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Herbizid-Warnplakate für Alpen: gratis download

7. Mai 2018

 

Plakat für Wanderwege. Druckversion. Copyright: Vecker Idee, Homer Graphik.

Plakat für Wanderwege. Druckversion. Copyright: Vecker Idee, Homer Graphik.

„Natur pur bei unseren Bauern….“. Der neueste Beitrag auf Heidis Mist Grüsse aus dem Berner Oberland (2) hat bei „Vecker“ gezündet. Der Cartoonist stellte seinen Lehrling „Homer“ an, welcher besonders talentiert ist für das Gestalten von Plakaten. Homer ist mit der Veröffentlichung auf Heidis Mist einverstanden.

Vecker hat letzte Woche auf der Alp zum Schmetterlingstod (inzwischen verschwinden auch die Vögel) bereits den ersten Homo herbicida app. angetroffen.

Kann Heidi dieses Warnplakat veröffentlichen mit dem Hinweis, dass Bauern es ausdrucken und an Wanderwegen auf Alpen und Weiden anbringen sollen, an Pfosten, Stallwänden usw. – fürs Vieh unerreichbar?

Klar können die betroffenen Tiere das nicht lesen. Aber zumindest erfahren Wanderer, was los ist in der heilen „Alpenwelt“. Wenn es keine Bio-Alp oder Bio-Weide ist, dann wird mit 99-prozentiger Sicherheit Herbizid eingesetzt.

Heidis Artikel zu „Herbizide auf Alpen

Fotos von der Alp zum Schmetterlingstod.

Die Schnecke kriecht auf einem mit Herbizid behandelten Alpenkreuzkraut.

Die Schnecke kriecht auf einem mit Herbizid behandelten Alpenkreuzkraut.

... Herbizid ...

… Herbizid …

Dieses Farn wurde 2017 mit Herbizid behandelt. Es wächst weiter!

Dieses Farn wurde 2017 mit Herbizid behandelt. Es wächst weiter!

... Herbizid ...

… Herbizid …

7.5.18 HOME

Grüsse aus dem Berner Oberland (2)

6. Mai 2018
Wo ist die gesetzlich vorgeschriebene Mistplatte mit Randabschluss?

Wo ist die gesetzlich vorgeschriebene Mistplatte mit Randabschluss?

Das rezeptfreie chemisch Nötige hat die Landi an Lager. Für Gröberes sorgt der Veterinär aus der mitgebrachten Apotheke, incl. eigentlich für Menschen bestimmte Reserven-Antibiotika, natürlich.

Das rezeptfreie chemisch Nötige hat die Landi an Lager. Für Gröberes sorgt der Veterinär aus der mitgebrachten Apotheke, incl. eigentlich für Menschen bestimmte Reserven-Antibiotika, natürlich.

Liebe Heidi,

Natur pur bei unseren Bauern, aber immer mit dem anscheinend unverzichtbaren Chemiechäschtli, mit oder ohne Bio, bei der lokalen Landi. Von Mitteln zur Vernichtung von ungeniessbarem Unkraut auf der Alp bis zu Desinfektionsmitteln für Euter usw.

Zusammen mit Mist und Gülle, Milchwirtschaftsfäkalien, in freier Natur, ein potenter Cocktail, dessen Rückstände sicher irgendwann, irgendwie im Frischwasser vom schönen Alpenbächli landen und das der vorsichtige Wanderer, trotz Unbedenklichkeits-Limiten, die ja nicht täglich angeschrieben werden, vielleicht nicht einfach so trinken sollte.

Soviel ich weiss, fehlen in unseren Feriendestinationen in den Alpen entsprechende, gut sichtbare Warnungen und Informationen. Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen: Aber man sollte doch daran denken, dass es zum Beispiel einem amerikanischen Anwalt übel werden könnte, nachdem er diese kontaminierte Alpenbrühe genossen hat, in den Schweizer Alpen, und dass dann die Prozesse folgen könnten. Nicht gerade VW Skandal aber Ähnliches in Miniformat ist durchaus denkbar und genügt, das Image nachhaltig zu lädieren via Sensationsmedien.

Ich verstehe auch, dass die Bauern, ob Bio oder klassisch, heutzutage nicht mehr ohne ‚Chemie‘ auskommen können, so wenig wie wir Menschen, vom desinfizierenden Merfen bis zur Chemotherapie (es sei denn man ist im Prinzip dagegen – ich nicht).

Nur sollte man ehrlich sein, den Konsumenten ‚reinen‘ Wein einschenken, nicht verklärtes ‚Heidi‘-Land (!) verkaufen. Dazu gehören laufende, unabhängige Prozesskontrollen, Analysen, regelmässig publizierte Resultate, auch Warnungen, wo Vorsicht geboten, dafür weniger massenhaft ‚Zertifizierungen‘, missverstandene Labels, mit vielleicht ein oder zwei Stichproben pro Jahr, die ein Natur-Paradies vorgaukeln.

Schönes Wochenende wünscht

Berner Oberländer Feriengast

Saublumen'pracht' im schönen Pays d'Enhaut und Oberland.

Saublumen’pracht‘ im schönen Pays d’Enhaut und Oberland.

Lieber Feriengast

Danke für diese Bilder und die Warnung zur Vorsicht. Dein Brief zeigt mir einmal mehr, dass es allenthalben an Vollzug mangelt.

Und auf Alpen werden etwa Herbizide auf entwässerte Flachmoore gespritzt, auch ganzflächig mit (oder ohne?) Bewilligung; ich habe solche Flächen selber gesehen. Das widerspricht der Sorgfaltspflicht gemäss Art. 3 des Gewässerschutzgesetzes. Ein Wunder, wenn da nicht Chemieabwasser in einem munteren Bächlein landet. Und die Direktzahlungen fliessen trotzdem.

Mit der prophylaktischen Antibiotika-Verabreichung und den Reserve-Antibiotika sollte endlich Schluss sein. Aber wie willst du die „Lebewesen“ z.B. in den grossen Hühnermastställen gesund halten? Bei Kurzmast von 31 Tagen sind das 30 „Tiere“ pro m², siehe Tierschutz-Kontrollhandbuch Mastgeflügel des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Alternative: Die Landschaft mit vielen kleinen Ställen überbauen? Wohl kaum. Also weniger Pouletfleisch, Eier usw. konsumieren!

Warntafeln schützen die Wildtiere nicht vor allfälligem Konsum von verschmutztem Wasser. Leider werden Probleme meist nur sektoriell angegangen – wenn überhaupt – also werden sie in der Regel nicht gelöst, nur verschoben. Oder hat jemand schon gemerkt, dass die herzigen Mutterkuh-(sprich Fleischkuh-)Herden zum Bruderkalb-Problem führen, analog dem Bruderhähnchen-Problem in der Eierproduktion? Die männlichen Tiere sind dort überflüssig. Ein solcher Trend ist auch bei den Kälbern der Hochleistungsmilchkühe sichtbar. In Deutschland macht man sich deswegen Sorgen … in Australien wurde 2013 mit versteckter Kamera gefilmt: Hidden camera dairy calf investigation, Video 2:59.

Herzliche Grüsse

Heidi

Fragen und Antworten zum Kalbfleischmarkt, Schweizer Kälbermäster-Verband (SKMV)

Tötung von Jungtieren: Warum männliche Kälber in SH nur ein Abfallprodukt sind,  shz vom 9.5.16

6.5.18 HOME

Heidis Frühlingsspaziergang mit Klara

30. April 2018
Beim Schloss Marschlins suhlen sich Schweine in der nassen Erdgrube, andere fressen frisches Gras.

Beim Schloss Marschlins suhlen sich Schweine in der nassen Erdgrube, andere fressen frisches Gras.

Klara sehnte sich nach den Bergen. Sie wollte die blühenden Bäume und Wiesen sehen und natürlich die Geissen. Jetzt, wo noch Schnee auf den Gipfeln liegt, ist es besonders schön im Heidiland. Kurzerhand packte sie den Koffer. Fräulein Rottenmeier, noch immer von der Grippe geschwächt, musste zuhause bleiben. Sie legte aber persönlich eine Tüte mit frischen weissen Brötchen für die Grossmutter in Klaras Koffer. Und schon ging’s los. Sebastian brachte Klara zum Bahnhof Frankfurt.

Am ersten Tag nach der Ankunft fuhren Heidi und Klara mit dem Postauto nach Malans, wanderten zum Schloss Marschins und von dort über den Fürstenwald nach Chur. Hoch oben auf der Fürstenalp forschten einst Pioniere der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Zürich-Reckenholz. Reorganisationen, die immer kopfloser wurden, haben die Institution geschwächt. Jetzt droht dem renommierten Forschungplatz das Ende: Abbau und Umzug in die Forschungswüste Posieux, weitab von den Zürcher Partnern.

In den Gärten blühte bereits der Flieder. Der Wind nahm Pollen von dunklen Tannen weg und trug sie in die Höhe, wo sie kurze Zeit wie Nebelschwaden vor dem Wald dahinzogen.

In einem Feld lagen Plastikteile, doch wächst bereits Gras drüber. Heidi schrieb am 18.3.18 ausführlich über das Problem: <a href="https://heidismist.wordpress.com/2018/03/18/plastik-im-salat-in-den-erdbeeren/" target="_blank" rel="noopener">Plastik im Salat, in den Erdbeeren ...?</a> Die NZZ stellte am 27.4.18 eine Studie der Universität Bern vor: <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/alarmierender-befund-schweizer-naturschutzgebiete-sind-voll-mikroplastik-ld.1381444" target="_blank" rel="noopener">«Alarmierender Befund»: Schweizer Naturschutzböden sind voll Mikroplastik.</a>

In einem Feld lagen Plastikteile, doch wächst bereits Gras drüber. Heidi schrieb am 18.3.18 ausführlich über das Problem: Plastik im Salat, in den Erdbeeren …? Die NZZ stellte am 27.4.18 eine Studie der Universität Bern vor: «Alarmierender Befund»: Schweizer Naturschutzböden sind voll Mikroplastik.

Nicht weit entfernt vom Acker mit den Plastikteilchen liegt ein grosser Misthaufen.

Nicht weit entfernt vom Acker mit den Plastikteilchen liegt unübersehbar ein langer Misthaufen.

Er sieht ziemlich ausgewaschen aus. Klara: "Da wächst ja schon Gras auf dem Mist."

Er sieht ziemlich ausgewaschen aus. Klara: „Da wächst ja schon Gras auf dem Mist.

Üppig wachsen die Pflanzen rundherum.

Üppig wachsen die Pflanzen rundherum.

Der Hahnenfuss liebt nähr- und stickstoffreiche Böden, die feucht sind. Frisch ist er giftig für das Vieh, als Heu ist er es jedoch nicht. Und in Siloballen?

Der Hahnenfuss liebt nähr- und stickstoffreiche Böden, die feucht sind. Frisch ist er giftig für das Vieh, als Heu ist er es jedoch nicht. Und in Siloballen?

Selten sehen Klara und Heidi blühenden Wiesenkerbel, einen "Güllezeiger" ...

Selten sehen Klara und Heidi blühenden Wiesenkerbel, einen „Güllezeiger“ …

... auch der Löwenzahn mag ein reiches Angebot an Nährstoffen. Er hat die Wiesen bis in hohe Lagen erobert und so viele andere Blütenpflanzen und Gräser verdrängt.

… auch der Löwenzahn mag ein reiches Angebot an Nährstoffen. Er hat die Wiesen bis in hohe Lagen erobert und so viele andere Blütenpflanzen und Gräser verdrängt.

Heidi: "Schau Klara! Seit Jahren liegt das grüne Ding hier im Wald." Klara: "Ob das als Unterkunft für Wildschweine gedacht ist?"

Heidi: „Schau Klara! Seit Jahren liegt das grüne Ding hier im Wald.“ Klara: „Ob das als Unterkunft für Wildschweine gedacht ist?“

Auch im Rebberg: Wie gesät Löwenzahn.

Auch im Rebberg: Wie gesät wächst der Löwenzahn.

Heidi: "Die Unkräuter in den meisten Rebanlagen werden mit Herbiziden bekämpft." Klara: "Bei uns gibt es immer mehr Biobetriebe." Heidi: "Bei uns auch, aber der Bund fördert sie zuwenig, nicht einmal im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel-Risikoreduktion! Das ist eine flaue Angelegenheit. Zum Glück gibt es zwei Volksinitiativen gegen Pestizide, die Druck machen. Gegen den Willen der meisten Bauern erarbeitet das Bundesamt für Landwirtschaft jetzt einen Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative. Ich bin gespannt!"

Heidi: „Die Unkräuter in den meisten Rebanlagen werden mit Herbiziden bekämpft.“ Klara: „Bei uns gibt es immer mehr Biobetriebe.“ Heidi: „Bei uns auch, aber der Bund fördert sie zuwenig, nicht einmal im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel-Risikoreduktion! Das ist eine flaue Angelegenheit. Zum Glück gibt es zwei Volksinitiativen gegen Pestizide, die Druck machen. Gegen den Willen der meisten Bauern erarbeitet das Bundesamt für Landwirtschaft jetzt einen Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative. Ich bin gespannt!“

Klara: "Wie lange liegt der Mist schon auf der Erde?" Heidi: "Keine Ahnung! Im Hintergrund, hinter den Löwenzahnwiesen, siehst du das Windrad von Haldenstein."

Klara: „Wie lange liegt der Mist schon auf der Erde?“ Heidi: „Keine Ahnung! Im Hintergrund, hinter den Löwenzahnwiesen, siehst du das Windrad von Haldenstein.“

Ein kurzer Weg führt vom gelbumrahmten Bauernhof zum Misthaufen.

Ein kurzer Weg führt vom gelbumrahmten Bauernhof zum Misthaufen.

Nicht weit vom Misthaufen entfernt wird gebaut. Im Hintergrund der Steinbruch der <a href="https://www.holcim.ch/de" target="_blank" rel="noopener">Holcim</a> in Untervaz. Klara: "Wenn das so weitergeht, dann gibt es bald keinen Platz mehr für Mist." Heidi: "Schon möglich!"

Nicht weit vom Misthaufen entfernt wird gebaut. Im Hintergrund der Steinbruch der Holcim in Untervaz. Zement, Kies und Beton sind das Kerngeschäft. Klara: „Wenn das so weitergeht, dann gibt es bald keinen Platz mehr für Mist.“ Heidi: „Schon möglich!“

Ein schöner Weg führt ins nächste Dorf. Auch hier dominiert der Löwenzahn.

Ein schöner Weg führt ins nächste Dorf. Auch hier dominiert der Löwenzahn.

Neben dem Dorfbach ein Abfallkübel mit der Aufschrift: "für eine saubere Gemeinde Trimmis". Klara: <em>"Da müssten sie aber bei den Bauern genauer hinschauen!"</em> Heidi: <em>"Ja, die Gemeinden nehmen die Neubauten ab, mit geschlossenen Augen. Es gibt welche, die merken nicht einmal, wenn die Mistplatte fehlt oder Abwasser in einen Bach fliesst. Subventionen werden deswegen kaum gekürzt, wenigstens im Kanton Graubünden nicht."</em>

Neben dem Dorfbach ein Abfallkübel mit der Aufschrift: „für eine saubere Gemeinde Trimmis“. Klara: „Da müssten sie aber bei den Bauern genauer hinschauen!“ Heidi: „Ja, die Gemeinden nehmen die Neubauten ab, mit geschlossenen Augen. Es gibt welche, die merken nicht einmal, wenn die Mistplatte fehlt oder Abwasser in einen Bach fliesst. Subventionen werden deswegen kaum gekürzt, wenigstens im Kanton Graubünden nicht.“

An schönster Aussichtslage mit Blick auf Chur lagen Geissen im Gras und blickten neugierig auf, als Klara und Heidi am Zaun stehen blieben.

An schönster Aussichtslage mit Blick auf Chur lagen Geissen im Gras und blickten neugierig auf, als Klara und Heidi am Zaun stehen blieben.

Die beiden Spaziergängerinnen hatten die Stadt Chur erreicht, als Heidi plötzlich rief: <em>"Schau, Klara, hier gibt's viele Wiesenblumen. Das Wiesenschaumkraut ist schon in voller Blüte. Peter weiss, wo es noch artenreiche Wiesen gibt, er wird dir welche zeigen. Sie werden immer seltener."</em>

Die beiden Spaziergängerinnen hatten die Stadt Chur erreicht, als Heidi plötzlich rief: „Schau, Klara, hier gibt’s viele Wiesenblumen. Das Wiesenschaumkraut ist schon in voller Blüte. Peter weiss, wo es noch artenreiche Wiesen gibt, er wird dir welche zeigen. Sie werden immer seltener.“

Marlene Dietrich – Sag mir, wo die Blumen sind

youtube

30.4.18 HOME

Mist und Herbizid auf dem Wanderweg des Osterhasen

3. Oktober 2017
Bunt sind schon die Wälder ... der Osterhase ist unterwegs, sammelt Material für seine Farben. Der Misthaufen auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg ist jetzt weg, wurde soeben verteilt ...

Bunt sind schon die Wälder … der Osterhase ist unterwegs, sammelt Material für seine Farben. Der Misthaufen auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg ist jetzt weg, wurde soeben verteilt …

... Anfang April waren die Bergspitzen noch schneebedeckt und derselbe Misthaufen lag schon mitten auf dem Wanderweg des Osterhasen ...

… Anfang April waren die Bergspitzen noch schneebedeckt und derselbe Misthaufen lag schon mitten auf dem Wanderweg des Osterhasen …

... Hier lag er, der Mist. Offenbar braucht der Bauer die Nährstoffe nicht, welche in den sechs Monaten ausgewaschen wurden und allenfalls in einer Quelle oder im Grundwasser zum Vorschein kommen ...

… Hier lag er, der Mist. Offenbar braucht der Bauer die Nährstoffe nicht, welche in den sechs Monaten ausgewaschen wurden und allenfalls in einer Quelle oder im Grundwasser zum Vorschein kommen …

... Eine dicke Schicht liegt jetzt auf der Wiese. Immerhin, um den Schacht: kein Mist! Misthaufen dürfen nur kurze Zeit auf dem Feld oder der Wiese liegen. Wenn der Mist mit wasserabstossendem Material gedeckt wird, dann maximal sechs Wochen. Osterhase: "Dieser Mist lag jetzt sechs Monate gut sichtbar hier am Weg. Kontrolleure und Ämter haben beide Augen zugedrückt. Ich habe ihn fotografiert und Heidi die Bilder geschickt. Wenigstens soll man es wissen." ...

… Eine dicke Schicht liegt jetzt auf der Wiese. Immerhin, um den Schacht: kein Mist! Misthaufen dürfen nur kurze Zeit auf dem Feld oder der Wiese liegen. Wenn der Mist mit wasserabstossendem Material gedeckt wird, dann maximal sechs Wochen. Osterhase: „Dieser Mist lag jetzt sechs Monate gut sichtbar hier am Weg. Kontrolleure und Ämter haben beide Augen zugedrückt. Ich habe ihn fotografiert und Heidi die Bilder geschickt. Wenigstens soll man es wissen.“ …

... Und dann die Herbizide! Wildrosen wurden gespritzt, wo ich doch Hagebutten für den Winter sammle. Aber das ist erlaubt: Einzelstockbehandlung ...

… Und dann die Herbizide! Wildrosen wurden gespritzt, wo ich doch Hagebutten für den Winter sammle. Aber das ist erlaubt: Einzelstockbehandlung …

... noch mehr Herbizid-Rosen. Die Dornen bleiben. Würde der Bauer einmal nicht mit dem Traktor vorbeifahren, sondern zu Fuss gehen, dann könnte er die Rosen rechtzeitig mechanisch bekämpfen ...

… noch mehr Herbizid-Rosen. Die Dornen bleiben. Würde der Bauer einmal nicht mit dem Traktor vorbeifahren, sondern zu Fuss gehen, dann könnte er die Rosen rechtzeitig mechanisch bekämpfen …

... In der Schafweide: Viele mit einem Totalherbizid bekämpfte "Einzelstöcke".

… In der Schafweide: Viele mit einem Totalherbizid bekämpfte „Einzelstöcke“.

 

Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen, Heidis Mist vom 15.4.17

Schoggitaler-Aktion 2017 von Pro Natura und Heimatschutz: Wildtierkorridore

Mist-Zwischenlager auf dem Feld, Heidis Mist

3.10.17 HOME

Rind frisst Herbi-Brennnesseln – Video

27. September 2017

Sophie: „Heidi, meine Bekannten finden meist den Film mit dem Brennnessel-fressenden Rind nicht. Weisst du, den Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt worden waren. Den Tieren schmecken die welken oder dürren Pflanzen besser als die frischen. Das ist nicht nur bei den Brennnesseln so, auch bei Giftpflanzen, dann wird’s wirklich gefährlich für die Tiere.

Heidi: „Dein Wunsch sei mir Befehl!“

Video auf youtube: Rind frisst Brennnesseln, die mit Herbizid behandelt wurden.

27.9.17 HOME

Klaras Brief: Von teuren und kostbaren Brennnesseln

5. September 2017
Brennnesseln im Gartenzentrum!

Brennnesseln im Gartenzentrum!

Weil der gestrige Tag so kalt und nass war, machten die Sesemanns einen Ausflug ins Unterland, besuchten ein Gartenzentrum. Sie staunten über die Vielfalt der angebotenen Pflanzen, auch Wildpflanzen. Klara schrieb am Abend Heidi einen Brief:

… Plötzlich rief Frl. Rottenmeier: „Brennnesseln, sieht da! Mickrige Brennnesselstöckchen für fast sieben Franken!“ Herr Sesemann fragte eine Auskunftsperson: „Ja, Brennnesseln sind begehrt; sie sind Lebensmittel, Heilpflanze, Schmetterlingsweide und Hilfsstoff im biologischen Landbau zugleich.“

Herr Sesemann ergänzte: „Auch die Fasern kann man nutzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland Nesseltuch für Armee-Bekleidung verwendet.“ Ich schaute rasch auf Wikipedia nach: Brennnesseln kommen auf stickstoffreichen Böden vor. Noch heute gibt man ganze oder gehackte Brennnesseln als Vitaminträger in das Futter von Küken, Ferkeln und Kälbern, damit sie schneller wachsen. Man kann auch Wolle damit färben.

Zudem gibt es alte Bräuche, z.B. wer am 1. Januar Brennnesselkuchen isst, sichert sich ein gutes Jahr. Und die Älpler spritzen DIE mit Herbizid tod! Das kann ich nicht begreifen. Wäre doch eine Goldgrube …

Heidi las den Brief dem Alpöhi vor. Der lachte und sagte: „Das Vieh frisst die angewelkten und getrockneten Brennnesseln so gerne, dass ich Mühe habe, welche für den Winter auf die Seite zu tun, falls ein Tier krank ist.“ Heidi: „Und was meinst du zu Brennnesseltee von der Alp zum Blumentod?“

Brennnesseln, Wikipedia

Herbizide auf Alpen, alle Artikel von Heidis Mist

5.9.17 HOME

So wird aus einer mageren Alpweide eine Unkrautweide

17. August 2017
Schöne Aussicht ... und ... Bauern laden Heu um. Wer findet sie auf diesem Bild?

Schöne Aussicht … und … Bauern laden Heu um. Wer findet sie auf diesem Bild?

Heidi meint: „Das einzig Positive an den Helikopter-Pestizidsprühflügen ist, dass die Sesemanns jetzt ihre Ferien häufiger in Graubünden verbringen und nicht mehr ins Wallis fahren.“ Im Moment logieren sie in Maienfeld. Heidi und Peter haben die Feriengäste für einen Alpausflug abgeholt.

Heidi konnte ihnen (wie 2016) auch dieses Jahr beim Vorbeifahren mit der SBB den seit eh und je fehlenden Pufferstreifen am Malanser Mühlbach zeigen und den etwas grösser gewordenen, aber immer noch viel zu kleinen, am Kleinen Seezli.

Überraschung im Ausflugsrestaurant

Rechtzeitig für eine Verschnaufpause mit Kaffee und Gipfeli erreichten sie das Ausflugsrestaurant. Klara war begeistert von der Aussicht, machte ein paar Fotos und zeigte sie Peter.

Peter: „Interessant! Hier unten siehst du Bauern beim Umladen von Heu für die Alp, denn mit dem schweren Gefährt können sie nicht hinauffahren.“

Umladen von Heu vom grossen auf die kleinen Transporter.

Umladen von Heu vom grossen auf die kleinen Transporter.

Klara: „Heu?“

Peter: „Ja! Die Alpbesitzer sind reich und Alpkäse ist beliebt, daher haben sie eine Käserei gebaut. Doch die Qualität des Weidefutters ist schlecht, nur für Rinder knapp genügend. Daher braucht es auch gutes Futter aus dem Tal oder zugekauftes.“

Und los gehts!

Und los gehts!

Am Bergrestaurant vorbei ... Touristen fotografieren ... unzählige Samenständer von Blacken auf den Weiden ...

Am Bergrestaurant vorbei … Touristen fotografieren … unzählige Samenständer von Blacken auf den Weiden …

... Abgeladen wird bei schönstem Wetter und flatternder Fahne.

… Abgeladen wird bei schönstem Wetter und flatternder Fahne.

Fräulein Rottenmeier: „Das ist doch ein ökologischer Blödsinn! Die sollen ihren Käse unten herstellen. Nur schon die Energie, die es für den Transport braucht! Und was macht der lärmige Helikopter, der dauernd zur Bergspitze fliegt?“

Heidi: “Die Bergsteiger von heute sind anspruchsvoll, wollen essen und trinken wie im Restaurant. Diese Hütte wird zweimal jährlich versorgt. Wir haben Pech!“

Herr Sesemann: „Und was geschieht mit den zusätzlichen Nährstoffen? Werden Gülle und Mist ins Tal transportiert?“

Peter: „Nein, die Dünger bleiben oben, werden auf die kargen Flächen bzw. steinigen Stellen ausgebracht. Sehen Sie dort die Blacken! Sie sind ein Zeichen für Überdüngung; auch können mit dem Heu Unkrautsamen auf die Weiden gelangen und dort keimen. Wir werden noch mehr verunkrautete Weiden sehen.

In dieser Gegend versickert das Wasser leicht; ob die Gülle Quellen verschmutzt, das weiss ich nicht.“

Blacken wachsen auf der kargen steinigen Weide.

Blacken wachsen auf der kargen steinigen Weide.

"Unsauberes" Spritzen ganzer Flächen mit Herbizid, noch gibt es Streifen mit Brennnesseln. Dort wo Brennnesseln waren, wachsen jetzt v.a. Blacken.

„Unsauberes“ Spritzen ganzer Flächen mit Herbizid, noch gibt es Streifen mit Brennnesseln. Dort wo Brennnesseln waren, wachsen jetzt v.a. Blacken.

Heidi: „Ja und die Unkräuter werden zum Teil grossflächig mit Herbiziden besprüht, auch Brennnesseln. Besonders von drainierten Flächen ist Abschwemmung möglich. Ob Herbizide mit dem Wasser in Quellen gelangen? Weil Tiere gerne welke Pflanzen fressen, sind diese oft bald weg. Auch Giftpflanzen werden so eher gefressen. Das kann für Tiere tödlich sein!“

Fräulein Rottenmeier: „Und die Gemsen? Fressen diese die Herbizid-Pflanzen auch?“

Peter: „Das interessiert die Älpler nicht, höchstens die Jäger und Wildhüter, aber diese merken das doch nicht!“

Was sagt das Gesetz?

Direktzahlungsverordnung

Art. 26 Grundsatz

Die Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetriebe müssen sachgerecht und umweltschonend bewirtschaftet werden.

 Art. 31 Zufuhr von Futter

1 Zur Überbrückung witterungsbedingter Ausnahmesituationen dürfen höchstens 50 kg Dürrfutter oder 140 kg Silage pro Normalstoss (NST) und Sömmerungsperiode zugeführt werden.

2 Für gemolkene Kühe, Milchziegen und Milchschafe ist zusätzlich die Zufuhr von 100 kg Dürrfutter und 100 kg Kraftfutter pro NST und Sömmerungsperiode zulässig.

3 Schweinen darf Kraftfutter nur als Ergänzung der alpeigenen Milchnebenprodukte verfüttert werden.

4 Für jede Futterzufuhr sind der Zeitpunkt der Zufuhr sowie die Art, Menge und Herkunft des Futters in einem Journal festzuhalten.

Heidi meint: „Die Bewirtschaftung ist weder sachgerecht noch umweltschonend. Für die Futterzufuhr muss zwar ein Formular ausgefüllt werden, das ist in der Regel jedoch nicht kontrollierbar.“

Höhere Alpungsbeiträge schaden der Biodiversität, Heidis Mist 15.7.16

Herbizide auf Alpen, alle Artikel zum Thema

17.8.17 HOME

Herbizid gegen Farne auf der Alp Novai: zweifelhafte Wirkung!

4. Juli 2017

 

Alp Novai: Farne wurden auch direkt am Bach mit Herbizid bespritzt, was gemäss Chemikalien-Risikoreduktionsverordnung klar verboten ist. Herbizid-Wirkung: Foto vom 11. Juni 2017.

Alp Novai: Farne wurden auch direkt am Bach mit Herbizid bespritzt, was gemäss Chemikalien-Risikoreduktionsverordnung klar verboten ist. Herbizid-Wirkung: Foto vom 11. Juni 2017.

Die gleichen Farne direkt am Bach: Dreizehn Tagen später sind sie schon wieder grün, wachsen üppig weiter! Der Herbizid-Einsatz ist nicht nachhaltig, "nur" eine Umweltverschmutzung.

Die gleichen Farne direkt am Bach: Dreizehn Tagen später sind sie schon wieder grün, wachsen üppig weiter! Der Herbizid-Einsatz ist nicht nachhaltig, „nur“ eine Umweltverschmutzung.

4.7.17 HOME

Herbizid-Trail auch zur Bündner Alp Spärra

25. Juni 2017
Herbizid bis an den Verstanclabach auf der Alp Spärra 1586 m ü.M.

Herbizid bis an den Verstanclabach auf der Alp Spärra 1586 m ü.M.

Doch nicht so schnell! Steigen wir von der Alp Garfiun auf zur Alp Spärra ...

Doch nicht so schnell! Steigen wir von der Alp Garfiun auf zur Alp Spärra …

... entlang der Verstancla ...

… entlang der Verstancla …

... dem Herbizid-Trail folgend ...

… dem Herbizid-Trail folgend …

... in die Höhe ...

… in die Höhe …

... der Weg wird breiter, auch ohne Wegmarke eindeutig signalisiert ...

… der Weg wird breiter, auch ohne Wegmarke eindeutig signalisiert …

... klar, Blacken müssen auch weg!

… klar, Blacken müssen auch weg!

... viele helle Flecken, auch im Hintergrund ...

… viele helle Flecken, auch im Hintergrund …

... helle Flecken ...

… helle Flecken …

... abgestorbene Pflanzen auch neben dem breiten Weg ...

… abgestorbene Pflanzen auch neben dem breiten Weg …

... abrupter Wechsel von gelb zu dunkelgrün und wieder zu gelb ...

… abrupter Wechsel von gelb zu dunkelgrün und wieder zu gelb …

Da schickt man den Hund wohl besser neben den Weg, wo möglich, oder in die Weide. Heidi nimmt an, dass auch hier die Gemeinde Klosters den Weg mit Glyphosat behandelt hat, wie sie das auf den Wegen zur Bio-Knospe-Alp Pardenn und zu den Alpen Garfiun und Novai getan hat.

Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail, Heidis Mist 11.6.17.

25.6.17 HOME

Herbizid-News: Alp zum Schmetterlingstod, Alp zum Blumentod und Alp Pardenn

16. Juni 2017

Alp zum Schmetterlingstod

Diesen Raupen werden sich bald zu Schmetterlingen wandeln, sofern ihnen das Futter nicht durch einen Herbizid-Einsatz entzogen wird. Auf der Alp zum Schmetterlingstod hat Ruedi eine kleine Restfläche mit Brennesseln gefunden, voller Raupen. Wird sie der Älpler noch entdecken und mit der Spritze kommen? Copyright Ruedi K.

Diesen Raupen werden sich bald zu Schmetterlingen wandeln, sofern ihnen das Futter nicht durch einen Herbizid-Einsatz entzogen wird. Auf der Alp zum Schmetterlingstod hat Ruedi eine kleine Restfläche mit Brennesseln gefunden, voller Raupen. Wird sie der Älpler noch entdecken und mit der Spritze kommen? Copyright Ruedi K.

So sehen die übrigen Brennesseln aus. Die Raupen sind heruntergefallen. Copyright: Ruedi K.

So sehen die übrigen Brennesseln im Moment aus. Die Raupen sind heruntergefallen. Copyright: Ruedi K.

Alp Pardenn

Kühe auf dem Weg zur Alp Pardenn. Ein kleiner Ausschnitt aus einem grossen Bild, daher unscharf.

Kühe auf dem Weg zur Alp Pardenn. Ein kleiner Ausschnitt aus einem grossen Bild, daher unscharf.

Heidi hat die Fotos des Herbizid-Einsatzes der Gemeinde Klosters auf den Alpwegen nochmals gesichtet und auf einem Bild die Kühe gefunden, welche auf dem mit Herbizid behandelten Weg standen. Gespritzt wurde ein paar Tage zuvor. Ob die Tiere auch während des Spritzens in dieser Weide waren? Die vorgeschriebene Wartefrist für Kühe, die Milch geben, beträgt 3 Wochen, für die übrigen 2 Wochen. Vorschriften werden gerne ignoriert, denn Kontrollen sind nicht zu befürchten.

Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail, Heidis Mist 11.6.17

Alp zum Blumentod

Mit Herbizid behandelter Weg auf der Alp zum Blumentod ... mit Herbizid-Einsatz auf Blacke. Copyright: Sophie T.

Mit Herbizid behandelter Weg auf der Alp zum Blumentod … mit Herbizid-Einsatz auf Blacke. Copyright: Sophie T.

Sophie hat Heidis Artikel Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail gelesen. „Blöd,“ dachte sie „ich habe den Weg nicht fotografiert!“ Sie war nochmals auf der Alp zum Blumentod und hat das nachgeholt. Sophie ging auch dorthin, wo das Rind Herbizid-behandelte Brennnesseln frass: Die Stelle ist radibutz kahlgefressen. Die Tiere fressen eben gerne angewelkte oder getrocknete Brennnesseln.

Aufregung auf der Alp zum Blumentod, Heidis Mist 5.6.17.

Die mit Herbizid behandelten Brennesseln hat das Rind gefressen. Copyright: Sophie T.

Die mit Herbizid behandelten Brennesseln hat das Rind gefressen. Copyright: Sophie T.

Tote Brennesseln auf der Alp zum Blumentod. Copyright: Sophie T.

Tote Brennesseln auf der Alp zum Blumentod. Copyright: Sophie T.

 16.6.17 HOME


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