Posts Tagged ‘Indonesien’

Palmöl: Dilemma der indonesischen Kleinbauern

18. Mai 2022

In Indonesien sind die Preise für Speiseöl stark gestiegen, weshalb die Regierung ein Exportverbot für bestimmte Palmölprodukte erlassen hat. Sie hofft, dadurch das Problem in den Griff zu bekommen.

Doch darunter leiden die Kleinbauern. Bei so niedrigen Preisen zögern die Landwirte, überhaupt zu ernten, denn die Mühlen nehmen nicht mehr Früchte ab, weil die Lager in den Häfen voll sind. Die Lastwagen stehen vor den Mühlen an. Die Früchte müssen aber rasch verarbeitet werden, denn sonst verderben sie.

Eine Reihe von Palmölmühlen in Riau haben den Kauf von Palmöl von Kleinbauern eingestellt, weil die Kapazität der Lagertanks für rohes Palmöl (CPO) voll war. Eine davon ist eine Palmölfabrik in Kuantan Singingi Regency, PT Wanasari Nusantara. Es gab eine lange Schlange von mit Palmöl beladenen Lastwagen, die sich über mehrere Tage hinzog und nicht endete.

Das Dilemma der Palmöl-Kleinbauern: Die Früchte zu ernten ist nicht rentabel, aber sie verrotten zu lassen, würde die Bäume beschädigen.

Der indonesische Präsident Joko Widodo vertritt die Ansicht, der Bedarf an erschwinglichen Lebensmitteln habe Vorrang vor den Einkommensbedenken der Produzenten; das Verbot werde erst aufgehoben, wenn der heimische Bedarf gedeckt sei.

Gut 55% des Palmöls stammt aus Indonesien. Seit zwei Jahren ist der Preis auf etwa das Vierfache gestiegen.

Derweil verkauft aktuell z.B. Otto’s palmölhaltige Waschmittel zu Tiefstpreisen!

Indonesian farmers protest against rising cost of palm oil export ban. Swissinfo.ch 17.5.22

Why Indonesia Banned Palm Oil Exports. The Diplomat

Pabrik di Riau Mulai Setop Beli Sawit Petani. Detik 18.5.22

Indonesien tritt beim Export von Palmöl auf die Bremse. Für Konsumenten weltweit sind das schlechte Nachrichten. NZZ 28.4.22

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Palmöl: Indonesien auf dem Weg zu 100% Biodiesel

31. Januar 2022

Quelle: The Chain 28.1.22. Revocation of Permits, Increased Biofuel Volumes Point to Significant Developments in Indonesia’s Palm Oil Sector in 2022.

Im vergangenen Monat gab es zwei wichtige Entwicklungen im indonesischen Palmölsektor:

  1. Die erhöhte Zuteilung für das Biodieselprogramm des Landes und
  2. mehreren Plantagenunternehmen – darunter Ölpalmenplantagenunternehmen sowie industrielle Baumplantagen und Bergbauunternehmen – wurden die Lizenzen entzogen, da ihre Konzessionen als „Stranded Land“ betrachtet wurden.

Ende 2021 gab die indonesische Regierung die Liste der Lieferanten für die staatlichen Biokraftstoffunternehmen Indonesiens und die insgesamt zugeteilten Mengen bekannt. Die für 2022 zugewiesene Gesamtmenge beläuft sich auf 10 Millionen Kiloliter (kL), was einer Steigerung von 6,4 Prozent gegenüber 2021 entspricht. Die höhere Zuteilung ist Teil des langfristigen Plans Indonesiens, den Einsatz von Biodiesel zu erhöhen. Der Plan wurde 2008 ins Leben gerufen und sah zunächst eine Mischung aus einem Prozent Biodiesel auf Palmölbasis und 99 Prozent Dieselkraftstoff vor (B1-Politik). Der Anteil von Palmöl in der Mischung wurde kontinuierlich auf 30 Prozent erhöht (B30-Politik).

Die Regierung strebt einen Anteil von 100 Prozent Biodiesel (B100) an, was jedoch unwahrscheinlich ist, solange die Kapazität der bestehenden Plantagen nicht erhöht wird. Trotz Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Nachfrage nach Palmöl als Biokraftstoff auf die indonesischen Wälder hat die Regierung ihren Plan als Mittel zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verteidigt.

Zweiundzwanzig Raffinerieunternehmen haben Biodieselzuteilungen erhalten, und es handelt sich um dieselben Unternehmensgruppen wie im letzten Jahr. Der grösste Teil der Menge wird von NDPE-Unternehmen (No Deforestation, Peat, and Exploitation) geliefert, während 13,3 Prozent des Angebots (rund 1,3 Mio. kL) von Nicht-NDPE-Unternehmen stammen. Darunter sind auch Unternehmen, die nachweislich Probleme mit der Abholzung von Wäldern haben: Jhonlin Agro Raya (Jhonlin Group) und Tunas Baru Lampung.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: Revocation of Permits, Increased Biofuel Volumes Point to Significant Developments in Indonesia’s Palm Oil Sector in 2022. The Chain 28.1.22

Govt revokes thousands of mining, forestry, plantation permits. ANTARA 6.1.22

20 Badan Usaha BBN Akan Salurkan Biodiesel 9,2 Juta KL di 2021. Direktorat Jenderal Energi Baru Tarbarukan dan Konservasi Energi (EBTKE) 22.12.21

Alasan Menko Luhut Pangkas Target Biodiesel Jadi Maksimal B50. Tirto.id 11.12.19

The Chain: Indonesia’s New Targets for National Biodiesel Program Could Sharply Increase Pressure on the Country’s Remaining Forests. The Chain 12.1.21

Program Pengembangan dan Pemanfaatan Bahan Bakar Nabati. Sawit 18.8.20

Jhonlin Group to Serve Indonesia’s Domestic Market With New Biofuel Plant. The Chain 12.10.21

Tunas Baru Lampung: Contested land and peat clearing could drive substantial value loss. The Chain 19.4.18

Heidis weitere 91 Artikel zu Palmöl

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Palmölplantagen: Missionare sehen das anders als PolitikerInnen

15. November 2021

Das Freihandelsabkommen mit Indonesien sei gut für Wirtschaft, Mensch und Umwelt. So warb economiesuisse für ein NEIN zum Referendum gegen das Abkommen. Fabian Molina (SP) meinte gar: „Mit dem Abkommen haben wir es zum allerersten Mal in der Geschichte des Schweizer Aussenhandels geschafft, strenge Nachhaltigkeitskriterien zu etablieren – für das wichtige indonesische Exportgut Palmöl.“ Anders sah es Greenpeace: „Freihandelsabkommen mit Indonesien stärkt Rechte von Konzernen auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt“. 

Politik hört nicht auf Wissenschaft

PolitikerInnen haben oft einen besonderen Blick. Er richtet sich auf die Vorteile für die Schweiz und deren Wirtschaft. Trotzdem wird dann von win-win geredet. Im Falle von Palmöl warnen Wissenschaftler schon lange. Sie beschreiben unermüdlich die negativen Auswirkungen des Abholzens von Regenwald und der Anlage von Plantagen z.B. wird der Wasserkreislauf und das Klima der Palmölgebiete geändert. Vermehrte zerstörerische Überschwemmungen wurden längst vorausgesagt. Seit einigen Jahren sind sie Realität. Die Bevölkerung leidet darunter. Aber die Politik hört eben nicht auf die Wissenschaft.

Der Kapuziner und die Ölpalmen

Missionare leben meist Jahrzehntelang am gleichen Ort und beobachten Veränderungen. So war Jakob Willi seit 40 Jahren Missionar in Indonesien als er in einem Brief an die Schweizer Kapuziner über seine Arbeit schrieb und wie die Ölpalmen-Plantagen seine Pfarrei grundlegend verändert haben. Hier ein Auszug:

„Für billiges Geld wechselten die Ländereien der Dorfbewohner in die Hände der Plantagenbosse. Im Gegenzug erhielten die Dörfer einen Anschluss an das Strassennetz der Ölpalmplatagen, das sich wie ein bizzarres Strickmuster über die Landschaft breitet. Die Wälder wurden grossflächig gerodet, Hügel eingeebnet und kleine Wasserläufe aufgeschüttet. Die grossflächigen Erdarbeiten erhöhten die Erderosion, was zu einer enormen – schon Jahre andauernden – Verschmutzung der Flüsse geführt hat, sodass das Flusswasser fast nicht mehr zu gebrauchen ist. Geblendet durch grosse Versprechen vom Goldsegen der Ölpalmen, steckten viele Dorfbewohner selbst Reisfelder und Gummibaumplantagen – ihre gesamte traditionelle Existenzgrundlage – bereitwillig in den Rachen der Ölpalmplantagen und hängen nun vollends am “Rockzipfel” der Ölpalmplantagen.“

Flammen bedrohen Steyler Waldprojekt

Heidi hat im vorangehenden Artikel über die Überschwemmungskatastrophe im indonesischen Kalimantan geschrieben und darin auch Fransiskus Sani Lake, Direktor der katholischen Laienorganisation Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Kalimantan, zitiert. Er sagte, die Katastrophe sei durch die Abholzung der Wälder für Palmölplantagen und Bergbau verursacht worden.

Am 30.10.15 berichtete die Steyler Mission: «2000 Feuer lodern derzeit auf den Inseln auf Sumatra und Borneo – ausgelöst durch illegale Brandrodung. Auch ein Wiederaufforstungsprojekt der Steyler Missionare ist in Gefahr. Die Ordensmänner helfen den Menschen vor Ort und fordern, Produkte der indonesischen Palmölindustrie zu boykottieren.

Ein Drittel des indonesischen Territoriums ist in diesen Tagen in dicken gelben Nebel gehüllt. Ursache dafür sind Waldbrände, mit denen Plantagenbesitzer auf Sumatra und Borneo ihre Flächen abbrennen, um Raum für Anbaugebiete von Palmöl zu schaffen. Eigentlich sind diese Rodungen seit 1999 verboten. Doch das stört die Landbesitzer wenig. Umweltschützer sprechen bereits jetzt von einer der grössten Umweltkatastrophen seit langem. Von der Luftverschmutzung sind über 40 Millionen Menschen in ganz Südostasien betroffen.

… Nun ist das Projekt in Gefahr. „Einige der umliegenden Kautschuk-Plantagen stehen bereits in Flammen“, sagt Pater Vitus Hari. „Unserem Projekt hat der wenige Regen, der letzte Woche gefallen ist, etwas Luft verschafft. Aber wir sind sehr besorgt, weil die Trockenzeit schon so lange anhält und die Brände noch immer ausser Kontrolle sind.“ Die Feuer seien so schwer zu löschen, weil der Torfboden weiträumig und metertief glühe. Soldaten und Feuerwehrleute seien hoffnungslos überfordert.

Pater Paul Rahmat SVD, der zentrale Koordinator für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Steyler Missionare in Indonesien, geht derweil scharf mit den Palmöl-Unternehmen ins Gericht, auf deren illegale Rodungen die aktuelle Umweltkatastrophe zurückgeht. „Die Palmölplantagen expandieren jährlich um 520’000 Hektar – das entspricht kaum weniger als der Gesamtfläche der Insel Bali“, kritisiert der Steyler Missionar. „25 Großkonzerne kontrollieren insgesamt 5,1 Millionen Hektar Land in Kalimantan und Sumatra. Diesem Umweltdesaster müssen wir ein Ende bereiten. Ich rufe deshalb alle Menschen weltweit auf, die Produkte der indonesischen Palmölindustrie zu boykottieren.“»

Heidi meint: „Die Realität sieht anders aus als in den Träumen der PolitikerInnen.“

Freihandelsabkommen mit Indonesien – gut für Wirtschaft, Mensch und Umwelt. Economiesuisse 25.1.21

Freihandelsabkommen mit Indonesien stärkt Rechte von Konzernen auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt. Greenpeace

«Indonesien ist ein Grenzfall». Interview mit Fabian Molina von Dinu Gautier, WOZ vom 28.1.21

Der Kapuziner und die Ölpalmen. Heidis Mist 19.11.18

Indonesischer Gouverneur macht Palmölfirmen für Flutkatastrophe verantwortlich. Heidis Mist 14.11.21

Flammen bedrohen Steyler Waldprojekt. Steyler Mission 30.10.15

Heidis weitere 87 Artikel über Palmöl

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Indonesischer Gouverneur macht Palmölfirmen für Flutkatastrophe verantwortlich

14. November 2021

Copyright: Fransiskus Sani Lake

Copyright: Fransiskus Sani Lake

Quelle: UCA News

Ein indonesischer Provinzgouverneur hat versprochen, bei der Erteilung von Genehmigungen für Palmölfirmen hart durchzugreifen, nachdem Sturzfluten mehrere Gebiete auf Borneo heimgesucht, mehrere Menschen getötet und Tausende zur Flucht gezwungen hatten. Der Gouverneur von West-Kalimantan, Sutarmidji, der nur unter einem Namen bekannt ist, sagte am 10. November, er werde die Genehmigungen widerrufen, nachdem er die Überschwemmungen auf die Aktivitäten von Palmölfirmen zurückgeführt hatte.

Die Wut des Gouverneurs spitzte sich am 9. November zu, als verschiedene Firmen in seiner Provinz seinen Aufruf zur Hilfe für die Flutopfer ablehnten. „Sie wollen sich in West-Kalimantan nur bereichern, aber sie wollen sich nicht um die Menschen kümmern“, sagte er. Solange er Gouverneur sei, wolle er nichts mehr mit Palmölfirmen zu tun haben.

In den letzten Wochen wurden viele Gebiete in Kalimantan von Überschwemmungen heimgesucht, wobei mehrere Bezirke in der Provinz Westkalimantan am stärksten betroffen waren. Seit der Ansiedlung dieser Unternehmen treten bei jedem Regen alle Flüsse über die Ufer. Dies geschieht mindestens seit 2013 und wird jedes Jahr schlimmer.

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde haben die Überschwemmungen im Bezirk Sintang mehr als 35’000 Häuser überflutet und mindestens 140’000 Einwohner vertrieben.

Fransiskus Sani Lake, Direktor der katholischen Laienorganisation Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Kalimantan, sagte, die Katastrophe sei durch die Abholzung der Wälder für Palmölplantagen und Bergbau verursacht worden. „Seit diese Industrien hinzugekommen sind, treten bei jedem Regen alle Flüsse über die Ufer. Dies geschieht seit mindestens 2013 und wird jedes Jahr schlimmer“, sagte er gegenüber UCA News.

Diese Industrien kontrollieren riesige Landstriche in der Region. Nach Angaben von Umweltgruppen werden etwa 1,2 Millionen Hektar oder 33 Prozent der Landfläche der Provinz Südkalimantan durch den Kohlebergbau kontrolliert und etwa 620’000 Hektar oder 17 Prozent durch Ölpalmenplantagen.

Obwohl Lake die Drohung Sutarmidjis, die Genehmigungen zu widerrufen, unterstützte, sagte er, die Regierung müsse die Situation bewerten. „Warum? Weil die Regierung selbst auch Genehmigungen erteilt hat, ohne sich um die Umwelt zu kümmern“, sagte er.

Indonesian governor blames flood disaster on palm oil firms. UCAnews 11.11.21

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Indonesische Ministerin für Umwelt und Forstwirtschaft: „Indonesien zu zwingen, bis 2030 keine Wälder mehr abzuholzen, ist offensichtlich unangemessen und unfair.“

7. November 2021

Quelle: REDD-Monitor

Indonesien gehörte zu den mehr als 100 Ländern, die am 2. November 2021 die Erklärung von Glasgow über die Wälder unterzeichneten. Am folgenden Tag erklärte Siti Nurbaya, Indonesiens Ministerin für Umwelt und Forstwirtschaft, bei einem Vortrag an der Universität Glasgow: „Indonesien zu zwingen, bis 2030 keine Wälder mehr abzuholzen, ist offensichtlich unangemessen und unfair.“

Indonesien strebt bis 2030 eine „Kohlenstoffneutralität“ in der Forstwirtschaft an. Siti argumentierte, dass dies „nicht als Nullabholzung interpretiert werden sollte“.

Massive Entwicklung

Siti schrieb auf Twitter: „Die massive Entwicklung in der Ära von Präsident Jokowi darf nicht im Namen von Kohlenstoffemissionen oder im Namen der Abholzung gestoppt werden.“

Korruption und Entwaldung

Anstatt sich über die Walddeklaration von Glasgow zu streiten, die in jedem Fall freiwillig ist und nur eine weitere in einer langen Reihe bedeutungsloser UN-Erklärungen darstellt, täte Siti gut daran, sich mit der fortschreitenden Abholzung zu befassen, die derzeit im Lande stattfindet.

Untersuchungen von The Gecko Project und Tempo, die im Oktober 2021 veröffentlicht wurden, zeigen, dass das Verteidigungsministerium hinter der Zerstörung der Wälder in Gunung Mas in Zentralkalimantan steckt. Regenwald, der Lebensraum für Orang-Utans ist, wird abgeholzt, um Platz für mehr als 30’000 Hektar Maniok-Plantagen zu schaffen. Den Dorfbewohnern wurde nicht mitgeteilt, wo die Plantagen angelegt werden sollen und wann mit der Abholzung des Waldes begonnen wird.

Verteidigungsminister Prabowo Subianto spielt eine zentrale Rolle im indonesischen „Food Estate“-Programm, das von Präsident Widodo im Juni 2020 ins Leben gerufen wurde. Das Programm zielt darauf ab, die durch die COVID-19-Pandemie verursachte weltweite Nahrungsmittelkrise zu bewältigen.

Beamte des Verteidigungsministeriums haben Pläne für mehr als eine Million Hektar Maniokplantagen im Land ausgearbeitet. Diese Pläne beinhalten die Zerstörung der artenreichen Wälder in Papua, um Platz für landwirtschaftliche Plantagen zu schaffen.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht von REDD-Monitor:

Indonesia: Zero deforestation by 2030 is “inappropriate and unfair”. REDD-Monitor 4.11.21

Politically connected firm seeks to profit as Indonesian government cuts down orangutan habitat. The Gecko Project 14.10.21

oder

Nach Waldabkommen von Glasgow – Indonesien will weiter entwalden. Franzfurter Allgemeine 5.11.21

Drittgrößter Regenwald der Welt Indonesische Umweltministerin will weiter Bäume abholzen. Spiegel Wissenschaft 5.11.21

Indonesien relativiert Vereinbarungen bei COP26 zum Entwaldungs-Stopp. Nau 4.11.21

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Indonesien: Sozialministerin entsendet Mitarbeiter zur Unterstützung der Flutopfer in West-Kalimantan

4. November 2021

TEMPO.CO, Pontianak – Nach ihrem Besuch bei den Überschwemmungsopfern im Distrikt Sekadau in der Provinz West-Kalimantan sagte Sozialministerin Tri Rismaharini, sie habe ihre Mitarbeiter beauftragt, in den von der Flut betroffenen Gebieten zu bleiben, um den Bedürftigen zu helfen.

„Wenn noch öffentliche Küchen benötigt werden, werden meine Mitarbeiter später hier (Sekadau), in Sanggau, Sintang und Melawi sein. Sie sind an diesen Orten stationiert“, sagte sie am Mittwoch. Sie erinnerte daran, dass die Möglichkeit eines weiteren Anstiegs des Wasserspiegels vorhergesehen werden muss, damit es keine Opfer gibt. Die Ministerin betonte auch, wie wichtig vorausschauende Massnahmen sind, damit sich die Überschwemmungen im nächsten Jahr nicht wiederholen. Sie werde dies mit dem Repräsentantenhaus und dem Ministerium für öffentlichen Wohnungsbau und öffentliche Arbeiten koordinieren.

„Wir werden dafür sorgen, dass die logistischen Voraussetzungen geschaffen werden, um den Flutopfern zu helfen“, erklärte sie.

Sie wies darauf hin, dass die Boote der Tagana (Katastrophenschutzteam) für die Lieferung von Lebensmitteln an die Flüchtlinge vorbereitet worden seien. „Wenn wir später eine öffentliche Küche brauchen, werden wir die Lebensmittel mit Booten ausliefern“, sagte sie.

Rismaharini, der Vorsitzende der Kommission V Lasarus des Repräsentantenhauses (DPR) und ihr Gefolge reisten vom Pier des Kusuma Negara Palace entlang des Sekadau-Flusses und des Kapuas-Flusses, um die von den Überschwemmungen betroffenen Bewohner der Dörfer Tanjung und Mungguk im Unterbezirk Sekadau Hilir zu treffen.

Die Ministerin verteilte auch Hilfsgüter, von Grundbedarfsartikeln bis hin zu Ausrüstungen.

Tri Rismaharini und ihr Gefolge kehrten nach der Verteilung der Hilfsgüter in den Kusuma Negara Palast zurück. Sie sagte, dass ihre Verwaltung Hilfe geleistet hat, damit die Flüchtlinge inmitten der Überschwemmungen überleben können, da die Fluten seit zwei Wochen nicht mehr zurückgegangen sind.

Social Minister Assigns Staffers to Assist Flood Victims in West Kalimantan. Tempo.Co 4.11.21

Wie auch gemeldet wird: Infrastrukturen wie Telefon funktionieren nicht mehr.
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Überschwemmungen in Indonesien: Neue Normalität!

4. November 2021

Wo abgeholzt wird und wo Böden versiegelt werden, da folgen „natürlicherweise“ Überschwemmungen, sogar in der Schweiz und in weiten Teilen Europas. Intensive Regenfälle, wie sie wegen des Klimawandels häufiger auftreten, verstärken die schädlichen Auswirkungen.

In Indonesien, v.a. Kalimantan wurde viel Regenwald abgeholzt für Palmölplantagen, Holzgewinnung, Goldminen usw. Nun werden weite Gebiete regelmässig überschwemmt. Auch wenn es früher schon Überschwemmungen gab, so waren sie nicht so häufig und Torfböden nahmen zumindest einen Teil des Wassers auf. Während in Glasgow „wichtige Leute“ mit 400 Privatjets angereist kamen, richten Überschwemmungen in Indonesien grossen Schaden an, es sterben Leute, viele verlieren ihr Hab und Gut.

Ob der Wille wirklich da ist, die Abholzung (erst) bis 2030 zu stoppen, das muss noch bewiesen werden und bis dahin wird noch viel Schaden angerichtet. Über die nicht eingelösten Versprechen der letzten Jahrzehnte wird Heidi demnächst berichten.

Indonesien – Tausende von Menschen von den Überschwemmungen in West-Kalimantan betroffen

Banjir Bandang di Sekadau, Kalimantan Barat Hari ini!! Ketinggian Air Hingga 2 Meter

Banjir Bandang di Sekadau, Kalimantan Barat Hari ini!! Ketinggian Air Hingga 2 Meter

Schwere Regenfälle in Teilen der Insel Borneo haben in den indonesischen Provinzen Zentral- und West-Kalimantan schwere Überschwemmungen verursacht und tödliche Erdrutsche ausgelöst.

Nach Angaben der regionalen Katastrophenschutzbehörde (BPBD) sind Gebiete im Bezirk Sekadau in der Provinz Westkalimantan seit dem 23. Oktober überflutet. Einige Gebiete stehen bis zu 2,5 Meter tief unter Wasser.

Nach Angaben der BPBD wurden bis zum 27. Oktober 2’541 Häuser in den Distrikten Sekadau Hilir und Belitang beschädigt, 8’430 Menschen waren betroffen, und 1’879 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Am 25. Oktober trat der Kapuas-Fluss im Bezirk Sanggau in West-Kalimantan aufgrund starker Regenfälle über die Ufer. In den Bezirken Meliau, Tayan Hilir, Jungkang, Mukok und Kapuas wurden etwa 1’000 Häuser beschädigt und 4’112 Menschen waren betroffen.

Sechs Menschen starben bei einem Erdrutsch in einer Goldmine im Bezirk Kotawarin Timur in der Provinz Zentral-Kalimantan nach heftigen Regenfällen am 28. Oktober 2021. Fünf Menschen überlebten den Vorfall.

Indonesia – Thousands of People Affected by Floods in West Kalimantan. Planet today 2.11.21

Indonesia – Thousands Hit by Floods in West Kalimantan, Deadly Landslides in Central Kalimantan. FloodList 1.11.21

Hunderte Reisfelder überflutet

SuaraKalbar.id – Hunderte Hektar Reisfelder von Bewohnern von Sidorejo Hamlet, Dorf Sedahan, Distrikt Sukadana, North Kayong Regency, wurden überflutet. Dadurch erleiden Landwirte Verluste durch Ernteausfälle. Nach den von Antara zusammengestellten Informationen werden die seit den letzten Wochen überfluteten Reisfelder auf 510 Hektar erfasst.

„Materialverluste sind sicher, zumal die Mehrheit der Menschen hier Bauern sind und Bauern wegen Überschwemmungen mehrmals faulen Reis angepflanzt haben“, sagte einer der Gemeindevorsteher im Dorf Sedahan, Kirno, am Mittwoch in Sukadana ( 27.10.2021). Er gab an, dass die Überschwemmungen, die die Reisfelder überflutet hatten, seit einer Woche aufgrund von starkem Regen aufgetreten waren. Aus diesem Grund fliesst das Wasser des Flusses, der eine Verschlammung erfährt, in die Reisfelder über, so dass der Reis verrottet.

„Ausserdem ist der Benawai River hier seicht, sodass das Wasser bei Überschwemmungen langsamer wird. Kirno gab auch bekannt, dass im Dorf Sedahan 136 Familien lebten, die aufgrund des Überlaufs des Benawai-Flusses ebenfalls von der Flut betroffen waren.

„Wir hoffen, dass die Regentschaftsregierung von North Kayong unverzüglich vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung von Überschwemmungen ergreift, die routinemässig in der Regenzeit auftreten, wie zum Beispiel die Normalisierung des Benawai-Flusses oder anderer“, sagte er.

Ratusan Hektare Lahan Lumbung Padi di Kayong Utara Jadi Lumbung Air, Petani Merugi. Suarakalba.id 27.10.21

Wasserstand erreicht die Dächer

Pontianak: Überschwemmungen im stromaufwärts gelegenen Gebiet von West-Kalimantan sollen sich bis heute Nachmittag weiter auf die Regentschaften Sekadau und Sanggau ausgebreitet haben.

Die schlimmsten Überschwemmungen ereigneten sich im Bezirk Belitang und im Bezirk Sekadau Hilir, Regentschaft Sekadau. Der Wasserstand hat bereits die Dächer der Bewohnerhäuser erreicht.

„Wir koordinieren uns immer noch mit der Westkalimantan BNPB, um Hilfe zu erhalten“, sagte Sekadau Regent, Aron in der Headline News, die am Donnerstag, den 18. Oktober 2021 auf Metro TV ausgestrahlt wurde.

Banjir di Kalbar Terus Meluas. Medcom.id 29.10.21

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Palmöl eines indonesischen Top-Abholzer in den Lieferketten von Nestlé & Co.

14. Oktober 2021

Quelle: The Chain vom 12.10.21

Die Jhonlin-Gruppe, einer der grössten Abholzungsbetriebe für Ölpalmenplantagen in Indonesien in den letzten Jahren, hat den Bau einer neuen Biodieselanlage, PT Jhonlin Agro Raya (PT JAR), im Bezirk Tanah Bambu in Südkalimantan abgeschlossen. Die Anlage ist in erster Linie für den indonesischen Biokraftstoffsektor bestimmt.

Die Jhonlin-Gruppe ist im Besitz eines Geschäftsmann aus Südkalimantan, dessen Geschäftsfelder vom Kohlebergbau bis zu landwirtschaftlichen Rohstoffen reichen. Die Gruppe verstösst seit langem gegen die Verpflichtungen des Programms „No Deforestation, No Peat, No Exploitation“ (NDPE). Er ist kein Mitglied des Roundtable on Sustainable Palm Oil und hat sich nicht zur Einhaltung der NDPE-Verpflichtungen verpflichtet. Seit 2018 steht der Konzern auf der CRR-Liste der Top 10 Abholzer für Ölpalmen in Südostasien. Zwischen 2018 und 2020 wurden in den Ölpalm-Konzessionen der Gruppe etwa 11’900 Hektar gerodet.

Johnlin ist auch ein bedeutender Abholzer für industrielle Baumkonzessionen. Zwischen 2016 und 2021 wurden in seinen Industriekonzessionen 3’000 ha Wald gerodet, hauptsächlich in Südkalimantan.

Trotz der fortgesetzten Abholzung gelangen die Palmölprodukte der Jhonlin-Gruppe in die NDPE-Lieferketten, und zwar über ADM, Cofco, General Mills, Grupo Bimbo, Johnson & Johnson, Kao, Kellogg’s, L’Oreal, Nestlé, Oleon, P&G, Reckitt Benckiser und Upfield.

Im Juli 2021 bestätigte Sime Darby, (gegründet 1910) dass sie keine Produkte mehr von Jhonlin bezieht. 2003 gehörte Sime Darby zu den Gründungsmitgliedern des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO).

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NDPE-Palmöl: Verknüpfung mit Abholzung für Industrieholz

27. August 2021

Djarum, PT Wana Hijau Pesaguan Indonesia, February 2021 © Aidenvironment

Djarum, PT Wana Hijau Pesaguan Indonesia, February 2021 © Aidenvironment

The Chain schreibt: Neuer Bericht fordert Käufer von waldgefährdenden Rohstoffen auf, die NDPE-Politik zu stärken

Ein neuer Bericht von Aidenvironment, einem Mitglied von Chain Reaction Research (CRR), weist auf 133’000 Hektar (ha) Entwaldung seit 2016 hin, die von zehn Unternehmen aus dem Industrieholzsektor in Indonesien und Malaysia begangen wurden. Diese zehn Unternehmen liefern Palmöl an einige der weltweit grössten Palmölhändler und -veredler, die sich im Rahmen der NDPE-Richtlinien (No Deforestation, No Peat, No Exploitation) verpflichten, die Abholzung aus ihren Lieferketten zu entfernen.

Der Bericht hebt Probleme hervor, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, da der Palmölsektor weiterhin NDPE-Richtlinien einführt und umsetzt. Eines der Hauptprobleme ist die aktive Abholzung von Wäldern für andere Rohstoffe durch Lieferanten in NDPE-Palmöl-Lieferketten. CRR hat bereits über zwei solcher Fälle im Jahr 2020 berichtet. Ein Fall betraf das malaysische Palmölunternehmen United Malacca und seine Pläne, eine 60’000 Hektar grosse Industrieholzplantage in Sulawesi, Indonesien, zu errichten. Der zweite Fall betraf das malaysische Unternehmen Samling und seine Abholzung zur Anpflanzung von Industrieholz in Sarawak. Die Analyse von Aidenvironment zeigt, dass dieses Problem weit verbreitet ist und eine erhebliche Gefahr für die Bemühungen darstellt, den Palmölsektor von der Abholzung zu entkoppeln.

Die von Aidenvironment durchgeführte Analyse der indonesischen und malaysischen Forstwirtschaftsgenehmigungen zeigt, dass der Industrieholzsektor nach dem Palmölsektor der zweitgrösste Plantagensektor in den beiden Ländern ist. Es gibt zahlreiche Überschneidungen zwischen Unternehmen, die Industrieholz- und Ölpalmenplantagen besitzen. Der Bericht behandelt Fälle von Entwaldung durch sieben solcher Unternehmen in Indonesien (Nusantara Fiber, Djarum, Adindo Hutani Lestari, Alas Kusuma, Jhonlin, Hardaya und Sampoerna) und drei Unternehmen in Malaysia (Rimbunan Hijau, Samling und Shin Yang).

Diese Plantagenunternehmen sind in der Lieferkette mit einem oder mehreren der weltweit grössten Palmölraffinerien verbunden. Djarum beispielsweise hat von Januar 2016 bis März 2021 auf seinen Konzessionen für Industrieholz in Indonesien 10’833 ha Wald gerodet. PT Silva Rimba Lestari (PT SRL) war mit einer Abholzung von 5’064 ha in diesem Zeitraum der grösste Abholzer der Gruppe. PT SRL betreibt eine 88’000 ha grosse Konzession im Bezirk Kutai Kartanegara in Ost-Kalimantan. Die Abholzung von Djarum für industrielle Baumplantagen veranlasste die indonesische Nichtregierungsorganisation Auriga Nusantara im Dezember 2019, beim Forest Stewardship Council (FSC) eine Beschwerde gegen den Konzern einzureichen. Im Dezember 2020 zog die FSC-zertifizierte Tochtergesellschaft von Djarum ihr FSC-Zertifikat zurück, wodurch der Beschwerde die Grundlage entzogen wurde.

Trotz dieser bekannten Abholzungsprobleme beliefert Djarum die folgenden Palmölhändler/-raffinerien: Wilmar, Wings, AAK, ADM, BASF, Bunge, Cargill, Fuji Oil, HSA Group/Pacific Inter-Link, Itochu Corporation, Neste Oil, Oleon NV und Pertamina. Auserdem beliefert es die nachgelagerten Unternehmen Avon, Colgate-Palmolive, Danone, Friesland Campina, General Mills, Grupo Bimbo, Johnson&Johnson, KAO, Kellogg’s, L’Oreal, Mars, Mondelēz, Nestle, P&G, PepsiCo, PZ Cussons, Reckitt Benckiser, Hershey, Unilever, Upfield und Vandemoortele.

Da alle diese Palmölkäufer NDPE-Verpflichtungen eingegangen sind, sollte Djarum durch die jüngste Abholzung zu einem nicht konformen Lieferanten werden. Da Djarum jedoch nicht für Ölpalmen, sondern für einen anderen Rohstoff abgeholzt hat, der nicht in den Geltungsbereich der NDPE-Richtlinien für Palmöl fällt, profitiert das Unternehmen weiterhin vom Zugang zu NDPE-Lieferketten, während es aktiv Wälder rodet.

Aidenvironment vertritt die Auffassung, dass die NDPE-Politik gestärkt werden muss, damit die Industrie wirklich behaupten kann, dass keine Abholzung stattfindet. Andernfalls werden Einkäufer mit NDPE-Richtlinien weiterhin Reputationsrisiken durch die Aktivitäten ihrer Lieferanten ausgesetzt sein. Es gibt Präzedenzfälle, in denen Palmölkäufer handeln müssen. In den bereits erwähnten Fällen von United Malacca und Samling stimmte United Malacca beispielsweise zu, die Arbeiten an der Industrieholzkonzession nach Druck von Palmölkäufern einzustellen, und Samling wurde aus der Palmöl-Lieferkette ausgeschlossen.

Wie der Bericht von Aidenvironment zeigt, haben Palmölkäufer auch die Möglichkeit, einen Beitrag zum Waldschutz zu leisten. Die sieben abholzenden indonesischen Unternehmen verfügen innerhalb ihrer Konzessionsgebiete noch über 373’000 ha intakte Wälder, von denen ein grosser Teil der Lebensraum des stark gefährdeten Borneo-Orang-Utans ist. Wenn die Palmölraffinerien die Abholzung von Industriewäldern in ihre Politik der Nichtabholzung einbeziehen und Druck auf diese Geschäftspartner ausüben, damit sie sich an die unternehmensweiten Richtlinien halten, könnten sie die Abholzung reduzieren und erheblich zu mehr Nachhaltigkeit in den beiden wichtigsten Landnutzungssektoren Indonesiens und Malaysias beitragen.

The Chain: New Report Calls on Buyers of Forest-Risk Commodities to Strengthen NDPE Policies. 26.8.21

Heidis weitere 82 Artikel zu Palmöl

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Von der Palmölmonokultur zurück zu vielfältigem Wald mit Piet Abik

22. Februar 2021

Wo einst Urwald für Palmölplantagen abgeholzt worden war - der Supermarkt der Einheimischen - laugten die Monokulturen den Boden aus. Immer mehr Dorfbewohner pflanzen jetzt vielfältigen Wald. Copyright: Ecosia

Wo einst Urwald für Palmölplantagen abgeholzt worden war – der Supermarkt der Einheimischen – laugten die Monokulturen den Boden aus. Immer mehr Dorfbewohner pflanzen jetzt vielfältigen Wald. Copyright: Ecosia

Quelle: Ecosia. „Piet Abik ist aus Borneo, Indonesien, wo die Palmölindustrie bereits 25% der Regenwälder abgeholzt hat. Monokulturen sind verheerend für die Umwelt. Palmölmonokulturen haben die Böden in Indonesien ausgelaugt und gefährden die Lebensgrundlage der ländlichen Gemeinden.

Piet wollte etwas dagegen unternehmen. Anstatt auf oberster Ebene, beschloss er, lokal aktiv zu werden und wandte sich zuerst an die Bauern seiner eigenen Dorfgemeinschaft. Indem er ihnen den Zusammenhang zwischen der weltweiten Nachfrage nach Palmöl und der Waldvernichtung erklärte, setzte er einen langsamen, aber stetigen Prozess des Umdenkens in Gang.

Inzwischen haben sich Bauern aus ganz Borneo Piet angeschlossen und unterstützen ihn bei der Aufforstung ehemaliger Palmölplantagen. Ausserdem lehnen immer mehr Bauern Monokulturen auf ihrem Land ab.“

Meet the 70 year old climate activist Piet Abik. Ecosia

Referendum Stop Palmöl!

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