Posts Tagged ‘Hinterhof’

HOFgesang für eine artgerechte Haltung der Stadtmenschen

2. Juni 2016
Das Ziel von HOFgesang ist es, Lebensräumen in Hinterhöfen zu fördern: Spielplätze für Jung und Alt, Grünräume, Begegnungsorte, Oasen der Ruhe, d.h. freundliche, einladende Räume, mit denen die AnwohnerInnnen sich identifizieren, für deren Attraktivität sie sich verantwortlich fühlen. Copyright: HOFgesang

Das Ziel von HOFgesang ist es, Lebensräumen in Hinterhöfen zu fördern: Spielplätze für Jung und Alt, Grünräume, Begegnungsorte, Oasen der Ruhe, d.h. freundliche, einladende Räume, mit denen die AnwohnerInnnen sich identifizieren, für deren Attraktivität sie sich verantwortlich fühlen. Copyright: HOFgesang

Das diesjährige Konzert-Programm von HOFgesang ist schon fast vorbei, doch das Thema bleibt aktuell: Das Wachküssen von Höfen zu Lebensräumen. „Wir streiten über Sportstadien, Kongresshäuser…, Wir reden auch mal über die Gestaltung von Zwischenräumen – eines Viertels des gesamten Stadtraums! Wir schweigen aber zum Nutzungswandel der Höfe von Altliegenschaften. Der Hof mutierte in den vergangenen Jahrzehnten schleichend vom Werkplatz zum Parkplatz. Dadurch wurde der guten Nachbarschaft der Boden entzogen…“ Das möchte Andreas Diethelm, der Initiant und Gesamtprojektleiter von HOFgesang ändern.

HOFgesang, eine grosse Plattform für das Chorschaffen, findet zum sechsten Mal in Zürich statt. 7’000 SängerInnen lassen mehr als 300 Höfe erklingen. 78 Chöre laden zum Zuhören (und Mitmachen) ein. Das Programm von HOFgesang gibt einen Einblick in die Vielfalt; Profis und Laien machen mit, junge und alte SängerInnen: Alphorn … Jazz … Pop … nordische Musik … Songs von „Queen“ … Tangos … Rock … Klassik … Gospel … Jodel … Eine lange Link-Liste führt Interessierte zum „richtigen“ Chor. Das Schlussbouquet Lebt die Wüste? findet am 8.6.16 im Kulturpark Pfingstweidstr. 10 bis 16 in Zürich statt. „Zum Schluss wird noch ein Finanzrequiem aufgeführt.“ verrät Andreas Diethelm.

Auch Heidi hätte Freude an lebendigen Innenhöfen. Da dürften gerne auch ein paar Beerensträucher, Obstbäume, Salat- und Kräuterbeete sein! Mehr Natur, mehr Verständnis für die Produktion von Nahrungsmitteln und ein kleiner Beitrag zur Versorgung – transportfrei!

Vielleicht würde ein solcher Lebensraum auch einem Heupferd gefallen.

Vielleicht würde ein solcher Lebensraum auch einem Heupferd gefallen.

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Heidi zum 1. August: Der Koffer steht bereit

31. Juli 2014
Gemüse ist gesund. Das Ernten im eigenen Pflanzblätz macht Spass.

Gemüse ist gesund. Das Ernten im eigenen Pflanzblätz macht Spass.

Heidi stand vor einem zwei Meter hohen Gitterzaun. Ihre Aufmerksamkeit galt dem Schulgarten dahinter. Hier Kopfsalat, dort Minze und – unübersehbar – roter Mohn. Plötzlich ertönte eine Stimme: „Die bauen ja Drogen an! Kein Wunder, dass die Jugendlichen abends herum hängen mit Drogen und Alkohol. Und alles lassen sie liegen: Flaschen, Pizza-Verpackung …“ Heidi: „Das ist doch kein Schlafmohn! Das ist …“ Doch dann merkte sie, dass der Mann, welcher perfekt Hochdeutsch sprach, Bescheid wusste; der Mohn war nur ein Vorwand, der Anfang einer langen Diskussion.

Artischocken schmecken ausgezeichnet und fördern die Verdauung.

Artischocken schmecken ausgezeichnet und fördern die Verdauung.

Irgendwann lenkte Heidi das Thema auf die modernen Sklaven, die fern von Familie und Heimat Geld verdienen, etwa im Gemüse- und Obstbau. Da aber konterte der Mann in Trainerhose: „Ich finde das gut, denn ich habe in drei Saisons das Geld für mein Haus gespart, studiere jetzt gerade den Schulgarten, suche Ideen für meinen Garten.“ Schon lange arbeitet er im Schweizer Gastgewerbe, wechselt häufig die Adresse, nennt Top-Arbeitgeber in Top-Ferienorten. Ein besonders nettes Hotelbesitzer-Ehepaar wollte er später einmal besuchen, doch das von alten Bäumen umgebene Hotel war weg; drei Häuser mit Eigentumswohnungen standen dort, verlassen, mit geschlossenen Läden: „Schrecklich, diese toten Häuser …“, sagte der Mann.

Vielseitig nutzbarer Wirz oder Wirsing: frisch als knackiger Salat, gekocht als Beilage, gefüllt oder im Eintopf.

Vielseitig nutzbarer Wirz oder Wirsing: frisch als knackiger Salat, gekocht als Beilage, gefüllt oder im Eintopf.

Der Mann aus Kroatien weiss, dass er privilegiert ist, und sieht nicht nur die politische Misere in seinem Heimatland und die schönen Seiten der Schweiz, sondern auch die negativen Aspekte der Globalisierung und des Wachstums. Seine Freizeit nutzt er zum Lesen: vorwiegend englische Fachbücher über Gesellschaft und Politik. Ein Mann, zufällig getroffen vor einem Schulgarten. Sein Koffer steht immer bereit, alle seine „Schweizer“ Habseligkeiten haben darin Platz.

Fast in allen Diskussionspunkten waren sich Heidi und der Mann einig, nur in einem nicht:
Kinder allein zu Hause, Heidis Mist 17.2.13
SUISSE GARANTIE ohne Ausländer? Heidis Mist 17.7.11

Jeder eine Gärtnerin!
Ja, der Traum vom frischen Gemüse, den Früchten aus dem eigenen Garten! Schon ein kleiner Balkon bietet Platz für ein paar Töpfe mit Gewürzen oder Cherry-Tomaten. Noch mehr Platz gibt’s im Vorgarten, Hinterhof oder Schrebergarten oder auf einem Blätz Land beim Bauern.

Markt als Ergänzung
Als Alternative oder Ergänzung empfiehlt Heidi den Besuch von Märkten oder innovativen Bauern.

Bio Knoblauch aus dem Bernbiet
Nicht vergessen: Knoblauch frisch, getrocknet, in Essig, in Öl vom Farngut, Familie Katja und Markus Bucher, Grossaffoltern. Weitere Produkte: Blumenkohl, Pastinaken, Butternusskürbis, Karotten, Pantelleria Kapern, Borlottibohnen, Goldmelisse, Lavendel, Petersilie. Unter Süsskartoffeln heisst es „Wir sind am üben …“. Die Zusammenarbeit mit dem Bio-Betrieb von Christoph Hauert und Eva Ulm „ermöglicht uns ein effizientes Arbeiten, zeitgemässe Betriebsstrukturen, gegenseitige fachliche Unterstützung und vieles mehr …“
Hier geht’s zum Farngut
Was ist ein Biomat? Besuchen Sie Christoph Hauert und Eva Ulm.

Iss fein, iss frisch, iss nah, iss grün, iss mit
Frisches fastfood vom schnägg in Zürich. Im August 2014 eröffnet schnägg vier weitere Filialen in der Stadt Zürich: Stadelhofen, Enge, City und Giesshübel. Ab Herbst werden es noch mehr sein, und nicht nur in Zürich, verspricht dass schnägg-Team.
schnägg fastfood

Entwicklung der weltweiten Umweltauswirkungen der Schweiz
Grafik aus dieser neuen Publikation des Bundesamts für Umwelt (BAFU), Umweltbelastung von Konsum und Produktion von 1996 bis 2011

Was essen? Die Wahl ist aufgrund der Grafik und der mediterranen Ernährungspyramide einfach: viele Früchte, Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Nüsse ... vielleicht ab und zu Fleisch aus tierfreundlicher Haltung. Grafik aus "Entwicklung der weltweiten Umweltauswirkungen der Schweiz", BAFU 2014

Was essen? Die Wahl ist aufgrund der Grafik und der mediterranen Ernährungspyramide einfach: viele Früchte, Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Nüsse … vielleicht ab und zu Fleisch aus tierfreundlicher Haltung. Grafik aus „Entwicklung der weltweiten Umweltauswirkungen der Schweiz“, BAFU 2014

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