidiland.

Dass das Lagern von Mist auf freiem Feld hierzulande Tradition hat, wusste sie damals noch nicht. Überhaupt war Heidi ziemlich naiv, traute oft ihren Augen nicht. In den letzten Jahren hat sie viel über Gülle- und Mistpraxis gelernt. Gesetze werden in Bern verfasst, vollzogen werden sie in den Kantonen … oder auch nicht!

Zum Jubiläum ein bisschen Statistik. Dies ist Heidis 138. Artikel. Hinzu kommen 13 Seiten unter Heidis Mist, Diaschau, Gesetze in Kürze… 25’347 Seitenanfragen sind es seit Beginn. Am beliebtesten war natürlich Heidi, gefolgt von Wozu? und der Diaschau Misthaufen im Feld 2010/11. Der meistgelesene Artikel ist Kloster Disentis setzt Zeichen für die Berglandwirtschaft. Obwohl ein Bekannter meinte, die Gesetze könne Heidi weglassen, das lese sowieso niemand, ist das Gewässerschutzgesetz: Hofdünger an 11. Stelle der aufgerufenen Artikel und Seiten. Auch die anderen Hinweise auf Gesetzte werden häufig gelesen. Wer kennt schon die Rechtshierarchie oder weiss, dass Verstösse gegen die Gewässerschutzgesetzgebung Offizialdelikte sind? Der Tag mit den meisten Seitenanfragen ist noch immer der 1. Dezember 2010 mit 333 Anfragen. Die Seitenanfragen hatten Mitte November 2010 nach der Veröffentlichung des Artikels Winteranfang in den Bergen rasant zugenommen, denn Heidi hatte die BündnerInnen dazu ermuntert, Verstösse gegen die Gewässerschutzgesetzgeung bei der Polizei anzuzeigen. Am 3. Dezember war dann im Bündner Bauern zu lesen, dass Güllen und Misten im Winter grundsätzlich verboten sei, siehe Wohin mit Gülle und Mist? Endlich!

Die Leserschaft setzt sich wie folgt zusammen: 68% Schweiz, 20% Deutschland, 7% Österreich und 5% Übrige. Heidis treue LeserInnen wissen, dass Heidi nicht nur „mistet“ und über’s Güllen schreibt, sondern auch Werbung für umweltbewusste und tierliebende Bauern macht. Wer genau hinschaut, entdeckt Unglaubliches. So könnte Heidi Tag und Nacht schreiben, der Stoff ginge ihr nie aus. Herzlichen Dank allen, die Heidi mit Rat und Tat geholfen haben, sowie den treuen AbonentInnen.

15.5.12 HOME


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