Posts Tagged ‘Käfer’

Die Ringelblume hat viele Liebhaber

28. Juni 2022
Dieser Käfer floh vor einer Fliege, krabbelte aber, als die Fliege weg war, wieder in die Blüte.

Dieser Käfer floh vor einer Fliege, krabbelte aber, als die Fliege weg war, zurück in die Blüte.

Heidi mag Ringelblumen der schönen Farbe wegen. Obwohl diese als bienenfreundlich gepriesen werden, sieht sie nicht viele Insekten auf den Blüten. Schwebfliegen, Bienen, Schmetterlinge usw. bevorzugen die Wildpflanzen oder Kräuter und bestimmte Nutzpflanzen. Doch heute waren zwei Käfer auf benachbarten Blüten. Weder im Insektenbuch noch auf dem Internet hat Heidi diesen Käfer gefunden. Zwar sterben immer mehr Arten aus, aber trotzdem ist es schwierig für Laien, sie zu bestimmen. Vielleicht ein Bockkäfer?

Nachtrag 28.6.22: Walti meldet, dass dies kein Käfer, sondern eine Wanze ist, wahrscheinlich  Calocoris affinis, die Grüne Distelwanze. Danke Walti! Deshalb konnte Heidi das Insekt nicht finden.

Auf der Blüte nebenan war ein weiterer Käfer im Abendsonnenschein.

Auf der Blüte nebenan war ein weiterer Käfer im Abendsonnenschein.

28.6.22 HOME

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Kleine Garten-Safari

26. Mai 2022
Leider unscharfes Foto. Aber, glaubt es mir, das Grüne auf der Blüte ist ein kleines Heupferd am Pollen fressen.

Leider unscharfes Foto. Aber, glaubt es mir, das Grüne auf der Blüte ist ein kleines Heupferd am Pollen fressen.

Das Heupferd fühlte sich von Heidi gestört und krabbelte weg.

Das Heupferd fühlte sich von Heidi gestört und krabbelte weg.

Der Alpöhi kam raschen Schrittes in die Küche, wo Heidi gerade mit Salatwaschen beschäftigt war: „Das musst du sehen: Ein kleines Heupferd frisst Pfingstrosen-Pollen und lässt sich nicht stören durch die Bienen, welche dauernd auf dieselbe Blüte fliegen. Komm rasch mit der Kamera!“ Heidi trocknete die Hände, holte den Fotoapparat und eilte in den Garten vor dem Haus.

Tatsächlich! Eine Biene und ein Heupferd friedlich auf derselben Blüte. In der Eile hat Heidi nicht die richtige Schärfeneinstellung erwischt … und schon war das Heupferd weg. Sie hat es offensichtlich vertrieben. Doch auf der anderen Seite des Blütenblattes war es noch, krabbelte dann aber weiter auf die grünen Blätter. Ob es sich da getarnt fühlte?

Auf einem Blatt daneben sass ruhig ein Heugümper, liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Und unweit zwei Käfer. Derweil holte sich Biene um Biene Pollen.

Nun aber zurück in die Küche, der Alöhi hat einen strengen Vormittag hinter sich und ist hungrig.

Man sieht links die abgefressenen Staubbeutel der Wildpfingstrose (Paeonia humilis). Kaum war das Heupferd weg, kam eine Biene angeflogen.

Man sieht links die abgefressenen Staubbeutel der Wildpfingstrose (Paeonia humilis). Kaum war das Heupferd weg, kam eine Biene angeflogen.

Das Heupferd ist inzwischen auf einem Blatt angelangt.

Das Heupferd ist inzwischen auf einem Blatt angelangt.

Auf dem Blatt daneben ein Heugümper.

Auf dem Blatt daneben ein Heugümper.

Wenige Blätter weiter hockt ein Käfer.

Wenige Blätter weiter hockt ein Käfer.

Was ist das wohl?

Was ist das wohl?

26.5.22 HOME

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Reldan 22 in der Schweiz erlaubt, in Deutschland (noch) verboten

24. Juni 2014
Das Insektizid Reldan 22 wird z.B. im Getreideanbau gegen das Getreidehähnchen eingesetzt. Es ist ein breit wirksames Insektizid. Einsatzgebiete: Kernobst- und Rebbau, Getreide, Raps, Gewächshauskulturen, Zierpflanzenanbau und gegen den Buchsbaumzünsler.

Das Insektizid Reldan 22 wird z.B. im Getreideanbau gegen das Getreidehähnchen eingesetzt. Es ist ein breit wirksames Insektizid. Einsatzgebiete: Kernobst- und Rebbau, Getreide, Raps, Gewächshauskulturen, Zierpflanzenanbau und gegen den Buchsbaumzünsler.

„Die Aufregung war groß, als Angelika Leistikow, Leiterin des NABU-Arbeitskreises Hornissenschutz, erfuhr, dass auf Grünlandflächen in der Nähe von Wipperfürth-Thier und Wipperfeld (Nordrhein-Westfalen) ein Insektizid zu Versuchszwecken ausgebracht werden sollte. Das Insektizid RELDAN 22, mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos-methyl ist derzeit in Deutschland für die normale Anwendung in der Landwirtschaft offenbar nicht zugelassen. Das soll sich jetzt ändern: Ein Forschungsinstitut aus Leverkusen sollte – im Auftrag eines global agierenden Pestizid-Unternehmens – im Oberbergischen testen, wie das Insektizid auf verschiedene Mäusearten wirkt… Laut technischem Datenblatt für RELDAN 22 führt eine Dampfphase des Giftstoffes dazu, dass auch nicht bespritzte Randflächen kontaminiert werden… Im ursprünglich geplanten Testgebiet sind die Giftversuche nach jetzigem Stand gestoppt, denn im Wasserschutzgebiet ist Giftausbringung verboten…“, NABU Oberberg ist besorgt wegen des Insektizid-Versuchs bei Wipperfürth, Oberberg-Nachrichten vom 23.6.14.

In der Schweiz ist Reldan 22 für verschiedene Kulturen zugelassen: Kernobst, Reben, Gewächshaus, Getreide, Raps, Buchsbäume, Zierpflanzen. Reldan 22 ist gemäss den Angaben im Pflanzenschutzmittelverzeichnis gefährlich für Bienen und sehr giftig für Wasserorganismen. Das Insektizid wirkt gegen Schädlinge wie Käfer, Läuse, Falter, Wanzen, Zikaden, Wespen, Mücken, Thripse… Heidi nimmt daher an, dass Reldan 22 sehr viele unterschiedliche Insekten tötet, nicht nur die Schädlinge, welche die Bauern vernichten möchten.

Werden die 13 Auflagen und Bemerkungen zum Produkt eingehalten? Zum Beispiel der Abstand zu Oberflächengewässern für Obstkulturen, Reben, Buchsbäume und Zierpflanzen von 50 m? Oder 20 m bei Getreide und Raps? Wie immer gibt es Ausnahmen: „… Ausnahmen gemäss den Weisungen des BLW„. „Wo findet man diese Weisungen?, frägt sich Heidi. Eine regelmässige amtliche Kontrolle gibt es nicht.

Für Obst- und Weinbau gilt: „… Darf nicht mit blühenden oder Honigtau aufweisenden Pflanzen (z.B. Kulturen, Einsaaten, Unkräutern, Nachbarkulturen, Hecken) in Kontakt kommen. Blühende Einsaaten oder Unkräuter sind vor der Behandlung zu entfernen (am Vortag mähen/mulchen). “ Übrige Kulturen ohne Gewächshaus: „Darf nicht mit blühenden oder Honigtau aufweisenden Pflanzen (z.B. Kulturen, Einsaaten, Unkräutern, Nachbarkulturen, Hecken) in Kontakt kommen.“ Diese Forderungen sind einmal mehr praxisfremd, auch beim besten Willen der Bauern nicht korrekt umsetzbar. Schon der kleinste Windstoss stösst die gute Absicht um.

NABU Oberberg traut den Behörden nicht und ist besorgt … Heidi meint: Auch in der Schweiz muss man den Behörden genau auf die Finger schauen. Haben Sie schon einmal im Pflanzenschutzmittelverzeichnis geblättert?

Grüne sehen Kreis in der Pflicht, Bergische Landeszeitung vom 22.6.14. Danke Grünwolf für den Hinweis.

Larven des Rapsglanzkäfers

Larven des Rapsglanzkäfers

Nachtrag: Reldan 22 ist gemäss Hersteller in Deutschland für die Bekämpfung des Rapsglanzkäpfers zugelassen. Der Feldversuch sei im Hinblick auf eine Neuzulassung geplant. Heidi hat dieses Produkt aber im Deutschen Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis nicht gefunden, siehe Raps/Rapsglanzkäfer. Der Wupperverband, der die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands betreibt, erfuhr durch eine Anfrage der Bergischen Zeitung vom geplanten Versuch und intervenierte beim Auftraggeber der Studie, der dann den Auftrag zurück zog, Bergische Landeszeitung, Pestizid-Versuch ist gestoppt, 18.6.14.

Medieninformation des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vom 3.4.7, BVL wirkt an Strategie zur Bekämpfung resistenter Rapsglanzkäfer mit: „… Beide Mittel sind daher nur im Fall einer drohenden Gefahr eines starken Befalls nach einem Warndiensthinweis durch die amtlichen Dienste der Länder anzuwenden… Im Mittelpunkt steht dabei die Einhaltung der Bienenschutzverordnung, da sowohl Ultracid 40 wie Reldan 22 bienengefährlich sind. Verstöße gegen diese Verordnung können mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Das BVL hat ferner daran erinnert, dass gemäß dieser Verordnung ein Bestand bereits dann als blühend zu verstehen ist, wenn in diesem nur eine blühende Pflanze, egal welcher Art, aufzufinden ist.

Eine Sonderbewilligung wurde erteilt, siehe Kleine Anfrage an den Deutschen Bundestag und Antwort der Bundesregierung, Auswirkungen der Bekämpfungsmethoden des Rapsglanzkäfers auf die Bienen und die Imkerei, 28.3.7. Resistenzbildung ist ein uraltes Problem!

Nachtrag 19.7.14: Flächen für Gift-Test ein Irrtum? Bergische Landeszeitung vom 18.7.14. „Nach der Gemeinde Lindlar hat nun auch die Gemeinde Kürten bei den Aufsichtsbehörden interveniert und Aufklärung verlangt. Dabei wurde offenbar klar, dass die Flächen nahe der Großen Dhünn-Talsperre praktisch „aus Versehen“ für den Versuch vorgesehen worden sind … Das Bundesamt hatte nach Darstellung der beiden Verwaltungen in Lindlar und Kürten die Genehmigung erteilt und gemäß Gesetz dem Pflanzenschutzdienst NRW mitgeteilt. Die betroffenen Gemeinden erfuhren zunächst nichts davon: Eine Hinweispflicht gegenüber Kommunen besteht nicht.

24.6.14 HOME


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