Posts Tagged ‘Herbizid’

Mist und Herbizid auf dem Wanderweg des Osterhasen

3. Oktober 2017
Bunt sind schon die Wälder ... der Osterhase ist unterwegs, sammelt Material für seine Farben. Der Misthaufen auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg ist jetzt weg, wurde soeben verteilt ...

Bunt sind schon die Wälder … der Osterhase ist unterwegs, sammelt Material für seine Farben. Der Misthaufen auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg ist jetzt weg, wurde soeben verteilt …

... Anfang April waren die Bergspitzen noch schneebedeckt und derselbe Misthaufen lag schon mitten auf dem Wanderweg des Osterhasen ...

… Anfang April waren die Bergspitzen noch schneebedeckt und derselbe Misthaufen lag schon mitten auf dem Wanderweg des Osterhasen …

... Hier lag er, der Mist. Offenbar braucht der Bauer die Nährstoffe nicht, welche in den sechs Monaten ausgewaschen wurden und allenfalls in einer Quelle oder im Grundwasser zum Vorschein kommen ...

… Hier lag er, der Mist. Offenbar braucht der Bauer die Nährstoffe nicht, welche in den sechs Monaten ausgewaschen wurden und allenfalls in einer Quelle oder im Grundwasser zum Vorschein kommen …

... Eine dicke Schicht liegt jetzt auf der Wiese. Immerhin, um den Schacht: kein Mist! Misthaufen dürfen nur kurze Zeit auf dem Feld oder der Wiese liegen. Wenn der Mist mit wasserabstossendem Material gedeckt wird, dann maximal sechs Wochen. Osterhase: "Dieser Mist lag jetzt sechs Monate gut sichtbar hier am Weg. Kontrolleure und Ämter haben beide Augen zugedrückt. Ich habe ihn fotografiert und Heidi die Bilder geschickt. Wenigstens soll man es wissen." ...

… Eine dicke Schicht liegt jetzt auf der Wiese. Immerhin, um den Schacht: kein Mist! Misthaufen dürfen nur kurze Zeit auf dem Feld oder der Wiese liegen. Wenn der Mist mit wasserabstossendem Material gedeckt wird, dann maximal sechs Wochen. Osterhase: „Dieser Mist lag jetzt sechs Monate gut sichtbar hier am Weg. Kontrolleure und Ämter haben beide Augen zugedrückt. Ich habe ihn fotografiert und Heidi die Bilder geschickt. Wenigstens soll man es wissen.“ …

... Und dann die Herbizide! Wildrosen wurden gespritzt, wo ich doch Hagebutten für den Winter sammle. Aber das ist erlaubt: Einzelstockbehandlung ...

… Und dann die Herbizide! Wildrosen wurden gespritzt, wo ich doch Hagebutten für den Winter sammle. Aber das ist erlaubt: Einzelstockbehandlung …

... noch mehr Herbizid-Rosen. Die Dornen bleiben. Würde der Bauer einmal nicht mit dem Traktor vorbeifahren, sondern zu Fuss gehen, dann könnte er die Rosen rechtzeitig mechanisch bekämpfen ...

… noch mehr Herbizid-Rosen. Die Dornen bleiben. Würde der Bauer einmal nicht mit dem Traktor vorbeifahren, sondern zu Fuss gehen, dann könnte er die Rosen rechtzeitig mechanisch bekämpfen …

... In der Schafweide: Viele mit einem Totalherbizid bekämpfte "Einzelstöcke".

… In der Schafweide: Viele mit einem Totalherbizid bekämpfte „Einzelstöcke“.

 

Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen, Heidis Mist vom 15.4.17

Schoggitaler-Aktion 2017 von Pro Natura und Heimatschutz: Wildtierkorridore

Mist-Zwischenlager auf dem Feld, Heidis Mist

3.10.17 HOME

Rind frisst Herbi-Brennnesseln – Video

27. September 2017

Sophie: „Heidi, meine Bekannten finden meist den Film mit dem Brennnessel-fressenden Rind nicht. Weisst du, den Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt worden waren. Den Tieren schmecken die welken oder dürren Pflanzen besser als die frischen. Das ist nicht nur bei den Brennnesseln so, auch bei Giftpflanzen, dann wird’s wirklich gefährlich für die Tiere.

Heidi: „Dein Wunsch sei mir Befehl!“

Video auf youtube: Rind frisst Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt wurden.

27.9.17 HOME

Klaras Brief: Von teuren und kostbaren Brennnesseln

5. September 2017
Brennnesseln im Gartenzentrum!

Brennnesseln im Gartenzentrum!

Weil der gestrige Tag so kalt und nass war, machten die Sesemanns einen Ausflug ins Unterland, besuchten ein Gartenzentrum. Sie staunten über die Vielfalt der angebotenen Pflanzen, auch Wildpflanzen. Klara schrieb am Abend Heidi einen Brief:

… Plötzlich rief Frl. Rottenmeier: „Brennnesseln, sieht da! Mickrige Brennnesselstöckchen für fast sieben Franken!“ Herr Sesemann fragte eine Auskunftsperson: „Ja, Brennnesseln sind begehrt; sie sind Lebensmittel, Heilpflanze, Schmetterlingsweide und Hilfsstoff im biologischen Landbau zugleich.“

Herr Sesemann ergänzte: „Auch die Fasern kann man nutzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland Nesseltuch für Armee-Bekleidung verwendet.“ Ich schaute rasch auf Wikipedia nach: Brennnesseln kommen auf stickstoffreichen Böden vor. Noch heute gibt man ganze oder gehackte Brennnesseln als Vitaminträger in das Futter von Küken, Ferkeln und Kälbern, damit sie schneller wachsen. Man kann auch Wolle damit färben.

Zudem gibt es alte Bräuche, z.B. wer am 1. Januar Brennnesselkuchen isst, sichert sich ein gutes Jahr. Und die Älpler spritzen DIE mit Herbizid tod! Das kann ich nicht begreifen. Wäre doch eine Goldgrube …

Heidi las den Brief dem Alpöhi vor. Der lachte und sagte: „Das Vieh frisst die angewelkten und getrockneten Brennnesseln so gerne, dass ich Mühe habe, welche für den Winter auf die Seite zu tun, falls ein Tier krank ist.“ Heidi: „Und was meinst du zu Brennnesseltee von der Alp zum Blumentod?“

Brennnesseln, Wikipedia

Herbizide auf Alpen, alle Artikel von Heidis Mist

5.9.17 HOME

So wird aus einer mageren Alpweide eine Unkrautweide

17. August 2017
Schöne Aussicht ... und ... Bauern laden Heu um. Wer findet sie auf diesem Bild?

Schöne Aussicht … und … Bauern laden Heu um. Wer findet sie auf diesem Bild?

Heidi meint: „Das einzig Positive an den Helikopter-Pestizidsprühflügen ist, dass die Sesemanns jetzt ihre Ferien häufiger in Graubünden verbringen und nicht mehr ins Wallis fahren.“ Im Moment logieren sie in Maienfeld. Heidi und Peter haben die Feriengäste für einen Alpausflug abgeholt.

Heidi konnte ihnen (wie 2016) auch dieses Jahr beim Vorbeifahren mit der SBB den seit eh und je fehlenden Pufferstreifen am Malanser Mühlbach zeigen und den etwas grösser gewordenen, aber immer noch viel zu kleinen, am Kleinen Seezli.

Überraschung im Ausflugsrestaurant

Rechtzeitig für eine Verschnaufpause mit Kaffee und Gipfeli erreichten sie das Ausflugsrestaurant. Klara war begeistert von der Aussicht, machte ein paar Fotos und zeigte sie Peter.

Peter: „Interessant! Hier unten siehst du Bauern beim Umladen von Heu für die Alp, denn mit dem schweren Gefährt können sie nicht hinauffahren.“

Umladen von Heu vom grossen auf die kleinen Transporter.

Umladen von Heu vom grossen auf die kleinen Transporter.

Klara: „Heu?“

Peter: „Ja! Die Alpbesitzer sind reich und Alpkäse ist beliebt, daher haben sie eine Käserei gebaut. Doch die Qualität des Weidefutters ist schlecht, nur für Rinder knapp genügend. Daher braucht es auch gutes Futter aus dem Tal oder zugekauftes.“

Und los gehts!

Und los gehts!

Am Bergrestaurant vorbei ... Touristen fotografieren ... unzählige Samenständer von Blacken auf den Weiden ...

Am Bergrestaurant vorbei … Touristen fotografieren … unzählige Samenständer von Blacken auf den Weiden …

... Abgeladen wird bei schönstem Wetter und flatternder Fahne.

… Abgeladen wird bei schönstem Wetter und flatternder Fahne.

Fräulein Rottenmeier: „Das ist doch ein ökologischer Blödsinn! Die sollen ihren Käse unten herstellen. Nur schon die Energie, die es für den Transport braucht! Und was macht der lärmige Helikopter, der dauernd zur Bergspitze fliegt?“

Heidi: “Die Bergsteiger von heute sind anspruchsvoll, wollen essen und trinken wie im Restaurant. Diese Hütte wird zweimal jährlich versorgt. Wir haben Pech!“

Herr Sesemann: „Und was geschieht mit den zusätzlichen Nährstoffen? Werden Gülle und Mist ins Tal transportiert?“

Peter: „Nein, die Dünger bleiben oben, werden auf die kargen Flächen bzw. steinigen Stellen ausgebracht. Sehen Sie dort die Blacken! Sie sind ein Zeichen für Überdüngung; auch können mit dem Heu Unkrautsamen auf die Weiden gelangen und dort keimen. Wir werden noch mehr verunkrautete Weiden sehen.

In dieser Gegend versickert das Wasser leicht; ob die Gülle Quellen verschmutzt, das weiss ich nicht.“

Blacken wachsen auf der kargen steinigen Weide.

Blacken wachsen auf der kargen steinigen Weide.

"Unsauberes" Spritzen ganzer Flächen mit Herbizid, noch gibt es Streifen mit Brennnesseln. Dort wo Brennnesseln waren, wachsen jetzt v.a. Blacken.

„Unsauberes“ Spritzen ganzer Flächen mit Herbizid, noch gibt es Streifen mit Brennnesseln. Dort wo Brennnesseln waren, wachsen jetzt v.a. Blacken.

Heidi: „Ja und die Unkräuter werden zum Teil grossflächig mit Herbiziden besprüht, auch Brennnesseln. Besonders von drainierten Flächen ist Abschwemmung möglich. Ob Herbizide mit dem Wasser in Quellen gelangen? Weil Tiere gerne welke Pflanzen fressen, sind diese oft bald weg. Auch Giftpflanzen werden so eher gefressen. Das kann für Tiere tödlich sein!“

Fräulein Rottenmeier: „Und die Gemsen? Fressen diese die Herbizid-Pflanzen auch?“

Peter: „Das interessiert die Älpler nicht, höchstens die Jäger und Wildhüter, aber diese merken das doch nicht!“

Was sagt das Gesetz?

Direktzahlungsverordnung

Art. 26 Grundsatz

Die Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetriebe müssen sachgerecht und umweltschonend bewirtschaftet werden.

 Art. 31 Zufuhr von Futter

1 Zur Überbrückung witterungsbedingter Ausnahmesituationen dürfen höchstens 50 kg Dürrfutter oder 140 kg Silage pro Normalstoss (NST) und Sömmerungsperiode zugeführt werden.

2 Für gemolkene Kühe, Milchziegen und Milchschafe ist zusätzlich die Zufuhr von 100 kg Dürrfutter und 100 kg Kraftfutter pro NST und Sömmerungsperiode zulässig.

3 Schweinen darf Kraftfutter nur als Ergänzung der alpeigenen Milchnebenprodukte verfüttert werden.

4 Für jede Futterzufuhr sind der Zeitpunkt der Zufuhr sowie die Art, Menge und Herkunft des Futters in einem Journal festzuhalten.

Heidi meint: „Die Bewirtschaftung ist weder sachgerecht noch umweltschonend. Für die Futterzufuhr muss zwar ein Formular ausgefüllt werden, das ist in der Regel jedoch nicht kontrollierbar.“

Höhere Alpungsbeiträge schaden der Biodiversität, Heidis Mist 15.7.16

Herbizide auf Alpen, alle Artikel zum Thema

17.8.17 HOME

Herbizid gegen Farne auf der Alp Novai: zweifelhafte Wirkung!

4. Juli 2017

 

Alp Novai: Farne wurden auch direkt am Bach mit Herbizid bespritzt, was gemäss Chemikalien-Risikoreduktionsverordnung klar verboten ist. Herbizid-Wirkung: Foto vom 11. Juni 2017.

Alp Novai: Farne wurden auch direkt am Bach mit Herbizid bespritzt, was gemäss Chemikalien-Risikoreduktionsverordnung klar verboten ist. Herbizid-Wirkung: Foto vom 11. Juni 2017.

Die gleichen Farne direkt am Bach: Dreizehn Tagen später sind sie schon wieder grün, wachsen üppig weiter! Der Herbizid-Einsatz ist nicht nachhaltig, "nur" eine Umweltverschmutzung.

Die gleichen Farne direkt am Bach: Dreizehn Tagen später sind sie schon wieder grün, wachsen üppig weiter! Der Herbizid-Einsatz ist nicht nachhaltig, „nur“ eine Umweltverschmutzung.

4.7.17 HOME

Herbizid-Trail auch zur Bündner Alp Spärra

25. Juni 2017
Herbizid bis an den Verstanclabach auf der Alp Spärra 1586 m ü.M.

Herbizid bis an den Verstanclabach auf der Alp Spärra 1586 m ü.M.

Doch nicht so schnell! Steigen wir von der Alp Garfiun auf zur Alp Spärra ...

Doch nicht so schnell! Steigen wir von der Alp Garfiun auf zur Alp Spärra …

... entlang der Verstancla ...

… entlang der Verstancla …

... dem Herbizid-Trail folgend ...

… dem Herbizid-Trail folgend …

... in die Höhe ...

… in die Höhe …

... der Weg wird breiter, auch ohne Wegmarke eindeutig signalisiert ...

… der Weg wird breiter, auch ohne Wegmarke eindeutig signalisiert …

... klar, Blacken müssen auch weg!

… klar, Blacken müssen auch weg!

... viele helle Flecken, auch im Hintergrund ...

… viele helle Flecken, auch im Hintergrund …

... helle Flecken ...

… helle Flecken …

... abgestorbene Pflanzen auch neben dem breiten Weg ...

… abgestorbene Pflanzen auch neben dem breiten Weg …

... abrupter Wechsel von gelb zu dunkelgrün und wieder zu gelb ...

… abrupter Wechsel von gelb zu dunkelgrün und wieder zu gelb …

Da schickt man den Hund wohl besser neben den Weg, wo möglich, oder in die Weide. Heidi nimmt an, dass auch hier die Gemeinde Klosters den Weg mit Glyphosat behandelt hat, wie sie das auf den Wegen zur Bio-Knospe-Alp Pardenn und zu den Alpen Garfiun und Novai getan hat.

Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail, Heidis Mist 11.6.17.

25.6.17 HOME

Herbizid-News: Alp zum Schmetterlingstod, Alp zum Blumentod und Alp Pardenn

16. Juni 2017

Alp zum Schmetterlingstod

Diesen Raupen werden sich bald zu Schmetterlingen wandeln, sofern ihnen das Futter nicht durch einen Herbizid-Einsatz entzogen wird. Auf der Alp zum Schmetterlingstod hat Ruedi eine kleine Restfläche mit Brennesseln gefunden, voller Raupen. Wird sie der Älpler noch entdecken und mit der Spritze kommen? Copyright Ruedi K.

Diesen Raupen werden sich bald zu Schmetterlingen wandeln, sofern ihnen das Futter nicht durch einen Herbizid-Einsatz entzogen wird. Auf der Alp zum Schmetterlingstod hat Ruedi eine kleine Restfläche mit Brennesseln gefunden, voller Raupen. Wird sie der Älpler noch entdecken und mit der Spritze kommen? Copyright Ruedi K.

So sehen die übrigen Brennesseln aus. Die Raupen sind heruntergefallen. Copyright: Ruedi K.

So sehen die übrigen Brennesseln im Moment aus. Die Raupen sind heruntergefallen. Copyright: Ruedi K.

Alp Pardenn

Kühe auf dem Weg zur Alp Pardenn. Ein kleiner Ausschnitt aus einem grossen Bild, daher unscharf.

Kühe auf dem Weg zur Alp Pardenn. Ein kleiner Ausschnitt aus einem grossen Bild, daher unscharf.

Heidi hat die Fotos des Herbizid-Einsatzes der Gemeinde Klosters auf den Alpwegen nochmals gesichtet und auf einem Bild die Kühe gefunden, welche auf dem mit Herbizid behandelten Weg standen. Gespritzt wurde ein paar Tage zuvor. Ob die Tiere auch während des Spritzens in dieser Weide waren? Die vorgeschriebene Wartefrist für Kühe, die Milch geben, beträgt 3 Wochen, für die übrigen 2 Wochen. Vorschriften werden gerne ignoriert, denn Kontrollen sind nicht zu befürchten.

Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail, Heidis Mist 11.6.17

Alp zum Blumentod

Mit Herbizid behandelter Weg auf der Alp zum Blumentod ... mit Herbizid-Einsatz auf Blacke. Copyright: Sophie T.

Mit Herbizid behandelter Weg auf der Alp zum Blumentod … mit Herbizid-Einsatz auf Blacke. Copyright: Sophie T.

Sophie hat Heidis Artikel Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail gelesen. „Blöd,“ dachte sie „ich habe den Weg nicht fotografiert!“ Sie war nochmals auf der Alp zum Blumentod und hat das nachgeholt. Sophie ging auch dorthin, wo das Rind Herbizid-behandelte Brennnesseln frass: Die Stelle ist radibutz kahlgefressen. Die Tiere fressen eben gerne angewelkte oder getrocknete Brennnesseln.

Aufregung auf der Alp zum Blumentod, Heidis Mist 5.6.17.

Die mit Herbizid behandelten Brennesseln hat das Rind gefressen. Copyright: Sophie T.

Die mit Herbizid behandelten Brennesseln hat das Rind gefressen. Copyright: Sophie T.

Tote Brennesseln auf der Alp zum Blumentod. Copyright: Sophie T.

Tote Brennesseln auf der Alp zum Blumentod. Copyright: Sophie T.

 16.6.17 HOME

Herbizid-Einsatz am Bach auf der Alp Garfiun

14. Juni 2017
Nur ein bisschen Herbizid am Wasser vor dem Restaurant Alp Garfiun ... macht doch nichts! Es ist aber klar verboten gemäss Chemikalien-Risikoreduktionsverordnung.

Nur ein bisschen Herbizid am Wasser vor dem Restaurant Alp Garfiun … macht doch nichts! Es ist aber klar verboten gemäss Chemikalien-Risikoreduktionsverordnung.

Und noch ein bisschen Herbizid ...

Und noch ein bisschen Herbizid …

... und noch ein kleiner Fleck tot gespritzt.

… und noch ein kleiner Fleck tot gespritzt.

Die Natur als reines Produktionsmittel. Respektlos! Dafür Alpspektakel …

Heidis Empfehlung

Pestizide im Wasser: Behörden nehmen hohes Risiko in Kauf, SRF, Kassensturz 13.6.17.

14.6.17 HOME

 

Überlebenskampf der Farne auf der Alp Novai

13. Juni 2017
Dürre Farne direkt am Wasser. Was bedeutet das?

Dürre Farne direkt am Wasser. Was bedeutet das?

Links und rechts des Wander-/Bikewegs zur Alp Novai braune Farnpflanzen. Bekämpfung mit Herbizid. Damit die neuen begehrten Alpungsbeiträge nicht gekürzt werden, müssen die "Unkräuter" bekämpft werden.

Links und rechts des Wander-/Bikewegs zur Alp Novai braune Farnpflanzen. Bekämpfung mit Herbizid. Damit die neuen begehrten Alpungsbeiträge nicht gekürzt werden, müssen die „Unkräuter“ bekämpft werden.

 

... am Wasser. Ist ja nur ein bisschen, wird grad verdünnt! Trotzdem gilt: Das ist gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung klar verboten.

… am Wasser. Ist ja nur ein bisschen, wird grad verdünnt! Trotzdem gilt: Das ist gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung klar verboten.

Die unteren Farnteile sind grün. Bei diesen Pflanzen ist die Wirkung besonders schlecht. Die aktuelle Bekämpfung kann das Wachstum nur verlangsamen, nicht aber die Pflanzen eliminieren!

Die unteren Farnteile sind grün. Bei diesen Pflanzen ist die Wirkung besonders schlecht. Die aktuelle Bekämpfung kann das Wachstum nur verlangsamen, nicht aber die Pflanzen eliminieren!

Blick von der Alp Garfiun: mit Herbizid behandelte Farne und unbehandelte. Hier oben wurde schon lange keine Weidepflege mehr gemacht.

Blick von der Alp Garfiun: mit Herbizid behandelte Farne und unbehandelte. Hier oben wurde schon lange keine Weidepflege mehr gemacht.

13.6.17 HOME

Aufregung auf der Alp zum Blumentod

5. Juni 2017
Ein Rind frisst Brennnesseln, die erst kürzlich mit Herbizid bespritzt worden waren. Copyright: Sophie T.

Ein Rind frisst Brennnesseln, die erst kürzlich mit Herbizid bespritzt worden waren. Copyright: Sophie T.

Heidis Telefon klingelte. Kaum hatte sie den Hörer in der Hand, legte Sophie am anderen Ende los, offensichtlich wütend:

Sophie: „Heidi, ich bin auf der Alp zum Blumentod. Soeben habe ich dir ein Foto geschickt. Schau dir das einmal an! Ein Rind frisst Brennnesseln, welche noch vor wenigen Tagen grün waren. Sie wurden inzwischen mit Herbizid bespritzt, auch blühende Pflanzen sind unter den Opfern. Darf man das? Brennnesseln sind doch gesund, und man sieht ja, dass die Tiere sie gern fressen, sogar mit Herbizid drauf!“

Heidi: „Auf der Alp zum Blumentod hat der Täter die Wartefrist nicht eingehalten. Sie beträgt für Tiere, welche keine Milch geben, zwei Wochen, für Milchkühe drei Wochen. Wenn das Herbizid den Wirkstoff Asulam enthält, dann darf es zudem nicht auf blühende Pflanzen ausgebracht werden.

Der Alpöhi sammelt Brennnesseln separat und lagert sie gut zugänglich auf dem Heustock damit er sie rasch zur Hand hat, wenn ein Tier kränkelt.

Erkläre bitte dem Bauern, dass seine Herbizid-Behandlung gegen die Vorschriften verstösst und du so etwas in Zukunft anzeigen wirst.“

Wo niemand hinschaut …

Video auf youtube: Rind frisst Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt wurden.

Asulam, Pflanzenschutzmittelverzeichnis Bundesamt für Landwirtschaft.
Asulamrückstände in Löwenzahnblüten, AGRARForschung 12 (6): 248-253, 2005.

Höhere Alpungsbeiträge schaden der Biodiversität, Heidis Mist 15.7.16

HERBI Käse von der Alp „Zum Blumentod“, Heidis Mist 20.10.16

Alpkäse – Naturprodukt ohne Wenn und Aber? Heidis Mist 19.7.15

Alpkäse – Naturprodukt ohne Wenn und Aber? (2) Heidis Mist 21.7.15

Alpkäse – Naturprodukt ohne Wenn und Aber? (Leserbriefe) Heidis Mist 15.8.15

5.6.17 HOME


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