Posts Tagged ‘Herbizid’

Bauer im Berner Jura straflos trotz wiederholter Gesetzesverstösse

15. Juli 2021
Mottfeuer verursachen immer wieder Baumschäden. Foto 14.7.21
Mottfeuer verursachen immer wieder Baumschäden. Foto 14.7.21

Viel gäbe es heute zu berichten, etwa güllen direkt vor Regenwarnung Stufe 3 oder umweltschädliche Palmölplantagen (Korindo: Korean palm oil giant stripped of sustainability status, BBC 15.7.21). Unbemerkt von vielen Medien sind die Delikte, welche bei der Polizei angezeigt, aber nicht geahndet werden, z.B. im Berner Jura.

Die folgende Meldung beruht auf vertrauenswürdigen Quellen: ein Beamter und ein Beobachter. Sie kennen viele Gesetzesverstösse eines Bauern, melden diese jeweils der Polizei. Der Beamte weiss aber, dass der Bauer nicht gebüsst wurde. Grund: Der Polizeirapport war zu wenig genau!

Die Meldung an Heidi von gestern abend:

… er muss nichts bezahlen

Es ist schlimmmmmmm. Es gibt viele Fotos von den Delikten dieses Bauern mit sehr grossem Hof. Bauer X. wird immer wieder angezeigt, aber er kann sich immer drücken!???? Er macht immer wieder diese Delikte. Jetzt weiss ich auch warum … Wenn er ja nie oder nie richtig gebüsst wird!!!

  • Mein Lieblingsbauer hatte letztes Jahr sogar ein Feuer verursacht an der Hauptstrasse, so dass da die Feuerwehr und Polizei kamen … Er hatte Glück, dass kein Grossbrand entstand. Jetzt das richterliche Urteil: Er muss nichts bezahlen, nur 4’000 Franken für Feuerwehr etc.!!! Der Beamte ist sehr zornig weil wieder nix passiert ist. Es hiess „der Polizeirapport war zu wenig genau“!
  • Diverse Male Gülle auf Schnee mit Polizei – er muss nichts bezahlen!!!
  • Altmetall seit Jahren (Mülldeponie) in einem Sumpfgebiet und etwas weiter unten sogar Naturschutzgebiet – er muss nicht bezahlen!!!!
  • Der halbe Wald mit Gift behandelt – er muss nichts bezahlen!!!!
  • Diverse Feuer (holzen), die Polizei kam – er muss nichts bezahlen!!!!

Halloooo???? Das kann doch nicht sein????

Heidi meint: „Ja, das dürfte nicht sein! Sie wird das dort melden, wo man es schon weiss, bei den zuständigen kantonalen Ämtern.“

Artenschutz ist eine Schwäche der Schweiz. Heidis Mist vom 4.7.21

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (3). Heidis Mist vom 2.5.21

Traumhafte Winterlandschaft im Berner Jura – doch was soll die Gülle auf dem Schnee? Heidis Mist vom 26.11.19

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Neue Schweizer Heilige: Das Schizovreneli

5. Juli 2021
Heidi: "Oh, Heiliges Schizovreneli, willst du nicht auswandern?"

Heidi: „Oh, Heiliges Schizovreneli, willst du nicht auswandern?“

Es ist wohl an der Zeit, dass Heidi unter der Rubrik „Schwerpunkt“ einen neuen Punkt anfügt mit Links zu allen neuen Schweizer Heiligen von NaNa, denn es sind schon einige. Als Heidi über die „Heiligen Kühe“ schrieb, da hatte NaNa Heidis Mist noch nicht entdeckt. Die Möglichkeiten, Heilige zu ernennen, sind in der Schweizer Landwirtschaft vielfältiger als der Wille, nachhaltig zu werden.

Artenschutz ist eine Schwäche der Schweiz. Heidis Mist vom 4.7.21

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Artenschutz ist eine Schwäche der Schweiz

4. Juli 2021
Herbizideinsatz 2019 in Wytweide bei Tramelan.

Herbizideinsatz 2019 in Wytweide bei Tramelan.

Saldo berichtete am 2.12.20, dass die Schweiz in Westeuropa im Artenschutz Schlusslicht ist, dies obwohl die Schweizer Bauern von 2014 bis 2018 1,5 Milliarden Franken für die Förderung der Artenvielfalt erhielten. Markus Fischer, Professor für Pflanzenphysiologie an der Universität Bern und Experte beim UN-Weltbiodivesitätsrat sagte gegenüber dem Tages-Anzeiger, ein Grund für diese Entwicklung sei, dass der Bund den Bauern erlaubt, auch auf Biodiversitätsfeldern Glyphosat und weitere Herbizide zu verspritzen, wenn die „Problempflanzen“ nicht mit „angemessenem Aufwand“ mechanisch bekämpft werden können.

Hier finden Sie die bewilligten Wirkstoffe: Herbizideinsatz in Biodiversitätsförderflächen – bewilligte Wirkstoffe. BLW.

Grossflächiger Herbizideinsatz in Wytweiden

Bund und Kantone fördern auch die traditionellen Wytweiden im Jura. Offensichtlich ist den Bauern der Aufwand für die mechanische Eindämmung der Brombeeren zu gross. Heidi hat schon über die grossflächigen Herbizidaktionen berichtet, die regelmässig stattfinden, ebenso über die vielen umwelt- und gesundheitsschädigenden Mottfeuer in Wytweiden. Im Artikel Grossflächiger Herbizideinsatz in Wytweide zeigt Heidi Methoden wie sich Brombeeren gut mechanisch bekämpfen lassen.

Plakat: Pâturage-du-Droit Tramelan

Plakat: Pâturage-du-Droit Tramelan

Seit Mai hängt an einem Zaun in Tramelan ein Plakat von NATURA mit der Meldung, dass hier ein Projekt zur Eindämmung der Verbuschung laufe.

Karte des Projektgebietes


NATURA, das beauftragte Umweltbüro

NATURA, das beauftragte Umweltbüro

Heidi wollte Projektdetails und Kosten erfahren und wissen, wer das bezahlt. Sie hat am 25.5.21 schriftlich angefragt, aber bisher keine Antwort erhalten.

Grossflächiger Herbizideinsatz in Wytweide. Heidis Mist vom 24.9.20

Foto 24.9.20: grossflächiger Herbizideinsatz in Wytweide

Foto 24.9.20: grossflächiger Herbizideinsatz in Wytweide

Herbizideinsatz in Biodiversitätsförderflächen – bewilligte Wirkstoffe. BLW

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (3). Heidis Mist vom 2.5.21

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Sonntagsgruss von der Alp mit Herbizid auf blühenden Brennnesseln

28. Juni 2021
Brennnesseln mit hängenden Köpfen nach Herbizidbehandlung. Copyright: Fabi M.

Für Vergrösserung auf Bild klicken. Brennnesseln mit hängenden Köpfen nach Herbizidbehandlung. Copyright: Fabi M.

Heidis Kommentar: Nicht alle Herbizide darf man auf blühende Pflanzen spritzen, nicht erlaubt ist das Behandeln von blühenden Pflanzen z.B. mit dem auf Alpen beliebten Herbizid Asulam; nach dem Spritzen muss für Beweidung oder Schnitt zudem eine Wartefrist von drei Wochen eingehalten werden. Es ist klar, dass Wildtiere sich nicht an solche Vorschriften halten!

Wie einfach wäre es doch, dieses Brennnesselbüschel mit der Sense umzulegen und dann angewelkt oder trocken dem Vieh zu verfüttern, denn Brennnesseln sind gesund.

Heidis Artikel über Herbizide auf Alpen

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K-100-Hochleistungskuh – Cartoon von Widmer

1. Juni 2021

Dieser Cartoon darf gratis weiterverbreitet werden mit folgendem Copyright-Hinweis: © Ruedi Widmer. Aus «Trittst im Alpengift daher» https://www.pestizidmythen.ch/#alpengift

Dieser Cartoon darf gratis weiterverbreitet werden mit folgendem Copyright-Hinweis: © Ruedi Widmer. Aus «Trittst im Alpengift daher» https://www.pestizidmythen.ch/#alpengift

Heidis Artikel über Herbizide auf Alpen

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Bedrohung durch Unkraut heute grösser als je zuvor in der Geschichte der Menschheit

21. Mai 2021

Copyright: Rothamsted Research

Copyright: Rothamsted Research

Ein Langzeitexperiment von Rothamsted Research zeigt, dass Klima, Pflanzenhöhe, Düngemittel und Herbizidresistenz Schuld sind am grössten Unkrautproblem, das die Menschen je hatte.

Rothamsted Research ist ein weltweit führendes, gemeinnütziges Forschungszentrum, das sich auf strategische Agrarwissenschaft zum Nutzen von Landwirten und der Gesellschaft weltweit konzentriert.

Nutzpflanzen sind heute anfälliger für Unkräuter als vor der Einführung von Herbiziden. Eine neue Studie zeigt, dass dies eine noch nie dagewesene Bedrohung für unsere Ernährungssicherheit darstellen.

Anhand von Daten aus dem weltweit am längsten laufenden Versuch, dem Rothamsted Broadbalk Weizenversuch (seit 1843) in Hertfordshire, fanden die Forscher heraus, dass auf Parzellen, auf denen noch nie Herbizide eingesetzt wurden, die Ertragsverluste durch Unkräuter seit den 1960er Jahren kontinuierlich zugenommen haben. In den ersten zehn Jahren des Datensatzes ging weniger als ein Drittel der Ernte durch Unkräuter verloren, doch zwischen 2005 und 2014 stieg dieser Anteil auf mehr als die Hälfte.

Das Team von Rothamsted Research, das die Studie durchgeführt hat, führt dies darauf zurück, dass Unkräuter in einem sich erwärmenden Klima besser gedeihen als Nutzpflanzen, gepaart mit einer Verschiebung hin zu kürzeren Nutzpflanzensorten, die von den höheren Unkräutern beschattet werden.

Und genau wie unsere Nutzpflanzen haben auch viele Unkrautarten in diesem Zeitraum vom erhöhten Einsatz von Stickstoffdünger profitiert.

Darüber hinaus hat mehr als ein halbes Jahrhundert konsequenter chemischer Spritzungen zum Aufkommen von herbizidresistenten Unkräutern geführt, was unsere Fähigkeit bedroht, die seit den 1960er Jahren erzielten Produktivitätsgewinne bei den Nutzpflanzen zu halten.

Herbizide haben Unkrautproblem vergrössert

Der Hauptautor, Jonathan Storkey, sagte: „Die Verringerung der Ertragsverluste durch Unkräuter wird aufgrund der Entwicklung von Herbizidresistenzen immer schwieriger, und wir können uns nicht mehr allein auf Herbizide verlassen, um der zunehmenden Bedrohung durch Unkräuter zu begegnen. Wenn wir die durch Unkräuter verlorenen Erträge in den ersten zehn Jahren des Datensatzes vergleichen, ‚raubten‘ Unkräuter im Durchschnitt 32 Prozent des Ertrags, verglichen mit 54 Prozent in den letzten zehn Jahren der Daten.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass Unkräuter heute eine grössere inhärente Bedrohung für die Pflanzenproduktion darstellen als vor dem Aufkommen von Herbiziden und dass integrierte, nachhaltige Lösungen für das Unkrautmanagement dringend erforderlich sind, um das hohe Ertragspotenzial moderner Pflanzensorten zu halten.“

Moderne Sorten und Stickstoff

Neben den immer grösser werdenden Verlusten durch Unkräuter zeigte die Analyse der Daten, dass Unkräuter auch die Weizenerträge auf Parzellen mit höheren Stickstoffdüngergaben proportional stärker reduzierten. Auf vergleichbaren Parzellen, auf denen Unkräuter mit Chemikalien bekämpft wurden, wurden höhere Weizenerträge erzielt, wenn mehr Stickstoffdünger zugeführt wurde – was bedeutet, dass Herbizide auf den ertragreichsten Weizenfeldern am vorteilhaftesten sind.

Moderne Sorten mit hohem Düngemitteleinsatz sind daher anfälliger für höhere Ertragsverluste, wenn Herbizidresistenzen zu einem grösseren Problem werden.

Erfahrungen seit 1843 …

Die Broadbalk-Winterweizenversuche wurden 1843 angelegt, um verschiedene Mengen und Kombinationen von anorganischen Düngemitteln im Vergleich zu Hofdünger auf die Weizenerträge zu vergleichen.

Seit Mitte der 1960er Jahre wurden in einigen Parzellen Herbizide eingesetzt, in anderen nicht. Das Team untersuchte Daten ab 1969 – etwa zu Beginn der so genannten „Grünen Revolution“, als ertragreichere Weizensorten und ein erhöhter Einsatz von Stickstoffdünger weltweit zur Norm wurden. Wie ihre Daten jedoch deutlich zeigen, wurden diese globalen Ertragssteigerungen nur durch einen gleichzeitigen Anstieg des Einsatzes von Pestiziden möglich gemacht.

In den Parzellen wurden insgesamt 41 Unkrautarten festgestellt, wobei die Haupt-„Rache“ der Landwirte, das Schwarze Rispengras, allgegenwärtig war – und besonders häufig auf Parzellen mit hohen Düngergaben auftrat.

Neben der zunehmenden Herbizidresistenz hat auch die Einführung kürzerer Pflanzensorten – die mehr Nährstoffe in das Korn und nicht in den Stängel bringen – zu erhöhten Ertragseinbussen geführt, da die zierlichen Pflanzen oft von viel grösseren Unkräutern verdrängt werden.

Infolgedessen, so Jonathan Storkey, „ist es wahrscheinlich, dass Pflanzenzüchter in Zukunft sowohl Eigenschaften berücksichtigen müssen, die Ertragsverluste durch Unkraut reduzieren, als auch solche, die das Ertragspotenzial optimieren“.

Klimawandel begünstigt Unkräuter

Der letzte Faktor, der für die Zunahme des Unkrautdrucks verantwortlich ist, ist der Klimawandel. Zwischen 1969 und 2014 sind die durchschnittlichen Lufttemperaturen, die am meteorologischen Standort in der Nähe des Broadbalk-Experiments gemessen wurden, kontinuierlich gestiegen. Über die Hauptwachstumszeit für Unkräuter in Grossbritannien gerechnet, sind die Durchschnittstemperaturen stetig gestiegen und liegen jetzt etwa 2°C höher als 1969. Da das Wachstum der Unkräuter stärker auf wärmere Temperaturen reagiert als das der Pflanzen, hat dies den Unkräutern einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Jonathan Storkey sagte: „Management und Klimawandel haben in den letzten 45 Jahren zusammen die Bedrohung durch Unkräuter erhöht. Wenn wir uns nicht mehr auf Herbizide verlassen können, könnte man argumentieren, dass die Situation in Bezug auf den Unkrautdruck heute schlimmer ist als vor ihrer weit verbreiteten Einführung in den 1960er Jahren. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Unkrautbekämpfungsstrategien zu diversifizieren, indem Herbizide durch nicht-chemische Optionen ergänzt werden, einschliesslich der Erhöhung der Pflanzenkonkurrenz und der Unterbrechung der Lebenszyklen von Unkräutern durch Brachen oder vielfältigere Anbaufolgen.“

INCREASING WEED THREAT NOW GREATER THAN ANY POINT IN HUMAN HISTORY. Rothamsted Research, 23.3.21

Agricultural intensification and climate change have increased the threat from weeds. Global Change Biology, 23.3.21. https://doi.org/10.1111/gcb.15585

Quelle: Johann G. Zaller, Twitter

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Illegaler Herbizideinsatz rund um die Skisprungschanze Einsiedeln

17. Mai 2021
Copyright: Walti

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Liebe Heidi

Wegen der kommenden Abstimmung bin ich sensibilisiert. Was du auf den Fotos siehst, das ist mir noch nie aufgefallen, aber jetzt sehe ich überall abgestorbene Pflanzen rund um die Skisprungschanze in Einsiedeln: an den Wegen, der Treppe neben der Schanze, auf dem Parkplatz etc. Könnte das Herbizid sein? Ich frage mich, ob das Gift mit dem Regen im Kies versickert und in den Bach gelangt. Und auch über die Schächte!

Grüsse Walti

Lieber Walti

Ja, das ist Herbizid. Ich habe nachgefragt was sie gespritzt haben. Bin gespannt auf die Antwort.

Hier ein Auszug aus der Chemikalien-Ridikoreduktions-Verordnung:

Pflanzenschutzmittel

1 Verwendung

1.1 Verbote und Einschränkungen

2 Pflanzenschutzmittel, die dazu bestimmt sind, unerwünschte Pflanzen oder Pflanzenteile zu vernichten oder auf ein unerwünschtes Pflanzenwachstum Einfluss zu nehmen, dürfen zudem nicht verwendet werden:

a.  auf Dächern und Terrassen;
b.  auf Lagerplätzen;
c.  auf und an Strassen, Wegen und Plätzen;
d.  auf Böschungen und Grünstreifen entlang von Strassen und Gleisanlagen.

Heidis weitere Artikel zum Thema: Herbizide auf/an Strassen, Plätzen …

Vom Bach zur Skischanze

Copyright: Walti

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Rechts die Treppe hinauf

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Auch hier …

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Herbizid auch links der Schanze

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Paraquat-Mischung für Reisfeld

29. November 2020

Nach der Ernte wurden das Reisfeld und die Dämme mit Paraquat behandelt.

Nach der Ernte wurden das Reisfeld und die Dämme mit Paraquat behandelt.

Oft wird gesagt, wenn man Missstände auf den Tisch legt, dass es Einzelfälle seien, auch in der Schweiz. Es scheint Heidi, dass das für den Menschen sehr toxische Paraquat in Indonesien häufig in verschiedenen Kulturen gespritzt wird, oft ohne oder mit unzureichenden Schutzmassnahmen. In vielen Ländern ist dieses Unkrautbekämpfungsmittel nicht zugelassen, so auch in der EU und in der Schweiz. Im indonesichen Klima ist das Tragen von Schutzanzügen ohnehin eine Tortur, also kann man die allgemeine Verwendung schon gar nicht erwarten. Pestizide wie Paraquat stehen im Dorfladen oft direkt neben Lebensmitteln, gehören zum Alltag.

Der sorglose Umgang mit Pestiziden allgemein scheint durchaus normal zu sein, keine Kommissarin, welche etwas aufdecken könnte, wahrscheinlich fehlen auch entsprechende Gesetze. Immer wieder sieht Heidi in Videos u.a. wie direkt am Wasser oder im Reisfeld im Wasser bzw. wassergesättigten Boden gespritzt wird.

Im folgenden Video zeigt ein Mann zuerst das abgespritzte Reisfeld. Er hat den Reis geerntet und danach die Stoppeln und die Gräser auf dem Feld und auf den Dämmen mit Gramaxone (Paraquat) behandelt. Das überflutete Feld ist bereit zum Pflanzen von Reis.

In einem Loch sammelt er Wasser, damit sich die Feststoffe setzten. Dann kann er es in den Betontrog pumpen. So hat er immer genügend klares Wasser zum Spritzen. In der Regel spritzt er auch Insektizide. Die ArbeiterInnen stehen beim Vorbereiten und Pflanzen der Felder im Gift.

Jemand spritzt im nassen Feld.

Jemand spritzt im nassen Feld.

Dieses Feld wurde für das Pflanzen von Reis hergerichtet.

Dieses Feld wurde für das Pflanzen von Reis hergerichtet.

Einrichtung zum Sammeln von Wasser aus dem Reisfeld.

Einrichtung zum Sammeln von Wasser aus dem Reisfeld.

Mr. Sukadi mischt Gramaxone von Syngenta mit Ethrel von Bayer, 1 Kilogramm Urea (Harnstoff), Ragi Tape (Starterkultur für das Herstellen von Reiswein oder das Fermentieren von Cassava) und 5 Liter Kokosnusswasser. Ethrel ist ein Pflanzenwachstumsregulator mit systemischen Eigenschaften. Nun hat er 7 Liter Spritzbrühe. Bitte nicht nachahmen!

Ethrel ist, im Gegensatz zu Paraquat, auch in der Schweiz zugelassen. Über dessen Gefahren schweigt sich das Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft aus. Es steht lediglich: „Gefahrenkennzeichnungen: Es gilt die Einstufung und Kennzeichnung der ausländischen Originaletikette.“ Das ist offensichtlich die Norm bei Parallelimporten. Suche wer Zeit und Lust hat! Als Auflage wird angegeben: „Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Schutzbrille oder Visier tragen.“ Diese Information ist offensichtlich nicht in Indonesien angekommen.

1 kg Urea (Harnstoff)

1 kg Urea (Harnstoff)

Starterkultur Ragi tape

Starterkultur Ragi tape

1 Liter Gramaxone von Syngenta (Paraquat)

1 Liter Gramaxone von Syngenta (Paraquat)

5 Liter Kokosnusswasser

5 Liter Kokosnusswasser

100 ml Etrel, Wachstumsregulator von Bayer

100 ml Etrel, Wachstumsregulator von Bayer

Cara Memperbanyak Herbisida Gramoxone, 84’483 Aufrufe. Mr Sukadie, 36’800 Abonnenten, 18.10.20

So wird teures Paraquat gestreckt

28. November 2020

Die Zutaten: Gramoxone von Syngenta (Paraquat), Urea, Salz, Starterkultur und Abwaschmittel.

Die Zutaten: Gramoxone von Syngenta (Paraquat), Urea, Salz, Starterkultur und Abwaschmittel.

Beim Aufrufen von Videos über das für Menschen sehr toxische Paraquat auf youtube findet man viele Anleitungen für Mischungen zum Strecken von teuren Herbiziden, z.B. dieses mit Gramaxone von Syngenta (Paraquat). Aus einem Liter Gramaxone stellt der Mann 10 Liter Spritzmittel her. Er sitzt am Boden in der Wohnung und erklärt wie man seine besondere Mischung aus Gramoxone, Urea, Salz, Starterkultur und Abwaschmittel herstellt. Bitte nicht nachahmen!

Der Mann mischt von Hand ...

Der Mann mischt von Hand …

... er fügt Gramaxone (Paraquat) hinzu ...

… er fügt Gramaxone (Paraquat) hinzu …

Diese Brühe rührt er immerhin mit einem Bambusstecken.

Diese Brühe rührt er immerhin mit einem Bambusstecken.

Die ungeschützte Hand taucht ein Gefäss in die Paraquat-Mischung ...

Die ungeschützte Hand taucht ein Gefäss in die Paraquat-Mischung …

... und giesst den Inhalt in einen Kanister.

… und giesst den Inhalt in einen Kanister.

Der Kanister wird verschlossen. 10 Tage lässt der Mann die Brühe an einem Ort wo keine Kinder sind fermentieren. Vor dem Ausbringen gibt er noch einen Beutel Flüssigseife Mama Citron bei.

Der Kanister wird verschlossen. 10 Tage lässt der Mann die Brühe an einem Ort wo keine Kinder sind fermentieren. Vor dem Ausbringen gibt er noch einen Beutel Flüssigseife Mama Citron bei.

Cara memperbanyak herbisida kimia, 41’304 Aufrufe. Ferry Bondowoso, 8.7.20

28.11.20 HOME

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Paraquat und Glyphosat auch im Dorf

28. November 2020

Herbizideinsatz im Friedhof.

Herbizideinsatz im Friedhof.

Die Unkrautbekämpfungsmittel Paraquat und Glyphosat werden nicht nur in Plantagen, sondern auch in den Siedlungen um Häuser, Schulen und im folgenden Video u.a. im Friedhof gespritzt. Sie werden nicht als schädlich für Mensch und Umwelt wahrgenommen.

Der Indonesier zeigt wie man Gramaxone von Syngenta (Paraquat) und Roundup (Glyphosat) mischt und anwendet. Er macht das in Sandalen und ohne Handschuhe. Bitte nicht nachahmen, denn das gefährdet die Gesundheit.

Grammaxone und Roundup werden im Metallbehälter gemischt für das Spritzen in der Siedlung.

Grammaxone und Roundup werden im Metallbehälter gemischt für das Spritzen in der Siedlung.

Zuerst wird Grammaxone abgemessen und in den Kanister gefüllt, dann Roundup.

Zuerst dosiert der Mann Grammaxone und schüttet das Herbizid in den Kanister, dann dasselbe mit Roundup.

Der Mann mischt und spritzt ohne Handschuhe und in Sandalen, auch das für Menschen sehr giftige Gramaxone und das möglicherweise krebserregende umstrittene Roundup.

Der Mann mischt und spritzt ohne Handschuhe und in Sandalen, auch das für Menschen sehr giftige Gramaxone und das möglicherweise krebserregende umstrittene Roundup.

Nun kann gespritzt werden!

Nun kann gespritzt werden!

Cara Membunuh Rumput Supaya Tidak Tumbuh Lagi Dalam Hitungan Jam. Petani Muda Milenial (44’400 Abonnenten auf youtube), 25.3.20

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