Posts Tagged ‘Klima’

Auenwälder, wo sind sie geblieben?

22. September 2021
Der Leipziger Auwald - ein Nachruf? Video 1:34:19 NuKLA e.V. 13.1.2

Der Leipziger Auwald – ein Nachruf? Video 1:34:19 NuKLA e.V. 13.1.21

Gerade eingetroffen ist der folgende Brief. Was sich darin auf Deutschland bezieht, gilt auch für die Schweiz:

Liebe Freundinnen und Freunde der lebendigen Bäche und kleinen Flüsse (diesmal bis hin zu den grossen)

Wer sich auf Google Earth z.B. durch Deutschland bewegt, erkennt das Ausmass menschlicher Eingriffe und erschrickt. Gewässerbegleitende Bäume fehlen weitgehend, ganz zu schweigen von früher vorhanden gewesenen Auwäldern. Hinsichtlich Erosionsminderung, Biodiversitätswiedergewinnen bis zum Abwenden von Klima-bezogenen Schäden bleibt viel zu tun – oft genug muss überhaupt erst damit gestartet werden.

Da ist es interessant, „von der anderen Seite“ zu kommen, aus Bereichen, in denen Auwald (noch) vorhanden ist. Eine solche Stelle ist der Leipziger Auwald, ebenfalls durch Wasserbau stark beeinflusst, aber verbesserungsfähig.

So leite ich die Einladung zum diesjährigen Auensymposium des Vereins NuKLA, Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald, weiter – s. unten.

Wer vom 6. bis 9. Oktober nicht nach Leipzig reisen kann, hat die Möglichkeit, die Veranstaltung per Livestream zu verfolgen, Link dazu ebenfalls unten.

Herzlich grüsst

Ludwig Tent, Wedel
[Mein Blog, gelegentlich kleine Neuigkeiten]
http://osmerus.wordpress.com

[Gewässerschutz für Bäche und kleine Flüsse]
www.salmonidenfreund.de

Das Symposium

Heidi ist sicher, dass auch SchweizerInnen aus dem Reichtum von gesammeltem Wissen lernen können.

Das Symposium vom 6. bis 8.10.21 findet nicht nur in Präsenz sondern auch zusätzlich als live-Stream statt: über den Youtube Kanal der Organisatoren NuKLA kann alles live verfolgt werden!

Dafür reicht es aus, den NuKLA Youtube-Kanal zu abonnieren (oder einfach hineinzuschauen):

https://www.youtube.com/channel/UCExdVCs2g4CiyLRLG22JMdw .

Mit dieser Registrierung bekommt man, unabhängig vom Symposium, immer dann ein Signal, sobald auf unserem Kanal etwas Neues erscheint.

Hier geht es zum Programm des Symposiums: https://www.nukla.de/programm-2021/
und hier zu den Dokumentation früherer Symposien: https://www.nukla.de/auenoekologiesymposium/

Wer ist NuKLA?

NuKLA e.V. und das Aueninstitut Lebendige Flüsse formulieren Forderungen für den Schutz und die Entwicklung des Flora-Fauna-Habitat-(FFH)Gebiets “Leipziger Auensystem”

Natur ist komplex. Und oftmals ist es schwer, die komplexen Vorgänge in der Natur mit wenigen Worten zu beschreiben. Aber auch menschliche Gesellschaften sind nicht einfach. Im Naturschutz kommen beide Themen zusammen und so wird es noch schwieriger.

Dennoch haben wir, NuKLA e.V. und das Aueninstitut Lebendige Flüsse, uns der Aufgabe gestellt, unsere Forderungen betreffs des FFH-Gebietes “Leipziger Auensystem” für unsere Mitglieder, Förderer, Freunde, Partner, aber auch sonstige Interessierte sowie für Menschen, die sich mit dem Leipziger Auensystem beruflich befassen, zusammenzutragen.

Mögen unsere Forderungen dazu beitragen, dass der Schutz des FFH-Gebietes “Leipziger Auensystem” in Zukunft noch verbessert werden wird.

Lesen Sie hier weiter: Wir fordern für den Schutz und die künftige Entwicklung des FFH-Gebiets „Leipziger Auensystem“

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Schweiz: Wir sind gerüstet!

20. September 2021
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Si hei dr Wilhälm Täll ufgfüert im leuje z’nottiswil (1966)

Für eilige LeserInnen: letzte Zeile:
Sy würde d’freiheit gwinne, wenn sy dä wäg z’gwinne wär.

Mani Matter singt das Lied live 1970, youtube

Übersetzung ins Hochdeutsche

Si hei d’r willhelm täll ufgfüehrt im leuje z’nottiswil
Da bruchts viel volk, gwüss z’halbe dorf, hett mitgmacht i däm schpil
Die andri helfti isch im saal gsy, bim’e grosse bier
Als publikum, het zuegluegt und isch gschpannt gsy, was passier

Am aafang isch es schön gsy, do het als schtouffacherin
D’frou pfarrer mit dem schnyder gret, i wort vo tiefem sinn
Und als isch grüert gsy, sy het dasmal nid gseit, s’chleid sig z’tüür
Und är het guet ufpasst das är der fade nid verlüür

Uf zmal, churz vor em öpfelschuss, der lehrer chunnt als täll
Sy sohn, dä frogt’ne dis und äis, do rüeft der einde schnäll
Wo un’drem huet als wach isch gschtande, so dass jede ghört
Wiso fragt dä so dumm, het dä ir’d schuel denn nüt rächts gleert

E fründ vom täll, e maa us altdorf, zwickt em eis uf’s muul
Und dise wo der huet bewacht, git ume, gar nid fuul
Und schtoost ihm mit syr helebarde ine z’mitts in‘ buuch
Da chunnt scho s’volk vo uri z’schpringe, donner jetzt geits ruuch

Die einte, die vo öschterrich, die näh für d’wach partei
Die andre, die vo altdorf, für ä täll, ei schlegerei
Mit helebarde, kartonschwärt, kulisse, schlöi sy dry
D’r täll ligt und’rem gessler scho, da mischt der saal sich y

Jetz chöme gläser z’flüge, jede schtillt sy gheimi wuet
Es chrose disch u bänk und’s bier vermischt’sich mit em bluet
Der wirt rouft sich sys haar, d’frou schinet broch’ni glider y
Zwo schtund lang het das duuret, do isch öschtrich gschlage gsy

Si hei der willhelm täll ufgfüehrt im löie z’nottiswil
Und gwüss no niene in naturalistischerem schtyl
D’versicherig het zahlt – hingäge eis weiss ig sithär
Sy würde d’freiheit gwinne, wenn sy dä wäg z’gwinne wär

Sy würde d’freiheit gwinne, wenn sy dä wäg z’gwinne wär

Si hei dr Wilhälm Täll ufgfüert. Wikipedia

Mani Matter

Si hei dr Wilhälm Täll ufgfüert Songtext von Mani Matter, Songtexte.com

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1. Swiss Water and Climate Forum in Willisau

19. September 2021
Die ausgezeichneten Projekte am SWCF 2021:1. Water for Youth? A Youth friendly map of swiss water stakeholders. 2. NextGen macht Gemeinden klimafit 3. Slow Water für unsere Kulturlandschaft. Foto: Priska Ketterer/SWCF

Die ausgezeichneten Projekte am SWCF 2021:1. Water for Youth? A Youth friendly map of swiss water stakeholders. 2. NextGen macht Gemeinden klimafit 3. Slow Water für unsere Kulturlandschaft. Foto: Priska Ketterer/SWCF

Am 9./10. September fand in Willisau LU das 1. Swiss Water and Climate Forum (SWCF) statt, organisiert vom Verein swisswaterclimate, einer nicht-gewinnorientierten Organisation mit Hauptsitz in Willisau LU. Rund 140 TeilnehmerInnen aus den verschiedenen Wassersektoren der Schweiz trafen sich, um konkrete Lösungen für nationale Wasser- und Klima-Herausforderungen zu erarbeiten.

Der Verein SWCF hat sich zum Ziel gesetzt, in jeweils 2-jährigen Projektzyklen der globalen Klimaänderung lokal angepasste Projektideen gegenüberzustellen und konkrete Massnahmen zur Klimaanpassung zu entwickeln und umzusetzen.

Die Frage, welcher sich das SWCF in seiner ersten Austragung stellte, war, wie in der Schweiz der Zugang zu Wasser gesichert werden kann. Der Zugang zu Wasser in qualitativ angemessener Qualität, in ausreichender Menge, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit verfügbar gemacht. Ernst Bromeis, Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer sagte in seinem Einführungsreferat, es sei gleichermassen Aufgabe und Verpflichtung, sich laut Gedanken über Wasser- und Klimathemen zu machen, eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu fördern und neue Ideen einzubringen. Das im Zweijahresturnus geplante Forum funktioniere dabei als «Marktplatz der Ideen, wo Projekte aufgegleist und über das Forum hinaus weiterentwickelt werden sollen».

“Tönt kompliziert, ist aber in der Umsetzung am Ort spannend und inspirierend.»

Am 1. SWCF konnten nun 9 Projektideen in mehreren Workshops unter Einbezug weiterer TeilnehmerInnen unterschiedlicher Interessensgruppen weiterentwickelt und auf die Konsistenz ihrer Ziele getestet und ausformuliert werden. In kleinen Gruppen der einzelnen Fokusgruppen tauschten sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichem fachlichen Hintergrund aus, lernten von den Erfahrungen und vom Wissen der anderen, wurden mit betriebswirtschaftlichen Ansätzen ausgerüstet, gaben Empfehlungen für Methoden, Tools weiterer relevanter Interessengruppen ab oder vermittelten einfach nur weiterführende Kontakte. «Was in der Theorie kompliziert tönt, war in der Praxis am Ort ein spannender Prozess, der nun nach dem Forum weitergeführt wird», sagt Mit-Initiant Johannes Heeb von CEWAS/Seecon.  

Die Sieger unter den Siegerinnen

Am Schluss der Tagung wurden die am SWCF gereiften Projekte am Forum vorgestellt und von einer Fachjury bewertet. Drei Projekte wurden als Preisgewinner erkoren. Das Rennen um den ersten Platz war ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Jugend-Projekte, die sowohl bei der Jury wie auch bei den Teilnehmenden am meisten Unterstützung fanden. Die ersten drei Projekte wurden mit einem Preis von bis zu 5’000 Franken Startkapital ausgezeichnet.

Die Arbeit geht weiter

Alle neun Projektideen werden nun in einem Zweijahresarbeitszyklus bis zum nächsten Forum vom Verein swisswaterclimate in ihrer Umsetzung begleitet. Am 2. SWCF in zwei Jahren werden die Resultate vorgestellt, aber auch neue Projektideen aufgenommen und in einen neuen Projektzyklus integriert.

Offizielle Partner: seecon gmbh, Das blaue Wunder, agridea, Blue Summit Switzerland, cewas, Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung, Helvetas, KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern KGL, martiPROJEKTE, Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT, Strategos, stutz consulting gmbh, Swiss Toilet Organization, GWF, Swiss Water Partnership, Region Luzern West, Willisau Tourismus, Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ, Neue Regionalpolitik Schweiz NRP, SwissRe Foundation, Coop Schweiz

Swiss Water & Climate Forum

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Wir brauchen dringend strengere Klimaziele!

18. September 2021
Denker

Denker

George Monbiot, veröffentlicht in the Guardian 9.9.21

Am Scheitelpunkt

Die Erdsysteme könnten noch vor 2050 kippen. Wir brauchen dringend strengere Klimaziele

„… Selbst wenn man alle versprochenen technischen Lösungen und Kompensationsmassnahmen mit einbezieht, sind wir mit der derzeitigen Politik auf eine unheilvolle Erderwärmung von 2,9°C festgelegt. Das Risiko eines unumkehrbaren Wandels durch ein derart gemächliches Tempo, das Vertrauen auf nicht vorhandene Technologien und Kapazitäten ist eine Formel für eine Katastrophe.

Wenn die Erdsysteme kritische Schwellenwerte überschreiten, wird alles, was wir getan haben und alles, was wir waren, das Lernen, die Weisheit, die Geschichten, die Kunst, die Politik, die Liebe, der Hass, die Wut und die Hoffnung, auf die Stratigraphie reduziert werden. Wir brauchen keinen sanften und linearen Übergang. Es ist ein Intensivkurs.“

On The Cusp. George Monbiot

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Klima: Schauen Sie sich dieses Video von Renzo an!

16. September 2021

Renzo präsentiert in atemberaubendem Tempo Fakten zum Klimawandel und zur Untätigkeit der Politik.

Renzo präsentiert in atemberaubendem Tempo Fakten zum Klimawandel und zur Untätigkeit der Politik und ruft zum Handeln auf für die Kinder, Enkel, Urenkel … den Zeit bleibt wenig.

Renzo bezieht sich auf die Situation in Deutschland … für die Schweiz müssten einfach Namen und Orte ausgewechselt werden!

Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe

Krise: Endgame, Renzo vom 4.9.21

Informationsquellen zum Video

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UN: 90% der weltweiten Agrarsubventionen schaden den Menschen und dem Planeten

16. September 2021

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Landwirtschaftliche Schule Plantahof GR: Boxen zur Haltung von Kälbern -> Kalbfleisch. Foto 28.6.17

Quelle: The Guardian vom 14.9.21

Fast eine halbe Billion Dollar an Subventionen pro Jahr schadet der Gesundheit der Menschen, dem Klima und fördert die Ungleichheit.

Fast 90% der weltweiten Subventionen in der Höhe von 540 Milliarden Dollar, die jedes Jahr an Landwirte vergeben werden, sind „schädlich“, so ein erschreckender UN-Bericht.

Diese Agrarsubventionen schaden der Gesundheit der Menschen, heizen die Klimakrise an, zerstören die Natur und fördern die Ungleichheit, indem sie Kleinbauern, von denen viele Frauen sind, ausschliessen, so die UN-Agenturen.

Die grössten Verursacher von Treibhausgasemissionen, wie Rindfleisch und Milch, erhielten die höchsten Subventionen, so der Bericht. Diese werden oft von grossen Industriekonzernen produziert, die am besten in der Lage sind, Zugang zu Subventionen zu erhalten.

Ohne eine Reform würden die Subventionen bis 2030 auf 1,8 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Pfund) pro Jahr ansteigen, was das menschliche Wohlergehen weiter beeinträchtigen und die planetarische Krise verschärfen würde, so die UN.

Die Unterstützung für die „übergrosse“ Fleisch- und Milchindustrie in den reichen Ländern muss reduziert werden, während die Subventionen für umweltschädliche chemische Düngemittel und Pestizide in den Ländern mit niedrigerem Einkommen sinken müssen, so die Analyse.

In dem Bericht, der vor dem UN-Gipfel für Ernährungssysteme am 23. September veröffentlicht wurde, heisst es, dass eine Umwidmung der Subventionen in nützliche Aktivitäten „einen Wendepunkt“ darstellen und dazu beitragen könnte, die Armut zu beenden, den Hunger zu beseitigen, die Ernährung zu verbessern, die globale Erwärmung zu reduzieren und die Natur wiederherzustellen. Zu den sinnvollen Verwendungszwecken öffentlicher Gelder könnten die Förderung gesunder Lebensmittel wie Gemüse und Obst, die Verbessern der Umwelt und die Unterstützung von Kleinbauern gehören.

Das globale Lebensmittelsystem ist kaputt

Zahlreiche Analysen der letzten Jahre zeigen, dass das globale Lebensmittelsystem kaputt ist. Im Jahr 2020 werden mehr als 800 Millionen Menschen unter chronischem Hunger leiden, 3 Milliarden können sich keine gesunde Ernährung leisten, 2 Milliarden Menschen sind fettleibig oder übergewichtig, und ein Drittel der Lebensmittel wird verschwendet. Der Gesamtschaden, der dadurch entsteht, wird auf 12 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt, mehr als der Wert der produzierten Lebensmittel.

Der Bericht wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlicht und unterschätzt die Gesamtsubventionen im Lebensmittelsystem, da er nur die Subventionen berücksichtigt, für die in 88 Ländern zuverlässige Daten vorliegen.

„Dieser Bericht ist ein Weckruf für Regierungen auf der ganzen Welt, die landwirtschaftlichen Stützungsregelungen zu überdenken, um sie zweckdienlich zu gestalten und unsere Agrar- und Ernährungssysteme umzugestalten und zu den vier wichtigsten Zielen beizutragen: bessere Ernährung, bessere Produktion, bessere Umwelt und ein besseres Leben“, sagte Qu Dongyu, der Generaldirektor der FAO.

90% of global farm subsidies damage people and planet, says UN. Damian Carrington, The Guardian vom 14.9.21

A multi-billion-dollar opportunity – Repurposing agricultural support to transform food systems. FAO, UNDP and UNEP. 2021. A multi-billion-dollar opportunity  Repurposing agricultural support to transform food systems. Rome, FAO. ISBN: 978-92-5-134917-5 https://doi.org/10.4060/cb6562en

Übrigens: Heidi verwendet das sehr gute Übersetzungsprogramm
www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Die unerfreuliche Wahrheit über den CO2-Fussabdruck

12. September 2021

Strasse in Holland im Jahre 1971

Strasse in Holland im Jahre 1971

„Die Wahl des persönlichen Lebensstils ist wichtig, um den Klimawandel aufzuhalten – aber nicht aus den Gründen, die Sie vielleicht denken. Unsere Lebensstilentscheidungen sollten als Handlungen der strategischen Massenmobilisierung betrachtet werden. Und sie sollten als Teil eines breiteren Werkzeugkastens von Massnahmen betrachtet werden, der auch Einflussnahme, sich sorgen um und Protest umfasst.“

Lesen Sie weiter unter Opinion: The Messy Truth About Carbon Footprints. Sami Grover, Undark vom 9.9.21

Wir sind jetzt alle Klima-Scheinheilige

„Auf jeder Seite dieser mitreissenden Lektüre habe ich mich selbst, meinen Partner, meinen Nachbarn, meine Kollegen, meine Familie und meine Freunde wiedergefunden … jede Person, die mich beschimpft hat, weil ich beruflich mit Flüchtlingen unterwegs war … Ich konnte das Buch wirklich nicht aus der Hand legen. Es ist eine Tour de Force für Hoffnung. Und Freundlichkeit. Und Liebe für die Welt und die Zukunft.“

– Alison Phipps, UNESCO-Lehrstuhl für die Integration von Flüchtlingen durch Sprachen und Kunst, Universität Glasgow – Gastgeberstadt der COP 26.

Schauen Sie sich das Video 3:32 an, wenn Sie keine Zeit zum Lesen des Buches haben:

We’re All Climate Hypocrites Now: How Embracing Our Limitations Can Unlock the Power of a Movement. Sami Grover, New Society Publishers, youtube

We’re all Climate Hypocrites Now. Sami Grover, New Society Publishers ISBN: 9780865719606, e-book ISBN: 9781550927535

Sami Grover auf Twitter

(Übersetzungen Heidi)

12.9.21 HOME

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Mottfeuer hinterlassen Spuren

4. September 2021

Hier wurden am 26.8.21 Bäume gefällt, dann brannten viele Stunden lang Mottfeuer.

Hier wurden Bäume gefällt, dann brannten am 26.8.21 viele Stunden lang Mottfeuer.

Es ist nicht so, dass Mottfeuer unsichtbar werden, wenn der gesundheits- und klimaschädliche Rauch verschwunden ist. Sie hinterlassen gut sichtbare Brandspuren am Boden. Es wäre für die zuständigen Behörden daher einfach, Gesetzesbrecher aufzuspüren und auch dann zu büssen, wenn die Luft wieder rein ist. Zudem wissen die Behörden ganz genau wer in den Wytweiden des Berner Juras regelmässig Mottfeuer entfacht und brennen lässt.

Unübersehbare Spuren eines Mottfeuers.

Unübersehbare Spuren eines Mottfeuers.

Die Behörden sehen nichts, wollen nichts hören ...

Die Behörden sehen nichts, wollen nichts hören …

Hier finden Sie Heidis weitere 13 Artikel über Mottfeuer.

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Ausrede: „Man kann eben nicht überall Ackerbau betreiben!“

16. August 2021

Maisfelder für Viehfutter auf ebenem fruchtbarem Talboden.

Maisfelder für Viehfutter auf ebenem fruchtbarem Talboden.

Es ist sinnvoll, dort Viehwirtschaft zu betreiben, wo Ackerbau aus topografischen oder klimatischen Gründen nicht möglich ist und keine Erosionsgefahr besteht. Häufig wird, wenn es um die Rechtfertigung der hohen Fleisch- und Milchproduktion geht, auf diese Grenzen der Produktion hingewiesen. Aber in der Schweiz werden viele Fruchtfolgeflächen für die Viehwirtschaft missbraucht, sei es für den Anbau von Mais, Kraftfutter oder als Weide, selbst in klimatischen Gunstlagen wie dem Rheintal.

Hier wächst in der Bergzone III Zuckermais für die menschliche Ernährung.

In der Bergzone III wächst Zuckermais für die menschliche Ernährung. Früher haben hier die Bergbauern ebene Flächen für den Anbau von Kartoffeln, Getreide und Gemüse genutzt … früher!

1987 wurde die Genossenschaft Gran Alpin gegründet, um den ökologischen Bergackerbau in den Bergtälern Graubündens zu fördern. 1996 erfolgte dann die Umstellung auf den kontrolliert biologischen Anbau (Bio-Suisse Knospe). Heute produzieren neunzig Bio-Betriebe etwa 500 Tonnen Weizen, Roggen, Speisegerste, Braugerste, Dinkel (Urdinkelsorten), Nackthafer und Buchweizen.

1987 wurde die Genossenschaft Gran Alpin gegründet, um den ökologischen Bergackerbau in den Bergtälern Graubündens zu fördern. Heute produzieren neunzig Bio-Betriebe etwa 500 Tonnen Weizen, Roggen, Speisegerste, Braugerste, Dinkel (Urdinkelsorten), Nackthafer und Buchweizen.

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Klimawissen von 1977: Umgestaltung durch den Menschen

20. Juli 2021

Wo einst Wald war ...

Wo einst Wald war …

Heidi zitiert aus Klimatologie von Richard Scherhag, Joachim Blüthgen und Wilhelm Lauer (1960, 9. Auflage 1977):

„Bereits lange vor der Industrialisierung und Urbanisierung hat der Mensch wesentliche Eingriffe in den Naturhaushalt vorgenommen. Die Veränderung der Pflanzenwelt stellt wohl den grossräumigsten, daher schwersten unter ihnen dar. Sie hat es zu allen Zeiten gegeben und ist Ausdruck des Erhaltungstriebes des Menschengeschlechtes, denn ohne Ackerbau und Viehzucht wäre keine Entwicklung von Kultur und Zivilisation möglich gewesen. Der Mensch muss die dabei verursachten, klimaverändernden Wirkungen in Kauf nehmen. Er muss sich aber darüber im klaren sein, dass die jüngsten, grossräumigen Eingriffe in die letzten Reste der geschlossenen Pflanzendecke (z.B. der tropischen Regenwälder) klimatische Folgen globalen Ausmasses hervorrufen können.“

„Der Mensch ist nicht nur vom Klima abhängig, er vermag auch innerhalb gewisser Grenzen die klimatischen Gegebenheiten seiner Umgebung zu verändern. Allein die quantitative Entwicklung der Spezies Mensch, die sich in der Moderne zu einer Bevölkerungsexplosion ausgeweitet hat, und die damit verbundenen ständigen Wandlungsprozesse in Richtung auf eine totale Kulturlandschaft, die ihren besonderen Ausdruck in den weit verbreiteten offenen Agrarlandschaften, den städtischen Agglomerationen und Industrierevieren finden, sind nicht ohne Rückwirkungen auf den natürlichen, physikalisch-biologischen Haushalt der Erde geblieben. Die einzelnen klimatischen Parameter erhalten dadurch ein verändertes Verhältnis zueinander.

Hatten die anthropogenen Einflüsse im Velauf der bisherigen Menschheitsgeschichte nur Ausmasse erreicht, die im Verhältnis zu den natürlichen, z.T. in extraterrestrischen Ursachen begründeten Klimaschwankungen von untergeordneter oder nur lokaler Bedeutung waren, so erlangen die sich nunmehr exponentiell verändernden Eingriffsfaktoren in Zukunft Grössenordnungen globaler Dimension, die im Energiehaushalt der Erde wirksam und damit klimabedingte Folgen zeitigen werden.“

„Nach neuesten Berechnungen (1977) ist zwar der CO2-Gehalt in der Atmosphäre zur Zeit noch wenig gefahrvoll, doch werden dann kritische Werte erreicht, wenn das Pufferungsvermögen der Ozeane für Kohlendioxyd erschöpft ist und infolge der Vegetationszerstörung die CO2-Assimilationsrate weltweit sinken sollte. Es kann aber als gesicher gelten, dass in Zukunft durch eine Erwärmung der Erdoberfläche aufgrund der verstärkten anthropogenen Einflüsse sowohl die winterliche Schneedecke an Ausdehnung abnimmt als auch die nur 2-3 m dicke arktische Meereisdecke abschmelzen könnte, wodurch die Albedo erheblich vermindert würde. Dies hätte für die Nordhalbkugel mit Sicherheit eine Verschiebung der Klimagürtel nach Norden zur Folge.

Derartige Klimaänderungen globalen Ausmasses sind rein rechnerisch mit hohem Wahrscheinlichkeitsgrad vorauszusagen. Damit sind solche Überlegungen keineswegs mehr hypothetische Spekulation.“

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Klimatologie. Das Geographische Seminar. Richard Scherhag, Joachim Blüthgen und Wilhem Lauer, westermann 1960, 9. verb. Auflage 1977.

Konferenzen gibt es viele, auch über Biodiversität, aber wirksame Massnahmen? BAFU-Direktorin Katrin Schneeberger nimmt am Treffen der EU-Umweltministerinnen teil. Medieninfo BAFU vom 19.7.21

20.7.21 HOME

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