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Rhein-Sanierung soll ein echtes Jahrhundertwerk werden

11. April 2016

Die Internationale Rheinregulierung (IRR) stellt im Auftrag von Österreich und der Schweiz den Hochwasserschutz am Rhein zwischen der Illmündung und dem Bodensee sicher. Die heutigen Schutzbauten würden einem grossen Hochwasser nicht standhalten. Das Projekt Rhesi ist die erste grosse Etappe der Umsetzung des Entwicklungskonzepts Alpenrhein der IRR und der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) aus dem Jahr 2005. Es steht für „Rhein – Erholung und Sicherheit“.

Offensichtlich braucht der Rhein mehr Platz, viel mehr Platz. Die Schäden bei einem Dammbruch wären hoch. Simulationsmodelle für verschiedenen Stellen zeigen welche Gebiete dort bei einem Dammbruch durch ein grosses Hochwasser überflutet würden.

Die Ziele von Rhesi sind zu Recht hoch gesteckt: Besserer Hochwasserschutz für 300’000 Menschen im Rheintal, qualitativer und quantitativer Grund- und Trinkwasserschutz, mehr Ökologie sowie Naherholung. Wenn ein solches Jahrhundertwerk angepackt wird, so meint Heidi, sollten Einzelinteressen von Bauern und Trinkwasserversorgern nicht entscheidend sein für die Wahl der Variante. Nur die beste ist gut genug!

Es ist wichtig, dass der Rhein in Zukunft wieder die natürlichen Gewässerfunktionen erfüllen kann. Eine grosszügige Aufweitung des Flussbetts lässt Seitenarme sowie Kies- und Bauminseln entstehen, Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Solche Biotope wirken dem Niedergang der Artenvielfalt entgegen.

Noch ist nichts entschieden, Varianten stehen zur Diskussion, auch halbherzige. Es wäre schade, wenn ein zukunftsweisendes Projekt den Interessen weniger geopfert würde. Mit Ihrer Stimme können sie helfen, den Rhein aus dem Zwangskleid zu befreien. Die Jahrhundert-Chance ist immer noch in Gefahr. Schon Ende April 2016 entscheidet die Gemeinsame Rheinkommission (Schweizerische Delegation) wie der Rhein der Zukunft fliesst. Aktuell deutet alles auf den Mini-Rhein hin. Rheintalerinnen und Rheintaler wehren sich dagegen.

Helfen Sie mit, unterschreiben Sie die Initiative Rhein raus! Bitte weitersagen bevor es zu spät ist.

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Mehr als 5'000 Leute haben die Initiative für eine natur- und menschenfreundliche Renaturierungsvariante des Projekts Rhesi unterschrieben.

Mehr als 5’000 Leute haben die Initiative für eine natur- und menschenfreundliche Renaturierungsvariante des Projekts Rhesi unterschrieben.

Nachtrag: Die Plattform Lebendiger Alpenrhein setzt am 24.4.16, 13.30 Uhr, ein Zeichen für den Rhein, für ein zukunftsweisendes Projekt Rhesi. Bevor die Rheinkommission Ende April entscheidet tragen Freunde des Rheins ein Riesenherz für ein Gruppenfoto ins Rhein-Vorland. Wo? Beim Restaurant Habsburg an der Rheinstrasse 70 in Widnau. Die Aktion findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa eine halbe Stunde. Die Einladung richtet sich an alle Interessierten.

Rhy-Fäscht

Am Rhy-Fäscht lässt die Plattform Lebendiger Alpenrhein zusammen mit Partnern den Alpenrhein hoch leben. Wo? Beim Kletterfelsen in Balzers! Dieses Jahr fällt das Rhy-Fäscht mit dem globalen Welt-Fischwandertag vom 21. Mai 2016 zusammen. Aktionen von Hawaii bis Balzers werden veranstaltet und rücken dabei die Fische und deren bedrohte Lebensräume ins Zentrum! Für Details siehe Rhy-Fäscht.

11.4.16 HOME

Jubiläum Rheinschutz: feiern! umsetzen?

4. Juli 2010

 

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Weihnachten 2009: Gülleschaum in einem Bergbächlein, das Richtung Rhein fliesst

60 Jahre internationaler Gewässerschutz am Rhein feierte die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) im Mainzer Kurfürstlichen Schloss am 30. Juni 2010. Die Niederlande hatten das IKSR  initiierten, um die Verschmutzung des Rheins grenzüberschreitend anzugehen. Dank des gemeinsamen Vorgehens wurde einiges erreicht. Ziele des aktuellen Programms: Auf- und Abwärtswanderung der Fische erleichtern, rheintypisches Biotop-Netz durch Reaktivierung von  Überschwemmungsauen und Altarmen wieder knüpfen, Hochwasserschäden mindern, Einträge von Schwermetallen, Stickstoff und Pestiziden senken, Vermeidungsstrategien für neue Stoffe wie Körperpflege-, Arzneimittel und hormonell wirkende Substanzen.

Die Internetseiten der IKSR bieten viele Informationen über Wasser, Grundwasser und natürlich über den Rhein. Im Kapitel Landwirtschaft wird auf die Probleme der zu intensiven und nicht sachgerechten Landwirtschaft eingegangen

Alpenrhein heisst der Rhein von den Quellen bis zum Bodensee. Wussten Sie, dass der Wasserstand des Alpenrheins um bis zu einen Meter täglich schwanken kann? Heidi wusste das (auch) nicht, hat es auf den interessanten IKSR-Seiten gelesen, wo es weiter heisst: „Das liegt an dem Betrieb der Wasserkraftwerke, die zeitweilig Rheinwasser in große Wasserreservoirs pumpen, um es zu Zeiten hohen Strombedarfs durch ihre Turbinen wieder dem Rhein zuzuführen. Dies hat negative Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt im Rhein.“

Zukunft Alpenrhein informiert über die Aktivität der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Internationalen Rheinregulierung (IRR). „Diese Organisationen sind die politischen Plattformen, auf denen die Regierungen der Kantone Graubünden und St. Gallen, das Fürstentum Liechtenstein und das Land Vorarlberg sowie die zuständigen Bundesstellen in Bern und Wien zum Wohle des Alpenrheins zusammenarbeiten.“ 38 Projekte sind beschrieben. Der Kanton Graubünden ist mit drei laufenden Projekten aufgeführt: Aufwertung bestehender Amphibienlaichgewässer, Neuschaffung ca. 60 neuer Laichgewässer zwischen Felsberg und Fläsch (seit 1996); raumplanerische Sicherung Entwicklungskonzept Alpenrhein in Graubünden (seit 2007); Revitalisierung der Landquart im 13 km langen Abschnitt zwischen Schiers und der Rheinmündung (2007-2012). Gemäss Pro Natura und WWF droht das Entwicklungskonzept zum Papiertiger zu werden, da die für die Hochwassersicherheit nötigen Flächen im kantonalen Richtplan fehlen. Auch bei den andern Partnern von „Zukunft Alpenrhein“ mangelt es an Umsetzungswille, siehe Petition für Hochwasserschutz und Raumsicherung am Alpenrhein auf WWF Graubünden unter News 22.3.10.

So gibt es denn viele Ämter, viele Gesetzte, viele Vorschriften, viele Organisationen, viele Pläne, viele Reden, viele Feiern … aber an der Umsetzung hapert es oft!

4.7.10   HOME

 


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